18.08.2025 Mpila Restcamp
Der heutige Tag ist leider verhältnismäßig unspektakulär und bilderarm. Für uns stand die nicht unerhebliche Fahrstrecke bis zum Mpila Restcamp auf dem Programm - je nach gewählter Route um die 350-390 Kilometer und 5,5 - 6 Stunden. Immerhin hatten wir, um diesen Tag zu entzerren, bereits in eSatini unseren Einkauf für die nächsten Tage erledigt, so dass wir wenigstens hierdurch etwas Zeit sparen konnten.
Wir hatten zudem am Vorabend wieder Overnight Oats vorbereitet, damit wir in der Früh nicht auf das Frühstück warten mussten. Entsprechend ging es gegen 8:00 Uhr los.
Diese Strecke hatte uns einiges an Gedankenschmalz gekostet. Eigentlich versuchen wir, solch lange Fahrten zu vermeiden. Ein Stop im Ithala Game Reserve hätte sich grundsätzlich angeboten, leider waren die jüngeren Berichte zum Zustand des Unterkünfte und vor allem der Straßen (ohne Allradfahrzeug) so desaströs, dass es für uns keine echte Option darstellte. Eine Zwischenübernachtung am Pongolapoort NR war uns für das Gebotene schlicht zu teuer - bereits Africamps hätte für eine Nacht ca. 150€ gekostet. Eine Übernachtung bei Kamsholo Bushveld Safaris in eSwatini wäre eine Option gewesen, aber hätte ebenfalls am Folgetag noch eine sportliche Strecke bedeutet.
In eSwatini entschieden wir uns nach langem hin und her für die Route entlang der MR8 über Big Bend, und damit gegen die geringfügig längerer, aber wohl landschaftlich attraktivere Route über MR9 und MR11.
Anfangs ging es viel durch immer wechselnde Dörfer, dann durch viel Zuckerrohranbau. Die Straßen waren alle mehr als nur in Ordnung, kurz vor der Grenze gab es sogar ein kurzes Stück, an dem 120 km/h gefahren werden durfte. Für die Kinder gab es immer etwas zu sehen und zu entdecken.
An der Grenze wurden wir schnell abgefertigt, wurden dann aber als einzige zu einem weiteren Schalter geschickt, wo uns diverse Fragen gestellt wurden. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine (wohl verpflichtende) Umfrage des Tourismusministeriums handelt.
Lustig wurde es dann auf südafrikanischer Seite. Wir erhielten unsere Stempel, sollten dann aber noch zum “Health Check”. In einem kleinen Häuschen, das über und über mit vergilbten Corona-Warninformationen und Postern zu Safer Sex beklebt war, scannte eine Mitarbeiterin unsere Temperatur und sah unsere Pässe durch. Dabei fiel ihr ein Visum für Uganda aus dem Jahr 2018 (!) ins Auge und sie fragte nach unserer Gelbfieber-Impfung. Die hatten wir natürlich, aber unsere Impfpässe nicht dabei. Sie wollte uns dann allen Ernstes zunächst nicht einreisen lassen. Mein Verweis darauf, dass Südafrika wohl nur bei Einreise “aus” einem Gelbfieberland eine Impfung verlange, interessierte sie nicht. Glücklicherweise hatten wir in unseren digitalen Reiseunterlagen noch einen Scan des Impfpasses. Ein kurzer Blick darauf und das Argument, dass wir wohl kaum seit mehr als 7 Jahren mit einer Gelbfieber-Infektion rumlaufen würden, überzeugte sie letztendlich dann doch. Auch wenn es in 95% der Fälle reibungslos verläuft - für ungeahnte Probleme und Überraschungen sind innerafrikanische Grenzen dann doch immer wieder gut.. (Wie der namibische Beamte in Windhoek, der meiner Frau nicht glaubte, dass wir verheiratet sind, weil wir nicht gemeinsam zum Schalter gegangen waren und deshalb ewig diskutierte oder, ebenfalls in Windhoek, einen Stempel mit falschem Einreise-Datum..).
In Südafrika war die N2 leider etwas nervig aufgrund der vielen LKW, allerdings weniger schlimm als in der Vergangenheit. Gegen 12:30 Uhr kamen wir in Hluhluwe an und fuhren für eine Mittagspause zu den Illala Weavers. Wir dachten uns, etwas Pause, Shopping und etwas zu Essen dürfte nicht schaden und sollten zeitlich drin sein. Der Stop ist in der Tat sehr schön - man sitzt schön und die gewebten Körbe und Teller sind wunderschön. Es gibt eine Schaukel und ein Jungle Gym. Leider warteten wir über 45 Minuten auf unser Essen, so dass wir mit Blick auf die noch vor uns liegende Strecke etwas nervöser wurden und das Essen insgesamt dann doch weniger entspannt war als erhofft.
Hinzu kam, dass wir in Hluhluwe noch tanken mussten und eigentlich gerne noch etwas Alkoholika und/oder alkoholfreies Savanna gekauft hätten (in eSwatini waren wir leider einkaufen, als die Bottles Stores geschlossen hatten). Wir kurven also noch etwas die verkehrstechnisch etwas eigenwillig gestaltete Hauptstraße von Hluhluwe rauf und runter und bekommen Diesel, Bacon und Bier, aber leider weder Savanna noch ein, zwei andere Dinge von unserer Einkaufsliste.
Schließlich kamen wir irgendwann weg und fuhren zügig Richtung Memorial Gate. Wir hatten im Vorfeld viel gerechnet und überlegt und kamen zum Schluss, dass eine Fahrt direkt durch den Park zeitlich nicht wesentlich länger sein dürfte als über Mtubatuba, aber zumindest mit der Chance auf nette Sichtungen. Die Straße zum Memorial Gate bestand zu 90% aus Schlaglöchern oder Kühen. Landschaftlich sehr reizvoll und alles auch spannend, aber nicht wenn man etwas Zeitdruck verspürt. Gegen 15:00 waren wir schließlich am Gate.
Leider hatten wir dort die nächste Diskussion, diesmal wegen unserer Wild Card. Dort ist seit jeher mein Geburtsdatum falsch erfasst (30. statt 31.). Ich hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, dies korrigieren zu lassen und sehe es auch korrekt bei meinen Daten bei Sanparks, auf der Wildcard (bzw. dem ausgedruckten Letter) ist es aber immer falsch. Dies war auch in 8 Jahren und einer mittleren zweistelligen Zahl an Nutzungen nie ein Problem - bis wir auf eine überaus gründliche Dame von KZN ezemvolo stießen..
Erst nach ewigen Diskussionen (auf die ich mit Zeitdruck natürlich noch weniger Lust hatte) und dem Verweis darauf, dass alle weiteren Mitreisenden korrekt erfasst waren, ich sehr sehr sicher weltweit die einzige Person mit diesem Namen bin und dem Versprechen, es zuhause sofort ändern zu lassen (als hätte ich das nicht bereits mehrfach versucht), ließ sie Gnade vor Recht walten.
Die Fahrt durch den Park war zwar landschaftlich wie immer überaus unterhaltsam, in Bezug auf Sichtungen aber sehr verhalten. Ein Handy-Foto eines Zebras ist das einzige Tier, das es auf unsere Speicherkarten schaffte.

Irgendwann kamen wir (noch mit ausreichend Puffer) in Mpila an und bezogen unser 5-Bett-Chalet. Hier hatten wir ewig hin und her überlegt, ob nicht auch eines der kleineren Häuser ausreichen würde. Kinder in unserem Alter hätte man auch in die kleineren Häuser mit unterbringen dürfen, allerdings erschienen sie uns auf den Bildern doch sehr beengt, erst recht mit weiterem Zustellbett. Daher bissen wir in den sauren Apfel und buchten die verhältnismäßig teure (2.640R), größere Unit.
Die Häuser liegen schön, weit genug auseinander und sind sehr sauber. Sie sind aber - selbst wenn man den Standard, den man bei afrikanischen staatlichen Unterkünften erwarten würde, anlegt, extrem heruntergekommen. Fast alle Türen zu den Schränken und auch im Haus hingen schief in den Angeln, die Arbeitsplatte war an mehreren Stellen schief, wackelig und aufgequollen, die Netze an den Fenstern hingen teilweise in Fetzen herunter, die Fliesen am Boden waren locker oder hatten riesige Löcher. Für diesen Preis definitiv nur etwas für Leute, die Lage und Naturnähe höher gewichten als alles andere.


Wir richteten uns ein und aßen Brot zum Abendessen - leider fehlte es auch an einem Toaster oder vergleichbarem..
Als Fazit des Tages: Kann man schon so machen, die Kinder machten auch alles gut mit, es darf halt nur nicht viel schief gehen. Wie entspannt man so reisen kann, ist vermutlich individuell verschieden.
Der heutige Tag ist leider verhältnismäßig unspektakulär und bilderarm. Für uns stand die nicht unerhebliche Fahrstrecke bis zum Mpila Restcamp auf dem Programm - je nach gewählter Route um die 350-390 Kilometer und 5,5 - 6 Stunden. Immerhin hatten wir, um diesen Tag zu entzerren, bereits in eSatini unseren Einkauf für die nächsten Tage erledigt, so dass wir wenigstens hierdurch etwas Zeit sparen konnten.
Wir hatten zudem am Vorabend wieder Overnight Oats vorbereitet, damit wir in der Früh nicht auf das Frühstück warten mussten. Entsprechend ging es gegen 8:00 Uhr los.
Diese Strecke hatte uns einiges an Gedankenschmalz gekostet. Eigentlich versuchen wir, solch lange Fahrten zu vermeiden. Ein Stop im Ithala Game Reserve hätte sich grundsätzlich angeboten, leider waren die jüngeren Berichte zum Zustand des Unterkünfte und vor allem der Straßen (ohne Allradfahrzeug) so desaströs, dass es für uns keine echte Option darstellte. Eine Zwischenübernachtung am Pongolapoort NR war uns für das Gebotene schlicht zu teuer - bereits Africamps hätte für eine Nacht ca. 150€ gekostet. Eine Übernachtung bei Kamsholo Bushveld Safaris in eSwatini wäre eine Option gewesen, aber hätte ebenfalls am Folgetag noch eine sportliche Strecke bedeutet.
In eSwatini entschieden wir uns nach langem hin und her für die Route entlang der MR8 über Big Bend, und damit gegen die geringfügig längerer, aber wohl landschaftlich attraktivere Route über MR9 und MR11.
Anfangs ging es viel durch immer wechselnde Dörfer, dann durch viel Zuckerrohranbau. Die Straßen waren alle mehr als nur in Ordnung, kurz vor der Grenze gab es sogar ein kurzes Stück, an dem 120 km/h gefahren werden durfte. Für die Kinder gab es immer etwas zu sehen und zu entdecken.
An der Grenze wurden wir schnell abgefertigt, wurden dann aber als einzige zu einem weiteren Schalter geschickt, wo uns diverse Fragen gestellt wurden. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine (wohl verpflichtende) Umfrage des Tourismusministeriums handelt.
Lustig wurde es dann auf südafrikanischer Seite. Wir erhielten unsere Stempel, sollten dann aber noch zum “Health Check”. In einem kleinen Häuschen, das über und über mit vergilbten Corona-Warninformationen und Postern zu Safer Sex beklebt war, scannte eine Mitarbeiterin unsere Temperatur und sah unsere Pässe durch. Dabei fiel ihr ein Visum für Uganda aus dem Jahr 2018 (!) ins Auge und sie fragte nach unserer Gelbfieber-Impfung. Die hatten wir natürlich, aber unsere Impfpässe nicht dabei. Sie wollte uns dann allen Ernstes zunächst nicht einreisen lassen. Mein Verweis darauf, dass Südafrika wohl nur bei Einreise “aus” einem Gelbfieberland eine Impfung verlange, interessierte sie nicht. Glücklicherweise hatten wir in unseren digitalen Reiseunterlagen noch einen Scan des Impfpasses. Ein kurzer Blick darauf und das Argument, dass wir wohl kaum seit mehr als 7 Jahren mit einer Gelbfieber-Infektion rumlaufen würden, überzeugte sie letztendlich dann doch. Auch wenn es in 95% der Fälle reibungslos verläuft - für ungeahnte Probleme und Überraschungen sind innerafrikanische Grenzen dann doch immer wieder gut.. (Wie der namibische Beamte in Windhoek, der meiner Frau nicht glaubte, dass wir verheiratet sind, weil wir nicht gemeinsam zum Schalter gegangen waren und deshalb ewig diskutierte oder, ebenfalls in Windhoek, einen Stempel mit falschem Einreise-Datum..).
In Südafrika war die N2 leider etwas nervig aufgrund der vielen LKW, allerdings weniger schlimm als in der Vergangenheit. Gegen 12:30 Uhr kamen wir in Hluhluwe an und fuhren für eine Mittagspause zu den Illala Weavers. Wir dachten uns, etwas Pause, Shopping und etwas zu Essen dürfte nicht schaden und sollten zeitlich drin sein. Der Stop ist in der Tat sehr schön - man sitzt schön und die gewebten Körbe und Teller sind wunderschön. Es gibt eine Schaukel und ein Jungle Gym. Leider warteten wir über 45 Minuten auf unser Essen, so dass wir mit Blick auf die noch vor uns liegende Strecke etwas nervöser wurden und das Essen insgesamt dann doch weniger entspannt war als erhofft.
Hinzu kam, dass wir in Hluhluwe noch tanken mussten und eigentlich gerne noch etwas Alkoholika und/oder alkoholfreies Savanna gekauft hätten (in eSwatini waren wir leider einkaufen, als die Bottles Stores geschlossen hatten). Wir kurven also noch etwas die verkehrstechnisch etwas eigenwillig gestaltete Hauptstraße von Hluhluwe rauf und runter und bekommen Diesel, Bacon und Bier, aber leider weder Savanna noch ein, zwei andere Dinge von unserer Einkaufsliste.
Schließlich kamen wir irgendwann weg und fuhren zügig Richtung Memorial Gate. Wir hatten im Vorfeld viel gerechnet und überlegt und kamen zum Schluss, dass eine Fahrt direkt durch den Park zeitlich nicht wesentlich länger sein dürfte als über Mtubatuba, aber zumindest mit der Chance auf nette Sichtungen. Die Straße zum Memorial Gate bestand zu 90% aus Schlaglöchern oder Kühen. Landschaftlich sehr reizvoll und alles auch spannend, aber nicht wenn man etwas Zeitdruck verspürt. Gegen 15:00 waren wir schließlich am Gate.
Leider hatten wir dort die nächste Diskussion, diesmal wegen unserer Wild Card. Dort ist seit jeher mein Geburtsdatum falsch erfasst (30. statt 31.). Ich hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, dies korrigieren zu lassen und sehe es auch korrekt bei meinen Daten bei Sanparks, auf der Wildcard (bzw. dem ausgedruckten Letter) ist es aber immer falsch. Dies war auch in 8 Jahren und einer mittleren zweistelligen Zahl an Nutzungen nie ein Problem - bis wir auf eine überaus gründliche Dame von KZN ezemvolo stießen..
Erst nach ewigen Diskussionen (auf die ich mit Zeitdruck natürlich noch weniger Lust hatte) und dem Verweis darauf, dass alle weiteren Mitreisenden korrekt erfasst waren, ich sehr sehr sicher weltweit die einzige Person mit diesem Namen bin und dem Versprechen, es zuhause sofort ändern zu lassen (als hätte ich das nicht bereits mehrfach versucht), ließ sie Gnade vor Recht walten.
Die Fahrt durch den Park war zwar landschaftlich wie immer überaus unterhaltsam, in Bezug auf Sichtungen aber sehr verhalten. Ein Handy-Foto eines Zebras ist das einzige Tier, das es auf unsere Speicherkarten schaffte.
Irgendwann kamen wir (noch mit ausreichend Puffer) in Mpila an und bezogen unser 5-Bett-Chalet. Hier hatten wir ewig hin und her überlegt, ob nicht auch eines der kleineren Häuser ausreichen würde. Kinder in unserem Alter hätte man auch in die kleineren Häuser mit unterbringen dürfen, allerdings erschienen sie uns auf den Bildern doch sehr beengt, erst recht mit weiterem Zustellbett. Daher bissen wir in den sauren Apfel und buchten die verhältnismäßig teure (2.640R), größere Unit.
Die Häuser liegen schön, weit genug auseinander und sind sehr sauber. Sie sind aber - selbst wenn man den Standard, den man bei afrikanischen staatlichen Unterkünften erwarten würde, anlegt, extrem heruntergekommen. Fast alle Türen zu den Schränken und auch im Haus hingen schief in den Angeln, die Arbeitsplatte war an mehreren Stellen schief, wackelig und aufgequollen, die Netze an den Fenstern hingen teilweise in Fetzen herunter, die Fliesen am Boden waren locker oder hatten riesige Löcher. Für diesen Preis definitiv nur etwas für Leute, die Lage und Naturnähe höher gewichten als alles andere.
Wir richteten uns ein und aßen Brot zum Abendessen - leider fehlte es auch an einem Toaster oder vergleichbarem..
Als Fazit des Tages: Kann man schon so machen, die Kinder machten auch alles gut mit, es darf halt nur nicht viel schief gehen. Wie entspannt man so reisen kann, ist vermutlich individuell verschieden.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
<br><br>Bald hatten wir eine Höhe erreicht, die schöne Ausblicke ins Tal erlaubte. <br><br>[img]https://up.picr.de/51035163wt.jpg)