THEMA: Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia
18 Jan 2019 22:30 #545587
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28.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 3

Wenige Kilometer hinter der Anhöhe erreichte ich den Abzweig zum Hoarusib. Am Anfang dieser Piste hatten Himbas (zwei Männer und eine Frau), die ersten Menschen, auf die ich an diesen Tag traf, einen Verkaufstand aufgebaut. Diesen gab es vor zwei Jahren noch nicht. Erwartet hätte ich ihn an dieser Stelle auch nicht. Denn es gibt Tage, an denen hier kein einziges Fahrzeug vorbeikommt. Ich kaufte einen geschnitzten Oryx, den ich zwar nicht brauchte, aber ich wollte auch nicht weiterfahren, ohne etwas gekauft zu haben. Ich fragte die Himabas noch nach ihren Vieh. Sie antworteten, dass ihre Ziegen (Rinder besaßen sie keine) im Khumib weideten.

Hinter dem Verkaufstand schaute ich zurück zum Khumib.


Welch ein Kontrast im Vergleich zu 2016.


Der Mount Himba Sphinx zeigte sich bereits im Hintergrund.


An den Hängen sah ich Bergzebras - einfach toll.


Ich warf letzmalig einen Blick zurück zum Khumib.


Kurze Zeit später traf ich auch einen weiteren "Lone Men", der leider keinen Plaketten mehr aufwies.


Ich konnte mich nicht errinnen, diesem "Lone Men" in 2016 begegnet zu sein. Und offensichtlich gab es diesen damals auch noch nicht. (Er hätte rechts am Hügel neben der Piste sein müssen.)


Am Mount Himba Spinx gabelte sich die Piste. In 2016 hielten wir uns rechts, um die spektakuläre Sicht auf den Hoarusib "mitzunehmen" und ich von der linken Piste nichts in Erfahrung bringen konnte. Dieses Jahr entschied ich mich, links abzubiegen. Diese Piste folgte einem Rivier, welches in den Hoarusib mündete (einige Kilometer weiter flussaufwärts). Zunächst zeigten sich rechterhand noch einige Bergzebras.


Nach einigen Kilometerns wurde das Gras grüner und höher.




Bei der Mündung in den Hoarusib stieg ich auf eine Anhöhe, um das Panorama zu genießen.
Blickrichtung Puros






Flussaufwärts


Mit Mount Himba Sphinx


Noch ein letztes Panorama über den gesamten Flussabschnitt,


bevor ich zum Wagen zurück ging. Denn besonders lange konnte man es bei 37°C nicht in der Sonne nicht aushalten. Gerne wäre ich hier den Hoarusib weiter Richtung Puros gefahren und hätte mir ein schönes Plätzchen als Nachtlager gesucht. Da es aber noch Oberflächenwasser gab, war mit die ganze Angelegenheit zu heikel, da der Hoarusib in seinen weiteren Verlauf noch einige Biegungen hatte. Da mich kein zweites Fahrzeug begleitete, ging ich kein Risiko ein und kehrte um. Am Mount Himba Spinx nahm ich die andere Piste zum Hoarusib.
Auch hier klettere ich der Aussicht wegen auf einen Hügel. "Oben" schaute ich zunächst auf die Stelle, an der ich eine dreiviertel Stunde zuvor am Fluss war. Der Ausblick auf den Hoarusib, wie er seinen Weg durch die schroffe Berglandschaff nahm, war einfach herrlich.




Mit Mount Himba Spinx


Die Aussicht auf den weiteren Verlauf des Hoarusib war leider durch die Hügel vor mir eingeschränkt.




Zurück zum Fahrzeug


Nach ca. 10 Minuten Fahrt öffnete sich die Landschaft mit diesem einzigartigen Blick.




Zum Vergleich ein Bild von 2016.


Da nun die Puros Campsite nicht mehr allzu weit entfernt war, entschloss mich, nicht wild zu übernachten. Am Vorabend riet mit ein Südafrikaner auf der Puros Campsite, den Track außerhalb des Hoarusib zu nehmen und nicht im Flussbett zu fahren, weil es dort durch die kürzliche "Flut" sehr unwegsam sein sollte. Die Piste außerhalb war wegen der vielen Rivierquerungen ebenfalls sehr langsam und anstregend.
Im Haorusib angekommen, quere ich diesen zunächst. Bald traf ich auf eine Giraffe


und eine scheue Straußenfamilie. Mehr Tiere sah ich nicht mehr. Leider auch nicht den Löwe, der sich hier seit kurzem aufhalten soll.


Das waren die letzten beiden Panoramas des Tages.




Als ich kurz vor 18:00 Uhr auf der Campsite eintraf, war ich völlig erschöpft, sodass ich diesen "Tagesausflug" niemanden empfehlen kann. Dennoch war es einer der landschaftlichen Höhepunkte der Reise.

Gefahrene Kilometer: 226 (11,4 l/100 km)
Letzte Änderung: 05 Okt 2019 20:31 von aos.
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18 Jan 2019 23:00 #545590
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Hi Axel,

Vielen Dank für Deine Fortsetzung & die wieder tollen Fotos.
Ich könnte gleich wieder durchstarten...

Zu Deiner Anmerkung:
aos schrieb:
28.04. Puros Community Campsite (Ngatutanga) Teil 3
Ich konnte mich nicht errinnen, diesen "Lone Men" in 2016 begegnet zu sein. Und offensichtlich gab es diesen damals auch noch nicht. (Er hätte rechts am Hügel neben der Piste sein müssen.)

Wir waren dort M 11/2017 und da gab den "Lone Men" schon.
Habe ihn aber erst heute Abend auf der Vergrösserung unseres Fotos entdeckt. :(
Wir waren damals wohl so von der beeindruckenden Schönheit der Landschaft berauscht.... B)





Gruss
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
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Letzte Änderung: 19 Jan 2019 09:50 von mika1606.
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19 Jan 2019 00:15 #545592
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Hallo Axel, atemberaubende Panoramen zeigst Du uns und weckst schöne Erinnerungen an unsere Fahrt durch diese grandiose Landschaften! Dafür danke ich und auch für Deine Tipps zu Swakopmund per PN
Von mir aus könnte Deine Reise noch ewig dauern!
Gruß
Friederike
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22 Jan 2019 10:12 #545918
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Hallo Axel, sauge deine Reise gerade auf, da ich in ca. 4 Wochen Richtung Damaraland und Kaokoveld starte. Das ist bis dato noch ganz unbekanntes Gebiet für mich. War fast immer im Süden unterwegs.
Werde alleine dort unterwgs sein. Hört sich an, als ob du es auch warst. Habe etwas mehr Respekt vor der Gegend als Alleinfahrer als vor den Strecken im Süden. Sieht ja aber alles soweit ganz gut fahrbar aus. (wenn nicht allzuviel Regen in meiner Zeit fällt) Hattest du ein Sat-Phone mit? Ich denke alleine sollte man eins mitnehmen, oder?
Dein Tagesausflug hat mir gut gefallen, auch wenn du ihn nicht empfehlen möchtest. Du warst an dem Tag süd-westlich von Purros unterwegs? Bist du nach Karte gefahren? Vielleicht hast du noch den ein oder anderen Tip.
Das ist meine Route
namibia-forum.ch/for....html?start=6#545913
Vielen Dank
Oliver
der Weg ist das Ziel.....
2000 Namibia (Anfängerroute ohne Forum) namibia-forum.ch/for...se-2000.html?start=0 // 2015 Solotour (abseits der Änfängertour)- www.namibia-forum.ch...uestung-und-ich.html // 2017 Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- www.namibia-forum.ch...ch.html?limitstart=0
www.namibia-forum.ch...-nur-rueckblick.html // 2019 Solotour Damaraland und Kaokoveld www.namibia-forum.ch...-nur-rueckblick.html
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22 Jan 2019 23:43 #545980
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Hallo Oliver,

wenn du die D3707 verlässt, würde ich zu einem Satphone raten.

Zu einer Navigationshilfe würde ich ebenfalls raten(openstreet map-Karten reichen). Es gibt einfach Sicherheit - obwohl ich es auch ohne "geschafft" hätte.

Was meinst du mit Tipps genau? Wenn es um Routen und schöne Landschaften geht, erlaube ich mir, auch auf meine Berichte von 2016 und 2017 zu verweisen.

Anhand meiner Beschreibungen sollte sich eigentlich ableiten lassen, wo ich gefahren bin. Wenn du mit "südwestlich" den Puros Canyon meinst, muss ich dies verneinen, da er Ende April noch nicht befahrbar gewesen sein soll.

Viele Grüße
Axel
Letzte Änderung: 23 Jan 2019 20:10 von aos.
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25 Jan 2019 12:20 #546186
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Hallo Axel,

ich bin hier mehr zufällig reingestolpert, bleibe aber hier. Ein wirklich hochinteressanter Reisebericht für mich, der das Kaokoveld bislang nur wenig kannte, außer daß es einsam und rough ist, wußte ich wenig. Insofern ist das eine willkommene und dank der vielen Bilder informative "Weiterbildung".
Danke sehr für Deine Mühen.

Grüße
Christian

P.S.: Rivier, nicht Revier
Mein Artikel mit Tipps für den Roadtrip in Namibia: www.aconcagua.de/tipps-namibia-roadtrip/
Weiter im Blog: Pakistan, Äthiopien, Myanmar, Patagonien, TransSib, Nepal, Karelien, Costa Rica, Guatemala, Rumänien, Aconcagua, Norwegen, USA Südwesten
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