Ohhh Bettina, da werden die aller schönsten Erinnerungen wach. 😄 🤪 😎 Der erste Teil eure Tour gleicht unsere Reise 2012 aufs Haar. Auch wir haben die D707 sausen lassen (leider) zum Vorteil von Tok Tokkie Trail. Das war ein einmaliges Erlebnis welches wir nicht missen möchten. Danke für die schönen Bilder und für den schönen Bericht. Liebe Grüße Guggu
Lotusblume1’944 Beiträge · seit 200929. Apr. 2016 ·
Hallo Bettina, was für ein Farbenrausch - ganz großes Kino deine Bilder. Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht und gespannt lese ich natürlich weiter mit. Die Sehnsucht nach Namibia ist nun wieder extrem hoch. Bis zu unserer nächsten Reise, die im Kopfkino schon gebastelt wird, versüßen wir uns die Zeit mit solch schönen Reiseberichten wie deinem.
PS: Ich kann nachfühlen wie es ist mit Magen-Darm-Gedöns in der "Wildnis" zu sein. Uns erwischte es bei der geplanten Tour zu den Wüstenelefanten (Camp Kipwe), aber das wird in der nächsten Tour nachgeholt.
Großartig deine Fotos vom Trail. Der steht jetzt auch auf meiner to-do-Liste für einen weiteren Namibiaurlaub. Dieses Jahr ist leider schon alles geplant. Wir fahren die D707 im August. Da dürfte es weniger heiß sein. Wir haben in Botsuana schon einmal auf einer Salzpfanne übernachtet. Daher kann ich euer Gefühl über den tollen Sternenhimmel und die unvergleichliche Stille gut nachempfinden. Da wir damals ebenfalls im afrikanischen Winter dort waren hatten wir es tagsüber erträglich, dafür war die Nacht schweinekalt. Deine Magen-Darm-Probleme sind natürlich ein großes Pech! Dein Bericht zeigt jedoch das du es überlebt hast. So what! viele Grüße und eine gute Weiterreise. Lothar
franzicke2’085 Beiträge · seit 201229. Apr. 2016 ·
Mensch Bettina, ich wollte doch nicht mehr so viel Zeit im Forum ... und dann kommst du mit Namibia um die Ecke. Eigentlich dachte ich ja, da spick ich nur mal kurz rein, aber beim Tok Tokkie Trail bin ich dann halt auch wieder hängen geblieben. Da hat Guggu mir schon den Mund wässrig gemacht, hat bisher noch nicht gepasst, aber ... Auf jeden Fall Danke-Grüße Ingrid
Hallo Bettina, was für tolle Fotos vom Trail, da werden Erinnerungen an die Wolwedans wach, wo wir 2007 waren. DANKE!!! Liebe Grüße Isolde
BeatnickThemenstarter1’727 Beiträge · seit 201629. Apr. 2016 ·
Ihr Lieben,
huiiiii, so viele Reaktionen, was für eine Motivation! Vielen, vielen Dank für die Blumen 😊
franzicke schrieb:ich wollte doch nicht mehr so viel Zeit im Forum ...
Ich hatte auch schon an einen kalten Entzug gedacht... Ist aber nicht drin 🙂 Ich bin zwar theoretisch Forums-Neuling, aber praktisch seit Jahren als treue Mitleserin dabei. Und jetzt kommt Guggu ins Spiel:
Ich bin vor Jahren bei der Lektüre von "Hummeldumm" auf den Tok Tokkie gestoßen, doch die Reiseplanung für unsere zweite Tour habe ich seinerzeit anhand von Forumsbeiträgen festgezurrt. Und ich glaube, dein damaliger Reisebericht war die Vorlage, sozusagen. So rum wird also ein Schuh draus 😄 Vielen Dank jedenfalls an dieser Stelle für deine unbewusste, aber wichtige Hilfestellung. Jetzt schließt sich der Kreis...
Ansonsten sei gesagt: Der Tok Tokkie ist kein billiges Vergnügen, aber hört mal alle schön auf Guggu - unbedingt machen!
Elde schrieb:Deine Magen-Darm-Probleme sind natürlich ein großes Pech! Dein Bericht zeigt jedoch das du es überlebt hast. So what!
BeatnickThemenstarter1’727 Beiträge · seit 201629. Apr. 2016 ·
10. November: Goodbye Tok Tokkie, hello Sossusvlei
In der Nacht habe ich wie ein Murmeltier geschlafen, möchte mich eigentlich nochmal umdrehen. Doch der Sonnenaufgang treibt mich aus den Federn. Er ist hier noch schöner als nach der ersten Nacht, weil der Blick weiter ist.
Heute geht es gemütlich zurück zum Farmhaus. Wir genießen die letzten Stunden in dieser einmaligen Umgebung.
Ich bin allerdings ganz schön schlapp und froh, dass der heutige Marsch vergleichsweise kurz ausfällt. Es ist schon wieder sehr früh sehr heiß und Sebastiaan sorgt für ausreichend Trinkpausen.
Dann heißt es: Farmhaus in Sicht.
Bei kalten Getränken und Snacks erholen wir uns ein wenig, lassen diese fantastischen Tage noch einmal Revue passieren. Dann trennen sich unsere Wege. Ich bin fast ein wenig traurig. Wie sehr dieses tolle Erlebnis uns doch zusammengeschweißt hat! Wir fahren alle Richtung Sossusvlei, sind aber in unterschiedlichen Unterkünften untergebracht. Keinen unserer Weggefährten treffen wir noch einmal wieder. Schade!
Die Strecke zur Sossus Dune Lodge ist landschaftlich eine Wucht und von der Entfernung her kaum der Rede wert, mittags sind wir da. Hier ist es noch heißer, falls das überhaupt möglich ist. Die Lodge gefällt uns gut, unser Zimmer ist groß, geradezu luxuriös und nah zum Pool gelegen, an dem wir den frühen Nachmittag verbringen werden. Auswahlkriterium Nummer eins war natürlich die Lage im Park, wir melden uns für die morgendliche Tour ins Deadvlei an. Dorthin haben wir es bei unserem ersten Aufenthalt 2012 nicht mehr geschafft, nachdem Thomas hohes Fieber bekommen hatte und krank geworden war.
Sossus Dune Lodge von oben.
Was meine aktuelle gesundheitliche Verfassung angeht, haben die Bakterien die Schlacht endgültig gewonnen. Ich kann noch nicht einmal mehr ungestraft etwas trinken - ein Unding bei gefühlt 45 Grad. Jetzt reicht's! 😠 Ich fahre härtere Geschütze auf, greife zu den mitgebrachten Antibiotika, und an dieser Stelle können wir einen Strich unter die leidige Geschichte machen: Den Rest der Zeit verbringen wir beide ohne weitere Probleme.
Am Nachmittag fahren wir gemütlich auf der Teerstraße in Richtung Sossusvlei, lassen uns treiben und bleiben bis Sonnenuntergang.
Das Abendessen auf der großen Lodge-Terrasse ist nicht überragend, aber okay, es geht ein leichter Wind, der einen Hauch Kühlung verschafft. In unserem Chalet ist es dafür umso heißer, dazu haben wir mit einer Moskitoplage zu kämpfen, die sich uns nicht erklärt. Das Netz ist geschlossen und dicht, wo kommen die nur her? Erst am nächsten Abend lösen wir das Rätsel, diese erste Nacht aber bleibt kurz und unruhig, ganz anders als unter freiem Himmel. Das Aufstehen fällt dennoch leicht: Es wartet das nächste Highlight auf uns - schon wieder...
da wollte ich nur mal kurz ins Forum schauen - und schon bin ich bei deinem Bericht hängen geblieben. Das sind wieder tolle Bilder mit Sehnsuchtsfaktor! Kaum aus dem Urlaub zurück, könnte ich jetzt gleich wieder die Koffer packen!
Hallo Bettina. ich bin zwar verspätet zugestiegen, aber ich habe die Strecke im Affentempo eingeholt und kann jetzt ganz in Ruhe mit Euch weiterfahren. Auch ich kann nur sage: Was für irre Bilder. Diese Farben sind unglaublich. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich mir noch einen Polarisationsfilter besorge. Das muß ich unbedings ausprobieren. Danke für die tolle Tourbeschreibung. Meine Vorfreude wird immer größer. In etwas über 2 Monaten werden wir das auch sehen. Unfassbar!!!!!!!!!!!!! Liebe Grüße Sasa
Bin zwar spät zugestiegen... aber welch klasse Bilder. Hut ab. Bei mir geht es am 01.07. los, bis dahin geniesse ich mal noch Eure Bilder. Gruss Wolfgang
Und jetzt kommt Guggu ins Spiel: Ich bin vor Jahren bei der Lektüre von "Hummeldumm" auf den Tok Tokkie gestoßen, doch die Reiseplanung für unsere zweite Tour habe ich seinerzeit anhand von Forumsbeiträgen festgezurrt. Und ich glaube, dein damaliger Reisebericht war die Vorlage, sozusagen. So rum wird also ein Schuh draus 😄 Vielen Dank jedenfalls an dieser Stelle für deine unbewusste, aber wichtige Hilfestellung. Jetzt schließt sich der Kreis...
Hallo Bettina, da wundert es mich nicht, dass ich ständig Déjà-vu habe 🤩 😄 😎 Kannst ruhig weiterschreiben - ich bin dabei! Liebe Grüße Guggu
tolle Bilder vom Tok Tokkie Trail, den hab ich mir gleich mal für eine der nächsten Touren gemerkt. Wie gut muss den die Kondition sein um den zu "bewältigen" ?? Wir gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, haben aber keine besonderen Erfahrungen im wandern....
LG, auch aus Hamburg (heute ja mal ohne Regen 😄 ) Nordlicht
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Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!
Wilhelm Busch (1832 - 1908)
BeatnickThemenstarter1’727 Beiträge · seit 201601. Mai 2016 ·
NordlichtGoesAfrika schrieb:Wie gut muss den die Kondition sein um den zu "bewältigen" ?? Wir gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, haben aber keine besonderen Erfahrungen im wandern....
Ich sach mal so: Mal sollte nicht unbedingt eine Couch-Potato sein. Jemand mit durchschnittlicher Fitness und Freude an Bewegung wird keine Probleme haben. Besondere Wandererfahrung braucht man keine, der Guide gibt in aller Regel mit großer Sensibilität Tempo und Schritt vor und sorgt für ausreichend Pausen. Ich glaube, eine dreistündige Wanderung - inklusive Pausen - war die längste Strecke, das Laufen durch den Dünensand strengt schon manchmal an, ist aber dennoch gut machbar.
Bei uns war ohnehin die Hitze das Thema, es war halt November. Dafür waren die Nächte sehr schön mild, es kann zu anderen Jahreszeiten auch wohl mal richtig kalt werden nachts. Als Fitnessstudiogänger solltet ihr jedenfalls locker durchkommen.
BeatnickThemenstarter1’727 Beiträge · seit 201602. Mai 2016 ·
11. November, vormittags: Allein im Deadvlei
Unsere morgendliche Tour ins Deadvlei startet gefühlt mitten in der Nacht, nur noch ein weiteres Paar aus den Niederlanden ist dabei. Kaum ein anderer ist um diese Uhrzeit auf dem Weg ins Sossusvlei - wie auch, die Tore öffnen erst mit Sonnenaufgang. Als wir die letzten Kilometer durch den Tiefsand rumpeln, sehen wir ein Auto, das offenbar am Nachmittag zuvor stecken- und unentdeckt geblieben ist. Die Insassen haben im Wagen übernachtet und wir Weicheier sind froh, dass wir die Lodge-Tour gewählt haben.
Und das aus gutem Grund: Auch wir haben es peinlicherweise bei unserem ersten Namibia-Trip nicht als Selbstfahrer im Sossusvlei geschafft. 😊 Das war zwar seinerzeit morgens und nicht mit einer Zwangsübernachtung verbunden, das Herausbugsieren hat aber Nerven und Zeit gekostet.
Diesmal sind wir die ersten, die am Deadvlei parken. Zu Fuß geht es weiter und unsere Wege trennen sich. Die Niederlänger klettern mit dem Guide ein Stück den Big Daddy hinauf und kommen erst später hinunter, wir laufen direkt ins Vlei. An diesem Morgen sind wir die ersten Menschen in der Pfanne - ein überragendes Gefühl. Stille und Schönheit dieses Naturwunders sind überwältigend, wir wandern in aller Ruhe von Baum zu Baum und genießen den Moment. Es ist so still, das holländische Paar kann oben auf dem Dünenkamm das Klicken unserer Kameras hören.
Die Sonne quält sich an diesem Morgen, erst nach und nach kämpft sie sich durch die Wolkendecke.
Wir vergessen die Zeit, erst lange nach Sonnenaufgang tauchen weitere Besucher im Vlei auf. Lustig, wie die Japaner von Baum zu Baum zu hetzen, die Kamera einrichten, auslösen und dann gleich wieder weiterziehen.
Als wir glücklich und zufrieden diesen magischen Ort verlassen, kommen uns am Deadvlei-Parkplatz Touristen in Scharen entgegen. Klar, sie mussten auf die Öffnung des Gates warten. Die Pole Position der Sossus Dune Lodge hat ihren Preis, ist aber schlichtweg genial. Unser Guide berichtet, dass eine zweite Lodge noch näher am Sossusvlei geplant sei. Er habe gemeinsam mit einem Kollegen den Auftrag, einen geeigneten Platz dafür zu finden. Keine Ahnung, ob das stimmt. Aber es wäre natürlich wie immer in diesen Fällen ein zweischneidiges Schwert, weil es das Vlei einerseits noch besser erreichbar machen, andererseits aber die Idylle möglicherweise (weiter) zerstören würde.
Es ist noch früh, aber die Sonne brennt schon jetzt wieder unbarmherzig vom Himmel.
Wir fahren zum Parkplatz bei Big Mama, die wir bei unserem letzten Besuch erklommen haben, und frühstücken opulent im kühlen Schatten der knorrigen Bäume. Was für ein Leben!
Gegen halb elf sind wir zurück bei der Lodge, relaxen und verbringen die heißen Mittagsstunden am und im Pool. Das Morgenprogramm war ein Kracher, mal sehen, was der Nachmittag bringt. Dann geht es für uns beide hoch hinaus.
vor euren Landschaftaufnahmen ziehe ich den Hut bis zum Boden! Ein Riesenkompliment für die Komposition und die Farbintensität! Ich bin begeistert und freue mich auf weitere Bilder in dieser herausragenden Qualität! Chapeau! Badger
Da schließe ich mich gerne und uneingeschränkt an! Schon so viele Bilder vom Deadvlei gesehen und selbst schon da gewesen (unter anderem auch von der Sossus Dune Lodge aus - als Selbstfahrer ohne stecken zu bleiben 🤪 ) Aber eure Fotos stechen da doch deutlich raus! Ganz tolle Farben und immer so wunderbar komponiert.
Freue mich schon auf die weiteren Erlebnisse und Bilder.
Ach wie super schön diese einsame Landschaft ist und du hast ganz tolle Aufnahmen gemacht. Werden dort im September einen zweiten Besuch machen. Dein Bericht bringt mir gewaltige Vorfreude. Bringt auch Erinnerungen von unserer Reise in 2012 als wir tatsächlich stecken geblieben sind auf den letzten 5 km da einer im Gegenverkehr auf "unser"Spur gefahren kam, mein Mann musste ausweichen, und ... Wir steckten fest im tiefen Sand. Ein Ranger kam und übernahm das Steuer, und im Hui waren wir wieder in den normalen Spuren. Der Ranger meinte noch zu mir, "It's not the car, it's the driver, but don't tell your husband!" Musste ihm das natürlich sofort erzählen und wir haben diesen Satz noch vielmals in andern Situationen gebraucht. Wir werden dort auf dem Camping Platz übernachten, also innerhalb des Park Tores. Um welche Zeit ist es erlaubt ohne Guide zum Deadvlei zu fahren? Letztes Mal waren wir im Oasis Camp und mussten bis einige Minuten nach Sonnenaufgang warten. Dieses Mal möchte ich bei Sonnenaufgang schon dort sein. Ist das wohl erlaubt? (Dann sollte doch kein Verkehr auf uns zukommen, wenn man früh herausfährt!!)