Lake Mburo NP ist diesmal unsere vorletzte Station eh es am Abreisetag nochmal in die Mabamba Sümpfe geht. Aber starten tun wir diesmal mit der Übergabe von 22kg Kinderkleidung, Jede Menge Schulbedarf und Stifte. meinem gebrauchten IPad für die Tochter und einer professionellen Taschenlampe für unseren Guide, Kibuga. Der freut sich wahnsinnig uns heute Abend wieder zu sehen.
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands
2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
2017 Kanada BC
2016 Sambia & Malawi
2015 Süden Tansanias
Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias
2014 Kenia & Norden Tansanias
2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
Gestern haben wir WiFi im Bungi gehabt, zwar lahm, und ich konnte mich auf dem neuesten Stand bringen. Iss ja schon alles gesagt, ich füge noch ein Muy FANTASTICO hinzu. Viele Grüße aus Namibia 😘 Guggufoss
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201609. Sept. 2024 ·
Hallo ihr Lieben,
1000 Dank für eure tollen Kommentare, das gibt Wind unter den Flügeln. 🙂
ANNICK schrieb:Gerne reise ich mir dir.
🙂 🤪
ANNICK schrieb:Von der Mihingo Lodge war ich echt begeistert! Damals waren wir per Pferd im Park unterwegs.
Ah, du bist ja Reiterin! Ja, das stelle ich mir auch toll vor. Schön, dass sich unsere Erfahrungen decken.
Holger_W schrieb:Lake Mburo NP ist diesmal unsere vorletzte Station eh es am Abreisetag nochmal in die Mabamba Sümpfe geht. Aber starten tun wir diesmal mit der Übergabe von 22kg Kinderkleidung, Jede Menge Schulbedarf und Stifte. meinem gebrauchten IPad für die Tochter und einer professionellen Taschenlampe für unseren Guide, Kibuga.
Jetzt seid ihr schon dort, ihr macht das schon richtig. Sollten wir noch einmal nach Uganda kommen, würden wir nach Rücksprache auch einige Dinge mitbringen. Wir wünschen euch eine ganz tolle Zeit und sind gespannt, was du zu berichten hast!!!
Guggu schrieb:Muy FANTASTICO
Vielen Dank, mein Guggufoss! Ich hoffe, ihr habt eine tolle Reise und genießt die Zeit in Namibia. Wir planen in den nächsten 2 Jahren eine mehrwöchige Tour, da brauche ich dann später nochmal deinen Input. 🙂 😘
Makra schrieb:Das ist ja wie im Paradies .....
Ja, es fühlte sich schon ein bisschen so an...
Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche, Betti
Botswanadreams1'739 Beiträge · seit 201009. Sept. 2024 ·
Hallo Betti,
wie immer bin ich bei Euren Reiseberichten stiller Leser, denn Eure Bilder sind absolut sehenswert. Vielen Dank dafür.
Zum Lake Mburo NP muss ich mich doch einmal melden. Mit den Löwen im Park ist das so eine Sache. Offiziell gibt es schon lange keine mehr. Allerdings wurden auf einer Fusspirsch 2014 die Tracks eines männlichen Löwen entdeckt und einige Tage danach hatte man seine Rufe auch gehört. Wo er her kam, wusste niemand. Was aus ihm geworden ist, weiss ich auch nicht.
Euer Aussichtsplatz hoch oben über der Mihingo Lodge zum Sonnenuntergang ist traumhaft schön. Wir waren ja auf der Campsite im Park, hatten aber dort oben als besonderes Abschlussgeschenk unseres Veranstalters Speke Uganda Holidays unser letztes Abendessen gemeinsam mit unserem Guide und unserem Koch von der Lodge serviert bekommen. Wir waren einfach sprachlos, was Tony da für uns organisiert hatte.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
wow, wow, wow - jetzt seid ihr noch gar nicht bei den Gorillas und ich bin jetzt schon geflasht. Wie immer, wunderschöne Bilder auf äußerst unterhaltsame Weise präsentiert - Danke !!
liebe Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201609. Sept. 2024 ·
Guten Abend ihr Lieben,
Botswanadreams schrieb:wie immer bin ich bei Euren Reiseberichten stiller Leser, denn Eure Bilder sind absolut sehenswert.
Merci, liebe Christa, toll, dass du dabei bist!
Botswanadreams schrieb:Mit den Löwen im Park ist das so eine Sache. Offiziell gibt es schon lange keine mehr. Allerdings wurden auf einer Fusspirsch 2014 die Tracks eines männlichen Löwen entdeckt und einige Tage danach hatte man seine Rufe auch gehört. Wo er her kam, wusste niemand. Was aus ihm geworden ist, weiss ich auch nicht.
Davon hatte uns Peter auch erzählt, dieser einzelne Löwe ist eine Art Legende oder auch wie ein Geist. Keiner hat ihn offenbar jemals zu Gesicht bekommen und so ist es zumindest mittlerweile wohl eher eine Mär, dass ein einzelner Löwe im Nationalpark umherstreift. Eine Partnerin hätte er dort leider auch nicht gefunden.
fiedlix schrieb:wow, wow, wow - jetzt seid ihr noch gar nicht bei den Gorillas und ich bin jetzt schon geflasht.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201609. Sept. 2024 ·
10.1.24: Von Zäunen, Rindviechern und verbannten Frauen
Am Morgen weckte uns eine Pavianhorde, die sich einen Felsen neben unserem Zelt als Versammlungsort auserkoren hatte. Ihr Grunzen war kaum zu ignorieren, also gut, dann war die Nacht eben vorbei ...
Beim Frühstück rieb ich mir verwundert die Augen: Auf dem Buschbaby-Deck saß ... ein Buschbaby? Das konnte doch nicht sein, so am helllichten Tag, und natürlich war es nicht ein Galago, sondern ein Klippschliefer, den wir von oben erspäht hatten.
Und dann noch so ein hübscher dazu.
Wir verabschiedeten uns von Topi und Co., schon in wenigen Tagen gab es ein Wiedersehen, das machte es leichter. Nun ging es wieder westwärts, nicht durch den Park, sondern außen entlang, das Schutzgebiet ist nicht eingezäunt und so weideten friedlich Wildtiere neben den Nutztieren der Dorfbewohner.
Wir fuhren über einsame Pisten durch eine Landschaft, die ursprünglich zum Park gehört hatte. Optisch war sie kaum davon zu unterscheiden, Zebras und Antilopen fühlten sich hier genauso wohl wie jenseits des Gates.
Rechts und links des holprigen Weges gab es wieder jede Menge Vögel zu entdecken, darunter einige Erstsichtungen.
Diederik's Cuckoo
Sooty Chat
Wahlberg's Eagle
Green Pigeon
Cuckoo, aber was für einer?
Ein paarmal sprangen wir aus dem Auto und gingen zu Fuß auf die Pirsch.
Sooty Falcon
Plötzlich dann doch viele Menschen, schwer beschäftigt, sie zogen Stacheldraht. Schon kurz vorher waren mir einige eingezäunte Gebiete aufgefallen, manchmal weideten Zebras darin, sie waren wohl nicht rechtzeitig entkommen und quasi Beifang.
Peters war ungewohnt schweigsam und als ich ihn fragte warum, antwortete er spürbar geschockt: "I can't believe what I see." Jahrelang hatte er in dieser Region Gamedrives gemacht, eine flache Felserhebung war ein guter Spot für Leopardenbeobachtungen gewesen, er zeigte sie uns hinter dem Zaun.
Damit war es aus und vorbei. Nicht die Bauern der Gegend zogen den fiesen Stacheldraht, den sie sich niemals hätten leisten können und wollen. Sondern hochrangige Politiker, die sich einfach nahmen, was sie eigentlich schützen sollten, und kurzum als Weideland für ihre Rinderherden deklarierten. Es gab kein Korrektiv. Laut Peter gibt es rund um den Queen Elizabeth Nationalpark ähnliche Entwicklungen, schrumpft der Raum für wilde Tiere.
Das machte mich wütend und traurig, Ähnliches hatten wir schon in Kenia erlebt. Als eine riesige Herde Ankole-Rinder vorübergehend den Weg versperrte und sich ihr Aufpasser kaum darum scherte, war ich fast schon sauer auch auf die Tiere. Aber sie können natürlich gar nichts dafür.
Als wir weiter nach Westen kamen, verschwanden die Zäune. Doch das Thema blieb bei uns hoch - bis ans Ende dieser Reise.
Die Landschaft änderte sich, wieder mehr Sumpf ...
... dann wurde es immer bergiger und fruchtbarer, je näher wir dem Lake Bunyonyi in 1.950 Metern Höhe kamen. Die Piste zum See führte schließlich durch Steinbrüche, die schönen Berge waren voll klaffender Wunden und manchmal fast zur Hälfte verschwunden.
Die Männer und Frauen trugen den Fels per Hand ab, andere klopfen Steine klein, eine mörderische Arbeit, wir sparten uns Fotos und die fast schon zur Gewohnheit gewordene Winkerei. Kinder waren auch dabei, ob sie ernsthaft arbeiteten oder nur an der Seite der Mutter waren, wissen wir nicht.
Dann rollten wir hinunter zu unserem Hotel direkt am Ufer des Sees. Szenenwechsel. Toll die Lage und auch der Blick übers Wasser.
Birdnest Lake Bunyonyi, der Name war Programm, überall Nester in den Bäumen und Reiher, die geschäftig hin und her flogen.
Wir checkten ein und packten schnell aus, viel Zeit hatten wir nicht, sondern noch einen Nachmittagsplan. Beim Bootsanleger direkt am Steg vor dem Hotel trafen wir Peter und einen Guide, dann startete unsere Tour über den See.
Der Lake Bunyonyi ist eine beliebte Feriendestination und der einzige See in Uganda, in dessen Wasser es keine Hippos, Krokodile oder Bilharziose gibt. Baden ist also erlaubt. Die steilen, meist kultivierten grünen Hänge sind eine hübsche Kulisse, ebenso wie die 29 Inseln im mittleren Teil des 25 Kilometer langen und sieben Kilometer breiten Gewässers.
Bunyonyi bedeutet "Ort der vielen kleinen Vögel", ...
... vor allem Webervögel waren zahlreich vertreten und manchmal sogar per Anhalter unterwegs.
Auf einer kleinen Insel legten wir an, still und dicht bewachsen, ein Naturparadies. Es gibt ein zentrales Haus und dazugehörige Safarizelte, das wirkte einladend, aber auch ein wenig verlassen. Der kleine Rundgang zwischen Bäumen und Schilf gefiel uns gut, überall Sunbirds und eine schöne Stimmung.
Bronzy Sunbird
Wir fuhren an einer winzigen Insel vorbei, in ihrer Mitte nichts als ein dürrer Baum. Akampene, die Insel der Bestrafung, ich hatte noch nie davon gehört. Einst verbannten die Bakiga unverheiratete Mädchen hierher, die schwanger waren und so Schande über ihre Familie gebracht hatten. Entweder sie verhungerten oder wurden von einem Mann gerettet, der zu arm war, um den Brautpreis zu zahlen. Ich starrte auf diese kleine Insel und fasste es kaum. Mir fehlte die Phantasie, um mir das auszumalen, die Nöte, die Ängste, die Ungerechtigkeit - es war vielleicht ganz gut so.
Auf der größeren Nachbarinsel hatte es ein Lepra-Behandlungszentrum gegeben, bis zu 5.000 Patienten aus ganz Ostafrika lebten hier. Erst Mitte der 1980er-Jahre, als es entsprechende Medikamente gab, konnten sie die Insel verlassen. Heute ist das Gebäude ein Internat.
Es war eine schöne, interessante und manchmal erschütternde Tour, und auch über das Los der verbannten Frauen sprachen wir noch sehr lange.
Beatnick schrieb:Peters war ungewohnt schweigsam und als ich ihn fragte warum, antwortete er spürbar geschockt: "I can't believe what I see."
Das haben wir auch von unserem Guide Paul von Terrain Safaris öfters gehört. Auch er ist mit den politisch Mächtigen des Landes alles andere als zufrieden...bei uns waren es damals vor allem die Ankole-Rinder, die in den Lake Mburo NP getrieben wurden, nicht nur aussen rum. Und natürlich die Brücke und der Ölbohrturm im Murchison Falls NP. Aber wir Europäer dürfen da nicht zu viel dazu sagen, wir haben bei uns ja schon vor ewigen Zeiten fast alle Natur zerstört...
Hierfür mal kein kleines, sondern ein riesengrosses dreifaches DANKE DANKE DANKE!!! Insbesondere der Film im verlinkten Beitrag ist sehr eindrücklich, da dort eine selbst betroffene Frau von ihren schrecklichen Erlebnissen als Zwölfjährige auf der Insel Akampene berichtet. Auch wenn sie danach und auch dadurch einen Mann gefunden hat der sie offenbar wirklich geliebt hat. Aber das Glück dürfte wohl nicht jede gehabt haben...als sie die Familie am dringendsten brauchten wurden sie daraus verstossen und verhungerten einsam...
yp-travel-photography schrieb:Wie heißt denn das blaue Vögelchen mit den roten Wangen?
Das ist ein Schmetterlingsfink. Das Männchen hat einen roten Wangenfleck, der dem Weibchen fehlt. Schmetterlingsfinken gehören zur Familie der Prachtfinken und diese wiederum zu den Sperlingsvögeln. Prachtfinken sind in Afrika, Australien und im asiatischen Raum zuhause. Der rote Vogel im Hintergrund ist ebenfalls ein Prachtfink und zwar ein Senegalamarant, der ebenfalls in Afrika vorkommt (im Bild: ein ausgefärbtes Männchen). Die Familie der Prachtfinken zählt etwa 140 verschiedene Arten, von denen zahlreiche von Vogelliebhabern gehalten und gezüchtet werden.
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201611. Sept. 2024 ·
Hallo ihr Lieben,
picco schrieb:Aber wir Europäer dürfen da nicht zu viel dazu sagen, wir haben bei uns ja schon vor ewigen Zeiten fast alle Natur zerstört...
Ich weiß schon, was du meinst, aber ich empfinde das anders. Gerade weil wir das getan haben, müssen wir das Wissen weitergeben, ohne Überheblichkeit und mit dem nötigen Respekt, sonst werden die Fehler ja wiederholt (egal, wie aussichtsreich oder -los es eben ist, dass man tatsächlich etwas erreicht).
picco schrieb:Insbesondere der Film im verlinkten Beitrag ist sehr eindrücklich, da dort eine selbst betroffene Frau von ihren schrecklichen Erlebnissen als Zwölfjährige auf der Insel Akampene berichtet. Aber das Glück dürfte wohl nicht jede gehabt haben
Danke fürs Danke, geht mir auch so. Sehr emotional, das Ganze. Glücklicherweise hat dieses schreckliche Schicksal wohl nur sehr wenige Mädchen und Frauen getroffen, aber natürlich war jedes einzelne zuviel. Und ich habe mich nicht zuletzt in Anbetracht des jungen Alters gefragt, wieviele Mädchen sich wohl überhaupt freiwillig auf Männer eingelassen hatten und schwanger geworden waren.
BMW schrieb:dieses Video mit einer betroffenen Frau ist unglaublich
Absolut.
yp-travel-photography schrieb:Wie heißt denn das blaue Vögelchen mit den roten Wangen?
Das hatten wir vorher schon mal in Murchison Falls, Red-cheeked cordon-bleu oder eben Schmetterlingsfink, danke @Mzeekenya!
BeatnickThemenstarter1'718 Beiträge · seit 201612. Sept. 2024 ·
11.1.24: Nach Bwindi und auf den Berg
Am Morgen frühstückten wir auf der großen Terrasse direkt am See. In der Nacht hatte es genieselt, doch nun kam die Sonne durch. Sunbirds huschten von Blüte zu Blüte, direkt vor unserer Nase, aber blitzschnell. Das Rührei wurde mal wieder zur Nebensache und auch ein bisschen kalt.
Red-chested Sunbird
Kulinarisch verpassten wir eh nicht viel, doch die Lage am See war toll ...
... und auch die vielen Nester in den Eukalyptusbäumen. An den Reihern führte kein Weg vorbei, nicht am Geschnatter und nicht an ihrer Präsenz.
Black-headed Heron
Geschäftig flogen sie kreuz und quer, von Baum zu Baum und kehrten mit schwerem Gepäck nach Hause zurück.
Thomas war im Fotofieber, ich drehte noch eine Runde im Garten und sammelte ihn dann wieder ein. Wohl gerade noch zur rechten Zeit, sein Arm war schon lahm und der Nacken steif.
Dusky Flycatcher
Beim Parkplatz dann noch African Blue Flycatcher ...,
... es hörte irgendwie niemals auf.
Dann fuhren wir los gen Westen. Hügel, Berge und fruchtbares Land, weiter ging es nach oben. Die Farmer säten aus, eigentlich zu früh, aber der Regen passte. Käme nun eine Trockenperiode, wäre alles vorbei, die Ernte dahin. Keine Frage des Preises, sondern des Überlebens, der Bauernkalender gilt auch hier nicht mehr verlässlich.
In den Dörfern rund um den Bwindi Impenetrable Forest läuft es anders als im Norden. Dort hatten sich die Kinder arglos über unseren Anblick gefreut. Hier taxierten sie uns, checkten die Lage, manche versuchten zu betteln, wenn auch verhalten.
Das war schon einmal offensiver gewesen und schließlich so schlimm, dass die Kinder aus Frust Steine warfen, wenn sie nicht bekamen, woran Touristen sie gewöhnt hatten. Gut gemeint von den Touris, aber in der Konsequenz eine gefährliche Sache und für Peter sowieso zuviel.
Er sprach mit seinen Guide-Kollegen, organisierte eine Initiative und nahm Eltern und Dorfbewohner in die Pflicht. In Uganda sind die Älteren im Dorf ebenso für die Kinder verantwortlich wie die Eltern, tragen also ihren Teil zur Erziehung bei. Wer nun also Kinder beim Betteln oder beim Steine werfen erwischte, schritt ein. Das machte vieles besser, löste die Probleme aber nicht ganz. Denn natürlich heizen viele Touristen das Fehlverhalten der Kids immer wieder aufs Neue an.
Wir landeten auf einer lehmigen, kurvigen Piste, fuhren langsam aufwärts. Manchmal stiegen wir aus und gingen auf Entdeckungstour. Tiefe Täler, Wesen vom anderen Stern und natürlich wieder Vögel.
Cinnamon-chested Bee-eater
L Hoest's Monkey
Noch ein letztes kleines Dorf, dann waren wir am Ziel. Das Ruhija Gorilla Mist wird von der Community betrieben. Rustikale Hütten und ein herrlicher Blick, günstig ist in Bwindi wahrscheinlich nichts, man zahlt vor allem die abgeschiedene Lage.
Die hat viel für sich, vor allem absolute Ruhe, nur ein kleiner Vogel machte Alarm, wir folgten seiner aufgeregten Stimme.
Olive sunbird
Der Wonneproppen kriegte den Hals nicht voll und flippte mächtig aus, sobald der Nachschub kam.
Dann kehrte wieder Ruhe ein, fielen ihm fast die Augen - bis zum nächsten Mal.
Wir spazierten durch den Garten, es gab einiges zu sehen, nach großen Aktionen war uns nicht. Vielleicht ein Fehler. Der Ruhija-Sektor in Bwindi ist ein Eldorado für Vogelbeobachtungen. Das war uns irgendwie entgangen. Doch der Nachmittag war schön, wir entspannten, schlenderten herum, genossen die Sonne.
?
Juvenile African Harrier-Hawk
African Thrush
Peter fuhr zur Rangerstation, ein Briefing für das Trekking am nächsten Tag. Welche Gäste sind wie fit, wer traut sich welche Strecke zu. Wir gaben "mittel" an und waren gespannt.
Abends wurde es frisch in gut 2.300 m Höhe, wir gingen früh ins Bett. Dort war eine heiße Wärmflasche eine schöne Überraschung und äußerst hilfreich dazu, sie wärmte bis zum Morgen. Der war speziell, denn ich fühlte mich ein wenig aufgeregt, nur warum? Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und setzte mich auf - Gorilla-Tag! Schlagartig war ich wach.
Hallo Betti! Nun bin ich auch noch schnell zugestiegen und gerade richtig da ich es nun schaffe mit euch auf Gorilla Pirsch zu wandern. Ich bin gespannt! Auch ohne Gorillas hattet ihr doch schon viele Highlights and euer Peter scheint der je beste Guide zu sein. Liebe Grüsse Von Katrin aus dem sehr sehr hohen Norden, gegenwärtig in Hay River, North West Territories, wo wir der Aurora nachstellen, eine Pirsch der besonderen Art.
Liebe Betti,da ich aus unerfindlichen Gründen beim Schmarrnphon den Dankebutton nicht mehr angezeigt kriege, hier auf diesem Wege ein VIELVIEL GRÖSSERES DANKE! Gruß Friederike
casimodo4'533 Beiträge · seit 200712. Sept. 2024 ·
So liebe Betti,
zuerst begann ich Deinen Bericht zu lesen und Kerstin folgte wie Du weißt! Nun ist es in unseren Köpfen nach allerlei anderen Flusen manifestiert. Anfang 2026 (ja leider erst dann) soll es nach Uganda gehen.
Und Du bist Schuld! 😉 😘
Im nächsten Jahr ist erst mal wieder zweimal das südliche Afrika und damit endlich einmal wieder Namibia und das sogar mit Bushcamper dran. Bis dahin bin ich sehr gespannt darauf, welche Schmankerl Du uns hier noch liefern wirst.
CuF schrieb:Liebe Betti,da ich aus unerfindlichen Gründen beim Schmarrnphon den Dankebutton nicht mehr angezeigt kriege, hier auf diesem Wege ein VIELVIEL GRÖSSERES DANKE!
Versuch mal das Smartphone von Hoch- auf Querformat zu drehen, bei den meisten Smartphones sieht man dann nicht mehr die 'Mobile-Ansicht' sondern die 'PC-Ansicht' und in der ist der Danke-Button zu sehen.
Hoi Carsten
casimodo schrieb:SNun ist es in unseren Köpfen nach allerlei anderen Flusen manifestiert. Anfang 2026 (ja leider erst dann) soll es nach Uganda gehen.
Und Du bist Schuld! 😉 😘
😮 🙄 😣 Soso, jahrelanges Bequatschen, vorschwärmen und Reisebericht schreiben meinerseits hat nicht gefruchtet, aber wenn Betti und Thomas mal was schreiben hüpft Ihr los, tststs und pfffffft! 😗
ich melde mich auch mal wieder zu Wort und danke dir für den Hinweis auf die traurige Geschichte der Insel Akampene. Mir hat das Schicksal der jungen Mädchen keine Ruhe gelassen und genau wie du habe ich mich gefragt, ob diese sich tatsächlich freiwillig auf den Sex eingelassen haben. Im Internet habe ich danach gesucht, was mit den beteiligten Männern passiert ist und wenig überraschend habe ich dort gelesen, dass diese keinerlei Konsequenzen ihres Tuns fürchten mussten - ohne Worte! 😣
Dass die Älteren im Dorf ihren Anteil an der Erziehung der Kinder übernehmen, haben wir selbst erfahren. Einmal rief uns aus einer Gruppe Kinder heraus ein Bursche etwas, vermutlich wenig Schmeichelhaftes, zu. Jedenfalls hielt unser Fahrer Abdu umgehend an und sprach kurz mit einer unweit der Truppe sitzenden alten Frau, die den Jungen sofort zu sich zitierte und mit ihm redete. Dieser wandte sich dann recht zerknirscht kurz an Abdu, bevor er zu seinen Spielkameraden zurückkehrte und wir weiterfuhren.
Jetzt bin ich gespannt auf euer "mittelschweres" Gorilla-Trekking. So wie es auf den Fotos aussieht, hat es bei euch wenigstens vorher nicht die halbe Nacht wie aus Kübeln geschüttet 😉
Liebe Grüße Kordula 🙂
Old Women1'543 Beiträge · seit 201313. Sept. 2024 ·
Hallo Betti, ja, da macht man Urlaub in einem Land, wo so vieles im Miteinander nicht stimmt, um es mal vorsichtig auszudrücken 😠 ! So etwas ist für uns schwer vorstellbar, aber, was bleibt der armen Frau übrig? Schwierig, zu glauben und zu hoffen, dass sich dieses in naher Zukunft dort ändern wird. Sehr bedrückend! Was wir machen können ist auf dieses Unrecht hinzuweisen, und das machst du hier! Danke, dafür!
Bestell bitte deinem Thomas schöne Grüße: jedes Foto, ein Hochgenuss, ganz toll! Ich gehe einfach immer so gerne mit euch auf die Pirsch, herrlich! Herzliche Grüße Beate