Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

Reisebericht 135 Antworten · 14,0k Aufrufe · gestartet 18. März 2025 von picco
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201122. Mai 2025 ·
Hoi Fidel

Base Camp Tanzania kann ich definitiv weiterempfehlen.
Auch wenn mit Robert einige Situationen zu Unmut meinerseits geführt haben so hat er sich immer eingesetzt dass alles geklärt und wir zufrieden gestellt wurden. Es werden noch mehr Situationen kommen, wo er etwas als nicht so wichtig eingeschätzt hat was mir wichtig war. Aber alle Situationen konnten problemlos geklärt werden, und so solls sein!

In Ndutu gibts meines Wissens nur Special-Campsites, da hätte ich versucht eine zu bekommen wenn denn eine Übernachtung in Ndutu vorgesehen gewesen wäre.
Aber wir wollten ursprünglich vom Lake Eyasi früh los und in Ndutu gamedriven und erst gegen Abend in die Serengeti rein. Da wir aber am Lake Eyasi einen Tag zu früh losgefahren sind mussten wir dann oben übernachten und die Zeit auf der Piste halt nicht mit Gamedriven verbringen. Sonst wäre das schon gut gewesen wie es geplant war.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201124. Mai 2025 ·

Oben: Und so sehen die obrigen zwei von etwas weiter entfernt aus...


Oben: Jaja, wenn Frau Trappe vor lauter Neugier ihren Kopf aus dem Gras streckt wird sie trotz guter Tarnung natürlich entdeckt!


Oben: Rotbrust-Blaukopf-Minivogel odrr so...


Oben: Dominikanerwitwe (Vidua macroura), die ja eigentlich ein Wittwer ist, aber einfach in der weiblichen Form angesprochen wird.
Ob er das wohl mag?



Oben: Fast wie in der Schweiz: Nur statt Kühe auf der Wiese sinds Büffel in der Steppe...


Oben: ...und dreckig sind die Teile, dass die sich nicht schämen, tststs...


Oben: Schaut man etwas weiter in der Wiese rum sieht man was ganz Schnelles!


Oben: Und nicht nur wir (und andere Touris) sehen den Geparden, auch die Gazellen sehen ihn und sind nicht hocherfreut!
Laden ihn aber auch nicht zum Abendessen ein, da sie dafür zu vorsichtig sind...


Auf der Campsite angekommen, was etwas länger dauerte da wir von der Tierwelt hier etlichen Male angehalten wurden, wird erst mal ausgepackt.
Schon bald wandere ich mit meinem Zelt und meinem Zebra-Köfferchen in die ruhigste Ecke der Campsite, nah am hohen Gras beziehungsweise am Gebüsch, weit weg von den Gebäuden und auch so weit weg wie möglich von den zahlreichen anderen Zelten.
Wobei zwei Marabus mich von der nahen Akazie aus genau beobachtet haben, denn so ein Zelt haben auch die noch nicht gesehen.
Da das Zelt innen und aussen komplett nass ist las sich den kaum vorhandenen Luftzug durchströmen, nicht dass sich noch Schimmel in meinem Zelt einnistet...
Ich hol uns Stühle um neben den Zelten zu sitzen und in die angrenzende Wildniss zu schauen, so herrlich entspannend.
Da aber mein Zelt auch nach einiger Zeit noch immer innen sehr nas ist nehm ich ein Tuch und trockne was es zu trocknen gibt.


Oben: Mein Zuhause in der Wildniss...zumindest fast in der Wildniss, denn das Wildeste auf der Campsite sind die Toilettenanlagen...

Danach gehts zum Duschen, natürlich mit Fäkalgestank und kaltem, eher tröpfelndem Wasser...
...wir sind ja nicht in einem 5-Sterne-Hotel!
Tja, irgendwie schaff ich es trotzdem mich zu waschen, so unglaublich das auch angesicht der aus dem Brausenkopf rauschenden Wassermassen auch erscheinen mag.
Wieder angezogen gehts zurück zu meinem Zelt, wo Svens Zelt daneben auch schon steht und Sven mit dem Kanadier, den ich oben auf dem Ngorongoro kennen gelernt habe, unter einem Baum steht und mich dazu ruft.
Denn denen ist beim Quatschen ein Chamäleon vor die Füsse gefallen, das jetzt wieder auf den Baum kraxelt!
Schnell die Kamera holen und knipsen, bevor es im Geäst verschwunden ist!


Oben: Wer aus dem Baum fällt muss auch selbst wieder raufklettern, jawohl!


Oben: Dasselbe Tierchen von der anderen Seite

Nach einem längeren Gespräch mit dem sehr gesprächigen Kanadier, unter anderem über die Schnarchgeräusche und -Lautstärke seines Reisepartners und dessen Zeltstandortes, kann ich endlich mein nun trockenens Zelt einrichten.
Anschliessend gehts in den Essensraum, wo wir wieder mal die Akkus laden und von Hamis was Wunderbares vorgesetzt bekommen.
Noch etwas Quatschen und die laue Nacht geniessen, die anderen Touristen begutachten und dann um etwa 21:30 Uhr in die Zelte,
Lala Salam!
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1'580 Beiträge · seit 201425. Mai 2025 ·
Lieber Picco

Happy Purzeltag und alles Gute.

Du hast mit vielen Worten Dir als Geburtstagsgeschenk von mir gewünscht, dass ich Deinen Bericht lese, den Rotstift ansetze und Ergänzungen anbringe 😄 🤨 🙂 😏

Aber Tansania ist schon toll! ich hoffe, ich werde auch bald mal wieder hin, doch dieses Jahr scheint es ich bleibe in Kenia.

Die fehlenden Vogelnamen:
Gabelracke
Coqui Frankolin
Dreifarbenglanzstar
Elsterwürger
Hagedasch Ibis
Brauner Sichler
Silberwangennashornvogel (Manyara)
Silberreiher
Graureiher
Piep-Show ist Afrikanische Höhlenweihe
Schwarzer Storch = Abdims- oder Regenstorch
Farbloser Vogel = Waffen- oder Schmiedekiebitz
Gleitaar und Gabelracke auf einem Bild
Rotbrust/Blauk…. = Rotbrustglanzköpfchen / Scarlet-chested Sunbird

Picco – was macht Dich so sicher, dass das Buschschliefer und nicht Klippschliefer sind?

Deine Östliche Zwergmanguste oder Somalia-Zwergmanguste (Helogale hirtula) ist eine Schlankmanguste (Herpestes sanguineus, Syn.: Galerella sanguinea). Zwergmangusten haben keine schwarze Schwanzspitze und sie nie allein. Schlankmangusten sind Einzelgänger ausser zur Paarungszeit und haben verschiedene Farbtöne. Na ja, so nahe sind sie nicht mit Katzen und Hyänen verwandt – gleiche Unterordnung Feliformia “cat-like”

Nordtansania hat seine eigene Dikdikart – Ugogo Dikdik or Thomas Dikdik / Madoqua thomasi. Sie haben einen recht breiten Augenring. Je nach Autor wird es auch als Unterart des Kirk’s Dikdik geführt.

Könnte die Manyara Schlange nicht auch ein Nilwaran sein? Die Farbe würde passen. Die Farben passen zu keiner Schlange, die ich kenne

Ist das neu, dass Du hartnäckig sein kannst? 😄 😎

Die Grantgazelle in der Serengeti ist speziell. Weit auseinander gehende Hörner = Robertsgazelle / Nanger granti robertsi

Mich haben Leute schon ausgelacht, wenn ich schrieb, warmer Pullover – Simba Campsite kann höllisch kalt sein……

Keine Siedleragame in der Serengeti, sondern Mwanza flat-headed Agama or Spider Agama / Agama mwanzae; zu Deutsch Stahlblaue Felsenagame

Das baumkraxelnde Chamäleon ist ein Lappenchamäleon / Chamaeleo dilepis

So nun habe ich mir meine Finger blutig getippt 😮 😉

Liebe Grüsse, bliib gsund und munter
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'366 Beiträge · seit 201126. Mai 2025 ·
Bushtruckers schrieb:Lieber Picco

Happy Purzeltag und alles Gute.
Oh, von mir auch noch alles Gute nachträglich zu deinem Ehrentag. Ich hoffe, du hast gebührend gefeiert 😉
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201126. Mai 2025 ·
Hoi zämä

Vielen Dank für die Geburtstagswünsche! Ja, wir haben uns in die Hügel des Veneto gestürzt und 'müssen' noch viel, viel Prosecco degustieren und traumhaftes Essen vernichten! :-D

@Elvira: Wau, danke! Ich hoffe ich kann die Namen alle den richtigen Bildern zuordnen...aber nicht mehr heute, denn jetzt gehts auf den Monte Grappa!
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1'580 Beiträge · seit 201426. Mai 2025 ·
Hoi Picco

Na wenn ich schon was mache, dann auch gleich richtig......

Die Namen zuordnen ist nicht mehr schwierig - am besten nachdem der Grappa verdunstet ist 🤪 🙂 😉

Viel Spass und liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201129. Mai 2025 ·
Tag 8: Wie kommt Montezuma in die endlose Weite?

Wach!
Und draussen ists noch dunkel, mein Handy behauptet es wäre 04:00 Uhr.
Also lausch ich in die Nacht...
...wobei 'lauschen' das falsche Wort ist, denn der schnarchende Freund des Kanadiers ist wirklich sehr laut!
Aber zum Glück genug weit von mir weg dass es auszuhalten ist.
So kann ich auch die nahe Hyäne gut hören, ebenso wie den brüllenden Löwen etwas weiter weg.
So schön!
Zumindest solange ich (oder jemand anders) nicht gefressen werde.
Aber im Zelt sind wir ja sicher.
Nur leider nicht sicher vor einem idiotischen Fahrer, dre um 04:30 Uhr direkt beim Zeltplatz den Motor startet!
Auch wenn ich in der entferntesten Ecke des Zeltplatzes bin störts doch gewaltig den Naturgenuss!
Zum Glück bin ich schon wach, von einem unnötigerweise gestarteten Motor geweckst zu werden bräuchte ich definitiv nicht!
Wobei das Auto nicht bewegt wird sondern nur im Standgas vor sich hinröchelt.
Dem Ton nach ein Vierzylinder, also wohl ein Land-Rover, da die Land Cruiser hier (fast) alle Sechszylindermotoren haben.
Aber auch wenn mir Land-Rover gefallen so wünsche ich ihm Achs und Radbruch für diesen Tag!
Ich werde nie begreifen weshalb ein professioneller Fahrer seine eigenen Gäste mit diesem unnötigen Laufenlassen zu Schlafenszeiten belästigt!
Machen hier aber einige, hatten wir ja im Tarangire schon.
So um 04:45 wird der Motor wieder abgestellt...
...und um 05:18 bellt ein Tier ganz nah bei uns!
Ob es aber ein Pavian oder eine Anti- oder sogar eine Pro-Lope ist kann ich nicht heraushören.
Na ja, bevor wir um 07:00 Uhr zum Frühstück watscheln lässt auch noch ein Nilpferd seine Laute durch die Seronera hallen.
Nach dem Frühstück gehts auf Ganztagesgamedrive in den Südwesten der Serengeti!
Und los gehts gleich neben dem Parkplatz:


Oben: Auch wenn ich Vögel kaum kenne und eine Strauss kaum von einer Trappe unterscheiden kann so tippe ich hier auf ein Männchen der Weissbauchtrappe (White-bellied Bustard oder Eupodotis senegalensis erlangeri), die der Blautrappe recht ähnlich sieht.
Selbst herausgefunden, aber bestätigt von 'meiner' Vogelexpertin Elvira.



Oben: Und das da rechts dürfte seine Angebetete sein...weshalb sollte er sich sonst so rausputzen?


Oben: Landschaft der Seronera nahe unseres Campingplatzes.


Oben: Auch nahe an unserem Campingplatz wandern diese Elis rum...


Oben: ... und sogar die seltenen Serengetiballone sind schon wach und fliegen durch die Gegend.


Oben: Einsamer Marabu auf wohl vor Schrecken über dessen Aussehen abgestorbenen Baum.


Oben: Undefinierter Federbausch auf Akazie.
Etwas genauer als als Federbausch bezeichnet ihn Elvira als Marmorweber (Grey-capped social weaver oder Pseudonigrita arnaudi)


Als Erstes fahren wir zur nahen Tankstelle, wo wir...tanken!
Ich vertrete mir dabei schon mal die Beine ohne mich dabei zu verletzen und versuch die Vögel und die anderen Kleintiere zu fotografieren, aber mein Objektiv lässt mich objektiv gesehen im Stich.
Doch dann entdecke ich etwas, von dem immer wieder behauptet wird dass es das nur in den beiden Amerikas gibt, nämlich...
...unglaublicherweise...
...einen Puma in der Serengeti!!!


Oben: Der Beweis: Es gibt mindestens einen Puma in der Serengeti!


Oben: Da staunt sogar der maskierte Cabanisweber (Lesser masked weaver oder Ploceus intermedius, kein Schreibfehler, es ist wirklich kein Canabis-Weber) ungläubig aus seiner Maske!


Oben: Und der gehässig dreinschauende mir unbekannte, weil sich nicht vorstellende Vogel schaut nicht weniger erstaunt.
Aber dank 'meiner' Elvira weiss ich nun dass dies ein Rotschwanzweber (Rufous-tailed weaver oder Histurgops ruficauda) ist, ursprünglich in Tansania endemisch, nun auch in der Massai Mara zu finden.
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Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201131. Mai 2025 ·

Oben: Serengeti-Topi's (Damaliscus jimela) können eines sehr gut: Unentspannt wirkend rumstehen!


Oben: Gabelracke (Coracias caudatus) ohne Gabel, dafür mit vielen Zahnstochern


Oben: Topi ganz allein zuhause...immer wieder beeindruckend wie muskulös all diese Wildtiere sind!
Und das ohne Fitnessstudio...worauf auch ich verzichten kann...auch wenn ich minim weniger muskulös bin...



Oben: Blick in die Landschaft


Oben: Blick in den Hippo-Pool, wo man (oder frau) nicht baden gehen sollte...


Oben: Kopfloses Wanderhippo (Hippopotamus ambulator amphibius acephalus odrr so) vor ebenfalls kopfloser Akazie...


Oben: Kleine Wegelagerer lagern im Wege...


Oben: Wieder ein missglückter Versuch eines Greifvogels sich einen Baum zu krallen und damit davon zu fliegen...


Oben: Das im Januar gewachsene Gras wird teilweise schon gelblich, während die Gazellen ihre Farbe behalten haben.


Oben: Auch Kongoni-Kuhantilopen (Alcelaphus cokii) können rumstehen und schauen, und das sogar recht ausdrucklos.
Der faltigen Haut nach zu urteilen handelt es sich hier um ein pensioniertes Exemplar.
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Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201102. Juni 2025 ·

Oben: Antilopen, Gazellen, Schweine...wer da nicht ans Grillieren denkt hat keine Fantansie!

Wir fahren wieder etwas weiter, weit vor uns stehen vier-fünf Autos auf der Strasse rum, das Land ist flaches Grasland,
keine Bäume oder Bachläufe, also wirds kein Leopard sein.
Was mich schon mal nachdenklich macht...nun sind wir schon bald 15 Stunden in der Serengeti und haben noch keinen einzigen Leoparden gesehen!
Serengeti, Du lässt nach!
Löwenrudel lassen sich auch nirgends ausmachen, aber rechts hats Gazellen und links, gaaaaanz weit weg, sehe ich etwas was man
auf den ersten Blick auch für einen abgestorbenen Baumstamm halten könnte, aber...
...ich bin mir sicher und verkünde im Brustton der heiteren Freude laut und deutlich: 'Cheetah at the left side, far away'


Oben: Beim Blick nach rechts sehen wir eine Gazelle die sich in die nicht vorhandene Hose macht, denn...


Oben: ...dieser Kleine ist auf der linken Seite der Piste unterwegs!

Soweit ich weiss hat Sven vor dieser Reise noch kein Glück mit Geparden gehabt, diesmal darf er sich aber sicherlich nicht beklagen!
Doch der Gepard ist entdeckt, da läuft nichts mehr, so dass wir nach einer Weile wieder aufbrechen.
Weit kommen wir aber nicht, denn wir sehen etwa drei weitere Autos sowie einige Geier und Schakale, die alle zum selben
Ort schauen.
Was wir dann auch tun.
Und was sehen wir?


Oben: Die Geier tun nachdem sie unsere Blicke bemerkt haben so als ob da nichts wäre das sie interessieren würde...

Und jetzt, genau jetzt, müssen empfindliche Gemüter 4 Bilder weiterscrollen...JETZT!


Oben: Offenbar hat ein Schakal ein Zebra zum Essen eingeladen...


Oben: ...wobei er dem Zebra nicht nur an die Wäsche gegangen ist, sondern auch an die innersten Werte...


Oben: Die Geier meinen noch immer sie können uns verarschen, aber wir wissen weshalb sie hier sind!
Und nein, nicht wegen schweizer Gammelfleisch in der Blechdose...



Oben: ...sondern weil auch sie das Zebra zum fressen gern haben!


Oben: Na ja, weiter gehts, diesmal schaffen wir fast 100m am Stück zu diesem Kopje.


Oben: Natürlich mit einer Löwenfamilie drauf...
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zuletzt bearbeitet 02. Juni 2025
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201103. Juni 2025 ·

Oben: ...bei der die Milchbar bereits eröffnet wurde.


Oben: Nach kurzer Zeit ist der erste Kleine schon wieder kräftig genug um die Welt zu beherschen...odrr so...


Oben: Anschliessend gibts noch ein gemeinsames 'in die Welt raus schauen' mit Mama...


Oben: ...das bei dieser auch zu etwas verzogenen Gesichtszügen bei eben dieser führt.

Wieder gehts etwas weiter, wir verabschieden uns von Familie Leone und fahren weiter durch die ungewohnt grüne Landschaft.
Wohl durch das hohe Gras bleibt etwas der Eindruck dass es nicht so viele Tiere hat wie ich in Erinnerung habe, aber da kann natürlich auch die Erinnerung täuschen.
Vor meinem geistigen Auge hatte ich riesige Elefantenherden mit über 40 Tieren, die wir hier schon gesehen haben.
Aber so grosse Herden sehen wir nicht, was wohl den (falschen) Eindruck, dass es wenig Tiere habe, verstärkt.
Denn auch wenn wir keine so grossen Elefantenherden sehen so sehen wir doch viele kleinere Gruppen, wie diese hier:


Oben: Wir bleiben bei dieser Gruppe einige Minuten stehen, nicht nur weil einer der Elis uns im Weg steht sondern auch freiwillig.


Oben: Das Kleinste Elichen ist vor lauter hohem Gras kaum zu sehen.


Oben: Dauernd balgen sie diese zwei Jugendlichen spielerisch, herrlich zuzuschauen!


Oben: Wieder mal mit dem Objektivproblem, darum leider unscharf: Grey-backed Shrike / Graurueckenwuerger


Oben: Dasselbe Problem beim White-headed Buffalo Weaver / Starweber


Oben: Dieses Mal sehen wir erstaunlich viele DikDiks, wesentlich mehr als je zuvor...
Hier die nur in Nordtansania vorkommenden Thomas' Dik-Dik oder auch Ugogo Dik-Dik genannte Unterform.
Einige Experten zählen sie zu einer seperaten Species (Madoqua thomasi). Andere zählen es zu einer eigenen Unterart (Madoqua kirkii thomasi) (Infos von Elvira Bushtruckers, danke dafür)
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zuletzt bearbeitet 04. Juni 2025
898 Beiträge · seit 201504. Juni 2025 ·
Was für ein Unterschied zum August.
Bei uns war das Gras komplett braun und teilweise wurde sogar gezielt abgebrannt.
Die hässlichen Flächen fand ich schon enttäuschend.
Außerdem fehlten die großen Herden, die ja im Norden waren.
Die Löwenfamilie auf den Kopjes ist so toll!
Wir haben damals sehr lange gewartet, aber es gab nur ganz oben ein Weibchen, dass schlief den ganzen Tag.
Vielleicht sollte man doch noch mal eine andere Jahreszeit probieren?

LG yvy
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541 Beiträge · seit 201205. Juni 2025 ·
Hi Picco,
ich bin endlich auch da! Es steht ein langes Wochenende an, so dass ich ab jetzt genügend Zeit finde, Deinen Bericht ganz in Ruhe durchzuackern.
Die Einleitung ist schon außergewöhnlich. Liest sich sehr gut. Wie alles andere auch.

Viele Grüße
Dieter
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201105. Juni 2025 ·

Oben: Aber auch einige Büffelherden, denen es im hohen Gras offenbar gefällt obwohl sie so allfällig angreifende Löwen kaum entdecken könnten.

Und da trifft es mich wie aus heiterem Himmel, wie gestern schon Sven als wir bei den Zebras waren:
Montezuma will sich rächen!
Bei Sven hab ich ja noch auf den Stockzähnen gegrinst als er hinter einem Busch verschwinden musste, nun wird er wohl eher
der Grinsende sein...
Aber ich hab mehr Glück als Sven, denn wir sind in der Nähe des Serengeti Research Center, da hats Toiletten!
Und zwar recht neu gebaute, sehr saubere Toiletten inklusive Putzpersonal!
Trotzdem bin ich mir nicht sicher ob ich wirklich mehr Glück mit Montezuma hatte als Sven, immerhin konnte er in einer der
grossen Zebraherden sein Geschäft verrichten, ich hingegen durfte keinen Zebras lauschen sondern musste den Gesprächen des Reinigungspersonals zuhören...
Na ja, irgendwann sind die Geschäfte erledigt und ich bin gefühlt 24kg leichter...
Also schnell wieder das Auto geentert und los gehts wieder auf Gamedrive!


Oben: Eher selten sieht man in solchen Steppen Affen, und wenn dann meist Paviane.
Südliche Grünmeerkatzen, die nicht wirklich zu den Katzen gehören, kann man aber auch finden.



Oben: Hü-hüpf!


Oben: ...und immer schön schauen ob die anderen alle zugeschaut haben, gaaaaaaanz wichtig...wie bei manchen Menschen...

Und dann sehen wir ihn!
DEN Elefantenschreck schlechthin!
Das Tier, das schon zur Plage wurde bevor es das Wort dazu gab!
Niemals erwartet man das Tier in der Serengeti, aber es ist auch da!
Nehmt Euch in Acht, denn hier präsentiert sich...

Tatataaaaa...


Oben: ...eine Maus!


Oben: Wohl durch den Schock der Maussichtung völlig wirr rumstehende Gazellen...


Oben: Selbst die Flusspferde sind ins Wasser geflüchtet!


Oben: Und die Gänse machen vor lauter Aufregung sogar den Ententanz! Im Wasser! Himmel!!!


Oben: Da staunen selbst die Giraffen...


Oben: ...und genauso der Gepard, den wir auch noch entdecken! Nummer 10 dieser Reise, wenn ich richtig gezählt habe.


Oben: Nachdem er genug dumm aus dem Fell geschaut hat zieht er weiter, wie wir auch...

Auf dem Rückweg treffen wir noch auf eine Herde Impalas, bei der der Bock recht nervös versucht seinen Harem über die Piste einen Hügel hinauf zu treiben, denn offenbar ist er der Einzige, der realisiert hat dass hinter ihnen ein Gepard unterwegs ist.
Ein schönes Schauspiel


Oben: Noch diese Impalagruppe und dann zurück zum Campground, finito Gamedrive für heute!

Um 17:30 Uhr sind wir zurück auf der Campsite, wo wir viele neue Zelte sehen.
Und viele davon nah am Schnarcher... 😉
Monti treibt mich wieder mal aufs Klo für die nächsten gefühlten 24kg...
Nach Beendigung der Sitzung geh ich in den Esssaal, wo Sven schon am Tisch sitzt.
Und nicht nur er, denn es hat viele Leute, die viel Lärm machen...
Zwei Gruppen fallen mir dabei besonders auf, einmal die grosse, laute und einmal eine mit sechs Erwachsenen udn einem etwa 2 Jahre alten Kleinkind.
Genau, Kleinkind, weil man in dem Alter meist eher klein ist und Kind erst recht...
Immer wieder versuchen die Erwachsenen das Kind zu bespassen während sie selbst irgendwelche Brettspiele oder Kartenspiele spielen.
Neben der offenen Türe...
...durch die das Kind rausgeht...
Auf einem nicht umzäunten Campingplatz in der Wildniss, wo es Raubvögel, Schakale, Hyänen, Löwen, Leoparden, Geparden usw hat...
Wo das Kind also in Sekundenschnelle in eine unrettbare Situation geraten und zum Abendessen werden könnte...
Und was machen die Eltern und deren Freunde?
Karten spielen und Party machen!
Zum Glück kommt das Kind wieder rein...
Unglaublich wie unvorsichtig gewisse Leute sind!!!
Na ja, Sven und ich essen (nicht das Kind) und schon um 20:30 Uhr zieht es uns in unsere Zelte, denn hier ists uns beiden zu troubelig...
Monti fordert mich zu weiteren gefühlten 24kg auf und wieder mal merke ich dass mein teuer gekauftes Internet noch immer nicht funktioniert obwohl der Provider genau das versprochen hat, nämlich funktionierendes Internet wo es Empfang hat.
Aber nichts ist...
Auch nicht mit dem WLAN des Camps, denn das muss man bezahlen, das möcht ich aber nicht noch zusätzlich...
Also wird geschlafen.
Lala Salama!
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1'580 Beiträge · seit 201405. Juni 2025 ·
Hoi Picco

Du schneidest ein heikles Thema an. Kleinkinder auf Safari und das auf einer Campsite.... Und das sind Campsites, wo Elefantenbullen, Paviane und Beutegreifer ein und ausgehen koennen. Wer haftet? oder muss dann wieder mal ein Tier dran glauben, nur weil es sich in seinem Territorium artgemaess verhalten hat?

Elefanten reagieren recht aggressiv, wenn ein Kind schreit...... das wissen viele nicht.

Wie waers denn mit Windeln, anstatt mit Risiko auf Toilette gehen? 😉 😎 🤩

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter6'376 Beiträge · seit 201105. Juni 2025 ·
Hoi Elvira
Bushtruckers schrieb:Wer haftet? oder muss dann wieder mal ein Tier dran glauben, nur weil es sich in seinem Territorium artgemaess verhalten hat?
Ach Elvira, die hätten doch alle zusammen sofort gesagt dass das Tier nur gemacht hat zu was es geboren wurde und sie ja noch ein weiteres Kind machen können...(Achtung, Ironie)
Bushtruckers schrieb:Elefanten reagieren recht aggressiv, wenn ein Kind schreit...... das wissen viele nicht.
Ja, das wusste ich auch nicht...hätt ich nicht gedacht, zumal der Mensch und der Elefant ja einige hunderttausend Jahre lang denselben Lebensraum hatten.
Bushtruckers schrieb:Wie waers denn mit Windeln, anstatt mit Risiko auf Toilette gehen? 😉 😎 🤩
Ja, die nehm ich nächstes Mal mit und wickle sie Dir um die Ohren! Wenn Du Glück hast ist eine Ungebrauchte... 😈
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
131 Beiträge · seit 200805. Juni 2025 ·
Hallo Picco,
auch von mir vielen Dank für Deinen Reisebericht.
Du schreibst, dass das WLAN im Camp etwas kostet. Das war doch noch auf dem Nyani Campsite - oder?
Wir waren dieses Jahr auch mal in Tanzania u.a. im Nyani Campsite - Anfang März.
Ich habe dort im WLAN surfen können - ohne Kosten.

Gruß,
Marion