Liebe Fomis,
seit 5 Wochen sind wir schon wieder aus dem südlichen Afrika zurück. Wie doch die Zeit vergeht! Unser Fokus lag diesmal auf Zambia, genauer gesagt auf dem South Luangwa NP. Wir schauten uns vier Camps von Robin Pope Safaris an, ausserdem stand ein 2-Tage-Bushwalk mit Übernachtung in einem mobilen Zeltcamp auf dem Programm. Beenden wollten wir die Reise - wie üblich - in der Lodge unserer Freunde an der Chobe Riverfront in Kasane / Botswana.
Um es vorweg zu nehmen: Wir hatten wahnsinnig viel Spass auf dieser Tour. Als unser Aufenthalt sich dem Ende näherte, waren meine Frau Ruth und ich uns einig, dass wir sofort wieder von vorne angefangen hätten. Keine Angst, ich will hier kein Loblied auf Robin Pope singen, aber die ganze Reise war einfach in sich stimmig und auch die lieben Tierchen sorgten für einige Highlights. Was ich sehr wohl betonen möchte ist, dass die Betreuung von Anfang bis Ende ohne irgendwelche Probleme ablief. Das ist für Reisende in unserem hohen Alter durchaus ein wichtiger Punkt 😗
Montag 04.06.18 / Dienstag 05.06.18
Wir starten am Abend mit der SAA von Frankfurt nach Johannesburg und landen am nächsten Morgen gegen 07:00. So haben wir genug Zeit, uns zu entspannen und gegen 09:30 am Gate zu erscheinen. Der Weiterflug nach Lusaka geht pünktlich um 10:30 raus, ca. 2 Stunden später sind wir auch schon wieder gelandet. Die nette Dame am Immigration Desk erledigt alle Formalitäten in minutenschnelle, wir müssen noch nicht einmal etwas ausfüllen. Mit unserem Einreisestempel im Pass laufen wir zum Gepäckband. Das grosse Schild mit unserem Namen darauf ist nicht zu übersehen. Ein Mitarbeiter von Tour Africa wartet nämlich bereits auf uns und hilft uns mit dem Gepäck. Ungefähr 15 Minuten später verlassen wir das Gebäude und atmen tief die afrikanische Luft ein. Ja! Wir sind eeeendlich wieder zurück! Was für eine riesige Freude 🤩 🤩
Am Parkplatz gegenüber steht ein Minibus, dort werden wir hingebracht. Nach kurzer Begrüssung wird unser Gepäck verladen, wir erhalten jeder eine kleine Flasche Wasser und schon fahren wir los. Zunächst geht es in Richtung Lusaka, aber bevor wir das „richtige“ Stadtgebiet erreichen, biegen wir nach Süden ab. Eine halbe Stunde haben wir unsere Unterkunft, das „Latitude15“, erreicht. Das Hotel hat etwa 35 Zimmer und wird scheinbar von Business Leuten gerne genutzt. Der Einrichtungsstil gefällt uns sehr gut. Wir werden freundlich empfangen und kurze Zeit später zu unserem Zimmer gebracht. Es ist kurz vor 14:00, das ist doch genau die richtige Zeit für ein Lunch. Das bestellte Essen kommt ziemlich schnell und es schmeckt wirklich prima. Auch meine kritische Frau (sie ist eine leidenschaftliche und vorzügliche Hobby-Köchin) ist zufrieden. Nach dem Lunch wird geduscht und etwas Körperpflege betrieben, dann geht es zum Pool. Es ist ziemlich frisch hier draussen. Na klar, wir haben ja auch Winter, in der Sonne lässt es sich aber gut aushalten. Es dauert nicht lange und man fragt uns nach unseren Wünschen. Ein Weisswein am Pool muss schon sein 🙂





Gegen 19:00 sitzen wir beim Dinner auf der Terrasse. Jetzt kann man eine Jacke gebrauchen, drinnen zu sitzen ist aber für uns keine Option, zumal man von unserem Tisch aus den Sternenhimmel sehen kann. Wir sind rundum zufrieden. Auch das Abendessen ist ganz nach unserem Geschmack und der Rotwein aus Südafrika verführt uns zu mehr als nur einem Glas.
Mittwoch 06.06.18
Nach einer ruhigen Nacht packen wir gemächlich unsere Sachen, frühstücken auf der Terrasse und geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen in der kühlen Morgenluft. Gegen 09:30 erscheint unser Chauffeur von gestern. Ruckzuck ist das Gepäck verladen, eine halbe Stunde später sind wir wieder am Airport. Auch diesmal wartet ein Mitarbeiter von Tour Africa auf uns, um uns zum Schalter der Airline „Proflight“ zu bringen. Jetzt beginnt der erste „Herzklopfmoment“. Die Maschine ist ausgebucht. Im Vorfeld wurden wir bereits darauf hingewiesen, dass der Flieger keinen Stauraum über dem Sitz hat und dass das Handgepäck nicht mehr als 5 KG wiegen darf. Natürlich war ich – wegen meiner Fotosachen – „Übergewichtig“ und die Dame am Schalter schaut mich gerade sehr streng an und möchte meinen Rucksack auf der Waage sehen. Oh, oh, ich glaube, ich habe da ein Problem! In blitzartiger Geschwindigkeit reisse ich meine 2. Kamera mit aufgestecktem Objektiv aus dem Rucksack und hänge sie mir über die rechte Schulter. Über der linken Schulter hängt bereits meine grosse Linse. Der Rucksack wiegt immer noch mehr als 5 KG, das überrascht mich nicht. Unser Begleiter startet eine kurze Diskussion in einer uns unbekannten Sprache. Die Dame schaut mich kritisch an, dann winkt sie uns weiter. Wir haben den Check also überstanden. Ich bedanke mich bei unserem „Bodyguard“ und packe Kamera Nummer 2 wieder hastig in den Rucksack, denn den muss ich ja auch noch irgendwie tragen. Wir laufen zur Sicherheitskontrolle. Schwungvoll nehme ich den Rucksack von der Schulter, dann gibt es ein hässliches Geräusch. Kamera 2 mitsamt dem Objektiv ist gerade auf die Steinfliesen geknallt! Was für ein Sch…! 😈 😈 Ich habe sie nicht richtig festgezurrt!
Ich verfluche meinen Leichtsinn, aber es hilft ja nichts. Zunächst lege ich alles in die Plastikbehälter und passiere den Checkpoint. Nachdem wir auf der anderen Seite wieder alles aufgesammelt haben, setzen wir uns in den Warteraum. Ich starte die Kamera, zumindest funktioniert sie noch. Die Linse jedoch lässt sich nur noch ganz schwer von Weitwinkel zu Zoom drehen. Die hat also ganz klar etwas abbekommen. Zum Glück ist es nicht meine geliebte 70-200 er, sondern „nur“ das 28-300 Reiseobjektiv, aber es tut mir natürlich trotzdem sehr weh, denn nur mit dem 200er bin ich extrem eingeschränkt 🙄
Nachdem ich mich noch selbst ein wenig beschimpft habe, werden wir zum Boarding aufgerufen. Ein kurzer Weg über das Flugfeld, dann haben wir die Maschine erreicht. Wir sitzen in Reihe 10, also der letzten Reihe. Jede Reihe hat 3 Sitze, die Maschine fasst demnach 30 Passagiere. Ich quetsche meinen Rucksack unter dem Vordersitz und stecke mein Fotogeraffel neben mich und die Bordwand. Hmmm… bequem geht irgendwie anders ! Zum Glück dauert der Flug nur etwas über 1 Stunde, das sollte also auszuhalten sein. Wir starten pünktlich und um ca. 12:15 landen wir auf dem Rollfeld von Mfuwe. Aussteigen, ein paar Minuten auf das Gepäck warten und schon sind wir reisefertig. Wieder werden wir von einem Tour Africa-Mitarbeiter in Empfang genommen und hinaus begleitet. Dort treffen wir auf unseren Fahrer Sebastian, er wird unser Guide für die nächsten zwei Tage sein. Das Gepäck wird in den geschlossenen Landcruiser verladen, wir verabschieden uns vom „Gepäckträger“, dann sind wir auch schon „on the road“. Es dauert nicht lange, und wir haben eine angeregte Unterhaltung mit Sebastian. Er ist uns sehr sympathisch. Wir fahren die Teerstrasse entlang. Autos sehen wir sehr wenige, höchstens mal ein Motorrad, dafür umso mehr Fahrräder. Kleine Dörfer säumen die Strasse. Sebastian ist hier aufgewachsen. Er zeigt uns seinen Wohnort, die Schule, die er früher besuchte und wird (gefühlt) von der Hälfte der Menschen, die wir am Strassenrand sehen, gegrüsst. An der Kleidung vieler Leute und besonders an der Kleidung der Kinder können wir erkennen, dass Zambia – wenn wir es mit Botswana vergleichen – ein armes Land ist.
Die Zeit vergeht wie im Flug und etwa 1 Stunde später (wir haben die Teerstrasse schon längst verlassen) erreichen wir das Nkwali Camp.
Nkwali bietet 12 Gästen in 6 Chalets eine Unterkunft. Die Chalets liegen sehr nahe am Luangwa River, auch die Main Area mit ihrem schönen Viewing Deck befindet sich am Flussufer. Nur der Pool befindet sich nicht am Fluss, sondern an einer kleinen Lagune, in der sich Humphrey, das einsame Flusspferd, aufhält. Die Chalets sind zum Fluss hin offen, man kann also auf dem Bett liegen und dabei die Flusspferde auf der Sandbank beobachten. Es dauert nicht lange und man hört sie Grunzen. Eine „Musik“ die uns in den nächsten 10 Tagen unaufhörlich begleiten wird.






Während wir vom Manager begrüsst werden und die nötigen Informationen erhalten, wird unser Gepäck bereits zum nahen Chalet Nr. 3 gebracht. Wir müssen also nicht wirklich weit laufen. Es ist jetzt 13:30 und wir haben Hunger, auch daran wurde gedacht. Wir einigen uns auf eine Pause von 15 Minuten, dann können wir ein leichtes Lunch zu uns nehmen. Also laufen wir zum Chalet, ziehen uns etwas luftiger an und erscheinen pünktlich zum Essen.
Nach dem Lunch packen wir unsere Sachen aus und relaxen ein wenig. Um 15:30 treffen wir uns zum High Tea in der Main Area. Jetzt lernen wir auch die anderen Gäste des Camps kennen. Kurz darauf erscheint Guide Sebastian, um uns zum Gamedrive abzuholen. Pünktlich um 16:00 verlassen wir das Camp. Die Regenzeit ist noch nicht lange vorbei und der Busch ist ziemlich dicht, die Sichtungen halten sich in Grenzen. Ich habe mir fest vorgenommen, nicht jedes Tier, das unseren Weg kreuzt, abzulichten, deshalb hält sich meine Bilderausbeute stark in Grenzen.
Eine halbe Stunde später erreichen wir das Ufer des Luangwa. An dieser Stelle ist ein Übergang zum Nationalpark eingerichtet. Während Sebastian uns in der Rangerstation anmeldet, beobachten wir, wie das Fahrzeug vor uns mit der Fähre übergesetzt wird. Diese Art von Fährantrieb mit Menschenkraft haben wir bisher noch nicht erlebt. Auf der rechten Seite sitzen zwei Männer hintereinander und bewegen die Fähre mit purer Muskelkraft zum gegenüberliegenden Flussufer. Das ist ohne Zweifel eine schweisstreibende Angelegenheit! Als wir an der Reihe sind, spreche ich die Männer an: „Die Ladies müssen euch doch wegen eurer Muskeln bewundern, oder?“ Meine Frage wird mit einem Kichern beantwortet. Dann setzt sich die Fähre in einer beeindruckenden Geschwindigkeit in Bewegung.
Auf der anderen Seite angekommen, können wir einige Giraffen in goldenem Sonnenlicht beobachten. Eine schöne Szene. Einige jüngere Bullen messen spielerisch ihre Kräfte. Ganz in der Nähe beäugen sich zwei weitere Kontrahenten. Zwei Minuten später ist auch dieser Machtkampf ohne Verletzungen entschieden. Wir fahren weiter. Hier einige Vögel, dort ein paar Pukus und Impalas, es passiert nichts Aussergewöhnliches, aber das ist uns total egal. Hauptsache wir können wieder einmal durch die Gegend fahren und die Landschaft geniessen!


Langsam geht die Sonne unter. Wir stoppen für den obligatorischen Sundowner, dann kehren wir zum Flussufer zurück. Die Jungs auf der Fähre haben uns schon kommen sehen und 5 Minuten später hat Sebastian den Wagen schon wieder auf der Fähre geparkt. Trotz der harten Arbeit wird bei jeder Überfahrt viel geredet und gelacht. In der Dunkelheit kehren wir wieder zum Camp zurück. Da unser Chalet nur etwa 20 Meter von der Main Area entfernt liegt, verzichten wir auf einen Guide, der uns begleiten soll. Etwas später kehren wir an die Bar zurück, gegen 19:30 werden wir zum Dinner gebeten. Das Essen ist schmackhaft, der Wein schmeckt gut, die Gäste sind nett, wir fühlen uns sauwohl in dieser Umgebung. Irgendwann lassen wir uns in die Unterkunft bringen und „springen“ in unser Bett. Während wir der nächtlichen Hippomusik lauschen stellen wir wieder einmal fest, dass diese Reisen ins südliche Afrika für uns einfach das Grösste sind. Ja, es gibt viele wunderschöne Orte auf dieser Welt, aber unser Herz schlägt nun mal für Afrika und die wilden Tiere und wir können uns nicht vorstellen, diese „Traumwelt“ gegen eine andere einzutauschen! Zufrieden schlafen wir ein. Begleitet werden unsere Träume von dem wohlbekannten „öh, öh, öh, öh“ der Hippos ganz in der Nähe am Ufer des Luangwa.
... wird fortgesetzt ...
seit 5 Wochen sind wir schon wieder aus dem südlichen Afrika zurück. Wie doch die Zeit vergeht! Unser Fokus lag diesmal auf Zambia, genauer gesagt auf dem South Luangwa NP. Wir schauten uns vier Camps von Robin Pope Safaris an, ausserdem stand ein 2-Tage-Bushwalk mit Übernachtung in einem mobilen Zeltcamp auf dem Programm. Beenden wollten wir die Reise - wie üblich - in der Lodge unserer Freunde an der Chobe Riverfront in Kasane / Botswana.
Um es vorweg zu nehmen: Wir hatten wahnsinnig viel Spass auf dieser Tour. Als unser Aufenthalt sich dem Ende näherte, waren meine Frau Ruth und ich uns einig, dass wir sofort wieder von vorne angefangen hätten. Keine Angst, ich will hier kein Loblied auf Robin Pope singen, aber die ganze Reise war einfach in sich stimmig und auch die lieben Tierchen sorgten für einige Highlights. Was ich sehr wohl betonen möchte ist, dass die Betreuung von Anfang bis Ende ohne irgendwelche Probleme ablief. Das ist für Reisende in unserem hohen Alter durchaus ein wichtiger Punkt 😗
Montag 04.06.18 / Dienstag 05.06.18
Wir starten am Abend mit der SAA von Frankfurt nach Johannesburg und landen am nächsten Morgen gegen 07:00. So haben wir genug Zeit, uns zu entspannen und gegen 09:30 am Gate zu erscheinen. Der Weiterflug nach Lusaka geht pünktlich um 10:30 raus, ca. 2 Stunden später sind wir auch schon wieder gelandet. Die nette Dame am Immigration Desk erledigt alle Formalitäten in minutenschnelle, wir müssen noch nicht einmal etwas ausfüllen. Mit unserem Einreisestempel im Pass laufen wir zum Gepäckband. Das grosse Schild mit unserem Namen darauf ist nicht zu übersehen. Ein Mitarbeiter von Tour Africa wartet nämlich bereits auf uns und hilft uns mit dem Gepäck. Ungefähr 15 Minuten später verlassen wir das Gebäude und atmen tief die afrikanische Luft ein. Ja! Wir sind eeeendlich wieder zurück! Was für eine riesige Freude 🤩 🤩
Am Parkplatz gegenüber steht ein Minibus, dort werden wir hingebracht. Nach kurzer Begrüssung wird unser Gepäck verladen, wir erhalten jeder eine kleine Flasche Wasser und schon fahren wir los. Zunächst geht es in Richtung Lusaka, aber bevor wir das „richtige“ Stadtgebiet erreichen, biegen wir nach Süden ab. Eine halbe Stunde haben wir unsere Unterkunft, das „Latitude15“, erreicht. Das Hotel hat etwa 35 Zimmer und wird scheinbar von Business Leuten gerne genutzt. Der Einrichtungsstil gefällt uns sehr gut. Wir werden freundlich empfangen und kurze Zeit später zu unserem Zimmer gebracht. Es ist kurz vor 14:00, das ist doch genau die richtige Zeit für ein Lunch. Das bestellte Essen kommt ziemlich schnell und es schmeckt wirklich prima. Auch meine kritische Frau (sie ist eine leidenschaftliche und vorzügliche Hobby-Köchin) ist zufrieden. Nach dem Lunch wird geduscht und etwas Körperpflege betrieben, dann geht es zum Pool. Es ist ziemlich frisch hier draussen. Na klar, wir haben ja auch Winter, in der Sonne lässt es sich aber gut aushalten. Es dauert nicht lange und man fragt uns nach unseren Wünschen. Ein Weisswein am Pool muss schon sein 🙂







Mittwoch 06.06.18
Nach einer ruhigen Nacht packen wir gemächlich unsere Sachen, frühstücken auf der Terrasse und geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen in der kühlen Morgenluft. Gegen 09:30 erscheint unser Chauffeur von gestern. Ruckzuck ist das Gepäck verladen, eine halbe Stunde später sind wir wieder am Airport. Auch diesmal wartet ein Mitarbeiter von Tour Africa auf uns, um uns zum Schalter der Airline „Proflight“ zu bringen. Jetzt beginnt der erste „Herzklopfmoment“. Die Maschine ist ausgebucht. Im Vorfeld wurden wir bereits darauf hingewiesen, dass der Flieger keinen Stauraum über dem Sitz hat und dass das Handgepäck nicht mehr als 5 KG wiegen darf. Natürlich war ich – wegen meiner Fotosachen – „Übergewichtig“ und die Dame am Schalter schaut mich gerade sehr streng an und möchte meinen Rucksack auf der Waage sehen. Oh, oh, ich glaube, ich habe da ein Problem! In blitzartiger Geschwindigkeit reisse ich meine 2. Kamera mit aufgestecktem Objektiv aus dem Rucksack und hänge sie mir über die rechte Schulter. Über der linken Schulter hängt bereits meine grosse Linse. Der Rucksack wiegt immer noch mehr als 5 KG, das überrascht mich nicht. Unser Begleiter startet eine kurze Diskussion in einer uns unbekannten Sprache. Die Dame schaut mich kritisch an, dann winkt sie uns weiter. Wir haben den Check also überstanden. Ich bedanke mich bei unserem „Bodyguard“ und packe Kamera Nummer 2 wieder hastig in den Rucksack, denn den muss ich ja auch noch irgendwie tragen. Wir laufen zur Sicherheitskontrolle. Schwungvoll nehme ich den Rucksack von der Schulter, dann gibt es ein hässliches Geräusch. Kamera 2 mitsamt dem Objektiv ist gerade auf die Steinfliesen geknallt! Was für ein Sch…! 😈 😈 Ich habe sie nicht richtig festgezurrt!
Ich verfluche meinen Leichtsinn, aber es hilft ja nichts. Zunächst lege ich alles in die Plastikbehälter und passiere den Checkpoint. Nachdem wir auf der anderen Seite wieder alles aufgesammelt haben, setzen wir uns in den Warteraum. Ich starte die Kamera, zumindest funktioniert sie noch. Die Linse jedoch lässt sich nur noch ganz schwer von Weitwinkel zu Zoom drehen. Die hat also ganz klar etwas abbekommen. Zum Glück ist es nicht meine geliebte 70-200 er, sondern „nur“ das 28-300 Reiseobjektiv, aber es tut mir natürlich trotzdem sehr weh, denn nur mit dem 200er bin ich extrem eingeschränkt 🙄
Nachdem ich mich noch selbst ein wenig beschimpft habe, werden wir zum Boarding aufgerufen. Ein kurzer Weg über das Flugfeld, dann haben wir die Maschine erreicht. Wir sitzen in Reihe 10, also der letzten Reihe. Jede Reihe hat 3 Sitze, die Maschine fasst demnach 30 Passagiere. Ich quetsche meinen Rucksack unter dem Vordersitz und stecke mein Fotogeraffel neben mich und die Bordwand. Hmmm… bequem geht irgendwie anders ! Zum Glück dauert der Flug nur etwas über 1 Stunde, das sollte also auszuhalten sein. Wir starten pünktlich und um ca. 12:15 landen wir auf dem Rollfeld von Mfuwe. Aussteigen, ein paar Minuten auf das Gepäck warten und schon sind wir reisefertig. Wieder werden wir von einem Tour Africa-Mitarbeiter in Empfang genommen und hinaus begleitet. Dort treffen wir auf unseren Fahrer Sebastian, er wird unser Guide für die nächsten zwei Tage sein. Das Gepäck wird in den geschlossenen Landcruiser verladen, wir verabschieden uns vom „Gepäckträger“, dann sind wir auch schon „on the road“. Es dauert nicht lange, und wir haben eine angeregte Unterhaltung mit Sebastian. Er ist uns sehr sympathisch. Wir fahren die Teerstrasse entlang. Autos sehen wir sehr wenige, höchstens mal ein Motorrad, dafür umso mehr Fahrräder. Kleine Dörfer säumen die Strasse. Sebastian ist hier aufgewachsen. Er zeigt uns seinen Wohnort, die Schule, die er früher besuchte und wird (gefühlt) von der Hälfte der Menschen, die wir am Strassenrand sehen, gegrüsst. An der Kleidung vieler Leute und besonders an der Kleidung der Kinder können wir erkennen, dass Zambia – wenn wir es mit Botswana vergleichen – ein armes Land ist.
Die Zeit vergeht wie im Flug und etwa 1 Stunde später (wir haben die Teerstrasse schon längst verlassen) erreichen wir das Nkwali Camp.
Nkwali bietet 12 Gästen in 6 Chalets eine Unterkunft. Die Chalets liegen sehr nahe am Luangwa River, auch die Main Area mit ihrem schönen Viewing Deck befindet sich am Flussufer. Nur der Pool befindet sich nicht am Fluss, sondern an einer kleinen Lagune, in der sich Humphrey, das einsame Flusspferd, aufhält. Die Chalets sind zum Fluss hin offen, man kann also auf dem Bett liegen und dabei die Flusspferde auf der Sandbank beobachten. Es dauert nicht lange und man hört sie Grunzen. Eine „Musik“ die uns in den nächsten 10 Tagen unaufhörlich begleiten wird.








Nach dem Lunch packen wir unsere Sachen aus und relaxen ein wenig. Um 15:30 treffen wir uns zum High Tea in der Main Area. Jetzt lernen wir auch die anderen Gäste des Camps kennen. Kurz darauf erscheint Guide Sebastian, um uns zum Gamedrive abzuholen. Pünktlich um 16:00 verlassen wir das Camp. Die Regenzeit ist noch nicht lange vorbei und der Busch ist ziemlich dicht, die Sichtungen halten sich in Grenzen. Ich habe mir fest vorgenommen, nicht jedes Tier, das unseren Weg kreuzt, abzulichten, deshalb hält sich meine Bilderausbeute stark in Grenzen.








... wird fortgesetzt ...
Zambia Juni 2018
Botswana April 2017 Mixed Emotions
Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper
Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015
Botswana im Frühjahr 2014
Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari
Zimbabwe im Frühjahr 2012
Botswana im Frühjahr 2011
























































































































































