loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201313. Okt. 2019 ·
Im Juni/Juli dieses Jahres 2019 waren wir für gut zwei Wochen in der Nordhälfte Irlands und Nordirlands unterwegs. Lange habe ich überlegt, ob ich im Rahmen dieses Forums etwas dazu schreiben soll. Es gab aber über diverse Kanäle doch immer wieder Anfragen, auch der Begriff „Inspiration“ taucht hier immer mal wieder auf. Zudem gönnt sich der ein oder andere von euch ja auch gerne mal eine Auszeit in Irland. Daher will ich doch mal versuchen, eine kurze Zusammenfassung unserer Tour zum besten zu geben. Wie lang und detailliert die dann am Ende wird, könnt ihr gerne mitbestimmen. Ich bin für alles offen, und Material hat sich während der Reise mehr als genug angesammelt.
Unsere Route rund um die Nordhäfte Irlands folgte im Wesentlichen dem Wild Atlantic Way ab Galway nordwärts, und am Ende hatten wir tatsächlich 2261 km mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 52 km/h zurückgelegt. Das sind fast schon namibische Verhältnisse.
So sah unsere Tour aus: 2x Ü Galway, 2x Ü Westport, 2x Ü nördlich Ballina ( B&B ), 2xÜ Gweedore, 3x Ü Bushmills ( B&B ), 3x Ü Belfast, 2x Ü Dublin.
Damit war auf dieser Tour alles drin: quirlige Städte, einsame Strände, spektakuläre Klippen, vor sich hin rottende Schiffswracks, einzigartige Naturwunder, Geschichte satt und die pulsierenden Metropolen Belfast und Dublin (letzteres kannten wir aber schon von unserer Tour 2017).
Unsere Highlights entlang der Route: Die Landschaft Connemaras, Achill Island, Mullet Peninsula, die Steilküste North Mayos, die Einsamkeit im Donegal, die gesamte Causeway Coast, Belfast (vor allem die Black Taxi Mural Tour), in Dublin das Gefängnismuseum Kilmainham Gaol und die barrierefreie Stadion-Dachtour auf dem Croke Park Stadion.
An Unterkünften hatten wir einen Mix aus Stadt- und Landhotels sowie B&B's. Gerne hätten wir mehr B&B's gebucht, aber das gestaltete sich mit unserem Rolli sehr schwierig, so dass wir hier öfter als gewünscht auf Hotels ausweichen mussten. Aber immerhin fanden wir entlang unsere geplanten Route zwei barrierefreie B&B's. Ansonsten hatten wir mit Rolli unterwegs keinerlei Probleme und konnten alles machen, was wir uns vorgenommen hatten. Auf Details zum Thema Rolli möchte ich aber hier nicht weiter eingehen.
Ein paar Stichworte zu Dingen, die uns aufgefallen oder aus unserer Sicht erwähnenswert sind:
Reisezeit und Wetter: Mitte/Ende Juni empfanden wir als ideal. Wir hatten für irische Verhältnisse phantastisches Wetter mit viel Sonne, nur drei trübe graue Tage und nur wenig Regen. Auf unserer Tour August/September 2017 war es genau umgekehrt: Nur drei schöne Tage und der Rest bedeckt und grau. Dafür standen damals die meterhohen Fuchsienhecken in voller Blüte. Trotz Beginn der Hauptsaison war – abgesehen von touristischen Hotspots – nur wenig los.
Planung und Buchung: Irland ist natürlich kein besonders exotisches Reiseziel und es ist überhaupt kein Problem alles selbst zu buchen. Geplant haben wir die Reise selbst, sämtliche Etappen und Destinationen sind auf unserem Mist gewachsen. Wegen der für uns erforderlichen Barrierefreiheit speziell bei den Unterkünften haben wir das ganze zur Abklärung, Optimierung und letztendlich Buchung (inkl. Flug und Mietwagen) an einen hier im Rhein-Neckar-Raum ansässigen Spezialreiseveranstalter für Irland gegeben. Ein sehr gutes und hilfreiches Routen-Planungshilfsmittel für den Wild Atlantic Way ist der aus Irland stammende Wild Atlantic Way Route Atlas (ISBN 978-0-9552655-6-3). Der große Maßstab 1:126,720 stellt auch jede noch so kleine Ruine, Steinkreis usw. entlang der Strecke dar. In Gaeltracht-Gebieten sind die Ortsbezeichnungen zweisprachig (englisch/irisch), sehr hilfreich unterwegs.
Gaeltracht: Wir sind durch mehrere Gaeltracht Gebiete gekommen, sowohl in Connemara als auch im Donegal oder auf der Mullet Peninsula wird in vielen Gebieten noch Gälisch gesprochen, was sich auch auf die Schreibweise der Ortsnamen und die Beschilderung im allgemeinen auswirkt. Wer da keine zweisprachige Karte hat … Die Bewohner dieser Regionen sprechen mit Touristen aber auch Englisch, teils aber mit deutlichem Akzent …
Whisky: An den Erzeugnissen der irischen Whiskyproduzenten kommt man kaum vorbei. Sowohl als Begrüßungsgetränk im B&B als Potcheen, also sozusagen Rohbrand. Oder aber zum Frühstück übers Porridge, um beschwingt in den Tag zu starten …
Guiness: Gibt es überall und schmeckt in Irland einfach am besten. Wobei die Craft-Beers lokaler Micro-Breweries sollte man sich auch nicht entgehen lassen …
Pubkultur: Auch die Iren verstehen es zu feiern. An einem Freitag oder Samstag abends durch diverse Pubviertel zu schlendern ist nahezu unmöglich. Man wird unweigerlich in den Trubel hineingezogen. Schafft man rechtzeitig den Absprung, kann man dafür am darauffolgenden Morgen und Vormittag ganz entspannt Museen, Ausstellungen und sonstige Hotspots besuchen und ist dort fast alleine …
Nordirland: Hier wirkt alles durchorganisierter als in Irland, entlang der gesamten Küste ist auch ein touristischer Hotspot mit entsprechendem Rummel und vor allem auch mit teilweise gesalzenen Eintrittspreisen. Wie auch anderswo auf der Welt ist es hier sehr sinnvoll, die frühen Morgen- oder Abendstunden zu nutzen, will man dem Trubel aus dem Weg gehen. Giants Causeway: Abends zum Sonnenuntergang. Ganz alleine ist man dort aber nicht. Früh morgens ist keine Alternative – es liegt alles im Schatten. Dark Hedges: Ganz früh morgens. Ich war morgens um halb sechs alleine.
Games of Thrones: So einiges wurde in Nordirland gedreht, die entsprechenden Drehorte werden massiv touristisch verwertet, und ganze Busladungen wilder Horden mit Schild, Schwert und Brustpanzer überfallen auch die idyllischsten Landschaften. Das mit anzusehen ist aber schon lustig.
Nordirlandkonflikt: Als Nordirland- und vor allem als Belfast-Besucher kommt man eigentlich nicht an der jüngeren Geschichte der Stadt und der Region herum: Dem Nordirland-Konflikt, der ja gerade im Zusammenhang mit dem leidigen Brexit Hin und Her wieder mehr in das Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit gerückt ist. Wobei die Wurzeln dieses Konflikts weit in die Vergangenheit reichen … Die beste Möglichkeit sich in Belfast über dieses Thema auf „touristische“ Weise zu informieren, ist eine Black-Taxi Mural Tour, also eine Rundfahrt mit einem Taxi zu den diversen Wandmalereien, die überwiegend in den protestantischen und katholischen Vororten und Wohnvierteln Belfasts zu finden sind. Viele der Taxifahrer haben als Kinder und Jugendliche viele der Konfliktereignisse der 70er bis in die 90er Jahre selbst miterlebt. Ihre Erläuterungen während einer solchen Tour sind gespickt mit persönlichen Erfahrungen und vermitteln damit eine beklemmende Authentizität, die auch nach Ende einer solchen Tour lange nachwirkt … Tatsächlich wird bei der Tour sehr deutlich wie fragil der derzeitige „Frieden“ zwischen den Bevölkerungsgruppen ist. Katholiken und Protestanten leben in den Vororten nach wie vor strikt getrennt, es gibt zwischen katholischen und protestantischen Vierteln nach wie vor eine „Friedensmauer“ (erschreckende 6-8 Meter hoch) und Tore, die nachts oder bei potentiellen Konfliktsituationen wie z.B. den Aufmärschen der Oranier-Orden geschlossen werden. Patrouillierende gepanzerte Polizeifahrzeuge haben wir ebenfalls mehrere gesehen. Und unser Fahrer – Katholik – hat sich in den protestantischen Vierteln sichtlich unwohl gefühlt …
So, nach relativ viel Text gibt es natürlich auch jede Menge Bildeindrücke, ich versuche mal die gut 1000 mitgebrachten Fotos auf ein erträgliches Maß zu reduzieren:
Connemara
Connemara
Westport
Burrishoole Abbey
Achill Island - Towerhouse der Gráinne Mhaol Ní Mháille (Grace O’Malley)
Achill Island - Deserted Village
North Mayo
North Mayo - immer noch am Wild Atlantic Way
North Mayo - Steilküste
North Mayo - Steilküste
North Mayo - Downpatrick Head
North Mayo - Wer hier verhungert, ist selbst schuld ...
Mullet Peninsula - Vorfahrt achten
Mullet Peninsula
Mullet Peninsula - Deirbhiles Twist. Kein alter Steinkreis, sondern ein Kunstobjekt
North Mayo - Benwee Head
Donegal - Mount Errigal
Donegal - Irische Warthogs
Donegal - Wrack der "Cara Na Mara" am Strand von Bunbeg
Nordirland - Giants Causeway
Nordirland - Giants Causeway
Nordirland - Überfall von Games of Thrones Touristen
Nordirland - Mussenden Temple
Nordirland - The Dark Hedges früh am Morgen ...
... und später am Tag (und das ist noch ganz harmlos ...)
Belfast - City Hall
Belfast - Titanic Museum
Belfast - Wochenend-Vorräte
Belfast - Mural-Tour
Belfast - Mural-Tour
Belfast - Mural-Tour
Dublin - Gefängnismuseum Kilmainham Gaol
Dublin - Gefängnismuseum Kilmainham Gaol
Dublin - Croke Park Stadion Skyline-Tour übers Dach
Dublin - Croke Park Stadion Skyline-Tour übers Dach
Soweit ein paar Impressionen unserer Irland-Tour. Ich hoffe ihr konntet ein paar Eindrücke gewinnen. Fragen, Anregungen, Ergänzungen - gerne 🙂 .
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte
schöne Bilder habt Ihr von Irland mitgebracht, und das ist für mich das Bild des Tages:
Ja, dafür ziehe ich meinen Hut mit dem ganzen Ernst, der mir zur Vefügung steht. Einfach nur KLASSE! Ihr seid Beide zu bewundern!
Reisebericht: von mir aus kann´s jederzeit losgehen. Vor ein paar Jahren waren wir im westlichen Teil Irlands. Es waren zwei wunderschöne Wochen und wir denken heute noch oft an diese schöne Zeit dort. Allein die Krabben-"Haxn" standen fast täglich auf der Speisekarte. Und - wir hatten in unseren zwei Wochen unglaubliches Glück und konnten sogar im Meer baden. (und das im Mai/Juni !!!).
wir sind SEHR interessiert an weiteren Eindrücken und Details eurer Tour 😉
Im Juni 2016 haben wir Dublin sowie den südwestlichen Teil Irlands bis Connemara hoch bereist. Ihr setzt also dort an, wo wir aufgehört haben. Eure Einschätzung zur Reisezeit Mai/ Juni teilen wir absolut und dies wurde uns auch von irischen Freunden bestätigt. Meist recht gutes Wetter, wenig Regen und eine noch überschaubare Anzahl von Touristen - kurzum perfekt 🤩
Also Stefan, es wäre wirklich schön, wenn du weitere Details mit uns teilen würdest.
Einen sonnigen Sonntag wünschen euch Kordula & Wolfgang 🙂
Vielen Dank für die tollen Eindrücke. Ich könnte auch noch einen Nachschlag vertragen, denn wir planen (irgendwann, mehr Pläne als Zeit und manchmal auch Geld) auch einen Irland-Besuch. Erstmal gucken, wie sich die ganze Brexit-Schnurre entwickelt.
Unser Fokus würde nach unseren großartigen Schottland-Erlebnissen deutlich auf Natur liegen und damit wohl in der Gegend, in der ihr diesmal wart, oder wie siehst du das? Was müsste man als Naturfreak bei einem ersten Irland-Besuch auf jeden Fall auf der Rechnung haben?
Ich wünsch euch einen schönen Sonntag, liebe Grüße, Bettina
nur ganz kurz, bevor ich zum Schwimmen gehe (immerhin 25 - 28 Grad !!!):
Kordula u. Wolfgang schrieben:
Im Juni 2016 haben wir Dublin sowie den südwestlichen Teil Irlands bis Connemara hoch bereist.
.. da wären wir uns um ein Haar unbekannterweise über den Weg gelaufen. Ende Mai /anfangs Juni 2016. Und wir hatten ein bomben Wetter!
Beatnick schrieb:
Was müsste man als Naturfreak bei einem ersten Irland-Besuch auf jeden Fall auf der Rechnung haben?
kurz und trocken: "Ring of Kerry" - wenn´s nicht grad zur Hochsaison ist. Es ist ein Traum.
Und Bettina, für Dich noch ein Tipp unter der Hand: der liebe Casimodo möchte doch von Dir den ein anderen Tipp bezüglich Island. Da könnt Ihr ganz einfach Eure Erfahrungen austauschen. Er und seine gude Esmeralda sind wahre Irland-Spezialisten. 🙂
Herzliche Grüße und Euch einen schönen Sonntag, der bayern schorsch
Conny + Micha1'055 Beiträge · seit 201613. Okt. 2019 ·
Hallo liebe Löffels , bin gerade von Arbeit gekommen - da finde ich euren Bericht - wie schön ist das denn ? Haben ja in diesem Sommer fast die selbe Strecke und den Süden mit dem Womo bereist . Tolle Fotos von teilweise uns bekannten Orten . Jetzt schon mal vielen Dank dafür . Will nun noch das schöne Wetter nutzen , aber heute Abend werde ich dann erst mal den Text lesen und evtl. den ein oder anderen Kommentar abgeben . Bis dahin liebe Grüße Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Servus Stefan also wenn wir hier im Forum mitbestimmen können, wie ausführlich Dein Bericht wird.... mein Wunsch nach mehr von Deinen tollen Fotos und vor allem mehr von Euren Abenteuern ist groß. Und zwar weniger, weil ich dorthin will oder bereits dort war (bei unserem Schlechtwetter-Karma sindsolche Ziele einfach nicht erfreulich), sondern weil ich Euch sehr gerne nachträglich „begleiten“ würde. Sonnigste Grüße Elisabeth
Hi Beate, Hi Stefan, Nachdem ich Matthias gerade mal eure tollen Bilder unter die Nase gehalten habe, melde ich "Gesprächsbedarf" an . Kann ich in Büsnau 1/4 oder 1/2 Stündchen Zeit bei euch reservieren? LG Claudia
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201313. Okt. 2019 ·
Ja ihr Lieben, Vielen Dank für eure Rückmeldungen, da scheint ja tatsächlich ein gewisses Interesse an dieser so völlig unafrikanichen Destination zu bestehen. Dann wird also demnächst ein etwas detaillierterer Bericht mit ein paar zusätzlichen Eindrücken folgen.
Beatnick schrieb: Unser Fokus würde nach unseren großartigen Schottland-Erlebnissen deutlich auf Natur liegen und damit wohl in der Gegend, in der ihr diesmal wart, oder wie siehst du das? Was müsste man als Naturfreak bei einem ersten Irland-Besuch auf jeden Fall auf der Rechnung haben?
Moin moin zurück 🙂 . Ich schließe mich dem Ring of Kerry (= Iveragh Halbinsel) an, würde aber in dieser Region ergänzend auch den Killarney Nationalpark (Wandern) und generell die landschaftlich wunderschönen Halbinseln Dingle, Beara, Sheep's Head und Mizen empfehlen. Bei eurer Art zu Reisen könntet ihr wahrscheinlich alleine dort in dieser Ecke Irlands einen ganzen Urlaub verbringen. Ein landschaftliches Highlight in Irland ist auch das Karstgebiet des Burren südlich von Galway. Ansonsten ist aber tatsächlich der Norden schroffer und auch einsamer, so zumindest unser Eindruck. Die Landschaft im Norden Irlands erinnert doch eher an Schottland als die Südhälfte. Ihr wandert ja auch ganz gerne mal, da würde ich an eurer Stelle die Nationalparks Connemara, eventuell Glenveagh ins Auge fassen. Auch die Wanderung hoch auf den Mount Errigal im Donegal soll toll sein.
Für die Südhälfte Irlands (unsere Tour 2017) gibt es in unserer Signatur auch einen Reisebericht mit ein paar Eindrücken.
Clamat schrieb:Hi Beate, Hi Stefan, Nachdem ich Matthias gerade mal eure tollen Bilder unter die Nase gehalten habe, melde ich "Gesprächsbedarf" an . Kann ich in Büsnau 1/4 oder 1/2 Stündchen Zeit bei euch reservieren? LG Claudia
Ist gebongt 🙂 .
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201313. Okt. 2019 ·
Also - los geht's 🤩 :
Nach der Ankunft in Dublin übernehmen wir unseren Mietwagen und durchqueren die Insel bis nach Galway, dem eigentlichen Start unserer Tour. Das sind vom Flughafen aus etwa 230 km. Wir haben uns für 2 Nächte in einem Hotel im Vorort Salthill einquartiert, direkt am Meer.
Galway ist eine mittelalterliche Stadtgründung und heute eine quirlige und junge Stadt, woran die vielen Studenten maßgeblich Anteil haben. In der Altstadt, dem Latin Quarter, in und rund um die Fußgängerzone steppt der Bär:
Aber schon das Abbiegen in einige Seitenstraßen sorgt für idyllische Beschaulichkeit:
Lynchs Castle mitten in der Stadt ist der ehemalige Familiensitz der Lynchs, den „Erfindern“ der Lynchjustiz …
Beim Bau des Eyre Square Shopping Centers wurden Teile der alten Stadtmauer freigelegt. Diese hat man behutsam in das Shopping Center integriert:
Auch auf und an der Uferpromenade von Salthill geht es abends lebhaft zu:
Trotz des Trubels empfanden wir diesen einen Tag in Galway keineswegs als stressig, sondern als einen gelungenen Einstieg zum Eingewöhnen in das lebensfrohe und bunte Irland.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte
Liebe Löffels, da ich meinen liebsten Mitmenschen nicht mal mit dem Lockstoff Whisky zu einer Reise nach Irland verführen kann, müßt Ihr mich virtuell huckepack mitnehmen! Ich freue mich drauf! Liebe Grüße Friederike
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Okt. 2019 ·
Hallo Friederike, huckepack ist nicht nötig, in unserem Tiguan ist genug Platz 🙂 . Irischer Whiskey ist vielleicht als Lockstoff ungeeignet, probier's vielleicht mal mit den Single Malts der West Cork Destillery.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Okt. 2019 ·
Nach einem Tag in Galway brechen wir auf zu unserem nächsten Tagesziel Westport. Dabei folgen wir im wesentlichen dem Wild Atlantic Way.
Wir haben den ganzen Tag Zeit für eine Panoramafahrt kreuz und quer durch Connemara. Während es an der Küste einen wunderbar fotogenen Sonne-Wolkenmix hat, ist der Himmel im Landesinneren bedeckt. Hier stauen sich die Wolken an den bis zu 730m aufragenden Gipfeln der Twelve Bens, der beherrschenden Bergkette Connemaras. Allzu viele Fotos sind hier in Connemara diesmal gar nicht entstanden, da wir vor zwei Jahren bei noch traumhafterem Wetter schon mal hier waren.
Im weiteren Verlauf der Tour zieht es sich – jetzt schon in South Mayo – immer weiter zu. Bei Delphi fühlen wir uns schon fast an die schottischen Highlands erinnert.
Ohne weitere Fotos erreichen wir Westport, wo wir nach dem Einchecken in unserem Hotel einen kleinen Stadtrundgang starten. Dieser endet schon nach wenigen Minuten, als ein heftiger Regenschauer uns ins nächstbeste Pub „zwingt“. Trotzdem: Westport, eine vergleichsweise „junge“, auf dem Reißbrett entstandene Stadt, besticht im überschaubaren Stadtzentrum mit bunten Häuschen, vielen Pubs und entspannter Atmosphäre. Am späteren Abend hole ich dann ohne Beate, aber mit Kamera den Stadtrundgang nach.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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Flash20101'425 Beiträge · seit 201514. Okt. 2019 ·
Hallo ihr zwei 🙂
schön, wieder etwas von euch zu hören bzw. zu lesen! Ich begleite euch sehr gerne durch Irland, wo ich definitiv auch irgendwann mal hin möchte. Zu den Game of Thrones - Verrückten könnte ich mich sowieso dazu gesellen 😄 Die Bilder machen Lust auf mehr und ich freue mich auf wunderschöne Landschaftsaufnahmen!
das schaut sehr schön aus und ich wurde gerne mehr erfahren wenn wir von unserem Urlaub (Zypern) zurück sind. Bis dann fleißiges weiterschreiben und Fotos sortieren.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Okt. 2019 ·
Hallo Laura, hallo Guggu und natürlich alle hier namentlich nicht genannten,
schön, daß ihr alle dabei seid.
ja, zugegeben, wir haben uns hier im Forum, vor allem in den Reiseberichten rar gemacht. Momentan ist Afrika, auch in unseren Köpfen, für uns sehr weit weg, und ein "Nam, die fünfte" steht für uns momentan noch nicht auf der ToDo-Liste. Unser Reise-Interesse verschiebt sich gerade etwas und wir müssen sehen was wir noch realisieren können.
Landschaftsbilder kommen noch jede Menge. Bis jetzt waren wir ja nur in uns bekannten Gefilden unterwegs, da entstanden die meisten der Bilder eben schon vor 2 Jahren und nicht während dieser Reise.
Laura, ich sehe dich schon mit Schild und Schwert bewaffnet bei der Eroberung der "Eiseninseln" rund um Ballytoy Harbour 🤩.
Guggu, die Bilder sind schon längst sortiert, die Reise ist ja schon wieder fast 4 Monate her. Viel Spaß auf Zypern, schon interessant wo sich die Fomis überall außerhalb Afrikas herumtreiben ... 🙂 😎
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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Galway ist KLASSE, und wenn ich mich nicht ganz irre, heißt die Band "THE COZY CARTEL". Zumindest der rotgelockte junge Mann zweiter von links) hat auf uns damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ganz große Musiker, wir haben uns eine CD gekauft und die war war grad recht zur Hintergrundmusik für unser Irland-Video.
Wie klein die Welt doch ist!
Und schön, dass Ihr nun doch einen Bericht schreibt.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Okt. 2019 ·
Hallo bayern schorsch und alle übrigen Mitleser,
Ja, absolut, Galway ist klasse, lebensfroh, bunt und dabei überschaubar. Und sobald man in die Seitenstraßen abbiegt ist es ruhig und idyllisch.
TIPP: NICHT mit dem Auto in die Innenstadt fahren! Der Verkehr macht tagsüber jeder Großstadt alle "Ehre" 🤢 🤪 . Das scheint uns aber ein generelles Problem irischer Städte zu sein. Wir jedenfalls sind die gut 2 km von unserem Hotel in die Innenstadt gelaufen. Wenn man unbedingt fahren will oder muss, dann gibt es an der Kathedrale einen recht großen kostenpflichtigen Parkplatz.
Ob die Band jetzt tatsächlich "The Cozy Cartel" (oder Teile der Band) war, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall war die Band klasse und wir haben fast eine halbe Stunde bei ihnen verbracht. Die Version von Pink Floyds "Time" habe ich jedenfalls noch heute in den Ohren und gehört dabei zu den besten Coverversionen, die ich je von diesem Stück gehört habe. Und ich habe ewig gebraucht um das Stück überhaupt zu erkennen ... CDs haben sie leider keine verkauft. Immerhin habe ich ein kleines Videoschnipsel (leider nicht von "Time"), das ich aber nicht öffentlich zeigen will.
Mal schauen ob ich heute noch ein Kapitel schaffe. Ansonsten geht es dann morgen weiter.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201314. Okt. 2019 ·
Von Westport aus unternehmen wir einen Tagesausflug zur Achill Island, der größten Insel vor der Küste Irlands. Dabei liegt sie so nah am irischen Festland, dass sie durch eine Brücke mit ihm verbunden ist. Es ist eine dramatisch schöne Insel mit kahlen Bergen, spektakulären Klippen und sanften Sandstränden.
Unser Weg führt entlang der Clew Bay, die mit etlichen kleinen Inselchen gespickt ist. Schon unterwegs gibt es einiges zu sehen wie z.B. Burrishoole Abbey nördlich von Newport:
Auch im weiteren Verlauf entlang der Küste gibt es immer wieder schöne Ausblicke:
Bis man über den schmalen Achill Sound erste Blicke auf Achill Island und die kleine Brücke über den Sound werfen kann:
Untrennbar mit dieser Region und der irischen Geschichte verbunden ist die historische Persönlichkeit und Piratin Gráinne Mhaol Ní Mháille, englisch Grace O’Malley. Ihren Wohnturm (bzw. einen ihrer Wohntürme) kann man auf Achill Island besichtigen:
Direkt daneben stehen die Überreste einer alten Kirche. Der zugehörige Friedhof mit alten Keltenkreuzen direkt am türkisblauen Achill Sound bildet interessante Fotomotive:
Daneben gibt es auf der Insel wie schon geschrieben:
dramatische Klippen
einsame Strässchen:
wunderschöne Stände
und als ein stummes und beklemmendes Zeugnis der Großen Hungersnot und der Armut der Region das Deserted Village, ein schon in Heinrich Bölls „Irischem Tagebuch“ erwähntes verlassenes Dorf. Es zieht sich als halb verfallene Cottages am Hang des 671m hohen Slievemore entlang.
Rund um die Ruinen sind immer noch die wellenartigen ehemaligen Kartoffelbeete zu erkennen.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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