Melanie1982688 Beiträge · seit 202316. Nov. 2025 ·
Hallo Sascha,
ich hoffe, es ist noch ein Plätzchen für mich frei. Wir haben für nächstes Jahr auch Südafrika geplant, allerdings ohne Kruger. Da bin ich mir jetzt schon gleich nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee war. Euer erster Tag war ja schon sehr toll! Unsere Kids sind übrigens auch 13 und 10 und zumindest die Große seilt sich immer mehr ab und war in Namibia auch nicht mehr bei jedem Gamedrive dabei. Insgesamt werden Urlaube dann doch etwas entspannter, wenn der Nachwuchs größer wird. A propos Nachwuchs: wie süß können Hyänenkinder bitte sein 😘
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Ach ja, Buschstarren kennen wir bisher nur aus Namibia. Aber ich habe es dieses Jahr auch so richtig gefühlt 😉
Lg, Melanie
Lotusblume1’941 Beiträge · seit 200917. Nov. 2025 ·
Moin Sascha, auch ich möchte mit starren. Keine Bange wir brauchen dazu keine Anleitung. Nach vielen Afrika-Urlauben sind wir Gewohnheits-Starrer. 😗
Der Krüger ist immer eine Reise wert und Du bestätigst dies mit diesen fantastischen Fotos. 😎
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201618. Nov. 2025 ·
@ Melanie1982 Herzlich willkommen an Bord! Witzig, dass unser Nachwuchs im gleichen Alter ist! Und ich teile absolut deine Einschätzung, dass das Reisen (und so vieles mehr) mit steigendem Alter der Kinder wieder einfacher wird. Ihr werdet bestimmt auch ohne Kruger eine tolle Zeit in SA haben. Der Park kann dann ja Teil einer zweiten Reise sein... 😉 Ich habe mir in deinem Thread mal eure Route angesehen. Pilanesberg fanden wir immer schön, wenn wir da waren. Wochenenden sollte man dort eher meiden... Solch ein private Reserve, wie ihr es besuchen werdet, haben wir uns nie geleistet! Die rufen ja stolze Preise auf! 🤩 Aber man muss sich ja auch mal etwas gönnen. 🙂
@ Lotusblume Schön, dass auch du als Gewohnheits-Starrerin dabei bist! Ich freue mich, dass dir die Fotos gefallen. 😊 Der Kruger ist auf jeden Fall immer eine Reise wert. 🙂
Hallo Sascha und Familie! Bushstarren ist genau mein Ding, und ich steige freudig zu! Habe eben den Krüger für zwei Wochen im Mai gebucht und da kommt mir dein wunderbarer Bericht gerade recht. Ihr habt ja schon soviel gesehen in den paar Tagen dort! Wie schön dass die Mädchen nun alt genug sind und ihr so auf etwas couple time zusammen kommt. Auch wichtig! Going on a game drive date with your wife! Du weißt, mein Löwenherz freut sich extrem auf viele Löwenbilder aber auch auf alles andere das so kreucht und fleucht. Liebe Grüsse von Katrin
H.Badger schrieb: @ BigSven Hallo Sven, wie schön, dass ihr wieder dabei seid! Ich habe im Forum irgendwo mitbekommen, dass es für euch auch bald wieder gen südliches Afrika geht. Wie schön! 🙂 Gern nehme ich dich aber jetzt erstmal virtuell mit auf unsere Familientour.
Ja, wir haben uns nach (leider) viel zu langer Zeit endlich mal wieder dazu entschieden, Südafrika zu bereisen. Ist ja jetzt schon ein paar Jahre her, mal sehen ob wir es wieder erkennen. 😄 Nächtes Jahr in den Sommerferien geht es los. Bis dahin lesen wir Deinen Bericht und staunen über die tollen Sichtungen und Fotos. Wirklich sehr schön!
Lieber Sascha, erstmal herzlichen Dank für Deinen Bericht; Du schreibst so kurzweilig und spannend wie ein Schriftsteller. Wir gehen gerne mit auf Tour. Du hast von fest installierten Radarfallen im Kruger berichtet. Hast Du zufällig ein Foto davon? Viele Grüße von Mario und Annette
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201620. Nov. 2025 ·
@ Sadie Liebe Katrin, wie schön, dass auch du den Weg hierher gefunden hast. Ich hoffe, dass du trotz deiner großen Kruger-Erfahrung hier gut unterhalten wirst. Auf jeden Fall musst du dir um eines keine Sorgen machen: Dein Löwenherz bekommt noch einiges zu sehen. 🙂
@BigSven Hallo Sven, wie schön, dass es für euch im Sommer 26 wieder gen südliches Afrika geht! Steht der Kruger auch auf eurer Liste? Ich gebe mir jedenfalls Mühe, eure Vorfreude zu unterstützen.
@ wilddogs67 Hallo Annette und Mario, schön, dass ihr euch gut unterhalten fühlt und vielen Dank für diese liebe Rückmeldung. Einen Blitzer habe ich nicht fotografiert und bin hoffentlich auch von keinem fotografiert worden. 😉 Die Kästen sind (ich meine in Tarnfarbe gehalten) auf einigen Wegweiserblöcken auf den Hauptpisten installiert. Gleich an der Zufahrt zu Lower Sabie befindet sich einer davon (an der Brücke), einen weiteren habe ich südlich von Skukuza in Erinnerung. Mobile Kontrollen gibt es zusätzlich. Wir haben eine in Richtung Paul-Kruger-Gate gesehen - der wahren Autobahn des Kruger.
@ all Heute und morgen bin ich auf einer Tagung, am WE steht das Forumstreffen an. Danach geht es aber hoffentlich bald weiter... 🙂
Lieber Sascha, momentan schaffe ich es nicht im Forum etwas zu lesen, aber Deinen Bericht habe ich mir jetzt gebookmarkt. Die ersten Fotos machen neugierig und bei Dir lese ich auch immer gerne mit. Aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben. Schönen Abend, Elisabeth
ich bin begeistert von dem Ergebnis eures Buschstarrens. Da hast du sehr schöne Momente und Bilder eingefangen.
Wir waren erst einmal 2012 Im Krüger - und ich muss sagen, damals hatte er mich nicht überzeugt. Doch wenn ich deine Bilder ansehe, könnte ich ja vielleicht auch mal meine Meinung ändern 😉
oh Mann, das ist ja unglaublich, welche grandiose Sichtungen Ihr hattet. Der Büffelriss ist sicherlich etwas ganz Besonderes, grad dann, wenn man so zeitig und "frisch" am Geschehen ist. Euch viel Spaß beim Forumstreffen!
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201623. Nov. 2025 ·
@ sphinx Liebe Elisabeth, ich freue mich, dass du perspektivisch den Bericht verfolgst und wünsche dir erstmal viel Energie in einer arbeitsreichen Zeit!
@ take-off Hallo Dagmar, wir sind überzeugte Kruger-Freunde und können es nur empfehlen, dem Park noch eine Chance zu geben. Uns hat er unterm Strich bisher nie enttäuscht, auch wenn die Erwartungen von Besuch zu Besuch durchaus nicht kleiner werden...
@ bayern schorsch Lieber Claus, so schade, dass ihr dieses Mal nicht in Büsnau dabei sein konntet. Es war naturgemäß wieder ein richtig rundes Treffen. Mit den Sichtungen dieses ersten Tages waren wir sehr (!) glücklich. Alles andere wäre auch schmählicher Undank gewesen.
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201623. Nov. 2025 ·
4. Teil: Heute ist Löwentag
Pünktlich zur Öffnung des Camptors mache ich mich auf den Weg. Die restliche Familie bleibt nach dem späten Nightdrive heute früh in der Hütte und ich habe eine klare Mission: Ich bin mir sicher, dass das Löwenrudel von letzter Nacht noch nicht fertig sein wird mit dem jüngst erlegten Büffel. Und so fahre ich so schnell es die Geschwindigkeitsbegrenzung erlaubt zum Ort des Geschehens. Nach kurzer Zeit haben sich glücklicherweise alle anderen Autos in der Vielzahl der Abbiegemöglichkeiten verloren und ich bin allein unterwegs. Dass ich auf dem Weg zum Riss bis auf eine entfernte Tüpfelhyäne im Flussbett des Sand keine nennenswerten Sichtungen habe, versteht sich bei meinem Fahrtempo fast von selbst. Die Eile zahlt sich am Ende aber unbedingt aus. Als ich den Riss erreiche, sind erst zwei andere Fahrzeuge anwesend und so kann ich mir entspannt eine Premiumposition am Straßenrand aussuchen, die ich in der nächsten Stunde nicht verlassen muss.
Die Kunde vom Büffelriss hat sich anscheinend noch nicht sehr weit verbreitet und so dauert es tatsächlich eine lange Zeit, bis sich andere Fahrzeuge aus Richtung Lower Sabie oder Skukuza hier einfinden. Bis dahin erlebe ich bestes Löwen-Kino.
Der Riss liegt noch immer auf der Straße. Und noch immer ist ein Großteil des Rudels mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Es wird gezerrt und gegnault, gegrunzt und gefaucht.
Das stattliche Rudel-Oberhaupt thront auch jetzt lässig etwas abseits der hungrigen Meute.
Die zehn anderen Löwen sorgen für beste – wenn auch etwas blutige – Unterhaltung. Bereits im Rahmen unserer letzten Kruger-Tour hatten wir riesiges Glück mit Löwen an Büffelrissen. Dass sich diese Glückssträhne bis in die aktuelle Reise hinüberzieht, freut mich ungemein.
Die anwesenden Beobachter sind allesamt ganz leise und konzentriert und so stört kein Motorbrummen die beeindruckende Szenerie, die sich besser durch Bilder als durch Worte transportieren lässt.
Nach einiger Zeit im Safari-Himmel wird es naturgemäß doch immer voller rund um das Löwenrudel. Bevor sich die Szenerie also in Richtung schwer entwirrbares Autoknäuel entwickelt, beschließe ich, mich von den Löwen zu verabschieden, um das bisher Erlebte in bester Erinnerung zu behalten.
Das ist gar nicht so einfach, denn die Fahrbahn ist einerseits durch eine wachsende Anzahl von Fahrzeugen verengt und außerdem liegt breit und träge der Löwenkater mitten auf der Straße. Ich taste mich also langsam vor und bin erleichtert, als ich unser großes Fahrzeug irgendwann vorsichtig um den Mähnenlöwen herummanövriert habe. In Punkto Coolness (bzw. Dickfelligkeit) ist ein ruhender Löwe wohl kaum zu übertreffen.
Ich quere ein paar Minuten später den Sabie und halte kurz an einigen Flusspferden, die träge auf den kleinen Inseln liegen.
Nach einigen Kilometern in Richtung Skukuza erblicke ich eine Handvoll Autos am Straßenrand und bald darauf ein weiteres Löwenrudel. Eine Löwin liegt nicht weit entfernt auf der Flussböschung.
Weitere Tiere – darunter zwei stattliche Löwenmännchen, von denen eines auffällig humpelt, sind im Flussbett unterwegs.
Hier bieten sich vegetations- und entfernungsbedingt keine besonders guten Fotogelegenheiten. Aber hey: Zwei Löwenrudel vor dem Frühstück – das ist eine Bilanz, mit der ich rundum zufrieden bin. 😁
Es folgt ein kurzer Stopp bei einigen Büffeln, die am Straßenrand vor sich hin kauen.
Sehr zufrieden mit der Ausbeute dieser Rundfahrt kehre ich nach Skukuza zurück. Nach einem gemütlichen Frühstück steht die gemeinsame Transferfahrt nach Satara an: Der Büffelriss liegt quasi auf dem Weg. 😎
Boah Sascha, was für eine gigantische Sichtung!! Ein Riss direkt auf der Straße - das ist schon sehr special! Bin sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht. Liebe Grüße aus Berlin Kirsten
das war ja eine richtige Schlachtplatte auf der Straße. Wahnsinn! Und vor allem hast Du wieder einmal wunderbare Bilder davon aufnehmen können. Ich bin begeistert, was Euch in den ersten Tagen im Krüger Park schon alles an Tieren begegnet ist. 🤩 Erfolgreiches Buschstarren würde ich das nennen. 🙂 Dein Bericht und die tollen Bilder veranlassen mich nun darüber nachzudenken, dem Krüger Park doch nochmal eine Chance zu geben. Bei meinem ersten Afrika- Besuch 1999 kam da leider nicht so ein richtiges Wildnisgefühl auf und ich war etwas enttäuscht danach. Dies sicherlich weil wir im Reisebus nur auf Asphaltstraßen unterwegs waren. Auch haben wir damals nicht im Park übernachtet. Eure Art des Reisens scheint ein komplett anderes Erlebnis zu sein und da der Krüger Park auch noch recht gut bezahlbar ist, wird es sicherlich irgendwann Versuch Nummer 2 geben.
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Liebe Grüße Tina
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201625. Nov. 2025 ·
@ Casimodo Lieber Carsten, der Anfang der Reise war stark und hat eine Marke gesetzt, die schwer zu halten war... Rückblickend finde ich es auch erstaunlich, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt des Berichts noch keine 48 Stunden im Park waren. Auf deinen Bericht warte ich voller Spannung und Vorfreude! 😁
@ Coralbay Hallo Kirsten, ja, das war für uns auch sehr special. Solche Sichtungen tragen maßgeblich dazu bei, immer wieder zurückkehren zu wollen. Schön, dass du weiterhin dabei bist.
@ Tina76 Liebe Tina, die Schlachtplatte hat mich zum Lachen gebracht. Sehr treffend! Der Kruger ist natürlich nicht der einsamste Ort, um den afrikanischen Busch zu erleben. Aber für uns hat er in Punkto Tiersichtungen und "easy going" immer wieder so viel zu bieten. Und ich bin sicher, dass ein Besuch im eigenen Auto zu einer anderen Erfahrung führt als eine Fahrt mit dem Reisebus auf den Hauptrouten. Daher: Unbedingt eine zweite Chance einräumen!
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201630. Nov. 2025 ·
5. Teil: Auf nach Satara! (Es ist noch immer Löwentag)
Es ist immer erstaunlich, wie sehr sich das Geraffel der gesamten Familie in allen Ecken einer Hütte verteilt, wenn man mehr als nur eine Nacht dort verbringt. Und so zieht sich das Packen und Systematisieren etwas in die Länge und der Morgen ist schon recht fortgeschritten, als wir nach einem Tankstellenstopp zum Glück daran denken, den Chalet-Schlüssel in die Box am Camptor zu werfen.
Unser heutiges Etappenziel ist Satara, ein Camp, das unbedingt in jeder Tour eingeplant werden muss. Nicht weil das Camp unbedingt selbst zu den schönsten des Parks gehört, sondern weil es inmitten recht offener Landschaft liegt und so weit von jedem Eingangstor entfernt ist, dass man die meiste Zeit des Tages nur mit anderen Campbewohnern die Wege teilt. Da die Route am Südufer des Sabie zu dieser Tageszeit wegen des hohen Aufkommens von externen Game-Drive-Fahrzeugen unserer Ansicht nach wenig empfehlenswert ist, queren wir den Fluss erneut in Campnähe. Direkt unterhalb der Brücke döst ein Krokodil.
Nach einigen Kilometern auf der Hauptroute nördlich des Sabie stehen eine Handvoll Fahrzeuge am Straßenrand. Beim Näherkommen entdecken wir den Grund dieses kleinen Auflaufs schnell: Fünf Löwen lagern im Flussbett. Wir beschließen, uns dazuzugesellen – also zu den Fahrzeugen 😉 – erwarten wegen der ordentlichen Außentemperaturen aber keine nennenswerte Aktivität, die über an Hyperventilation grenzendes Hecheln hinausgeht.
Aber weit gefehlt: Kaum haben wir die trägen Katzen wenige Minuten angestarrt, kommt auch schon Bewegung in den Haufen und eine nach der anderen trottet im Sand des Flussbetts entlang in Richtung unserer Böschung.
Und wie schon am Vortag haben wir wieder einen guten Spot erwischt, denn die Löwen halten einmal mehr grob auf unser Fahrzeug zu. Zwar ist es hier recht verbuscht und wir können die Tiere beim Schärfen ihrer Krallen an den Uferbäumen nicht überzeugend ablichten, aber trotzdem gelingen ein paar recht schöne Schnappschüsse. Und auch die Kinder halten ihre Kamera ausdauernd auf die nahen Katzen. Das macht als Familie richtig Freude.
Bald darauf kreuzt das Rudel kleckerweise die Straße, während eine nahe Impalaherde ausdauernd Warning-Calls ausstößt – nach unserem Indien-Trip im Frühjahr sind wir hier richtige Profis geworden... Tageszeittypisch kommt es natürlich nicht zu einer dramatischen Jagdszene. Die Katzen spazieren langsam an den Impalas vorbei und bald verliert sich ihre Spur im dichten Gebüsch. Right time, right place.
Zufrieden damit, dass nun auch die ganze Familie eine nette Löwensichtung hatte, setzen wir den Weg fort. Einige Fahrminuten später erreichen wir auch schon die Abzweigung zum Büffelriss. Natürlich wollen wir hier nicht achtlos vorbeifahren und so geht es erstmal nach rechts Richtung Sabie. Als wir den Ort des Geschehens erreichen, sind wir erwartungsgemäß alles Andere als allein mit den Löwen, die den Riss irgendwann nach meinem Abschied heute früh von der Straße in den Busch gezogen haben. Und so sehen wir zu Beginn nur einen Kappengeier in einem nahen Baum.
Viel auffälliger ist dagegen die Autoansammlung: Die Straße ist nun von bestimmt fünfzehn Fahrzeugen bevölkert, die sich aber brav in einer Reihe anstellen. Dadurch entsteht zwar kein Chaos, aber eine entspannte Beobachtung sieht natürlich anders aus. Viel ist im Vergleich zur letzten Nacht und zu den frühen Morgenstunden auch nicht mehr zu sehen. Der Löwenkater liegt im Fresskoma auf der Seite und nur die zwei erwachsenen Löwinnen sind noch zu erblicken. Während eine von ihnen hechelnd entspannt, bewacht die andere die kläglichen Überreste des Büffels vor den anwesenden Geiern.
Nachdem wir einmal brav angestanden haben, setzen wir unseren Weg gen Satara fort.
Erfahrungsgemäß ist die Flussuferroute eine gute Strecke, um die schönen Nyalas zu entdecken. Und auch heute werden wir nicht enttäuscht und können einen prächtigen Bock ablichten.
Auch auf eine riesige Büffelherde treffen wir, machen aber wegen des dichten Buschs keine Fotos, weil wir denken, dass wir auf den Ebenen Sataras bestimmt noch bessere Büffelsichtungen haben werden. Aber weit gefehlt: Büffel bleiben in diesem Jahr Mangelware.
Dafür können wir an einem Felsen Klippspringer entdecken. Immer wenn wir uns im Kruger solch einsam verstreuten Felsinseln nähern, scherzen wir, dass hier bestimmt Klippspringer wohnen werden. Meistens behalten wir recht. Im dazwischenliegenden Busch haben wir noch nie Transfer-Klippspringer gesehen. Sie scheinen auf diesen isolierten Felsen einfach zu materialisieren – wie Fruchtfliegen in unserer Obstschale. Mit ihrem borstig wirkenden Fell, den großen Kulleraugen und ihrem apart-exponierten Hufspitzenstand gehören die kleinen Antilopen zu unseren liebsten Hornträgern.
Am Rastplatz Tshokwane machen wir eine kurze Pause. Hier herrscht gerade Stromausfall und so kaufen wir im Taschenlampenschein ein paar Snacks. Die Angestellte muss dann in weitgehender Finsternis jedes gekaufte Produkt fein säuberlich handschriftlich in Listen eintragen und im Kopf summieren. Und so dehnt sich der kleine Stopp überraschend aus...
Die Teerstraße zwischen Tshokwane und Satara gehört zu unseren Lieblings-Hauptpisten des Nationalparks. Was haben wir hier über die Jahre für schöne Sichtungen gehabt: Enorm große Büffelherden, viele Löwen, Geparde, Leoparden, ganze Hyänenclans, Honigdachse… Da sind unsere Erwartungen und die Vorfreude auf die nächsten Kilometer durchaus hoch. Heute aber ist unser Sichtungskontingent fast restlos aufgebraucht. Der dichte Busch des südlichen Kruger liegt zwar hinter uns, aber die offenen Grasebenen präsentieren sich wie leergefegt und auch an den Wasserstellen ist wenig bis gar nichts los. Vielleicht ist es hier dieses Jahr etwas zu trocken. Vielleicht spielt uns das nach der guten Regenzeit hochstehende Gras auch nicht wirklich in die Karten. Oder der Tag ist einfach schon zu weit fortgeschritten. Bestimmt ist der Stromausfall in Tshokwane nebst Begleiterscheinungen schuld an der Flaute… 😛 Jedenfalls verläuft der Rest der Fahrt sehr ruhig und dadurch auch zügig. Ein paar Elefanten im Flussbett hier, ein paar Zebras dort. Mehr können wir nicht entdecken.
Und so erreichen wir kurz nach dem Mittag bei großer Hitze Satara.
Champagner8’784 Beiträge · seit 201030. Nov. 2025 ·
H.Badger schrieb: Es ist immer erstaunlich, wie sehr sich das Geraffel der gesamten Familie in allen Ecken einer Hütte verteilt, wenn man mehr als nur eine Nacht dort verbringt.
😄 😄 😄 Dafür brauche ich keine Familie, das bekomme ich ganz alleine hin 😗 🤩 !
Sie scheinen auf diesen isolierten Felsen einfach zu materialisieren – wie Fruchtfliegen in unserer Obstschale.
Du hast vielleicht Ideen 😄 😄 😄 !
Bestimmt ist der Stromausfall in Tshokwane nebst Begleiterscheinungen schuld an der Flaute… 😛
Noch so eine.... 😎 ! Aber ja, so wird es gewesen sein!
Ist ja aber wohl eher Jammern auf hohem Niveau, ich hätte mich allein über die Klippspringer schon sehr gefreut!
Übrigens: Mit Uta habe ich in Büsnau drüber gesprochen, ob wir wohl auch mal Fotos, die von den Töchtern gemacht wurden, zu sehen bekommen werden - ich stelle die Frage hier jetzt einfach nochmal 😎 😗 !
Hallo Sascha, ein toller Bericht, wie immer phantastische Fotos. Jetzt, schon während des Reiseberichtes, werde ich doch nachdenklich. Das letzte Mal waren wir 2017 im Kruger, das ist lange her. Mit einer wunderschönen geführten 3-tägigen Wandertour in Berg-en daal. Es ist vielleicht wieder mal an der Zeit. Liebe Grüße Peter
H.BadgerThemenstarter1’857 Beiträge · seit 201602. Dez. 2025 ·
@ Champagner Liebe Bele,
Champagner schrieb: Ist ja aber wohl eher Jammern auf hohem Niveau, ich hätte mich allein über die Klippspringer schon sehr gefreut!
Da gebe ich dir unbedingt recht. Bisher wurden wir von Sichtungen wirklich verwöhnt. Aber der Kruger NP wird noch sein anderes Gesicht zeigen: Mit einem nahen Wetterumschwung machen sich auch die Tiere rar. Eine Fotoauswahl der Kinder ist - wie bereits über den anderen Kanal angekündigt - in Produktion. 🙂
@ Kornado Lieber Peter, wie schön, dass unsere Bilder gefallen! Das freut mich sehr! Afrikas Natur hält einfach wunderbare Motive bereit. Eine mehrtägige Wanderung im Kruger steht noch auf der To-Do-Liste. Von solchen Unternehmungen habe ich nur Gutes gehört. Und ich möchte dich unbedingt bestärken: Kruger ist immer eine Reise wert!