THEMA: Als Volunteer im EHRA Wüstenelefanten Projekt
05 Jun 2018 22:07 #522997
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Liebe Fomis,
nach mehr als 20 Jahren Reisen im südlichen Afrika und 7 Jahren weitgehend passiver Mitgliedschaft im Forum, möchte ich heute meinen ersten Reisebericht starten. Dieser Bericht über meine Zeit als Volunteer bei EHRA ist fast eine 1:1 Abschrift meines ausführlichen Reisetagebuchs und enthält daher die teilweise sehr persönlichen Eindrücke, Gedanken und Gefühlsregungen (!) während der Tour. Ein paar gedanklich ausgesprochene Schimpfworte habe ich entschärft ;-), aber allzu oft musste ich unterwegs zum Glück nicht fluchen :-). Ich habe es weitgehend vermieden, Namen von Mitreisenden zu nennen, bzw. einigen Personen, die häufiger erwähnt werden, andere Namen gegeben.



Ein paar Fakten (Ablauf, Budget, Pros, Cons, persönliches Fazit) zum Volunteer Programm habe ich kürzlich im Thread „Erfahrungen mit EHRA Wüstenelefanten Projekt“ (#486711) den ich im August 2017 geöffnet habe, zusammengestellt und mir damit quasi auch gleich meine Fragen vom letzten Jahr selbst beantwortet ;-)

Aber nach (mittel)langer Vorrede geht es nun endlich los. Am Anfang wird’s etwas textlastig, aber durchhalten…Fotos kommen auch noch; sofern ich das mit dem Hochladen und Einfügen hinkriege ;-)!

Abreise nach Windhoek - Freitag, 16. Februar 2018
(Schon) wieder unterwegs zu einem neuen Abenteuer… Dabei bin ich mit meinen Gedanken doch noch sehr oft bei den Erlebnissen und bei lieben Menschen aus der Zeit, die ich im November 2017 als Volunteer im Birungi Kindergarten Projekt in Uganda verbracht habe.

Aber nun sitze ich in der Bahn nach Frankfurt und proste mir selbst mit dem rosa Secco zu, der mir mit auf die Reise gegeben wurde.

Nach einer gewissen Anspannung der letzten Tage fühle ich mich plötzlich ziemlich leicht und muss lächeln. Vielleicht bin ich auch ein wenig stolz auf mich bin, dass ich mit über 50 Jahren nun alleine dieses Abenteuer antrete, vor dem ich bei aller Vorfreude durchaus Respekt habe. Ich fühle mich jedenfalls sehr lebendig! Abenteuer ich komme!!!

Mit dem Shuttle von der Hauptstadt an die Küste - Samstag, 17. Februar 2018
Here I am! Gelandet in Windhoek! Und es fühlt sich gut an! Obwohl ich beim Landeanflug wie immer ein paar Tränchen in den Augen hatte und dieses Mal nicht die Hand meines Mannes ergreifen konnte. Für das EHRA Programm hätte ich ihn niemals begeistern können. Aber er wird ja bald für unsere gemeinsame Reise nachkommen :kiss:

Im Flieger habe viel geschlafen und die Einreiseprozedur und die Gepäckabwicklung verliefen auch ganz ok. Die Abholung am Flughafen, die EHRA für mich organisiert hat, erfolgt durch eine sehr nette ältere Shuttle Lady. Da keine anderen Gäste da sind, lässt sie mich alles Nötige besorgen: Geld aus dem ATM, MTC PrePaid Starter Kit, Where to Stay Broschüre und Gin im Bottle Store (rechtzeitig bevor ab 13:00 bis Montagmorgen kein Alkohol mehr verkauft werden darf!).

Um 9:30 Uhr, sitze ich mit einem ersten Cappuccino im Roof of Africa Hotel, wo ich auf den Welwitshia Shuttle warten kann, der immer mittags von Windhoek Richtung Swakopmund fährt. Der Garten mit Pool im Innenhof ist sehr nett; mit vielen Liegen und Sitzgelegenheiten. Mein Herz jubelt über die Sonne und die noch angenehmen Temperaturen. Bye, bye deutscher Winter – Du kannst mich mal!

Die Wartezeit bis 13:00 Uhr vergeht schnell mit lesen, dösen und einem leckeren Curry Chicken Salad. Alles bestens!!! Die Fahrt mit dem Welwitschia Shuttle nach Swakopmund ist dann aber doch ziemlich anstrengend. Es werden noch etliche Leute eingesammelt und der kleine Transporter ist fast komplett voll und recht eng. Die beiden Pausen in Okahandja und Usakos sind sehr willkommen, um die Beine zu strecken und die Füße zu vertreten. Allerdings trifft mich die Hitze beim Aussteigen auch wie eine Keule - insbesondere in Usakos, wo mich der Security Mann im klimatisierten Tankstellenshop grinsend mit den Worten „Welcome to the coolest place in town“ begrüßt.

Gegen 18:00 Uhr treffe ich beim Desert Sky Backpacker ein und denke: “Genial! Super Swakopmunder Sonnen Wetter! Da schaffe ich es direkt noch zum Sundowner in der Tiger Reef Bar!!“

Leider teilt mir die Dame an der Rezeption aber mit, es gäbe da „a little problem“. Ihre Chefin Betsy habe einen Fehler gemacht und das Zimmer doppelt vergeben. Oh, „a little problem“? Für mich ist das eher eine mittlere Katastrophe! Ich bin ja inzwischen fast 30 Stunden unterwegs!!! Ich insistiere also ziemlich streng und die sichtlich überforderte Angestellte versucht ihre Chefin zu erreichen! Ich werde immer genervter!!!

Es gibt ein langes Hin- und Her und mir werden diverse externe Übernachtungsalternativen angeboten, die mich alle nicht überzeugen. Ich habe mich für den Desert Sky Backpacker entschieden, weil es der Treffpunkt für die EHRA Teilnehmer ist und weil ich mich als Alleinreisende auf zwanglose Kontakte mit anderen Backpacker Gästen bzw. EHRA Teilnehmern gefreut habe! Und genau das finde ich hier! Schon während meiner Wartezeit im ansprechenden Backpacker Garten habe ich eine Gruppe deutscher „Jungs“ und ein paar Südafrikaner kennengelernt.

Schließlich kann ein Backpacker-Dauergast überredet werden, mir sein Zimmer für die nächsten 2 Nächte zu überlassen und in Betsys Haus zu ziehen. Der nette, junge Holländer räumt das Zimmer bis auf ein paar Sachen im Kleiderschrank und ich ziehe ein. Juhu! Finally! Das Zimmer ist klein, aber wirklich ansprechend. Und Betsy erlässt mir für den Ärger den Preis für eine Nacht. Also, alles wieder in Ordnung!!!

Die Sundowner Zeit ist leider schon längst vorbei, aber ich habe während der Wartezeit schon im Garten einen mitgebrachten Gin Tonic getrunken. Jetzt laufe ich mal schnell rüber zur Napolitana Pizzeria. Mit der Pizza im Garten angekommen treffe ich auf die drei deutschen „Jungs“ (in meinem Alter), die ich ja schon während meiner Wartezeit kennengelernt habe und es wird ein richtig netter Abend. Wir quatschen und trinken und es kommen noch zwei Schweizer dazu. Obwohl ich eigentlich total müde bin, bleibe ich bis ca. 23:00 Uhr in dieser unterhaltsamen Runde. So habe ich mir das vorgestellt. GENAU SO!!!

Dann gibt es noch ein Skype Schwätzchen mit meinem Mann und danach ab ins Bett. Das ist zwar ziemlich hart, aber ich schlafe gut!

Auftakt in Swakopmund - Sonntag, 18. Februar 2018
Gut ausgeruht gehe ich am Morgen in die Gemeinschaftsküche und mache mir einen Kaffee. Damit geselle ich mich zu den drei Jungs, denen ich Infos zum Doros Krater Trail versprochen habe. Als sie schließlich aufbrechen, starte ich meinen ersten Rundgang im vertrauten Swakopund. Die Chicken Salad Rolls bei Raith‘s sind nicht so gut, wie die Brötchen, die es immer im leider seit 2 Jahren geschlossenen Café Treff gab! Schade!!! Aber es ist herrlich, in der sonnigen Stadt herumzulaufen, auch wenn sonntags fast alles geschlossen ist.

Essensmäßig habe ich die Qual der Wahl und möchte irgendwie alles gleichzeitig! Blöd eigentlich; ich habe doch noch so viel Zeit in Swakopmund. Ich entscheide mich für Brewer & Butcher und hätte gerne einen Tisch mit Schatten und Blick auf den Strand. Da keiner frei ist, frage ich einen einzelnen Mann, der ganz ok aussieht und vielleicht etwas jünger ist als ich, ob ich mich zu ihm setzen darf. Er weist stumm, aber nicht unfreundlich auf den Stuhl und schaut sofort weiter auf das Meer! Nicht die leiseste Andeutung einer Kommunikation! „Ok“, denke ich, “der will wirklich seine Ruhe haben!“ Ich esse Cesars Salad, trinke einen Bier Flight (oder auch 2 :) ), schaue ebenfalls aufs Meer und verbiete mir jegliche Kontaktaufnahme.



Ebenso verbiete ich mir, aus Unsicherheit ständig mit meinem Smartphone rumzuspielen, denn schließlich habe ich ja gesagt, dass ich dort sitzen möchte, um den View zu genießen. Da kann ich mich nicht lächerlich machen, indem ich die meiste Zeit aufs Display starre. Als ich zur Toilette muss, wage ich aber doch eine kurze Bemerkung. Ich sage, dass ich gleich zurück bin und ihm also keinesfalls meine Rechnung „überlasse“. Kurzer Blick und Schweigen!!! Als ich schließlich zahle und mich verabschiede, besteht die Antwort wieder aus einem stummen Nicken – nicht unfreundlich, aber doch irgendwie schräg. So ein stoisches gemeinsames Schweigen ist schon ungewöhnlich und wirklich nicht leicht auszuhalten. Alleine reisen ist doch immer wieder für neue Erfahrungen gut! ;-) Ich hoffe trotzdem, die nächsten Begegnungen werden deutlich kommunikativer!!!

Zurück im Desert Sky muss ich meine Taschen reorganisieren. Leider konnte ich zu Hause keine EHRA und Non-EHRA Tasche packen, denn ich wollte das Gewicht der beiden Reisetaschen für die Anreise möglichst ausgeglichen verteilen. Nun muss ich also den kompletten Inhalt von zwei großen Reisetaschen in einem relativ kleinen Zimmer verteilen und alles umpacken. Gar nicht so einfach! Die Tasche mit den Sachen, die ich nicht für EHRA brauche, kann ich im Backpacker zurücklassen; ebenso wie einige Papiere und Wertsachen, die Betsy im Safe einschließen wird.

Inzwischen sind auch schon EHRA Teilnehmer im Garten. Bei meinem vorherigen Stopp im Desert Sky habe ich schon zwei nette EHRA Interims. Die eine ist Amerikanerin und macht eine Ausbildung zum Safari Guide. Wie Gesa Neitzel, deren Buch „Frühstück mit Elefanten“ mich auf EHRA aufmerksam gemacht hat, absolviert sie einige Wochen bei EHRA. Die andere ist Namibierin und schreibt ihre Studienarbeit über Elefanten und ist deshalb ebenfalls vorübergehend bei EHRA engagiert.

Jetzt findet sich die ganze Gruppe im Garten zusammen: Ein Mann und sonst nur Mädels; teilweise sehr jung. Eine Frau ist vielleicht älter als ich (war sie dann doch nicht :ohmy: ), eine so Anfang 40. Eine insgesamt sympathische Gruppe! EHRA Assistent Manager Markus kommt dazu und brieft uns für den nächsten Tag. Alles ganz easy!

Ich komme schnell mit der Schweizerin Claudia ins Gespräch und wir gehen zusammen ins Lighthouse Bistro essen. Das Essen ist nicht 100% überzeugend, aber es war einen Versuch wert, denn man sitzt dort angenehm draußen und mit Claudia ist es sehr nett und lustig.

Zurück im Garten halte ich noch ein Schwätzchen mit Katharina, die schon 2 Wochen EHRA hinter sich hat und als „Betthupferl“ gibt es einen Skype Talk mit meinem Mann :kiss: . Der Tag war gut!!!

Aufbruch zum EHRA Base Camp - Montag, 19. Februar 2018
Der Tag beginnt gemütlich, da wir erst um 11:30 Uhr aufbrechen. Mit Claudia streife ich durch Swakopmund und wir machen die noch notwendigen Besorgungen bei Cymot, Pick & Pay und in der Apotheke und genießen Frühstück im neuen Krishan Bistro.

Dann geht es (endlich!?) los! Wir treffen uns alle am Gate und laden unser Gepäck in den Trailer. Für einige Minuten erscheint Rachel vom EHRA Management. Sie macht einen freundlichen und quirligen Eindruck, ist aber - nachdem sie ein paar Fotos geschossen hat - schnell wieder verschwunden.





Zum Camp fahren wir die übliche Strecke entlang der Küste nach Henties Bay, dann in Richtung Uis und von dort zum Brandberg. Kurz hinter der Ugab Brücke biegen wir nach links in eine tolle Wüsten- und Felsenlandschaft ab. Das Hinweisschild zum EHRA Base Camp löst ein gewisses Kribbeln im Magen aus. Bald sind wir also da...



Drei junge Frauen aus Deutschland und eine Kanadierin machen bereits ihre zweite EHRA Phase und kennen sich bestens aus. Grace, die hier ihre Stelle als Interim antritt, hat aufgrund ihrer bereits mehrmonatigen Ausbildung als Safari Guide ein gutes Auge dafür, wie sie sich nützlich machen kann. Das einzige Paar in der Gruppe, zwei sehr junge Teilnehmerinnen aus Deutschland und Australien, Claudia und ich sind die Greenshorns, die noch nicht so recht wissen wohin mit sich. Zumindest die jungen Mädchen gehen direkt „On Duty“ (Küchendienst) und müssen nun helfen das Abendessen zuzubereiten. Wir anderen fühlen uns (wahrscheinlich) alle etwas nutzlos. Ach, einfach geduldig sein! Und, außerdem muss ja das wunderschöne Camp erstmal erkundet werden!
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06 Jun 2018 18:09 #523056
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Das EHRA Base Camp ist wirklich liebevoll angelegt. Das einzige Manko kann man schnell "erriechen". Die Toiletten sind nur Plumpsklos, aber sie sind zum Glück weit genug weg von der Campküche und den Schlafplätzen.









Zum Schlafen bekommt jeder eine Bedroll ausgehändigt. Das ist eine dünne Matratze, die wir zunächst mühevoll in einen engen Bezug stopfen müssen. Na ja, so wissen wir zumindest, dass der Bezug frisch ist. Dann kommt die Matratze in eine Art lange Tasche aus Zeltplane, deren Oberseite sich mit Reiß- oder Klettverschlüssen öffnen lässt. Zum Transport wird alles schön zusammengerollt. So ist die Matratze staubsicher verpackt und kann auch als Sitzgelegenheit dienen.

Geschlafen wird im Base Camp auf verschiedenen Plattformen im Baum. Sehr, sehr schön, aber unsere Plattform schon ziemlich eng und hat eine sehr steile und schiefe Leiter.






Grace, Claudia und ich schaffen es grade so, unsere Schlafmatten nebeneinander auf einer kleinen Plattform im Baum auszurollen.



Das kann ja eine spannende Nacht werden! Aber das wird sich finden! Zunächst können wir den Ausblick vom Schlafplatz auf das wunderschöne, trockene Ugab Revier und die verheißungsvollen Elefantenspuren genießen.



Unser Einzug ins Camp wird übrigens von einem Kamerateam gefilmt, das einen EHRA Promo-Video machen wird. Hätte ich das geahnt, hätte ich natürlich kein pinkfarbenes T-Shirt angezogen, mit dem ich so richtig heraussteche… Und sehr Safari-mäßig sieht das natürlich auch nicht aus! Na ja, vielleicht (hoffentlich) werden die heute gedrehten Szenen ja nicht im Video berücksichtigt.

Zum Abendessen gibt es leckere Spaghetti Bolognese (auch wenn die Pasta total klebt) und gemischten Salat. Die Stimmung ist nett, mit munteren Gesprächen und immer wieder Jokes von Markus und einem weiteren EHRA Angestellten „Little (oder Young) Mattias“. Eigentlich ist er auch nicht „Little“, aber es gibt da auch noch seinen Vater, den viel größeren Big (oder Old) Mattias.

Gegen 21:30 Uhr gehen wir alle ins Bett bzw. auf den Baum und ruckzuck ist Ruhe. Absolute Ruhe! Ich habe das Gefühl, ich bin die Einzige, die nicht sofort einschläft. Die Matratze ist doch sehr dünn! Aber was hatte ich erwartet!? Gegen 2:00 Uhr muss ich mal. Langer Entscheidungsprozess! Die Leiter ist steil und schief, es ist stockdunkel und ich will nicht alle wecken. Aber, was muss das muss…. Nutzt ja nix. Ich klettere möglichst leise und zum Glück unfallfrei von der Plattform und wieder zurück.

Gegen Morgen wird mir kühl. Blöder Lidl-Billigschlafsack! Alle meine Shirts und Decken sind unten in der Tasche, die ich beim besten Willen nicht die steile Leiter heraufschleppen konnte. Die Tasche wiederum ist sicher in einer Art Container verwahrt. Da komme ich nicht ran ohne das halbe Camp aufzuwecken. Mist! Als zusätzlichen Schutz ziehe ich die obere Plane des Bedroll Covers so weit wie möglich hoch und kann es so einigermaßen aushalten.
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06 Jun 2018 23:16 #523078
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Build Week Tag 1 - Dienstag, 20. Februar 2018
Der Tag beginnt mit einem Weckruf um 6:00 Uhr. Die beiden Teilnehmer, die aktuell „On Duty“ sind stehen auf und bereiten das Frühstück vor. Zu meinem Leidwesen wird es jeden Tag Porridge geben, den ich eigentlich nicht mag. Aber mit Zimt, Peanut Butter, Zucker etc. werde ich schon einen Weg finden, den Brei für mich passend aufzupimpen. Wer nicht „On Duty ist“, darf noch 30 Minuten dösen und wird dann, wie individuell „bestellt“, mit Tee oder Kaffee empfangen – leider nur mit Ricoffy; einem Muckefuck aus Kaffeebohnen, Zichorie und Glukose. Trotzdem ist der Morgenkaffee eine nette Idee!

Ich bin zwar nicht „On Duty“, springe aber trotzdem schnell auf. So richtig gut liegen kann ich ohnehin nicht mehr. Und ich möchte schnell zusammen packen und mich waschen, bevor der Run auf das einzige Waschbecken losgeht.

Außerdem weiß ich ja auch, dass ich nicht die Schnellste bin und daher etwas Vorsprung brauche, um später nicht der Nachzügler zu sein. Das Frühstück ist – trotz Porridge – ganz nett.

Dann kommt der Schock! Zur Build Week nehmen wir nicht einfach unsere kompletten Reisetaschen mit, sondern ein Day Pack. Was für ein Day Pack???? Mein Tagesrucksack ist nicht sehr geräumig und eigentlich mit Dingen wie Kamera, Tempos, Ebook Reader, Power Bank etc. gut gefüllt. Wie soll ich da bitte noch die nötigsten Klamotten für die Build Week reinkriegen??? :unsure: :angry: :huh:

Die zauberhafte Katharina, ein echtes Energiebündel und ein wahrer Sonnenschein, leiht mir einen idealen kleinen Tagesrucksack für etwas Wäsche, 2 Shirts, einen Sweater, eine lange Hose, meine Kulturtasche und eine große Packung Baby Wipes. Ich durchforste also hektisch meine Reisetasche – innerlich höchst unanständig fluchend – um herauszufinden, was ich für die nächsten Tage brauche. Viele Dinge, über die ich im Vorfeld so lange nachgedacht habe, bleiben im Camp, z.B. meine Medikamententasche und meine Zusatzdecke. Hoffentlich werden die kommenden Nächte nicht noch kühler, denn dann werde ich furchtbar frieren!!! Und überhaupt! Warum stand das nicht eindeutiger im (eigentlich ganz guten) EHRA Briefing und was ist das für eine ätzende Packerei!?! Ich hatte doch grade erst in Swakopmund alles umgepackt!


Schließlich habe ich meinen Schlaftsack, mein "normales" Day Pack" und meine Klamotten parat.
Nach dieser kleinen Überraschung am frühen Morgen, bin aber noch wenig amused als wir aufbrechen. Leider führt uns die Reise nicht weiter in das wunderschöne westliche Damaraland, sondern in die östliche Einöde in der Nähe von Omatjete, wo wir die Mauer der letzten Gruppe fertig bauen werden. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die Elefanten so weit östlich des Ugab herumziehen.

An einer kleinen Siedlung im Nirgendwo halten wir an und schlagen unser Camp auf. Es wird ein großes, offenes Zelt für den Schatten am Tag und als Schlafplatz für die Nacht aufgestellt. Das Klozelt wird installiert und der Küchentrailer bereit gemacht.





Dann haben wir Siesta und dürfen uns unter dem Zeltdach auf unseren Bedrolls ausruhen.


Wir bekommen schon bald Besuch von Ziege Jacob, in die sich Katharina & Co bereits in der letzten Build Week total verliebt haben. Jacob hat sich dann zwar als Weibchen herausgestellt, aber das tut der Begeisterung keinen Abbruch, da sie sehr anschmiegsam ist und im Gegensatz zu ihrer Herde unsere Nähe sucht. Sehr süß!


Nach der Siesta besorgen wir das nötige Baumaterial für den nächsten Tag. Zunächst wird der mitgebrachte Zement in einer Hütte eingelagert. Dann geht es mit der Materialbeschaffung weiter:
• Sand Run = Sand aus dem Flussbett holen
• Rock Run = Steine holen
• Wood Run = Feuerholz holen

Der Rock Run gefällt mir! Es werden Steine in unterschiedlichen Größen gebraucht und so kann ich selbst entscheiden, was ich mir gewichtsmäßig - trotz einer Einschränkung der Beweglichkeit und Belastbarkeit meines linken Arms - zutrauen kann und bin die ganze Zeit in Bewegung und leiste meinen Beitrag. Ab und zu rutscht vielleicht mal ein Brocken dazwischen, der etwas zu schwer ist, aber alles in allem klappt es gut und macht Spaß!



Die Steine für den nächsten Tag haben wir schnell zusammen und das Feuerholz geht super fix!

Nach dem leckeren Abendbrot aus Hähnchenstreifen mit Bohnen und Reis sind Claudia und ich „On Duty“. Wir müssen nun zunächst die Reste verpacken, denn „Left Overs“ gibt es immer zum Lunch. Dann müssen wir das ganze Geschirr spülen und zu meinem Leidwesen gibt es keine Trockentücher, sondern die Abtropf-Methode. Das ist natürlich weniger Arbeit, aber das Geschirr wird nicht wirklich trocken und wir verpacken es oft noch ziemlich nass, was ich etwas unappetitlich finde. Ist auch gar nicht so easy, wenn man nicht weiß, wohin alles gehört, aber das geht ja außer den „Old Rabbits“ allen so.

Es dauert ziemlich lange, bis alles fertig gespült und verpackt ist und dann ist auch schon fast Schlafenszeit. Ca. 20:30 Uhr legen sich alle hin und ein paar Minuten später gehen auch schon alle Taschenlampen und Ebook Reader aus. Ich hatte doch grade eben nach der Arbeit mal kurz gemütlich auf einem Stuhl gesessen!!! Nun muss ich im Dunklen mit meinen Sachen herumwursteln und fühle mich angespannt, weil ich das Gefühl habe, dass ich alle beim Einschlafen störe. Und das vor 21:00 Uhr!!! Was ist denn das bitte für eine bescheuerte Schlafenszeit!?! :angry: :unsure: :angry: Insbesondere, wenn man bis morgens um 6:00 bzw. 6:30 Uhr schlafen kann??? Warum bitte soll man sich freiwillig mehr als 9 Stunden auf der dünnen Matratze auf dem steinigen Boden herumrollen??? Obwohl ich innerlich noch sehr fluche, fallen mir beim Lesen sofort die Augen zu.

Einschlafen kann ich also ganz gut, aber nachts werde ich sehr oft wach. Ich höre nie jemanden, der sich wälzt, hustet, schnauft etc. Keinen Laut! Ich denke, dass ich wohl die Einzige bin, die so gut wie gar nicht schläft. Na herzlichen Glückwunsch! Am nächsten Tag werde ich aber eines Besseren belehrt. Claudia erzählt, eine Person habe in der Nacht laut geschnarcht und zwar mit Didgeridoo Geräuschen! Außerdem gab es einen Zwischenfall mit Getrampel und jemand rief aufgeregt: “Elephants? Are the Elephants coming?“ Aber es waren nur Kühe. JEDER im Zelt saß aufrecht; nur ich habe so ganz und gar nichts mitbekommen. Soviel zum Thema „Ich schlafe hier so gut wie gar nicht“! :laugh:

Überhaupt macht es mir auch gar nichts aus, so dicht mit Fremden auf der Plane zu schlafen. Allerdings habe ich mir auch einen Platz am Rand gesucht, falls ich nachts mal raus muss. Es ist wirklich ein Glück, dass hier niemand unsympathisch oder gar unangenehm ist! Die Kanadierin kann vielleicht manchmal etwas bestimmend sein und zwei der jungen Frauen sind sehr ruhig und etwas reserviert, aber das ist ja alles nicht schlimm! Was mich stresst ist nur das Gefühl, dass ich die anderen stören könnte, z.B. durch „spätes“ Zubettgehen oder nächtliches Aufstehen. :unsure:
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08 Jun 2018 18:07 #523169
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Build Week Tag 2 - Mittwoch, 21. Februar 2018
Beim Weckruf um 6:00 Uhr müssen Claudia und ich sofort aufstehen, denn wir sind „On Duty“. Im Stockdunklen kramen wir die Sachen für das Frühstück zusammen. Der tägliche Porridge wird zum Glück von Little Mattias gekocht. Ich hätte auch keine Ahnung wie das geht und schon gar nicht in dieser Menge. Frühstück machen ist dank der Unterstützung also eigentlich relativ easy.

Nervig ist nur die große Coolbox, die schlecht erreichbar im Küchentrailer steht. Der Schutzbezug ist zu klein und klemmt sich beim Schließen jedes Mal ein. Es ist aber wichtig, dass die Box immer sofort gut geschlossen wird, damit das Eis nicht so schnell schmilzt. Den engen Bezug unter dem Deckel hervorzuziehen wäre es schon „fummelig“ genug. Durch den ungünstigen Standort erfordert es aber auch noch akrobatische Verrenkungen in gebückter Haltung. Hallo? Ich bin schon fast 53 Jahre alt und keine Schlangenfrau!!! Mein Tageskontingent für stummes aber dafür umso unflätigeres Fluchen ist somit eigentlich schon gleich nach dem Frühstück aufgebraucht.

Als Claudia und ich mit dem Spülen fertig sind, sind die anderen schon in ihrem Element beim Mauern. Da hinken wir natürlich hinterher, weil wir die Einweisung verpasst haben. Aber nach und nach gelingt es auch mir einen Beitrag zu leisten: Schubkarre festhalten, Zement mischen (per Hand; mit der Schaufel in der Schubkarre), Zementbahnen machen oder Löcher auffüllen und Steine einsetzen. Nach einer Weile bin ich dann auch mittendrin und guter Dinge.







Wir werden planmäßig mit den beiden fehlenden Reihen fertig und Claudia und ich richten den Lunch: Left Overs, Tomate, Gurke, geriebener Käse, Aufschnitt, Vollkorn Toast (leider nicht geröstet) und Äpfel. Während die anderen relaxen dürfen, müssen wir aufräumen und spülen.



Dann wird auch schon unser Lager abgebaut, denn die Mauer ist ja nun fertig und wir fahren zum nächsten Projekt. Etwas nervig, dass schon wieder alles abgebaut werden muss, aber der Vorteil ist, dass wir wieder ein frisches Plumpsklo bekommen!!! Bei den hohen Temperaturen und der Anzahl von Leuten ist hier im wahrsten Sinne des Wortes schnell „die Kacke am dampfen“! Nur die Fliegen feiern das!

Wir alle verabschieden uns noch von Mattias (warum heißen hier eigentlich alle Mattias?), einem sehr freundlichen älteren Dorfbewohner, der auch gelegentlich mit angepackt und sich offensichtlich sehr über unsere Arbeit gefreut hat. Mal schauen, wie die neue Baustelle so ist. Die Fahrt dorthin ist nicht sehr weit.



So können wir schon bald unser Lager neu errichten. Hier gibt es schon eine Mauer um den Wassertank und unser Projekt ist es, eine Mauer um die kostbare Pumpe zu bauen.
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Letzte Änderung: 08 Jun 2018 18:10 von Markandi.
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08 Jun 2018 23:41 #523200
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Heute fangen wir mit der neuen Arbeit nicht mehr an. Wer mag darf mitkommen zum „Shopping“ und Trinkwasser nachfüllen. Yes!!! Wir fahren ca. eine Stunde zurück zur Hauptstraße, wo wir Trinkwasser in einer Schule auffüllen dürfen. Für die Kinder auf dem Schulhof sind wir eine willkommene Abwechslung und sie sind dementsprechend völlig aus dem Häuschen.

Mit den aufgeregten Kids ist es natürlich auch für uns sehr schön und lustig! Da ich ja kürzlich erst als Volunteer im Kindergarten in Uganda Berührungsängste abgebaut habe, begebe mich ins Getümmel. Eigentlich hat jeder von uns schnell einen „Fanclub“ um sich herum :)











Nach den schönen Erlebnissen in der Schule merken wir zu unserem Entsetzen, dass die kleinen Shops in der Siedlung schon geschlossen sind. Zum Glück kommt dann aber doch noch eine Frau und sperrt ihren Laden auf und wir bekommen herrlich kaltes Windhoek Bier. Die Flaschen mit >700 ml sind zwar etwas reichlich, aber kleinere gibt es nicht und nach dem ganzen lauwarmen Wasser schmeckt das kühle Bier einfach köstlich!

Das lauwarme Trinkwasser beziehen wir übrigens aus nicht ganz so sauberen Schläuchen aus den großen Tanks auf den Trucks. Da jeder dafür die Schlauchdüse in seine „angesabberte“ Trinkflasche stecken muss, bin ich wirklich sehr, sehr froh, dass mir kein Teilnehmer oder Begleiter des Projektes unangenehm ist!!!

Zurück im Camp sind wir wieder „On Duty“ und dafür schon etwas spät dran. Die Mädels aus dem „Old Team“, die nicht mitgefahren sind, haben schon alles für uns bereitgestellt und Zwiebeln geschnitten. Sie sind wirklich immer sehr hilfsbereit. Wir können bzw. müssen direkt mit dem Kochen beginnen. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, dass wir abwechselnd kochen und wir bekommen eigentlich auch Hilfe von Markus und Mattias. Irgendwer hat aber ein irre großes Feuer gemacht. Viel zu groß und zu heiß, um es dort in der Nähe auszuhalten und mit dem riesigen Potje zu hantieren.



Ich werfe Zwiebeln und Knoblauch in den Topf und habe bei der Hitze schon Probleme diese umzurühren. Nachdem ich die Hähnchenteile zugefügt habe, wird es natürlich noch schwieriger. Jetzt noch schnell die Tomatensauce drauf, Deckel zu und köcheln lassen. Als ich mal wieder umrühren möchte, kann ich den Deckel nicht vom Potje heben. Es ist so heiß, dass ich mich dem Feuer kaum noch nähern kann. Und den kaputten Deckelgriff kriege ich mit den großen, steifen Handschuhen nicht zu fassen :( :unsure: :(

Eigentlich hatte ich mein Tageskontingent für stummes Fluchen ja schon nach dem Frühstück aufgebraucht, aber das hält mich nicht davon ab innerlich erneut sehr unflätig zu schimpfen :angry: :ohmy: :angry: . Markus und Mattias sind grade nicht greifbar und Claudia trifft die Vorbereitungen für die Veggie Variante, die ja auch jeden Tag zubereitet werden muss.

Schließlich bekomme ich aber doch noch Hilfe von Mattias und er setzt den Pap auf, der dann auch noch ewig köcheln muss. Wir werden ziemlich spät fertig und das Huhn ist ein wenig angebrannt, aber es schmeckt trotzdem ganz lecker. Gut, dass mit dem Essen unser Küchendienst endet und wir den Abwasch nicht mehr machen müssen!

Ich hänge nach dem Essen noch etwas ab, aber kaum bin ich etwas runter gekommen, ist es auch schon wieder ruck zuck dunkel und still in unserem großen Gemeinschaftszelt. Ich krame also mal wieder etwas missmutig im Dunkeln meine Sachen zusammen und das möglichst leise, um die notorischen Frühschläfer nicht zu stören. Später merke ich, dass doch noch nicht alle geschlafen haben. Es kommen noch ein paar Nachzügler; woher auch immer… Meine Anspannung war also mal wieder überflüssig. Ich gehe wohl doch nicht als regelmäßiger Ruhestörer in die Geschichte dieser EHRA Phase ein. :woohoo:

Nachts gibt es plötzlich Alarm. Ein großes Tier springt durch unser Zelt. Oh Gott, was ist das??? Ich greife nach meiner starken Taschenlampe und leuchte dem Viech direkt in die Augen. Zum Glück ist es nur ein fetter Hund! Zunächst haut er ab, aber kaum haben wir durchgeamtet, ist er auch schon wieder da. Wir merken schnell, dass das „Tierchen“ nicht bösartig sondern kuschelbedürftig ist. Ich bin allerdings kein großer Fan von „Hundekuscheln“ und schon gar nicht bei Hunden unbekannter Herkunft an meinem Schlafplatz. Folglich verjage ich das Tier mit einem energischen Klaps nachhaltig aus meinem Dunstkreis.

Die meisten Mädels finden das, in meinen Augen ziemlich hässliche, Tier „so cute“. Trotzdem will aber niemand den Hund direkt bei sich haben und so spielen sich lustige Szenen ab. Wir biegen uns vor Lachen als die junge Australierin die Kuschelattacken abzuwenden versucht und dabei kreischt: “Oh, you are so cute, but please get out of here. Oh God, I am so sorry. I like you, but please go!” :laugh: :laugh: :laugh:

Eine Weile liegt der Köter dann tatsächlich friedlich neben dem Zelt, wo Grace ihn schlaftrunken krault, was mit einem zufriedenen Schwanzwedeln quittiert wird. Wir lachen alle sehr über das regelmäßige Tock-Tock Geräusch. Dann stromert er aber wieder durchs Zelt und ich finde es ekelig. Schließlich knüpft Markus eine Leine und bindet den Hund in der Nähe an. Der lässt das auch „wehr- und kommentarlos“ mit sich machen und es kehrt wieder Ruhe ein. Puh!!!
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09 Jun 2018 23:35 #523239
  • Markandi
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  • Markandi am 05 Jun 2018 22:07
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Build Week Tag 3 - Donnerstag, 22. Februar 2018
Heute starten wir das neue Projekt. Um ca. 7:30 Uhr sind wir an der Baustelle und beginnen den alten Zaun um die Pumpe abzubauen. Zunächst müssen die Holzpfähle ausgegraben werden. Beim Herausziehen hilft der Toyota. Das alles geht richtig gut!





Dann wird eine Linie für den Verlauf der Mauer gezogen und wir beginnen, einen Graben für das Fundament auszuheben; schätzungsweise gut 30 cm breit und ca. 50 cm tief.







Um ca. 9:30 Uhr ist die Arbeit getan. Good Job! Das ist ein richtig befriedigendes Gefühl, wenn man in der Gruppe so schnell vorankommt!

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