Liebe Bele, deine Erlebnisse im Wildlife Camp klingen nicht sehr freudig. 🙁 Es tut mir leid! Wir waren schon sehr oft dort und haben immer mal wieder Elefanten im Camp gehabt, aber keine Menschen mit Bier im Pool 🤩 , lag wohl auch an der Jahreszeit! Overlandergruppen gibt es dort regelmäßig. Wir hatten bisher immer Glück und trafen nur auf kleine oder ruhige Gruppen, oftmals gab es sogar sehr nette Gespräche. Nach einer so anstrengenden Buschwanderung erwartet man sicherlich etwas Ruhe und Entspannung in der Natur. Da wir meistens 7-8 Tage dort verweilen, haben wir natürlich auch ein wechselndes Programm. Ich hoffe, deine weiteren Erlebnisse lassen dich zu einem guten Gesamturteil kommen.
Die erste Fruchte von Bota könnte die Samenkapsel der Purgiernuss sein. Meistens sind es gebogene, hufeisenähnliche Kringel. Es sieht fast so aus.
ich stimme bei allem zu, den Rahmen, dem Poolbier, den unbeaufsichtigten Kindern bei Elefantenbesuch. Wobei in meinen Augen vielleicht weniger das Bier das Problem ist, sondern mehr noch der Pool im Busch. Überflüssig und eigentlich sogar störend.
Dein Bericht ist wieder mal sehr zum Schmunzeln. Auf Dein Fazit bin ich sehr gespannt.
Ich verfolge dich weiter vom anderen Ende der Welt.
Lg Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201016. Nov. 2025 ·
Sue.ch schrieb:Liebe Bele, Danke vielmals für deinen Bericht und dein wie immer so herrliches Erzählen über die Erlebnisse, die du gemacht hast! Bin ganz deiner Ansicht über die Tiere im Camp! Ich bin gerne dabei! Liebe Grüße und gute Zeit, Sue
Guten Morgen Sue, das freut mich sehr, dass du hier mitliest 🙂 ! Liebe Grüße in die Schweiz!
tiggi schrieb:Liebe Bele, deine Erlebnisse im Wildlife Camp klingen nicht sehr freudig. 🙁
Es war jetzt nicht dramatisch, aber es hat mir definitiv nicht gefallen!
Da wir meistens 7-8 Tage dort verweilen, haben wir natürlich auch ein wechselndes Programm.
🤩 So lange würde ich es dort niemals aushalten!
Ich hoffe, deine weiteren Erlebnisse lassen dich zu einem guten Gesamturteil kommen.
Schaunmermal.... 😎 !
Die erste Fruchte von Bota könnte die Samenkapsel der Purgiernuss sein. Meistens sind es gebogene, hufeisenähnliche Kringel. Es sieht fast so aus.
Matthias hatte das schon geklärt weiter oben: >>>du hast nach dem Namen der Nicht-mehr-Akazie gefragt. Ich erinnere mich, dass Bota etwas von "Apple-peel Thorn..." gesagt hat. Damit habe ich aber nichts Erhellendes gefunden. Mit bissle rumprobieren bin ich dann zu Apple-ring Acacia gelangt, wie sie wohl früher mal genannt wurde. Mittlerweile ist die Gattung geändert worden in Faidherbia, die Spezies lautet immer noch albida. Englische Namen in den verschiedenen Ländern, wo der Baum vorkommt, sind White Acacia, Winterthorn, oder, wie in Namibia etwa im Kaokoveld, Ana Tree. 😎 Du erinnerst dich?<<<
Liebe Grüße Biggi
Liebe Grüße zurück und bis bald!
utaeleonore schrieb: Ich lese weiter gespannt mit, insbesondere auf Deinen Bericht zum North Luangwa freue ich mich. Liebe Grüße Uta
Hmmm, zum North Luangwa werde ich gar nicht soooo viel berichten können, wir waren ja nur kurz dort. Aber natürlich werde ich alles, was wir erlebt haben, aufschreiben! Und ein paar Bildle gibt es auch.
Beatnick schrieb:Hallo mein Bele, ich stimme bei allem zu, den Rahmen, dem Poolbier, den unbeaufsichtigten Kindern bei Elefantenbesuch. Wobei in meinen Augen vielleicht weniger das Bier das Problem ist, sondern mehr noch der Pool im Busch. Überflüssig und eigentlich sogar störend. Liebe Grüße aus Brügge, Berti
Hi Berti, immer unterwegs oder wie 😮 ? Hab schon gesehen, dass du mit Betti und Thomas in Brügge bist - da will ich auch mal hin, meiner Tante und auch meinem jüngerem Sohn hat es dort so gut gefallen 🙂 . Zum Pool muss man natürlich sagen, dass er bei der Hitze gerne angenommen wurde - in wie weit es dort eine Wasserknappheit gibt, weiß ich nicht, ich denke Grundwasser ist immer da zum Pumpen. Aber ich persönlich brauch sowas auch nicht, vor allem wenn es nicht einfach mit Wasserverfügbarkeit ist. Mir war das ganze Camp einfach viel zu rummelig 😣 , da konnte ich eigentlich nichts Positives mehr finden 😎 . Wenn ich mal in der Nörgel-Nummer drin bin, komme ich schlecht wieder raus 😗 .
Gabi-Muc schrieb:Liebe Bele, Dein Bericht ist wieder mal sehr zum Schmunzeln. Auf Dein Fazit bin ich sehr gespannt. Ich verfolge dich weiter vom anderen Ende der Welt. Lg Gabi
😄 Auf das Fazit musst du noch eine gute Weile warten! Da bist du vermutlich schon wieder an unserem Ende der Welt angekommen. Aber bis dahin verfolge ich dich auch weiterhin 😉 , da kannst du dir sicher sein!
Sodele, das nächste Kapitel wird Matthias schreiben, und zwar heute, sofern er es sich über Nacht nicht anders überlegt hat 😗 ! Ich bin schon gespannt, denn außer einem Foto von Kathrin habe ich noch keine Bilder vom Nightdrive gesehen.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Bele!
utaeleonore611 Beiträge · seit 202216. Nov. 2025 ·
Nach Deinem Bericht muss ich wirklich überlegen, ob wir im WIldlife Camp bleiben wollen. Wir haben dort 5 Nächte gebucht. Aber es gibt so gut wie keine Alternativen als self catering. Die paar Lodges, die nur Übernachtung anbieten (wie Thornicroft oder Track&Trail) haben dann keine Küche bw Kochgelegenheit dabei.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200916. Nov. 2025 ·
Hallo,
hier also kommt der kurze Bericht über den Night Drive, der vom Wildlife Camp organisiert und durchgeführt wurde und natürlich extra zu bezahlen war. Der Preis ist mit 1225 Kwacha, oder 50 US$ schon ordentlich.
Nachdem Andrew mit dem Rest unserer Gruppe zu einem kurzen Game Drive in den NP aufgebrochen war, standen Kathrin, Mary und ich zunächst eine ganze Weile tatenlos rum. Dann kamen zwei Autos vom Wildlife Camp, die holten aber Teilnehmer von der Bustour, deren zwei mittlerweile hier eingetroffen waren, ab. Wir standen weiter wie bestellt ( waren wir ja auch ) und nicht abgeholt rum, bis ich nach 20 Minuten zur Poolbar gegangen bin und nachgefragt habe, wo denn unser Auto bleibt. Wäre unterwegs, so die Auskunft. Irgendwann kam dann tatsächlich unser Wagen, besetzt mit Driver und Beleuchter, sowie einer älteren Dame als Gast. Wir waren also zu viert.
Zunächst fuhren wir wieder über die Brücke in den Park und drehten eine kurze Runde in dem Bereich, den wir gestern mit Andrew schon abgefahren waren. Außer Elefanten, Kudus, Pukus und Impalas gab es nichts zu sehen, es war ja auch noch sehr heiss und die Sonne brannte vom Himmel.
Ich zeige hier nur ein paar der gerne übersehenen, weil allgegenwärtigen Impalas. Ich mag diese sehr grazilen Antilopen einfach gerne.
Danach fuhren wir in den nördlichen Bereich, dort, wo wir mit Andrew die Karminspintkolonie besucht hatten. Zunächst aber Stopp an einem matschigen Restwasserloch, wo sich mannigfaltiges Vogelleben um die eingeschlossenen 'Fische bemühte.
Sattelstörche, Nimmersatte, Silber- und Seidenreiher sowie Hammerköpfe zeigen uns hier ihre unterschiedlichen Fangmethoden.
Nachdem die Sonne sich verabschiedet hatte, machten wir eine Pause an einer Lagune, hier gab es ein Getränk und Popcorn. Dabei beobachteten wir eine Gruppe Elefanten, die an das schlammige Wasser gezogen war um zu saufen.
Dann war es dunkel genug geworden, und der eigentliche Night Drive konnte beginnen.
Als Erstes haben wir diese noch etwas schläfrige Genet gefunden. Dem etwas wortkargen Guide konnte ich auf Nachfrage entlocken, dass es eine Large spotted Genet sei. Ich glaube es mal, denn von den charakteristischen Flecken konnte ich in dieser Position nichts sehen.
Wir fuhren, wie einige weitere Autos vor uns und hinter uns, weiter bis zu einem Borehole. Hier waren gerade acht Löwen dabei ihren Durst zu stillen. Das ging recht fix, die Löwen legten sich dann etwas abseits in den warmen Sand und sondierten die Lage.
Wir fuhren alsbald den Weg, den wir gekommen waren zurück, wiederum mit mehrere Autos vor und nach uns. In allen Fahrzeugen wurde nach links und rechts geleuchtet, dabei fuhren wir permanent in der Staubwolke der vorausfahrenden Fahrzeuge. So stellt man sich einen romantischen Game Drive vor, oder?
Zwei Hyänen begleiteten wir ein Stück, dann verschwanden sie im Dunkel der Nacht.
Zum Abschluss gelang noch ein schneller Schuß auf eine kopflose Civet, oder Zibetkatze, das war es dann auch schon.
Nun war nur noch Staubfressen angesagt, bis wir wieder im Camp ausgespuckt wurden.
Fazit: Ich war etwas enttäuscht, dass der nicht gerade günstige Drive ( der eigentliche Night Drive war ja auch überschaubar kurz ) auf wohl feststehender Route zum Borehole statt fand, wo sich dann zehn bis fünfzehn Autos getroffen haben und im Konvoi zurück gefahren sind. Der wortkarge Guide hat es für mich nicht besser gemacht. Würde ich es nochmal machen? Sicher nicht in so einem sehr gut besuchten Nationalpark.
Sodele, liebe Bele, darfsch weitermachen.
Schönen ( ähm, hier regnet es gerade ) Sonntag noch, Matthias
Champagner schrieb: In Zambia hüpfen die Impalas sogar über die Elefanten 😛 : 📎 DSC06626ZAM25k.jpg
Danke für den Lacher 😄
Bei dem Scheinangriff der Löwin wäre mir wohl das Herz in die Hose gerutscht. Wahnsinn, dass Matthias noch in der Lage war, ein Foto zu schießen 🤩
Bin gespannt, wie es weitergeht! Johanna
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201018. Nov. 2025 ·
utaeleonore schrieb:Nach Deinem Bericht muss ich wirklich überlegen, ob wir im WIldlife Camp bleiben wollen. Wir haben dort 5 Nächte gebucht. Aber es gibt so gut wie keine Alternativen als self catering. Die paar Lodges, die nur Übernachtung anbieten (wie Thornicroft oder Track&Trail) haben dann keine Küche bw Kochgelegenheit dabei.
Hallo Uta, wir haben das Thema ja nun inzwischen auch am Telefon erörtert 😉 . Sicher sind unsere Eindrücke auch subjektiv, wir waren am Anfang der Reise und mussten uns erst eingrooven, es war heiß, es war trubelig. Von daher will ich dich nicht zu sehr beeinflussen! Was ich aber sicher sagen kann: mir hat es dann im Nsefu Sektor und auch weiter nördlich wesentlich besser gefallen, allein schon, weil es viel ruhiger war. Aber ich weiß ja jetzt von dir, dass es ganz schwierig ist, dort Selbstversorgerunterkünfte zu finden.
fotomatte schrieb: Fazit: Ich war etwas enttäuscht, dass der nicht gerade günstige Drive ( der eigentliche Night Drive war ja auch überschaubar kurz ) auf wohl feststehender Route zum Borehole statt fand, wo sich dann zehn bis fünfzehn Autos getroffen haben und im Konvoi zurück gefahren sind. Der wortkarge Guide hat es für mich nicht besser gemacht. Würde ich es nochmal machen? Sicher nicht in so einem sehr gut besuchten Nationalpark.
Danke für deine Eindrücke! MarcS beschreibt das ja auch ein bisschen ähnlich aktuell in seinem Bericht (muss mich dort endlich auch mal zu Wort melden, wenn ich nur mehr Zeit und Muße hätte 😐 ). Scheint also wohl immer ähnlich zu sein....
Sodele, liebe Bele, darfsch weitermachen.
Ich versuchs..... 🙄
JohannaHen schrieb: Bin gespannt, wie es weitergeht! Johanna
So richtig spannend wird es wohl nicht in nächster Zeit (also im Bericht).... Mal schaun, ob ich heute noch ein Kapitel schaffe, die Fotos hab ich schon mal soweit, jetzt fehlt nur noch die Lust, was dazu zu tippen 😵 .
Oh Gott Bele, Fast wäre mir dein Bericht entgangen. Ich hatte aufgrund des Titels (zu „normal“ für dich 🤪 ) gar nicht mit dir gerechnet. Zambia steht nicht so auf meiner to do Liste. Aber natürlich bin ich jetzt hinterher gehoppelt. Wie immer ein wunderbarer Schreibstil. 🙂 🙂 Bei den Löwen wäre mir allerdings auch das Herz ziemlich weit in die Hose gerutscht. Bei 40 Grad wandern, alle Achtung!!
Grüßle von Schwaben nach Schwaben Boris
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201020. Nov. 2025 ·
boris schrieb: Fast wäre mir dein Bericht entgangen. Ich hatte aufgrund des Titels (zu „normal“ für dich 🤪 ) gar nicht mit dir gerechnet.
Da will ich EINMAL sachlich sein.... 🙄 😵 😗 Tatsächlich hatte ich kurz über "Betreutes Wohnen und Walken in Zambia " nachgedacht, war dann aber über das "Walken" nicht glücklich, weil es auch etwas anderes bedeuten kann, "Walking" hätte sperrig geklungen und nach Rücksprache mit Matthias (eigentlich ist er also an dem langweiligen Titel schuld 😛 ) wurde es eben etwas "Normales" 😉 🤪 .
Zambia steht nicht so auf meiner to do Liste. Aber natürlich bin ich jetzt hinterher gehoppelt. Wie immer ein wunderbarer Schreibstil. 🙂 🙂
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201020. Nov. 2025 ·
21. Oktober 2025: Vom Wildlife Camp zu einer Campsite nördlich des Nsefu Sektors
Die Nacht war unerwartet ruhig, kein Kindergeschrei, keine Party. Immerhin - geht doch 😉 !
Wir stehen sehr früh auf, denn heute werden wir zum ersten Mal das Camp abbauen und verladen. So ganz flüssig läuft das noch nicht – und ich muss öfters schmunzeln bei der Vorstellung, wie Diteko und KD, die uns auf zwei Touren in Botswana gefahren und bekocht haben, bei dieser Art des Campabbaus einen mittleren Nervenzusammenbruch bekommen würden 😄 .
Man muss dazu sagen, dass es für Otti die erste Tour mit Andrew ist und für Monica die dritte. Und sonst wird in einen Trailer verladen und nicht in ein Begleitfahrzeug. Wir stehen auf jeden Fall ewig rum, viel helfen kann man nicht, weil die drei selber immer erst überlegen müssen, was wohin soll, und es wird schon wieder richtig warm.
Aber irgendwann ist es geschafft und wir machen uns auf den Weg nach Norden.
An dieser Stelle ein kurzes Fazit zum Wildlife Camp, ich habe ja eigentlich schon fast alles geschrieben.Ich mag öffentliche Campsites sowieso nicht sonderlich, bin einfach zu verwöhnt von den HATAB-Sites in Botswana. Dazu kommt, dass es hier recht wenig Schatten gibt, viel Staub und eben viele Menschen. Aber zum Glück ist das alles Geschmacksache (und sicher auch ein bisschen jahreszeitenabhängig), sonst würden sich ja alle Afrikareisenden auf einer Campsite treffen! Noch ein Wort zum South Luangwa National Park: ich bin sehr unvoreingenommen dort reingefahren, wollte mich einfach überraschen lassen. Allerdings hatte ich wohl schon mit ein bisschen mehr Wow-Effekt gerechnet, denn ich bin bis heute verwundert, warum die Leute alle so dermaßen von diesem Park schwärmen. Vielleicht bin ich auch durch viele Afrikareisen etwas übersättigt und kann Tiersichtungen nicht mehr so schätzen wie früher, bei mir zählt inzwischen eher das Gesamtpaket, und das hat mich nicht voll überzeugt. Aber jetzt habe ich den Park (ich gebe zu, nicht sehr lange und intensiv) gesehen und kann mir mein eigenes Bild machen – und das ist gut so.
Wir kommen zunächst nicht weit (ich glaube bis ans Ende von Mfuwe), denn wir müssen noch Gemüse einkaufen.
Bisher haben wir eigentlich eher einfach oder traditionell gekleidete Menschen hier gesehen, wie man sich das halt so vorstellt. Daher fallen uns fast die Augen aus dem Kopf 🤩 , als die Chefin des Gemüsestands in ihrem Business-Woman-Outfit zu uns ans Auto tritt und Andrew begrüßt, was er mit einem lachenden „You look beautiful today“ quittiert. Hier hätte ich schon zu gerne ein paar Background-Infos… 😗 😎 . aber ich muss bis heute mit meiner unbefriedigten Neugier leben.
Übrigens wird mir hier mal wieder klar vor Augen geführt, warum ich kein Geflügel essen mag…
Bis zum Gate des Nsefu Sektors benötigen wir eine starke Stunde.
Während des üblichen Gate-Prozederes bewacht Otti sein und unser Fahrzeug.
Ich bekomme von Matthias den Tipp, dass in dem Baum direkt hinterm Gate ein Red-headed-Weaver am Arbeiten ist, das schau ich mir doch gerne an (übrigens, wenn mich nicht alles täuscht, eine Erstsichtung für mich – ich führe allerdings keine Listen!).
Der Park zeigt sich zunächst von einer sehr kargen, aber nicht uninteressanten Seite.
An einem großen Baobab sprießen die ersten grünen Blättchen.
Lange beobachten wir eine riesige Büffelherde
Unter die Red-billed buffalo weaver hat sich ein anderer Vogel gemogelt – Matthias? Ich bin gerade zu faul, den Roberts rauszuholen, du weißt den vielleicht auswendig.
Irgendwann reichts dann auch mit den Büffeln 😛
und wir kommen in ein Gebiet, in dem es den Feuchtwiesen nach zu urteilen Wasser zu geben scheint. Den Grund kennen wir (oder vielleicht auch nur ich 😕 ) – schlecht vorbereitet wie wir sind/ich bin – noch nicht.
Auf jeden Fall gibt es hier – leider mal wieder bei matschigem Licht – allerlei zu beobachten.
Impalas dürfen nicht fehlen im Bericht - sonst gibt es einen Rüffel von Matthias.
Und da sind sie - die heiß ersehnten Grey-crowned Cranes 🤩 ! Sie standen auf der Wunschliste von Matthias für diese Reise ganz weit oben. Leider sind sie nicht sonderlich kooperativ und drehen schnell ab.
Und dann erscheint auch noch ein Photobomb in Form eines Warzenschweins 🤩 .
Die Kraniche fliegen auf,
lassen sich aber schnell wieder nieder – und zwar in großer Anzahl, es sind über 20 Stück.
Er kanns nicht lassen 😄 ,
gibt dann aber schnell Fersengeld, als wir näherkommen.
Am Wasser, das jetzt in Form von Sümpfen und einem Bach gut zu erkennen ist, von dem wir aber immer noch nicht wissen, wo es herkommt 🙄 , sitzt ein African Fisheagle (wieder am Boden und nicht auf einem Baum).
Viel interessanter ist aber ein anderer Greif, der leider auffliegt 🙁 , bevor ich ihn im Fokus habe. Die Bilder reichen immerhin zur Bestimmung: eine Neusichtung für mich, ein Wahlberg’s Eagle.
Und dann kommen wir an die Quelle des Wassers 🤩 : die Chichele Hot Spring! Wir steigen aus und testen die Temperatur: wirklich hot!
Andrew erzählt uns, dass es hier Pläne für eine Lodge gab, die aber nicht genehmigt wurde, weil die Quelle eine Art heiliger Platz ist (davon abgesehen wäre es wirklich schade um den Standort, wenn dort gebaut werden würde).
Hier tummeln sich natürlich auch noch andere Vögel,
aber es wird Zeit, in Richtung unseres Camps aufzubrechen und so besteigen wir unsere beiden Fahrzeuge
und verlassen den Park in Richtung Norden.
Nachdem wir ein sehr großes bzw. langes Straßendorf namens Mkasanga durchquert haben, in dem uns viel zugewunken wird (wo ich aber wegen der Menschen dort keine Fotos mache), biegen wir links ab Richtung Luangwa. Ich gestehe: ich weiß bis heute nicht, wo genau wir waren 😊 🙄 . Das Camp gehört einem Inder, steht aber aktuell zum Verkauf. Den Namen habe ich vergessen 😣 .
Alles wirkt hier auch schon ein bisschen vernachlässigt, in der Hütte, wo sich die Ablutions für die Frauen befinden, stehen einige alte Bettgestelle (warum auch immer), ansonsten gibt es eine inkontinente Dusche und eine Toilette mit sehr vielen Insekten für uns 7 Frauen. Das Ganze wirkt nicht sehr einladend, ist aber funktionell und wir werden die nächste zwei Nächte damit klarkommen.
Die Lage dafür ist sehr schön, wir stehen unter vielen großen stark belaubten Bäumen, die wunderbaren Schatten spenden und sind nur wenige Meter von der Abbbruchkante zum Luangwa entfernt.
Warum wir nicht bei Chibembe campen, wie es in der Beschreibung steht, wissen wir nicht, ist uns aber auch in bisschen egal…
Hier kann man auf jeden Fall gemütlich sitzen und viel direkt vor den Füßen, im und am Wasser beobachten – und wir sind hier ganz alleine, wie schön!
Als die Zebras sich vom Acker, bzw. vom Fluss machen, geht es für uns auch wieder los: ein weiterer Gamedrive im Nsefu Sektor steht auf dem Programm. Davon dann im nächsten Kapitel.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200920. Nov. 2025 ·
Hallo Bele,
da du mich direkt ansprichst, schreibe ich direkt auf die Schnelle, was ich so beitragen kann. Der Vogel bei den Büffelwebern ist ein weiblicher Weber, welcher Art kann ich nicht sagen, dafür sehe ich zu wenig, selbst wenn ich stark reinzoome. Und dann habe ich auch keinen Guide für Sambia, und ob der Roberts hier ausreichend ist? Zu den Kronenkranichen kann ich sagen, dass es zwei Vögel bei den Büffeln (na, kurz zuvor ) und 32 bei den Hot Springs waren.
Grüßle, Matthias
Nachtrag: habe erst jetzt gesehen, dass wir es schon bis ins Camp geschafft haben, soweit war der Bericht vorhin noch nicht. Das Camp heißt Tafika und ist im Hupe sogar namentlich erwähnt ( Karte S. 314 ).. Ist Mumpitz, du hast natürlich recht. Ich weiß also auch nicht, welchen Namen das Camp trägt.
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201020. Nov. 2025 ·
fotomatte schrieb:Hallo Bele,
da du mich direkt ansprichst, schreibe ich direkt auf die Schnelle, was ich so beitragen kann. Der Vogel bei den Büffelwebern ist ein weiblicher Weber, welcher Art kann ich nicht sagen, dafür sehe ich zu wenig, selbst wenn ich stark reinzoome. Und dann habe ich auch keinen Guide für Sambia, und ob der Roberts hier ausreichend ist?
Na das ging ja schnell 🤩 ! Und klar, das Foto ist auch zu schlecht, um reinzuzoomen. Lassen wir es einfach bei einem weiblichen Weber 😉 , danke auf jeden Fall!
Zu den Kronenkranichen kann ich sagen, dass es zwei Vögel bei den Büffeln (na, kurz zuvor ) und 32 bei den Hot Springs waren.
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201020. Nov. 2025 ·
fotomatte schrieb: Nachtrag: habe erst jetzt gesehen, dass wir es schon bis ins Camp geschafft haben, soweit war der Bericht vorhin noch nicht. Das Camp heißt Tafika und ist im Hupe sogar namentlich erwähnt ( Karte S. 314 ).
Hmmm, ich kann das nicht ganz glauben, denn wir sind ja immer erst durch das Gate und später dann durch das lange Dorf gefahren, wenn wir aus dem Park kamen, bzw. umgekehrt wenn wir in den Park gefahren sind. Tafika liegt ziemlich direkt nach dem Gate, soweit ich das sehe und scheint wohl auch eher etwas Nobleres zu sein, wenn ich danach google. Aber ich kann mal Andrew anfunken und fragen! Wissen tu ich wie gesagt gar nichts!
Liebe Bele, was hatte ich mich auf Deinen Bericht gefreut und nun muss ich momentan soviel Neues in kurzer Zeit in mein Hirn prügeln, dass ich zu müde bin, um noch irgendetwas zu lesen und bei Dir will ich mitlesen! So hebe ich mir Deinen Bericht für etwas ruhigere Zeiten auf. Liebe Grüße, Elisabeth
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201021. Nov. 2025 ·
fotomatte schrieb: Nachtrag: habe erst jetzt gesehen, dass wir es schon bis ins Camp geschafft haben, soweit war der Bericht vorhin noch nicht. Das Camp heißt Tafika und ist im Hupe sogar namentlich erwähnt ( Karte S. 314 ).. Ist Mumpitz, du hast natürlich recht. Ich weiß also auch nicht, welchen Namen das Camp trägt.
Dafür weiß ich es jetzt 🤪 , Andrew hat mir nämlich geantwortet. Der Name des Camps ist "Daya", aber über diesen Namen finde ich es nicht, es sah ja auch wirklich nicht so richtig offiziell aus, gab ja auch kein Schild bei der Abzweigung (wobei das in Zambia ja öfters so ist 😉 ) und ist vermutlich wegen des Verkaufs auch nirgendwo gelistet. Was mich ärgert: ich finde es auf Google Maps auch nicht 😠 . Vielleicht hast du ja besser Augen als ich (was aktuell ja eine leichte Übung sein sollte 😎 ). Spontan war ich übrigens auch erst auf der Tafika-Spur, weil die Lage am Fluss gut gepasst hätte....
sphinx schrieb:Liebe Bele, was hatte ich mich auf Deinen Bericht gefreut und nun muss ich momentan soviel Neues in kurzer Zeit in mein Hirn prügeln, dass ich zu müde bin, um noch irgendetwas zu lesen und bei Dir will ich mitlesen! So hebe ich mir Deinen Bericht für etwas ruhigere Zeiten auf. Liebe Grüße, Elisabeth
Liebe Elisabeth, schone dein Hirn 😄 , der Bericht läuft dir nicht davon! Der wird weder schlecht (bzw. schlechter 😗 ) noch fängt er an zu müffeln mit der Zeit, von daher: chill mal 😛 ! Alles Liebe und halt die Ohren steif!
ChampagnerThemenstarter8’787 Beiträge · seit 201024. Nov. 2025 ·
21. Oktober 2025: Gamedrive im Nsefu Sektor am Nachmittag
Bevor es zu unserem Gamedrive losgeht noch folgende Info: in der Mittagspause haben wir darüber gesprochen, dass einige von uns sich keine Walking Safari hier in der weiterhin großen Hitze zutrauen 😊 . Andrew reagiert verständnisvoll und flexibel darauf, schnell überlegt er eine Lösung, die allen gerecht wird. So soll am nächsten Morgen für Matthias und die Engländer ein Walk stattfinden mit Walking Guide (dafür wurde extra Bota angefordert und er fährt auch hoch zu uns) und Scout. Wir restlichen fünf können mit Andrew nochmal in den Nsefu Sektor fahren, müssen aber dafür noch einmal Parkeintritt zahlen. Ich hatte es so verstanden, dass wir nachmittags dann einen Walk machen, aber schlussendlich wurden es zwei Gamedrives. Auch okay….
Für den heutigen Gamedrive packt Andrew eine Chipstüte ein und weist uns darauf hin, unsere Sundowner-Getränke nicht zu vergessen 😗 .
Dann geht es los und zunächst wieder durch das Dorf Mkasanga, wo Andrew uns erklärt, wofür diese Hütten gemacht sind.
Kurz vor der Regenzeit wird der Boden für die Saat vorbereitet und wenn dann die ersten Pflanzen wachsen, wohnen die Eigentümer der Äcker in diesen Behausungen, die ein oberes Stockwerk haben, wo geschlafen wird. Unten wohnt man (zusammen mit dem Fahrrad) und bewacht die Felder vor Fressfeinden. Solche Hütten werden wir in verschiedenen Ausführungen immer wieder sehen und ich kann mir dieses entbehrungsvolle und sicher teilweise auch gefährlich Leben kaum vorstellen. Ich fühle mich bei dieser Hitze ja schon in meinem Zelt manchmal leicht überfordert… 😮
Für die Regenzeit stehen auch schon Brücken bereit.
Am Gate organisiert Andrew einen Scout für morgen, soweit ich das verstehe.
Den Park fahren wir heute anders an, und zwar drehen wir nach rechts ab in Richtung Fluss, eine Gegend, die wir heute Vormittag noch gar nicht gesehen haben.
Natürlich gibt es wieder Büffel, dieses Mal mit Oxpecker garniert.
Danach die anderen üblichen Verdächtigen
Common Sandpiper
Hier mal der Blick aus dem Fensterchen…. 🙄
Der kleine Elefant ist wirklich niedlich 😘 !
Wir haben inzwischen den Weg am Fluss entlang verlassen und fahren durch sehr viele tiefe Dips, die von diversen Zuflüssen verursacht wurden. Teilweise geht es sehr steil runter und wieder hoch.
Kurz nach einer solchen Stelle steht ein anderes Auto und schnell wird klar, wen die Insassen im Visier haben.
Den kleinen Süßen kennt Ihr ja schon von meiner Collage.
Seine Mutter muss auch irgendwo in der Nähe sein, wir werden sie aber nicht zu Gesicht bekommen und auch er macht sich bald ins Richtung Gebüsch davon.
Vorbei an recht beeindruckender Landschaft nähern wir uns wieder den Salzpfannen und Sumpfwiesen, die von der Hot Spring verursacht werden.
Die Freude ist groß, dass wir die Kronenkraniche noch einmal bei etwas besserem Licht und vor allem etwas näher antreffen!
Zum Schluss fährt uns Andrew noch zu einem Löwenpaar, dass sichtlich angestrengt von seinen diversen Matings zu sein scheint.
Wir unterhalten uns – leicht kichernd 🤪 – darüber, dass wir die beiden nicht gerade zum Nsefu-Traumpaar wählen würden, er schon etwas schütter und ziemlich energielos,
sie mit Halsband (okay, das ist jetzt ein menschengemachter „optischer Makel“) und auf einem Auge blind. Wie wohl der Nachwuchs aussehen wird?
Die beiden führen uns noch einen halbherzigen Zeugungsakt vor, den ich filme, aber nicht zeigen werde, weil es mir doch auf der einen Seite zu intim scheint 😊 , ich die beiden auf der anderen Seite aber auch nicht bloßstellen will, denn es könnte sein, dass man sich beim Zuschauen ein Lachen nicht verkneifen kann 😛 . Das haben sie dann doch nicht verdient, die armen….. 😎
Kurz vor Sonnenuntergang verlassen wir den Park – wie war das nochmal mit dem Sundowner 😕 ? Unser Guide kann sehr gut planen, spontan Dinge ändern, flexibel auf Wünsche eingehen und improvisieren – aber Sundowner kann er nicht 🤩 ! Das werden wir auch auf der weiteren Reise feststellen.
Wieder am Gate angekommen lässt uns Andrew wissen, dass er nun einiges an Papierkram zu erledigen hat, zum einen wegen des Scouts, den wir in Uniform und mit Gewehr bewaffnet später ins Auto einladen werden und der bei uns im Camp übernachten wird, zum anderen wegen des Permits für einen weiteren Tag morgen im Park. Die Warterei zieht sich und wir werden immer alberner 🤪 , auch wegen des kommentarlos ausgefallenen Sundowners und beschließen, die Chipstüte heimlich selber aufzumachen und unsere Getränke aus dem Kühlschrank zu holen. Nun steigt die Stimmung im Auto merklich und so fahren wir, als endlich alles erledigt ist, fröhlich Richtung Heimat, wo wir einen angenehmen Abend verbringen.
Als ich schon im Zelt liege, höre ich lautes, recht anhaltendes Quieken aus unserem Mädels-Sanitärblock - am nächsten Morgen erfahre ich, dass eine von uns eine längere Auseinandersetzung mit einer riesigen Heuschrecke (oder sowas in der Art) darüber hatte, wer die Toilette benutzen darf 😮 .
Morgen werden Matthias und ich uns dann trennen, so dass es von diesem kommenden Tag Kapitel aus verschiedenen Perspektiven und von verschiedenen Aktivitäten geben wird.
Liebe Bele, vielen Dank für den Sambia-Nachschub! Das war doch ein wirklich erfolgreicher Gamedrive. Der kleine Leopard und dann noch die etwas abgerockten Löwen. ich wäre zufrieden gewesen. 🙂 Liebe Grüße Sascha