Überschläge mit Toyota Hilux

35 Antworten · 7’855 Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2016 von Guido.
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ThemenstarterGast01. Nov. 2016 ·
Hallo,

wie eingangs schon geschrieben: es ist natürlich nicht der Hilux, der den Unfall auslöst. Der Auslöser sitzt in den meisten Fällen vorne rechts in der Kiste. Und auch ein besseres Fahrwerk oder ESP kann nicht sämtliche Überschläge verhindern. Das langsam Fahren zuverlässig vor Überschlägen schützt, ist auch unbestritten. Und eine bessere Technik soll auch nicht Hinweise zu angepasster Geschwindigkeit ersetzen.

Nur leben wir ebenso unbestritten nicht in einer idealen Welt, wo alle immer richtig handeln. Und wir werden wohl auch niemals in einer idealen Welt leben. Mit anderen Mietwagen kann man vielleicht die eine oder andere kritische Situation noch entschärfen und das Auto wieder einfangen. Mit dem Hilux ist das offenkundig schwerer. Das was diese Journalisten festgestellt haben wollen, legt den Verdacht nahe, dass es z.B. mit einem Amarok statt einem Hilux den einen oder anderen Toten und Verletzten weniger gäbe. In dem Video ist der Hilux bei einer stärkeren Lenkbewegung schon bei 59 km/h kaum noch zu kontrollieren. Auf Asphalt und nicht auf Gravel. Ohne 120kg auf dem Dach (2 Dachzelte). Ohne 300 kg auf der Ladefläche wie beim typischen Miet-Camping-Hilux.

Um auf das Video zurück zu kommen: Man pflegt ja seine Vorurteile und ich hätte erwartet, dass eine schwere, fette Ami-Schaukel wie der Dodge RAM zumindest schlechter abschneidet als der Hilux. Aber falsch.

Beste Grüße

Guido
1’042 Beiträge · seit 201601. Nov. 2016 ·
Guido. schrieb:
In dem Video ist der Hilux bei einer stärkeren Lenkbewegung schon bei 59 km/h kaum noch zu kontrollieren. Auf Asphalt und nicht auf Gravel. Ohne 120kg auf dem Dach (2 Dachzelte). Ohne 300 kg auf der Ladefläche wie beim typischen Miet-Camping-Hilux.
Hallo Guido,

wenn man aber den "Elchtest" oder VDA Ausweichtest selbst schon gefahren ist, der weiß eigentlich, dass er das mit einem Hilux und 120 kg auf dem Dach besser komplett sein lässt. Die 300 kg auf der Ladefläche wirken sich auch nicht gerade positiv auf das Fahrverhalten aus. Wobei ein voll gepackter Lieferwagen auch keine tolle Performance abliefert und auch vom Fahrer so gut wie gar nicht mehr beim "Schleudertest" abgefangen werden kann. Wir hatten schon viel Spaß auf dem Testgelände vom ADAC, da kann ich das Fahrsicherheitstraining nur empfehlen und man lernt auch die Grenzen des eigenen Fahrzeugs kennen. Das ist auch relativ sicher, solange man nicht gegen eine Ampel auf dem Gelände fährt (auch schon gesehen, manche zerstören sogar ein Fahrzeug wo es fast unmöglich ist). Klar auf Gravel nützt Dir das Wissen weniger, außer dass man vielleicht nicht das Auto zu schnell bewegt, dass der Wagen ausbricht oder im Fall der Fälle immerhin noch ein wenig besser reagiert.

Früher kam man auch mit Fahrzeugen ohne ESP zurecht und heute kann man anscheinend ohne gar nicht mehr Auto fahren? Bis Ende letzten Jahres hatte ich Heckantrieb ohne ESP, weil das Auto immerhin schon 17 Jahre alt war... wenn das Heck rutscht, dann geht man eben etwas von Gas oder lässt den Wagen etwas "rumrutschen". Was ist daran ein Problem? Eine Straße auf der eine Menge Schnee liegt hat weniger Grip zu bieten als Gravel... fahren kann man darauf aber auch ohne elektronische Helfer.

Ein Überrollkäfig würde eher Leben retten, als ein Softwareupdate. Wer viel zu schnell in eine Kurve fährt oder über eine Kuppe kommt, den rettet das ESP auch nicht mehr. Sind die Räder in der Luft kann das ESP sowieso nichts mehr ausrichten...

Gruß Markus
7’317 Beiträge · seit 200601. Nov. 2016 ·
Markus615 schrieb:
Früher kam man auch mit Fahrzeugen ohne ESP zurecht und heute kann man anscheinend ohne gar nicht mehr Auto fahren?
... früher hatten Autos aber auch nur 60-80 PS und mit 120 PS hatte man schon ein gut motorisiertes Fahrzeug.
Für 170-230 PS musste man schon 'nen Porsche kaufen, was aber vor 40 Lebensjahren finanziell kaum jemand schaffte und dann schon 20 Jahre Fahrerfahrung hatte.

Heute haben die Topmodelle eines VW Golf, Seat Leon, Ford Focus, Opel Astra ... schon mehr PS und man bekommt sie gebraucht für wenig Geld. Fast jeder Fahranfänger bekommt das finanziell irgendwie hin.

Wenn ESP, ABS und Co. eingreift, hat der Fahrer ja bereits einen Fehler gemacht. Ein Fahranfänger bekommt diese elektronischen Eingriffe ja meist gar nicht mehr mit. Ohne diese Hilfen könnte ein durchschnittlicher Fahranfänger solche Autos gar nicht fahren.

Ich habe auch noch 'ne "Heckschleuder" ohne alle Elektronik und mit viel Leistung pro Kilogramm. Da lasse ich überhaupt niemanden ans Steuer.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1’042 Beiträge · seit 201602. Nov. 2016 ·
BikeAfrica schrieb:... früher hatten Autos aber auch nur 60-80 PS und mit 120 PS hatte man schon ein gut motorisiertes Fahrzeug.
Hallo Wolfgang,

naja mein erstes Auto hatte 55 PS, das zweite dann über 130 PS (als Heckschleuder ohne ESP und ohne ABS mit 1280 kg Leergewicht)...
BikeAfrica schrieb:
Für 170-230 PS musste man schon 'nen Porsche kaufen, was aber vor 40 Lebensjahren finanziell kaum jemand schaffte und dann schon 20 Jahre Fahrerfahrung hatte.
Oder einen gebrauchten Mercedes der preislich irgendwo auf VW Polo Niveau lag. Ein 3,2 Liter hatte da auch schon mehr als 230 PS und das ohne ESP (dann aber schon mit ABS). Klar Steuer, Versicherung und vor allem den Kraftstoff musste man dann schon noch zahlen können.
BikeAfrica schrieb:
Wenn ESP, ABS und Co. eingreift, hat der Fahrer ja bereits einen Fehler gemacht. Ein Fahranfänger bekommt diese elektronischen Eingriffe ja meist gar nicht mehr mit. Ohne diese Hilfen könnte ein durchschnittlicher Fahranfänger solche Autos gar nicht fahren.
Den Eingriff der Regelsysteme spürt man doch deutlich, dazu gibt es ja noch ein Warnlämpchen.
BikeAfrica schrieb:
Ich habe auch noch 'ne "Heckschleuder" ohne alle Elektronik und mit viel Leistung pro Kilogramm. Da lasse ich überhaupt niemanden ans Steuer.
Ich habe auch noch einen "Heckschleuder" ohne ESP, aber mit ABS. Mit genügend Leistung (knapp über 230 PS) aber auch sehr viel Gewicht (2090 kg leer). Der Kreis der möglichen Nutzer ist auch hier ziemlich überschaubar. Das ist aber mehr ein Hobby...

Gruß Markus
1 Beiträge · seit 201606. Nov. 2016 ·
Hallo,
ich bin etwas erstaunt über die offensichtlich ahnungslosen Kommdentare zu den Ursachen von Überschlägen auf Gravelroads. Die Mehrzahl dieserPisten in Afrika weisen eine "Wellblechstruktur" auf. Will man einen Rütteltest mit baldigem Zusammenbruch seines Fahrzeuges vermeiden gibt es zwei Möglichkeiten: Geschwindigkeit max. 20 km/h oder >60 km/h. Da man irgendwann an sein Ziel ankommen will scheidet die ertste Möglichkeit i.d. R. aus. Bei der zweiten Möglichkeit kommt der ungeübte Fahrer sehr bald an seine Grenzen, weil die Reifen kaum noch Seitenführung haben, ergo sind Übeschläge vorprogammiert.
Herzliche Grüße
Crocodillo
Gast06. Nov. 2016 ·
Ganz so würde ich das nicht unterschreiben, bzw sollte man das schon noch etwas genauer ausführen.
Auf einer geraden, ebenen, ordentlich gepflegten Gravelpad kann man locker 80km/h fahren ohne sich zu überschlagen.
ABER: diese Strassen sind unvorhersehbar. Sie können sich plötzlich verändern, es können Tiefsandpassagen auftauchen, Löcher, Fahrrinnen, Dips durch Trockenflüsse etc, mal abgesehen von Tieren, die vor einem die Strasse überqueren.
Die Unerfahrenheit vieler Fahrer lässt sie bei einer schönen, geraden Schotterpiste unaufmerksam werden. Sie rechnen nicht mit plötzlichen Veränderungen, und das ist in den allermeisten Fällen der Grund für Unfälle, da sie völlig überrascht werden und dann dementsprechend reagieren, sprich das Lenkrad verreissen, überhaupt schnelle Lenk- und Gegenlenkbewegungen vollziehen und dabei womöglich noch voll bremsen. Bei den Lenkversuchen schiebt sich immer mehr Schotter vor die Räder, das Auto steht quer und durch die hohe Geschwindigkeit kippt das Fahrzeug dann irgendwann um oder rollt sogar. Kann auch mit einem Polo passieren - aber ein Hilux ist natürlich nochmal eine andere Nummer.

Das ist also das einzige, was die Leute beachten müssten: die Strassen können sich von einem Meter zum anderen verändern und da muss man immer darauf vorbereitet sein. Man sollte sich von einer guten Gravelpad nicht in Sicherheit wiegen lassen! Nicht den Fuss auf dem Gaspedal "festkleben" und die Landschaft geniessen - einer der Hauptgründe, warum man die Tagesetappen nicht zu lang wählen sollte, denn da hat der Fahrer dann so gar nix von der Aussicht....lieber öfter mal stehen bleiben zum Geniessen. Im Zweifel Fuss vom Gas und auf keinen Fall das Steuer verreissen.
2’524 Beiträge · seit 200906. Nov. 2016 ·
Crocodillo schrieb:Hallo,
ich bin etwas erstaunt über die offensichtlich ahnungslosen Kommdentare zu den Ursachen von Überschlägen auf Gravelroads. Die Mehrzahl dieserPisten in Afrika weisen eine "Wellblechstruktur" auf. Will man einen Rütteltest mit baldigem Zusammenbruch seines Fahrzeuges vermeiden gibt es zwei Möglichkeiten: Geschwindigkeit max. 20 km/h oder >60 km/h. Da man irgendwann an sein Ziel ankommen will scheidet die ertste Möglichkeit i.d. R. aus. Bei der zweiten Möglichkeit kommt der ungeübte Fahrer sehr bald an seine Grenzen, weil die Reifen kaum noch Seitenführung haben, ergo sind Übeschläge vorprogammiert.
Herzliche Grüße
Crocodillo
Hallo,

und ich bin etwas erstaunt, wie jemand neu in ein Forum einsteigt und gleich in seinem ersten post erstmal in einem Rundumschlag z.T. vieljährige Fomis der Ahnungslosigkeit bezichtigt. Toller Einstieg, herzlich willkommen auch.
Klar, kann man so machen. Ich würde es nicht tun.
Aber ich fahr ja auch nicht mit 80 km/h über Gravel. Kostet mich einfach viel zu viel Konzentration.

Ansonsten bringt es WoMa für meine Begriffe auf den Punkt.

Gruß, fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
94 Beiträge · seit 201606. Nov. 2016 ·
Crocodillo schrieb:...gibt es zwei Möglichkeiten: Geschwindigkeit max. 20 km/h oder >60 km/h...
Das deckt sich so ziemlich mit meinen Wellblech-Erfahrungen aus Chile. Da waren 60, max. 70 km/h die "Optimalgeschwindigkeit", um einigermaßen rüttelfrei zu fahren und auf Unvorhergesehenes reagieren zu können. Das Fahrverhalten (Kurven, Bremsen) fand ich tatsächlich etwas vergleichbar wie auf Schnee. Allerdings war ich da mit günstigerem Schwerpunkt und wesentlich leichterem Fahrzeug unterwegs, vor dem Fahrem mit zwei Dachzelten an Bord habe ich schon Respekt.

Gefährlicher fand ich da fast schnurgerade Asphaltstraßen, die zum Gas geben verlocken. Das legt sich ganz schnell, wenn man zum ersten Mal durch ein plötzlich auftauchendes Riesenschlagloch gebrettert ist 😵
Trophäenloser Weltenbummler
291 Beiträge · seit 201407. Nov. 2016 ·
Hallo,

"eine" Optimalgeschwindigkeit auf Wellblech gibt es in dem Sinne nicht, da diese immer von dem Abstand der einzelnen Wellenberge abhängt. Je näher diese zusammen liegen, umso niedriger kann die Geschwindigkeit sein, bei der das Fahrzeug nur noch die Kuppen berührt und ruhig fährt. Ist also immer individuell und kann sich auch jederzeit schnell ändern.

Als Touri plane ich meine Etappen aber lieber so, dass ich auch mal einen Teil nur mit langsamer Geschwindigkeit fahren kann und trotzdem immer noch vor der Dämmerung ankomme. Das Fahren mit der hohen Geschwindigkeit, bei der nur noch die Kuppen berührt werden, hat mir früher mit dem Motorrad auch viel Spaß gemacht, aber heute mit Mietwagen und Family an Bord ziehe ich die langsame Variante dann doch vor.

VG
Holger
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2016
1’042 Beiträge · seit 201607. Nov. 2016 ·
A-Wolf schrieb:
Wenn du keine „Seitenführung“ hast, kommt es auch nicht zum Überschlag. Du driftest über die Vorderräder, Hinterräder oder über alle 4 weg und NUR wenn die Räder Seitenführung aufbauen – Graben, Spurrille, Schotterwall, … - machst du dein roll over.
Hallo A-Wolf,

eben, ohne "Seitenführungskräfte" kommt es auch nicht zum Überschlag.
A-Wolf schrieb:
Das Fahrverhalten eines Fahrzeuges auf griffigen Asphalt mit dem auf Schotter (Schnee) zu vergleichen ist für mich (sorry) nicht nachvollziehbar.
Meine Worte, Schnee "berechenbarer" ist als Schotter. Auf Schnee hat man zwar wenig Grip, aber der wird deswegen nicht viel schlechter nur weil man schneller fährt. Auf Schotter (so meine Erfahrung) hat man beim langsamen Fahren doch sehr viel Grip was eine trügerische Sicherheit vermittelt. Wird man nur schnell genug, dann ist es so als würde man auf "Murmeln" fahren... 😉
A-Wolf schrieb:
Genauso wie einige wirklich glauben, ohne ESB, ABS, … können nur sie ein Auto unter Kontrolle halten. –
Das glaube ich nicht, ich kenne dafür zu viele Beispiele von Leuten die auch ohne ESP und ohne ABS durchaus gut zurecht kommen. Viele können sogar viel "besser" als ich selbst Auto fahren. Vor allem wenn man unter "besser" = schneller versteht. 🙂
A-Wolf schrieb:
dafür gibt es „rechts“ eine Fußablage die man (frau) nicht als 2 Punkt Regler verwenden sollte.
Manchmal glaube ich aber, dass es Fahrzeuge gibt, die da nur einen AN - AUS Schalter haben... 😉

Unter- oder Übersteuern ist leicht beherrschbar, wenn man ein Fahrzeug umschmeißen will, dann bekommt man das am ehesten hin, indem man das Fahrzeug richtig ins Schleudern bringt. Ich meine mit "Schleudern" nicht das seitlich wegrutschen oder raus driften, auch nicht was bei einem Verkehrssicherheitstraining unter "Schleudern" verstanden wird, sondern das was die mögliche Folge von einer Mischung aus defekten (verschlissenen) Stoßdämpfern, übersteuern und zu heftigem Gegenlenken ist.

Gruß Markus

PS: Auf Gravel zu schnell fahren kostet auch unnötig Reifen (und damit auch wieder Zeit).

PPS: Bei der Fahrzeugrückgabe im Juni habe ich DREI Hilux und EINEN VW Polo gesehen, die alle kurz vorher einen Überschlag gehabt hatten... unser Hilux sah bei der Rückgabe nicht schlechter aus, als wie ich ihn übernommen hatte, mit einem Unterschied, dass er der Rückgabe rundherum gute Reifen drauf hatte und keine Mischbereifung mehr.
1’042 Beiträge · seit 201607. Nov. 2016 ·
A-Wolf schrieb:
Das Problem ist, dass du irgendwann „Seitenführungskräfte“ aufbaust und sei es nur beim Verlassen der Straße in den Straßengraben. 😛
Wer sagt, dass man im Straßengraben fahren soll? 😛
A-Wolf schrieb:
Nein, du brauchst nur z.B. über die Vorderräder „driften“ und wenn du genügend Schotter zusammengeschoben hast, ist der „roll over“ vorprogrammiert. 😛
Da macht man vorher die Lenkung wieder etwas auf und fährt über den Schotterberg drüber hinweg. Besser man macht es wie ich und driftet erst gar nicht über die Vorderräder sondern fährt langsamer.
A-Wolf schrieb:
Unter- Übersteuern leicht beherrschbar von wem? 😗
Wie viele „Experten“ können Über bzw. Untersteuern richtig definieren bzw. beherrschen? Die kannst du an einer Hand abzählen,
Da gibt es aber sehr viele Experten, so viele Finger habe ich nicht an einer Hand, mit fünf Fingern kann ich doch gerade einmal nur bis 31 zählen... 😉
Ohne "Spaßbremse" ESP hatte ich auch gerne mit dem Gasfuß "gelenkt", wenn sich die Gelegenheit ergeben hat. Auf Gravel mit dem dafür sowieso ungeeigneten Mietwagen macht man so einen "Mist" natürlich nicht.
A-Wolf schrieb:
wenn dann noch Probleme mit den Stoßdämpfern, Reifen, Topplastig (Dach Zelt) dazukommen – dann gute Nacht.
Die einzige Lösung ist runter mit dem Tempo – auch wenn man (frau) der (die) beste Fahrer(in) wo gibt ist. 😗
Die Probleme: Tiere auf der Fahrbahn, unerwartet schlechte Fahrbahn etc. kommen auch noch dazu. Die besten Fahrer(innen) die es gibt, die kommen ohne Beulen und Blessuren heil wieder an. Man möchte ja keine Rally gewinnen, sondern seinen Urlaub genießen und vielleicht auch das ein oder andere Tier sehen. Alleine langsam fahren reicht aber nicht aus, man kann auch ein Auto bei 50 km/h aufs Dach legen!

Gruß Markus,

der ein einziges Mal vor vielen Jahren ein Auto ins Schleudern gebracht hat (auf Asphalt) bei ziemlich genau 50 km/h (an einem Kurvenausgang wo unvermittelt das Heck in die falsche Richtung wollte und die Gegenlenkbewegung zu heftig war) und mit viel Glück nirgendwo eingeschlagen ist. Das war auch ein Toyota, allerdings ein Corolla. Einen Hilux hätte ich dabei vermutlich aufs Dach geworfen. Ein paar Tage später bekam der Corolla neue Dämpfer spendiert und damit war das Fahrverhalten dann nicht mehr so unberechenbar.
960 Beiträge · seit 201307. Nov. 2016 ·
Hallo in die Runde!

Ich verfolge diese Diskussion von Anfang an, habe allerdings keine Ahnung davon
welches Eigenleben so ein Auto entwickelt. 😐
Ich habe 2009 die große Anfängerrunde durch Namibia gedreht mit einem Nissan Camper ohne 4x4.

Keine Ahnung wo der Schwerpunkt bei dem Auto lag. Keine Ahnung vom Fahrverhalten.
Und, oh Schande, ich habe mir vor Beginn der Reise auch keine Gedanken darüber gemacht.
Ich bin einfach losgefahren...Einfach so Auto gefahren wie hier zu Hause auch... Ohne zu rasen.... Ohne Hektik.... Ohne Stress...
Wenn ich das hier so lese wird mir erst bewusst, was für ein unwahrscheinliches Glück ich hatte, dass mich weder die hinterhältigen Straßen noch dieses Fahrzeug von der Straße gewedelt haben.
Nun ja, dafür hatten wir andere Problemchen.

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Sorry. ich will hier niemanden zu nahe treten. Sind einfach nur Gedanken, die mir beim lesen in den Sinn kamen.

LG
Silvio (der in Südafrika auch schon diesen Toyota Dingens gefahren ist. 😉 😛 )
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
1’042 Beiträge · seit 201607. Nov. 2016 ·
Graskop schrieb:
Keine Ahnung wo der Schwerpunkt bei dem Auto lag. Keine Ahnung vom Fahrverhalten.
Und, oh Schande, ich habe mir vor Beginn der Reise auch keine Gedanken darüber gemacht.
Ich bin einfach losgefahren...Einfach so Auto gefahren wie hier zu Hause auch... Ohne zu rasen.... Ohne Hektik.... Ohne Stress...
P1030392.JPG

Ohne Luft im Reifen... 😉

Hallo Silvio,

ich möchte Dir auch nicht zu nahe treten, aber hättest Du nicht 20-30 km vorher anhalten können nachdem Du einen Platten hattest? Kein Ersatzrad mehr übrig gehabt? Was hat die arme Felge Dir angetan so misshandelt zu werden?
Wie fährt es sich eigentlich so auf der Felge?
Graskop schrieb:
(der in Südafrika auch schon diesen Toyota Dingens gefahren ist.)

Das Toyota Dingens gibt es im Zustand ganz gut über passabel bis total grottig. Da weiß nie jemand von was für einem Fahrzeug man überhaupt spricht denn nach ein paar Jahren Nutzungsdauer unterscheiden die Kisten sich schon erheblich von einander.

Gruß Markus,

der gerade nachdenkt ob man auf der Felge einfach so weiter fahren könnte... dann bräuchte man ja gar keine Angst haben, falls das zweite Ersatzrad die Krätsche gemacht hat...
960 Beiträge · seit 201308. Nov. 2016 ·
Morgen Marcus,
Ich hatte ja mit meinem letzten Post schon zum Ausdruck gebracht das ich keine Ahnung von Autos habe 😐
Das ich aber so blöd bin und über 50km nicht merke, daß ich einen Platten habe
hätte ich mir nicht im Traum gedacht... War aber so! und ich bin nicht stolz darauf.
Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen daß das meine erste Fahrt auf wirklich übler Wellblechpiste war.
Die Werkstatt sagte damals ich solle mir keine Vorwürfe machen(das hab ich nämlich) ich wäre nicht der erste Touri, dem das passiert.
Für mich ein schwacher Trost.
Die neue Felge musste damals aus Jo`burg rangekarrt werden und ich hab sie ohne Murren selbst bezahlt.
Warum? Weil ich die Alte kaputt gemacht habe 😉

Gruß
Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
1’042 Beiträge · seit 201608. Nov. 2016 ·
Guten Morgen Silvio,
Graskop schrieb:Morgen Marcus,
Ich hatte ja mit meinem letzten Post schon zum Ausdruck gebracht das ich keine Ahnung von Autos habe 😐
Das ich aber so blöd bin und über 50km nicht merke, daß ich einen Platten habe
hätte ich mir nicht im Traum gedacht... War aber so! und ich bin nicht stolz darauf.
Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen daß das meine erste Fahrt auf wirklich übler Wellblechpiste war.
Coole Urlaubserinnerung! 😉
Immerhin bist Du doch von der Geschwindigkeit her sehr vernünftig gefahren und sicher nicht zu schnell... 😎
Graskop schrieb:
Die Werkstatt sagte damals ich solle mir keine Vorwürfe machen(das hab ich nämlich) ich wäre nicht der erste Touri, dem das passiert. Für mich ein schwacher Trost.
Ich hätte das dieses Jahr im Juni auf der Strecke Palmwag - Opuwo wissen sollen, dann wäre ich sehr viel entspannter unterwegs gewesen. So hatte ich die ganze Zeit Angst, dass das zweite Ersatzrad (das zudem einen sehr unfachmännischen Flicken aufwies) irgendwann auf den letzten 220 km den Geist aufgeben könnte. Den ersten Platten (nur Luft raus, Reifen noch nicht zermalmt) hatte ich in Palmwag. 10 km später dann gab das erste Ersatzrad schlagartig auf (auch wenn mir das im Forum hier niemand glaubt sind bei dem die Reifenflanken direkt gebrochen, ich hatte den Reifen nicht "zermalmt") und mit dem zweiten, irgendwann einmal schlecht geflicktem Ersatzrad (und damit auch dem letzten) ging es dann weiter...

Mein Fehler war ja auch bei der Fahrzeugübergabe als ich das Ersatzrad das hinten am Auto hing vergeblich bemängelte, wenigstens das zweite Rad unter dem Auto vor holen hätte sollen um da den Zustand (Flicken und Luftdruck) anzuschauen. So hatten wir noch Glück im Unglück, weil ein anderer Tourist anhielt, beim Reifenwechsel half und was noch wichtiger war: Einen Kompressor hatte, denn Luft war in dem Ersatzrad auch keine.
Graskop schrieb:
Die neue Felge musste damals aus Jo`burg rangekarrt werden und ich hab sie ohne Murren selbst bezahlt. Warum? Weil ich die Alte kaputt gemacht habe 😉
Was ist denn schon eine Felge, das Foto ist viel mehr Wert 😄

Gruß Markus
352 Beiträge · seit 201608. Nov. 2016 ·
Längere Zeit mit plattem Reifen hat ein Bekannter von mir mit seinem Anhänger auch mal geschafft. 5 Leute im Auto und keiner hats gemerkt. Ok, die Musik war wohl auch zu laut.......die Felge sah ähnlich aus, vom Reifen war gar nichts mehr da.
Ich hatte auch schon alle möglichen Reifenschäden. Von normalem " Stein durchgeschlagen ", über Lauffläche weggeflogen, bis hin zum Reifenplatzer nachts um 12 Uhr auf der N1 kurz hinter Bloemfontein. Da fand ich das Reifenwechseln auch nicht wirklich toll, da jedesmal der Landcruiser beträchtlich gewackelt hat, wenn ein Truck vorbeigerauscht ist.
Fakt ist, das bei Fahrzeugen die oft auf Gravel bewegt wurden, der Reifen schon beschädigt sein kann ohne das man das sieht. Irgendwann gibts dann den großen Knall und das wars.
Jetzt im Februar hatte ich nen Slow Puncture, da war die Luft jedesmal nach 3-4 Tagen raus.