alle Jahre wieder – das Afrikavirus lässt uns einfach nicht zur Ruhe kommen 😄 und nachdem unsere lieben Freunde Astrid und Hermann - zugleich unsere Trauzeugen bei unserer Kalahari-Hochzeit im Oktober 2021 - unbedingt nochmal mit uns nach Afrika düsen wollten, haben wir kurzerhand eine superschöne Reise zusammengebastelt. Ich glaub, die Beiden sind mittlerweile ebenfalls dem Virus verfallen, wer will es ihnen verdenken.
Von Kapstadt hoch nach Windhuk, immer schön gemütlich an der Westküste entlang, bei Alexandersbay dann über die Grenze, und schwubs, schon waren wir in Namibia. 🙂
Im Regelfall berichtet man ja im ersten Kapital über Flug, Mietwagen, Unterkünfte und die Tour als solches. Dazu stellt man dann noch ein paar Superbilder hier rein, damit das Ganze einen schönen Anstrich bekommt. Mach ich nicht, den Superbilder haben wir keine, dafür aber gleich zu Beginn eine Geschichte, die wir so (und wir sind schon sehr viel geflogen) noch nie erlebt haben.
Vorab sei aber noch gesagt, dass man durch einen Klick auf die Sonne rechts oben die Kommentare ausblenden kann, falls jemanden das zu viel wir zum lesen.
Hier also die Geschichte von unserem Flug LH 574 mit der Lufthansa, und den folgenden Text hab ich am selben Abend noch via whatsapp nach Hause zu unseren Kid´s geschickt:
Hi Leute, wir sind immer wieder für eine Überraschung gut. Vor allem, wenn´s um´s Fliegen geht. Planmäßiger Abflug wäre ja bekannterweise Samstag Abend nonstop von München nach Kapstadt gewesen. Freitag morgen 07.00h bekommen wir von der LH eine Mail, dass der Flug gestrichen ist, man soll sich mit der LH in Verbindung setzen. Darauf folgen 2 ½ Stunden Warteschleife (der reinste Horror 😈 😈 😈 ), und doch hatten wir Glück im Unglück, denn die LH hat uns den gleichen Flug angeboten, also auch nonstop, aber einen Tag früher. Also HEUTE !!! 🤪... und so ist die Geschichte dann weitergegangen:
Bedeutet: raus aus der Arbeit, Koffer packen, Kapstadt Unterkunft anfunken, Parkplatz in Muc verlängern, Britz-Leihwagen umbuchen, Astrid und Hermann anrufen (die hatten die Koffer zum Glück schon gepackt).. Was für ein Drama ….
Wir kommen in München an und wollen einchecken. Werden aber von einem Super-Super-Obervisor abgefangen – der Flug heute ist nämlich hoffnungslos überbucht und falls wir bereit wären, über London zu fliegen, da würden wir der LH schon eine große Freude bereiten. 🙄
Der Nachteil – wir kommen halt nicht so früh morgens in Capetown an, sondern „erst“ um 11.00h – das ist zu verkraften. UND: wir bekommen sofort 600 Euro pro Person erstattet, UND: wir sollen doch gleich mal mit in die Senator-Lounge mitkommen, dort gibt´s Champagner und Haubenküche gratis, UND: von München nach London werden wir alle Vier selbstverständlich in die Business-Class upgegradet, schließlich weiß man bei der LH sehr wohl, wie man mit so freundlichen Leuten wie uns umgeht.
Wir haben nicht lange überlegt, denn immerhin 2.400 Euro Erstattung, und das wegen ein paar wenigen Stunden Verspätung, das haben wir gerne „mitgenommen“.
Das war´s auf die Schnelle von unserem neuesten Flugabenteuer. Wir werden berichten, wie´s weitergegangen ist. Bis dann ....
"Mitgenommen" haben wir natürlich auch etliche Gläser Champagner. Da waren wir nicht zimperlich (nach drei Gläsern hab ich aber aufgehört, sonst wär´s vielleicht zu viel geworden), 😮 und die gebotenen Speisen in der Senatorlounch waren in der Tat haubenverdächtig.



Nach dem Besuch der Senator-Lounge sieht man´s uns schon an - wir waren nicht mehr die Allerfrischesten !!!

Sehr gut hat´s uns geschmeckt, die 2.400 Euro waren tatsächlich am nächsten Tag unserer Kreditkarte gutgeschrieben, und auch auf dem Flug von München nach London wurden wir von der Lufthansa regelrecht kulinarisch verwöhnt.

Dass wir uns dann zum Abschluss dieses Abenteuers noch einige Gläser Whiskey schmecken ließen, lässt sich denken.

So also war der Beginn unseres Urlaubs. Ich sag ja, wir haben mit Air Berlin, South-African-Airways, Air-Namibia, Air-France und wie sie alle heißen, alles Mögliche schon erlebt. Diesmal war es ab Freitagmorgen eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Viel Ärger, viel Geld, viel Verdruß, viele Nerven – letztendlich ist aber alles gut gegangen und wir sind auch mit der British Airways über London gut in Kapstadt angekommen.
Was für eine story!



