Die Eulenmuckels bekommen die zweite Dosis

Reisebericht 140 Antworten · 26,8k Aufrufe · gestartet 27. Nov. 2022 von Eulenmuckel
8’801 Beiträge · seit 201006. Feb. 2023 ·
Hallo Muckels,

Ihr habt meinen vollen Respekt, was eure Tracking-Skills betrifft 🤩 . Ich mit meiner Orientierungslosigkeit wäre vermutlich mit einer Null-Sichtung zurück ins Camp gefahren (wenn ich das Camp überhaupt gefunden hätte, ich sag nur "Signal Hill => Hoanib" 🤪 ).

Über den Mmmh-Greif haben wir ja schon an anderer Stelle gesprochen, ich bin spontan auch beim immaturen Schreiseeadler gewesen (und nicht beim African Hawk Eagle), wobei ich mir das Fischangebot in Savuti sehr übersichtlich vorstelle 😊 . Auf der anderen Seite gibt es in Savuti immer wieder Überraschungen, Hippos kommen in der Regenzeit ja auch von Linyanti rüberspaziert, vielleicht hat der Schreiseeadler auch einen Ausflug von dort aus gemacht?

Grübelnden Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2023
Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200606. Feb. 2023 ·
@Sascha: Vielen Dank. "Unbezahlbar" trifft es perfekt. Das sind die Erlebnisse, für die wir nach Afrika kommen.

@Doro: Die Hornraben sind tatsächlich bemerkenswert. Normalerweise drehen sie sofort ab, sobald wir anhalten, um sie zu fotografieren. Sie sind dann nur von schräg hinten im Weggehen zu erwischen. Ich denke, das machen sie mit Absicht. Diesen dreien war es wohl zu heiß, und sie standen im Schatten.

@Konni: Also wir fanden die Dosierung genau richtig (bis jetzt). 😉 Uns den zweiten Streifenschakal innerhalb weniger Tage zu schicken, war ganz besonders nett von der Sichtungsfee.

@Picco: Ja wenn es nur immer so einfach wäre. 🙂
Wir hatten ja den Boden abgesucht. Aber man muss nicht nur an der richtigen Stelle gucken, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt. Und dann muss sich schließlich auch noch der Leopard genau dort befinden. 😉

@Bele und Konni: Zum Greif: Nachdem ich im Robert's nachgeschlagen habe, bin ich ebenfalls für den jungen Schreiseeadler. Spontan hätte ich diese Spezies auch nicht bei Savuti verortet, aber eine oberflächliche Suche ergab, dass sie dort durchaus beobachtet werden. Vielen Dank für eure Mühe zur Bestimmung.

Liebe Grüße
Uwe
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2’524 Beiträge · seit 200906. Feb. 2023 ·
Hallo Uwe,

ich hatte das `Hhhm`? gar nicht als Frage zur Identität des Vogels gedeutet, sondern dachte, Du unterstellst dem jugendlichen Fish Eagle Absichten auf das Perlhuhn vom Foto zuvor, im Sinne von Hhhmmh, lecker.
Dass in Savuti ein solcher Adler auftaucht ist sicherlich nichts besonders seltenes, denn es sind ja die flüggen, selbständig gewordenen Tiere, die von den Altvögeln aus dem Revier gedrängt werden. Sie müssen sich also Neuland erschließen, und da tauchen sie eben an eher untypischen Ecken auf, Hauptsache, es gibt keine Reviervögel. Und Savuti liegt zwischen dem Chobe und dem Delta, das ist ein Klacks für einen Segelflieger wie den Adler.

Viele Grüße,
Matthias
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Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200605. März 2023 ·
Lieber Matthias,

vielen Dank für die Infos zur Verbreitung junger Schreiseeadler. Das "Mmmh?" über dem Vogel war tatsächlich zweideutig: Interesse des Greifs am Perlhuhn und unsere Unsicherheit bei seiner Bestimmung. Zumindest die Identität ist nun weitgehend geklärt. Was er sich zum Abendessen gefangen hat, werden wir nie erfahren. 😉

Liebe Grüße
Uwe
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Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200605. März 2023 ·
Tag 11 – Dienstag, 19. Oktober – Transfer, PCR, Sundowner – Teil 1

Savuti, Chobe NP – Senyati Camp, Kazungula

Kurz vor Mitternacht lärmte etwas über unseren Platz. Als Ruth die Taschenlampe anschaltete und aus dem Zelt leuchtete, waren die Randalierer schnell ausgemacht. Drei Honigdachse durchsuchten den Inhalt unserer Mülltonne. Während einer von ihnen noch kopfüber am Tonnenrand hing und nach Fressbarem wühlte, verschwanden die beiden anderen gerade wie frisch Vermählte mit unserem Plastikbeutel und den darin scheppernden leeren Konservendosen im Gebüsch. Dort hörte man sie noch eine ganze Weile schnüffeln und schlecken. Später brüllten ein paar Löwen ziemlich laut, aber außer Ruth verschliefen das alle und verpassten dieses Schauspiel. Uwe mutmaßte, dass sie vielleicht auch nur geträumt hatte oder aber das Brüllen doch nicht so laut gewesen war.
Wir standen wie immer früh auf. Zunächst fassten wir den Plan, mit dem Auto zu den Toiletten zu fahren. Wer konnte schon so genau wissen, ob die Löwen nicht doch um die Ecke lagen? Ruth war sich auf jeden Fall sicher, dass sie nicht geträumt hatte. Aber dann gingen wir doch zu Fuß, weil es mittlerweile schon hell genug war. Leider war das Wasser abgestellt, und wir konnten uns nicht waschen. Uwe wischte sich die frisch eingeseiften Hände mit Klopapier wieder trocken, und so gab es anschließend nur eine kurze Katzenwäsche am Auto.
Nach Kaffee, Tee und Rusk packen wir zusammen.

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Ruth sammelte noch schnell unseren im Gestrüpp verteilten Müll zusammen, und dann waren wir um kurz nach 6 Uhr auch schon startklar und fuhren ein Stück nach Norden. Katrin und Familie kamen hinterher. Bei der Harvey’s Pan stand eine einzelne Löwin in der Nähe des Elefantenkadavers.

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Die Geierschar war auch schon versammelt.

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Obwohl außer der ledernen Haut und dem kahlen Gerippe kaum noch etwas von dem kleinen Elefanten übrig war, passten der Löwin die vielen Geier überhaupt nicht. Sie schlenderte zu den Überresten hinüber und war erst zufrieden, als auch der letzte Geier in die Luft gestiegen war.

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Mehrere Schakale waren ebenfalls in der Nähe. Sie riefen immer wieder, vielleicht, um die Löwin von ihrem Frühstück zu vertreiben oder um noch weitere Freunde herbei zu telefonieren.

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Die Löwendame lief begleitet von einem wachsamen Schakal zum Wasserloch, trank und verschwand danach in der entgegengesetzten Richtung, aus der sie gekommen war hinter Büschen.

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Wir suchten noch eine Weile, auch nach dem vermuteten Rest ihres Rudels, wurden aber nicht mehr fündig. Nach einem letzten Schlenker vorbei am Elefantengerippe

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machten wir uns gegen sieben Uhr auf den Weg zum Ghoha Gate. Wie am Vorabend kamen wir an großen verbrannten Flächen vorüber.

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Mal war die Straße gut und schnell zu befahren, manchmal zwangen uns tiefsandige, zerfurchte Abschnitte zum Abbremsen und Herunterschalten.
Beim Gate verließen den Chobe Park. Über eine breite und holperige Sandstraße ging es weiter.

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Plötzlich leuchtete unsere Warnleuchte für den Tank auf, obwohl wir erst 800 Kilometer gefahren waren. Wir hatten zwar schon viele Erfahrungswerte zum Verbrauch mit diesem Fahrzeugmodell gesammelt, nach denen uns der Diesel noch lange nicht ausgehen dürfte, aber die Warnleuchte verursachte dennoch ein nicht allzu gutes Gefühl. Hatten wir uns vielleicht verrechnet? Ach Quatsch! Das konnte doch gar nicht sein, außerdem half es ja nun eh nichts mehr, sich Sorgen zu machen. Unsere weitere Route würde das sowieso nicht beeinflussen. Also fuhren wir weiter über die lange Sandpiste Richtung Kachikau, die uns heute noch endloser vorkam als sonst.

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Nach einem kurzen Pippistopp waren unsere Reisebegleiter am Horizont verschwunden. Na großartig! Wenn uns jetzt der Sprit ausging, würde es wohl eine Weile dauern, bis wir uns wiedersehen würden. Kurz vor dem Ort stimmte dann unsere Route mit der des Navis nicht mehr überein, und wir fuhren auf Schleichwegen durch das halbe Dorf, bevor wir an die Teerstraße gelangten. Immerhin fanden wir hier auch unsere Freunde wieder. Wir pumpten wieder etwas Luft in die Reifen. Von Martins Luftschlauch war mittlerweile nicht mehr viel übrig. Daher liehen wir ihm unseren.

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Bis zur nächsten Tankstelle hinter Mabele waren es noch knapp 30 Kilometer, und wir kamen gut dort an. In unseren Tank liefen 155 Liter. Also wäre noch für 200 bis 300 Kilometer Treibstoff vorhanden gewesen. Alle Aufregung umsonst!
Hinter der Tankstelle konnte man durch die Büsche über die Flutauen des Chobe blicken. Überall saßen Gruppen von Pelikanen zusammen. Einige dieser großen Vögel kreisten auch am Himmel.

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Über die Transitroute führte uns der Weg durch den Chobe Nationalpark. Einige Steinböckchen standen am Straßenrand, und eine kleine Elefantenherde kreuzte die Fahrbahn.

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In Kasane hielten wir Ausschau nach einem Labor für PCR-Tests. Bei der Apotheke an der Hauptstraße wurden wir fündig. Diese Station war uns bereits von Bekannten empfohlen worden. Auf der Veranda vor der Apotheke war ein Transparent gespannt, das den PCR-Test anpries. Der zuständige Mitarbeiter war jedoch nicht anwesend. Wir riefen die angegebene Handynummer an, und nach fünf Minuten traf er ein.

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In der Zwischenzeit hatten wir bereits im angrenzenden Souvenirladen zwei T-Shirts erstanden. Nun gaben wir unsere Pässe ab und wurden per Nasen- und Rachenabstrich getestet. Bezahlt wurde per Kreditkarte. Die Ergebnisse wollte der nette Herr am Abend im Senyati-Camp für uns abgeben. Also ein Rundum-Sorglos-Paket, bei dem wir uns um nichts weiter zu Kümmern hatten. Das hatte ja schon mal gut geklappt.

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Auf dem Weg zum Senyati-Camp kamen wir durch Kazungula. Schon entlang des Weges von Kasane hatten wir die Veränderungen innerhalb der letzten paar Jahre beobachtet. Noch mehr Lodges, Geschäfte und Tankstellen waren hinzugekommen. In Kazungula gab es nun eine richtige Mall. Dort entdeckten wir beim Vorbeifahren einen Hungry Lion, und die Versuchung war zu groß. Wir hielten und aßen eine große Portion Pommes. Martin und Familie bestellten sich Burger.

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Nachdem wir unser Mittagessen verspeist hatten, gingen Martin und Uwe um die Ecke zur Standard-Bank. Martin holte Geld, und Uwe bat eine Mitarbeiterin um das WLAN-Passwort, um unsere gebuchte Bootstour noch einmal zu bestätigen.
Dann fuhren wir endgültig zum Senyati-Camp und nahmen die tiefsandige Zufahrt.

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Bei der Rezeption verlief alles professionell und schnell. Wir erhielten den Stellplatz Nummer 2, der nahe am Wasserloch und an der Rezeption lag. Es gab eine kurze Pause, in der wir unsere Sachen für die Bootsfahrt packten, ein wenig über das Camp liefen und in den unterirdischen Hide stiegen. Am Wasserloch fand das jährliche Meeting der Waffenkiebitze statt.

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Wir entdeckten einen für uns seltenen Nektarvogel und Zebramangusten, die das Gelände unsicher machten und überall umherwuselten.

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Purple-banded Sunbird?

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Bruchwasserläufer

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Dreibandregenpfeifer

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Fortsetzung folgt.
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zuletzt bearbeitet 06. März 2023
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Tag 11 – Dienstag, 19. Oktober – Transfer, PCR, Sundowner – Teil 2

Savuti, Chobe NP – Senyati Camp, Kazungula

Gegen halb drei wurden wir von Kempho abgeholt. Sie fuhr uns in einem Kleinbus zurück nach Kasane, wo hinter dem Spar-Supermarkt der Anleger war, von dem aus wir unsere Bootstour starteten. Unser Guide Mr. Cherry begrüßte uns und brachte uns zum Boot. Uwe lief nochmal zum Wagen zurück, weil Ruth ihr Handy dort gelassen hatte. Kempho kaufte Getränke für alle, dann konnte es endlich losgehen. Wir hatten den Luxus eines Bootes ganz für uns alleine.

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Riesenfischer

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Mr. Cherry erzählte uns ein paar interessante Fakten über den Chobe-Fluss und fuhr uns sehr professionell über das Wasser. Zum Glück wurde es unseren Reisebegleitern nicht zu lang, wenn wir mal wieder bei einem Vögelchen anhalten wollten.

Langzehenkiebitz

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Ein Büffel bahnte sich seinen Weg durch den dichten Bewuchs am Ufer, und wir konnten beobachten, warum ihm die verschiedenen Reiher auf den Fuß folgten. Scheinbar hatten sie es auf die aufgescheuchten Fischchen abgesehen, die sie blitzschnell aus dem Wasser schnappten.

Seidenreiher

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Hier war ein Silberreiher erfolgreich.

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Angespanntes Ausschauhalten nach unachtsamer Beute.

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Einige größere und kleinere Krokodile lagen am Ufer und ließen sich die Sonne auf die Haut scheinen. Die meisten waren zu träge, um sich zu bewegen, und so konnten wir sie gut fotografieren.

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Gerade fotografierte Ruth einen Lappenkiebitz,

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da wurde es im Boot plötzlich hektisch. Uwe hatte mit dem Fernglas die Bäume am Ufer abgesucht und bildete sich nun ein, einen Paradise Flycatcher gesichtet zu haben. Mr. Cherry hielt das für eher unwahrscheinlich, und der Fotobeweis mit Uwes hastig in die Höhe gerissener Kamera fiel auch mehr als kläglich aus.

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Aber so schnell konnte er nicht aufgeben. Erst vor wenigen Tagen hatten wir den einen Federfreund im Moremi verpasst. Dieser hier sollte uns nicht so schnell entwischen. Mittlerweile hatte auch Mr. Cherry etwas flattern sehen und gab Uwe möglicherweise Recht. Am liebsten wären wir an Ort und Stelle ausgestiegen, um besser nach dem Vogel spotten zu können. Die Krokodile am Ufer hielten dies für eine gute Idee, aber wir besannen uns mit einem Blick auf die vielen spitzen Zähne dann doch anders.

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Mr. Cherry hatte nun auch der Ehrgeiz gepackt. Von unserer Begeisterung angesteckt versuchte er das Boot, welches immer wieder abtrieb, möglichst ruhig an den Bäumen vorbeizusteuern, und wir entdeckten den Flycatcher tatsächlich noch einmal. Besonders kooperativ zeigte sich der Vogel nun wirklich nicht, obwohl wir in wahre Begeisterungsstürme ausbrachen.
Wir konnten uns entscheiden: Von hinten, alles unscharf oder beides zusammen.

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Ein brauchbares Foto sollte uns einfach nicht vergönnt sein, da das Tier einfach nicht stillsitzen wollte und mehr als hyperaktiv zwischen den Blättern und Ästen herumturnte. Trotzdem freuten wir uns, den Vogel diesmal wenigstens gesehen zu haben. Auch wenn die Fotoausbeute nicht gerade wettbewerbsverdächtig und sicherlich noch ausbaufähig war, wollten wir die Geduld unserer Freunde nicht überstrapazieren. Schließlich gab es hier ja noch so viele andere interessante Geschöpfe zu erblicken.
Weiter ging es mit ein paar deutlich leichter zu erwischenden Wasserböcken.

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Rallenreiher

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Mr. Cherry verstand es sehr gut, uns zum Fotografieren gut vor die Sonne zu positionieren und die Laufwege der Tiere abzuschätzen. So warteten wir in einiger Entfernung, als eine Elefantenherde mit Jungtieren auf uns zu kam. Zu Beginn noch im Gegenlicht spazierte die ganze Gruppe schließlich an uns vorbei.

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Auch in die andere Richtung gab es natürlich etwas zu sehen.

Nimmersatt

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aufgeregte Nilgans

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Letztendlich waren die Elefanten aber schon beeindruckender. Besonders das kleinste Gruppenmitglied hatte es uns angetan. Mit raschen Schritten versuchte es mit seinen Tanten und Cousinen mitzuhalten.

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Wir sahen der Herde beim Trinken und Wasserspritzen zu

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und fuhren erst weiter, als sie sich verabschiedeten und langsam wieder davonliefen.

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zuletzt bearbeitet 06. März 2023
Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200606. März 2023 ·
Auf einer Insel lag eine riesige Büffelherde. Wie gewohnt missmutig oder doch zumindest scheinbar gelangweilt wurden wir von vielen Augenpaaren gemustert, als wir langsam an ihnen vorbeiglitten.

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Mr. Cherry stoppte das Boot. Er war sich sicher. Jeden Tag um etwa diese Zeit verließen die Büffel das Inselchen und kreuzten den Fluss. Dieses Schauspiel wollte er uns gerne zeigen. Und so hatten wir ein wenig Zeit, Büffelportraits zu schießen und Hornstudien zu Größe, Dicke und Form zu betreiben.

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Eine Tour auf dem Chobe ist immer ein Highlight. Während man auf der einen Seite des Bootes etwas beobachtet, gibt es gleichzeitig auf der anderen etwas Neues zu entdecken. Egal, wohin man blickt, überall tummelt sich das Leben.

Kuhreiher

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Kapstelze

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An der Böschung saß ein ahnungsloser Schreiseeadler, der sein Gefieder schüttelte und plötzlich von einem Skimmer angegriffen wurde.

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Ein Schlangenhalsvogel hatte sich in einem roten Stück Stoff verfangen.

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Zunächst dachten wir noch, er müsse einfach nur den Schnabel öffnen, um den Fetzen wieder los zu werden. Als aber auch mehrmaliges heftiges Kopfschütteln nichts brachte, erkannten wir, dass sich der Vogel anscheinend nicht selbstständig befreien konnte. Wie eine rote Fahne wehte der Lappen hinter ihm her und begleitete ihn überall hin. Wir sahen ihn später noch an zwei anderen Stellen am Chobe wieder und drückten die Daumen, dass doch noch ein Wunder geschehen und sich der arme Darter befreien würde.

Graufischer

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Wassertriel

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Jetzt sollte es wohl bald losgehen. Schwerfällig stemmte man sein Gewicht in die Höhe, und die ersten Tiere näherten sich dem Wasser.

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Kurz darauf setzte sich die ganze Herde in Bewegung, und ein Büffel nach dem anderen überquerte den Fluss.

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Dieses Spektakel konnten sich natürlich auch die Gäste aus dem Pangolin-Boot mit der Luxusausstattung nicht entgehen lassen.

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Aber auch wir waren sehr zufrieden.

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Als der letzte Büffel das sichere Ufer erreicht hatte, wendete Mr. Cherry das Boot. Schon von weitem sahen wir einen aufgebrachten Elefantenbullen, der sich wild gebärdete. Das Pangolin-Boot hielt bereits respektvollen Abstand, und auch wir wollten ihm lieber nicht zu nahe kommen. Er schüttelte heftig den Kopf, schlackerte mit den Ohren, stürmte immer wieder zurück ins Wasser und spritzte wild herum.

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Die Tour war wirklich toll, und so machten wir uns mit einem Kopf voller neuer Eindrücke auf den Rückweg.

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Am Ende rasten wir wie immer zurück zum Anleger.

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Kempho nahm uns wieder in Empfang und brachte uns in der Dunkelheit zurück zu Senyati. Bei einer Tankstelle hielt sie noch kurz an, und Martin und Uwe holten Geld am Automaten. Nachdem sie uns am Camp abgesetzt hatte und wieder losfahren wollte, drehten die Hinterräder ihres Wagens im tiefen Sand durch. Wir schoben mit vereinten Kräften und bekamen sie zum Glück wieder frei.
Als wir im Camp eintrafen, standen gerade einige Elefanten am Wasserloch. So setzten wir uns ein wenig in Sichtweite. Ruth zeigte Sara und Lukas den Bunker, und Uwe holte unsere PCR-Testergebnisse ab. Zum Glück waren sie alle negativ. Einer Rückkehr nach Namibia stand morgen also nichts mehr im Wege.
Ein einzelner Elefant kam vom Wasserloch durchs Camp. Wir waren dann doch ein wenig erschrocken, als er genau auf die Hollywoodschaukel zusteuerte, in der wir saßen. Um ihn nicht zu erschrecken, sahen wir ruhig, aber zügig zu, dass wir die Schaukel als für ihn unüberwindbares Hindernis zwischen uns brachten. Der Elefant war jedoch weniger an uns als an den blühenden Sträuchern der Anlage interessiert. Das wiederum fanden die Angestellten nicht sonderlich gut und versuchten ihn mehr oder weniger erfolgreich zu vertreiben. Mit den letzten Blüten im Mund trollte er sich schließlich quer über den Platz.
Vor dem Abendessen duschten wir, dann teilten wir uns den Rest Nudeln mit Soße von gestern. So war der Aufwand für das Abendessen nicht sonderlich hoch. Heute Abend trank Uwe seinen Sichtungswilli. Mal sehen, was sie uns morgen beschert.

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Kilometer: 198
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zuletzt bearbeitet 06. März 2023
560 Beiträge · seit 202106. März 2023 ·
Liebe Eulenmuckels!
Jetzt bin ich schon so lange stille Mitleserin - es wird Zeit, dass ich mich auch mal bei euch bedanke!
Euer Bericht ist großartig!
Super schöne Fotos - vor allem die Vögel finde ich bezaubernd!
Der zornige Elefant toppt natürlich alles - dem möchte ich allerdings auch nicht begegnen. Beeindruckende Bilder!
Vielen Dank fürs Zeigen und viele Grüße,
Kathrin
8’801 Beiträge · seit 201007. März 2023 ·
Guten Morgen Ihr Zwei,

bei euch ist es immer ein bisschen schwierig: erst schreibt Ihr ewig nicht weiter und dann haut Ihr plötzlich so viele Fotos und Erlebnisse auf einmal raus, dass frau gar nicht weiß, worauf sie reagieren soll 🤩 .

Zunächst zu diesem Erlebnis:
Eulenmuckel schrieb:
Ein Schlangenhalsvogel hatte sich in einem roten Stück Stoff verfangen.
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Zunächst dachten wir noch, er müsse einfach nur den Schnabel öffnen, um den Fetzen wieder los zu werden. Als aber auch mehrmaliges heftiges Kopfschütteln nichts brachte, erkannten wir, dass sich der Vogel anscheinend nicht selbstständig befreien konnte. Wie eine rote Fahne wehte der Lappen hinter ihm her und begleitete ihn überall hin. Wir sahen ihn später noch an zwei anderen Stellen am Chobe wieder und drückten die Daumen, dass doch noch ein Wunder geschehen und sich der arme Darter befreien würde.
Was für ein merkwürdiger Zufall - gestern Abend habe ich in der Mediathek eine Doku angeschaut, in der es u.a. um Basstölpel ging, die sich auf Helgoland in Resten aus alten Fischernetzen verheddern (die sie selber auf die Felsen schleppen) und teilweise qualvoll darin verenden. Und dann kommt Ihr mit diesem bedauernswerten Schlangenhalsvogel ums Eck 🤨 . Macht nachdenklich..... 🙁


Trotzdem habe ich eure Bootstour natürlich sehr genossen - ich würde am liebsten sofort (im Schlafi 🤪 ) zusteigen! Mit Büffeln habe ich es nicht so, aber mit bisschen Action im Wasser sehen sie gar nicht so schlecht aus 😎 .
Danke für die vielen schönen Bilder - nicht nur von den Büffeln.... 😉

Über diesen Satz musste ich ein bisschen nachdenken, aber dann hat es geschnackelt:
Heute Abend trank Uwe seinen Sichtungswilli. Mal sehen, was sie uns morgen beschert.
"Sie" wird wohl die Sichtungsfee sein 😄 . Oha, wenn diese schon angeteasert wird, dann spielt sie sicher im nächsten Kapitel eine wichtige Rolle 🤩 !

Ich bin gespannt!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 07. März 2023
4’388 Beiträge · seit 201507. März 2023 ·
Oha, wenn diese schon angeteasert wird, dann spielt sie sicher im nächsten Kapitel eine wichtige Rolle 🤩 !

Ich bin gespannt!

LG Bele
Hauptsache, es zieht sich nicht wieder so…. 😎
wünscht sich grüßend
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 07. März 2023
8 Beiträge · seit 202307. März 2023 ·
Liebe Eulenmuckels!
Nachdem ich es endlich mal geschafft habe, mich im Forum anzumelden, muss ich die Gelegenheit nutzen mich bei euch für eure tollen Reiseberichte zu bedanken. Seit Jahren lese ich bzw. lesen wir (mein Mann und ich) eure Berichte, bestaunen eure Fotos und haben schon so manchen Tipp notiert und dann auch besucht. Ihr kennt uns nicht, aber wir haben echt schon fast das Gefühl euch zu kennen, denn ihr beschreibt eure Erlebnisse immer so authentisch und ganz oft ganz genau so, wie wir es erleben. Die letzten beiden Male hatten wir auch euer Auto bzw. ihr unseres. 🙂
Schon oft haben wir eure Reiseberichte Freunden empfohlen - auch wenn man das ja eigentlich nicht tun sollte, denn im Prinzip wollen wir Namibia und Botswana gar nicht mit so vielen anderen teilen - 😎 - glücklicherweise ist vielen das Campen auch nicht so ganz geheuer.
Wir haben das Glück bereits diesen Freitag unser nächstes (bereits 11.) Afrika-Abenteuer zu starten. Wir beginnen im NamibRand - dieser Platz hat es uns sehr angetan und fahren danach in die Zentralkalahari, in den Nxai NP und in den Moremi.
Ich hoffe, ihr schreibt eure Berichte fleißig weiter - ob die Reise vom Sommer 22 es noch vor dem Sommer 23 ins Forum schafft? 😗
Ganz herzliche Grüße aus dem Westen Österreichs, aus Vorarlberg. Solltet ihr je in der Gegend sein, wir würden uns freuen euch persönlich kennenzulernen und Afrika-Erlebnisse auszutauschen.
Andrea
5’067 Beiträge · seit 201408. März 2023 ·
Heute Abend trank Uwe seinen Sichtungswilli. Mal sehen, was sie uns morgen beschert.
Hallo ihr Zwei,

da bin ich aber ganz gespannt, wie die Berscherung aussah! Ihr habt ja auch ohne Willi einen sehr guten Draht zur Sichtungsfee!

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200608. März 2023 ·
@Kathrin: Herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar. Es freut uns sehr, dass dir unser Bericht gefällt. Ihr scheint euch ja auch für Vögel zu interessieren. Der Schuhschnabel in deinem Avatarbild steht bei uns sehr weit oben auf der Sichtungswunschliste.

@Bele:
erst schreibt Ihr ewig nicht weiter und dann haut Ihr plötzlich so viele Fotos und Erlebnisse auf einmal raus, dass frau gar nicht weiß, worauf sie reagieren soll
Tut mir leid, dass wir das nicht mehr entzerrt haben. 😉
Uns hat der Schlangenhalsvogel auch nachdenklich gemacht. Der Guide erzählte uns, dass diese Vögel sich immer wieder unter Wasser in Netzen verheddern und diese dann nicht mehr loswerden. Ein paar sahen wir wie eingesponnen in Bäumen hängen.
Ich merke, dass du gerade ein bisschen Afrika-Blues hast. Aber auch bei dir lassen sich doch schon die Tage bis zur nächsten Botswana-Reise zählen. 🙂

@Friederike: Wir sind stets bemüht. 😉

@Martin: Ganz liebe Grüße in den Norden.

@Andrea: Wir können gar nicht sagen, wie sehr wir uns über euren wertschätzenden Beitrag freuen. Er hat uns den Tag gestern sehr versüßt.

@Konni: Also manchmal hadern wir schon auch mit der Sichtungsfee. Denn trotz Wir-sind-hier-(zum-Glück)-nicht-im-Zoo erhoffen wir uns natürlich schon immer, irgendetwas Besonderes zu entdecken. Wenn das dann für längere Zeit ausbleibt, kommt so ein Zaubertrank schon recht gelegen, um sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen.
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913 Beiträge · seit 201509. März 2023 ·
Sensationell der wilde Elefant im Wasser. So toll getroffen und so noch nie gesehen!
Seine kleinen Augen gucken ziemlich wütend.

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
560 Beiträge · seit 202109. März 2023 ·
Eulenmuckel schrieb:Ihr scheint euch ja auch für Vögel zu interessieren. Der Schuhschnabel in deinem Avatarbild steht bei uns sehr weit oben auf der Sichtungswunschliste.
Hi Ruth und Uwe!
Seit wir das erste Mal in Afrika waren sind wir echte Vogelfans geworden 😎 Allerdings keine ernsthaften Birder und leider auch keine so talentierte Fotografen wie ihr Beide!
Für den Schuhschnabel kann ich Uganda nur wärmstens empfehlen - wir hatten sogar einen noch sehr flauschigen Jungvogel vor der Linse! Überhaupt ist Uganda ein Paradies für Vogelfreunde!
Bin schon gespannt auf eure weiteren Erlebnisse!
Viele Grüße,
Kathrin
Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200626. März 2023 ·
Tag 12 – Mittwoch, 20. Oktober – Rote Vögel

Senyati Camp, Kazungula – Zambezi Mubala Camp, Katima Mulilo

Wir standen besonders früh auf und packten rasch alles zusammen. Mit Kaffee und Tee gingen wir nochmal zum Wasserloch und beobachteten die ersten Elefanten dieses Tages.

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Auch dem Bunker statteten wir noch einen Besuch ab. Einem Elefanten aus dieser Perspektive ganz nah zu sein, ist wirklich ein besonderes Erlebnis.

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Als die Sonne aufging, verabschiedeten wir uns so langsam, obwohl wir gerne noch länger hier geblieben wären. Gerade waren die letzten Elefanten davongezogen, da näherten sich schon die nächsten.

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Dennoch kehrten wir zurück zum Auto und fuhren zusammen mit Katrin und ihrer Familie los.
Durch den Sand ging es zur Hauptstraße nach Kazungula. Kasane ließen wir per Umgehungsstraße rechts liegen und erreichten um kurz nach halb sieben das Sedudu-Gate. Nach dem Einchecken fuhren wir an die Chobe-Riverfront. Im Baumgürtel vor der Abfahrt begegneten uns schon die ersten Kudus.

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Ein Stück weiter rutschte ein Trupp Paviane von den Bäumen, und die einzelnen Tiere suchten nach den ersten Frühstückshäppchen.

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Die besonderen Tiersichtungen blieben heute leider aus, aber wir freuten uns auch an den vielen Impalas, die auf der Flutebene neben dem Fluss grasten.

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Weiter entfernt sahen wir Elefanten, Zebras und Büffel. Einige Wasservögel fischten oder pickten. Der Himmel war bewölkt, so dass nur ab und zu die Sonnenstrahlen hindurchkamen.

Wassertriel

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Nimmersatt

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Brauner Sichler

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Eine Zeitlang standen wir neben einem Busch und fotografierten ein paar Zwergbienenfresser.

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Als sich plötzlich von hinten ein Fahrzeug näherte und sich noch zwischen uns und die Vögel drängte.

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Na toll! Was waren denn das für welche? Auf der anderen Seite unseres Autos war doch nun wirklich genug Platz, um uns zu umfahren. Ruth erschrak noch mehr, als sie im nächsten Moment ein gut gelauntes „Hallo Ruth“ vernahm. Verrückt! So klein ist die Welt. Im südlichen Afrika begegnet man immer mal wieder Leuten aus dem Forum. Diesmal waren es Biggi und Manfred, die fröhlich zu uns herüberwinkten. Wir wechselten ein paar Worte. Bestimmt würden wir uns entlang des Flusses noch einmal sehen.
Weiter ging es Richtung Osten. Die Fahrt am Wasser oder die Aussicht über die Flussebene war sehr schön. Wir entdeckten viele Vögel. Lukas war ganz erfreut über einen Waran. Wir waren eher froh darüber, dass er sich in entgegengesetzter Richtung einiger Nilgans-Küken bewegte.

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Schopffrankolin

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Orange-breasted Bushshrike

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Angolaschmetterlingsfink

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Weidelandpieper

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Ein einzelner Ohrengeier saß auf einem toten Baum, und wir sahen auch schon vereinzelte Karminspinte.

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Brachschwalbe

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Bei Serondela machten wir eine Frühstückspause. Dort trafen wir auch Manfred und Biggi wieder. Nachdem wir unsere Nutella- und Marmeladenbrote aufgegessen hatten, pirschte Ruth bereits wieder den ersten Vögeln hinterher.

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Gelbbrustbülbül

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Holub’s Golden Weaver

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Sie warnte, dass die Meerkatzen im Anmarsch seien. Tatsächlich erschien aber nur ein einzelnes Muttertier mit einem Baby unter dem Bauch. Unbeteiligt näherte es sich und kratzte ein wenig im Sand neben dem Tisch, als suche es nach Essensresten oder Krümeln. Wir wunderten uns, wie nah uns die Meerkatze mit ihrem Baby kam, weil sie direkt neben Katrins Crocs hockte. Können die Affen hier Tollwut haben? Würden sie uns womöglich anspringen oder Katrin in den Fuß beißen? Noch während wir uns diese Gedanken machten, huschte die Meerkatze samt Baby vorne unter dem Tisch hindurch. Es muss lustig ausgesehen haben, wie sich unsere ganze Gruppe vornüber beugte, um das Tier unter dem Tisch zu erblicken, während es längst auf der anderen Seite hinaufgesprungen war und sich Saras Tüte mit den Rusks gegriffen hatte. Neben den leeren Tellern und Saftbehältern war diese Tüte der einzige Schatz mit essbarem Inhalt. Bevor jemand von uns reagieren konnte, war der Affe schon auf dem nächsten Baum. Man vergisst immer wieder, wie frech diese Räuber sind. Da half auch kein Fluchen und Schimpfen. Genüsslich saß die Diebin in sicherer Höhe und stopfte sich die Rusks in die Backen.

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So ein Mist! Dass uns das nach so vielen Jahren noch passieren konnte. Zu unserer Schande kam auch noch ein Gamedrive vorbei. Der Fahrer wies uns recht unwirsch darauf hin, dass wir die Tiere nicht füttern dürften. Das war uns leider schon vorher klar. Wir erklärten, dass es sich nur um eine Unachtsamkeit gehandelt hatte (was die Sache im Ergebnis nicht besser macht) und wir darauf hofften, die leere Plastiktüte einsammeln zu können, wenn der Affe alles aufgefressen hätte. Der Fahrer glaubte uns, und wir gelobten Besserung.
Das gierige Tier blieb von all der Aufregung unter seinem Baum völlig unbeeindruckt. Auch der letzte Rusk verschwand in seinen Vorratstaschen. Ein Wunder, dass es nicht an dem trockenen Gebäck erstickte.

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Den Gefallen, uns wenigstens den Müll entsorgen zu lassen, tat uns die Meerkatze auch nicht. Sie hatte die Tüte irgendwie in den Ästen verhakt und trollte sich nach dem letzten Krümel sehr zufrieden Richtung Nachbarpicknick-Platz. Nun denn, dann konnten wir hier auch nichts weiter ausrichten, außer zu lernen, noch vorsichtiger zu sein.
Wir verabschiedeten uns von Biggi und ihrem Mann und fuhren über eine Querverbindung zur Hauptstraße.

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Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 26. März 2023
Themenstarter2’123 Beiträge · seit 200626. März 2023 ·
Von dort ging es nach Westen zum Ngoma-Grenzübergang. Die Ausreise aus Botswana sowie die Einreise nach Namibia gingen schnell vonstatten. Mit dem Ausfüllen aller Formulare, dem Stempeln der Pässe, dem Kontrollieren der PCR-Tests und der Registrierung der Fahrzeuge dauerte der Übertritt weniger als eine Dreiviertelstunde.

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Wieder auf namibischem Boden fuhren wir nach Norden Richtung Katima Mulilo. Vor der Stadt bogen wir bereits nach Osten zum Zambezi Mubala Camp ab. Für Martin und seine Familie ging es zunächst noch in die Stadt, um wenigstens einen der kaputten Reifen flicken zu lassen.
Die Straße durch den Ost-Caprivi ist seit ein paar Jahren geteert, und so erreichten wir schnell und ohne besondere Vorkommnisse das Camp, wenn man einmal von diversen Fußduschen absieht. Aus der Klimaanlage lief nämlich mittlerweile in jeder Rechtskurve das gesammelte Kondenswasser in unseren Fußraum. Zwei Handtücher waren bald völlig durchtränkt. Heute bekam sogar Uwe, der bisher verschont geblieben war, nasse Füße und das in einer Linkskurve.
Im Camp erhielten wir den Stellplatz Nummer 3, der direkt am Sambesi gelegen war. Im eigenen Dusch- und Toilettenhäuschen machten wir uns frisch und stellten uns in den Schatten. Ruth bereitete einen Käse-Wurstsalat. Da uns die Zwiebeln ausgegangen waren, fragte Uwe bei unseren Campnachbarn, die uns glücklicherweise aushelfen konnten. Als der Salat fertig war, trafen auch schon unsere Freunde ein. Beide kaputten Reifen, die sie dabei hatten, konnten leicht geflickt werden. Nun fahren wir wieder mit etwas mehr Reserve.

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Wir aßen den Salat und duschten. Dabei leistete uns ein kleiner Gecko an der Wand des Waschhäuschens Gesellschaft.

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Dann machten wir uns bereit für den Besuch der Karminspint-Kolonie. Darauf hatte sich Uwe schon seit Jahren gefreut. Wir hatten einen Mitarbeiter des Camps gefragt, ob er uns den Weg dorthin beschreiben könne. Er meinte, dies sei nicht so einfach und bot uns an, ihn uns zu zeigen. So starteten wir gegen 16 Uhr mit beiden Autos. Während der Guide bei Uwe saß und den Weg wies, fuhr Martin netterweise mit Ruth hinterher und nahm den Camp-Mitarbeiter anschließend wieder mit zurück. So konnten wir – so lange wir wollten – bei den Vögeln bleiben, ohne dass sich die Nicht-Vogel-Interessierten langweilen mussten.
Obwohl das Brutgeschäft noch nicht begonnen hatte, waren die Massen an Vögeln für uns schon jetzt unvorstellbar. Vor uns auf der Ebene und in den angrenzenden Bäumen saßen unzählige rote Bienenfresser. Permanent flogen einige von ihnen hin und her. Andere gruben Erdhöhlen für die bevorstehende Brut.

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Es war überall etwas los, und ein permanentes Zwitschern lag in der Luft. Wir setzten uns mit unseren Stühlen und später einfach mit einem Handtuch in die Nähe der Bienenfresser und nahmen die Fotoapparate in die Hand.

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Die Vögel auf dem Boden sitzend zu fotografieren, war keine große Herausforderung. Das Licht war gut, und wenn sie saßen, hielten sie auch einigermaßen still.

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Nun wollten wir sie aber auch gerne im Flug erwischen. Und das brachte uns an unsere fotografischen Grenzen. Es war uns kaum möglich, scharfe Bilder von den schnellen Vögeln zu bekommen. Wir gaben unser Bestes, mussten aber eingestehen, dass noch viel Luft nach oben blieb. Uwe schoss eine Serie Fotos nach der anderen und löschte sie danach meist sofort und vollständig wieder. Trotz der richtigen Kameraeinstellungen gelangen uns nur wenige, unseren Ansprüchen genügende Bilder. Während sich Uwe abmühte, gab Ruth schnell auf und entschloss, anstatt zu fotografieren, einfach den Augenblick zu genießen. Tarnung ist übrigens alles! 🙂

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Es war wirklich ein außergewöhnliches Schauspiel, diese Massen an Vögeln unmittelbar neben und über uns zu beobachten. Wir wussten oft nicht, wohin wir schauen sollten. Ab und zu näherte sich aus der Luft ein Milan. Dann flogen alle Karminspinte auf, um kurz darauf wieder zu landen.

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Total beeindruckt und glücklich fuhren wir mit Sonnenuntergang wieder zurück ins Camp. Zum Abendessen gingen wir zum Restaurant.

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Durch die Umbuchung von zwei auf eine Nacht hatten wir noch ein Guthaben, das wir in ein Abendessen investierten. Burger und Pizza waren lecker. Aber uns steckten die vielen intensiven Tage in Botswana in den Knochen, und so fielen wir todmüde ins Bett, kurz nachdem wir wieder zurück bei unseren Autos waren. Morgen wartet die bisher längste Fahretappe auf uns.

Kilometer: 169
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 26. März 2023
560 Beiträge · seit 202126. März 2023 ·
Liebe Eulenmuckels!
Eure Ansprüche sind wirklich sehr sehr hoch!!! 😗
Ich finde eure Karminspint Bilder wunderschön - tolle Atmosphäre!
Da wäre ich gerne dabei gewesen!
Viele Grüße,
Kathrin