THEMA: Fotobuch und Kurzbericht -Namibia Herbst 21
20 Feb 2022 13:40 #637813
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  • Superfanti am 20 Feb 2022 13:40
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Hallo zusammen,

wir waren im September für 3,5 Wochen zum zweiten Mal in Namibia unterwegs. Wieder habe ich tolle Unterstützung im Forum bekommen. Unser geplanter Trip zu den Vicfalls musste leider coronabedingt erstmal auf Eis gelegt werden. Trotzdem hatten wir eine tolle unvergessliche Reise und waren oft alleine in den Lodges und auf Ausflügen unterwegs. Namibia hat uns auch zum zweiten Mal wahnsinnig fasziniert und auch wieder geerdet.Wir verstehen es als unsägliches Glück, solche Reisen erleben zu dürfen.
Wer uns also auf die Reise mit Bildern via Fotobuch begleiten will, ist herzlich eingeladen:

Aufgrund der Lesbarkeit habe ich nundoch noch kurz die 3 Seiten Text hier reinkopiere, falls jemand lieber liest wie Bilder guggt;-) und somit hätte ich noch einen kleinen Kurzbericht:

Unsere Route und Aktivitäten:


18.09.2021 250 km Namibgrens Spaziergang über das Gelände
19.09.2021 174 km Desert Quiver Camp Fahrt zum Klippspringer Window der Namibgrens
Fahrt zum Desert Quiver Camp über den Spreetshoogte Pass,
Helikopterflug über die Namib-Wüste
20.09.2021 144 km Desert Quiver Camp Besteigung Düne 45, Wanderung zum Hidden Vlei und Dead Vlei
21.09.2021 524 km The Stiltz Swakopmund Sossusvlei, Fahrt über Gobabeb, Essen im Hansa Hotel
22.09.2021 89 km The Stiltz Swakopmund Robbenfahrt mit Levo Tours, geführte Stadtrundfahrt,
Essen in "The Tug"
23.09.2021 267 km Omandumba Ameib Ranch: Elephants Head und Philipps Cave
Sonnenuntergangstour mit Joe auf Omandumba
24.09.2021 8 km Ai Aiba Lodge Morgenspaziergang auf Omandumba, Besuch San Living Museum
Ai Aiba: Hausberg Wanderung und Nature Drive
25.09.2021 437 km Etosha Village Fahrt rund um Okaukuejo
26.09.2021 225 km Halali Etosha Pfanne, Nachts am Wasserloch in Halali
27.09.2021 243 km Emanya@Etosha Fahrt durch den Etosha
28.09.2021 608 km Mobola Lodge Zwischenstop Hakusembe Lodge
29.09.2021 163 km Mobola Lodge Mahango NP, Ndhovu Lodge, Inselwanderung mit Bootstour (Mobola)
30.09.2021 264 km Camp Kwando Bienenattacke Mobola Lodge, Bootstour zum Sonnenuntergang
01.10.2021 0 km Camp Kwando Mudumu NP
02.10.2021 12 km Namushasha Lodge Bootstour und Gamedrive in den Bwabwata Nationalpark
03.10.2021 168 km Zambezi Mubala Lodge Birding Boat Tour zu der Karminspinte-Kolonie
04.10.2021 80 km Chobe River Camp
05.10.2021 8 km Chobe River Camp Game Drive im Chobe NP
06.10.2021 394 km Shametu Lodge Sonnenuntergangsbootstour zu den Popa Falls
07.10.2021 0 km Shametu Lodge Gamedrive in die Buffalo Core Area
08.10.2021 638 km Waterberg Plateau Lodge Fahrt über den Hoba- Meteoriten zum Waterberg
09.10.2021 5 km Waterberg Plateau Lodge Morning Plateau Hiking Tour, Afternoon Rhino Drive
10.10.2021 332 km Voigtland Lodgen und Gutgehen lassen, Giraffen füttern
11.10.2021 23 km Abflug High Tea mit Giraffen (Gustav und Sophie) auf der Voigtland

Kleiner Bericht:

Im März 2019 hatte ich schon die Namibia Reise für September 2020 fertig gebucht und dachte, es könne nichts dazwischen kommen. Mit einem Virus, das die Welt beherrscht, hatten wir aber auch bis dato nichts zu tun. Und so mussten wir aufgrund des abgesagten Fluges auf September 2021 verschieben. Und selbst geimpft wurde es wieder zur Zitterpartie - aufgrund neuer Mutationen, Einstufungen zum Hochrisiko- und Virusvariantengebiet mit anschließender Quarantäne. Ich verlor langsam die Geduld und Vorfreude und wurde unsicher, ob wir die Reise wirklich antreten sollten. Kurz vor unserem Abflug kam die Entwarnung und man durfte Namibia ohne Einschränkungen und dank niedriger Infektionszahlen bereisen. Leider mussten wir aber aufgrund der schwierigen Einreiseregeln (PCR-Tests) unseren zweitägigen Botswana Trip mit Besuch der Victoria Falls canceln und buchten stattdessen die zwei Gondwana Lodges Namushasha und die Mubala Lodge dazu.
Wir wiederholten Stationen unserer ersten Reise, die wir intensiver bzw. auch aus anderen Gesichtspunkten bereisen wollten und kombinierten es mit was Neuem- der Fahrt durch den wasserreichen Caprivi Streifen.
Ich überraschte Greg anlässlich seines runden Geburtstages mit einem Helikopterflug über die Namib. Die Türen wurden herausgenommen und so hatte man volle Sicht auf die wunderschönen Dünen im Sonnenuntergang. Greg war aufgrund der Höhenangst schon etwas mulmig, fand es aber auch grandios, den Sossusvlei mit Wasser zu sehen. Dieses Phänomen kann man nur alle 10 Jahre bewundern.
In Swakopmund wiederholten wir die Levo Bootstour und dort wurde uns klar, wie knallhart das Virus die Tourismus-Branche trifft. 2018 fuhren noch 10-12 Boote vollbesetzt mit ca 20 Personen raus. Dieses Mal waren wir alleine mit dem Guide. Für uns war diese individuelle Betreuung natürlich schon super, aber trotzdem wünscht man sich für das Unternehmen, das Land und die Hotels natürlich ein florierendes Geschäft. Dieses Mal kamen die Pelikane an Bord, deren flauschiges Gefieder man sogar berühren konnte. Unsere Jacken waren hinterher verschissen, aber wir waren megahappy. Auch weil wir zudem Wale und Delfine gesehen haben.
Im Erongo sahen wir dieses Mal die Felsformationen der Ameib Ranch und waren auf Kutschkes Spuren am Elephants Head. Wir brachen aber den einzigen Klettersteig Namibias ab, da wir Respekt vor der Kletterei hatten und die Temperaturen schon sehr heiß waren. Auf der Weiterfahrt reichten wir immer wieder mit Wasser aufgefüllte Plastikflaschen an die Plattmacher-Arbeiter, die es jedesmal dankbar und happy annahmen.
In der Omandumba sagte uns Joe: "Hier flüstert Namibia, da oben brüllt es." Und so waren wir sehr gespannt!
Im Etosha waren gerade große Buschbrände, und immer wieder sahen wir fette Rauchsäulen und viel verbrannte schwarze Erde. Das stimmte uns traurig und war streckenweise unerträglich, da es sehr trostlos und tot aussah, und wir hofften, dass die Tiere noch Futter finden. Aber anscheinend bringt der Regen sofortige Besserung.
Ein Highlight im Park waren die Löwen, die sich an einem erlegten Nashorn labten.
Wir fuhren in den Caprivi-Streifen. Dort endet das klassische Namibia der weißen Großfarmen, und man befindet sich im schwarzen Afrika. Hier waren wir so gut wie die einzigen Weißen. Wir sassen schweigend und betroffen im Auto, als wir an unzähligen, nicht enden wollenden Blechhüttensiedlungen und Stohdörfern vorbei fuhren. Der Kopf hatte viel zu verarbeiten. Am Wegesrand standen restlos ausgenommene Autowracks rum, direkt neben dem Highway liefen alle. Frauen holten mit ihren Kindern Wasser. Die Kinder trugen die Kanister, die teils grösser als sie selbst waren. 2 Jungs im Kindergartenalter ritten auf Eseln mutterseelenallein mit Wasserflaschen beladen neben der Strasse her. Immer wieder querten Kühe, Ochsen oder Ziegen die Strecke. Schüler liefen in der Schuluniform wohl 5-7km zur Schule, ohne Rucksack, ohne alles - nur manche hatten ein zusammengerolltes Stück Papier in der Hand. Der Highway war leer, ab und zu kamen uns Dachzelt-Touris entgegen, ganz selten ein Einheimischer. Man fühlte sich seltsam, privilegiert und reich. Ich sagte, dass ich es sogar verstehen würde, wenn man uns ausrauben würde. In den Dörfern sah man keine Toiletten und wir fragten uns, wie man hier duscht, kocht bzw. von was man hier leben soll. Später erfuhren wir, dass man im Fluss badet und die Kinder sich der tödlichen Gefahr eines Krokodil- oder Hippoangriffes aussetzen. In den Lodges übergaben wir Angestellten Schuhe, Hemden oder Hosen. Auf der Strasse oder an der Tankstelle verteilte ich Kaffee,Tee oder Kosmetikartikel.
In leeren Lodges hatten wir oft Gamedrives oder Bootstouren alleine mit dem Guide, und man fühlte sich wie die Queen. Wir hatten das Gefühl alles richtig gemacht zu haben, denn das Land braucht unser Geld. Wir waren sehr dankbar, dies alles so hautnah erleben zu dürfen und fühlten uns auch oft geerdet. Der Urlaub tat uns einfach gut.
Für uns unvergesslich werden einige Gamedrive-Erlebnisse sein: Die gähnenden Hippos, hunderte staubaufwirbelnde Büffel, die Elefantenherden im Mudumu und am Horseshoe, der Leopard auf dem Baum oder auch die Karminspinte- Kolonie. Dazu die nächtliche Geräuschkulisse der Glockenfrösche und ein fantastischer Sternenhimmel.
Auf dem Rückweg durften wir am Waterberg hautnah die Nashörner erleben - das war auch schon ein intensives Erlebnis, diesen tonnenschweren Tieren ungeschützt in der Natur gegenüber zu stehen.
Die letzte Station war Voigtland, eine super Guestfarm mit leckerem Essen und zahmen Giraffen, die man sogar füttern durfte. Gustavs Charme war ich völlig erlegen und auch die Lovebirds ließen mein Herz höher schlagen.

Jederzeit wieder buchen würde ich: Namibgrens, Desert Quiver Camp, The Stiltz, Omandumba, Emanya@Etosha, Camp Kwando, Namushasha (aufgrund des phänomenalen Gamedrives), Shametu und die Voigtland.
Wir schätzen einfach die Weite, die Wüste und Felsformationen des klassischen Namibias und die entspannenden Gamedrives und Tiererlebnisse im grünen wasserreichen Caprivi-Streifen, wo die Uhren langsamer ticken.
Wir konnten auf der Reise oft unser Glück gar nicht fassen. Namibia ist mein Seelenbalsamland !

Und hier der Link zum Fotobuch:
www.cewe-myphotos.co...4fb981265332f0ce173a

Bei Rückfragen bin ich gerne da.
Liebe Gruesse, Silke
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018:: www.namibia-forum.ch...rsttaeter-runde.html
Seychellen: Inselhopping im tropischen Paradies: namibia-forum.ch/for...ischen-paradies.html
Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: www.namibia-forum.ch...mibia-herbst-21.html

Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele:
Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -
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23 Feb 2022 17:35 #638080
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Liebe Silke,
euch ist ein wundervolles Fotobuch gelungen. Dein Mann und du, ihr strahlt wie die Sonne Namibias auf den Bildern und man kann förmlich spüren, wie ihr euer Herz verloren habt.
Sicherlich ist die nächste Reise schon in Planung! ;) :kiss:

Alle Liebe
Biggi
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24 Feb 2022 21:57 #638145
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Liebe Biggi,

danke Dir für dein so positives Feedback- darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut! Ja- Namibia ist wirklich für uns ein besonderes Land geworden, auch wenn es erst unsere zweite Reise war. Da wir ja nicht zu den Vicfalls konnten, steht sicher noch eine dritte Reise an. Gedanklich wollen wir Bekanntes mit Unbekanntem verbinden: Richtung Epupa Falls –Grootberg Lodge- Caprivi-Vicfalls. Aber Kenia und Tansania wollen wir auf alle Fälle auch noch bereisen.

Gerade sind meine Gedanken aber bei der Ukraine, denn ich finde es einfach nur so schrecklich, dass mir die Worte fehlen. Wir hatten uns im Herbst auf eine Usbekistan Reise gefreut und werden nun umplanen. Aber das ist gerade alles so nebensächlich geworden und wünsche mir einfach Frieden auf der Welt.

Schönen Abend, Silke
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27 Feb 2022 13:55 #638351
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  • tiggi am 23 Feb 2022 17:35
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Liebe Silke,
wenn ich deinen Kommentar lese, bekomme ich eine Gäsehaut. Eure Liste mit "Traumländern" haben wir in den letzten Jahren erobert. Tanzania und Sansibar sind wirklich toll, in Uganda waren wir zweimal - auch sehr zu empfehlen, aber eure Pläne für Usbekistan... :)

Das war eines der tollsten Erlebnisse: Wir waren 2019 dort. Mein Mann war sehr skeptisch, anschließend super begeistert. Die ersten 10 Tage sind wir unter Begleitung von Studiosus gereist, dann haben wir uns ein Auto gemietet (das war gerade erst für Touristen möglich geworden) und sind in AirB&B Unterkünften abgestiegen. Was soll ich schreiben: Es war so super! Ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass ihr nach Usbekistan kommen könnt. Ein fantastisches Land, mit außergewöhnlicher Kultur und so netten Menschen , traumhaft!

Hoffentlich herrscht bald wieder Frieden, alle Menschen haben es verdient!

Liebe Grüße
Biggi
Letzte Änderung: 27 Feb 2022 13:56 von tiggi.
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