JuDidThemenstarter60 Beiträge · seit 201413. Nov. 2014 · #1Hi zusammen,
wir(2 Pers) fliegen im April für ca. 16-18 Tage nach Namibia und sind gerade in Sachen Übernachtungen am überlegen.
Ob Lodges oder Dachzelt.
Generell bin ich nicht so der "Zelt"-Typ, aber ich denke mir, dass es in Namibia schon auch mal spannend ist nicht nur in Lodges zu übernachten.
Hat denn schon mal jemand seine Tour gemixt, also einen Teil Lodges gebucht und für den Rest einen Camper mit Dachzelt gemietet?
Oder könnt ihr mir in meiner Entscheidung weiterhelfen?
Vielen Dank schon mal.... 🙂
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200713. Nov. 2014 · #2Wir haben das überlegt, sind aber davon abgekommen und haben jetzt (bis auf drei Nächte in Swakopmund) nur 4x4 mit Dachzelt genommen.
Wenn "Camper mit Dachzelt", dann musst du ohnehin einen "vollausgestatteten", also mit Küchenutensilien, Sesseln, Tisch, etc. nehmen, sonst fehlt es dir bei den Campsites an allen Ecken und Enden. Der aber kostet dann wieder doch einiges mehr, als ein "nacktes" gleiches Modell.
Und damit dann zusätzlich noch in Lodges fahren, wenn die mitunter Campsites daneben haben, man eventuell auch das Abendessen dazunehmen und auf jeden Fall die Infrastruktur (ev. vorhandener Swimmingpool, Bar, etc) verwenden kann und zusätzlich zur "bereits mitgeführten" Unterkunft nochmal viel Geld bezahlen?
Nachtrag:
Wir machen das aber auch ein klein wenig vom Wetter abhängig. Wenn's irgendwo mal Abends wirklich schütten wird, ohne Aussicht auf Beruhigung in der Nacht, dann "flüchten" wir auch in eine feste Unterkunft... 😉
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200613. Nov. 2014 · #3Hallo JuDid,
unsere allererste Tour vor vielen Jahren nach Africa, ebenfall Namibia, machten wir auf die von Dir beschriebene Art. Wir buchten 4x4 mit Dachzelt und ab und zu dazwischen eine Lodge.
Wir waren damals absolut unerfahren und bestimmt keine Camper-Typen.
Aber seit dieser ersten Reise sind wir begeisterte Camper. Nicht nur in Afrika, sondern überall auf der Welt.
Versucht es mal. Wenn es Euch wirklich nicht gefällt, könnt Ihr unterwegs immer noch entscheiden, in eine Lodge zu gehen.
Gruss Beate
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201313. Nov. 2014 · #4Hallo JuDid, ich sehe das genau so wie dergnagflow!
...16-18 Tage sind ja generell eine kurze Zeit für Namibia und der Camper kostet ja auch einiges und dann noch Lodges dazu nehmen, tja...ich weiß nicht...vielleicht die erste Nacht und wenns Wetter richtig schelcht ist, aber sonst wird sich der Camper nicht rentieren!
Ich persönlich würde mir auch wegen der kurzen Reisezeit bezahlbare Unterkünfte besorgen.
LG NOGRILA
janet1'419 Beiträge · seit 200913. Nov. 2014 · #5Hi,
wir haben bis auf Namibia auch noch nie gecampt und unserer erste Reise dorthin genauso gemacht wie Du es vor hast!
Klar ist das Auto teurer, aber man erlebt wunderschöne Nächte und ein ganz anderes "Bushfeeling", und ab und an der Luxus einer Lodge ist auch nicht verkehrt.
Guck mal in meinen Namibia Reisebericht, da gibts viele Bilder von uns Campingnoobs ^^
Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Nov. 2014 · #6Hallo JuDid,
ich bin ein bekennender Nicht-Camper und möchte folgendes zu bedenken geben:
1) Die von Dir angedachte Art ist die teuerste Art des Reisens, da der Wagen mit Campingaustattung teurer ist und ihr zudem noch (ab und an) eine feste Unterkunft bezahlen wollt.
2) Es in Swakopmund, was ja eigentlich ein "Standard"ziel ist, es häufig so ungemütlich ist, dass Camping eigentlich ausfällt.
3) Du das angepriesene Buschcamping-Feeling nur dann erlebst, wenn Du wirklich besondere Plätze Dir aussuchst. Wenn Du die Standardroute fährst, dann sehe ich kein besonderes Feeling auf Euch zukommen, wenn ihr z.B. in Okaukuejo auf dem großen, staubigen Platz zwischen zig anderen steht.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
franzicke2'085 Beiträge · seit 201213. Nov. 2014 · #7Hallo JuDid,
da kann ich dich nur bestärken - wir haben eine solche Mix-Tour im April 2012 gemacht und für mich war's genau der richtige Einstieg 😉 Wir waren deutlich länger unterwegs und haben uns eher vorsichtig ans Campen rangetastet im Verhältnis 1/3 CS und 2/3 Lodge/Guesthouse ... nach maximal 4 Zelt-Nächten gab's dann wieder ne richtig schöne Lodge. Und dazwischen wunderschöne Campsites und ganzganz tolle Naturerfahrung, z.B Koiimasis, Klein-Aus Vista, Onduruquea (würde ich als feste Unterkunft nicht wählen, aber die Campsites sind traumhaft) und auch Waterberg.
Im letzten Jahr haben wir dann in Botswana das Verhältnis auf 50 : 50 gesteigert. Nach Namibia will ich unbedingt noch mal und dann auf jeden Fall wieder mit Mix.
So - jetzt hab ich sicher eher mehr Verwirrung gestiftet, zumal ich nicht sagen kann, ob sich das einigermaßen rechnet, aber es sind vielelicht auch nicht nur die Zahlen ausschlaggebend 😎
Viel Spaß beim Planen und viele Grüße
Franzicke
Tadi441 Beiträge · seit 201214. Nov. 2014 · #8Hey,
auch wir machen immer beides. Je nach Strecke und Angebot an festen Unterkünften. Außerdem ist ein 4x4 mit Campingausrüstung nicht viel teurer als ohne. Für nächstes Jahr (im April querbeet durch Namibia) haben wir fast nur sehr einsame und alleinstehende Unterkünfte gebucht, da aber teilweise keine Verpflegung außer Frühstück möglich ist, auch noch ein 4x4 mit Campingausrüstung. Allein schon wegen der Möglichkeit zur vernünftigen Kühlung von Fleisch etc. Sind teilweise mehrfach 4-5 Tage in der Einsamkeit ohne Einkaufsmöglichkeiten.
Auch auf allen unserer bisherigen Reise ins südliche Afrika versuchten wir immer nach ein paar Tagen Wildnis (Mabuasehube oder Zentral Kalahari etc.) wieder in einem vernünftigen Bett zu schlafen und allen Sand abzuspülen zu können z.b. in Wildernis Camps.
Aber alles ist natürlich eine Preisfrage und Geschmacksache.
Ich wünsche Euch noch viel Spaß bei der Planung und dann eine wundervolle Reise.
Liebe Grüße aus Hamburg
Petra
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200914. Nov. 2014 · #9Hallo JuDid,
ich habe auch als Lodge-Hopper, zugegeben auf sehr hohem Niveau, in Namibia angefangen, das war 1992. War gut und machte Lust auf mehr. Mittlerweile habe ich mein eigenes Auto im südlichen Afrika und bereise Gegenden in die sich nur wenige Europäer verirren. Teilweise stehen die Empfehlungen meiner afrikanischen Freunde nicht mal in deutschen Reiseführern und man trifft nur Afrikaner. Was immer eine Bereicherung ist. Als Camper machst du Bekanntschaften die du nie in einer Lodge machen wirst. Diese Einblicke in das wirkliche afrikanische Leben bekommst du nicht als Pauschaltourist.
lg sasowewi
Sorimuc362 Beiträge · seit 201318. Nov. 2014 · #10Hallo JuDid,
auch wir haben zum Einstieg im September 2013 einen Mix aus Camping und Lodges gebucht - und unsere nächste Reise 2015 wird wieder genauso, diesmal mit mehr "Camping-Phasen" 😉
Grund dafür ist, dass wir die Vorteile beider Reisearten vereinen wollten. Das Naturerlebnis beim Campen ist wirklich grandios (mal abgesehen von Campingplätzen wie Okaukuejo, da hat Christian schon Recht 😛 ), z.B. auf Okonjima stehst du einsam und allein gefühlt mitten im Nirgendwo. Auch den grandiosen Sternenhimmel auf Klein Aus Vista werde ich nie vergessen. Oder der Stellplatz direkt in den Kalahari-Dünen auf Bagatelle.
Hin und wieder ist aber auch wirklich schön, ein weiches Bett zu haben und nicht selber kochen zu müssen 🙂 Gibt ja auch viele tolle Lodges in Namibia, von denen ich einige unbedingt sehen wollte. Und ich meine, dass der Preisunterschied von 4x4 zu 4x4 mit Campingausrüsten nicht arg hoch ist. Der Aufpreis von 2x4 zu 4x4 ist da wesentlich höher.
Die Entscheidung kannst letztendlich aber natürlich nur du alleine treffen 😁
Viel Spaß bei der weiteren Planung und liebe Grüße,
Sonja
Black Lion381 Beiträge · seit 201218. Nov. 2014 · #11Wir haben auf unserer Reise im April (
Mit "Safari" auf Safari) so ziemlich alles gemischt was es gibt. Also von Camping über einfache Hütten bis hin zu den wohl luxuriösesten Lodges in Namibia. Natürlich zahlt man für die Tage, wo man die Camping-Ausrüstung nicht braucht, diese trotzdem mit. Aber im Vergleich zu den anderen Extraausgaben, welche man im Urlaub eben nunmal hat, verliert man hier jetzt nach meinem Gefühl nicht übermäßig viel Geld. Jede Art der Übernachtung hat eben ihre Vor- und Nachteile, von denen hier ja schon viele genannt wurde. Es kommt eben auch darauf an, wo man gerade ist und was man erleben möchte.
Auf unserer Reise war es z.B. am Ankunftstag ganz gut, Abends das Zelt nicht aufbauen zu müssen, da wir in der Wildnis eine kleine Hütte zum Schlafen hatten.
In Swakopmund war es auch gut, dass wir ein festes Zimmer hatten, da es doch schon recht kühl wurde in der Nacht.
Am Brandberg und bei Kamanjab war das Campen und das Schlafen im Dachzelt wiederum einfach nur ein schönes Erlebnis, welches ich bestimmt nicht missen möchte. Da hatten wir dann auch genug Zeit, um unser Zelt aufzubauen und unser Essen grillen zu können.
Im Etosha allerdings war es dann wieder besser das wir ein festes Zimmer hatten, da man ja möglichst mit Sonnenaufgang in den Park reinfahren möchte und Abends mit Sonnenuntergang erst wieder zurückkommen möchte. In Halali haben wir dann auch eine Nacht im Zelt und auf dem recht engen Campingplatz verbracht. Hier wäre ein Zimmer bestimmt auch schöner gewesen.
In Onguma wiederum war Zelten für uns genau das richtige. Es geht eben nichts über ein eigenes Lagerfeuer 🙂
Und zu unserem Abschluss in Erindi war es dann aber wieder besser ein Zimmer in der Lodge zu haben, da man hier viel mehr gesehen hat und auch etwas besser die zusätzlichen Aktivitäten organisieren konnte. Und auch das Kofferpacken war auf dem Zimmer bestimmt viel angenehmer, als auf einem Campingplatz.