TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200917. Mai 2019 ·
Leider noch nicht. Eine nette Mitleserin wollten aber bei einem befreundeten Wildtier-Veterinär nachfragen. Da bin ich sehr gespannt, denn des Rätsels Lösung interessiert mich wirklich sehr.
Topobär schrieb:Beim Verlassen des Parks durch das von Lindequist Gate werden wir nicht nur nach Fleisch, sondern auch nach Eiern gefragt. Gestern am Anderson Gate wollte das niemand wissen und auch an allen anderen Veterinär Gates hat sich niemand für Eier interessiert. Es ist diese Unberechenbarkeit und Willkür, die mich an den Veterinär Gates so tierisch nervt. Eine vernünftige Verpflegungsplanung ist so kaum möglich.
Im April wurde bei Palmwag auch nach Eiern gesucht. Ich frage warum und erhielt die Antwort, dass dies vorübergehend wegen Ausbruch der "Newcastle Disease" geschehe.
Hallo Thomas. Danke für den schönen Bericht. Viele Plätze, um dennen Du schreibst, habe ich schon auch besucht und manche habe ich in dem Plan für nächste Reise. Am Ende August werde ich von Spitzkoppe nach Swakopmund fahren und möchte ich, wie Du, den Khan River + Swakop River bis zu Goanikontes fahren. Kannst Du mir bitte sagen, wie ist es mit dem "Permit" (nach T4A ist es "permit road"). Wenn man den Permit braucht, dann muss ich ihn wahrschendlich irgendwo im Windhoek kaufen. Ich habe fast alles hier im Forum von 2010 gelesen, aber Du hast sicher die beste Informationen. Danke für die Antwort. Ladislav ... Ich etnschuldige mich für die Fehler .. Deutsch ist nicht zu einfach
Hallo Ihr beiden, ich bin jetzt endlich dazu gekommen, euren tollen Bericht zu lesen. 7 Wochen, woww..!!! 🤩 Ein Sonntagnachmittg, der Sehnsucht weckt... Ich finde es mutig, dass ihr alleine durchs Kaokoveld gereist seid. Eure Strecke klingt echt spannend. Wie war die Sicherheitslage in Opuwo, wer hat den Wagen bewacht, als ihr beim Friseur ward? Ich fühlte mich dort nicht ganz so sicher, auch sind die Kommentare zur Country Lodge sehr unterschiedlich, von, man wird bestohlen, bis das Wachpersonal unterstützt die Diebe??? Bei euch scheint ja alles gut gegangen zu sein. 😉 Thomas, du bist ja recht "lang", ich hätte gerne gewusst, ob der Raum hinter dem Lenkrad ausreichend war. Kann man den Sitz noch zurückstellen? Bei den Single-Cabs vom Hilux kann mein Mann seine Beine nicht mehr ausreichend strecken bzw. zum Fahren nehmen. Bin schon gespannt, wie es bei euch weiter geht. 😉 😁
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200920. Mai 2019 ·
Hallo Ladislav, nach den Informationen, die wir vor Ort erhalten haben, benötigt man ein Permit nur für den Swakop River westlich von Goanikontes. Wenn Ihr vom Khan River kommend den Swakop in Goanikontes RichtungB1 verlasst, benötigt Ihr demnach kein Permit. Wir waren ja in umgekehrter Richtung unterwegs und sind genau aus diesem Grund erst bei Goanikontes in den Swakop gefahren, da wir auch kein Permit hatten.
Hallo Biggi, wir haben uns in Opuwo wie immer sicher gefühlt. Die Menschen sind dort zwar etwas aufdringlicher und es wird auch mehr gebettelt, als in anderen Städten, aber das verändert mein Sicherheitsgefühl nicht. Ich betone aber ausdrücklich "Gefühl". Über die tatsächliche Sicherheitslage in Opuwo kann ich keine Aussage treffen. Wir habe nirgends unser Auto bewachen lassen. Weder beim Friseur, noch beim Supermarkt, noch beim Bottle Shop. Wir waren zum wiederholten Mal in der Opuwo Country Lodge. Zum Sicherheitspersonal dort kann ich nur sagen, dass es welches gab und sie im Dunkeln patrolliert sind. Bei uns gab es keinerlei Probleme. Hinsichtlich des Platzes auf dem Fahrersitz hatte ich im Vorfeld unserer Reise auch größte Bedenken. In der Praxis haben sich diese zum Glück nicht erfüllt. Der Sitz war zwar bis Anschlag zurück gefahren, aber in dieser Position war ich sehr bequem unterwegs und fühlte mich nie beengt.
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200920. Mai 2019 ·
Hallo, Gina (GinaChris) war so nett und hat bei befreundeten Tierärzten bezüglich der entstellten Giraffe recherchiert. Als wahrscheinlichste Ursache wird eine Papillomatose angesehen. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die zu solch Hautauswüchsen führen kann.
Champagner8’801 Beiträge · seit 201020. Mai 2019 ·
Topobär schrieb:Hallo, Gina (GinaChris) war so nett und hat bei befreundeten Tierärzten bezüglich der entstellten Giraffe recherchiert. Als wahrscheinlichste Ursache wird eine Papillomatose angesehen. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die zu solch Hautauswüchsen führen kann.
Vielen Dank an Gina Thomas
Dann sind es ja schon zwei Tierärzte, die das vermuten:
champagner schrieb am 11. Mai 2019:
Ich habe mal einen der hier im Forum aktiven Tierärzte angeschrieben (Günter - sein Nickname fällt mir nicht ein, weil ich ihn auf einem anderen Kanal angeschrieben habe, wo er seinen richtigen Namen führt) - er meint folgendes (und ich soll's ruhig kopieren):
Bei der Giraffe könnte ich mir Papillomaviren als Ursache vorstellen, kann zu extremen Warzen führen
Dies also als erste Vermutung (bei ihm marschieren üblicherweise keine Giraffen in die Praxis 😛 ) - vielleicht kommt ja noch was dazu....
Topobär schrieb: Der Picknickplatz östlich des Etosha Lookout ist für mich der einzige Picknickplatz im gesamten Nationalpark, an dem man auch tatsächlich gerne Picknick machen möchte. Schön am Rande der Pfanne gelegen, ohne Umzäunung, mit einem großen Schattendach und funktionierenden Toiletten bietet er alles was man für eine angenehme Rast braucht.
😄 Da haben wir ja anscheinend den einzig vernünftigen Rastplatz im Etosha ausgelassen - immerhin habe ich es von Weitem zumindest schon richtig eingeschätzt und auf der Karte mit einem Sternchen = gut gekennzeichtnet! 😛
Vielen Dank für Deinen schönen Bericht, Thomas, ich bin schon gespannt, wie es weitergeht und was euch in den kommenden Tagen noch alles vor die Linse gelaufen ist.
Hallo Thomas. Danke. Danke. Ende September werde ich andere über meine Reise durch "Khan river" berichten. Am internet ist wirklich nur wenig Informationen. Ladislav
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200921. Mai 2019 ·
28.Tag (Do. 17.01.2019) Etosha Nationalpark 222km
Zum Sonnenaufgang sind wir schon wieder im Park.
Im weichen morgendlichen Licht ist ein Garbarhabicht??? Singhabicht (Dank an Konni) mein erstes Fotomotiv.
Dann geht es über die Wasserlöcher Ngobib, Okerfontein und Springbokfontein nach Westen zu unserem gestrigen Picknickplatz, an dem wir auch heute wieder brunchen wollen.
hungriger Blick
Auf dem Ngobib-Loop treffen wir auf drei Nashörner. Eine Kuh mit Ihrem Kalb und dazu noch ein Bulle, der großes Interesse an der Kuh zeigt und damit für ordentlich Aufregung in der kleinen Gruppe sorgt.
Als nächstes sitzt ein Raubvogel, den ich nicht bestimmen kann, Modell. Es ist ein juveniler Singhabicht. Dank an Konni für die Bestimmung.
Auf dem Weg zum Picknickplatz läuft uns dann noch als Highlight eine Rappenantilope über den Weg. Highlight deshalb, weil ich diese Antilopenart bislang noch nicht im Etosha Nationalpark beobachten konnte.
Auf der Picknicksite treffen wir auf 4 nette chinesische Studenten, die im Gegensatz zur Masse Ihrer Landsleute nicht in einer großen Gruppe, sondern als Selbstfahrer unterwegs sind. Sie kommen von Halali und sagen uns, dass es Ihr größter Wunsch sei, Giraffen zu sehen. Da kann Ihnen geholfen werden. Ich empfehle Ihnen das Wasserloch Chudop, denn da hat man fast schon Giraffen-Garantie. Wie angenehm, einmal solch einen bescheidenen Sichtungswunsch zu hören. Die allermeisten Touristen sind nur auf Katzen aus.
Auf dem Rückweg entdeckt Katrin aus dem fahrenden Auto heraus eine Löwin, die ca. 200m von der Piste entfernt im hohen Gras unter einem Busch liegt. Wie sie die entdecken konnte ist mir ein völliges Rätsel.
Selbstverständlich machen auch wir einen Abstecher nach Chudop, wo wir wie erwartet mit Giraffen belohnt werden. Am interessantesten ist dabei ein Kampf direkt neben unserem Wagen.
Auf dem Weg nach Namutoni halten wir noch bei einem kleinen Springbock-Kitz, welchen direkt neben der Piste liegt und auch liegen bleibt, als wir direkt daneben anhalten.
In Namutoni treffen wir dann die Chinesen wieder. Sie bedanken sich überschwänglich für den Tipp mit Chudop. Sie hätten dort mehr Giraffen gesehen, als Sie je zu hoffen gewagt hätten. Da Sie auf dem Weg zurück nach Halali an der Löwin vorbeikommen, versuchen wir Ihnen so gut wie möglich die Stelle zu beschreiben. Sie waren ganz aus dem Häuschen bei dem Gedanken, eventuell sogar einen Löwen zu sehen. Ich wünsche Ihnen, dass es geklappt hat.
Es ist wirklich ein Trauerspiel mit ansehen zu müssen, wie das Fort Namutoni zusehends weiter verfällt. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass das Fort restauriert wurde und Namutoni für mich das mit Abstand Schönste aller Restcamps im Park war.
Zum Abschluss unseres Gamedrives machen wir noch eine Runde um die Fisherpan. Dabei sehen wir auch ein Paar Paradieskraniche, von denen ich inzwischen gelernt habe, dass es sich bei ihnen um echte Raritäten handelt. Leider flimmert die Luft in der Mittagshitze, so dass auf die Entfernung keine wirklich scharfen Fotos möglich sind.
Im Verbindungskanal zwischen Fisher Pan und Etosha Pan steht noch Wasser und deshalb haben sich hier zahlreiche Wasservögel eingefunden. Am auffälligsten sind die vielen Flamingos. Leider stehen fast alle am gegenüber liegenden Ufer.
Direkt an dem Damm auf dem die Piste diesen Kanal überquert liegt ein Kudukadaver, an dem sich schon viele Geier eingefunden haben. Wie immer ein interessantes, aber auch ekliges Schauspiel. Allein schon die Geräuschkulisse ist ein Erlebnis.
Wir beschließen dann bereits am frühen Nachmittag den Gamedrive zu beenden und nach Onguma zurück zu fahren, um die Lodge zu genießen. Dabei verabschiedet uns ein Blessbock in der Nähe des Gates.
Den ganzen restlichen Tag bis zum Abendessen verbringen wir in der Lounge der Onguma Bush Lodge, von der aus man eine schönen Blick über das Wasserloch hat und auch nach dem Dinner bleiben wir noch lange sitzen. Das Wasserloch ist gut besucht. Im Laufe der Zeit sehen wir Impalas, Springböcke, Gnus, Kudus, Schakale und eine Hyäne.
Der Etosha Nationalpark lässt mich mal wieder mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Ich bin durchaus offen für verschiedenste Nationalpark-Konzepte. Ich mag unberührte Wildnisparks, wie z.B. Moremi oder CKGR ebenso gerne wie voll durchorganisierte Parks a la KTP oder KNP. Etosha ist aber leider nichts von beiden und vereint eher die Nachteile der beiden Kategorien. Man möchte gerne sein wie KTP oder KNP, bekommt es aber einfach nicht auf die Reihe. Man versucht alles zu organisieren, scheitert dabei aber an der Kompetenz der eigenen Mitarbeiter. Gleichzeitig lässt man die Infrastruktur verfallen, ohne den Besuchern aber die Freiheiten eines Wildnisparks zu bieten. Alles nix Halbes und nix Ganzes.
Der große Pluspunkt des Parks ist dafür die Tierwelt. Dabei gefiel mir am besten, was von den meisten als großen Nachteil in der Regenzeit ansehen wird. Die Tiere sind nicht mehr so stark an den Wasserlöchern konzentriert. Mir gefällt das so viel besser, weil dadurch auch die Strecken zwischen den Wasserlöchern viel interessanter werden, da es auch dort viel zu sehen gibt. Die meisten unserer Sichtungen waren abseits der der Wasserlöcher. Dadurch das die Tiere im Park jede Scheu vor Autos verloren haben kommt man sehr dicht an sie heran was perfekt zum fotografieren ist. Ein etwas dichteres Wegenetz würde ich mir wünschen.
Ich hoffe, der Park erhält in den nächsten Jahren ein klareres Profil. Verdient hätte er es allemal.
ich weiß, dein neuster Teil ist noch nicht fertig, aber ich bin ganz aus dem Häuschen bei der Sable!!!!! Es soll im Westteil eine kleine Population geben, vielleicht ist dieser Bulle von dort aus abgewandert, wobei ich mir aber schlecht vorstellen kann, dass er ganz alleine unterwegs ist... Das wäre für mich auf jeden Fall DIE Sichtung des Urlaubs. Wir werden Ausschau halten!
Heute haben wir eine lange Überführungsetappe vor uns, weshalb wir sehr früh starten.
In Tsumeb tanken wir voll und machen mal wieder einen Großeinkauf. Fleisch kaufen wir in der German Butchery. Dem Namen nach hätte ich hier überwiegend weiße Kundschaft erwartet, aber obwohl der Laden gerammelt voll ist, sind die Schlachterin und ich die einzigen Weißen im Laden. Abschließend werden auch die Alkoholbestände wieder aufgefüllt und dann geht es schon weiter.
Bislang hatte ich es auf den tausenden Gravelkilometern dieser Reise gut geschafft, unsere Windschutzscheibe vor Schäden zu bewahren. Bei entgegenkommenden Fahrzeugen bremste ich ab und fuhr so weit wie möglich links außen. Ich überholte nur, wo dies mit großem Abstand möglich war und fuhr nie dicht an voraus fahrende Fahrzeuge auf. Ausgerechnet auf der Asphaltstraße von Tsumeb nach Grootfontein erwischte es mich dann doch. Während ich auf der gut ausgebauten Straße mit 120km/h unterwegs war, wirbelt eine Windhose plötzlich Dreck und Steine von der Bankette auf. Ein Stein trifft die Windschutzscheibe direkt in meinem Sichtfeld und sofort ist ein 10cm langer Riss da, der sich in den nächsten Minuten immer länger wird.
In Grootfontein klären wir die Möglichkeit einer Reparatur. Da eine neue Scheibe geklebt werden muss und der Kleber vor der Weiterfahrt erst trocknen muss, würde die Reparatur fast einen halben Tag dauern. Die Zeit ist es uns nicht wert und wir sind ja auch nicht das einzige Fahrzeug mit kaputter Windschutzscheibe auf den Straßen. Der Riss hört dann im Laufe des Tages auch auf sich zu vergrößern und im Laufe der Zeit lerne ich es auch, ihn im Blickfeld zu ignorieren.
Wir kommen weiterhin gut voran. Auf Asphalt sowieso, aber auch die Gravelpiste nach Tsumkwe ist in so guten Zustand, dass ich fast durchgehend mit 90-100km/h unterwegs bin.
Heute gilt es wieder ein Veterinär-Gate zu passieren und mit diesen Anlagen stehe ich auf dieser Reise anscheinend auf dem Kriegsfuß. Ich fahre langsam auf das Gate zu und halte bei zwei uniformierten Mädels, die auf der Fahrerseite direkt neben der Fahrbahn an einem Schreibtisch sitzen. Die beiden ignorieren mich. Dafür kommt von der Beifahrerseite ein Mann angeschossen. Es trägt keine Uniform und hatte wohl auf der anderen Fahrbahnseite unter einem Schattenbaum gesessen. Ohne Begrüßung muss ich mir erst einmal eine Standpauke anhören, weshalb ich nicht bei dem Stopschild 5m weiter vorne angehalten habe. Es ist rasch klar, dass es Ihm nur darum geht, sich an weißen Südafrikanern abzureagieren, für die er uns anscheinen hält. Zumindest muss ich mir eine ganze Reihe Vergleiche mit Südafrika anhören, wo ich mich ja schließlich auch an Gesetze halten müsse und dies würde er von mir auch in Namibia erwarten. Ich lasse Ihn reden und stelle auf Durchzug. Widerworte oder Diskussionen bringen in solchen Fällen gar nichts. Irgendwann hat er sich abreagiert und wir können weiterfahren, denn in dieser Fahrtrichtung hat er noch nicht einmal einen Grund zur Kontrolle. Es zeigt sich aber mal wieder: Gib einem schwachen Menschen Macht und Du erkennst seinen wahren Charakter. Das mit dem Stopschild passiert mir in Afrika dummerweise immer mal wieder. Als Mitteleuropäer ist man es einfach gewohnt neben der Amtsperson zu halten.
In Tsumkwe tanken wir noch einmal voll. Only Cash.
Die Zufahrt zum Khaudom wurde anscheinend ausgebaut. Von der viel beschriebenen Tiefsandstrecke ist nichts mehr zu sehen. Zwar einspurig, aber die meiste Zeit geschottert oder zumindest auf festem Sand, kommt man sehr gut voran.
Kurz vor dem Nationalpark machen wir noch einen Abstecher zum Dorslandboom, einem großen Baobab, der zurzeit voll belaubt ist und einen schönen schattigen Pausenplatz bietet.
Am Gate erfahren wir zu unserer Überraschung, dass das Sikereti Camp jetzt generell nicht mehr für Übernachtungen zur Verfügung steht. Als ich einwende, dass auf der offiziellen Homepage noch immer die Info steht, dass das Camp zwar verfallen ist, man dort aber noch übernachten darf, holt der sehr freundliche Ranger den Chiefwarden, da er uns mit seinen Befugnissen nicht weiterhelfen kann. Der Chiefwarden ist dann auch gleich zur Stelle und als wir uns gegenseitig mit „Hallo I’m Thomas“ begrüßen ist das Eis auch gleich gebrochen. Thomas erläutert mir ausführlich die Situation. Das MET möchte die Homepage nicht ändern, weil man die schlechte Publicity einer Campschließung fürchtet. Er selbst hat aber Sikereti gesperrt, da es in den sozialen Netzwerken in letzter Zeit sehr viele negative Berichte und Bilder des heruntergekommenen Camps gibt. Wenn keiner mehr dort übernachten darf, kann auch niemand mehr beschweren, dass er auf einer katastrophalen Campsite übernachten musste. Dies auch vor dem Hintergrund, dass von der KfW massiv Geld für die Nationalparks im Nordosten zur Verfügung gestellt wurde und der Wiederaufbau von Sikereti eines der nächsten Projekte ist. Wir äußern unser volles Verständnis für seine Situation und bitten Ihn gleichzeitig um Hilfe in unserer Situation. Letztendlich verständigen wir uns darauf, dass wir keinerlei Bilder von Sikereti posten und darauf hinweisen, dass Sikereti in absehbarer Zeit in neuem Glanz erstrahlen wird. Dafür dürfen wir ausnahmsweise doch in Sikereti übernachten.
Insgesamt liegen wir gut in der Zeit, weshalb wir beschließen zum Sundowner zum Wasserloch Tsoanafontein zu fahren. Der Weg dorthin führt die meiste Zeit durch ein saftig grünes Tal mit vielen kleinen Wasserstellen. Man sollte meinen, das Gelände wäre ein Paradies für jeden Pflanzenfresser, doch im Gegensatz zum kargen und öden Etosha Nationalpark, in dem es vor Tieren nur so wimmelt, ist hier tote Hose. Wir sehen keinen einzigen Pflanzenfresser.
Der Hide am Wasserloch liegt sehr idyllisch.
Am Wasserloch gibt es jede Menge Vögel. Auffällig ist ein großer Schwarm Klaffschnäbel. Im Baum über dem Hide turnt die ganze Zeit ein Büffelweber??? herum, der überhaupt keine Scheu vor uns zeigt.
Pünktlich zum Sundowner erscheinen dann ein paar Schakale auf der Bildfläche. Die ersten Säugetiere in diesem Nationalpark. Da die Strecke zurück zum Camp etwas länger ist, können wir leider nicht bleiben, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist.
Den ganzen Tag über hatten wir strahlenden Sonnenschein. Die Schönwetterwolken bildeten nur wenige kleine Gewitterzellen, die sich auch rasch wieder auflösten.
COcommanderkeen20 Beiträge · seit 201824. Mai 2019 ·
Deinen Ärger am Gate kann ich gut nachvollziehen. Wir hatten das "Stoppschild-Drama" gleich 3 mal. Ok, zweimal Stoppschild, einmal Schranke an der Grenze (wir hatten auf der rechten Spur vor der offenen Schranke gehalten statt auf der linken Seite vor der geschlossenen). Manche der Beamten in Namibia müssen ihre "Macht" wohl unbedingt zeigen. 😵 Andere hingegen waren komplett freundlich, umgänglich und eher neugierig.
bei deinem unbestimmten "Raubvogel-Model" handelt es sich um einen juvenilen Singhabicht (Pale Chanting Goshawk). Der Gabarhabicht?? sieht mir auch eher nach einem Singhabicht aus.
Hallo Thomas, mit dem Khaudum geht's nun in totales Neuland für mich - ich bin sehr gespannt auf diese Etappe und freu mich auf die Fortsetzung, ganz besonders dabei auf deine Geschichtlen über nette und auch weniger nette Begegnungen. Einen guten Start ins trockene? sonnige? Wochenende, viele Grüße Ingrid
nun bin ich froh, dass sich bezüglich Bestimmungen doch noch jemand ( Danke, Konni ) aus der Deckung gewagt hat. Aber was ist denn das für ein Bestimmungsbuch, wo nicht mal der Singhabicht drin ist? Der Büffelweber ist korrekt.
Hallo Thomas. Noch einmal danke für den Bericht. Für mich einne neue Informatione über Sikereti. Wir waren dort im September 2016 .. eine Nacht und dann nach Khaudum. Nichts schönes, aber ein Kemp in dem Park. Jetz fahre ich im September von Khaudum zu Sikereti und wollte ich dort wieder übernachten. Ich komme etwa un 17.00. Soll ich lieber die Strecke bis zum kemp im Tsumkwe planen, oder kann ich versuchen, im Sikeretti bleiben und einen Konflikt mit dem Ranger riskieren? Ich denke, mit dem neuen Weg, ist es etwa eine Stunde von Sikereti nach Tsumkwe ?? Khaudum Park finde ich sehr schön …. je wenige Menschen, desto mehr Tiere und Ruge. 🙂 🙂 Danke. Ladislav
TopobärThemenstarter5’486 Beiträge · seit 200927. Mai 2019 ·
Guten Morgen Matthias, Guten Morgen Ladislav,
@Matthias: Ich habe kein spezielles Bestimmungsbuch für Vögel, sondern das Buch "Fauna und Flora im südlichen Afrika" von Vincent Carruthers. Da ist von Pflanzen über Insekten bis hin zu Vögeln und Säugetieren alles drin enthalten. Vielleicht sollte ich mir mal ein Vogel-Bestimmungsbuch zulegen. Hab mal im Sasol geblättert, der machte auf mich als Laien einen recht guten Eindruck, ist aber ein ganz schöner Wälzer und wiegt bestimmt ein Kilo.
@Ladislav: Mein Plan B für den Fall, dass wir nicht in Sikereti hätten übernachten können, wäre am Dorslandboom gewesen. Ist sehr schön dort und es gab auch eine Feuerstelle, was darauf schließen lässt, dass dort öfters jemand übernachtet.