EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Dez. 2019 ·
@Hartwig:
Zwei Wildhunde gegen einen Honigdachs?
Wir sind doch hier nicht auf dem Basar! 😉 Aber so eine Sichtungs-Tauschbörse wäre schon eine tolle Sache.
@Anita: Wie schön, dass es die Dachse in Halali immer noch gibt.
@Matthias: Vielen Dank nochmal für die Bestimmung der Limikolen. Das Foto vom Schwarzkehlchen war reiner Zufall. 🙂
@Friederike und freshy: Den Sichtungswilli haben wir bei dieser Reise noch nicht besessen. Da hat die Sichtungsfee noch ungedopt arbeiten müssen.
@Picco: Danke für den wichtigen Hinweis. 😉 Keinesfalls wollten wir die schweizer Leser verwirren. Daher nochmal für euch: Wir aßen Müesli, Nutella- und Käsebrote. 🙂
@BMW: Bei den Fotos vom Honigdachs können wir uns dein tolles Lob teilen: Die Fotos sind abwechselnd von Ruth und von mir gemacht. Ist aber im Grunde völlig unwichtig.
@Evi: Dann warst du ja nur kurz nach uns dort. Ein Wildhundrudel mit 36 Tieren ist sicherlich beeindruckend.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Dez. 2019 ·
Tag 7 – 19. Oktober 2018 – Moremi-West
Third Bridge – Xakanaxa
Heute Nacht waren wir zwei Mal wach. Zuerst suchten wir erfolglos eine Mücke im Zelt, und beim zweiten Mal stand ein Elefant im Dickicht neben der Campsite und riss Äste von den Bäumen. Wir fuhren bereits vor Sonnenaufgang und unserer Bootsfahrt eine kleine Runde südlich von Third Bridge.
In der Nacht hatte sich wohl nicht viel ereignet, denn wir entdeckten dieselben Tiere wie am Vorabend.
Helmperlhuhn
Waffenkiebitz
Auf der Wet Road nach Second Bridge sahen wir auch wieder den/ einen Honigdachs, der aber sehr schnell im Gebüsch verschwand, ehe wir weit genug rückwärts fahren konnten. Auf dem Rückweg zum Camp entdeckten wir schließlich auch wieder eine Tüpfelhyäne.
Bindenschwalbe
Wir waren kurz vor sieben Uhr zurück bei Third Bridge und packten unsere Fotosachen für die Bootstour zusammen. Gemeinsam mit Helga und Michael und den beiden Holländern bestiegen wir das erste Boot, übrigens ein Modell von Aliboats, bei denen wir unser Ersatzrad eingelagert hatten. Kurz nach dem Ablegen gab es aber ein Problem mit dem Motor, und so wechselten wir das Schiff. Unser Guide gab uns eine kurze Einführung in die Verhaltensregeln während der Tour und erzählte interessante Fakten über das Okavango Delta. Anschließend fuhren wir durch mal enge und mal breite Kanäle zwischen Papyrus und Riedgras.
Auf den Halmen schaukelten einige Libellen, größere Tiere und Vögel sahen wir aber nur wenige.
Eine Elefantenherde kreuzte vor uns den Kanal und ein paar Hippos lagen im Wasser.
An Vögeln ließen sich zwei Coucals, ein paar Cisticolas und ein Schwarzkehlchen blicken.
Auch ein Malachit-Eisvogel saß mit einem Fisch im Schnabel im Gegenlicht. Wir machten so wenig Fotos wie noch bei keiner anderen Bootstour. Unser Guide hatte keine Schuld daran, es waren einfach wenige Tiere unterwegs. Außerdem war das Wasser sehr niedrig, und immer wieder wickelten sich Gräser um die Schraube des Motors, so dass unser Fahrer sich darum kümmern musste. Wir besahen uns derzeit das gezackte Gemüse auf dem Wasser.
Die Fahrt endete, wie sie begonnen hatte.
Wir waren ein klein wenig enttäuscht, obwohl wir eigentlich schon fast damit gerechnet hatten, dass die Sichtungen hier nicht mit Drotsky‘s würden mithalten können. Daher hatten wir gestern auch erst gezögert, als wir gefragt wurden, ob wir ebenfalls an der Tour teilnehmen wollten. Andere Leute hatten aber von zahlreichen Reihern, Eisvögeln und Bienenfressern geschwärmt. Die waren heute wohl alle Verwandte besuchen oder auf Urlaub. Außerdem ist uns schon klar, dass eine Bootstour auch ohne Eisvogel mit Wal-Schnapp ein besonderes Erlebnis ist. Nach etwas über zwei Stunden waren wir zurück im Camp.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Dez. 2019 ·
Safranweber
Wir frühstückten mit Avocado-Thunfisch-Salat, Brot und Mü(e)sli 😉. Dann fuhren wir über die Third Bridge
und die alte fourth Bridge. Die neuere Brücke war gesperrt. Über Dead Tree Island und Luigis Pools näherten wir uns Xakanaxa.
Ruth entdeckte mehrere Zimtracken und tataa:
Noch ausbaufähig, aber zumindest erwischt! Kurz vor Xakanaxa standen vier Büffel wiederkäuend im Schatten. Während wir noch einen kurzen Stopp einlegten, verschwanden Michael und Helga bereits Richtung Camp. Unsere Faszination erschloss sich ihnen nicht, denn die grimmigen Gesellen waren ihnen nicht geheuer.
Wir belegten unsere Lieblingscampsite Nummer 8 und wurden wie bei „Hase und Igel“ lachend mit einem „Ich-Bin-Schon-Da!“ begrüßt.
Während einer längeren Mittagspause war es unter den Schattendächern gerade so auszuhalten.
Wir sicherten Fotos, fotografierten Vögel, tranken Kaffee und aßen Schokomuffins sowie den restlichen Avocado-Salat. Es war ein sehr schöner, fauler Mittag.
Streifenliest
Kapsteinsperling (Yellow-throated Petronia)
Rotbrust-Glanzköpfchen
Aber dies ist doch nicht sein Weibchen, oder doch? Wir hätten eher auf das des Amethyst Sunbirds getippt.
Als wir gegen halb vier wieder aufbrechen wollten, kamen am Schilfrand zwei Elefanten anmarschiert und fraßen direkt neben unserem Stellplatz Gras. Wir beobachteten die beiden friedlichen Tiere eine ganze Weile. In einem Matschloch deckten sie sich mit einer Schlammschicht ein, bevor sie weiterzogen.
^ Wir fuhren zum Gate und checkten offiziell für die beiden Nächte ein. Dabei bemerkten wir, dass unsere Reservierung nicht für Stellplatz Nummer 8, sondern für Nummer 4 erfolgt war. Somit standen wir falsch. Mist! Da außer uns bislang aber keine weiteren Gäste im Camp waren, verschoben wir das Problem auf später und drehten eine ausgiebige Runde durch die Paradise Pools.
Außer der üblichen Herde Letschwes fanden wir dort sehr viele Vögel, darunter erneut die Zimtracke
und einige Lappenstare.
Steppenbaumhopf
Mohrenralle
Nilgans
Eine Weile sahen wir noch dem ausgelassenen Treiben der Meerkatzen zu, beobachteten ein Schlankichneumon (was für ein Name!) und drehten dann um.
Bennettspecht
Früher als nötig kehrten wir zum Campingplatz zurück. Helga und Michael waren dort geblieben und hatten sich ausgeruht. Eine Dame von Kwalate Safaris kam zu uns, um unseren Voucher zu kontrollieren. Obwohl dort eine andere Stellplatznummer vermerkt war, hatte sie nichts zu beanstanden und checkte uns ein. Der zum Platz gehörende Streifenliest saß brav auf seinem Ausguck und präsentierte uns die Ergebnisse seiner zahlreichen Beutezüge.
Aus der anderen Perspektive sah das entsprechend so aus:
Als wir sicher waren, dass heute niemand mehr die Stellplatznummer 8 für sich beanspruchen würde, machten wir Feuer, Uwe duschte, und anschließend kochten wir Nudeln mit Soße im Potjie. Wir genossen den lauen Abend auf unserem Lieblingsplatz in Botswana. Ein Perlkauz schaute vorbei.
Das mit dem Schloss ist ja schon ärgerlich...aber ansonsten hattet ihr ja tolle Tiersichtungen und die Fotos sind wunderschön!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Euch auf dieser Reise zu begleiten macht mir nach wie vor eine Riesenfreude. Soooo viele phantastische Sichtungen und noch phantastischere Bilder! 🤩
Der Honigdachs ist einfach nur knuffig wie er da so am Baum hängt Und in die Kamera posiert; und der kleine Elefant, mit der Feder spielend, zaubert mir beim Betrachten ein Lächeln ins Gesicht. 🙂 Ich glaube Eure Strategie war: je mehr kleine Unglücke (Schloss) und Missgeschicke (Eierpampe im Rückraum), desto bessere, seltene und neue Sichtungen (Zimtracke). Das muss ich mir merken... 😛
Ich freu mich, wenn es weiter geht.
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
unser „Weihnachtsurlaub“ ist vorbei und wir sind wieder zu Hause. Ich habe gesehen, dass Uwe den Bericht vor Weihnachten angefangen hat, aber ich wollte nicht zwischen Tür und Angel lesen. Es ist bei euch schließlich Genusslesen. 😛 😛 Die letzten Tage haben wir das schöne Wetter zu ausgedehnten Spaziergänge genützt und ich habe anschließend in der Sofaecke installiert, euren tollen Bericht gelesen. Ich freue mich unheimlich, dass es wieder was von euch zu lesen gibt. Es ist wie nicht anders erwartet ganz wunderbar lesend dabei zu sein. Und die Fotos? MEGA und zum niederknien. ALLE. Ein paar kleine bis mittlere Katastrophen fallen nicht ins Gewicht wenn man so tolle Sichtungen und Erlebnisse hat. Wer auch immer euch als „Reiseleiter“ dabei hat kann sich mehr als glücklich schätzen. 🙂
Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr 2020 mit viele schöne Erlebnisse.
Champagner8'742 Beiträge · seit 201001. Jan. 2020 ·
Hallo Ihr Zwei,
nachdem der Heizer zum Schweiger mutiert ist 😛 , sag ich mal was dazu (oder hatten wir schon drüber gesprochen und es war weiterhin unklar? Egal, geb ich eben mal meinen Senf dazu...)
Aber dies ist doch nicht sein Weibchen, oder doch? Wir hätten eher auf das des Amethyst Sunbirds getippt.
Ich hab es mir mit dem Roberts auf der Couch gemütlich gemacht und mal nachgeschaut: gegen das Amethyst-Weibchen spricht meines Erachtens, dass das Scarlet-chested-Weibchen einen "weak eyebrow" hat und das Amethyst-Weibchen einen ausgeprägteren. So untenrum finde ich auch eher, dass es wie ein Amethyst-Mädel aussieht, aber wie gesagt.... der Überaugstreif.
Euer Kauz schaut übrigens wie mein bedauernswerter Kater (der jüngere von beiden) gestern Abend beim Feuerwerk aus der Wäsche 🤩 !
Eigentlich sollte man solche Berichte ja gar nicht lesen, weil man sonst sofort die Tasche packen will - aber so ein bisschen Vorfreude tut ja auch ganz gut, von daher freue ich mich sehr auf die Fortsetzungen!
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200602. Jan. 2020 ·
Tag 8 – 20. Oktober 2018 – Rund um Xakanaxa
Xakanaxa
Als die Sonne über den Horizont lugte und die Gräser orange färbte, standen wir auf, klappten das Zelt ein und fuhren schon früh los.
Wir schlugen den Weg zu den Paradise Pools ein.
Dabei sahen wir viele Hippospuren, die Verursacher waren jedoch nicht zu entdecken. An den Pools gab es wie immer Letschwes und Impalas. Die Hörnchen keckerten von den Bäumen und wärmten sich in den ersten Sonnenstrahlen.
An Vögeln fielen uns sofort die unterschiedlichsten Bienenfresser auf. Besonders freuten wir uns über die roten Segler, die wir im Winter ja nur vereinzelt entdecken können.
Zwergspint
Schwalbenschwanzspint
Scharlachspint
Natürlich begutachteten wir auch den Baumstumpf, der vor Jahren einem Leopardenkind als Ausguck gedient hatte genau. Völlig plemplem, hier irgendetwas anzunehmen, aber man legt sich ja die fantasievollsten Geschichten zurecht, warum vielleicht … Zumindest gucken wir an solchen Stellen immer dreimal so genau wie irgendwo anders. Wäre hier etwas im Busch gewesen, hätte der aufmerksame Letschwe-Bock sicher längst Alarm geschlagen.
So war es heute Morgen aber sehr friedlich. Die Perlhühner gackelten zufrieden vor sich hin, und wir vertrieben uns die Zeit mit dem Beobachten einiger Vögel.
Helmperlhuhn
Riesenglanzstar
Gelbbauchammer
Bald stießen auch Michael und Helga zu uns. Die fest eingebauten Funkgeräte der Autovermietung haben wirklich eine hohe Reichweite und sind daher sehr praktisch. So konnten wir uns jederzeit austauschen und verabreden.
Anschließend fuhren wir Richtung Südosten und ein wenig in der Gegend bei Dead Tree Island.
und noch ein Riesenglanzstar
Ein einzelner Elefant kreuzte während seines Frühstücks unseren Weg und blieb unmittelbar neben der Pad stehen, so dass wir uns nicht vorüber trauten und eine Weile warten mussten.
Irgendwann meldete Michael, dass er das Stück der Schwimmnudel verloren habe, das wir ihm als Auflage für seinen Fotoapparat gegeben hatten. Wo genau, könne er nicht sagen. Daher drehten wir um und versuchten das durch seine rose Farbe auffällige Stück wieder zu finden. Aber obwohl wir exakt den gleichen Weg zurück nahmen, den unser GPS aufgezeichnet hatte, fanden wir die Schwimmnudel nicht mehr. Wir hofften, dass sie bereits einen neuen Besitzer gefunden hatte, denn so ein Schaumstoffding muss ja nicht unbedingt im Delta herumliegen. Danach trafen wir wieder auf die Büffel, die sich seit gestern in der Nähe unseres Camps aufhielten. Gleiches Spiel wie gehabt: Michael und Helga düsten voraus, wir gönnten uns noch einen Schnappschuss.
Gelbschnabelmadenhacker
Die beiden haben schon Recht. Dieser leicht abwesende, gelangweilte Blick ist wirklich schlecht zu deuten. Will er womöglich gerade seinem Ruf als eines der gefährlichsten Tiere Afrikas gerecht werden und einen Frontalangriff starten oder einfach nur friedlich seine Halme bekauen? Wir warteten seine Entscheidung lieber nicht ab, sondern machten uns ebenfalls aus dem Staub. Kurz vor zehn Uhr waren wir zurück im Camp und machten eine sehr lange Pause.
Lappenstar
Schmarotzermilan
Zunächst klappten wir das Schattendach auf und wärmten uns den Rest Nudeln mit Soße auf. Dabei behielten wir eine kleine Gruppe Elefanten im Auge, die sich im Schatten einiger Bäume auf Campsite Nummer 9 ausruhten.
Danach legte sich Ruth ins Zelt und las. Uwe sicherte Fotos. Es war ein fauler Mittag. Irgendwann hatten die vier Elefanten von der Nachbarsite ausgeträumt und näherten sich langsam. Sie liefen durchs Schilf und kamen dann genau zu unseren Autos, die sie umrundeten. Sie waren sehr entspannt, fraßen Gras, rupften einige Wurzeln aus dem Boden, die sie zuvor mit den Füßen gelockert und dann durch Hin- und Herwedeln mit dem Rüssel vom Sand befreit hatten und würdigten uns keines Blickes. Trotzdem waren wir lieber in den Camperaufbau geflüchtet und beobachteten sie aus erhöhter Position.
Sie bewegten sich nur einige Meter von unserem Auto entfernt. Natürlich hatten wir keine Orangen oder ähnliches in unserem Camper, aber Ruth hatte trotzdem ein mulmiges Gefühl. Das Video „Apples in the tent“ ging uns durch den Kopf. Wer weiß schon sicher, was Elefanten eigentlich mögen? Vielleicht gehörten ja genau zu diesem Exemplar hier als Lieblingsspeise Kartoffeln, Müsli, Kekse, Mintbonbons, … im Zweifel aber bestimmt Passionsfrüchte? Was lagerten wir noch gleich alles in den Vorratsregalen unseres Autos? Klar, man soll keine Vorräte mit ins Zelt nehmen, aber ist es wirklich besser, direkt über den vollen Regalen im Aufbau des Landcruisers zu sitzen? Die Elefanten beachteten auch weiterhin zum Glück weder unsere Autos noch uns selbst. Als sie sich in Richtung des Schlammlochs bewegten und mit ihrer Körperpflege beschäftigt waren, kamen wir auch wieder aus dem Auto heraus.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200602. Jan. 2020 ·
Am Nachmittag gingen wir zu den Ablutions, um Wäsche zu waschen. Zwei der vier Elefanten standen unmittelbar vor dem Eingang für Frauen. So erledigten wir die Wäsche im Herrenwaschraum, während die Elefanten um uns herum mal hier, mal dort ein paar Blättchen oder Äste abzupften. Als wir uns auf den Rückweg machen wollten, sahen wir, dass einer der Elefanten auf einer Campsite bei vier jungen Leuten stand. Die Männer saßen noch auf ihren Stühlen, während der Elefant sich bereits bis auf zwei Meter genähert hatte. Es wurde gelacht und gewunken. Dann rückten sie ihre Stühle zurecht, während einer von ihnen mit dem Handy Selfies machte. Wir hielten die Luft an bei so viel Dummheit und hofften, dass nichts Schlimmes passieren würde. Nachdem der Elefant sich wieder entfernt hatte, gingen wir zu den Leuten und versuchten ihnen klar zu machen, dass ihr Verhalten sehr gefährlich gewesen war. Es ist kein Spaß, so ein Risiko einzugehen, das ungeahnte Konsequenzen für alle Beteiligten haben kann. Inzwischen war ein Camper von Site Nummer 10 zu uns gekommen und hatte gefragt, ob wir etwas über das kaputte Dachzelt wüssten, das dort herumläge. Er war sehr verunsichert und wollte sein Zelt nicht aufschlagen, falls aggressive Elefanten in der Nähe seien. Wir hatten nichts mitbekommen. Es stellte sich später heraus, dass während unserer Pirschfahrt am Morgen andere Camper ihr Auto verlassen hatten, um zu duschen und ihren Wagen offen gelassen hatten, also wohl nicht nur nicht abgeschlossen, sondern mit geöffneten Fenstern und Türen. Ob sie Lebensmittel im Zelt gelagert hatten, konnten die Ranger nicht beurteilen. Während ihrer Abwesenheit hatten Elefanten versucht, an irgendetwas im Wagen heranzukommen und dabei das Dachzelt völlig demoliert. Es war kaum noch als solches zu erkennen. Wir sahen es uns später an, da es als Schrott einfach zurückgelassen worden war.
Verständlich, dass man bei einem solchen Anblick Angst bekommen kann. Am Nachmittag drehten wir eine weitere Runde durch die Gegend um Xakanaxa. Vorbei an Luigis Pool und durch Dead Tree Island entdeckten wir wieder viele Vögel.
Rotschnabelmadenhacker
Afrikanischer Wiedehopf
Grünschwanz-Glanzstar
Ein Wasserwaran schlängelte sich durch das Gras auf der Suche nach Beute.
Die Pools waren weitgehend ausgetrocknet. Es gab viel Schlamm und trockenen Matsch und nur in der Mitte einige übrig gebliebene Tümpelchen. Vereinzelt lagen Krokodile reglos am Ufer, und ein großer Reiher versuchte sein Glück im Fischen.
Silberreiher
Immer wieder passierten wir Herden von Impalas oder Zebras, beobachteten Meerkatzen und schlängelten uns dabei langsam wieder die gewundenen Wege in Richtung und durch die Paradise Pools.
Und noch ein Wiedehopf
Gabelracke
Bei den Paradise Pools waren wir schließlich ganz alleine. Obwohl keine Tiere anwesend waren, blieben wir eine knappe halbe Stunde und sahen fast andächtig dabei zu, wie sich Licht und Schatten auf Gräsern, Bäumen und im Himmel änderten und die Landschaft in die unterschiedlichsten Pastelltöne getaucht wurde. Mal wieder der absolute Luxus.
Auf dem Weg zur Campsite begegnete uns noch eine kleine Elefantenfamilie. Ein Elefantenkind hatte eine Verletzung am Rüssel, die aber schon recht gut verheilt war. Wenn der Kleine größer wird, wird er es sicherlich nicht leicht haben.
Zurück auf der Campsite hatten Helga und Michael bereits Feuer gemacht und Kartoffelscheiben mit Speck gedünstet. Wir grillten dazu Wildfleisch, und Ruth machte noch einen Rote Beete Salat. Nach dem Spülen saßen wir ein wenig draußen, als eine Scops Owl rief und eine Hyäne im Gras auftauchte. Hippos grunzten, Elefanten grollten, und wir fühlten uns rundum wohl.
Moremi ganz wie wir es auch lieben. In diesem Garten Eden braucht man keine spektakulären Tiersichtungen um den Aufenthalt zu genießen. Man lässt einfach die Seele baumeln und cruised gemütlich die sich durch die Wildnis schlängelnden Wege entlang.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200606. Jan. 2020 ·
Tag 9 – 21. Oktober 2018 – Ein großes Donnerwetter
Xakanaxa – Khwai Concession
Kurz vor halb sechs standen wir bei etwa 18 Grad auf und fuhren ohne Frühstück mit einem kurzen Halt bei den Ablutions los.
Der erste Weg führte uns wie üblich in die Paradise Pools, wo wir im Morgenlicht einige Vögel entdeckten.
Grünschenkel
Stelzenläufer
Kampfläufer
Nilgänse
Bruchwasserläufer
Auf einem Baum saßen einige Karminspinte, für eine gute Fotoperspektive jedoch zu hoch. Sie spähten nach Insekten und flogen in großen Schleifen von einem Aussichtsast zum nächsten.
Ein Grünschwanz-Glanzstar sammelte Nistmaterial.
Auf direktem Weg
fuhren wir schon bald nach Osten und machten beim Dombo Hippo Pool eine lange Frühstückspause am Tisch unterhalb des Hides.
Im Wasser lagen einige Flusspferde, die ab und an zufrieden grunzten und sich hin und her rollten, und im Gras saßen wieder viele Libellen.
Einige Enten hockten im seichten Uferwasser, darunter auch die hübschen Witwenenten.
Hagedasch-Ibis
Wir ließen uns viel Zeit, beobachteten während des Frühstücks Graufischer, Gänse, Hammerkopf und Blatthühnchen und freuten uns an den warmen Sonnenstrahlen. Danach stiegen wir noch auf den Hide, dessen Treppe mit den Jahren auch immer wackeliger wird. Als es wieder heißer und schwüler wurde, fuhren wir auf dem Hauptweg weiter zum Khwai North Gate und verließen für heute den Moremi über die Holzbrücke.
In Khwai Village hielten wir am „Colgate“-Shop und kauften Feuerholz. Helga und Michael stockten ihre Wasservorräte auf. Was für ein gut sortierter Laden! Sie fanden sogar den so lang vermissten Topfschwamm. 😉
Als wir auf dem Weg zur Khwai Concession auf der Brücke über den Fluss anhielten, verließ ein Hippo das Wasser und kam nach oben ein Stück in unsere Richtung. Nähere Bekanntschaft wollten wir dann aber einvernehmlich nicht machen, und der grimmige Geselle verschwand in den angrenzenden Büschen.
Blaustirnblatthühnchen
Auch im Gebiet der Concession war es abseits des Flusses sehr trocken. Viele Bäume hatten kein einziges grünes Blatt mehr.
Je näher wir dem Fluss kamen, umso mehr Laub besaßen die Bäume. Endlich stießen wir auch auf die ersten Elefanten, die den Schatten nutzten und sich mit ihren Ohren ein wenig Luft zufächelten, denn es war wieder sehr schwül.
Auf dem Weg zu unserer Campsite sahen wir einige unfertige Hütten, die – wenn sie eines Tages erwachsen sind – ein paar neue Ablutions werden könnten.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200606. Jan. 2020 ·
Noch vor unserer Campsite trafen wir am Khwai auf eine Elefantenherde mit ein paar Jungtieren, die in den feuchten Flussauen stand und fraß. Die Kleinen spielten miteinander, rupften Gras wie die Erwachsenen und tranken zwischendurch etwas Milch bei ihrer Mutter.
Auf der Suche nach unserem Stellplatz fuhren wir am Fluss entlang und kamen an anderen Campsites vorbei. Die Nummer 4 war von vier Leuten besetzt. Als wir um ein Gebüsch bogen, trauten wir unseren Augen nicht. Drei von ihnen saßen mit Badeanzügen zwischen Campsite und Fluss in einem aufblasbaren Planschbecken und kühlten sich ab. Wir waren so perplex, dass wir ihnen lediglich zuwinkten und weiterfuhren. Erst ein paar Sekunden später realisierten wir, was wir gerade gesehen hatten: Ein Planschbecken am Khwai. Im Nachhinein bedauern wir zutiefst, die Leute nicht um die Erlaubnis für ein Foto gefragt zu haben. Das glaubt uns doch kein Mensch! So etwas werden wir dort wohl nie wieder zu Gesicht bekommen. Wir brauchten ein bisschen, bis wir unseren Stellplatz Nummer 2 gefunden hatten. Der große, staubige Platz lag nicht am Fluss, sondern etwas abseits unter großen Akazien. Das Toiletten-Gebäude auf der Wiese war ebenfalls noch nicht fertiggestellt, und so hob Michael ganz motiviert neben einem umgestürzten Baumstamm ein Loch für unseren Toilettengang aus. Etwas enttäuscht war er dann, als niemand von uns diesen Donnerbalken auf dem Präsentierteller benutzen wollte. War die Stelle doch von allen Seiten, außer von unserer Site ziemlich einsehbar. Stattdessen verschwand Ruth hinter einem Busch und trat sich dabei einen Dorn durch ihre Crocs in den Fuß, der beim Herausziehen abbrach. Na wunderbar! Same procedure as every year: Sie humpelte zurück zum Auto und war in den nächsten zehn Minuten leider nur mit mäßigem Erfolg damit beschäftigt, den Holzsplitter aus ihrem Fuß herauszupopeln. Wir richteten uns provisorisch auf dem Stellplatz ein und klappten die Dachzelte auf, da wir uns nach einer kurzen Brotzeit eigentlich zu einer verspäteten Mittagspause etwas hinlegen wollten.
Mit der Zeit zog sich der Himmel immer weiter zu, und es wurde dunkler.
Wir beeilten uns, aus Camembert, Brie, Butter, Zwiebeln und Gewürzen Obatzda zu knetschen. Dieser war gerade fertig, als die ersten Tropfen vom Himmel fielen. Obwohl wir gewettet hätten, dass die Wolken an uns vorbei ziehen, ging schließlich doch ein kurzer Schauer nieder. Schnell räumten wir alles ins Auto und klappten auch das Zelt wieder ein. Danach saßen wir im Wagen, aßen Schwarzbrot mit Obatzda und beobachteten das für uns so ungewohnte Wetter in Botswana. Während nicht viele, dafür aber dicke Tropfen auf unsere Scheibe klopften, operierte sich Ruth in einer langwierigen Aktion mit einer Splitterpinzette und feuchten Händen den abgebrochenen Dorn aus dem Fuß. Die Dame stellt sich da immer ein wenig an. Nach der Pause brachen wir – immer noch von dunklen Wolken begleitet – zu einer Nachmittagspirsch entlang des Flusses auf.
Außer ein paar Elefanten und Wasserböcken waren dort aber nicht mehr viele Tiere zu entdecken.
Graufischer
Wir waren noch nicht weit gekommen, als wir an einer Stelle zwei offene Safari-Autos fernab des Weges sahen. Wir näherten uns vorsichtig und konnten bald erkennen, warum sie dort standen: Ein Rudel Wildhunde lag verteilt um ein Gebüsch herum. Wir stellten uns dazu und beobachteten die Hunde. Es war ein großes Rudel mit einigen Jungtieren.
Anfangs waren sie noch träge, wurden dann aber langsam munter, gähnten und sprangen umeinander.
Immer mehr Safari-Wagen trafen ein und rangierten wild umher. Die meisten waren dabei sehr rücksichtsvoll und versuchten, weder Hunde, noch andere Autos zu bedrängen. Ein wenig Mitleid hatten wir mit einem Guide, der seinen Gästen die Lebensweise der Hunde näherbringen wollte. Diese waren aber augenscheinlich gelangweilt und mehr an Chips, Erdnüssen und Getränken interessiert, die sie sich unter lautem Palaver von ihrem Fahrer reichen ließen. Die Hunde wurden zusehends unruhiger und liefen schließlich in einer langen Reihe hintereinander zur nahegelegenen Wasserstelle um zu trinken. Auch der Autokorso setzte sich in Bewegung und folgte ihnen.
Durch die Wolken war das Licht bereits eine Stunde vor Sonnenuntergang sehr trüb. So verzichteten wir darauf, uns der Schlange am Wasserloch anzuschließen, wünschten den Hunden eine erfolgreiche Jagd/ Nacht und machten uns schon recht früh auf den Rückweg. Dieser frühe Rückzug sollte sich später noch als Glücksfall herausstellen. Zurück an den Campsites sahen wir, dass der Stellplatz Nummer eins noch frei war. Dieser gefiel uns viel besser als unserer und lag auch näher am Wasser. Da wir davon ausgingen, dass heute keine weiteren Camper mehr eintreffen würden, zogen wir um und schlugen dort unser Lager auf. Besonders freuten wir uns über einsetzendes Löwengebrüll auf der anderen Flussseite. In der Mitte des großen Platzes starteten wir die Vorbereitungen für das Abendessen: Wir machten Feuer, wickelten Kartoffeln in Folie, rührten Quark und Joghurt mit Knoblauch und Kräutern an. Helga und Michael schnitten Gemüse und dünsteten es in der Pfanne. Wieder zog der Himmel zu, und wir beobachteten sorgenvoll das Wetter. Wie nachmittags hofften wir, dass es kein Unwetter geben würde, als plötzlich von einem Moment auf den nächsten der Wind deutlich zunahm. Wir wussten gar nicht, wie uns geschah, als der aufkommende Sturm unsere Sachen vom Tisch wehte, Stühle umfielen und schließlich die volle Gemüsepfanne von Helgas Gaskocher kippte. Alles landete im Sand, und wir versuchten, möglichst schnell die Einzelteile an uns zu raffen und im Auto in Sicherheit zu bringen. Der Sturm wirbelte uns den Staub in die Augen, und die Funken unseres Feuers wurden weit in die Grasebene gepustet, so dass wir schon befürchteten, das ganze Veld in Brand zu stecken. Es war gar nicht so einfach, die Flammen zu ersticken. Wir zogen zwar die brennenden Scheite auseinander, der Sand, den wir darauf schaufeln wollten, wehte aber in alle Richtungen davon. Zusammen mit dem Wind setzte auch wieder Regen ein. Diesmal fielen aber keine einzelnen Tropfen, sondern wahre Sturzbäche ergossen sich vom Himmel, und wir flüchteten ins Fahrzeuginnere, nachdem wir alles Schützenswerte ebenfalls irgendwo ins Auto geschmissen hatten. Da saßen wir nun im Dunkeln und spürten, wie der Sturm den Wagen hin- und herschaukelte. Um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten, stieg Uwe nochmal aus, um das Dachzelt herunterzuklappen. Die wenigen Handgriffe, die normalerweise in einer Minute erledigt sind, erwiesen sich an diesem Abend als unmöglich. Da der Wind von hinten kam, gelang es Uwe selbst unter Aufbietung aller Kräfte und unter Einsatz seines Körpergewichts nicht, das Zelt an dem langen Band herunterzuziehen. Erst als Ruth zu Hilfe kam und zusätzlich mit anpackte, konnten wir den Buschcamper schließen. So etwas hatten wir noch nicht erlebt. Das Unwetter hatte etwas von einem Hexentanz. Windzerzaust, staubig und nass begann für uns zurück in der Fahrerkabine ein langer Abend. Dass es mit einem Abendessen nichts mehr würde, war ziemlich schnell klar. Das Gemüse lag im Sand, das Fleisch lag ungegrillt in einer Schüssel. Zwar stand der lecker angerührte Quark hinter uns auf dem Kühlschrank und verströmte einen zunehmenden Knoblauch-Geruch, aber unser Brot lag für uns unerreichbar hinten im Aufbau. Nun gut, ein verpasstes Abendessen würde uns nicht umbringen. Wir angelten uns stattdessen ein paar Getränke aus dem Kühlschrank und tauschten uns mit Helga und Michael per Funk aus, die ebenfalls in ihrem Auto gefangen waren. Zu Regen und Wind gesellten sich bald die ersten Blitze. Zusammen mit dem Donner konnten wir gut beobachten, wie das Gewitter stetig näher kam. Hier am Khwai gefiel es ihm aber offensichtlich genau so gut wie uns, denn es wollte einfach nicht weiterziehen. Dies war auch der Grund, warum wir uns nicht einfach ins Zelt legten. Einen möglichen Blitzeinschlag in den Dachcamper wollten wir nicht unmittelbar unterhalb des Metalldaches erleben. Während wir ein wenig ratlos im schaukelnden Auto verharrten, mäanderten die Scheinwerfer der letzten heimkehrenden Gamedrives in einiger Entfernung durch die dunklen Regenschwaden. Die Lichter zwischen den Bäumen hatten etwas Gespenstisches. Wir konnten uns gut vorstellen, wie es den armen Menschen auf den offenen Fahrzeugen erging und wie wohl die Stellplätze der anderen Camper aussahen, die nicht rechtzeitig zurück gewesen waren, um ihre Sachen in Sicherheit zu bringen. Während wir zumindest im Trockenen saßen, sahen wir auf den Nachbarcampsites Taschenlampenkegel durch den Regenguss wabern. Auch hier wurden in aller Hektik die Sachen geschnappt, die noch zu retten waren. Wir starrten gebannt auf die immer näher kommenden Blitze, die in wildem Zickzack die Dunkelheit durchschnitten, und Michael gelang es sogar, ein paar von ihnen mit der Kamera einzufangen.
Mit der Zeit wurde uns kalt, und wir vermissten unsere warmen Schlafsäcke. Zum Glück hatten wir zum Schutz unseres Fotoapparates eine Decke untergelegt, die wir nun hervorzogen.
So dösten wir nach einigen Stunden des Blitze-Guckens immer wieder ein, bis uns der Knall eines besonders lauten Donners aufschreckte. Zwischendurch unterhielten wir uns mit Helga und Michael. Uwe bemerkte einen Balken Empfang auf dem Handy und schrieb eine SMS an die liebe Bele nach Deutschland, um sich nach der aktuellen Wettersituation zu erkundigen.
Als weit nach Mitternacht das Gewitter endlich ein Stück weitergezogen war und wir uns sicher genug fühlten, klappten wir die Zelte auf und krochen müde und erleichtert in die Schlafsäcke.
Champagner8'742 Beiträge · seit 201006. Jan. 2020 ·
Guten Abend Ihr Lieben,
aaaaaaalso - wo fang' ich an? 😕
Die Wildhundfotos sind super! 🙂
Die Fotos von den Blitzen ebenso - unbekannterweise Grüße an Michael! 🙂
KHWAI 😘 😘 😘 Sooo schöne Bilder von dort 🙂
Hier muss ich ein bisschen ausholen:
Eulenmuckels schrieben:
Auch im Gebiet der Concession war es abseits des Flusses sehr trocken. Viele Bäume hatten kein einziges grünes Blatt mehr.
Soweit ich das gelernt habe, sind diese Bäume dort dauerhaft kaputt. Grund ist der schwankende Grundwasserspiegel in dieser Gegend. Durch tektonische Bewegungen verändert sich da ab und zu mal was - angeblich ist Face in seiner Zeit als Guide-Anfänger eines Morgens im Halbschlaf durch eine Furt gefahren, von der er sicher war, dass sie problemlos ist. Dummerweise hatte das Gelände sich durch eine leichte Erdbewegung in der Nacht so stark verändert, dass er das Fahrzeug komplett versenkt hat. Hat er mir in diesem Zusammenhang mal so erzählt... Und die Bäume hatten früher Grundwasser, aber inzwischen schon lange nicht mehr, daher werden sie für immer ohne Blätter dastehen.
Uwe bemerkte einen Balken Empfang auf dem Handy und schrieb eine SMS an die liebe Bele nach Deutschland, um sich nach der aktuellen Wettersituation zu erkundigen.
😄 😄 😄 Ja, das war wirklich großartig - erst dachte ich ja, jemand will mich veräppeln 😎 . War auf jeden Fall ein bisschen surreal 🤩 .
Vielen Dank für diesen Genuss (ausnahmsweise) am Abend - ich hätte heute früh Zeit gehabt, aber die fröhlichen Rheinländer arbeiten ja an Heiligdreikönig 😛
@picco Herrlich! Volltreffer mit dem Müsli Kommentar. 😄 Wenn es ein ganz kleines Müsli ist dann heißt es im Kanton Bern Müseli! Also seeeeehr wichtig wo man den “e” platziert. 😄
@Eukenmuckels Vielen Dank für die unterhaltsamen Stories. Ach, Moremi! Vor allem Khwai gehört zu meinen Liebling Orten in Bots. Wir wollen nächstes Jahr nochmals dort durch. Habe ich es überlesen? Wie heißt die Campsite mit den angefangenen Ablution Häuschen? Dirisha? Am North Gate haben wir im 2016 $50 pro Person bezahlt aber wenigstens gab es Toilette und Duschen. Wie steht es mit dem Preis der Campsite auf der andern Seite? Lohnt es sich was die Stelle anbetrifft? Danke sehr für den Honig Dachs and die Wildhunde Bilder. Sehr eindrucksvoll.
wie schön ist es wenn man den Tag mit einem Bericht von euch starten kann. 😛 😛 Sehnsucht weckende Landschaftfotos und ganz ganz tolle Fotos von 2 und 4 Beiner. Die kleinen Elefanten sind wirklich zum knuddeln und das Gebiss von den Wildhunden zum furchten. Habe noch ein Kursus in Bruchwasser-, Kampfläufer und Grünschenkel gemacht. Auf die schnelle sehen sie für den Laien alle gleich aus, aber jetzt habe ich den Dreh heraus!! 😄
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200607. Jan. 2020 ·
@Bele: Jetzt erinnere ich mich wieder an die Sache mit den immer-trockenen Bäumen. Das hattest du schon mal erzählt oder im Forum geschrieben. Face's Ausrede ist erstklassig, die muss ich mir merken: Wenn wir mal das Auto im Wasser versenken sollten, sagen wir einfach: "Gestern war die Furt noch seicht, da muss es in der Nacht eine tektonische Absenkung gegeben haben." 😉 Zum Glück ist ihm das nicht passiert, als wir damals mit ihm (nachts) die Wasser durchquert haben. 🙂
@Tinochika: Und wer weiß, ob sich eure beiden Wildhunde mit unseren verstanden hätten? 😉
@Sadie: Die Campsite in der Khwai Concession heißt Magotho. Der Preis pro Person und Nacht beträgt 350 Pula. Uns gefällt es auf der nördlichen Khwai-Seite sehr gut. Die Chancen auf Tiere sind genauso gut wie innerhalb des Nationalparks südlich des Flusses.
@Guggu: Den Limikolen-Crashkurs haben wir selbst erst kürzlich bei Matthias gemacht und hoffen, dass wir uns jetzt bei der Bestimmung nicht vertan haben.