Oben: Fischer beim gemeinsamen Einholen eines Netzes.
Die Ansicht der in der Sonne am Strand liegenden und vergeblich um ihr Leben kämpfenden Fische erspar ich Euch genauso wie deren Geruch.
In der Zwischenzeit haben wir die Buben freundlich vertrieben, was die Mädchen unsere Hände erfassen lässt.
Aber auch von denen lassen wir uns nicht als Sportgeräte oder Spielzeuge verwenden.
So gehen wir zurück zum Auto, in der Hoffnung bald aus dieser Fischluft entkommen zu können.
In der Lodge wartet schon ein gedeckter Tisch mit Popcorn auf uns, den wir mit je einem Bier gerne besetzen.
Auf dem Nebentisch können wir unsere Elektronik aufladen während wir uns beim Nachtessen gegen eine aufdringliche Katze wehren müssen.
Zum Glück ists nur eine kleine Hauskatze und kein Löwe, da ist man in Afrika ja nie so sicher...
Nach dem wieder mal exzellenten Abendessen quasseln wir noch eine Weile, gehen raus zum Sterne gucken, was durch die Bewölkung nicht so ganz klappt
und ich 'signale' dank WiFi noch etwas mit Sabine bevor wir uns so um 22:00 Uhr in die Zelte verkriechen.
Lala Salama!
Tag 6: Fahrt zum Ngrorongoro und Gamedrive in Ndutu
Jaja, Lalasalam ist leicht gesagt, aber mein Körper hört offenbar nicht darauf!
Es ist 04:00 Uhr und er erwacht!
Obwohl sein Hirn noch schlafen will!
Vielleicht weil so viele Mücken rumschwirren dass ich sie sogar im Zelt höre?
Hmmm...
Bis 06:30 pack ich alles zusammen, denn dann gibts Frühstück und danach heisst es das Zelt zusammen packen.
Sven bezahlt währenddem unsere Biere und gibt einen Tipp fürs Camp beziehungsweise für die Campmitarbeiter.
Und schon fahren wir ab in Richtung Karatu und dort zur nächsten Tankstelle, wo nicht nur der Dieselkraftstoff sondern auch einige Souvenierverkäufer der Masai auf Touris warten.
Sofort stehen sie bei Sven am Fenster, während ich auf der anderen Seite aussteige und erstaunlicherweise überhaupt nicht belästigt werde!
Ich spaziere etwas rum, etwas der Hauptstrasse entlang, wieder zurück und da passierts!
Einer der Verkäufer kommt auf mich zu und sagt dass ich irgendwas zu einem guten Preis haben kann!
Ha!
Habs doch gewusst dass die hartnäckig verkaufen wollen!
Ich erkläre ihm kurz dass ich nicht zum ersten Mal in Tansania bin und schon...
...lässt er mich in Ruhe!
Moment, das geht aber normalerweise gar nicht so, wo bleiben da die Aufdringlichkeit, das Geschrei, das Gestosse, das man als Tourist in Tansania von den Verkäufern erwarten darf???
Na ja, fast etwas enttäuscht und schmollend steig ich wieder ein und wir fahren weiter zum Ngorongoro-Gate.
Erstaunlicherweise hats keine Paviane, aber dafür umso mehr Touristen!
Nach rund 30 Minuten, in denen ich unter Anderem durch das kleine Museum latsche, fahren wir in die Ngorongoro Conservation Area (NCA) ein.
Der Bergregenwald links und rechts der Piste beeindruckt mich immer wieder und ich versuch einen Video zu drehen.
...
Und nun, nachdem ich ihn angeschaut habe, weiss ich dass mein Handy zwar über viele Vorteile verfügt, aber Videos nicht dazu zählen...
Oben: Das Tor zur NCA (Ngorongoro Conservation Area)
Oben angekommen ist man wenn man am Platz vor dem Denkmal für Vater und Sohn Grzimeck ankommt, wo immer viele Touristen und deren Autos rumstehen.
Oben: Die Inschriftsplatte derer die bei der Arbeit für das Schutzgebiet unnatürlich gestorben sind.
Natürlich machen auch wir einen Halt hier und schauen von der neuen Plattform her hinunter in den Ngrorongoro-Krater.
Das muss sein!
Auch wenn wir nicht runtergehen werden.
Oben: Blick von der Aussichtsplattform in den Ngorongoro-Krater hinunter.
Weiter gehts, ich frage bei einer Abzweigung noch obs da zur Simba-Campsite geht, bekomme als Antwort 'Ja' und schon biegt Robert in Richtung Simba-Campsite ab!
Ich denk mir dabei dass er uns wohl nach meiner Frage die Campsite zeigen will, was mir auch recht ist.
Mal aufstehen, rumgehen, alte Erlebnisse mit nächtlichen Büffelbesuchen und einer mit aufgeklapptem schweizer Taschenmesser ängstlich im Zelt sitzenden Mitreisenden...
Sehr schön!
Ich wundere mich nur etwas weil Hamis einiges vom Dach ablädt.
Beim Nachfragen versteh ich wohl etwas falsch, denn ich versteh dass wir hier mehr Campingmaterial holen.
Oben: Selbstbewusst hat sich dieser wunderschöne Baum mitten auf die Campingwiese gestellt!
Oben: Einige Zelte und die oberen Nasszellen, Küchen und Esssähle.
So gehen Sven und ich jeder für sich zum alten Toilettenhäuschen am grossen Baum vorbei und sinieren, als unser Auto in unsere Richtung losfährt.
Natürlich steigen wir ein und als ich bemerke dass Hamis nicht im Auto ist frage ich nach.
Die Antwort 'wir nehmen ihn später auf' lässt mich etwas fragend zurück...
Mein Hirn hirnt nun hirnend vor sich hin...
Und dann bitte ich Robert anzuhalten und frag nochmals genauer nach.
Robert erklärt dass wir nun runter ins Ndutu-Gebiet fahren und dann wieder hier hoch kommen um zu übernachten.
Ich staune, denn genau das wollte ich nicht!
Natürlich sag ichs Robert, der sich dann erst kurz in Widersprüche und Ausreden verhedert um sehr schnell die Wahrheit rauszurücken.
Nämlich dass er heute früh einen Fehler gemacht hat, denn wir hätten zwei Nächte in der Nähe der Hadza verbringen sollen, da aber der Besuch bei den Datooga am selben Tag statt wie vorgesehen am folgenden Tag war kam er durcheinander.
Und nun haben wir zwar ein Permit für die NCA, aber keines für die Serengeti, die die nächste Station gewesen wäre.
Statt also auf dem Weg in die Serengeti das NCA-Permit auszunutzen nutzen wir es halt etwas früher, auch kein Weltuntergang.
Trotzdem bin ich etwas schlechter gelaunt als vor dieser Info, denn so verbringen wir mehr als drei Stunden auf der Piste statt in der Natur.
Und auf dem Ngorongoro ists nachts kalt, kälter als es mein Schlafsack zulässt!
Aber Robert hat das Problem relativ schnell zugegeben und versucht das Beste daraus zu machen.
Selbst bemerkt hat er den Fehler erst beim Einfahrtsgate in die NCA, aber da wars schon zu spät.
Besser weiter zur Simba-Campsite als zurück zum Lake Eyasi, da hatte er schon recht.
Wäre nur noch besser gewesen wenn er direkt da mit uns gesprochen hätte, aber das hätten wohl die wenigsten Leute gemacht.
Immerhin hat er es zugegeben, das ist doch auch etwas wert!
Na ja, Sven und ich geben unser OK und so fahren wir weiter in Richtung Ndutu/NCA.
Ndudu/NCA schreib ich weil es auch auf der Seite der Serengeti ein angrenzendes Gebiet gibt dass sich Ndutu nennt.
Wir aber bleiben in der NCA, also der Ngorongoro Conservation Area.
Also den Abhang des Ngrorongoro runter, natürlich mit angehobenem Hubdach und zum grossen Teil stehend und die wunderschöne Landschaft bewundernd.
Selbst hier oben, im von Menschen bewohnten Maasai-Gebiet, hat es immer wieder Tiere zu bewundern!
Oben: Landschaft neben der Hauptstrasse von der Ngorongoro-Simba-Campsite hinunter in Richtung Serengeti.
Oben: Typisches Dorf in der NCA, die von den Masaai verwaltet wird.
Oben: Immer wieder mal hats Ebenen mit Tieren, auch hier oben stehen die überall rum.
Oben: Diese Giraffe denkt wohl über eine Bergbesteigung nach...nehm ich mal an!