Die Eulenmuckels auf Extratour im Okavango-Delta

Reisebericht 145 Antworten · 35,9k Aufrufe · gestartet 22. Dez. 2019 von Eulenmuckel
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200626. Dez. 2019 ·
@Bele: Danke für das Lob. Wir geben es gerne an den Beleuchter weiter. Zum Hörnchen-Elefanten kann ich nichts Gescheites beitragen.

@Picco: Das Scharfstellen übernimmt ja normalerweise der Autofokus. Ansonsten würde ich sagen: Finger weg vom Alkohol! Dann hat man ein ruhigeres Händchen. 😉
Spaß beiseite: Das Scharfstellen bei Dunkelheit ist nicht so einfach. Am Ende funktioniert auch das nur über die Probefotos. Wenn du bei einem Testbild, das auf dem Kameradisplay angezeigt wird, immer weiter hineinzoomst, kannst du gerade bei einzelnen Sternen auch erkennen, ob sie scharf bleiben oder matschig werden. Dann kann man am Objektiv manuell eine kleine Korrektur vornehmen und ein weiteres Testbild machen. Wenn das Objektiv eine Entfernungsskala hat, kann man sich nach dieser Prozedur merken, wo es bei Sternenaufnahmen die beste Schärfe hat (damit es beim nächsten Mal schneller geht). Das muss nicht unbedingt beim Unendlich-Zeichen auf der Skala sein, sondern oft ein bisschen davor. Wenn man keine Skala am Objektiv und auch keinen Anhaltspunkt für die manuelle Einstellung hat, kann man einen entfernten Baum mit der Taschenlampe (möglichst hell) anleuchten und diesen per Autofokus scharfstellen. Dann auf MF umschalten und mit den Probeaufnahmen zur weiteren Verbesserung beginnen.

Vielen Dank für eure Kommentare und Rückmeldungen
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200626. Dez. 2019 ·
Tag 5 – 17. Oktober 2018 – Mal wieder die Hecktüre

Nxai Pan South Camp – South Gate, Moremi

Eigentlich wollten wir heute Morgen sehr früh aufbrechen, um am Wasserloch der Nxai Pans etwas zu entdecken. Wir freuten uns über die angenehmen Temperaturen, als Uwe wie jeden Morgen die Hecktür von innen öffnen wollte. Aber leider hatte das Schloss andere Pläne, vielleicht auch gar keine. Irgendwie hatte sich der innere Verschlussmechanismus verklemmt, so dass mit dem Hebel in keine Richtung etwas zu bewirken war. Wir riefen Helga und Michael zu Hilfe. Aber auch von außen gelang es nicht, die Türe zu öffnen. Fürs Erste waren wir gefangen. Mit einem Hebeleisen und dem Potije-Haken gelang es Uwe nach einiger Zeit schließlich, den Schnapper so weit nach innen zu drücken, dass er sich gegen die Türe werfen und sie so öffnen konnte. Offensichtlich hatte das Schloss einen mechanischen Schaden, den wir aber nicht beheben konnten. Die Männer gaben ihr Bestes, was an dieser Stelle leider nicht besonders viel war. Ratlose Blicke von allen Seiten wurden getauscht.

20181017-060002-IMG_8737.JPG


Schmarotzermilan

20181017-063159-7D3_5658.JPG


Sichelhopf

20181017-065019-7D3_5720.JPG


Nach ausgiebiger Beratung und Beleuchtung des Problems stellte Mann fest, dass es für den Ausbau des Schlosses an nötigem Werkzeug fehlte. So riefen wir bei Savanna an, und uns wurde geraten, in Maun zu Riley’s Garage zu fahren. Kein Problem, was wäre ein Urlaub ohne einen Aufenthalt in irgendeiner Werkstatt?
Wir packten alles zusammen, überlegten genau, welche Dinge wir aus dem Canopy besser nach vorne in die Kabine holen sollten und warfen die Tür von außen ein letztes Mal zu, nicht ohne vorher die Reißverschlüsse am Zelt offen zu lassen. Zur Not konnten wir nun über das Reserverad in den Aufbau klettern.

20181017-064619-_D751694.JPG


Dann drehten wir eine kleine Runde bis zum Wasserloch. Dort waren ein paar Gnus versammelt, und einige Perlhühner rannten herum. Ein Kronenkiebitz hatte einen der wenigen erhöhten Sitzplätze erklommen und putzte sein Gefieder.

20181017-072212-LV6A5468.JPG


Wir wollten gerade weiter nach Norden fahren, als wir von Helga einen Funkspruch erhielten, dass sie eine Katze entdeckt hatten. Sie waren sich noch nicht sicher, ob es ein Leopard oder Gepard sei. Auf jeden Fall sei es groß. Wir kehrten sofort um.
Als wir bei den beiden eintrafen, lief in einiger Entfernung ein stattlicher Gepard durch das Gras.

20181017-074741-LV6A5492.JPG


Wir konnten ihm ein Stück weit folgen und ihn beobachten, bis er sich in einem Dickicht niederließ. Nun war er nur noch zu entdecken, wenn man wusste, an welcher Stelle er sich niedergelegt hatte. Da wir wegen des kaputten Schlosses ein wenig Zeitdruck hatten, ging es direkt weiter zum Wasserloch. Dort waren inzwischen eine große Herde Springböcke und weitere Gnus eingetroffen. Nacheinander genossen sie am aufgeweichten Matschrand ein Schlammbad, wälzten sich dabei mal links, mal rechts herum, strampelten auf dem Rücken liegend mit den Beinen in der Luft und vergaßen auch die Gesichtsmaske nicht.

20181017-083020-7D3_5767.JPG


Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen, schließlich ist die verjüngende Wirkung einer Schlammpackung ja hinlänglich bekannt.

20181017-083447-LV6A5525.JPG


Sogleich kamen Ruth die Zeilen ihres aktuellen Lieblings-Kinderbuches in den Sinn:
Was für ein Scheusal läuft da denn herum?
Auf Beinen wie Stöcken, den Rücken so krumm?
Von vorne zu breit und von hinten zu dünn,
mit wehendem Bärtchen am pelzigen Kinn?

Ich bin so hässlich,
ich bin so hässlich. *
Wir blieben eine kurze Weile, beobachteten ein paar Strauße, eine kleine Gruppe Kudus und eine Schar Perlhühner, die vor sich hin gackelnd in den Elefantenbollern scharrten.

20181017-084729-LV6A5548.JPG


20181017-085123-LV6A5552.JPG


20181017-085346-7D3_5778.JPG


20181017-085746-LV6A5557.JPG


Gegen kurz nach neun brachen wir auf, da wir den weiteren Tagesverlauf nur schwer einschätzen konnten. Am Office hinterließen wir noch das ausgefüllte Feedback-Formular und fuhren dann durch den Sand nach Süden zur A3. Viele Steinböckchen sprangen über die Pad davon, und die Straußenfamilie mit den Küken, die uns vor zwei Tagen begrüßt hatte, ließ es sich nicht nehmen, uns wieder zu verabschieden.

20181017-094649-7D3_5807.JPG


Danke an Michael für das Bild
20181017-102504-_D751745.JPG


Am Gate trugen wir uns in das große Buch ein, pumpten Luft in die Reifen und halfen einem französischen Fahrer, der gerade in den Park unterwegs war, mit dem Tausch einiger Pula gegen US-Dollar aus. Ruth ließ sich noch schnell ein wenig Wasser über den Kopf laufen. Wie praktisch: Wo es keine Frisur gibt, kann auch nichts ruiniert werden! Mit nassen Haaren war die Hitze deutlich besser auszuhalten, denn es war bereits jetzt schon wieder arg heiß.

20181017-104632-5N7A9461.JPG


Angelockt von dem wenigen Nass ließen sich sogleich ein paar Schmetterlinge und Fluginsekten auf dem feuchten Stein nieder.

20181017-105334-7D3_5831.JPG


20181017-105553-7D3_5849.JPG


Wieder schlängelten wir uns über die Schlaglöcher zurück nach Maun, und es war auch diesmal kein Spaß. Einen kurzen Stopp legten wir noch bei diesem Elefantenbullen ein, der unmittelbar neben der Hauptstraße an einer betonierten Wasserstelle seinen Durst stillte.

20181017-113002-7D3_5901.JPG


In Maun steuerten wir direkt Riley’s Garage an und fragten während des Tankens nach einem Mechaniker. Dieser schaute sich das kaputte Schloss an und versicherte uns, dass er da nichts für uns machen könne. Schade, aber das wäre ja auch viel zu einfach gewesen! Stattdessen beschrieb er uns den Weg zu Aliboats, einem Bootsgeschäft mit Werkstatt, die das bestimmt hinbekommen würden.

20181017-130817-5N7A9476.JPG


Wieder überquerten wir den Thamalakane und fanden die Werkstatt auf Anhieb. Der Chef war sehr nett und besah sich gemeinsam mit einem Mitarbeiter während seiner Mittagspause unser Problem. Ein neues Schloss könne man uns zwar nicht einbauen, aber man werde uns das defekte Schloss ausbauen. Dazu öffneten wir nach der am Morgen einstudierten Methode die Tür – Uwe klappte den Buschcamper auf, kletterte durch die geöffnete Zeltplane und hebelte von innen den Verschluss auf – und warteten auf das Ende der Mittagspause.

20181017-134603-IMG_8750.JPG


Eine halbe Stunde gammelten wir im immerhin schattigen Hof von Aliboats herum und leerten eine Getränkedose nach der anderen. Michael und Helga hielten tapfer mit uns gemeinsam die Stellung, obwohl wir ihnen angeboten hatten, bei Hilary’s auf uns zu warten. Dann war es endlich 14 Uhr, der Mechaniker holte Werkzeug und versuchte, das Schloss zu entfernen. Das aber wehrte sich.

Bilder von Michael
20181017-142745-_D751759.JPG


Schließlich riefen wir direkt beim Hersteller der Canopies in Swakopmund an. Wir sollten Fotos schicken. Auch das bekam Uwe hin, und wir erhielten zur Antwort, dass wir die beiden sichtbaren Schrauben entfernen müssten. Das hatten wir bisher auf normalem Weg nicht hinbekommen. Daher holte der Mechaniker zuerst eine Metallsäge. Das sah abenteuerlich aus, und Ruth überlegte bereits, ob sie prophylaktisch schon einmal die Nummer der örtlichen Klinik in Maun heraussuchen sollte und wie das noch gleich mit der Lagerung von abgetrennten Fingern im letzten Ersthelferkurs empfohlen worden war.

20181017-143304-_D751761.JPG


Endlich kamen die Fachleute zu der Erkenntnis, dass den Schrauben auch auf diese Weise nicht beizukommen war, und so wurden schließlich mit einer Flex die Schraubenköpfe abgetrennt.

20181017-144126-_D751766.JPG


Als wir das Schloss in den Händen hielten, konnten wir immer noch nicht erkennen, worin das mechanische Problem lag. Der Plan war, unsere Reise ohne ein richtiges Türschloss fortzusetzen, denn wir konnten die Hecktür auch noch mit den beiden anderen, kleinen Schlössern von außen notdürftig verriegeln. Während wir nachts im Zelt schliefen, würde uns bestimmt niemand klauen, außerdem hatten wir ja noch Helga und Michael dabei, die schon auf uns aufpassen würden. Um aber das Gewicht an der Hecktür zu verringern und damit die kleinen Verschlüsse zu entlasten, entfernten wir das Ersatzrad. Mit nur drei Reserverädern für zwei Autos waren wir uns sicher, immer noch mehr als ausreichend für die Tage im Moremi versorgt zu sein und ließen das Rad von unserer Hecktüre bei Aliboats, um es in einer Woche dort wieder abzuholen.
Bei Checkers kauften wir Wasser und Brot. Dann setzten wir uns noch für eine halbe Stunde zu Hilary’s und tranken etwas Kaltes. Die kurze Pause tat allen gut. Würden wir in einem fremden Reisebericht lesen, dass jemand einen ersten Gamedrive im Moremi gegen eine Rast in einem Café eintauscht, so würden wir auf jeden Fall verständnislos den Kopf schütteln. Das tun aber auch nur diejenigen, die noch nie bei Hilary‘s gewesen sind. Das kleine Café direkt in der Nähe des Flughafens gehört zu unseren Lieblingsorten in Botswana. Kein Café hier in Deutschland, in welchem wir öfter gewesen wären. Bereits bei unserer Urlaubsplanung wird überlegt, ob wir etwa an einem geschlossenen Sonntag in Maun vorbeikommen. Wer unsere vorherigen Berichte aufmerksam gelesen hat, wird festgestellt haben, dass es schon etliche Besuche von uns in diesem kleinen Hof gegeben hat. Jedes einzelne Gericht, jeder Kuchen, jedes Sandwich, jedes Omelett, Süppchen und jeder Kaffee hat uns bisher absolut überzeugen können.
Rasch war die ohnehin nie schlechte, vielleicht nur ein wenig auf die Probe gestellte gute Laune wieder hergestellt, und es ging auf die letzte Etappe zum South Gate des Moremi.

20181017-161030-5N7A9488.JPG


20181017-161717-5N7A9503.JPG


Wir verließen Maun nach Norden und kauften hinter Shorobe ein paar Bündel Feuerholz.

20181017-163923-IMG_8759.JPG


Im schönsten Nachmittagslicht steuerten wir dem South Gate entgegen.

20181017-172701-5N7A9507.JPG


Ein paar Frankoline flitzten über die Pad, ab und an sahen wir eine Giraffe, und schließlich in einiger Entfernung eine größere Herde Elefanten. Längst hatten wir unserem Türschloss verziehen, dass es uns mehrere Stunden gekostet hatte. Wer braucht schon eine Fahrt im Moremi, wenn man bereits auf dem Weg dorthin so viel entdecken kann?

20181017-175334-5N7A9521.JPG


Wir parkten unsere Autos am Straßenrand und stellten die Motoren ab. Ein Jungelefant hatte eine Feder gefunden, mit der er spielte und die er begeistert herumschwenkte.

20181017-175419-7D3_5926.JPG


20181017-175433-7D3_5931.JPG


20181017-175440-7D3_5941.JPG


Nach und nach setzte sich die ganze Herde langsam in Bewegung und überquerte vor uns die Straße.

20181017-175506-7D3_5943.JPG


20181017-180056-7D3_5978.JPG


Bis auch der letzte Elefant im Gebüsch verschwunden war, hatten wir gut eine halbe Stunde mit ihnen verbracht. Ohne weiteren Halt ging es nun aber wirklich zum Office.

20181017-182938-IMG_8762.JPG


Am South Gate checkten wir ein und besetzten unseren Stellplatz Nummer 7. Nachdem die Autos richtig geparkt waren (Das ist gar nicht so einfach, denn schließlich will frau ja nicht leicht schräg mit dem Kopf nach unten liegen, so dass der armen das ganze Blut in den Kopf läuft!) und das Feuer brannte, gingen wir duschen. Anschließend grillten wir Eland-Steaks.

20181017-203240-IMG_8765.JPG


Im Dunkeln sahen wir eine Wildkatze, die jedoch schnell wieder verschwunden war und etwas später eine Ginsterkatze, die über den Boden huschte.

20181017-194347-7D3_6026-2.JPG


Bei unserem Abendessen raschelte es plötzlich über uns im großen Baum. Äußerst gewandt turnte die Katze mit dem langen Schwanz nun über uns in den Ästen herum.

20181017-204321-7D3_6047-2.JPG


Unser Dinner wurde heute außerdem von mehreren Nightjars, zwei Scops Owls und einem Perlkauz begleitet. Ab und an untermalte das langgezogene „Huuuoooop“ zweier Hyänen den Gesang der Vögel. Wir lauschten den Geräuschen des Abends, sahen hin und wieder den Schatten einer Hyäne vorbeihuschen und entdeckten zu guter Letzt auch noch ein paar Springhasen, die im trockenen Gras herumknusperten.

20181017-210513-7D3_6063.JPG


Ein wirklich perfekter Abend. Uwe versuchte sich noch an einer Nachtaufnahme. Das Ergebnis ersparen wir euch wegen fehlender Schärfe. 😉
Nach einem raschen Abwasch wurde der Abend dann auch recht bald beendet, und wir kletterten ins Zelt.

Kilometer: 302

* Tipp für kleine und große Tierliebhaber: Die Zeilen über das Gnu stammen aus einem Kinderbuch von Axel Scheffler, welcher sich sehr treffend in Reimen über „Die hässlichen Fünf“ auslässt. Die Bilder sind liebevoll mit vielen kleinen Details gestaltet. Ruth hat sich auf den ersten Blick in das Buch verliebt.
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2019
808 Beiträge · seit 201826. Dez. 2019 ·
Hallo ihr beiden,

mal wieder extraklasse.....ich bin gerne dabei!
Ihr habt wirklich das Händchen für den richtigen Augenblich.....und dann noch gestochen scharf.....wunderbar!

liebe Grüsse,
Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
6'378 Beiträge · seit 201127. Dez. 2019 ·
Hoi zämä
Eulenmuckel schrieb:Ansonsten würde ich sagen: Finger weg vom Alkohol! Dann hat man ein ruhigeres Händchen. 😉
😄 😄 😄

OK, mit dem Tipp komm ich zwar nicht weiter, da ich nicht zu den GT-Trinkern gehöre, aber mit den darauf folgenden Tipps sollte es wohl klappen! 😄 😄 😄
Eulenmuckel schrieb:Uwe versuchte sich noch an einer Nachtaufnahme. Das Ergebnis ersparen wir euch wegen fehlender Schärfe. 😉
Hmm...warum wohl das??? 🤩 😗 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
875 Beiträge · seit 200827. Dez. 2019 ·
Hallo ihr zwei,
Ich bin wieder begeistert von eurem schreibstil und den tollen Fotos.
So ein kaputtes Schloss ist ärgerlich, aber ihr seid ja da cool. War das Schloss genietet?
Unser Nummernschild war genietet u d wir haben es auf den Wellblechpads recht schnell verloren. Schrauben finde ich oft besser, weil wir sie regelmäßig festziehen können.
Euer katzenglück sei euch gegönnt.
Liebe Grüße von
Anita, die bei 32° auf der Terrasse sitzt
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
5'483 Beiträge · seit 200927. Dez. 2019 ·
Moin,
Eulenmuckel schrieb:Dann setzten wir uns noch für eine halbe Stunde zu Hilary’s und tranken etwas Kaltes. Die kurze Pause tat allen gut. Würden wir in einem fremden Reisebericht lesen, dass jemand einen ersten Gamedrive im Moremi gegen eine Rast in einem Café eintauscht, so würden wir auf jeden Fall verständnislos den Kopf schütteln. Das tun aber auch nur diejenigen, die noch nie bei Hilary‘s gewesen sind.
Ich kann Euch sehr gut verstehen. Uns gefällt es bei Hillarys auch immer sehr gut und wenn wir in Maun sind, ist ein Besuch für uns Pflicht.

Ich wundere mich, dass Savannah noch immer an den komischen Befestigungen der Reservereifen festhält. Ist ja nicht das erste Mal, dass Ihr damit Probleme habt. Bei allen anderen Vermietern, die ich kenne, befinden sich beim LC die Reservereifen beide am Heck an schwenkbaren Reserveradhaltern, welche an der Stoßstange befestigt sind. Mit dem System sind mir keinerlei Probleme bekannt.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2019
1'425 Beiträge · seit 201327. Dez. 2019 ·
Hi Eulenmuckels,
Nachdem jetzt wieder Ruhe im Haus eingekehrt ist habe ich erst mal ganz genüsslich euren Reisebericht, mit den wieder mal fantastischen Bildern, gelesen und plötzlich hatte ich da ein Déjà-vu: Letztes Jahr sind wir mehrere Wochen mit einem nicht mehr abschließbaren Schloss an der Hecktür unseres Campers in Südafrika und Namibia rumgekurvt, aber auch uns wollte keiner klauen und wir bekamen auch keinen ungebetenen Besuch 😄
Auch für uns gehört mindestens 1 Werkstattaufenthalt oder gar ein Fahrzeugwechsel zu einem gelungen Urlaub 😄
Wir haben uns schon mal überlegt einen internationalen Werkstattführer zu schreiben. Wenn wir den um eure Erfahrungen erweitern würden, würde das mit Sicherheit ein Bestseller werden 🤩
LG und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
3'883 Beiträge · seit 201127. Dez. 2019 ·
Hallo liebe Eulenmuckels,
das Schlimmste auf so einer Reise ist, wenn man weder in sein Canopy hinein, noch aus ihm heraus kommt 😠 . Solche Schreckmomente können wir leider auch verbuchen. Hat sich zum Schluss herausgestellt, woran es lag? Das interessiert uns sehr.

Unser Schloss verweigerte seinen Dienst abends um 22:00 Uhr auf der Campsite des "Alte Brücke Resort". Rezeption geschlossen, unser Ansprechpartner in Windhoek hilflos, aber der Koch des Restaurants glücklicherweise ein pfiffiges Kerlchen: Er sprühte kräftig Silikonspray ins Schloss und siehe da, es öffnete sich. Wir haben das Schloss auf der Rückseite des Fahrzeugs unterwegs zwar immer abgeklebt, aber dem Staub und Dreck entgeht nichts. Seitdem haben wir immer Silikonspray in einer Klappe, an die wir jederzeit rankommen.

Herzlichen Dank für eure Fotos, zu denen ich nur beitragen kann, was bei euren Fotos schon x-mal gesagt wurde.

Liebe Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2019 ·
@Ulli: Wir freuen uns, dass du auch dabei bist.

@Picco: Ja, wie ich geschrieben habe, ist das Scharfstellen im Dunkeln nicht ganz einfach. Und wenn man dabei zu wenig Geduld hat und nicht genau prüft, gehen danach viele Bilder in die Hose. 🙁

@Anita: Das Schloss war mit zwei Schrauben von innen an der Tür befestigt. Die zugehörigen Muttern waren jedoch nicht fixiert und drehten sich einfach mit. Vielleicht hätten wir die Innenverkleidung teilweise entfernen müssen, um hinter das Schloss zu gelangen. Das Schloss ist nicht sonderlich wartungsfreundlich angebracht.
Die 32 Grad seien euch ebenfalls gegönnt.

@Thomas: Savanna befestigt das hintere Reserverad inzwischen nicht mehr an der Tür, sondern an einem separaten Schwenkarm, der am Aufbau festgeschraubt ist. Das entlastet die Tür erheblich. Es werden aber immer noch die gleichen Schlösser verwendet, und die sind einfach problematisch. Einerseits sind sie total schwergängig. Ruth bekommt die Tür alleine kaum geöffnet oder geschlossen. Und andererseits habe ich mittlerweile kaum noch Vertrauen in den Abschließmechanismus.
Die Befestigung beider Ersatzräder an Schwenkarmen auf der Stoßstange funktioniert meines Erachtens nur, wenn man eine unter dem Aufbau hervor ragende Stoßstange hat. Bei einem Landcruiser mit normalem Canopy oder bei dem Buschcamper von Bushlore, den ihr gemietet hattet, ragt der Aufbau nicht über die Ladefläche des Pickups hinaus. Beim Double-Cab Buschcamper von Savanna ist der Aufbau schon ein ganzes Stück länger als die Ladefläche. Ich weiß nicht, ob man diesen Überhang mit einer noch weiter herausgezogenen Stoßstange verlängern kann bzw. sollte.

@Claudia: Das ist eine gute Vorgehensweise: Wenn man bei jeder Reise bereits einen Werkstattbesuch einplant, ist man nicht enttäuscht, wenn etwas kaputt geht.

@freshy: Das Problem war eine mechanische Verklemmung innerhalb des Schlosses. Wie oben bereits geschrieben, sind diese Dinger ein Schwachpunkt an dem ansonsten hervorragenden Auto. Ich denke, in unserem Fall hätte kein Spray geholfen. Dennoch ist es nie verkehrt, etwas Kriechöl dabei zu haben.

Vielen Dank für eure Kommentare und viele Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Dez. 2019 ·
Tag 6 – 18. Oktober 2018 – Moremi-Süd

South Gate – Third Bridge

Ruth war die halbe Nacht wach geblieben und hatte aus dem Zelt heraus die Hyänen beobachtet. Die waren immer wieder über den Platz getrabt, hatten um unsere Feuerstelle geschnüffelt und herumgeraschelt. Von irgendwoher hatten sie sich einen Müllsack besorgt, dessen Inhalt dann hinter unserem Auto im Gras in seine Einzelteile zerlegt wurde. Trotzdem standen wir schon kurz vor Sonnenaufgang auf und packten zusammen. Schnell wurde auch noch ein wenig Luft abgelassen.

20181018-061153-5N7A0180.JPG


20181018-061324-5N7A0183.JPG


Unser Gamedrive führte uns zuerst zu den Black Pools. Bei schönstem Morgenlicht fuhren wir nach Süden und sahen Zebras, Impalas und Warzenschweine. Dann ging es weiter mit einigen Vögeln.

Gabelracke

20181018-064903-LV6A5607.JPG


Elsterwürger

20181018-065549-7D3_6073.JPG


Raubadler

20181018-070953-LV6A5612.JPG


Gelbbauchammer

20181018-071503-7D3_6077.JPG


Ruth entdeckte eine Zimtracke, die aber leider im Gegenlicht saß und schnell verschwand. Trotzdem freuten wir uns über diese Erstsichtung, und das Foto-Ziel für diesen Urlaub war schnell gesetzt: Eine Zimtracke musste es sein!
Im Mopane-Gebüsch stand eine Herde Elefanten und fraß.

20181018-072600-7D3_6101.JPG


20181018-072738-7D3_6112.JPG


20181018-073359-5N7A0204.JPG


Dabei kamen sie dem Weg immer näher, so dass wir bald die Beobachtung aufgaben und weiterfuhren. Entlang der Spur wuchs allerlei verschiedenes Gestrüpp, und es roch stark nach wildem Salbei. Ein paar unscheinbare braune Vögelchen turnten in den trockenen Halmen und Gräsern herum.

Cistensänger

20181018-080155-LV6A5631.JPG


Bei den Black Pools gab es nur noch sehr wenig Wasser. Ein Warzenschwein und einige Tauben fanden sich dort ein, und wir kehrten bald wieder um. Bei der Picknicksite machten wir eine Frühstückspause.

20181018-090640-5N7A0218.JPG


Uwe hatte eine Thermoskanne Kaffee vorbereitet, und wir aßen Müsli, Nutella- und Käsebrote. Die Temperaturen waren bis dahin noch einigermaßen erträglich, stiegen nun aber schnell an.
Im klimatisierten Auto war es bereits ab halb zehn deutlich angenehmer. An den verbliebenen Wassertümpeln trafen nach und nach Impalas ein, um ihren Durst zu stillen.

20181018-094921-5N7A0247.JPG


20181018-094945-7D3_6138.JPG


Rotschnabelmadenhacker

20181018-095025-LV6A5646.JPG


20181018-095138-LV6A5654.JPG


Auf unserem weiteren Weg nach Norden kamen wir an einem kleinen See vorbei, wo sich Krokodile und unzählige Wasservögel tummelten: Störche, Pelikane, die in Formation fischten, verschiedene Reiher, Enten, Gänse und Kampfläufer standen im Wasser oder am Ufer bzw. liefen unruhig hin und her. Wir kamen aus dem Schauen nicht heraus. Als wir es durch die Hitze im Auto nicht mehr aushielten und auch genügend Fotos gemacht hatten, ging es weiter.

20181018-101332-LV6A5676.JPG


20181018-101600-LV6A5706.JPG


20181018-102046-LV6A5734.JPG


In den Xini-Lagoons selbst fanden wir kein Wasser, fuhren aber auch nicht alle Wege, sondern lediglich auf der Hauptstrecke hindurch. Uns kam ein deutsches Fahrzeug mit einem Pärchen entgegen. Sie hatten den Hinweis erhalten, dass in den Xini-Lagoons am Wasser einige Löwen zu finden seien. Da wir weder Wasser noch Löwen entdeckt hatten, konnten wir ihnen nicht weiterhelfen.
Die Strecke auf der Hauptstraße in Richtung Third Bridge zog sich wie immer etwas. Es gab auch einige tiefsandige Abschnitte, bei denen wir über fiese, versetzte Bodenwellen fuhren, die das Auto aufschaukelten. Zu Beginn sahen wir ab und zu noch ein paar Tiere.

20181018-115638-5N7A0280.JPG


20181018-122244-5N7A0295.JPG


20181018-123637-5N7A0316.JPG


20181018-123921-5N7A0326.JPG


Aber als es Mittag und nochmal heißer wurde, ließen sich kaum noch Vierbeiner blicken. Sowohl bei der First als auch bei der Second Bridge gab es Wasser, und wir fuhren über die Knüppelbrücken. Hinter der Second Bridge nahmen wir die sog. Wet Route. Diese führte zunächst durch eng stehendes Gebüsch.

Rallenreiher

20181018-124715-7D3_6172.JPG


Als wir am Wasser herauskamen, sahen wir dort einige Büffel im Matsch liegen und ein paar weitere herumstehen.

20181018-125837-LV6A5780.JPG


Langsam setzten wir unseren Weg fort, bemerkten aber dann, dass sich noch weitere Büffel zu ihren Artgenossen in die Schlammmulde gesellen wollten. Immer weitere Tiere tauchten etwa 20 Meter vor uns aus den Büschen auf und querten vor uns den Weg. Da wollten wir nicht zwischen geraten und stellten den Motor ab, um die ohnehin schon finster dreinblickenden Gesellen nicht unnötig zu verärgern.

20181018-130420-7D3_6193.JPG


20181018-130708-7D3_6201.JPG


Büffel an Büffel zog an uns vorüber. Manche trabten schnell über die Pad, andere blieben stehen oder kehrten noch einmal um, um uns skeptisch zu mustern. Jedes Mal, wenn wir dachten, weiterfahren zu können, tauchten erneut ein paar Hörner im Gebüsch auf, und wir blieben lieber an Ort und Stelle und ließen sie passieren.

20181018-130808-5N7A0339.JPG


20181018-130848-7D3_6214.JPG


20181018-131531-7D3_6237.JPG


Hinter uns und dem Auto unserer Reisegefährten stand bald ein weiteres Auto in der Spur. Der Fahrer konnte von dem ganzen Spektakel vor uns leider nichts sehen und wurde verständlicher Weise nach einiger Zeit ungeduldig, da er uns durch die Büsche am Rand auch nicht überholen konnte. Irgendwann fing er an zu hupen. Wir wollten unser Auto aber trotzdem nicht durch die Büffel schieben und sahen auch keine Möglichkeit, aus der Spur zu kommen, um ihn vorbeizulassen. Nach einiger Zeit gab er genervt auf, fuhr ein wenig zurück und wendete dann. Hier hatten wir uns sicher keine Freunde gemacht. Am Ende standen wir dort ca. 30 Minuten und hatten wohl 200 Büffel aller Altersstufen beobachtet.

Weidelandpieper

20181018-134034-LV6A5809.JPG
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Dez. 2019 ·
Vor Third Bridge gab es dieses Mal noch einen See, an dem eine kleine Herde Zebras stand.

20181018-135824-7D3_6257.JPG


20181018-140159-7D3_6278.JPG


20181018-140206-7D3_6284.JPG


20181018-140220-LV6A5834.JPG


20181018-140223-LV6A5840.JPG


Brauner Sichler

20181018-135542-LV6A5823.JPG


Nilgänse

20181018-135702-7D3_6249.JPG


Wir checkten ein und fuhren zu unserem Stellplatz Nummer 4. Dieser ist nicht sonderlich groß, aber ausreichend für zwei Autos. Wir stellten uns in den Schatten und öffneten unsere Hecktür. Dahinter offenbarte sich das Chaos.

20181018-142840-5N7A0343.JPG


Durch die holperige und vor allem schaukelige Piste waren sämtliche Vorräte aus den Seitenfächern in den Laderaum gefallen und hatten sich dort verteilt. Ein Sechserpaket Eier war ebenfalls dabei und nun leer. Die kaputten Schalen klebten überall im Teppich, und die Eiergnapsche war gleichmäßig in sämtliche Ritzen geflossen und getrocknet. Auch ein paar Getränkedosen waren zu Bruch gegangen, und zwei Avocados waren zermatscht. Wir retteten den Rest, sortierten die Vorräte neu und waren erst einmal eine Zeit lang mit der Reinigung des Autos beschäftigt.
Während einer verspäteten Mittagspause sicherte Uwe Fotos, Ruth duschte, und wir ruhten uns ein wenig aus. Das tat auch ein Elefant im Schatten des großen Leberwurst-Baumens auf der Nachbarsite, weshalb wir auf unserer Vogelpirsch ein wenig eingeschränkt waren.

20181018-143740-5N7A0347.JPG


Schwarzkehlchen

20181018-140938-LV6A5854.JPG


Von einem der Nachbarcamps kam ein Holländer und fragte uns, ob wir mit ihm und seinem Bruder morgen früh eine Birding-Bootstour machen wollten. Sie wollten sich mit uns die Kosten für das Boot teilen. Wir beratschlagten und entschieden uns dafür.
Gegen halb fünf machten wir uns nochmal auf den Weg. Südlich von Third Bridge fanden wir ein paar besondere Wasservögel an dem kleinen See:

Hottentotten-Enten

20181018-170201-LV6A5878.JPG


Schnepfenpärchen (Bunt-/ Goldschnepfe)

20181018-170812-LV6A5918.JPG


20181018-171012-LV6A5930.JPG


Bruchwasserläufer

20181018-170945-LV6A5925.JPG


Riesenglanzstar

20181018-171222-LV6A5947.JPG


Helmperlhuhn

20181018-172432-7D3_6306.JPG


Auf unserem weiteren Weg Richtung Second Bridge sahen wir nicht viele Tiere. Ab und an stand ein Impala oder ein einzelner Waffenkiebitz neben der Pad.

20181018-173849-7D3_6314.JPG


20181018-174251-5N7A0354.JPG


Als eine kleine Gruppe Impalas plötzlich Warnrufe ausstieß und die ganze Herde in großen Sätzen an uns vorübergeflogen kam, waren wir alarmiert. An ähnlicher Stelle hatten wir vor zwei Jahren ein Rudel Wildhunde beobachten können.

20181018-174916-7D3_6341.JPG


Das hätten wir dieses Mal auch gerne wieder genommen. Obwohl wir mit dem Fernglas die umliegenden Gräser, Büsche und Bäume genau untersuchten, blieb uns heute der Grund für die wilde Flucht der Impalas verborgen.
Das geschwätzige Gezeter der Weißbürzeldrosslinge auf einem Stück Totholz war jedoch nicht zu überhören. Ein kleiner Trupp sprang sich munter unterhaltend auf dem Boden und im Geäst umher.

20181018-175900-LV6A5951.JPG


Ein Stück weiter wurden wir auf einen dunklen, hektischen Schatten im Dickicht aufmerksam. Er tat uns den Gefallen, sein Versteck zu verlassen und kam wenig später in dem für ihn so typisch schlenkernden Gang zielstrebig über die Wiese auf uns zugetrabt.

20181018-180343-LV6A5961.JPG


In einigem Abstand folgten wir ihm, bis er direkt neben der Straße auf einen Baum kletterte.

20181018-180805-7D3_6397.JPG


Mit Leichtigkeit erklomm er den Stamm und versuchte auf halber Höhe an ein Bienennest oder eine andere Köstlichkeit zu gelangen, die im Baum verborgen war. Dabei hing er mit drei Füßen senkrecht am Baum und riss mit den Krallen seiner freien Vorderpfote Stücke aus der Rinde, um seinen Kopf immer tiefer in den größer werdenden Spalt zu stecken. Ein paar Mal rutschte er vom Stamm, purzelte auf den Boden, wo er sich kurz schüttelte, um sogleich wieder den Baum zu besteigen und sein Glück erneut zu versuchen. Ab und zu lächelte er in unsere Kamera, vergewisserte sich, dass wir ihm seine Beute auch nicht abnehmen würden und arbeitete emsig weiter.

20181018-180929-LV6A5976.JPG


20181018-181102-7D3_6411.JPG


Wir konnten aus unserer Perspektive nicht genau erkennen, für welche Beute er sich so anstrengte, vermuteten aber, dass es sich nicht um Bienen handelte, da er hierfür zu wenig umschwirrt war. Seine Beute hatte sich anscheinend einen guten Unterschlupf gesucht, denn so sehr der Dachs den Baum auch mit seinen Krallen bearbeitete, er hatte keinen Erfolg. Wieder und wieder rutschte er mal mehr, mal weniger elegant vom Stamm, bis er schließlich genug hatte und aufgab. Ein letztes Mal schnaufte er in Richtung der kleinen Höhle, schüttelte verärgert den Kopf und verließ die Bühne.
Auch wir entschieden, zurück ins Camp zu fahren. Einen kurzen Stopp gab es noch bei einigen scharrelnden Perlhühnern

20181018-181409-LV6A5984.JPG


und einem Elefanten.

20181018-183005-5N7A0366.JPG


Kurz vor dem Office entdeckten wir zwei Tüpfelhyänen. Die eine lief sofort davon, die andere lag entspannt auf der Seite und hob nur leicht den Kopf, als wir an ihr vorüberrollten.

20181018-183351-7D3_6423.JPG


Zurück im Camp hatten Helga und Michael bereits Feuer gemacht. Wir grillten Oryx und machten dazu Gemüse im Potjie. Bei lauen Temperaturen aßen wir anschließend im Dunkeln und lauschten dem Gemeinschaftskonzert von Hippos, Grillen, Fröschen und Eulen. Großartig! Es gibt nicht viele Orte, an denen man eine vergleichbare Geräuschkulisse erleben kann.

20181018-185635-7D3_6461.JPG


Kilometer: 75
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2019
1'652 Beiträge · seit 201429. Dez. 2019 ·
Hallo Ruth und Uwe,

herrlich, ein Honigdachs im besten Licht.

Der fehlt uns noch. Was haltet ihr vom tauschen?
Wir haben dieses Jahr im Moremi Wildhunde gesehen.

Zwei Wildhunde gegen einen Honigdachs?

Liebe Grüße
Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
875 Beiträge · seit 200829. Dez. 2019 ·
Es macht soviel Freude euren Bericht zu lesen und die wunderschönen Fotos zu bewundern.
Wir haben dieses Jahr bereits 3x Badger gesehen.
In Halali besuchte uns der Badger in der Nacht und angelte sich einen Jogurt Becher aus der mülltüte.
Auf dem Rücken liegend hielt er ihn fest und schleckte ihn aus.
Aus unserem Dachzelt konnten wir das wu derbar beobachten
Alles liebe
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
2'519 Beiträge · seit 200929. Dez. 2019 ·
Liebe Ruth, lieber Uwe,

das muss man auch erstmal hinbekommen, das Foto vom Schwarzkehlchen mit der fliegenden Kotwalze. 😛
Und von der ersten Limikole fehlt noch die Benamsung. 😗

Viele Grüße,
Matthias

Aaah... hab´s gerade gesehen, im Textteil ist der Kampfläufer erwähnt. 😗 😵
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2019
4'382 Beiträge · seit 201530. Dez. 2019 ·
Saaacht mal, liebe Eulenmuckels, wie viel von Konnis Zeug habt Ihr auf dieser Reise eigentlich verposematuckelt?????
Ist ja unglaublich, was Ihr in der kurzen Zeit alles entdeckt habt....und ich rede nicht von Kotwalzen 😎 ....
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
3'883 Beiträge · seit 201130. Dez. 2019 ·
CuF schrieb:Saaacht mal, liebe Eulenmuckels, wie viel von Konnis Zeug habt Ihr auf dieser Reise eigentlich verposematuckelt?????
Ist ja unglaublich, was Ihr in der kurzen Zeit alles entdeckt habt....und ich rede nicht von Kotwalzen 😎 ....
Viele Grüße
Friederike
Danke, Friederike! Ich sitze blass vor Neid vorm Bildschirm 🙂 😉 .

Einen schönen Tag wünscht
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1'524 Beiträge · seit 201130. Dez. 2019 ·
Guten Tag Ruth & Uwe,

....habe noch selten ( eigentlich noch nie ! ) eine so gute Nahaufnahme von einem in der Wildnis lebenden

Honigdachs gesehen wie die 2-letzte Dachsfoto ( von Ruth? ) ....kann nicht hoch genug geschätzt werden.... 🙂

lg.........BMW
44 Beiträge · seit 201930. Dez. 2019 ·
picco schrieb:Hoi zämä
Eulenmuckel schrieb:...und wir aßen Müsli, Nutella- und Käsebrote.
🙄 😵 🤢
So versteht man das als Schweizer...
Muesli-Nutella-Kaesebrot.jpg

***hüstel***
😐 21..22..23..Ah, jetzt ist der Groschen gefallen!!! 😄 😄 😄 Herrlich, das Müsli!
2012 Südafrika - Einsteiger Gruppenreise 2017 Südafrika - Selbstfahrer 2018 Botswana - Zeltsafari 2020 Namibia - Frauen Power 4 x 4 wegen Corona verschoben auf 2021 .....da kommt sicher noch viel mehr!
44 Beiträge · seit 201930. Dez. 2019 ·
Liebe Ruth. lieber Uwe,
der Honigdachs ist klasse! Das kann ich mir richtig vorstellen, wie der runterpurzelt und wieder grummelnd hochsteigt. 😄 Und die Büffel-Story ist beeindruckend. Eure Bilder wecken wunderbare Erinnerungen an meine Zeltsafari im November 2018 im Moremi. Das Wildhund-Rudel hätte ich euch sehr gegönnt. Wir hatten damals in der Gegend ein Rudel mit sage und schreibe 36 (!) Tieren. Und die halbstarken Jungtiere haben auch noch ein bisschen an einer kleinen Zebraherde geübt, während sich die erwachsenen Tiere im Schatten der Fahrzeuge ausruhten. Was für ein Erlebnis!
Ganz liebe Grüße
Evi
2012 Südafrika - Einsteiger Gruppenreise 2017 Südafrika - Selbstfahrer 2018 Botswana - Zeltsafari 2020 Namibia - Frauen Power 4 x 4 wegen Corona verschoben auf 2021 .....da kommt sicher noch viel mehr!