10.08.2025 Skukuza Restcamp
Die Nacht war eher unruhig. Im Dach waren immer wieder Geckos oder andere Tiere unterwegs, die sich zudem immer wieder etwas zuriefen - so ganz können wir es nicht zuordnen. Ab und an rieselte etwas hinunter.. Dafür hören wir erstmals seit langem auch endlich mal wieder nachts Hippos grunzen - auch hier wurden viele schöne Erinnerungen geweckt.
In der Früh werden wir wieder durch den Gesang der Restaurant-Angestellten geweckt - es gibt definitiv schlimmeres. Dafür lässt unser Nachbar (der mit der durchgehend laufenden Klimaanlage - auch nachts bei unter 20°C) - bestimmt 20 Minuten seinen Motor laufen, weshalb auch immer. Wir hatten uns dazu entschieden, erst in der Früh unser Gepäck zu verladen - dadurch kamen wir heute erst etwas später gegen 06:45 Uhr los.
Heute hatten wir eine längere Etappe vor uns - einmal quer durch den halben Park bis nach Skukuza. Statt Skukuza hätten wir lieber in Satara (oder Lower Sabie) genächtigt, leider gab es da aufgrund unserer eher späten Buchung keine passenden Verfügbarkeiten mehr.
Trotz der großen Entfernung wollen wir nicht nur stur die Teerstraße nach Süden fahren. Bis kurz vor Olifants sehen wir nicht viel Tiere. Dort treffen wir auf Impalas und eine Gruppe Paviane.


Wir überqueren den Olifants..

..und biegen kurz darauf ab auf die S39, um ihr bis zum Timbavati Picnic-Platz zu folgen. Die Straße zählt m.E. zu den schönsten und abwechslungsreichsten Straßen im Park, auch wenn sich die Strecke etwas zieht. Wir sehen diverse Vögel, Elefanten, Giraffen, Kudus und Gnus.





Bereits bei unserer längeren Reise 2024 hatte K1 gewisse Schwierigkeiten, sich die Wörter “Gnu” und “Kudu” zu merken - immer wieder fanden wir “Gnudus”. Nach etwas Übung saß es dann meistens. Die Existenz von Gnudus ist aber wohl offenbar in seinem Kopf hängen geblieben - so gab es weiterhin Kudus und Gnudus (wir sind dann irgendwann auf Wildebeest umgeschwenkt, um die Verwirrung ein für alle Mal zu bekämpfen..).
Auch ein junger Gaukler, einige Nimmersatte, ein Steinböckchen und ein Graufischer geben sich die Ehre.



Am Picnic-Platz frühstücken wir gemütlich. Dann geht es an einem schönen Baobab vorbei.

Kurz darauf sehen wir einige Autos am Straßenrand und eine Löwin in Bewegung, die durch eine Gruppe Elefanten läuft. Leider erlauben uns die enge Straße, die schnell laufende Löwin und die anderen Autos nur einen kurzen Blick, ehe sie wieder verschwindet.

Nun hatten wir immerhin unsere bereits zweite Löwensichtung, auch wenn bisher keine länger als 1-2 Minuten war (was mal wieder den Faktor Zeit/Glück unterstreicht). Wenigstens waren die Kinder so glücklich - Löwen waren vor allem für K1 das Wunschziel Nr. 1 (bei K2 waren es Nashörner und Elefanten - dazu später noch mehr). Immer wieder kam auf unseren Fahrten die Frage “Wann sehen wir denn jetzt endlich die Löwen?” (Die Frage ist wohl das Game-Drive-Äquivalent zu “Wann sind wir endlich da?”). Ich glaube aber, dass wir Beiden durchaus näher bringen konnten, was es bedeutet, in der Natur unterwegs zu sein, dass hier nichts garantiert ist und alles auf Glück und harter Arbeit beim Suchen basiert. Diesbezüglich waren beide - vor allem nach den ersten beiden Tagen - auch sehr engagiert. Es gab natürlich Phasen, wo sie einfach hinten spielten oder malten, aber auch Phasen, wo sie konzentriert über längere Zeit jede Menge Tiere von sich aus fanden und benannten (auch wenn vor allem die Angaben von K2 bei allem was über “Pallas” (Impalas) oder “Lalas” (Nyalas) hinausging nicht immer zu gebrauchen waren - ständig gab es neben Leoparden im Baum die nur sie sah, auch Elefanten oben in den Bäumen...)
Wenig später fanden wir wieder einige Elefanten, die vorbeigezogen.

Wir bogen in die Abzweigung zur Nkayapan ein. Kurz darauf kam uns ein Südafrikaner (es war offensichtlich kein Mietwagen) entgegen und erzählte uns begeistert, dass am Wasserloch zwei Wildhunde liegen würden, die da sicher noch länger lägen. Nachdem wir in all unseren Reisen erst einmal zwei Wildhunde in etwas größerer Entfernung beobachten konnten, war unsere Vorfreude und Anspannung auf dem weiteren Weg zum Wasserloch natürlich groß.
Die erwarteten Wildhunde entpuppten sich dann leider als etwas zu groß geraten..


Wir blieben noch eine Weile stehen, außer einer Familie Warzenschweine und einem einsamen Kudu-Bullen tat sich jedoch nichts.
Am Mazithi-Damm sind dafür viele Elefanten zu sehen.



Hier begann leider auch ein weiteres “Drama”, das sich in der Folge immer mal wieder wiederholte. K2 war so von den Elefanten angetan, dass sie sich partout nicht mehr von ihnen trennen wollte und gerne noch viel länger beobachten wollte. Wir wollten aber natürlich nicht stundenlang dort stehen, nachdem wir noch immer einiges an Strecke vor uns hatten. So gab es leider einige Abschiedstränen..
Wenige Meter weiter war ein ziemlicher Stau - Auslöser war ein schwer zu erkennender, schlafender Löwe neben der Straße. Angesichts der Tränen um die verlassenen Elefanten und des Nervfaktors der anderen Autos fuhren wir jedoch nur daran vorbei.

In Tshokwane machten wir nochmals Halt für ein verspätetes Mittagsessen. Hier gab es ein etwas aggressives Pavian-Männchen, das die Gelegenheit nutzte und an einem Tisch eine Tüte Reiswaffeln an sich nahm. Mitarbeiter und einige überengagierte Besucher (die Sorte, bei der aus jeder Pore schreit “seht her, ich bin so Afrika- und Busch-erfahren wie Crocodile Dundee und Livingstone zusammen”) verjagten es immer wieder. Diese Erfahrung hinterließ jedenfalls bei K1 nachhaltigen Eindruck und führte zu einem erheblichen Respekt vor Pavianen. Zudem mussten wir nachhaltige Erklärungen dafür finden, warum die Männer mit Steinen auf den Pavian schießen durften, obwohl er doch dort wohnt..
Die weitere Strecke war unspektakulär, bis wir zu einer Brücke über einen Zulauf zum Sand River kamen. Hier präsentierte sich uns ein traumhaftes, nahezu klischee-haftes Afrika-Panorama mit Elefanten, Giraffen, Pavianen und diversen Antilopen.








Wir standen hier einige Zeit und beobachteten die Elefanten beim Sandbaden und warteten gespannt darauf, dass die Giraffen sich zum Trinken herunterbeugen.
Irgendwann rissen wir uns los und machten uns auf die letzten Kilometer Richtung Skukuza. Diese waren mit Ausnahme eines Geier-Pärchens verhältnismäßig ruhig.
Erst wenige Kilometer vor Skukuza gab es einen kleinen Stau. Hier befand sich ein Hyänen-Bau direkt neben der Straße. Einige Jungtiere (nicht mehr ganz klein und schwarz, aber dennoch unglaublich nett anzusehen) waren gut zu sehen.


Als große Hyänen-Freunde freute uns diese Entdeckung, vor allem so nahe am Camp, natürlich sehr. Leider liegt sie direkt an einer der am meisten befahrenen Straßen, so dass es sich hier auch in den Folgetagen, ständig staute und man nie die Gelegenheit oder Muße hatte, länger stehen zu bleiben.
Gegen 16:00 Uhr fuhren wir schließlich endlich in Skukuza ein. Es war bereits unser dritter Besuch hier, zum ersten Mal hatten wir jedoch keine der Hütten direkt am Fluss, sondern eine Hütte “mitten drin” gebucht. Wir wären für etwas mehr Abwechslung und um den nervigen Verkehr ums Camp herum zu umgehen, lieber nach Lower Sabie gegangen, allerdings wurde dort nichts passendes frei. Das Camp ist trotz der Größe toll, liegt wunderschön und bietet alle Annehmlichkeiten. Der Hauptnachteil ist aus unserer Sicht nur der starke Verkehr rund um das Camp, der jegliches Busch-Feeling auf den ersten und letzten Kilometern vermissen lässt.
Wir hatten eine der neuen BN3 Units bekommen. Aus Gründen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, waren hier bereits 2 Kinder in der Buchung hinterlegt (keine Ahnung, ob das bei BN3 Units automatisch möglich ist oder hier ein “Fehler” im System bestand), so dass wir für K2 nichts mehr nachzahlen mussten. Dafür werden wir auf die Möglichkeit hingewiesen, dass - ob testweise oder semi-offiziell - nunmehr auch geführte Drives für kleine Kinder angeboten werden. Es gibt Morgen- (3-4h), Halbtags- und Ganztagstouren, durchgeführt in einem Standard-OSV. Eventuell fürs erste Mal eine ganz nette Sache, wenn man keine Tour von Außerhalb buchen will. Für uns aufgrund der Preise und da man nicht früher aus dem Gate kommt o. länger draußen bleiben kann, nichts.
Wir waren trotz der bekannten Fotos der renovierten Units natürlich sehr gespannt auf die Hütte. Wir erhielten Nr. 140. Sie liegt mitten drin, die Aussicht ist aktuell aufgrund eines davor befindlichen Bauzauns leider nur mäßig attraktiv.








Die Hütte selbst ist sehr gut durchdacht, das merkt man an diversen Stellen. Gerade Schlafzimmer u. Bad sind toll und mit vielen durchdachten Details versehen (gute Ablagemöglichkeiten, USB-Ladebuchsen neben den Betten). Der Nachteil ist, dass es keine wirkliche Terasse mehr draußen gibt und man “nur” bei offenen Fenstern im Koch/Essbereich sitzen kann. Das raubt etwas Busch-Atmosphäre. Es gibt aber eine Mückenschutz-Tür zum Schlafbereich hin. Leider waren die Türen zur “Terasse” so schwergängig und laut zu bedienen, dass es keinen Spaß gemacht hätte, diese jedes mal alle auf und zu zu machen. Für uns - mit kleinen Kindern und im Winter - hatte es so gepasst, aber ansonsten sehe ich hier einen gewissen Nerv-Faktor. Zudem waren in Bad u. Schlafzimmer bereits einige Sachen wieder kaputt.. Da hat man möglicherweise am falschen Ende gespart.
Interessanterweise wirkte das Camp extrem leer - es waren kaum Hütten um uns herum besetzt. Dennoch wurde es online als voll ausgebucht angezeigt. Möglicherweise wurden bewusst Units geblockt, um sie ggf. renovieren zu können, wenn man dazu kommt.
Nachdem wir ausgeladen und das Haus erkundet haben, machen wir noch einen kleinen Spaziergang durchs Camp. Die Aussicht über den Sabie bleibt einfach traumhaft und wir können sogar ein Krokodil erspähen.



Zurück in unserer Hütte wird erstmals seit einer Woche wieder abends gekocht.. das hatten wir ursprünglich etwas anders geplant 🙂
Die Nacht war eher unruhig. Im Dach waren immer wieder Geckos oder andere Tiere unterwegs, die sich zudem immer wieder etwas zuriefen - so ganz können wir es nicht zuordnen. Ab und an rieselte etwas hinunter.. Dafür hören wir erstmals seit langem auch endlich mal wieder nachts Hippos grunzen - auch hier wurden viele schöne Erinnerungen geweckt.
In der Früh werden wir wieder durch den Gesang der Restaurant-Angestellten geweckt - es gibt definitiv schlimmeres. Dafür lässt unser Nachbar (der mit der durchgehend laufenden Klimaanlage - auch nachts bei unter 20°C) - bestimmt 20 Minuten seinen Motor laufen, weshalb auch immer. Wir hatten uns dazu entschieden, erst in der Früh unser Gepäck zu verladen - dadurch kamen wir heute erst etwas später gegen 06:45 Uhr los.
Heute hatten wir eine längere Etappe vor uns - einmal quer durch den halben Park bis nach Skukuza. Statt Skukuza hätten wir lieber in Satara (oder Lower Sabie) genächtigt, leider gab es da aufgrund unserer eher späten Buchung keine passenden Verfügbarkeiten mehr.
Trotz der großen Entfernung wollen wir nicht nur stur die Teerstraße nach Süden fahren. Bis kurz vor Olifants sehen wir nicht viel Tiere. Dort treffen wir auf Impalas und eine Gruppe Paviane.
Wir überqueren den Olifants..
..und biegen kurz darauf ab auf die S39, um ihr bis zum Timbavati Picnic-Platz zu folgen. Die Straße zählt m.E. zu den schönsten und abwechslungsreichsten Straßen im Park, auch wenn sich die Strecke etwas zieht. Wir sehen diverse Vögel, Elefanten, Giraffen, Kudus und Gnus.
Bereits bei unserer längeren Reise 2024 hatte K1 gewisse Schwierigkeiten, sich die Wörter “Gnu” und “Kudu” zu merken - immer wieder fanden wir “Gnudus”. Nach etwas Übung saß es dann meistens. Die Existenz von Gnudus ist aber wohl offenbar in seinem Kopf hängen geblieben - so gab es weiterhin Kudus und Gnudus (wir sind dann irgendwann auf Wildebeest umgeschwenkt, um die Verwirrung ein für alle Mal zu bekämpfen..).
Auch ein junger Gaukler, einige Nimmersatte, ein Steinböckchen und ein Graufischer geben sich die Ehre.
Am Picnic-Platz frühstücken wir gemütlich. Dann geht es an einem schönen Baobab vorbei.
Kurz darauf sehen wir einige Autos am Straßenrand und eine Löwin in Bewegung, die durch eine Gruppe Elefanten läuft. Leider erlauben uns die enge Straße, die schnell laufende Löwin und die anderen Autos nur einen kurzen Blick, ehe sie wieder verschwindet.
Nun hatten wir immerhin unsere bereits zweite Löwensichtung, auch wenn bisher keine länger als 1-2 Minuten war (was mal wieder den Faktor Zeit/Glück unterstreicht). Wenigstens waren die Kinder so glücklich - Löwen waren vor allem für K1 das Wunschziel Nr. 1 (bei K2 waren es Nashörner und Elefanten - dazu später noch mehr). Immer wieder kam auf unseren Fahrten die Frage “Wann sehen wir denn jetzt endlich die Löwen?” (Die Frage ist wohl das Game-Drive-Äquivalent zu “Wann sind wir endlich da?”). Ich glaube aber, dass wir Beiden durchaus näher bringen konnten, was es bedeutet, in der Natur unterwegs zu sein, dass hier nichts garantiert ist und alles auf Glück und harter Arbeit beim Suchen basiert. Diesbezüglich waren beide - vor allem nach den ersten beiden Tagen - auch sehr engagiert. Es gab natürlich Phasen, wo sie einfach hinten spielten oder malten, aber auch Phasen, wo sie konzentriert über längere Zeit jede Menge Tiere von sich aus fanden und benannten (auch wenn vor allem die Angaben von K2 bei allem was über “Pallas” (Impalas) oder “Lalas” (Nyalas) hinausging nicht immer zu gebrauchen waren - ständig gab es neben Leoparden im Baum die nur sie sah, auch Elefanten oben in den Bäumen...)
Wenig später fanden wir wieder einige Elefanten, die vorbeigezogen.
Wir bogen in die Abzweigung zur Nkayapan ein. Kurz darauf kam uns ein Südafrikaner (es war offensichtlich kein Mietwagen) entgegen und erzählte uns begeistert, dass am Wasserloch zwei Wildhunde liegen würden, die da sicher noch länger lägen. Nachdem wir in all unseren Reisen erst einmal zwei Wildhunde in etwas größerer Entfernung beobachten konnten, war unsere Vorfreude und Anspannung auf dem weiteren Weg zum Wasserloch natürlich groß.
Die erwarteten Wildhunde entpuppten sich dann leider als etwas zu groß geraten..
Wir blieben noch eine Weile stehen, außer einer Familie Warzenschweine und einem einsamen Kudu-Bullen tat sich jedoch nichts.
Am Mazithi-Damm sind dafür viele Elefanten zu sehen.
Hier begann leider auch ein weiteres “Drama”, das sich in der Folge immer mal wieder wiederholte. K2 war so von den Elefanten angetan, dass sie sich partout nicht mehr von ihnen trennen wollte und gerne noch viel länger beobachten wollte. Wir wollten aber natürlich nicht stundenlang dort stehen, nachdem wir noch immer einiges an Strecke vor uns hatten. So gab es leider einige Abschiedstränen..
Wenige Meter weiter war ein ziemlicher Stau - Auslöser war ein schwer zu erkennender, schlafender Löwe neben der Straße. Angesichts der Tränen um die verlassenen Elefanten und des Nervfaktors der anderen Autos fuhren wir jedoch nur daran vorbei.
In Tshokwane machten wir nochmals Halt für ein verspätetes Mittagsessen. Hier gab es ein etwas aggressives Pavian-Männchen, das die Gelegenheit nutzte und an einem Tisch eine Tüte Reiswaffeln an sich nahm. Mitarbeiter und einige überengagierte Besucher (die Sorte, bei der aus jeder Pore schreit “seht her, ich bin so Afrika- und Busch-erfahren wie Crocodile Dundee und Livingstone zusammen”) verjagten es immer wieder. Diese Erfahrung hinterließ jedenfalls bei K1 nachhaltigen Eindruck und führte zu einem erheblichen Respekt vor Pavianen. Zudem mussten wir nachhaltige Erklärungen dafür finden, warum die Männer mit Steinen auf den Pavian schießen durften, obwohl er doch dort wohnt..
Die weitere Strecke war unspektakulär, bis wir zu einer Brücke über einen Zulauf zum Sand River kamen. Hier präsentierte sich uns ein traumhaftes, nahezu klischee-haftes Afrika-Panorama mit Elefanten, Giraffen, Pavianen und diversen Antilopen.
Wir standen hier einige Zeit und beobachteten die Elefanten beim Sandbaden und warteten gespannt darauf, dass die Giraffen sich zum Trinken herunterbeugen.
Irgendwann rissen wir uns los und machten uns auf die letzten Kilometer Richtung Skukuza. Diese waren mit Ausnahme eines Geier-Pärchens verhältnismäßig ruhig.
Erst wenige Kilometer vor Skukuza gab es einen kleinen Stau. Hier befand sich ein Hyänen-Bau direkt neben der Straße. Einige Jungtiere (nicht mehr ganz klein und schwarz, aber dennoch unglaublich nett anzusehen) waren gut zu sehen.
Als große Hyänen-Freunde freute uns diese Entdeckung, vor allem so nahe am Camp, natürlich sehr. Leider liegt sie direkt an einer der am meisten befahrenen Straßen, so dass es sich hier auch in den Folgetagen, ständig staute und man nie die Gelegenheit oder Muße hatte, länger stehen zu bleiben.
Gegen 16:00 Uhr fuhren wir schließlich endlich in Skukuza ein. Es war bereits unser dritter Besuch hier, zum ersten Mal hatten wir jedoch keine der Hütten direkt am Fluss, sondern eine Hütte “mitten drin” gebucht. Wir wären für etwas mehr Abwechslung und um den nervigen Verkehr ums Camp herum zu umgehen, lieber nach Lower Sabie gegangen, allerdings wurde dort nichts passendes frei. Das Camp ist trotz der Größe toll, liegt wunderschön und bietet alle Annehmlichkeiten. Der Hauptnachteil ist aus unserer Sicht nur der starke Verkehr rund um das Camp, der jegliches Busch-Feeling auf den ersten und letzten Kilometern vermissen lässt.
Wir hatten eine der neuen BN3 Units bekommen. Aus Gründen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, waren hier bereits 2 Kinder in der Buchung hinterlegt (keine Ahnung, ob das bei BN3 Units automatisch möglich ist oder hier ein “Fehler” im System bestand), so dass wir für K2 nichts mehr nachzahlen mussten. Dafür werden wir auf die Möglichkeit hingewiesen, dass - ob testweise oder semi-offiziell - nunmehr auch geführte Drives für kleine Kinder angeboten werden. Es gibt Morgen- (3-4h), Halbtags- und Ganztagstouren, durchgeführt in einem Standard-OSV. Eventuell fürs erste Mal eine ganz nette Sache, wenn man keine Tour von Außerhalb buchen will. Für uns aufgrund der Preise und da man nicht früher aus dem Gate kommt o. länger draußen bleiben kann, nichts.
Wir waren trotz der bekannten Fotos der renovierten Units natürlich sehr gespannt auf die Hütte. Wir erhielten Nr. 140. Sie liegt mitten drin, die Aussicht ist aktuell aufgrund eines davor befindlichen Bauzauns leider nur mäßig attraktiv.
Die Hütte selbst ist sehr gut durchdacht, das merkt man an diversen Stellen. Gerade Schlafzimmer u. Bad sind toll und mit vielen durchdachten Details versehen (gute Ablagemöglichkeiten, USB-Ladebuchsen neben den Betten). Der Nachteil ist, dass es keine wirkliche Terasse mehr draußen gibt und man “nur” bei offenen Fenstern im Koch/Essbereich sitzen kann. Das raubt etwas Busch-Atmosphäre. Es gibt aber eine Mückenschutz-Tür zum Schlafbereich hin. Leider waren die Türen zur “Terasse” so schwergängig und laut zu bedienen, dass es keinen Spaß gemacht hätte, diese jedes mal alle auf und zu zu machen. Für uns - mit kleinen Kindern und im Winter - hatte es so gepasst, aber ansonsten sehe ich hier einen gewissen Nerv-Faktor. Zudem waren in Bad u. Schlafzimmer bereits einige Sachen wieder kaputt.. Da hat man möglicherweise am falschen Ende gespart.
Interessanterweise wirkte das Camp extrem leer - es waren kaum Hütten um uns herum besetzt. Dennoch wurde es online als voll ausgebucht angezeigt. Möglicherweise wurden bewusst Units geblockt, um sie ggf. renovieren zu können, wenn man dazu kommt.
Nachdem wir ausgeladen und das Haus erkundet haben, machen wir noch einen kleinen Spaziergang durchs Camp. Die Aussicht über den Sabie bleibt einfach traumhaft und wir können sogar ein Krokodil erspähen.
Zurück in unserer Hütte wird erstmals seit einer Woche wieder abends gekocht.. das hatten wir ursprünglich etwas anders geplant 🙂
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
