Von Gnudus und Geoparden - SA mit Kindern 2025

Reisebericht 63 Antworten · 6’154 Aufrufe · gestartet 27. Sept. 2025 von fidel
Themenstarter925 Beiträge · seit 201605. Nov. 2025 ·
10.08.2025 Skukuza Restcamp

Die Nacht war eher unruhig. Im Dach waren immer wieder Geckos oder andere Tiere unterwegs, die sich zudem immer wieder etwas zuriefen - so ganz können wir es nicht zuordnen. Ab und an rieselte etwas hinunter.. Dafür hören wir erstmals seit langem auch endlich mal wieder nachts Hippos grunzen - auch hier wurden viele schöne Erinnerungen geweckt.

In der Früh werden wir wieder durch den Gesang der Restaurant-Angestellten geweckt - es gibt definitiv schlimmeres. Dafür lässt unser Nachbar (der mit der durchgehend laufenden Klimaanlage - auch nachts bei unter 20°C) - bestimmt 20 Minuten seinen Motor laufen, weshalb auch immer. Wir hatten uns dazu entschieden, erst in der Früh unser Gepäck zu verladen - dadurch kamen wir heute erst etwas später gegen 06:45 Uhr los.

Heute hatten wir eine längere Etappe vor uns - einmal quer durch den halben Park bis nach Skukuza. Statt Skukuza hätten wir lieber in Satara (oder Lower Sabie) genächtigt, leider gab es da aufgrund unserer eher späten Buchung keine passenden Verfügbarkeiten mehr.

Trotz der großen Entfernung wollen wir nicht nur stur die Teerstraße nach Süden fahren. Bis kurz vor Olifants sehen wir nicht viel Tiere. Dort treffen wir auf Impalas und eine Gruppe Paviane.





Wir überqueren den Olifants..



..und biegen kurz darauf ab auf die S39, um ihr bis zum Timbavati Picnic-Platz zu folgen. Die Straße zählt m.E. zu den schönsten und abwechslungsreichsten Straßen im Park, auch wenn sich die Strecke etwas zieht. Wir sehen diverse Vögel, Elefanten, Giraffen, Kudus und Gnus.











Bereits bei unserer längeren Reise 2024 hatte K1 gewisse Schwierigkeiten, sich die Wörter “Gnu” und “Kudu” zu merken - immer wieder fanden wir “Gnudus”. Nach etwas Übung saß es dann meistens. Die Existenz von Gnudus ist aber wohl offenbar in seinem Kopf hängen geblieben - so gab es weiterhin Kudus und Gnudus (wir sind dann irgendwann auf Wildebeest umgeschwenkt, um die Verwirrung ein für alle Mal zu bekämpfen..).

Auch ein junger Gaukler, einige Nimmersatte, ein Steinböckchen und ein Graufischer geben sich die Ehre.







Am Picnic-Platz frühstücken wir gemütlich. Dann geht es an einem schönen Baobab vorbei.



Kurz darauf sehen wir einige Autos am Straßenrand und eine Löwin in Bewegung, die durch eine Gruppe Elefanten läuft. Leider erlauben uns die enge Straße, die schnell laufende Löwin und die anderen Autos nur einen kurzen Blick, ehe sie wieder verschwindet.



Nun hatten wir immerhin unsere bereits zweite Löwensichtung, auch wenn bisher keine länger als 1-2 Minuten war (was mal wieder den Faktor Zeit/Glück unterstreicht). Wenigstens waren die Kinder so glücklich - Löwen waren vor allem für K1 das Wunschziel Nr. 1 (bei K2 waren es Nashörner und Elefanten - dazu später noch mehr). Immer wieder kam auf unseren Fahrten die Frage “Wann sehen wir denn jetzt endlich die Löwen?” (Die Frage ist wohl das Game-Drive-Äquivalent zu “Wann sind wir endlich da?”). Ich glaube aber, dass wir Beiden durchaus näher bringen konnten, was es bedeutet, in der Natur unterwegs zu sein, dass hier nichts garantiert ist und alles auf Glück und harter Arbeit beim Suchen basiert. Diesbezüglich waren beide - vor allem nach den ersten beiden Tagen - auch sehr engagiert. Es gab natürlich Phasen, wo sie einfach hinten spielten oder malten, aber auch Phasen, wo sie konzentriert über längere Zeit jede Menge Tiere von sich aus fanden und benannten (auch wenn vor allem die Angaben von K2 bei allem was über “Pallas” (Impalas) oder “Lalas” (Nyalas) hinausging nicht immer zu gebrauchen waren - ständig gab es neben Leoparden im Baum die nur sie sah, auch Elefanten oben in den Bäumen...)

Wenig später fanden wir wieder einige Elefanten, die vorbeigezogen.



Wir bogen in die Abzweigung zur Nkayapan ein. Kurz darauf kam uns ein Südafrikaner (es war offensichtlich kein Mietwagen) entgegen und erzählte uns begeistert, dass am Wasserloch zwei Wildhunde liegen würden, die da sicher noch länger lägen. Nachdem wir in all unseren Reisen erst einmal zwei Wildhunde in etwas größerer Entfernung beobachten konnten, war unsere Vorfreude und Anspannung auf dem weiteren Weg zum Wasserloch natürlich groß.

Die erwarteten Wildhunde entpuppten sich dann leider als etwas zu groß geraten..





Wir blieben noch eine Weile stehen, außer einer Familie Warzenschweine und einem einsamen Kudu-Bullen tat sich jedoch nichts.

Am Mazithi-Damm sind dafür viele Elefanten zu sehen.







Hier begann leider auch ein weiteres “Drama”, das sich in der Folge immer mal wieder wiederholte. K2 war so von den Elefanten angetan, dass sie sich partout nicht mehr von ihnen trennen wollte und gerne noch viel länger beobachten wollte. Wir wollten aber natürlich nicht stundenlang dort stehen, nachdem wir noch immer einiges an Strecke vor uns hatten. So gab es leider einige Abschiedstränen..

Wenige Meter weiter war ein ziemlicher Stau - Auslöser war ein schwer zu erkennender, schlafender Löwe neben der Straße. Angesichts der Tränen um die verlassenen Elefanten und des Nervfaktors der anderen Autos fuhren wir jedoch nur daran vorbei.



In Tshokwane machten wir nochmals Halt für ein verspätetes Mittagsessen. Hier gab es ein etwas aggressives Pavian-Männchen, das die Gelegenheit nutzte und an einem Tisch eine Tüte Reiswaffeln an sich nahm. Mitarbeiter und einige überengagierte Besucher (die Sorte, bei der aus jeder Pore schreit “seht her, ich bin so Afrika- und Busch-erfahren wie Crocodile Dundee und Livingstone zusammen”) verjagten es immer wieder. Diese Erfahrung hinterließ jedenfalls bei K1 nachhaltigen Eindruck und führte zu einem erheblichen Respekt vor Pavianen. Zudem mussten wir nachhaltige Erklärungen dafür finden, warum die Männer mit Steinen auf den Pavian schießen durften, obwohl er doch dort wohnt..

Die weitere Strecke war unspektakulär, bis wir zu einer Brücke über einen Zulauf zum Sand River kamen. Hier präsentierte sich uns ein traumhaftes, nahezu klischee-haftes Afrika-Panorama mit Elefanten, Giraffen, Pavianen und diversen Antilopen.

















Wir standen hier einige Zeit und beobachteten die Elefanten beim Sandbaden und warteten gespannt darauf, dass die Giraffen sich zum Trinken herunterbeugen.

Irgendwann rissen wir uns los und machten uns auf die letzten Kilometer Richtung Skukuza. Diese waren mit Ausnahme eines Geier-Pärchens verhältnismäßig ruhig.

Erst wenige Kilometer vor Skukuza gab es einen kleinen Stau. Hier befand sich ein Hyänen-Bau direkt neben der Straße. Einige Jungtiere (nicht mehr ganz klein und schwarz, aber dennoch unglaublich nett anzusehen) waren gut zu sehen.





Als große Hyänen-Freunde freute uns diese Entdeckung, vor allem so nahe am Camp, natürlich sehr. Leider liegt sie direkt an einer der am meisten befahrenen Straßen, so dass es sich hier auch in den Folgetagen, ständig staute und man nie die Gelegenheit oder Muße hatte, länger stehen zu bleiben.

Gegen 16:00 Uhr fuhren wir schließlich endlich in Skukuza ein. Es war bereits unser dritter Besuch hier, zum ersten Mal hatten wir jedoch keine der Hütten direkt am Fluss, sondern eine Hütte “mitten drin” gebucht. Wir wären für etwas mehr Abwechslung und um den nervigen Verkehr ums Camp herum zu umgehen, lieber nach Lower Sabie gegangen, allerdings wurde dort nichts passendes frei. Das Camp ist trotz der Größe toll, liegt wunderschön und bietet alle Annehmlichkeiten. Der Hauptnachteil ist aus unserer Sicht nur der starke Verkehr rund um das Camp, der jegliches Busch-Feeling auf den ersten und letzten Kilometern vermissen lässt.

Wir hatten eine der neuen BN3 Units bekommen. Aus Gründen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, waren hier bereits 2 Kinder in der Buchung hinterlegt (keine Ahnung, ob das bei BN3 Units automatisch möglich ist oder hier ein “Fehler” im System bestand), so dass wir für K2 nichts mehr nachzahlen mussten. Dafür werden wir auf die Möglichkeit hingewiesen, dass - ob testweise oder semi-offiziell - nunmehr auch geführte Drives für kleine Kinder angeboten werden. Es gibt Morgen- (3-4h), Halbtags- und Ganztagstouren, durchgeführt in einem Standard-OSV. Eventuell fürs erste Mal eine ganz nette Sache, wenn man keine Tour von Außerhalb buchen will. Für uns aufgrund der Preise und da man nicht früher aus dem Gate kommt o. länger draußen bleiben kann, nichts.

Wir waren trotz der bekannten Fotos der renovierten Units natürlich sehr gespannt auf die Hütte. Wir erhielten Nr. 140. Sie liegt mitten drin, die Aussicht ist aktuell aufgrund eines davor befindlichen Bauzauns leider nur mäßig attraktiv.

















Die Hütte selbst ist sehr gut durchdacht, das merkt man an diversen Stellen. Gerade Schlafzimmer u. Bad sind toll und mit vielen durchdachten Details versehen (gute Ablagemöglichkeiten, USB-Ladebuchsen neben den Betten). Der Nachteil ist, dass es keine wirkliche Terasse mehr draußen gibt und man “nur” bei offenen Fenstern im Koch/Essbereich sitzen kann. Das raubt etwas Busch-Atmosphäre. Es gibt aber eine Mückenschutz-Tür zum Schlafbereich hin. Leider waren die Türen zur “Terasse” so schwergängig und laut zu bedienen, dass es keinen Spaß gemacht hätte, diese jedes mal alle auf und zu zu machen. Für uns - mit kleinen Kindern und im Winter - hatte es so gepasst, aber ansonsten sehe ich hier einen gewissen Nerv-Faktor. Zudem waren in Bad u. Schlafzimmer bereits einige Sachen wieder kaputt.. Da hat man möglicherweise am falschen Ende gespart.

Interessanterweise wirkte das Camp extrem leer - es waren kaum Hütten um uns herum besetzt. Dennoch wurde es online als voll ausgebucht angezeigt. Möglicherweise wurden bewusst Units geblockt, um sie ggf. renovieren zu können, wenn man dazu kommt.

Nachdem wir ausgeladen und das Haus erkundet haben, machen wir noch einen kleinen Spaziergang durchs Camp. Die Aussicht über den Sabie bleibt einfach traumhaft und wir können sogar ein Krokodil erspähen.







Zurück in unserer Hütte wird erstmals seit einer Woche wieder abends gekocht.. das hatten wir ursprünglich etwas anders geplant 🙂
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8’790 Beiträge · seit 201006. Nov. 2025 ·
Guten Morgen Fidel,

schon lange wollte ich mal in diesen Bericht reinschauen, denn schließlich hat K1 ja dafür gesorgt, dass ich eine Wildkamera in der Schublade liegen habe 😎 (damals dachtest du noch, dass du die nächsten Jahre nicht mehr nach Afrika kommen würdest - so kann Mann sich täuschen!).

Jetzt habe ich es endlich geschafft zumindest das letzte Kapitel zu lesen, weil der Bericht gerade so schön weit oben in "Aktuell" steht und mir dadurch ins Auge gesprungen und wieder ins Gedächtnis gekommen ist! Und ich bin ganz verzückt von deinen Schilderungen 😘 , weniger von den Sichtungen im Kruger, sondern eher davon, wie du deine Erlebnisse mit deinen Kindern erzählst!

Ich liebe die Wortschöpfungen von K1 (wobei K2 mit Pallas und Lalas ja auch schon gut dabei ist) und die Sichtungs-Fantasie von K2! Offensichtlich hat der Hyänenwilddog-Afrikaner von ihr abgeschrieben 😗 😄 !

Achja, deine Fotos schaue ich auch sehr gerne an, die sind nämlich schön!

So, genug gelobt - jetzt brauch ich einen zweiten Kaffee!

Ich freu mich auf die Fortsetzungen - liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201625. Nov. 2025 ·
Kurze Zwischenmeldung:

Ich habe den Bericht nicht vergessen, keine Sorge. Leider gibt es zur Zeit hunderte weiterer Baustellen (Weihnachten, Auto, Familienfeiern, Urlaubsplanung für 2026, Arbeit..) die das ohnehin begrenzte Zeitbudget mit zwei kleinen Kindern etwas strapazieren. Da es für uns nächstes Jahr voraussichtlich nicht nach Südafrika gehen wird (sondern erstmals nach Sri Lanka 8o ), bin ich mental aus dem südlichen Afrika auch immer etwas raus.

Ich bemühe mich aber gleichwohl, den Bericht weiterhin fortzuführen und hoffe, dass ich die Geschwindigkeit wieder etwas steigern kann.

Zum Beleg des guten Willens geht es auch gleich weiter mit einem weiteren Kapitel.

@Bele
An die Wildkamera haben wir während unseres Urlaub auch immer wieder mal gedacht - leider nicht davor, sonst hätten wir uns vielleicht wieder eine besorgt 🙂 Wir sind auch sehr froh, dass es entgegen der pessimistischen Corona-Zeit nun doch mit einigen schönen Afrika-Reisen geklappt hat. Vielen Dank für deine netten Worte 🙂

Viele Grüße

fidelito
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201625. Nov. 2025 ·
11.08.2025 Skukuza Restcamp

Wie bereits geschildert, hadern wir in Skukuza immer etwas mit dem Verkehr im direkten Umfeld. Das macht die Planung der richtigen Morning Drive Strecke nicht einfach. Wir entscheiden uns, zunächst Richtung Westen zu fahren.



Es ist absurd, welcher konstante Fluss von Fahrzeugen in Kolonne aus Richtung Gate uns entgegenströmt. Wir biegen daher gleich ab Richtung Lake Panic Hide, in der Hoffnung etwas weniger Verkehr. Direkt an der Kreuzung liegt eine Hyänen-Mutter am Rand - das interessiert die vorbeifahrenden Massen aber offenbar überhaupt nicht.



Sobald wir auf der Gravel Road sind, sind wir schlagartig alleine. Außer einem erschreckten Steinböckchen und einigen Impalas sehen wir jedoch nicht viel. Aufgrund der gerade im Lake Panic Hide morgens anfangs doch manchmal fast etwas andächtigen Stimmung verzichten wir auf einen Stop im Hide mit den Kindern - manches muss man mit Kindern nicht ausreizen.

Wir fahren noch zur Plant Nursery. Hier gibt es einen stattlichen Elefantenbullen zu bewundern.



Zurück auf der S1 treffen wir auf einige Kudus, Impalas und Zebras. Kurz darauf einen Geier im Baum.









Wir biegen auf die S65 ein, auch hier gibt es jedoch außer einigen Impalas nicht viel zu sehen.



An einem Wasserloch finden wir eine Herde Elefanten. Während auf der Teerstraße die Autos Stoßstange an Stoßstange unterwegs waren, sind wir seit dem Abbiegen auf die S65 nur einer Handvoll Autos begegnet.






Wir folgen der S65 weiter und stoßen auf eine Herde Zebras und Gnus.





Von dort geht es weiter Richtung Transport Dam. Hier ist - leider am weit entfernten Ufer - ein stetiges Kommen und Gehen.





Impalas springen zur Gaudi umehr, ein Krokodil sonnt sich und auch ein Hippo zeigt sich von Zeit zu Zeit. Wir frühstücken gemütlich im Auto.

Mit der Gemütlichkeit ist es vorbei, als eine Gruppe von mehreren Südafrikanischen Autos kommt, die sich nicht nur direkt vor unser Auto stellen, sondern es mit der Lektüre der Parkregeln offenbar nicht so genau genommen haben.



Wir packen ein und fahren über das Stevenson-Hamilton Memorial wieder zurück - bis auf ein paar Büffel im Gebüsch leider recht unergiebig.

Mittags spazieren wir zum Selati Station Restaurant zum Essen. Das Warten dauert etwas, aber die Kinder sind glücklich über den schön gestalteten Spielplatz und finden eine schöne Agame.



Auf dem Weg zurück zu unserer Hütte gehen wir am Fluss entlang, wo gerade eine Herde Elefanten sowie Giraffen vorbeiziehen - leider habe ich nur kleine Sony-Kamera mit dabei.







Nachmittags fahren wir den Sabie auf der nördlichen Seite entlang.

Am Hyänenbau ist nicht viel zu sehen. An der Brücke über den Sandriver finden wir einen Plover und tolle Landschaft.





Wir finden einen Elefanten und biegen kurz darauf wieder ab um auf der Südseite zurückzufahren.



An der Brücke über den Sabie treffen wir erneut auf Elefanten.



Im weiteren Verlauf sehen wir Nyalas, ein schlafendes Hippo und Helmperlhühner.





Verglichen mit dem heutigen Morgen sind auffällig wenig Autos hier unterwegs. Immer wieder sehen wir kleinere Gruppen von Elefanten am Fluss oder in der Nähe.





Eine Gruppe Streifenmangusten nimmt leider zu schnell reiß aus. Wir warten einige Zeit und sehen sie immer wieder der Ferne. Sie tun uns jedoch leider nicht den Gefallen, wieder näher zu kommen.



So bleibt der weitere Verlauf ebenso ereignisarm wie der Rest des Tages. Erst kurz vor Skukuza gibt es am Hyänenbau wieder Stau. Es sind einige Tiere vor Ort, aber es sind in der Abenddämmerung kaum noch gute Bilder möglich.





Zurück im Camp essen wir Brot, dann geht es zeitig ins Bett. Insgesamt sind wir von unserer Ausbeute bisher nur mäßig überzeugt. Man sieht zwar beständig etwas, aber die wirklichen Highlights fehlen.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. Feb. 2026 ·
12.08.2025 Biyamiti Teil 1

Da wir in den letzten Tagen immer früh gestartet waren und viel im Auto gesessen hatten, wollen wir heute ausschlafen. Wir müssen heute die Strecke nach Biyamiti hinter uns bringen. Da wir dort ohnehin nicht vor 14:00 Uhr einchecken können, wollen wir alles etwas entspannter angehen.

Wie das mit kleinen Kindern nunmal so ist, ist die Nacht aber dennoch um 07:00 Uhr bereits zuende. Um 07:45 Uhr sind wir unterwegs.

Fazit Skukuza

Was ich Eingangs zu Skukuza schrieb, hatte sich im Wesentlichen erneut bestätigt. Die renovierten Units sind gut gemacht und heben den Standard doch deutlich - mit den zuvor bereits geschilderten Nachteilen. Skukuza lebt von seinen vielfältigen Möglichkeiten und der schönen Lage am Fluss. Den Verkehr direkt um Skukuza empfanden wir wieder als sehr störend. Man kann ihm aber ausweichen, indem man sich primär auf Gravel Roads bewegt. Die Sichtungen waren leider - mit Ausnahme des Hyänenbaus - eher unterdurchschnittlich.


Für die Fahrt nach Biyamiti haben wir uns die Strecke nach Lower Sabie und dann runter nach Crocodile Bridge ausgesucht. So wollten wir in den Genuss der Gegend um Lower Sabie sowie die attraktive Gegend zwischen Lower Sabie und Crocodile Bridge kommen.

Am Hyänenbau waren heute die jüngsten Familienmitglieder zu sehen. Aufgrund der prominenten Position des Baus an einer Hauptverkehrsachse war jedoch großes Chaos auf der Straße. Einige Wohnmobile hatten sich zudem direkt davor positioniert und wollten auch nach längerem Warten nicht weichen. Wir konnten die Jungtiere daher bloß durch die Büsche sehen und kurz beim Vorbeifahren ablichten..





Im weiteren Verlauf entlang des Sabies treffen wir auf einen einsamen Elefanten, Warzenschweine, Nylas und eine Gruppe Paviane.









Kurz vor der Brücke über den Sabie gibt es einen absoluten Horror-Stau - das reinste Chaos auf mehreren Fahrspuren. Der Anlass sind wohl 2 Löwen - man kann sie erahnen, sie sind aber locker 50 Meter von der Straße entfernt. Da sich der Großteil der FahrerInnen wie Sau benimmt, drängen wir uns so schnell wie möglich durch den Stau, um diese unerfreuliche Situation hinter uns zu lassen.

An der Brücke wechseln wir auf die Nordseite zur S30. Wir sind große Fans der Strecke und hatten hier in der Vergangenheit tolle Sichtungen. Bei unserem letzten Besuch 2022 war die Strecke leider gesperrt. Daher nutzen wir jetzt die Chance, dem Verkehr etwas zu entkommen.

Kurz danach treffen wir erneut auf Nyalas, aber auch auf Wasserböcke und Zebras und schwelgen in Erinnerungen an eine einmalige Leopardensichtung mit Kill im Jahr 2018.





Im weiteren Verlauf finden wir endlich die ersten Carnivoren in Form von Zergmangusten.



Über uns kreisen Gaukler.



Die weitere Fahrt beschert uns weitere Warzenschweine, Baumhörnchen und Steinböckchen.



An der Kreuzung zur S128 können wir einen Elefanten beobachten, wie er ein Loch in das Sandbett eines Flusses gräbt. Kurz darauf quert eine ganze Familie die Straße.





Die Brücke über den Sabie beschert uns schöne Sichtungen von Krokodilen, Nilpferden und Vögeln.











Auch am Sunset Dam ist wie immer einiges los.











Wir machen in Lower Sabie Halt, genehmigen uns ein Frühstück beim Mugg & Bean und suchen (leider ohne großen Erfolg) nach Vögeln. Gerne hätten wir hier anstatt in Skukuza ein paar Nächte verbracht; leider ist die Zahl der Unterkünfte für >3 Personen hier deutlich überschaubarer als anderswo, so dass wir kein Glück hatten mit einer Buchung.
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zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2026
Themenstarter925 Beiträge · seit 201619. Feb. 2026 ·
12.08.2025 Biyamiti Teil 2

Nach der Frühstückspause (inzwischen ist es fast Mittag und gut warm geworden) machen wir uns auf den weiteren Weg. Ein erneuter Besuch beim Sunset Dam ergibt keine neuen Bilder.

Wir entscheiden uns wegen des Nthandanyathi Hides und guter Gepardensichtungen in der Vergangenheit für die S28. Die Fahrt ist, wohlmöglich auch aufgrund der Temperaturen, eher ereignislos.

Am Hide selbst ist jedoch einiges geboten. Einige Elefanten trinken bereits, weitere kommen dazu.









Auch eine Herde Zebras ist im Anmarsch.

Leider spielt sich hier wieder eine Episode der Diskussion “Wie sinnvoll ist Safari mit kleinen Kindern?” ab. K2 ist zu energiegeladen, hampelt herum und möchte lieber Krach und Quatsch machen als leise zu sein. Alle Ablenkungen oder Ermahnungen helfen nicht. Da wir natürlich nicht alleine im Hide sind, brechen wir notgedrungen unseren Besuch trotz gebotener Action ab (auch wenn wir generell keine negativen Reaktionen anderer Besucher mitbekommen hatten). Hier zeigt sich eindrucksvoll, dass Safari mit kleinen Kindern eben auch Grenzen hat und nicht immer alles so wie gewünscht verläuft.

Auch die weitere Fahrt ist relativ ereignisarm. Kurz vor Crocodile Bridge wird die Landschaft nochmals deutlich trockener und karger, fast schon trostlos. Am Vuhami River stoßen wir auf eine überdurchschnittlich große Herde Gnus.



Die oft gerühmte S25 ist bis auf Bienenfresser, Stare, Grünmeerkatzen und einen stattlichen Kudu-Bullen ebenfalls eher unergiebig. Auch dass man hier beständig die Zivilisation außerhalb des Parks im Blick hat mit Feldern, Lodges oder Farmen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist etwas schade, dass man fast nie näher am Fluss entlang fahren kann.









Schließlich kommen wir in Biyamiti an. Hierher wollten wir bereits seit vielen Jahren, da man immer wieder überschwängliche Meinungen zum Camp liest. 2022 waren uns die großen Unterkünfte schlicht zu teuer, dieses Jahr haben wir in den sauren Apfel gebissen in der Hoffnung, noch etwas günstigeres zu bekommen. Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht, insgesamt war sehr wenig Bewegung bei den Buchungen im gesamten Park für den August.

Wir erhielten Haus Nummer 13. Der Grundriss ist etwas seltsam. Die riesige Terrasse ist rundherum verglast (und lässt sich auch nicht voll “öffnen”), die Küche dafür winzig im Gang. Alles könnte mal wieder eine Renovierung gebrauchen. Rein vom Standard her sind die Preise hier in jedem Fall nicht gerechtfertigt. Eine halbwegs vernünftige Aussicht auf den Fluss hat man nur von wenigen Units aus - hier wäre deutlich mehr Potential gewesen..

Wir räumen um und spielen auf der “Terasse”, dann begeben wir uns auf einen Spaziergang durchs Camp. Unter dem Bird Hide versteckt sich sehr zur Freude der Kinder jemand.



Glücklicherweise sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt zum Fluss gekommen. Eine Gruppe Elefanten läuft direkt ins Flussbett vor dem Zaun, um bei einem dort gegrabenen Loch zu trinken. Etwas weiter gibt es jedoch auch noch Oberflächenwasser.









Die kleineren müssen sich ganz flach hinlegen, um mit ihrem kurzen Rüssel bis zum Waser zu gelangen.





Auch ansonsten sind die Kleinen (die Elefanten) für jede Menge Spaß zu haben.

Verbunden mit der schönen Abendstimmung eine wirklich traumhafte Sichtung - die wir komplett verpasst hätten, wenn wir nicht zufällig Richtung Zaun spaziert wären..

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142 Beiträge · seit 202320. Feb. 2026 ·
Hallo Fidel,

schön, dass es weiter geht. Die Fotos der kleinen Elefanten gefallen mir sehr! *_*

Liebe Grüße
Johanna
Themenstarter925 Beiträge · seit 201607. März 2026 ·
13.08.2025 Biyamiti Teil 1

Für heute waren wir gespannt, was die vielgelobte Gegend rund um Biyamiti für uns zu bieten hatte. Wir waren heute früh dran und starteten bereits um 06:30 Uhr. Wir folgten der Camp-Straße nach Nordwesten und bestaunten einen schönen Sonnenaufgang.



Bis auf einen Buschbock und einen Wasserbock bleibt es bis zum Biyamiti-Wehr jedoch in Bezug auf Tiere sehr ruhig.



Mit der Ruhe ist es am Wehr dann aufgrund eines Paars Nilgänse dafür vorbei.



Wir biegen nach rechts auf die S23 ein und folgen ihr nach Norden. Kurz darauf sehen wir ein Paar Klippspringer, die sich die Morgensonne auf den Pelz scheinen lassen.



Wenig später stoßen wir auf eine kleine Gruppe Elefanten.Sie sind sehr entspannt - was auch gut ist, da immer wieder plötzlich ein Elefant verdammt nah am Auto vorbei läuft.



Irgendwann wollen wir weiter - K2 aber nicht. Sie will unbedingt bleiben und weiter den Elefanten zusehen. Nach weiteren 5 Minuten müssen wir leider irgendwann die Reissleine ziehen und mit herzzerreißend nach Elefanten weinendem Kind weiterfahren. Die optimale Verweildauer bei Sichtungen ist, gerade bei einem Morning Drive, ja schon immer nicht so einfach einzuschätzen. Mit Kindern und ihrem eigenen Willen wird das leider nochmal eine Ecke komplizierter.

Doch der nächste Stop ist nicht weit. Eine riesige Büffelherde blockiert die Straße. Da es bereits nach 08:30 Uhr ist und die “heiße” Phase des Morning Drives damit definitiv durch ist, sind wir entspannt und die Kinder ebenfalls. Ihre Zahl, Größe und Geräuschkulisse hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck.







Irgendwann sind sie weitergezogen und wir können weiterfahren. Im Sand am Rand der Straße sehen wir Spuren einer kleinen Katze, aber keinen Verursacher, sondern nur Impalas. Über die S113 fahren wir zur H3 und biegen wieder nach Süden ab.

Hier treffen wir noch auf eine Giraffe und warten gespannt darauf, ihre Zunge zu sehen. Glücklicherweise zeigt sie uns die Zunge kurz darauf.



Dann können wir endlich am Afsaal Picknickplatz halten und aussteigen. Wenn man nicht nur die teilweise nur mäßig ergiebige Zufahrt nach Biyamiti hoch und runter fahren möchte ist die Dichte an Stop-Möglichkeiten hier im Süden überschaubar. Glücklicherweise haben unsere Kinder dies (auch Toiletten-mäßig bei K1) immer toll durchgehalten.

Afsaal selbst ist sehr voll und im Vergleich zu anderen Plätzen in mäßig gutem Zustand. Wir frühstücken, beobachten große Gruppen von anderen Touristen und machen uns schließlich wieder - mit einem kleinen und bis auf eine Schildkröte (die die Kinder total begeisterte, aber auf Dauer nicht sehr spannend war) unergiebigen Schlenker über die Renosterpan - auf den Weg zurück nach Biyamiti.



Am Wehr treffen wir auf einen Wooly Necked Stork und sehen in der Ferne im Flussbett einige Elefanten. Leider ist das Licht bereits viel zu grell.





Die Adleraugen meiner Frau erspähen zudem auf einem Felsen am gegenüberliegenden Ufer zwei Löwenmännchen.



Da die Runde ohnehin schon viel zu lang war, das Licht bescheiden und die Temperatur langsam recht hoch, wollen wir hier auch nicht längere Zeit warten, ob die Löwen sich vielleicht in Richtung Fluss bewegen.

Wir überqueren den Fluss, beobachtet von einem Pied Kingfisher und fahren weiter Richtung Camp. Diesmal treffen wir auf ein paar mehr Tiere - Zebras, Kudus und die Büffelherde von vorher, die nunmehr im Flussbett weiterzieht.





Als Highlight stoßen wir noch auf einen Zwergsperber in einem nahen Busch.



Bis wir wieder zurück im Camp sind, ist es bereits Mittag.
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13.08.2025 Biyamiti Teil 2

Die Mittagspause verbringen wir mit Spielen im Camp. Eigentlich wollten wir gegen 3/4 nochmals los. Davor wollten wir aber nochmal zum Zaun schauen - wer weiß was man heute verpassen würde.

Im Camp treffen wir wieder auf unseren Buschbock.



Unten am Fluss ist aber alles ruhig. Bis wir dann doch endlich starten, ist es fast schon etwas spät. Eigentlich wollten wir nochmal bis zum Wehr und nach den Löwen sehen - ob das bei nur noch knapp 2 Stunden klappt, mal sehen..

Wir freuen uns dafür zunächst über ein weiteres Raubtier am Straßenrand.



Kurz darauf treffen wir auf eine Hyäne neben der Straße, die in etwas seltsamer Körperhaltung in einem Busch schläft. Sie kommt uns seltsam dick vor und rührt sich nicht.



Die weitere Strecke ist eher ruhig. Abgesehen von ein paar Wasserböcken unten im Fluss und - in dieser Dichte doch ein wenig überraschend - einer weiteren Zwergmanguste, gibt es wenig zu sehen.



Irgendwann ist klar, dass das bis zum Wehr definitiv nichts mehr wird und wir drehen um, um gemütlich zurück zu zuckeln. Einzig eine Giraffe kreuzt noch unseren Weg, ansonsten genießen wir einfach nur die schöne Natur um uns herum.





Im schönsten Abendlicht auf einem kleinen Fahrweg durch die Natur zu rollen, in der Erwartung, dass hinter jeder Kurve etwas Spannendes warten könnte, ist für uns der Inbegriff von Urlaub - auch wenn dazu gehört, dass manchmal auch nichts passiert.



Was wir im Camp am Zaun verpasst haben - wer weiß?
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14.08.2025 Biyamiti Teil 1

Auch heute schaffen wir einen verhältnismäßig frühen Start und sind gegen 06:30 Uhr unterwegs. Der Plan für heute Morgen ist, möglichst auf direktem Weg nach Afsaal zu fahren und dort zu frühstücken. Idealerweise sollte der Drive in Summe nicht ganz so lang werden wie am Vortag. Mal sehen, ob er ergiebiger wird.

Als erstes treffen wir auf Impalas und einige Kudus.





In einiger Entfernung sitzt ein junger Gaukler auf einem Baum, leider nicht im besten Licht.



In noch weiterer Entfernung zieht eine Elefantenherde durch den Busch.



Recht nah ist dafür ein kleiner Perlkautz.



Auch ein paar Elefanten zeigen sich.





Nach fast 1,5 Stunden sind wir am Wehr. Die niedrige Position bietet einige schöne Foto-Möglichkeiten, auch wenn die Foto-Modelle nicht allzu spektakulär sind.





Wir erhaschen einen kurzen Blick auf einen Schakal und können zwei Impalaböcke mein Kräftemessen beobachten.







In Afsaal angekommen ist es heute noch nicht so voll wie gestern - mutmaßlich weil wir etwas früher dran sind. Wir bestellen uns klassisch Toast, Speck und Eier - für die Kinder ein absolutes Highlight. Es bestünden wohl keinerlei Einwände, das als Standard-Frühstück zuhause zu etablieren.

Für den Rückweg nach Biyamiti wollen wir die - auch bisweilen vielgerühmte - S25 fahren. Dass das Licht nicht mehr das beste ist, überrascht nicht. Es ist aber zudem auch - wie bereits am östlichen Ende der S25 - extrem trocken und staubig.



Bis auf einige Impalas und ein Warzenschwein sehen wir länger nichts - über Steinböckchen freuen wir uns aber selbstverständlich immer.





Der weitere Verlauf hält noch eine Giraffe sowie einen einsamen Büffel bereit. Als für uns selteneres Highlight zeigt sich zudem noch ein Hawk Eagle.







Etwas früher als am Vortag sind wir schließlich wieder zurück im Camp. Leider war auch dieser Drive gefühlt eher unterdurchschnittlich..
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2026 ·
14.08.2025 Biyamiti Teil 2

Die Mittagszeit verbringen wir mit dem Nachholen von Schlaf und Spielen. Nach den gestrigen Erfahrungen schaffen wir es heute etwas früher weg zu unserem letzten Abend Drive im Kruger NP für diesen Urlaub. Ziel ist, es diesmal bis zum Wehr zu schaffen.

Der Ausflug beginnt vielversprechend. Als erstes kommen wir wieder an der Stelle vorbei, an der am Vortag die Hyäne lag. Bereits aus der Ferne sehen wir, dass sie dort immer noch liegt.. kurz darauf ist der Grund dafür auch olfaktorisch bemerkbar. Wir halten mit geschlossenen Fenstern, können aber weder Verletzung noch sonst eine Todesursache feststellen (so gut man das als Nicht-Veterinär auf 2-3 Meter Entfernung eben kann..).

Nach einem guten Kilometer sitzt auf einem Baum neben der Straße ein Weißrückengeier, gegenüber wirft sich ein Toko im Abendlicht in Pose.





Wenige Meter weiter findet sich ein ungleiches Pärchen im Baum.



Kurz darauf gesellt sich auch der “Nachwuchs” dazu und die Patchwork-Familie ist perfekt.



Irgendwann reißen wir uns von der Familie los und fahren weiter, nur um wenige Meter weiter auf ein Pärchen Tawny Eagles zu stoßen. Was ist denn hier heute los?



Als wir uns dem Wehr nähern, treffen wir noch auf Giraffen und Zebras.





Am Wehr selbst ist bis auf einen Hammerkop nichts los.



Leider bleibt uns auch nicht die Zeit, um länger zu verweilen, sofern wir nicht unentspannt zurück rasen wollen. Eigentlich machen wir unsere Abend-Drives immer so, dass wir uns vorher einen Umkehr-Ort oder Zeitpunkt überlegen, der großzügig Luft lässt und uns erlaubt, die Rückfahrt dann mit Blick auf die Uhr so zu steuern, dass man kurz vor Gate-Schluss eintrifft. Dabei werden wir dann in der Regel immer langsamer, je näher wir dem Camp kommen - schließlich hatten wir schon die besten Sichtungen kurz vor Gate-Schluss. Jetzt hatten wir nur noch eine gute Stunde Zeit um wieder zurück zum Camp zu kommen, was zumindest nicht ganz so großzügig bemessen war wie es unseren Idealvorstellungen entsprechen würde. Wie das so ist, zeigt sich in so einer Situation natürlich immer gleich, dass man in einem Nationalpark mit Zeitplanungen immer aufpassen muss.

Bereits nach wenigen Metern stehen wir vor einer größeren Elefantenherde, die die Straße für sich beansprucht.





Auf so einer Straße wandert es sich natürlich deutlich besser, zudem scheinen die Sträucher an der Straße immer besonders lecker und interessant zu sein. So verstreichen die Minuten und wir werden doch etwas nervöser.

Irgendwann können wir weiter. Kurz darauf zeigt sich eine Giraffe im schönsten Abendlicht.



Im Fluss unten ist eine große Büffelherde zu sehen.



Von unserer Patchwork-Familie ist nur noch ein Elternteil übrig.



Kurz darauf sehen wir auf der Straße vor uns eine Hyäne die vor uns her läuft.



Nach einiger Zeit wird uns klar, wo sie hin will - zu ihrer toten Verwandten. Nach einigen hundert Metern hat sie die andere Hyäne erreicht. Sie geht langsam hin zu ihr, schnüffelt und springt erschrocken einen Meter zurück. Offenbar kommt ihr die Situation komisch vor.

Kurz darauf kommen zwei weitere Hyänen von der Seite. Was jetzt passiert, ist nichts für Zartbesaitete.. Die beiden neu hinzugekommenen Hyänen gehen sofort zu ihrer toten Verwandten, ziehen sie aus dem Busch - und versuchen, ihr Stücke herauszureißen.



Kurz darauf kommt noch eine weitere Hyäne dazu. Uns ist klar, dass Hyänen wie sehr viele andere Carnivoren Opportunisten sind. Es dann aber mit eigenen Augen mitzuerleben, ist dann aber doch relativ eindrücklich.

Die Kinder finden es auch seltsam, aber insgesamt kommt es ihnen wohl deutlich normaler und natürlich vor - oder sich machen sich schlicht weniger Gedanken.

Die Sonne ist inzwischen untergegangen und die Uhr tickt weiter.



Wir haben aber nur noch wenige Kilometer und gute 15 Minuten bis zum Gate-Schluss, so dass eigentlich alles kein Problem sein sollte.. Bis keine hundert Meter vor der Camp-Abfahrt ein Auto vor uns steht und vor ihm ein großer, einsamer Elefanten-Bulle, der immer wieder deutlich macht, dass das hier eigentlich sein Reich ist.

Über das optimale Verhalten in solchen Situationen gibt es unendlich viele Meinungen und Einschätzungen von unendlich vielen erfahrenen Personen. Auch im Auto vor uns gibt es offenbar diverse Meinungen zum optimalen Vorgehen - jedenfalls werden alle Varianten durchprobiert (vielleicht in etwas zu raschem Wechsel). Langsam vorwärts, rückwärts, Motor aus, Hupen.. Wir beobachten das ganze aus sicherer Entfernung und denken uns natürlich immer, dass wir alles anders und besser machen würden.. So verrinnen die Minuten. Irgendwann hat der Elefant ein Einsehen und begibt sich ein paar Meter neben die Straße. Wir können die Chance nutzen und kommen auf die Minute pünktlich im Camp an.



Eigentlich sind wir, was die Rückkehrzeit angeht, immer relativ entspannt. Schließlich sind wir oft genug mit Torschluss ins Camp gerollt (und es ging auch schonmal - Dank Elefanten-Roadblock - schief). Aber gerade mit kleinen Kindern im Auto ist man natürlich nicht unbedingt darauf erpicht, das Abenteuer bis aufs letzte auszureizen. Zudem sind übellaunige Elefanten wohl das größte realistische Risiko für Besucher in ihren eigenen Fahrzeugen.

Auf jeden Fall für einen letzten Abend Drive im Park eine vernünftige Ausbeute an Erlebnissen.

Als wir nach dem Abendessen die Kinder ins Bett bringen, hören wir seltsame Geräusche. Draußen muss irgendetwas los sein - und zwar richtig laut. Es ist ein Stöhnen, Grunzen, Brüllen - und Muhen. Ein Besuch am Zaun zeigt: Eine riesige Büffelherde zieht im Fluss entlang. Die Geräuschkulisse ist gigantisch. Tagsüber im Auto, selbst ohne Motor, nimmt man dies nie in gleichem Maße wahr wie zu Fuß, im Dunkeln, getrennt nur durch einen Zaun von hunderten Büffeln..

Fazit Biyamiti:

Wir können die von allen Seiten geäußerte Begeisterung für dieses Camp nur bedingt nachvollziehen. Die großen Vorteile sind sicher die Abgeschiedenheit und die Lage direkt am (trockenen) Fluss. Allerdings sind die Sichtungen auf der Zufahrtsstraße doch eher unterdurchschnittlich und man fährt sehr lange, bis man irgendwo anders ist. Es fehlen die großen Flüsse in der Gegend, die anderswo immer Gewähr für ein paar nette Bilder bieten. Die Häuser sind, verglichen mit anderen im Park, sehr renovierungsbedürftig und altbacken - für einen weit überdurchschnittlichen Preis. Mit Ausnahme weniger Häuser hat man keinerlei Aussicht. Ich bin daher froh, das Camp endlich einmal besucht zu haben für einen eigenen Eindruck. Angesichts der Preise und der Schwierigkeit, überhaupt ein Haus zu bekommen, wird es für uns voraussichtlich bei künftigen Besuchen eher nicht die erste Wahl sein.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2026 ·
15.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village Teil 1

Nach 8 Nächten im Park heißt es heute leider nun Abschied nehmen für uns. Selbst bei über vier Wochen Urlaub ist die Zeit im Park leider endlich. Wir hätten - auch die Kinder - ohne weiteres noch deutlich länger so weitermachen können. Aber man will ja auch noch etwas anderes sehen oder tun..

Wir wollen über das Melelane Gate raus und dann immer gerade aus südwärts bis zum Ezulwini Valley.

Beim Packen beobachten sich die Kinder und zwei Vervet Monkeys im Baum gegenseitig für etliche Minuten. Wir fahren schwerzen Herzen über die S25 Richtung Gate.

Zum Abschied sehen wir unseren ersten und einzigen Papageien des Urlaubs.



Der weitere Verlauf ist nett, aber unspektakulär. Wir sehen Zebras, Impalas, Steinböckchen und glücklicherweise noch eine Herde Elefanten, damit sich K2 von ihnen verabschieden kann.









Auch für eine Giraffe stehen wir länger als sonst zum verabschieden. Ein paar Kudus im schönsten Morgenlicht komplettieren das Bild.







Schließlich verlassen wir den Park und frühstücken am mehr oder weniger leeren Parkplatz vor dem Gate unsere Overnight Oats. Die Größte des Parkplatzes lässt erahnen, wie es hier manchmal zugeht - das wäre definitiv nichts für uns..

Fazit Kruger

Der Park ist und bleibt weltweit einmalig. Das Level an Infrastruktur sowie das Preisleistungsverhältnis ist für ein Safari/Wildnis-Erlebnis, gerade mit Kindern, unübertroffen. Die Unterkünfte sind - im Vergleich zu anderen Unterkünften im Land und zum gebotenen Standard - nicht billig. So gut und einfach wie hier, ist es als Familie jedoch nirgendwo sonst auf der Welt möglich, auf Safari zu gehen. Wenn man will, kann man durchaus noch sehr erschwinglich nächtigen und sich selbst verpflegen. Der Nachteil all dessen ist bisweilen der Verkehr beziehungsweise die Menge anderer Besucher und eine nicht immer einfache Buchungslage. Man kann den anderen Besuchern aber - auch im Süden - meistens gut entfliehen, in dem man Hauptstraßen meidet.

Zudem ist Malaria natürlich immer ein Thema. Hier sollte sich jeder anhand der allgemein verfügbaren (wissenschaftlichen) Quellen und eigener ärztlicher Beratung selbst für das richtige Vorgehen entscheiden und nicht den Meinungen einzelner Social-Media-Teilnehmer blind folgen. Wir hatten - mit immer mal wieder mulmigem Gefühl - weiterhin das Gefühl, dass das Risiko jedenfalls im August sehr überschaubar ist. Mit Prophylaxe wäre es möglicherweise einfacher abzuwägen und weniger mulmiges Gefühl - aufgrund des geringen Risikos wurde uns davon für die Kinder abgeraten.

Was unsere Sichtungen angeht, bleibt ein etwas schales Gefühl. Es ist immer schwierig, sich zu beklagen. Es fehlten irgendwie die wirklichen Highlights, die man gefühlt früher häufiger hatte - ob nun mit Katzen oder anderen Tieren. Eigentlich kann es nicht wirklich an den Fahrzeiten oder Strecken gelegen haben - wir waren schließlich durchaus sehr früh und spät unterwegs und deckten große Distanzen über längere Zeit ab. Vielleicht hatten wir schlicht etwas Pech, oder man hat mit kleineren Kindern einfach weniger Aufmerksamkeit für den Busch als ohne oder bleibt kürzer irgendwo stehen, wo man alleine möglicherweise einfach mal 20 Minuten gewartet hätte. Dies deckt sich ein wenig mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr. Vermutlich ist man schlicht weniger konzentriert und fokussiert.
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1’860 Beiträge · seit 201617. März 2026 ·
Hallo Fidel,
zwischendurch möchte ich mal Danke sagen für deinen interessanten Bericht über eure Familienreise. Da werden Erinnerungen an alte Zeiten wach... 🙂
Es klingt, als hättet ihr eine gute Zeit im Kruger verlebt, auch wenn ihr ein wenig mit eurem Sichtungsglück hadert. Ich habe beim Lesen auch gedacht, dass ihr euer Mögliches getan habt. Am Ende ist es doch immer wieder ein Glücksspiel, wenn man als Selbstfahrer unterwegs ist.
Unseren Kindern war es in diesem Alter aber Ende recht einerlei, was sie beobachtet haben. Den Eltern fiel das schon etwas schwerer... 😉
Also: Danke fürs Berichten!
Liebe Grüße
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
4’386 Beiträge · seit 201517. März 2026 ·
Hallo Fidel,
zufällig bin ich auf Euren Reisebericht gestoßen und habe ihn in einem Rutsch gelesen. Deine Beschreibung der Erlebnisse mit K1 und K2 sind herzerfrischend, wenn es auch herzzerreißenden Abschiedsschmerz von Elefanten gab 😗 .
Auch die Fotos gefallen mir ausnehmend gut - vor allem das
IMG_0219.jpeg

finde ich ganz toll getroffen.
Es sind ja oft - besonders nach etlichen Reisen im südlichen Afrika - gerade die kleinen Beobachtungen, die so intensiv sind und in Erinnerung bleiben. Deshalb würde ich mich über ausgebliebene Katzen nicht grämen. Katzen kann jeder - aber einen Bienenfresser mit Schmetterling - das sehen die wenigsten!
Herzlichen Dank für Deine Mühe und ebensolche Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2026 ·
Hallo,

vielen Dank für eure netten Worte.

@Sascha
Richtig, den Kindern ist es egal bzw. würden sie manch besonderes gar nicht so schätzen. Aber Löwen wurden dennoch regelmäßig verlangt 🙂

@Friederike
Es freut mich sehr, dass du hierher gefunden hast. Danke für deinen Trost - auf der reinen Beobachtungs/Erlebnis-Ebene hast du sicher recht. Deswegen gehen wir da auch immer ganz unbedarft ran - gesehen haben wir schließlich schon alles. Aus fotografischer Sicht sind Katzen etc. aber halt doch etwas spektakulärer als Kudus und man vergleicht ständig mit anderen und mit früheren Besuchen..

Viele Grüße

fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2026 ·
15.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village Teil 2

Nach dem Malelane Gate fuhren wir zur nächsten Tankstelle, machten voll und erstanden noch neues Trinkwasser und Doom. Dann ging es weiter geradeaus Richtung Grenze. Wie immer war es nach den Tagen im Park ein seltsames Gefühl, wieder in der “richtigen” Welt unterwegs zu sein.

Je näher wir der Grenze bei Jeppes Reef kamen, desto lebhafter wurde es neben der Straße. Jede Menge Menschen, Kühe und andere Tiere waren - vor allem für K2 - plötzlich deutlich spannender als alle Elefanten, Impalas und Kudus die Tage davor.

An der Grenze ist leider direkt vor uns eine deutsche Reisegruppe (mutmaßlich eine “Kleingruppenreise”) angekommen, wodurch sich vor allem auf eSwatini-Seite eine längere Schlange gebildet hat, wodurch sich alles etwas zieht. Die Mitarbeiter sind aber sehr nett und hilfsbereit (für Grenzbeamten eigentlich nicht der Standard) und uns wird genau erklärt, was wir wo machen müssen. Etwas baff bin ich, als ich sehe, wie der (deutsche) Guide der Reisegruppe in seinem Pass einen Hundert-Rand-Schein legt und ihn der Grenzbeamtin reicht. Diese entnimmt ihn und legt ihn unter einen Stapel Papiere.. Absolut nicht nachvollziehbar für mich, an einer doch normalerweise absolut unproblematischen Grenze mit einer Bestechungssumme, die geradezu lächerlich gering ist, vor den Augen der eigenen Gäste. Ob er tatsächlich davon ausgeht, dass die Bestechung den Prozess voranbringt, eine Bestechung erwartet wird oder er sich nur mit seinen Skills vor seinen Gästen profilieren will - who knows. Auf jeden Fall sind sowohl Außenwirkung als auch die Folgen für das von ihm besuchte Land katastrophal..

In eSwatini befanden wir uns bald in sehr ländlicher, von Forstwirtschaft geprägter hügeliger Landschaft. Die Straße war, von wenigen Abschnitten mit Pothole-Warnungen abgesehen, in gutem Zustand. Insgesamt sieht es hier sehr ähnlich wie weiter im Westen um Baberton aus (nur ohne die “High Crime Area” Warnschilder).







Wir hatten im Vorfeld lange überlegt und geknobelt, wie viele Nächte wir in eSwatini verbringen möchten und wie wir die Zeit aufteilen. Wir dachten uns, dass wir, wenn wir nach so vielen Reisen ins südliche Afrika endlich mal hierher kommen, auch mehr Zeit hier verbringen müssen als nur eine Zwischenübernachtung. Auf den Hlane NP haben wir bewusst verzichtet, da wir direkt aus dem Kruger kamen und in den Hluhluwe weiter wollten und uns nicht sicher waren, ob der Park da einen Mehrwert bieten würde. Gerne hätten wir mehr im Nordwesten - z.B. Phophonyane Phalls NR oder Malolotja NP - 1-2 Nächte verbracht. Aber einerseits war die Unterkunftsauswahl sehr eingeschränkt und barg gewisse Preisleistungs- und Zustandsrisiken, andererseits hätten wir so mehrere kurze Stops machen müssen. Wir entschieden uns daher als Kompromiss dazu, den Malolotja NP auf der Durchreise zu besuchen und 3 Nächte im Ezulwini Valley zu bleiben.

Gegen 12:00 Uhr waren wir am Eingang des Malolotja NP angekommen. Viel los ist hier definitiv nicht. Auch viele Informationen findet man nicht im Netz. Ich versuche mich daher an der Rezeption ein wenig schlauer zu machen, ob und wie wir hier vielleicht auch eine kleine Wanderung machen könnten oder wie es mit Essensmöglichkeiten aussieht.

Die Informationsversorung ist leider auch vor Ort etwas dürftig. Ich muss der Mitarbeiterin leider jeden Informationsfetzen einzelnd aus der Nase ziehen und soll mir doch einfach Fotos von den Karten an der Wand machen.





Die von uns angedachte Wanderung zu den Wasserfällen wird als zu weit im Rahmen eines Zwischenstopps eingestuft (wir müssen ja noch weiter), so dass wir uns entscheiden, eine Runde über den allgemein (ohne Allrad) befahrbaren Loop zu fahren.







Der Weg besteht aus verlegten Betonplatten und ist bisweilen etwas knifflig zu fahren, weil Platten verrutscht sind und manche Steigungen recht steil sind. Mit unserem Fortuner natürlich kein Problem, mit einem kleineren Auto vielleicht an der ein oder anderen Stelle unnötig nervenaufreibend. Insgesamt macht vieles einen relativ vernachlässigten und verfallenen Eindruck. In die eine Richtung ist viel verbrannt, auch in der Ferne sind diverse Rauchsäulen zu sehen und es ist sehr diesig. Das dürfte wohl in weiten Teilen des südlichen Afrikas um diese Jahreszeit normal sein.

Wir kurven also einfach etwas umher, machen eine Pipi-Pause, freuen uns über Buntböcke und sind relativ sicher, dass es eine gute Idee war, nicht hier in den staatlichen Unterkünften 1-2 Nächte gebucht zu haben.





Ansonsten ist es landschaftlich durchaus attraktiv. Mit mehr Zeit und einem Allradfahrzeug könnte man in die noch bergigeren Ecken vorstoßen und wohl sehr gut wandern. Zudem ist es natürlich so trocken, verbrannt und in der Mittagshitze nicht sonderlich attraktiv. Das dürfte aber z.B. im Sommer und Herbst durchaus anders sein.

Aufgrund des desolaten Zustands des Parks versuchen wir gar nicht erst, dass angeblich geöffnete Restaurant zu finden, sondern fahren weiter Richtung Mbabane in der Hoffnung, noch auf einen netten Mittagessens-Halt zu stoßen. Viel Auswahl gibt es nicht, manches ist falsch bei Google Maps hinterlegt, so dass wir vorbeifahren, anderes ist nicht mehr existent oder geschlossen. So sind wir schneller als erhofft auf der Autobahn durch das Ezulwini-Tal und in der dicht besiedelten Gegend um Mbabane. So wirklich viel Lust, nochmal anzuhalten, haben wir so kurz vor dem Ziel nicht mehr und fahren einfach durch (auch wenn die Kinder quengeln und mit Keksen ruhig gestellt werden müssen..). Rückblickend hätten wir diesen Tag wohl besser planen können/müssen.

Von Mbabane geht es kurvenreich immer weiter bergab bis ins Ezulwini Valley, der wohl wohlhabendsten Ecke eSwatinis. Wir haben uns für die Übernachtung eine Hütte im Mantenga Cultural Village reserviert. Es fanden sich hierzu wenig Reviews, aber zumindest keine negativen, zudem war der Preis recht attraktiv. Gerne hätten wir auch “nebenan” im Mlilwane NR übernachtet - hier wurden uns aber durchgehend keine Verfügbarkeiten für uns 4 angezeigt.

Leider leitet uns Waze falsch, so dass wir etwas unnötig herumkurven, ehe wir den Eingang zum Mantenga NR finden. Ein Stop hier gehört zu den absoluten Standard-Stops jeder Tour durch eSwatini, entsprechend ist immer ein bisschen was los. An der Rezeption ist man erstaunt, dass wir eine Buchung für eine Übernachtung haben sollen und teilt uns mit, wir sollen einfach ins Village fahren und dort jemandem Bescheid geben. Nach einer kurzen Strecke entlang eines schönen Flusses sind wir im Cultural Village, wo man jedoch ebenso zunächst überrascht ist, uns dann aber eine recht hübsche Hütte zeigt.



Leider hat die Hütte (entgegen der Angaben im Netz) nur ein Doppelbett - ein weiteres Bett wird jedoch rasch von zwei Damen herbei geschafft. Auch gibt es hier keine Küche - da war ich wohl fälschlich davon ausgegangen (mal wieder ein Planungsfehler). Immerhin gibt es einen kleinen Kühlschrank, wo wir unsere verderblichen Vorräte aufbewahren können. Zudem ist, was wir ebenfalls nicht wussten, Frühstück inkludiert und es gibt im Umkreis von 10 Kilometern so viel Restaurant-Auswahl wie an wenigen anderen Ecken eSwatinis. Also alles halb so wild.

Ansonsten sind die Hütten top und es gibt nichts an ihnen auszusetzen. Geräumig, sauber, tolles neues Bad, schöne Aussicht. Von den Besuchern des Cultural Villages kriegt man, außer die Trommeln und den Gesang während der zwei täglichen Vorführungen, nichts mit.







Wir laden schnell aus und begeben uns dann zum örtlichen Restaurant für ein verspätetes Mittagsessen.

Danach erkunden wir die Gegend ein wenig und spazieren - die Sonne beginnt bereits hinter den Bergen zu verschwinden - zum örtlichen Wasserfall. Die Reisegruppen verschwinden alle und wir haben das gesamte Dorf und Reserve mehr oder weniger für uns. Der Wasserfall kann sich mehr als nur sehen lassen.









Ohne Sonne kühlt es sehr schnell ab, so dass wir uns zum Abendessen mit Müsli in unsere Hütte verziehen. Sobald es Dunkel ist, scheinen wir die einzigen Gäste hier oben zu sein.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. März 2026 ·
16.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village

Die absolute Ruhe währte jedoch leider nicht ewig. Spätabends, als wir längst schlafen, kommt offenbar eine Reisegruppe an und wird auf sämtliche verbleibenden Hütten verteilt - wobei man sich natürlich lautstark erstmal über alles mögliche unterhalten muss. Nach der Ruhe und Einsamkeit zuvor, ein gewisser Schock. Zudem hört man aus den benachbarten Hütten recht gut sämtliche Gespräche..

Umso grandioser, dass die Reisegruppe bereits um 05:00 Uhr wieder aufbrechen muss mit identischer Geräuschkulisse.. Das ist dann wohl der Nachteil einer Unterkunft, die wohl ein Standard-Stop aller “Südafrika in 2 Wochen”-Bustouren ist. Glücklicherweise war es die einzige Nacht mit derartigen Besuchern.

Die Temperaturen waren nachts in Ordnung. Leider sind die Kinder recht früh wach (wenn auch später als unsere Nachbarn). Wir haben keine Lust auf nochmal Müsli, daher trödeln wir ein wenig herum, bis das Restaurant fürs Frühstück aufmacht. Das Frühstück ist in Ordnung, nicht weltbewegend. Man kann frei wählen zwischen verschiedenen zu kochenden Platten. Leider gibt es keinen Kaffee.

Heute wollen wir dem Mlilwane NP einen Besuch abstatten und ein wenig wandern. Die Fahrt dorthin dauert nur 10-15 Minuten. Die Landschaft ist wunderschön, man ahnt nicht, wie nah man der Zivilisation und der Hauptstadt ist. Wir kurven erst ein wenig durch den Park und sehen einige Tiere.









Für die Trails muss man sich an der Rezeption des Restcamps registrieren. Dieses liegt sehr schön - hier hätte es uns definitiv auch gefallen. Ein Nyala begutachtet die Fahrräder vor der Rezeption.



Da es hier keine gefährlichen Raubtiere gibt, kann man auf zahlreichen Trails im Park mit dem (Leih-)Mountain Bike oder wandernd Tiere suchen. Die meisten Gäste ziehen offensichtlich eine Mountain Bike Tour dem Wandern vor. Die Räder machen einen vernünftigen Eindruck, es gibt sogar Helme mit Haarnetz für jeden. Leider für uns mangels Kindersitz keine Option.

Wir entscheiden uns nach längerem Studium der Karte für den Hippo Trail, der mit 6,5 Km und 2,5 Stunden angegeben ist und einmal um die beiden kleinen Seen in der Mitte des Parks führt (auf der Karte mit “H” beschriftet). Da es nun bereits später Vormittag ist, ist es stellenweise etwas heiß. Der Weg führt aber auch immer wieder durch schönen Wald.



Auch hier ist einiges abgebrannt und es ist recht trocken. In einiger Entfernung sehen wir Zebras, an einem Tümpel einen Kormorant.







Kurz darauf treffen wir auf hübsche Blüten sowie Gnus und Impalas, die von uns keine Notiz nehmen.





Aufregend wird es kurzzeitig, als hinter einer Kuppe auf dem doch recht schmalen Pfad zwei Warzenschweine vor uns stehen.



Glücklicherweise empfinden sie uns nicht als störend und verziehen sich nach kurzer Zeit. In einem kleinen Wäldchen machen wir Pause. Dann geht es durch sehr schönen Wald am Seeufer entlang. Hier kann man viele Vögel finden - manche sind zu flink, für andere fehlt mit zwei kleinen Kindern und Kraxe auf dem Rücken dann leider doch die Geduld.











Direkt unter uns schwimmen einige Krokodile im Wasser. Hier sollte man also wohl mal wirklich nicht ins Wasser fallen..









Im Wald stoßen wir zudem noch auf einige Zebras.

Das letzte Stück zurück - hauptsächlich bergauf direkt in der Sonne - ist etwas zäh.

Dennoch ist K1 vom Wandern begeistert und möchte unbedingt am nächsten Tag auf den dominierenden Berg, der Mlilwane von Mantenga trennt - dem Execution Rock (hier wurden früher Verurteilte eine Felswand hinunter geworfen) Die Strecke sieht machbar aus, jedoch ist die Kartenlage bzgl. der Zufahrt zum Startpunkt uneindeutig. Wir fragen daher nach unserer Rückkehr nochmals an der Camp Rezeption nach, wo uns bestätigt wird, dass man für die Zufahrt ein Allrad-Fahrzeug braucht.

So ganz wollen wir das anhand der Kartenlage nicht glauben. Wir cruisen daher noch etwas im - nun deutlich schöneren Nachmittagslicht - im Park umher und suchen die Zufahrt.










Leider stoßen wir auch hier auf ein recht unmissverständliches Schild, dass die Weiterfahrt nur Allradfahrzeugen gestattet.. Es wird also leider nichts mit dem Execution Rock..

Auf dem Rückweg nach Mantenga halten wir im Mantenga Craft Center. Es gibt ein paar nette Lädchen, aber nicht wirklich etwas besonderes. Wir erstehen dennoch zur Erinnerung eine kleine Schale. Ebenfalls dort ist eine sehr gut beleumundete Pizzeria sowie ein portugiesisches Restaurant. Wir nehmen uns Pizza (die wohl teuerste Pizza die wir bisher in Afrika hatten) sowie Cupcakes vom Portugiesen mit und verspeisen diese bei einem leicht verfrühten Abendessen auf unserem Balkon.

Hier ist es heute etwas frischer als am Tag davor, aber mit Fleecejacke dennoch gut auszuhalten.
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1’065 Beiträge · seit 202318. März 2026 ·
Ihr Lieben,
das ist so ein schöner und sympathischer Bericht und mit ganz tollen Fotos.

Die Geschichte mit der Hyäne ist tatsächlich makaber. Aber andererseits ist es ja gut, dass es diese Putzkolonnen gibt. Die Luft riecht nach verrichteter Dinge auch wieder frischer.

Ich lese immernoch sehr gerne mit.
Liebe Grüße, Silvia
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201614. Apr. 2026 ·
17.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village

Der Tag startet leider wieder etwas verfrüht - die Kinder sind bereits vor 7 Uhr wach. Wir nutzten die Zeit bis zum Frühstück (definitiv ein Nachteil von Unterkünften mit festen Frühstückszeiten) für einen weiteren kleinen Spaziergang zum Wasserfall.









Dieser präsentiert sich erwartungsgemäß leer und einsam.





Ein sehr schönes Fleckchen Erde. Anhand der Hinterlassenschaften einiger Mitmenschen ist jedoch davon auszugehen, dass es am Wochenende hier auch mal hoch her gehen kann mit Grillfeiern.

Irgendwann ist Zeit, wieder zurück zum Frühstück zu gehen. Anschließend wollen wir - nachdem wir ja nunmal hier sind und der Besuch hier für viele zum Highlight eines eSwatini-Besuchs zählen soll, auch endlich das Cultural Village selbst besuchen. Ich fahre daher wieder runter zur Rezeption - nur um dort die Information zu erhalten, dass wir der Besuch ebenfalls inklusive ist, wenn man vor Ort nächtigt.

Im “Dorf” (genaugenommen ist es nur der Kraal einer Großfamilie) erhalten wir eine sehr nette Führung und Erläuterungen zu den verschiedenen Hütten, ihre Bedeutung und die soziale Struktur innerhalb einer Großfamilie. Auch die Kinder fanden das alles durchaus interessant.







Schön anzusehen sind die Hütten natürlich obendrein. In Summe ist der Besuch daher durchaus empfehlenswert, auch weil man viel kulturelle Hintergründe erläutert bekommt.

Anschließend besuchen wir die Tanzaufführung, die zweimal täglich angeboten wird. Fotos habe ich dabei keine gemacht, ich habe beim Fotografieren von fremden Personen - auch wenn sie das beruflich machen - immer etwas Vorbehalte. Es gibt diverse Gesänge und Tänze, teils recht laut und martialisch. Die Kinder sind gebannt dabei und versuchen später den ganzen Tag, die Tänze nachzumachen. Auch hier sind unsere Vorbehalte absolut unbegründet gewesen - man sieht deutlich, dass alle Beteiligten mit großem Spaß dabei sind und es dient nachvollziehbar dem Erhalt des kulturellen Erbes/Brauchtums.

Nachdem dieser Programmpunkt erledigt ist, wollen wir noch für die nächsten Tage als Selbstversorger im Hluhluwe-Imfolozi einkaufen. Dabei erweist es sich als vorteilhaft, dass sich der dem Vernehmen nach bestsortierteste Supermarkt eSwatinis - der Pick N’ Pay im Gables Center - nur wenige Fahrminuten entfernt liegt. Hier bekommen wir tatsächlich alles, was wir suchen - nur partout keinen Bacon. Auch die Mitarbeiter halfen fleißig, aber vergeblich beim Suchen. Manches ist wohl einfach nicht immer logisch erklärbar (Wie einmal in Namibia, als es in einem eigentlich recht gut sortierten Supermarkt in Keetmanshoop keine einzige Flasche stilles Wasser zu kaufen gab..).

Angesichts der vorgerückten Stunde und des wachsenden Lochs im Magen begeben wir uns anschließend zum Restaurant Bom Dia für ein überaus leckeres portugiesisches Mittagessen in einem netten Garten. Nachdem wir am Vortag bereits den süßen Teilen in der Theke nicht widerstehen konnten, wandert nun leckeres Brot noch in unsere Taschen (eigentlich wäre es mal an der Zeit, eine “Brot”-Karte für das südliche Afrika anzulegen - jedenfalls wir freuen uns über leckeres Brot (das nicht deutsches Vollkornbrot sein muss - nur etwas anderes als das labbrige Supermarkt-Toast..) als Selbstversorger immer sehr und haben mit der Zeit ein Gespür dafür entwickelt, wo man ein solches vielleicht finden kann - auch wenn es durchaus immer wieder in eigentlich unverhältnismäßigen zeitlichen Mehraufwand ausartet).

Zurück im Camp, spazieren wir diesmal flussabwärts ein wenig am Fluss entlang. Auch hier wieder - absolut traumhaft.





Da immer wieder Leute mit Eis aus dem kleinen Souvenirshop draußen rum laufen, können wir dem Drängen unserer Kinder irgendwann nicht mehr widerstehen und es gibt noch ein Eis.

Den restlichen Tag verbringen wir mit Spiele spielen, eine Tanz-Aufführung der Kinder auf unserem Balkon sowie dem Abendessen mit leckerem Baguette und Pizzaresten.

Morgen geht es dann auf eine unsere längsten Etappen - bis zum Mpila Camp im Hluhluwe-Infolozi.

Fazit Mantenga Cultural Village:

Es war im Vorfeld nicht so einfach, aktuelle Reviews für die Übernachtung zu finden. Wir waren in Summe sehr zufrieden, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt definitiv. Man bekommt vom “Betrieb” des Dorfes bis auf das Trommeln zweimal täglich sehr wenig mit. Ab Abends und morgens hat man gefühlt das gesamte Tal für sich (außer es kommt noch spätabends eine Busreisegruppe..). Die Kommunikation ist ausbaufähig, aber alle sind sehr freundlich und bemüht. Alles war sehr sauber. Man ist zudem sehr zentral und kann von hier aus viele der üblichen Attraktionen in eSwatini besuchen (auch zum Malolotja NP wären es nur gute 30 Minuten). In der Gegend gibt es diverse vielgelobte Restaurants und Cafés und Craft Shops - man kann es hier also guten Gewissens für einige Tage aushalten.

Gerade wenn man (typischerweise) auf dem Weg vom oder zum Kruger NP ist, tut etwas Abwechslung vom reinen Game Drive ja oft auch gut. Da kann man in der Gegend sehr viel verschiedenes unternehmen - wir hätten jedenfalls noch für ein paar Tage mehr Optionen auf unserer Liste gehabt.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025