4x4Hilux, meine Fotoausrüstung und ich....

Reisebericht 32 Antworten · 11,0k Aufrufe · gestartet 28. März 2015 von Heyde
Themenstarter248 Beiträge · seit 201528. März 2015 · #1
Hallo Namibia Forum, Namibia Reisende, alle die es waren, es wieder werden und oder es werden wollen.
Erst einmal vielen Dank an das Forum und an die Menschen, von denen es lebt.
Ich habe vor meiner 2. Namibia Reise (nach meiner ersten Reise vor etlichen Jahren, hat mich dieses Land nicht mehr losgelassen) hier viel gelesen, Fragen gestellt und Antworten bekommen.
Habe mich überraschen und inspirieren lassen.
In mir steckt kein Hemmingway, aber ich möchte mich mit meinen Erfahrungen und Eindrücken die ich gemacht und gewonnen habe in einem kleinen Reisebericht inklusive Bilder bedanken.

Ich war 12 Tage mitte März unterwegs, alleine. (Individuell kann man am besten allein sein…)
Die Reise war ein ,,Time out,, von dem Stress der Hecktik und der Zivilisation hier.
Reservierung nur in Koiimais, da laut Forum nur wenige Campsides.
Der Rest einfach auf gut Glück, was zu dieser Zeit auch ohne Probleme funktioniert hat.
Sonst kann ich ja auch mit Neckermann reisen. 😉

Flug mit Air Namibia Frankfurt-Windhoek-Frankfurt

Toyota Hilux SC von Advanced Car Hire.
Dachzelt, Campingausrüstung mit 1x Gasflasche, Besteck, Pfanne, Töpfe, Grill usw. Kühlschrank, 3x Reserverad (2x mit Felge, 1x ohne Felge), Kompressor und Erste Hilfe Set .
Der Wagen hatte 120000 km weg und war in dem dafür optisch nicht mehr Top Zustand. Technisch war er ok und hat mich nicht im Stich gelassen.
2x Reifenpanne. Für ca 2800 km und davon ca. 90% Gravel/ Sand Roadsin Wüste und Naukluftpark und ein paar sehr übele Pisten war es nicht viel.


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Die Route:
Tag 1: Windhoek- Bagatelle Campside (nähe Marienthal)
Tag 2: Bagatelle Campside (nähe Marienthal)- Brukaros Crater- Helmeringhausen
Tag 3: Helmeringhausen- Klein Aus Vista Camp (Aus)
Tag 4: Klein Aus Vista Camp (Aus)- D707 Gunsbewys
Tag 5: D707 Gunsbewys- Koiimais
Tag 6: Koiimasis- Sesirem
Tag 7: Sesirem- Mirabib Camp Side
Ab Tag 8 war ich spontan und habe teilweise kurz entschlossen die ,,vorher grob geplante,,Route etwas vom Timing und Strecke geändert.
Tag 8: Mirabib Camp Side- Hentjis Bay
Tag 9: Hentjis Bay- Spitzkoppe
Tag 10: Spitzkoppe- Camp Mara ( Omaruru)
Tag 11: Camp Mara ( Omaruru)- Wüstenquell
Tag 12: Wüstenquell- Windhoek


Windhoek- Bagatelle Campside
Angekommen am Morgen gegen 7:30 am Flughafen Windhoek., Abholung durch Advanced Car Hire am Flughafen im Preis inklusive.
Habe am Flughafen erst Geld gewechselt und mir eine SIM-Karte von MIC gekauft.
Damit konnte ich für 250N$ ca. 1,5 Std nach Europa telefonieren und viele SMS senden.
Die SIM-Karte war für ein altes mitgebrachtes Telefon ohne Schnick-Schnack.
Mein Smartphone war schon ausgeschaltet und ich wollte auch nicht ständig erreichbar sein.
(Wenn es mal Empfang unterwegs gab)
Dabei ist aber zu sagen, dass das Telefonnetz relativ gut ausgebaut ist.

Also, kurzgesagt, Tag1 beginnt.
Windhoek, Autoübernahme, Tankstelle, volltanken (ca.130l inkl. Zusatztank), Einkaufsliste im großen Spar Markt abgearbeitet, Kühlschrank gefüllt und los auf die B1 Richtung Rehoboth.
Ich bin nicht mit Navi gefahren, sondern nach der guten Karte von Tracks4Afrika.
Ist meiner Meinung nach absolut ausreichend, man verlernt das Kartenlesen nicht und muss sich nicht auf ein kleines elektrisches Ding verlassen, sondern auf sich!

Ab Rehoboth ein Stück auf die C25 und dann auf die kleinen schönen Pisten der D1212 usw. bis Bagatelle.
Schöne Strecke am Rande der Kalahari mit tief roten Sandpisten, etwas Gravel Roads aber gut und entspann zu fahren.
Springböcke, Webervögel Nester, diverse Kleintiere an Rand aber nur 1x Eselskarren. Sonst nix, außer schöner Landschaft. So soll es sein!

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Gegen 1600 Ankunft Bagatelle.
Campside, no problem Sir….
Bekomme Camp 2, ca 2km von der Lodge entfernt, direkt an einem Hügel.
Schöner schattiger Baum, Feuer/ Grillstelle, kleines Häuschen, nett gemacht mit Toilette und Dusche (warm). 150,- N$ bezahlt
So, erst mal etwas umschauen, über den Hügel, weiterer Blick auf Hügel, alles Menschenleer, schön.
Dann, etwas Struktur auf die Ladefläche bringen, Zelt aufklappen, Bier kalt stellen, Fleisch auf den Grill, essen und entspannen, die Ruhe ( und das kalte Bier aus dem Kühlschrank)genießen und den Springböcken beim Grasen in kurzer Entfernung zuschauen. Es war ein guter Tag!
Tag 2 wird folgen…

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der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
zuletzt bearbeitet 28. März 2015
Themenstarter248 Beiträge · seit 201528. März 2015 · #2
Bagatelle- Brukkaros Crater (Helmeringhausen)
Mein 2. Tag sollte am Brukaros Crater enden. Erst einmal Richtung Marienthal, noch etwas Vorräte auffüllen wie Feuerholz und diverse Kleinigkeiten und dann auf die C29 weiter Richtung Süden.
Hatte überlegt die B1 zu fahren, aber ich bevorzuge die Nebenstrecken. War denke ich auch Landschaftlich schöner.
Auf Höhe Tses auf kleine D-Strassen rüber nach Tses um den Tank an einer kleinen Tankstelle wieder bis zum Rand zu füllen.
Bei Tses geht dann die M 98 Richtung Berseba und kurz davor liegt der Brukkaros Crater.
Als ich die B1 überquerte und das Gate zur M98 erreichte, stand dort ein Anhalter.
Ich habe auch auch meiner ersten Namibia Tour ab und an Leute mitgenommen und nur gute Erfahrungen gemacht.
Man muss sich eben etwas seinem Instinkt hingeben.
Also angehalten und in diesem Moment stand auch sofort eine weitere Person hinter einem Busch auf. Ok, warum nicht auch zwei Leute.
Der ,,Herr,, der an der Strasse stand wollte ca. 20 km Richtung Berseba und die ,,Dame,, nach Berseba. Hatten uns in gutem Englisch verständigen können.
Single Cab, also der Herr auf die Ladefläche nach hinten und die Dame ins Cockpit.
Sofort startete eine sehr angeregte Unterhaltung und sie war überrascht, dass ein Tourist hält, da die meisten ja wohl glauben, dass sie sofort ausgeraubt werden.
Mitten im Nichts, wollte der Herr dann aussteigen. Er lebe dort, jage wilde Esel und verkaufe das Fleisch dann in der Gegend erklärte mir die Dame mit Namen Dedes.
Weiter also nach Berseba.
Es war sehr kurzweilig, habe viel gefragt über das Leben in Namibia und viele Antworten bekommen.
Berseba, kleine staubige Stadt am Fuße des Craters. Dame dort bei ihrer Familie abgeliefert und ca. 2km zurück zur Straße Richtung Crater.
Dort steht ein Schild mit der Beschreibung,
Campside, Picknickside, Bushshower and Toilett und eine Telefonnummer.
Also mit meiner Namibia SIM- Card im Telefon angerufen.
Es geht aber niemand ran.

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Also los, die ca 8km bis zum Gate gefahren.
Gate war offen, kleines Häuschen dort aber keine Seele anwesend.
Bin dann einfach mal reingefahren, kleine Strasse den Berg hoch um die erste Kurve und die erste Campside/ Picknickside errreicht.
Nicht schön, was meine Augen sehen.
Ein vermüllter Platz, Flaschen, Tüten usw. liegt überall rum, die Häuschen in der Umgebung Ruinen usw.
Der Weg weiter hoch ist wohl nur 4x4 möglich. Sah sehr unkomfortabel aus und nachdem niemand wusste, dass ich hier bin, wollte ich nicht riskieren.
Lag aber wohl auch daran, dass ich erst 2 Tage unterwegs war und noch ein Greenhorn und das Selbstvertrauen von Tag zu Tag größer wurde. Noch einmal die Telefonnummer gewählt, aber immer noch niemand der Abnimmt.
Hier wollte ich nicht bleiben, gefällt mir nicht. Also Karte raus, der nächste Halt sollte Klein Aus Vista werden, also etwas dazwischen.
Die Entscheidung viel auf Helmeringhausen. Bei Fragen von mir im Forum bezüglich meiner Tour wurde Helmeringhausen mit derh schön und ,,brauch man nicht unbedingt,, beantwortet.
Also, selbst ein Bild machen!
Entschied mich für den Weg über die D554 und D414, sah mir am nächsten aus. Motor starten und los. D554 ist anfangs eine ,,normale ,, Gravel Road durch flaches steiniges Gelände mit ein paar Büschen und einem älteren kleinen Pickup Auto, welches mit offener Motorhaube und einer Mutter mit Kind mitten im Nichts steht.
Na mal sehen, angehalten, ausgestiegen und nachgefragt ob ich helfen kann.
Würde mich ja auch freuen, wenn ich im Nichts mit einer Panne stehe und jemand hält an.
Ihr Wagen gab keinen Laut mehr von sich. Also mal alles etwas gecheckt (kenne mich mit älteren Autos ganz gut aus).
Sie hatte aber auch schon per Telefon die Familie benachrichtigt, ja es gab dort wirklich Empfang, wenn auch nur einen halben Balken.
Überbrückungsversuch mit Kabel, anschieben usw.
Nee, nix ging mehr, aber in der Ferne sahen wir schon eine Staubwolke und die Kavalerie kam.
Bruder oder Neffe oder Cousin oder wer auch immer kam und übernahm, also weiter in das Nichts fahren. Noch einen ,,Anhalter,, ein alter Mann mit Plastiktüte der im gar nichts stand ca. 20km mitgenommen und an einer kleinen Hütte an einem Hügel wieder rausgelassen.
Keine Verständigung möglich, außer das Wort ,,Water,, das er konnte.
Ah, ich verstehe, da steht man bei ca. 32° in der staubigen, steinigen Wüste und hat keinen Tropfen Wasser dabei. Hat bestimmt einen halben Lieter auf Ex getrunken.
Die D554 nähert sich fast dem Ende. An Abzweigung D3902 vorbei und dann ging es los.
Die Piste bestand kurz nach der Abzweigung nur noch aus großen und sehr großen spitzen Steinen, die alle riefen, hallo Reifen, lasst euch aufschlitzen!!!!
Geschwindigkeit zwischen 10-15 km/k möglich.
Habe es ca. 1km versucht und bin dann umgekehrt, bis zur D3902. Ist ein Umweg von ca. 30km zum Ende der D554 aber er lohnt sich.
Dann D414 gefahren, meiner Meinung nach sehr schön und abwechselungsreich.
Weite Ebene, dann wird es hügelig mit Vegetation und zum Schluß vor Helmeringhausen wieder flach und kahl.
Es gibt aber so gut wie keinen Telefonempfang, aber 2-3 Farmen in der Nähe der Strecke.

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Ankunft Helmeringhausen.
Hotel Helmeringhausen mit Campside auf dem Gelände.
Wurde sehr nett und herzlich von Sabina der Praktikantin aus Österreich, Mucki dem zahmen Springbock und Heidi dem Richback Welpen empfangen.
Schöner grüner Garten mit Schatten. Wie in einem Ausflugslokal in Deutschland. Sehr schön.

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Campside mit Bäumen, Häuschen für Dusche und WC, Gänse, Enten usw. 120N$ bezahlt.
Hilux dort abgestellt, zurück zum ,,Biergarten,,.
Dort wurde ich auch gleich an den Tisch zu Sabina und Björn, der Chef des Hauses gebeten.
Habe mir dort eine Mahlzeit gegönnt (Springbock mit Gemüse usw) welche sehr lecker war.
Fazit, es wurde ein sehr schöner gemütlicher Abend mit vielen landen und guten Gesprächen mit beiden und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Tag 3 (ok, ich fasse mich jetzt mal etwas kürzer)
Helmeringhausen –Klein Aus Vista.
Der Tag begann mit dem Ersten Platten, der über Nacht kam.
Bin schon in Schieflage im Zelt aufgewacht.
Also Frühsport vor dem Frühstück und Reifenwechsel.

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Glück, Tankstelle direkt gegenüber, Reifen flicken lassen, wieder Reseverad runter, da nicht so gut aussehend und los C13 Richtung Aus/ Klein Aus Vista Campside.
Gute Road, schöne Strecke. Tirasberge schon zur Rechten und kleine Hügel und Ebenen zur Linken.


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Strausse, Gnus und diverse Tiere gesehen. Am Beginn der D707 kurze Rast gemacht. Komme ja wieder dorthin um sie zu befahren.
Nach kurzweiliger Fahrt Aus erreicht.
Tankstelle mit kleinem Laden und Geldautomat. Tank, Kühlschrank und N$ aufgefüllt.
Klein Aus Vista liegt Richtung Wildpferde (B4), also dort vorbei und Wildpferde beobachtet. Ist ca. 25km von Aus entfernt. Von der B4 abgefahren und ca. 1km bis zum view point.
Dort ca. 15 Minuten gewartet, Orixe waren schon dort, aber dann kam auch eine kleine Herde Pferde zur Tränke. Sind dann wieder abgewandert und ich auch.


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Reception Klein Aus Vista. Campside free? Yes sir, Camside Free. War ca. 1500 als ich zur Campside kam.
Von der Reception fährt man ca. 2km den Berg etwas hinauf. Kleine Sandpiste.
Dort am Berg in einem kleinen Kessel sind 10 Campsides im Abstand von ca. 50m.
Baum mit Schatten, Wasseranschluss, Grill und halb mit Holz umzäunt als Sicht und Windschutz.
Dusch und Toilettenhäuschen für alle ca. 200m entfernt. Auch Spül und Waschmöglichkeit hinter dem Haus. Platz und alles drum herum sauber und gepflegt. 100N$ bezahlt.
War alleine dort als ich ankam. Habe mich dort eingerichtet und bin dann den nächsten Hügel Richtung Westen hoch. Schöne Aussicht in die Ebene, seitlich Berge.
Da werde ich meinen Sundowner später nehmen. Später kamen noch 3 weitere Fahrzeuge.


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Waren aber alle auf dem gesamten Platz gut verteilt.
Gegen 1830 wieder auf den Hügel und einen schönen Sonnenuntergang mit Kamera und kühlem Windhoek Lager genossen.


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Später zum Grillen noch ein Glas guten Südafrikanischen Rotwein und dann war ein weiterer entspannter Tag auch schon rum.
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
zuletzt bearbeitet 14. März 2017
2'346 Beiträge · seit 200628. März 2015 · #3
Hallo "Heyde",

vielen Dank für den Start deines sehr interessanten Reiseberichtes. Insbesondere über deine Erfahrungen mit der D554 von Berseba Richtung Helmeringhausen musste ich ein wenig schmunzeln. Vor genau zwei Jahren wollten wir in umgekehrter Richtung über die D554 Richtung Brukkaros fahren und machten (zum Glück) die Erfahrung mit den abenteuerlichen Pistenverhältnissen am Anfang der Strecke. Wir haben damals nach etwa einem km aufgegeben, sind umgekehrt und haben weiter nördlich versucht, auf der D1075 nach Osten zu kommen. Auf der haben wir es aber nicht mal einen km bis zur Aufgabe geschafft. Letztendlich haben wir dann einen Riesenbogen über Gibeon geschlagen und sind dann auf der B1 Richtung Keetmanshoop gefahren.

An diesem Tag haben wir gelernt, dass man die kleinen D-Straßen in weitgehend unbekannten Regionen nicht unterschätzen sollte. Das gilt offenbar nicht nur für das Kaokoveld.

Viele Grüße
Armin
Themenstarter248 Beiträge · seit 201529. März 2015 · #4
Klein Aus Vista- D707 Gunsbewys
Nach einem windigen späten Abend begann der Tag dann gegen halb sieben mit einem schönen Sonnenaufgang über dem am Camp liegenden Berg. Ja, der Tag/ Nacht Rhythmus schlafen gehen zwischen 2030/2130 und aufwachen und aufstehen zwischen 0600/ 0630 hatte mich schon erreicht.
Das ist es auch was ich dort sehr mag, Helligkeit und Dunkelheit bestimmen den Tagesablauf.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, welches ich erst gegen eine Horde schnorrender Webervogel verteidigt und dann noch meiner Kapitulation geteilt habe, jedenfalls den Rest meines Brot, wurde gespült und aufgeräumt. Daran haben sich die Vögel nicht mehr beteiligt, sondern den nächsten Platz überfallen.
Gegen 1030 ging es dann Richtung D707. Hatte ja Zeit, da keine besonders lange Tagesstrecke vor mir lag. In Aus, im kleinen Tankstellenshop wollte ich noch ein paar Kleinigkeiten besorgen.
Aber, geschlossen. Warum? Es war Sonntag. Ich hatte mittlerweile das Zeitgefühl, was die Wochentage betrifft schon verloren und meine Zivilisationsfestplatte im Kopf fing an sich zu löschen.
Schön, so wollte ich es.
Also, langsam und in aller Ruhe zurück auf der C13 Richtung D707.
Hatte an Anfang meiner Planung der Rute die D707 schon im Blick, da es zu meiner Planung passte.
Ich liebe die Wüste und der Großteil meiner Reise sollte die Namib begleiten und mich in den Naukluft-Park führen.
Habe aber erst hier im Forum gelesen, dass sie sehr schön sein soll. Also ich war gespannt.
Abzweigung C13 die gut zu fahren ist / D707 und eine schöne rote Sandpiste beginnt.


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Nach dem ersten Hügel wieder etwas Gravel Road, aber in der Ferne zu meiner Linken, die ersten roten Dünen und zu meiner Rechten, die zerklüfteten Tirasberge.
Mir gefällt es!

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Ankunft auf Gunsbewys gegen ca. 1400. Ich werde von einer Praktikantin, die dort zur Zeit ist begrüßt und diese holt Frau Gräbner. Frau Gräbner ist dem Forum glaube ich bekannt. Jedenfalls, wenn ich etwas über die D707 oder Gunsbewys gelesen habe ist ihr Namen sehr oft gefallen.

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Auch von ihr werde ich herzlich begrüßt, Campside ist frei, ich bekomme eine kurze Einweisung in die Gepflogenheiten dort, d.h. Mülltrennung, Komposttoilette, Dusche usw. und fahre um das Gelände zur Campside. Bezahlte 100 N$. Es liegt am unteren Ende auf dem Grundstück. Es gibt glaube ich 3-4 Campsides dort.

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Ich habe die Wahl, da die anderen Gäste in einem Zimmer dort wohnen, welches auch vermietet wird. Nehme das mit dem meisten Schatten, direkt am Pool, der von allen benutzt werden kann. Schöne Aussicht auf die Ebene und die Tirasberge gegenüber. Grill/ Feuerstelle vorhanden und die Dusche und Toilette ist der Campside ist auch nicht weit. Es kann aber auch die warme Dusche und WC am Haupthaus benutzt werden. Die Küche im Haupthaus kann gegen Aufpreis von 10N$ mitbenutzt werden und Getränke sind im Kühlschrank. Liste zum eintragen liegt neben dran und das Wasser von Gunsbewys ist kostenlos.
Es herrscht also das Vertrauensprinzip, welches ich sehr mag und respektiere.
Nachdem ich mich etwas eingerichtet habe, schaue ich mich etwas um. Ich besuche als erstes das kleine aber feine und mit sehr viel Liebe eingerichtete Museum, das den größten Teil des Haupthauses einnimmt. Viele Informationen über die Geschichte von Gunsbewys und der Fauna, Flora und dem Tierleben in der Gegend und in den Dünen. Sehr schön gemacht.
Meinen großen Respekt Frau Gräbner!

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Etwas später kamen noch andere Gäste, die aber ihren Wagen auf dem oberen Bereich der Farm aufgestellt hatten, so dass alle auf das Gelände verteilt waren.
Gegen späten Nachmittag hatte Frau Gräbner alle zum Kaffe geladen und es war ein schönes unterhaltsames Zusammensein.
Habe mich dann gegen 1800 verabschiedet um in die Dünen zu fahren um etwas zu fotografieren. (ca. 2km entfernt, nur mit 4x4 erreichbar)

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Es sah nicht gut aus, mit einem Sonnenuntergang, da es bewölkt war, aber es wurde doch noch ein großes Spektakel.

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Mit großen Augen und berauscht von dem Spiel Sonne, Wolken, Berge und Wüste ging es in der Dunkelheit zurück. Es sollte Abends/ Nachts dort nicht Barfuß gelaufen werden, sagte Frau Gräbner, da es eine Menge Scorpione gibt, die zur Dunkelheit herauskommen.
Begab mich auch dann auf Pirsch mit der Taschenlampe und habe einige schöne Exemplare rund um meine Campside gesehen.
Gute Nacht Gunsbewys.
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
zuletzt bearbeitet 29. März 2015
573 Beiträge · seit 201429. März 2015 · #5
Hallo Heyde,

danke für diesen schön geschriebenen Bericht. Wir fahren am 13.5. das erste Mal nach Namibia, machen aber einen Lodgereise. Wir werden jedoch auch die D707 fahren und auf der Namtib Farm übernachten. Ich freue mich schon und Dein Bericht tut sein Übriges zur Vorfreude. DANKE für die tollen Fotos. Ich bin gespannt, wie es weiter geht:-) 🙂

Lieben Gruß

Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr https://martinasreisen.blog/ 2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/297741-slow-motion-runde-um-s-okavango-delta.html 2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: https://martinasreisen.blog/ 2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: https://www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p 2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: http://www.umdiewelt.de/Europa/Nordeuropa-oder-Skandinavien/Island/Reisebericht-9019/Kapitel-0.html 2016 Vietnam Reisebericht: https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.php?thread/9522-knapp-3-wochen-vietnam-von-s%C3%BCd-nach-nord-reisebericht/&pageNo=1 2015 Namibia Reisebericht: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286330-namibia-die-erste-mai-2015-ein-traum.html
10 Beiträge · seit 201429. März 2015 · #6
Hammer-Bericht und Hammer-Fotos! Danke, dass du uns daran teilhaben lässt :o)
540 Beiträge · seit 201229. März 2015 · #7
Hallo Heyde,

was für eine irre Farbenpracht!! Vielen Dank für den Bericht und für die megatollen Fotos!!!

LG
Papa Kenia
43 Beiträge · seit 201429. März 2015 · #8
Hallo Heyde

mit was für einer Kammera hast du diese tolle Bilder gemacht und welche Einstellung dazu gemacht ?Super Bilder

gruß gruffti60
Themenstarter248 Beiträge · seit 201529. März 2015 · #9
Hallo gruffti60, danke,
ich fotografiere mit einer Canon 7D und verschiedenen Objektiven,
die Einstellungen sind manuelle Einstellungen an der Camera.
Bearbeiten tue ich die Bilder so gut wie nicht.
Grüße
Oliver
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
1'250 Beiträge · seit 200929. März 2015 · #10
Hallo Heyde,

auch wir fanden Gunsbewys bzw. Frau Graebner sehr beeindruckend!! Schön, Dein Bericht und vor allem die Fotos (aber darüber sprachen wir ja schon, ich stand nämlich beim letzten Foto auf Gunsbewys dabei.......).

Nun bin ich gespannt wie es weiter geht und warum Du nicht zwei Nächte auf Koiimasis geblieben bist, weshalb wir uns nicht mehr getroffen haben. Abgesehen davon finde ich jetzt auch, dass man nicht unbedingt 2 Nächte auf Koiimasis bleiben muss......! Wir haben es ein bisschen bereut, nicht noch eine dritte Nacht auf Gunsbewys geblieben zu sein.

Unser Flieger nach Hause geht morgen Abend.

Viele Grüße,
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
1'651 Beiträge · seit 201429. März 2015 · #11
Hallo Heyde,

Deine schönen Fotos von den Tirasbergen steigern unsere Vorfreude auf unseren Urlaub. Vielen Dank fürs Teilen.

Lg Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
373 Beiträge · seit 200729. März 2015 · #12
Hallo Heyde

Vielen Dank für die tollen Fotos und den Bericht. Möchte auch bald wieder nach Namibia:-)

Schönen Sonntag
Namibia07
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Themenstarter248 Beiträge · seit 201529. März 2015 · #13
Gunsbewys- Koiimasis
Koiimasis war das einzige Camp welches ich gebucht hatte, da ich im Forum gelesen habe, dass es nur 4x Campside gibt. Wäre zu der Zeit aber nicht nötig gewesen.

Meine kürzeste Strecke der Route. Ich wollte die 707 genießen und die meiner Meinung nach doch vielfältige Landschaft.
Mal trocken und staubig, steinig und kahl, mal rot und sandig und auch ein paar wenige grüne Flecke die auftauchen und auch schnell wieder verschwinden.

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Ich mag sie die 707.
Viele Kilometer sandige Piste, die auch gerade bearbeitet wurde.
Plötzlich ein schöner gerade gezogener Pad. Warum? Weiter vor mir die Lösung. Ein großes
,, Strassenbau Fahrzeug,, zieht eine neue Spur. Gleite dahin wie auf einer Wolke.
Die CD mit guter afrikanischer Musik, die ich mit im Rucksack habe tut ein weiteres dazu.
Nebenbei, lade ich meine Akkus für Kamera und Telefon auf.
Habe einen Spannungswandler für den Zigarettenanzünder dabei und kann somit bei jeder Fahrt Akkus laden.
Sehr zu empfehlen, da es Strom nur selten an Campsides gab. Kosten/ Nutzen Faktor 100%.
Nach kurzer Fahrt und Träumerei erreiche ich das Gate von Koiimasis. Von der D707 geht es dann noch ca. 18km über das Farmgelände auf einer schmalen Gravelroad inklusive 6x Tor.
Ok, das heißt anhalten, Tor öffnen, einsteigen, ein paar Meter fahren, aussteigen, Tor schließen, einsteigen und weiterfahren. Wenn man sich nicht verschätzt und zu kurz fährt…..
Dann nämlich wieder einsteigen, 20cm vorrollen und wieder zum Tor.
Habe immer eine Challange daraus gemacht, wie nah das Tor am Hilux Hintern vorbei geht… und ab und an verloren!

Folge dem Schild ,,,,Reception…. Ok, vielleicht roter Teppich und jemand der meinen staubigen Rucksack trägt und den Wagen parkt? Nein, ein paar Strausse stehen gemütlich in Eingangs Nähe und Frühstücken.
Warte einen Moment und es kommt die Herrin des Hauses. Bekomme kurze Erklärung wie ich zur Campside komme und fahre los. (250N$ für Campside)
Campsides liegen ca. 1km in den Berg hinein in einem kleinen Tal.
Relativ grün, umringt von den Tirasbergen. Habe Campside 1 bekommen.
Da fällt mir ein, das im Forum Campside 1 als schönste gepriesen wurde. Freue mich!
Ja campside 1 ist die schönste.
Hat am meisten Schatten ( ab frühen Mittag), direkt an ein paar ca. 10-15m Hohen glatten Felsen.
Feuerstelle, Grill, Wasseranschluß, Steintisch und Steinbänke, ein Sonnendach darüber und leicht abgezäunt unter einem schönen Baum. Bingo.
Duschen, Toiletten und Waschmölichkeiten ca. 150m entfernt. Sehr schön an Felsen gebaut und integriert. Die Campsides liegen 200m auseinander. Es steht aber nur noch ein verlassener Hilux auf einer andern Campside, sonst ist es leer.
Es ist heiß, sehr heiß.

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Richte mich häuslich ein, ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank auf der Ladefläche, der hart arbeiten muss und in den Schatten gesetzt und die Landschaft genossen.

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Kaum gesessen, da landeten schon die ersten schnorrer Vögel um zu schauen ob der Typ nicht etwas zu essen für sie hat.
Musste sie enttäuschen, habe sie aber zum Abendessen eingeladen.
Habe dann die Dusch usw. inspiziert. Tür auf und ein kleiner Wow Effekt.
Super schön gemacht. Schöne erdfarbende Töne, alles wie gesagt an den Fels gebaut, aber die Wand zum Fels fehlt, so dass die Innenwand der Fels an sich ist. Da hat jemand Geschmack und Herz reingesteckt!
An der Rezeption gibt es einen kleinen Laden und es kann Fleisch gekauft werden. Game of the Day.
Heute, mariniertes Orix Steak in Folie eingeschweißt. Perfekt, passt sehr gut zu dem Rotwein, der noch unter dem Beifahrerzitz liegt. Nehme gleich zwei…
Um die Rezeption herum große Anlage mit Zuchtvögeln.
Linke Seite die ,,Deko Vögel,, rechte Seite die ,, Ess Vögel,,
Es gibt einen ca. 5km langen Fußweg (Rundweg) zum erkunden der Farm. Mache mich gegen 1600 auf den Weg.
Ist aber nicht besonders kühler geworden. Kehre nach ca. der Hälfte zurück, ok, waren auch 5km, aber der Grill, der Orix in Marinade und der Wein möchten auch meine Zuneigung.

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Gegen 1830 ist das Dinner bereit und als hätten sie eine Armbanduhr, saßen ein paar der Vögel vom Mittag plötzlich im Baum über mir und warteten auf ihren Anteil. Das trockene Weißbrot war bei dem Essen so oder so überflüssig.
Mit zartem saftigen Orixsteak im Magen, kleiner Weinschwere und einer leichten Brise die dann aufkam wurde der Tag beendet.

Koiimasis- Sesriem

Freue mich auf die Dünen und den Sand. Strecke ist gut zu fahren.
Verlasse die schöne D707 und dann auf die C27 direkt bis Sesirem.
Kurzer Milchshake Stopp in Betta an der Tanke und weiter. Komme gegen 1500 am Gatezum Campingplatz an. Cooler Typ mit Zahnstocher im Mund schreibt Kennzeichen auf und weiter zur Rezeption. Bin das zweite Mal hier. Hat sich nicht viel geändert.
Camp sieht nicht voll aus. Campside frei? Yes Sir! Musste aber eine ganze Weile warten, bis jemand beim Check in erschien. Nebenan am Permit Schalter saß zwar jemand, aber die Dame war nur für Permits zuständig. Aber auch habe mittlerweile die afrikanische Gelassenheit und so warte ich eben.
Eingecheckt für eine Nacht (154N$) und an den Schalter nebenan. Brauche ein Permit um zue Dune45 und Sossusvlei zu fahren. (60N$). Hole mir hier aber auch gleich das Permit für den Namib Naukluft Park weiter oben im Norden, da ich noch nach Mirabib in die ganz große Einsamkeit möchte. (80 N$)
Bekomme Campside 14, am Rand des Camps. Halbrunde Steinmauer, großer Baum in der Mitte mit viel Schatten, Wasseranschluss und Feuerstelle. Toiletten, Duschen und der Pool in der Nähe.
Ist ein Funktionales Camp, wenn man zeitig nach oder aus Sossusvlei möchte.
Campsides nahe der Rezeption sind glaube ich nicht zu empfehlen, da dort der Generator steht, der auch bis spät in die Nacht läuft. Habe ihn von weitem immer leise gehört.
Zeiten zum ein und ausfahren nach Sossusvlei waren 0600-2015 für Camper auf dem Platz.
,,Auswärtige,, haben ca. jeweils eine Stund weniger.
Gegen 1700 fahre ich raus zur Dune 45, Sonnenuntergang. Sossusvlei spare ich für den Sonnenaufgang. Ca 40 min. Fahrt. Schön, niemand da. Habe im Camp meine Kameraausrüstung Sandfest gemacht. Alle Ritzen mit Klebeband abgeklebt und die Kamera in eine Plastiktüte (durchsichtig) gepackt und Ausschnitte für das Objektiv geschnitten.
Jedem zu empfehlen, der seine Kamera nach einem Besuch dort noch weiter nutzen möchte.
Jedenfalls die großen Spiegelreflex die in keine Hosentasche passen.
Habe meinen Sport und Fitnessplan in den letzten Monaten etwas schleifen lassen. Das merke ich auf halber Strecke hoch auf Dune 45.
Mein Stativ dient mittlerweile mehr meinen Körper darauf abzustützen. Den Kopf in ein nasses Tuch (sehe aus wie ein Tuareg) eingehüllt, schützt vor der noch heißen Sonne und den kleinen Sandkörnern, die über den Dünenkamm geweht werden und wie Schmiergelpapier auf der Haut wirken. (Die Damen, hier gibt es das Peeling kostenlos).

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Eine Rast kurz vor dem Gipfel, ein paar Bilder (lohnt sich noch nicht) und zurück. Erstens, weil die ersten Autos gekommen sind und es nun voller hier oben wird und ich habe echt schlapp gemacht, wenn ich ehrlich bin. Habe mich dann unten am Fuße der Dune eingerichtet, den Sand in meiner Kehle mit einem kalten Windhoek Lager vernichtet und auf den Sonnenuntergang gewartet.
Schön war’s.

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Bei Dämmerung dann zurück. Die letzte halbe Stunde im Dunkel gefahren, gefolgt von weiteren Autoscheinwerfern.
Wird eine kurze Nacht. 0600 geht es raus zu Sossusvlei……
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
zuletzt bearbeitet 29. März 2015
Themenstarter248 Beiträge · seit 201529. März 2015 · #14
Hallo ihr zwei, wollte erstens noch einen spontanenTag haben und ich hätte auch mal einen Game Drive dort gemacht. Wurde aber erst ab vier Personen angeboten.
Wollte mich nicht vierteilen und so bin ich dann am nächsten Tag weitergezogen.
Genießt den letzten Tag. Grüße nach Namibia.
Oliver
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309 Beiträge · seit 200930. März 2015 · #15
Hallo Oliver,

ich bin nun auch mit eingestiegen in Deine Rundreise. 😄
Danke, für die tollen Bilder und den interessanten Bericht.

Ich war ja im Januar allein im Süden Namibias unterwegs
und mit Deinen Ausführungen erwacht alles wieder in mir.

Vielen Dank und weiter so.

Paula
Themenstarter248 Beiträge · seit 201530. März 2015 · #16
Um 0510 ist die Nacht vorbei, etwas Wasser ins Gesicht, Zelt zusammenfalten, startbereit machen.
Es ist relativ ruhig um mich herum. Bei meinem erst Besuch hier vor einigen Jahren hörte man ab 0430 schon die ,,Nachbarn,, eifrig werkeln und Packen.
Fahre gegen 0540 zum Gate. Niemand da, keine Kontrollen, wie auch am Tag/ Abend zuvor.
Der erste Wagen fährt an mir vorbei in die Dunkelheit. Also starte ich auch, schon vor der offiziellen Einlasszeit.
Das fahren im Dunkeln ist mal eine schöne Abwechslung, im Rückspiegel die Morgendämmerung.
Es stehen einige Tiere, Orixe und kleine Gazellen, die ich nicht erkennen kann in Straßennähe.
Werde vom nächsten Fahrzeug überholt, der es wohl sehr eilig hat.
Den Urlaub möchte ich nicht.
Nach ca. 40 Minuten komme ich am Beginn der Sandpiste an. Sind die letzten ca. 20 km bis Sossusvlei, die wie die Meisten ja wissen nur mit 4x4 zu fahren sind. Mache die Reifen etwas platt, 4x4 rein und los geht es.
Es ist schon etwas heller, so dass man den Pad ganz gut sehen kann. Macht immer wieder riesen Spaß das Stück zu fahren und sich die Spur zu suchen. Zum Teil tiefer Sand, also alles nur nicht bremsen und oder stehen bleiben.
Ein Fahrzeug steht schon auf dem Platz in Sossusvlei. Der Rest ist wohl an der Dune 45 geblieben.
Langsam geht die Sonne auf, wecke meine Kamera und marschiere los.
Zum Fotografieren ist es schöner nicht auf einer Düne zu sitzen, sondern zwischen den Dünen zu stehen und zu wandern. Licht und Schatten ist dort intensiver und die Perspektiven sind unterschiedlicher.

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Nachdem Licht und Schatten sich bekämpft haben wird in der Wüste Kaffee gekocht und gefrühstückt. Mittlerweile sind auch ein paar anders Besucher gekommen.
Danach geht es Richtung Death Vlei. Bevorzuge aber das Vlei links davon. Es ist größer, kahler und niemand hat sich dort hin verirrt. Gegen 0815 haut die Sonne einem schon ganz schön auf den Kopf.
Frühsport… wander jetzt über die Düne rüber zum Death Vlei. Langsam wird es voller und 4x4 Kleinbusse kommen an und asiatische Damen und Herren mit Sonnenhut, Handtasche und Safaribekleidung machen sich in Karawanenformation auf die Wüste, Dünen und das Death Vlei zu erobern.
Das einzige, was ich nicht an ihnen sehe ist jegliche Form von Wasser oder Flüssigkeit.
Ich habe seit dem Start meiner Wanderung schon fast einen Liter Wasser getrunken.
Nach ein paar guten Bildern im Death Vlei, war schwer, ein Bild ohne Chinesen im Hintergrund zu machen, ging es zum Hilux und die schöne Sandpiste zurück. Am Ende der Sandpiste Räder wieder auf Asphalt Niveau gebracht und zurück ins Camp.

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In Sesirem, Körper (Ohren, Nase und alle Poren die Sand aufnehmen können und es auch taten)Tasse, Besteck und den Rest entsanden und einen letzten Kaffee.
Ein kleiner Laderaum und Kühlschrank musste auch mal wieder sein.

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Der Shop in Sesirem hat außer kalten Getränken, ein paar Konserven, Keksen und Hygienemittel nix zu bieten.
Anders dagegen die Tanke außerhalb des Camps. Gute Auswahl und man kann sich mit dem Nötigsten gut eindecken und ein paar Goodies wie Gemüse, etwas Obst und frischen Apfelkuchen gibt es auch.
Lasse den Tank vom Hilux bis zum Rand füllen und los geht es Richtung Norden.

Sesirem- Mirabib
Fahre die C19 bis Solitär, dort noch einmal den ,,Solitär General Dealer,, neben der Tankstelle aufgesucht. War aber keine Steigerung zum Tankstellen Shop in Sesirem.

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Dann ging es weiter auf die C14 Richtung Kuiseb Pass. Es ist eine entspannte Piste bis dort.
Ich liebe die Gegend ab dem Kuiseb Pass und wollte sie darum unbedingt wieder fahren.
Ich habe dort das Gefühl man fährt über den Mond. Nur schroffe Felsen und Gestein, kleine Schluchten, Kurven und dann die Große nackte Ebene rechts und links neben der C14.

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Kuiseb Pass überwunden und nun in den Cruise Modus bei Mensch und Maschine. Verdammt heiß hier.

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Ungefähr 20 km nach dem Pass geht es dann links Richtung Mirabib/ Homeb/ Zebra Pan und Gobabeb. Dieses Gebiet darf nur mit dem Permit befahren werden, welches ich in Sesirem bezahlt habe. Das Permit gibt es aber auch in Windhoek und anderen Stellen!

Ich fahre mit der Tracks4Afrika Karte und stelle fest, dass es hier entweder eine Änderung in der Landschaft gegeben hat oder die Karte nicht stimmt.
Laut Karte kommt die Gabelung Homeb/ Gobabeb und dann Richtung Homeb der Funkmast.
Laut Straße fährt man erst an einem kleinen Hügel mit dem/ einem Funkmast vorbei und ca. 7km weiter kommt die Abzweigung!

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Weiter geht’s Richtung Mirabib. Habe im Forum gelesen, dass es dort sehr schön und einsam ist.
Auf der Karte ist ein Zelt und Bett Symbol. Gästehaus oder was?
Der Pad ist mittelmäßig. Teils Schotter, teils größere Steine und auch einige fette Brocken auf dem Weg. Ringsherum Steinwüste fast bis zum Horizont, sonst nix. Top!
Nach ca. 20 km taucht eine Felsengruppe im Nichts auf und kurz darauf ein Schild Mirabib in diese Richtung.
Fahre den letzten Kilometer und stehe vor hohen Felsen. Ein Pad geht um die Felsen herum und zwischen sie. Ich entdecke ein paar Campsides d.h. Feuerstelle mit angekettetem Grillrost und Holzumzäunung als WC getarnt. Sonst sehe ich nichts außer weite, steinige Leere um mich herum.
Stelle mich an die Campside die mir am besten gefällt, steige aus und stelle fest, dass ich hier alleine stehe und die nächste Zivilisation ca. 40-50 km entfernt ist. Bin etwas aufgeregt und grübel einen Moment über meine Situation, aber dann finde ich es cool. Komme mir vor wie Robinson Crusoe.

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Laufe etwas herum und muss feststellen, dass ich doch nicht alleine bin. Ein Orix steht ca. 100m von mir entfernt im Schatten eines Felsens. Bewege mich langsam wieder zurück, Orix bleibt im Schatten stehen und wir respektieren uns und die Platzverhältnisse.

Richte mich häuslich ein, schaue ab und an nach meinem Orix Nachbarn, der immer noch dösend im Schatten steht, aber meine Anwesenheit akzeptiert und widme mich meinem gefüllten Kühlschrank.

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Später sitze ich gemütlich und noch immer mit dem Robinson Crusoe Gefühl an der Glut des feuers und ich bemerke wie ein Schatten auf dem Boden auf meine Füße zu kommt.
Eiswürfel, die meinen Nacken herunterlaufen!!!!
Als der Schatten in das Licht der Glut kommt, sehe ich einen Hasen, der auf meine ausgestreckten Füße zu hoppelt, an meinen Schuhen schnuppert und dann gemütlich unter dem Hilux verschwindet.
Ok, die Ablösung, der Orix hatte sich bei Dämmerung und als es etwas erträglicher außerhalb des Schattens war Richtung Nirwana aufgemacht. Ich entspanne wieder etwas.
Aber nicht lange. Sitze jetzt in vollkommener Dunkelheit bei dem Rest Dämmerschoppen, als in meiner Nähe ein schleifendes, ekeliges, nicht leises und nicht zu deutendes Geräusch ertönt.
Wieder ein kleiner Schreck. Nehme die Taschenlampe und gehe um den Hilux rum und erschrecke wieder.
Herr Wüstenhase hat es irgendwie geschafft auf die Kühlerhaube zu klettern, was wohl dieses Geräusch gemacht hat, inspiziert diese und bleibt lässig dort sitzen, obwohl ich jetzt direkt vor ihm stehe. (Hatte sich auch nicht stören lassen, als ich die Kamera holte,darum das Bild, damit man nicht denkt ich erzähle Gruselstorrys oder will alle davon abhalten nach Mirabib zu fahren).

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Nach einer Weile und dem Fotoshooting ,,Hase mit Hilux,, verdrückte Herr Hase sich Richtung Felsen und ich in den Schlafsack.
Schlafe gut und keine weiteren Vorkommnisse…..
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zuletzt bearbeitet 30. März 2015
857 Beiträge · seit 201430. März 2015 · #17
Servus,
sehr schöne Bilder, ich muss glaub doch mal früh aufstehen in Sesriem.. mir war das Wettrennen bisher immer zu früh und zu stressig..
Viele Grüße
Alex
Themenstarter248 Beiträge · seit 201531. März 2015 · #18
Zum Frühstück am nächsten Morgen erscheint der neugierige Hase wider. Kommt an meine Schuhe gehoppelt und schnuppert wieder. Ah, vielleicht lockt der Apfel, den ich esse. Werfe ein Stück auf den Boden und er frisst. Wir nähern uns an und nach 15 Minuten nimmt er vorsichtig Apfel aus meiner Hand.
Vielleicht haben genervte Eltern den Hasen ihrer Kinder hier ausgesetzt und er ist Menschen gewohnt?
Kaffee gibt es aber nur für mich. Studiere dabei die Karte. Ab hier plane ich von Tag zu Tag. Habe noch fünf Tage und als Ziel nur noch die Spitzkoppe und als letzte Nacht Wüstenquell.
Wohin? Hatte Blutkuppe im Sinn, aber ehrlich, nach fast acht Tagen Wüste, Staub, Trockenheit und Hitze gelüstet es mich, meinen Augen, meiner Nase (die immer mit Staub und Sand gefüllt ist) und meiner Seele nach einer kühlen Briese und den Blick auf das Meer. Swakop kommt immer mehr ins Rennen, da mich auch seit zwei Tagen ein schleichender Platten vorne rechts begleitet und aus meiner Erinnerung meiner ersten Reise es in Swakop gutes Brot gibt, Graubrot, Brot mit Körnern usw. Kann das trockene Weißbrot nicht mehr sehen. Also auf nach Swakopmund, für die Nacht überlege ich mir noch etwas.

Mirabib- Swakop/ Strand
Zurück zur C14 noch einmal entspannt und mit Genuss durch das Nichts auf einer Piste die bis zum Horizont führt.

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Erreiche Walfish Bay, fahre direkt zur kleinen Bucht in der Stadt wo sich tausende Flamingos und viele Pelikane tummeln, steige aus und atme tief ein. Geil! Sorry für den Ausdruck.
Leicht Bewölkt, leichte Brise vom Meer und ca.19°.
Schaue dem Vögeln beim Angeln etwas zu, ups, viele Menschen hier, viel Trubel im Vergleich zu Mirabib und den restlichen Tagen.

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Steige ins Auto und weiter geht es nach Swakop. Reifenwerkstatt steht zuerst auf dem Programm.
Ist eine richtige Reifenwerkstatt und Reifenhändler, Profis also.
Erzähle mein Problem und kurz darauf kommt ein Mechaniker mit einem kleinen verrosteten uralt Handwagenheber und will starten. Kurbeln wollte er mit einem Schraubenzieher.
Ich hatte Mitleid und… wollte hier nicht den Rest des Tages verbringen, also bot ich ihm an, den Wagenheber zu benutzen, den ich im Hilux habe. Er nahm dankbar an. Rad runter und er verschwand damit in der Werkstatt. Nach ca. 20 Minuten kam er wieder, zeigte mir das kleine Loch und montierte das Rad wieder. Hier wurde der Reifen von innen geflickt/ vulkanisiert und nicht wie zum Teil an Tankstellen nach der… noch größeres Loch mit einer Art Korkenzieher bohren und ein gefühltes Kilo Reifendichtmittel reinstecken… Methode. Kann lange halten, kann die Masse aber auch als Wurst nach ein paar hundert Kilometern wieder rausdrücken. 100N$ bezahlt und los zum Super Spar.
Brotparadies Swakop!!! Viele verschiedene Sorten, Grau, schwarz, Körner. Fülle noch ein paar Vorräte auf, ein gutes Stück Fleisch, Rotwein, frische Paprika, Zwiebeln usw.
Das wird ein gutes Dinner heute Abend. Zum Abschluss Luxus pur. Gönne mir ein kleines Mittagessen in einem Pub/ Restaurant oder was immer mit anschließendem Espresso in der Nähe. Sitze draußen und schaue dem ,,hektischen,, Treiben der Strasse zu. Verhältnismäßig zu Deutschland aber stressig zu den letzten Tagen und erst recht zu der Einsamkeit in Mirabib.
Wo geht es hin. Richtung Spitzkoppe mit Übernachtung irgendwo am laaangen Strand Richtung Norden. D.h. keine Campside sondern wild Campen.
Fahre die C34 Richtung Henties Bay , denn von dort soll es weiter zur Spitzkoppe gehen.
Unterwegs in beide Richtungen viele Pick Up‘s mit riesen Angeln vorne am Kühler befestigt.
Anglerparadies. Auch überall am Strand, die Strasse führt zum Teil nur wenige hundert Meter am Meer vorbei, sehe ich viele Autos und riesengroße Angeln die im Meer verschwinden.
Bei ca. Mile 32 fahre ich auf einer der vielen Straßen die zum Strand führen. Soweit das Auge reicht, rechts und links kein Haus, kein Angler, aber Wind und mittlerweile gegen Abend ca. 15°.

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Zelt aufklappen und Dinner vorbereiten, inklusive Graubrot und heute ausnahmsweise mal den Gaskocher benutzen.
Auch ein Pullover (der einzige)hat nach 9 Tagen und langer Suche im Rucksack seinen Einsatz.
Angenehme Temperatur, hypnotisches Meeresrauschen, fetter tiefer Schlaf.

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der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
zuletzt bearbeitet 31. März 2015
Themenstarter248 Beiträge · seit 201531. März 2015 · #19
Henties Bay- Spitzkuppe

Am Morgen nach einem windigen Frühstück starte ich nach Henties Bay. Kleines Shopping Programm und Bar Reseven auffüllen.
Hatte mit Mastercard an Automaten nie Probleme! Bezahlungen mit Karte waren ,, auf dem Land,, aber so gut wie nicht möglich!
Henties Bay lebt von Anglern, habe ich das Gefühl. Viele Apartments zu mieten, Einkaufsmöglichkeiten neben Angelausrüstung und alles was des Anglers Herz höher schlagen lässt sind gut.
Bank, 2x Tankstelle und Wind und rauher Atlantik.
Es gibt ein Tourist Information Center mit Campingplatz. Habe mir beides mal kurz angesehen.
Tourist Info ist ganz ok, man kann einige Infos von dem netten Personal bekommen,Campingplatz versprüht keine Romantik, ist funktional und wenn man den ganzen Tag Angeln will und nur dort schläft ist es ganz ok.

Nach den Erledigungen noch ein kleiner Brunch in einem Coffeshop und ab zur D1918 Richtung Spitzkuppe.
Nach dem ersten Namibia Besuch hat die Spitzkuppe eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Ich weiß nicht warum und wiso aber ich hatte mich in diesen Ort verliebt. Darum musste ich dort hin zurückkehren.
D1918 ist eine gute Strecke, leichter Gravel gute Pad. Sind ca. 120 km und 1,5 Std fahrzeit, wenn man es nicht eilig hat.
Die Spitzkuppe deutet sich am Horizont an und bald komme in das Spitzkuppe Areal. Man merkt es daran, dass am Strassenrand kleine Stände mit Steinen zum Verkauf stehen und jeder etwas verkaufen möchte und winkt.
Biege auf die D3716 ab, die auf die Spitzkuppe zuführt.
Kleine Rast an der Strasse mit Ausblich auf das gesamte Felsenmassiv.
Es hat etwas majestätisches, wie es dort in der Ebene steht.

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Weiter geht es zum Gate, vorbei an armseligen Hütten und Gebilden, die wie Unterkünfte aussehen.
Es gibt dort ein Dorf am Rande der Spitzkuppe, mit kleiner Klinik und Schule wie ich später lese. Ist glaube ich aber der einzige Wohlstand dort.
Ankunft Gate, steige aus, ein Ranger kommt mir aus einem Häuschen entgegen. Campside free, yes Sir, 120N$. Wir gehen in die Reception, wo noch zwei seiner Kollegen sitzen. Einer am Schreibtisch gibt mir ein Formular zum ausfüllen. Fertig. Lege 150N$ auf den Tisch, Kollege kramt in seinem Bauchgurt und legt mir 20N$ zurück auf den Tisch.
Ich lasse das Geld liegen und Blicke in die Runde.
Die berühmte ,,Stecknadel fällt,, und alle können es hören Situation… Schweigen…
Dann sagt der Ranger der mir den Preis von 120N$ gesagt hat etwas auf…?... zu seinem Kollegen und er kramt den letzten 10er hervor und legt ihn auf den Tisch.
Ich kann kein Ovambo, Damara oder was auch immer, aber er war nicht freundlich zu seinem Kollegen! 

Bekomme einen DIN A4 Zettel mit einem Plan der Area und den Positionen der Campsides darauf.
Er meinet auf englisch, wenn ich eine Campside sehe die frei ist…. You are welcome!
Es gibt eine kleine Bar hinter dem Gate, nett mit Sitzen und Hängematten, dort kann man eine Kleinigkeit Essen, Kaffee, Tee und alle möglichen Getränke werden verkauft.
Ein paar ,,Apartments,, stehen dort auch und die Duschen und Toiletten für die Campsides sind dort.
Man muss dann allerdings von seinem Camp dort hin fahren oder laufen.

Fahre los und erkunde die Campsides. Fast alle frei, sehe 1x Hilux, sonst niemanden.
Es macht Spass dort zu fahren. Sandige Hauptpiste und schmale Wege zu den Campsides, zum Teil mit viel Buschwerk an den Seiten und engen Kurven.
Mir gefällt Camp 11b. Ist hinter dem Berg auf der anderen Seite, rund, glatte Felsen in der Mitte eines kleinen Tals zwischen Spitzkuppe und dem Berg nebenan.
Fahre aber erst mal weiter, zum Rock Arch usw. Kleine Sehenswürdigkeiten.

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Kletter noch ca. 1 Stund viel herum.
Wer gerne klettert ist hie absolut richtig.
Gibt auch ein paar Stellen Rope Climbing!
Dann zurück zum ausgesuchten Camp.

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Hilux in waagerechter Position geparkt (damit man im Zelt nicht auf irgendeine Seite rollt, war ab und an ein langwieriges Hilux hin und her gerolle) und die Felsen dort erkundet. Nach hinten schöner Ausblick auf die Ebene, nach vorne die Berge.
Nach oben Blick auf schwarze Wolken! War schon etwas bewölkt den ganzen Tag, aber da zieht etwas auf.
Da geht es auch schon los, heftige Windboen und die ersten Tropfen. Komme gerade am Hilux an und es geht mit einem starken Regen los.
Der erste Regen seit 10 Tagen. Ungewohnt. Sind ca. 24° also los, duschen!
War die beste Dusche auf der ganzen Tour! Nach ca. 15 Minuten ist alles vorbei und die Wolken ziehen hinter die Berge und die Sonne kommt flach über der Ebene raus.
Dann verbindet plötzlich ein fetter Regenbogen beide Berge. Fettes Bild!

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Abgetrocknet mit Dämmerschoppen auf dem Felsen und ein wenig Farbenspiel schauen.

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Dann ,,Business as usual,, Zelt, Feuer, Grill, Dinner, schlafen.

Bevor es am nächsten Morgen zum einpacken ging, noch etwas an den Felsen gegenüber geklettert.
Man kann locker 30m hochkommen ohne Sicherung. Guter Tritt, fester Stein, gute Spalten.
(nochmal für die Climber unter uns)
Dann zum Gate, Dusche warm, ist eine ca. 2m hohe viereckige Steinmauer ohne Dach, mit ca. vier ,,Duschkabienen,,.
Dann einen guten!Kaffee an der Bar und die weitere Planung.
Habe einen Tag frei! D.h. übernächster und letzter Tag Wüstenquell, aber für heute wollte ich spontan planen.
Bei der ersten Tour und auch jetzt viel mir immer wieder ein Ort auf der Karte auf.
Omaruru

Dieser Name hört sich einfach wie tiefes Afrika für mich an und es erinnert mich an Daktari und Hatari. (die älteren unter uns kennen beides bestimmt!)
Daktari= Afrikaserie in den 70ern
Hatari= der ultimative Afrikafilm meiner Jugend. Denke aus 70er.
Bin in Gedanken immer mit Hardy Krüger, John Wayne und den anderen vorne auf dem Sitz auf der Motorhaube des Jeeps mitgefahren, als es darum ging wilde Tiere zu fangen.

Also auf nach Omaruru.

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der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
zuletzt bearbeitet 31. März 2015
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