cheesemaker128 Beiträge · seit 201028. März 2013 ·
hallo ihr beiden, wir haben euren bericht von anfang an verfolgt, melden uns erst jetzt, da ihr in mosambik angekommen seit, wo wir nächste jahr unseren uraub verbringen möchten. verstehe ich richtig, ihr habt euer visum direkt an der grenze gelöst? wieviel geld habt ihr insgesamt an der grenze und wofür bezalt? war der campingplatz vorgebucht? fragen über fragen..... ...... vielen dank schon mal vorab für eure bestimmt sehr hilfreichen infos viele grüße martin und kara
Hallo Ihr Zwei, Erstmal Danke für die Info! Bele hat es genauso ausgedrückt, wie ich auch Eure Bilder empfunden habe... Wirklich klasse !! Wobei Glück und eine gute Kamera alleine reichen nicht aus; man muss auch ein Auge fürs Detail haben... Und das habt ihr !!! 😁 😁 Bin gespannt wie es weitergeht ... LG, Nane 🙂
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
@Bele: Es freut uns zwar sehr, dass du denkst, wir hätten das Glück gepachtet, aber selbst empfinden wir das im Urlaub nur selten. Das soll jetzt nicht undankbar klingen, aber auf Pirschfahrt hat man permanent das Gefühl, die wirklich tollen Tiersichtungen stets nur zu umfahren. Hier hat jemand Löwen gesichtet, dort war ein Leopard mit Jungen, hier wurde ein Riss gesehen usw. Es manifestiert sich der Eindruck: Die anderen, die haben immer Glück und sehen was Tolles, wir haben wieder mal nur Springböcke, Oryx und Co. Ach ja, und ein paar Greifvögel, die wir mal wieder nicht bestimmen konnten.
So sind wir auch immer wieder hinsichtlich unserer Taktik verunsichert. Sollen wir schnell fahren oder langsam, alleine oder hinter einem erfahrenen Tourguide her, alle Leute nach ihren Beobachtungen interviewen oder auf eigene Faust alles selbst entdecken?
Letztendlich ist und bleibt es Glückssache. Und wenn wir schon nicht das zwölfköpfige Löwenrudel stundenlang im besten Licht beim Riss mit ihrem Nachwuchs beobachten können, müssen wir das eben durch andere Beobachtungen ausgleichen. Da versuchen wir eben zu entdecken, was es sonst so zu sehen gibt und bemühen uns, von den "normalen" Tieren ein möglichst schönes Bild zu bekommen. Tendenziell machen wir recht viele Fotos, so dass am Ende hoffentlich ein paar gute übrig bleiben. Unsere Quote liegt bei etwa einem Foto je gefahrenem Kilometer.
@Anita: Jetzt sind wir doch aufgeflogen. Aber auch die Montagen machen viel Arbeit 😉
@Manuela: Uns geht es genauso. Zum Glück dürfen wir im Sommer schon wieder ins südliche Afrika. Freu!
@Andrea: Mit dem Objektiv bist du schon mal sehr gut ausgerüstet. Dann hilft nur noch ein Gebet an den Safarigott, der dir die Tiere vor die Linse schickt.
@Fotomatte: Das mit dem Gin-Brot ist eine prima Idee. Hätten wir das nur mal probiert. Wäre eine lustige Brotzeit geworden. Das Impala-Foto mögen wir auch sehr. Es war schön, diese allgegenwärtigen Tiere mal in so einem Moment zu erwischen.
@Dagmar: Vielen Dank. Gestern haben wir es leider nicht geschafft, die Fortsetzung zu schreiben. Wir hatten Besuch von Freunden, die ihren ersten Namibia-Urlaub planen. Du verstehst sicher, dass wir da Erste Hilfe leisten mussten. Aber heute geht es weiter.
@Christina: Och, wird uns nicht langweilig 😉 Schön, dass du mitfährst.
@Christian: Jetzt schiebt die Wildhund-Sichtung mal nicht auf uns. Schließlich waren die Tiere ja schon da, bevor wir ankamen. Und wenn wir uns recht erinnern, wart ihr doch diejenigen mit dem nächtlichen Löwenriss unter eurem Dachzelt?
@Martin und Kara: Ja, wir haben das Visum an der Grenze bekommen. So genau wissen wir gar nicht mehr, wie viel alles zusammen gekostet hat. Also 85 USD pro Person, dazu eine Gebühr für das Auto sowie eine Versicherung – also sehr billig war es nicht. Wir hatten versucht, den Campingplatz im Limpopo im Voraus zu buchen, das hat aber nicht so recht geklappt. Vor Ort gab es aber genug freie Stellplätze. Sonst haben wir in Mosambik auch nichts vorgebucht, sondern uns jeweils etwas gesucht. Vielleicht geben euch die kommenden Reisetage ja noch ein paar Tipps für die Planung. Wohin soll es denn bei euch gehen?
@Nane: Wir werden versuchen, heute die nächste Etappe zu schreiben.
Viele Grüße auch an alle anderen Mitleser. Ruth und Uwe
cheesemaker128 Beiträge · seit 201029. März 2013 ·
guten morgen, ich habe mir eigentlich nur die langeweile vor dem frühstück vertreiben wollen, und siehe da ihr habt ne nachtschicht eingelegt und fleißig alle kommentare und fragen beantwortet, danke. wir möchten, mit unserem 12jährigen sohn, eine woche in inhambane am strand chillen und eine woche im limpopo/ krüger auf safari gehen. am liebsten würden wir wieder jede nacht im dachzelt schlafen. habt ihr für inhambane einen tipp? herzliche grüße von martin (de r"rest" schläft noch)
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
Hallo Martin,
wir nähern uns nun Inhambane und werden dort auch campen. Warte noch einen Tag ab, dann gibt es ein paar Fotos.
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
Dienstag, 24. Juli 2012 – Auf den Straßen Mosambiks
Am Campingplatz war es bewölkt, aber warm, als wir aufstanden. In der Nacht hatte es sogar ein paar Tropfen geregnet. Die Aussicht über den See war schön, aber ohne Sonne nicht so spannend.
Da ja ein langer Fahrtag bevorstand, packten wir schnell zusammen und frühstückten im Stehen ein paar Brötchen (mit Nutella!). Dann ging es los. Das holprige Wegstück vom Camp weg fuhren wir vor, dann übernahm Peter die Führung. Auf dem Weg zum Parkausgang fing es tatsächlich wieder an, ein wenig zu regnen.
In Massingir angekommen verließen wir den Limpopo Park und fuhren über die Staumauer. Dann hielten wir im Ort und holten Geld am Bank-Automaten. Obwohl dort eine Menschenschlange stand, wurden wir aufgefordert, sofort zum zweiten Automaten nach vorn zu gehen. Auf der Weiterfahrt hatten wir teilweise guten Teer, aber auch schlechte Straßenverhältnisse mit vielen Schlaglöchern. Die Ortschaften entlang des Weges nahmen zu, und überall waren Leute unterwegs, trugen schwere Lasten auf dem Kopf oder boten Waren an. Es gab ständig etwas zu beobachten, so wurde die Fahrt nie langweilig.
Bewohnte, unbewohnte und zerstörte Häuser wechselten sich mit Kirchen, einfachen Hütten und Marktständen ab.
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200629. März 2013 ·
Als wir auf die Hauptstraße nach Osten entlang der Küste einbogen, war es schon weit nach Mittag. Immer mehr Palmen wuchsen am Straßenrand. Wir staunten wieder über die vollbeladenen Busse, die jede Menge Krempel auf dem Dach transportieren. Viele Personen werden aber auch gerne auf den Ladeflächen von Pickups befördert. Je mehr, desto besser.
Irgendwann entschieden wir – obwohl wir wahrscheinlich wieder in die Dunkelheit kommen würden – auf jeden Fall bis nach Inhambane zu fahren. So beeilten wir uns und erreichten den Ort Barra nach Sonnenuntergang. Dort versuchten wir zunächst vergeblich, einen Campingplatz zu finden und standen schließlich im Stockdunklen vor der Zufahrt zur White Sands Campsite. Dieser Platz liegt an der äußersten Spitze der Halbinsel und ist von Wasser umgeben. Man muss durch ein paar überflutete Stellen fahren. Bei hoher Flut an Neumond oder bei Vollmond ist der Platz nicht immer erreichbar. Michaela bestätigte uns durch das Funkgerät, dass wir hier richtig seien. Doch das war uns zu heikel. Bei Tageslicht sahen wir (am nächsten Tag) eine sandige Zufahrt um und durch ein paar nicht besonders tiefe Wasserbecken. Im Dunkeln aber hatten wir das Gefühl, geradewegs mit dem Auto ins Meer zu fahren. Da es schon spät war, blieb uns keine Alternative, als ein Zimmer in einer Lodge zu nehmen. Wir landeten in der Barra Reef Lodge. Es dauerte eine Weile, bis uns der Portier den für uns günstigsten Tarif ausrechnen und vor allem seine Rechnung erklären konnte. Nach dem Duschen gingen wir zum Abendessen. Wir aßen einen kleinen Pfannkuchen mit Hühnchen, eine Fischcremesuppe, Barracuda mit Reis und Fritten und anschließend Mousse au chocolat. Leonie staunte nicht schlecht, als sie nach den üppigen Vorspeisen (eigentlich bereits satt) einen Riesenberg Gambas vorgesetzt bekam. Über ihren Gesichtsausdruck lachten wir uns schlapp.
LLLa Leona2'780 Beiträge · seit 200730. März 2013 ·
Hallo Eulenmuckels Vielen Dank für die stimmungsvollen Bilder. Es verwundertmich wie man eine solche Monstertour in relativ kurzer Zeit mit der offensichtlichen Geduld, Ausdauer eines ruhigen Betrachters/Fotografen unter einen Hut bringt. Diese Musse, diese connection mit dem "Modell" sei es Tier oder Landschaft kombiniert mit euren straffen Reisebedingungen, ist für mich die grösste Überraschung. Grandios, echt. Bravo Grüsse Leona
ich folge Euch weiter und wie alle bin ich weiterhin begeistert von den Bildern (vielleicht auch etwas eifersüchtig 😈 , aber das kommt ja von Sucht und bedeutet ich brauche mehr 😉 ).
Danke für Euren netten Eintrag zu meinem Reisebericht.
Ich will Euch ja nicht übereden, aber für Eure Urlaubskasse könntet Ihr schon bei dem einen oder anderen Fotowettbewerb mitmachen. (vielleicht: Glanzlichter)
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200631. März 2013 ·
@Leona: Vielen Dank für deine netten Worte. Wir müssen gestehen, dass unsere Reise wirklich einige große Etappen beinhaltete. Das ist sicherlich nicht das, was viele unter einem Urlaub verstehen. Aber wir fahren gerne, und eine längere Strecke im Auto macht uns nicht so viel aus, weil man entlang der afrikanischen Straßen immer sehr viel sehen kann. Das wird uns nur selten langweilig. Nichtsdestotrotz wird unsere nächste Reise deutlich kürzer ausfallen (hinsichtlich der Wegstrecke). Es freut uns, wenn wir dich (positiv) überraschen konnten.
@Marcus: Wir freuen uns über dein Lob. Dann wollen wir mal etwas gegen dein Zittern unternehmen und stellen gleich den nächsten Reisetag ein.
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200631. März 2013 ·
Mittwoch, 25. Juli 2012 – Ausspannen bei White Sands
Unter dem Moskitonetz schliefen wir in einem weichen Bett. Wir hörten draußen den indischen Ozean rauschen. Kurz vor sieben standen wir auf und gingen bald zum Frühstück. Neben Toast und Marmelade gab es frische Papaja, Rührei mit Speck, Saft, Kaffee und Tee. Da die anderen noch schliefen, packten wir schon einige Sachen ins Auto und fuhren etwa zwei Kilometer zum White Sands Campingplatz, um zu sehen, ob dieser eine Alternative für die kommende Nacht wäre. Die Zufahrt sieht bei Tageslicht schon viel einfacher aus:
Wir waren vor fünf Jahren schon einmal kurz hier gewesen, als der Platz renoviert wurde und geschlossen war. Nun gab es außer uns scheinbar auch keine weiteren Gäste, aber uns gefiel die Campsite unter Palmen sehr gut, und wir beschlossen, hierhin umzuziehen. Die sanitären Einrichtungen sind zwar einfach, aber sauber. Bis zum Meer muss man ein Stück über die Düne laufen, hat dann aber einen tollen, langen, weißen Sandstrand. Zunächst ging es aber zurück zur Barra Reef Lodge, wo wir auscheckten und sich schließlich auch Ruth entschloss, an der Ocean Safari teilzunehmen, bei der man mit den Walhaien schnorcheln kann. Dummerweise hatten wir es verpasst, uns wie Peter und Jonas schon am Vorabend für diese Tour anzumelden, und so waren eigentlich keine Plätze mehr verfügbar. Es könne aber sein, dass in letzter Minute noch welche frei würden. So warteten wir eine Weile. Zu unserem Pech erschienen aber alle angemeldeten Personen tatsächlich, und so war für uns kein Platz mehr auf dem Boot. Während Ruth eh ein wenig ängstlich war und gar nicht so traurig, war Uwe doch sehr enttäuscht. Er hatte sich unheimlich auf die Tour gefreut. Das war wirklich schade! Da es heute unser letzter gemeinsamer Abend werden sollte, verabredeten wir uns mit den anderen nach ihrer Bootstour um 15 Uhr auf der Campsite, denn sie hatten noch um eine Nacht in der Barra Reef Lodge verlängert. Wir fuhren wieder zum White Sands Campingplatz und gingen dort an den Strand. Zum Glück vergaß Uwe nach und nach seine Enttäuschung, denn wir hatten diesen schönen Abschnitt am Ozean ganz für uns alleine. Das Wasser war herrlich klar und blau und mit etwa 23 Grad angenehm zum Schwimmen. Wir ließen uns von den Wellen ein wenig durchschaukeln.
Dann lagen wir in der Sonne und genossen die Ruhe, besonders, weil wir mal nicht im Auto saßen.
Ruth sammelte ein paar Muscheln und kleine Korallenstücke.
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200631. März 2013 ·
Dann beobachteten wir einige Krabben, die sich am Strand Löcher graben, in die sie verschwinden, sobald man sich ihnen nähert. Nur mit viel Geschick und Laufbereitschaft konnte Ruth sie austricksen und ihnen den Weg zum nächsten Fluchtloch abschneiden.
Zwischendurch kamen zwei junge Korbwarenverkäufer den Strand entlang zielstrebig auf uns zu. Wir hatten jedoch vormittags bereits zwei geflochtene Rasseln gekauft, die Ruth ja prima für ihren Musikunterricht gebrauchen kann (Warum nur liegen sie dann immer noch bei uns zu Hause im Regal?). Als wir kein Interesse an weitern Souvenirs zeigten, erzählten uns die zwei, dass sie Studenden seien und Unterstützung bräuchten. Leider ist es uns nicht möglich, alle netten Menschen Mosambiks zu unterstützen. Und eigentlich wollten wir nur unsere Ruhe. Daher waren wir froh, als sie schließlich locker ließen und weiter zogen. Gegen drei Uhr gingen wir zurück zum Auto und stellten fest, dass wir unsere Kulturbeutel noch in Michaelas Zimmer zurückgelassen hatten. So konnten wir nicht duschen.
Wir waren schon auf dem Weg zur Lodge, als uns Peter und Michaela mit unseren Sachen entgegenkamen. Zusammen kehrten wir wieder zum White Sands zurück. Dort tranken wir frische Kokosmilch. Ein Angestellter des Camps kletterte auf eine Palme, schlug die Nüsse mit der Machete ab und öffnete sie ebenso geschickt. Die Milch schmeckte uns nicht besonders gut, war aber genießbar (Ruth bildete sich schon beim Trinken ein, davon Durchfall zu bekommen).
Gemeinsam gingen wir noch mal zum Meer, Ruth und die Kinder suchten nach Krabben und Muscheln.
Nach Sonnenuntergang liefen wir zur Bar des Camps und tranken Cocktails. Schließlich verabschiedeten wir uns von den vieren. Es war eine schöne Zeit gewesen, wir haben viel miteinander erlebt und gesehen. Da es schon spät war, duschten wir und machten nur den Rest Kürbissuppe heiß und aßen ein paar Brote. Unter Palmen und beim leisen Rauschen des Meeres schliefen wir in unserem Zelt ein.
Liebe Ruth, lieber Uwe! Das sind traumhafte Bilder von Meer und Strand. 🙂
Eine schöne Abwechslung für mich zu den vielen Reiseberichten, die ich in Vorbereitung zu unserer Reise im Moment über Namibia lese, mal was Anderes als Wüstensand, eine Wohltat für's Auge! 😉
Freu mich auf die Weiterreise!
Lieben Gruß, Karin
cheesemaker128 Beiträge · seit 201001. Apr. 2013 ·
guten morgen ruth und uwe, vielen dank für die wunderschönen bilder. white sands wir kommen (leider erst in 18 monaten 🙁 viele grüße martin und kara
franzicke2'085 Beiträge · seit 201201. Apr. 2013 ·
Hey Eulenmuckels, was für ein herrlicher Oster-Ausklang! Wir sind über die Ostertage ganz spontan ins Allgäu gehoppelt und haben uns bei unserer Premiere in der Loipe noch mal auf und eher unbeabsichtigt auch in den Schnee gestürtzt ... da machen eure Bilder ja mal richtig Laune und Lust auf Strand und Meer. Übrigens auch auf mehr ... Viele Grüße Franzicke
White Sands sieht ja wirklich sehr verlockend aus.....
Ich hab grad mal nachgerechnet, Ihr seid jetzt knapp 3 Wochen unterwegs und habt fast die gleiche Zeit noch mal vor Euch. Wir wären jetzt schon wieder auf dem Weg zum Flughafen. Irgendwie ist die Welt doch ungerecht, oder ?
Mein Neid ist mit Euch, mein Mitleid aber auch. Das es mit den Walhaien nicht geklappt hat tut mir leid.
LG Lisolu
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 ·
@Karin: Gerade den Wüstensand haben wir in diesem Urlaub ein wenig vermisst, obwohl White Sands natürlich traumhaft schön war.
@Martin und Kara: Als Alternative kennen wir von unserer Reise im Jahr 2007 noch die Campingplätze "Barra Lighthouse" (sehr schön, direkt am Meer mit Chance auf Walsichtung, aber sehr windig)
und den Campingplatz, der zu "Fatimas Nest" in Tofo gehört (umzäunt, größere Anlage, fußläufige Entfernung zum Tofo Dive Center, wenig Atmosphäre). Wir wünschen euch viel Vorfreude.
@Franzicke: Wir sind froh, dass es heute mal nicht geschneit hat und wir die erste Frühlingssonne genießen durften. Hoffen, eure Stürze waren nicht schmerzhaft.
@Lisolu: Richtig, die Reise geht nun in die zweite Hälfte. Das Schlimme daran ist, dass dieser Teil immer viel schneller vergeht als die erste Hälfte 😉
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 ·
Donnerstag, 26. Juli 2012 – Vilanculos
Als wir noch im Zelt lagen und gerade aufwachten, wurden wir von Regen überrascht. Er legte langsam los und prasselte dann kontinuierlich auf das Zeltdach und natürlich alles, was wir über Nacht draußen hatten stehen lassen: Tisch, Stühle und ein paar Handtücher. Mit so einem Niederschlag hatten wir in unserer gesamten Afrika-Camping-Geschichte noch nie zu tun gehabt. Als Uwe aufstand, bekam er erst mal einen ordentlichen Schwall Wasser vom Zeltdach ins Genick. Schnell räumte er Tisch und Stühle unter ein aus Palmenblättern geflochtenes Dach und machte Frühstück. Über dem Meer zogen sich weitere Wolken zusammen.
Beim späteren Einklappen des Zeltes fing es wieder an zu regnen. Alles war klamm. Wir verabschiedeten uns noch von der Managerin und erwähnten, dass der White Sands Campingplatz in der neuesten Ausgabe des Hupe Reiseführers nicht mehr erwähnt wird. Dafür hatte sie auch keine Erklärung. Wir liefen noch einmal zum Strand und schauten den Dhaus auf dem Meer zu.
Erst kurz nach neun fuhren wir los und durch Inhambane, wo wir noch mal tankten. Um dann nach Norden zu fahren, kürzten wir ein wenig ab und kamen so ein paar Kilometer auf eine wunderschöne rote Sandstraße, anschließend auf die EN1 Richtung Norden.
Die Straße war hervorragend, und es gab nicht allzu viel Verkehr. Entlang des Weges herrschte das bekannte Treiben, überall marschierten Leute, trugen Lasten, wuschen an einem Fluss oder Teich Wäsche, boten Waren an oder saßen herum.
EulenmuckelThemenstarter2'107 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 ·
An einer Stelle passierten wir einen schweren Verkehrsunfall, der sich unmittelbar zuvor ereignet hatte. Ein Kleinbus stand völlig verbeult an der gesperrten Straße und war von einer Menschenmenge umgeben. Die Polizei regelte den Verkehr. Die Unfallopfer lagen noch auf der Straße, und es lief uns kalt den Rücken herunter. Auf kerzengerader Strecke war es zu diesem schrecklichen Unglück gekommen.
Wir nahmen uns vor, in Zukunft noch vorsichtiger zu fahren.
Wegen dieses Schildes drehten wir noch einmal um:
Wir passierten den südlichen Wendekreis des Steinbocks und bogen nach Vilankulos zum Meer ab. Vom Ort aus ging es dann noch zehn Kilometer in Richtung Norden. Glücklicherweise war die Lodge „Villas do Indico“ gut ausgeschildert, denn kurz hinter Vilanculos endete die Teerstraße, und die anfänglich gute Piste wurde immer tiefsandiger. Auf den letzten sechs Kilometern ähnelte sie den Pisten nach Linyanti oder Savuti. Zum Glück kam uns niemand entgegen. Nach einigem abenteuerlichen Geschaukel und tiefen Bodenwellen erhielten wir einen ersten Blick auf den blauen Ozean, und schließlich gelangten wir zu der Luxuslodge. Es gibt dort tatsächlich einige Campingplätze, die man als wirklich komfortabel bezeichnen kann. Zu ihnen gehören außerordentlich schöne Waschräume, Stellplätze auf Gras, Strom, eine Feuerschale und sogar ein Wäscheständer. Wir klappten das Zelt zum Lüften auf und wuschen Wäsche. Dann gingen wir zum Strand. Die Lodge ist sehr schön angelegt, mit Restaurant, Swimming-Pool und direktem Zugang zum Meer. Wir sammelten ein paar Muscheln, spazierten am Strand entlang und genossen die Aussicht.
Anschließend duschten wir und gingen zum Abendessen. Wir bekamen als Vorspeise Tomaten-Feta-Salat bzw. Fischsuppe und als Hauptgericht Filetsteak mit Pommes bzw. panierte Fisch-Filets mit Reis. Es war sehr lecker, aber so reichlich, dass wir keinen Nachtisch mehr bestellten. Anschließend bezahlten wir die Rechnung, da wir morgen schon bei Sonnenaufgang aufbrechen wollen. Von den Lodgebesitzern bekamen wir noch ein paar gute Tipps für die nächste Etappe. Auf dem Rückweg zum Auto erschraken wir sehr wegen einer Nachtschwalbe, die auf dem sandigen Boden saß und unmittelbar vor uns aufflog. Villas do Indico ist unserer Meinung nach einen Besuch wert, auch für mehrere Tage.
ich lese zur Zeit mit noch größerer Begeisterung den tollen Bericht, jetzt wo es nach Moz geht. Die Strecke wollten wir im letzten Jahr fahren , haben uns dann aber umentschieden. Im nächsten Jahr geht es aber auf alle Fälle durch Moz nach Malawi und Sambia. Eure schönen Fotos machen jetzt schon Lust darauf.
Kannst Du mir sagen , wo genau die Lodge in Vilanculos liegt ? Ich finde sie leider nicht in T4A.