AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200815. Juli 2017 · #1
... sowie Namib und ein wenig Etosha.
Hallo liebes Forum,
in Vorbereitung der Reise habe ich täglich hier im Forum gelesen und konnte dadurch viele nützliche Informationen für unsere Planung gewinnen. Nun möchte ich einen kleinen Bericht unserer Reise verfassen. Ich hoffe, dass dadurch die/der eine oder andere ein paar nützliche Informationen gewinnen kann. Wer meinen letzten Bericht kennt, weiß, dass ich nicht der große Textschreiber bin. Allerdings habe ich festgestellt, dass so ein Reisebericht auch eine Tolle Möglichkeit ist, die Reise für sich selbst nochmals Revue passieren zu lassen.
Letztes Jahr waren wir zwei Nächte in Puros und Plamwag. Dies hatte mir so gut gefallen, dass für mich fest stand wiederzukommen. Als es dann letzten Herbst Flüge für ca. 470 EUR gab, habe ich "zugeschlagen". Begleitet hat mich dieses Jahr wieder mein Vater, der unbedingt nochmal (nach knapp zehn Jahren) die Dünen der Namib sehen wollte, sodass es wieder nichts mit dem Khaudom wurde.
Den Reisemonat Juni habe ich in der Hoffnung auf erträgliche Temperaturen gewählt. Gebucht hatte ich die ersten fünf und die letzten beiden Nächte. Epupa und die Kunene River Lodge habe ich nur im Voraus gebucht, da ich in Forum immer wieder von der angespannten Übernachtungssituation gelesen hatte. Wäre aber beides (noch) nicht nötig gewesen. Für Halali habe ich mich entschieden, da es in Okaukuejo nur noch Campingplätze gab. Da mir diese nicht zusagen, sind wir auf Halali ausgewichen.
Hier unsere Route (der Titel erklärt sich dadurch von selbst 😉 ):
03.06.2017 King's Highway Rest Wir kamen sogar eine halbe Stunde eher an, sodass wir um fünft bereits landeten. Wagenübergabe war aber nicht vor sieben. Das störte uns aber nicht. So tranken wir am Flughafen noch einen Kaffee. Im Cafe gab es auch einen wenig frquentierten Geldautomaten. Vielmehr störte mich, dass um halb drei das gesamte Flugzeug für das lausige Frühstück geweckt wurde. Die Wagenübergabe bei Safari Car Hire ging flott von statten. Gebucht hatten wir den Expedition. Da man uns nicht mehr als zwei extra Kanister mitgeben wollte (einer ist beim Expedition generell dabei), mieteten wir bei Camping Hire Namibia noch drei zusätzliche Kanister, sodass wir auf fünf Kanister a 20 l + 140 l im Doppeltank kamen (also 240 l). Ich wollte vermeiden, bei dubiosen Quellen (?) in Puros oder im Marienflusstal Diesel zu kaufen. Zusätzlich mieteten wir noch einen Toilettensitzstuhl und eine Campingliege. Dann wollten wir noch beim MET das Permit für den Dorob NP besorgen. Wir mussten allerdings feststellen, dass das Permit-Office am Samstag geschlossen ist (Im Internet hatte ich Anderes in Erfahrung gebracht). Unseren Großeinkauf erledigten wir im Merua Superspar. Unser Mittagessen nahmen wir beim Indianasteakhaus (Kette aus Südafrika) nebenan ein. Das King's Highway Rest bei Okahandja ist preiswert und zweckmäßig. Fotos habe ich keine gemacht. Uns gefällt es generell, wenn man sein Fahrzeug direkt neben der Hütte abstellen kann, besonders wenn man, wie in der ersten und letzten Nacht, Einiges umzupacken hat.
04.06.2017 Halali Restcamp Mit Sonnenaufgang waren wir bereits auf der Straße (wie jeden der folgenden Tage auch), sodass wir uns 9:45 bereits im Park befanden. Bei Ombika gab es jede Menge Zebras:
In Okaukuejo zahlten wir den Eintritt, bestiegen die Aussichtsturm und machten eine Brotzeit beim Wasserloch.
Dann ging es zur Pfanne
Da wir Elefanten sehen wollten, fuhren wir zum Elefantenbad. Dort herrschte ein Kommen und Gehen.
Da wir keine Abendpirschfahrt machen wollten, fuhren wir noch zum Etosha Outlook und nahmen alle möglichen Wasserlöcher, die auf dem Weg lagen, mit
Abends am beleuchteten Wasserloch sahen drei Nashörner, zwei Hyänen und einen Hasen
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200816. Juli 2017 · #2
05.06. Olifantrus
Morgens stehen die Tiere einfach im schönsten Licht
In Rietfontein gab es dann fünf Löwen weit entfernt zu sehen, die auch leider wegen der dichten Wolken im schlechten Licht lagen. Hier meine Beweisfotos (500er Tele):
Wir fuhren weiter (was sich später als richtig heraus stellte). Hier wohl der wahrscheinlich meist fotografierte Baum in Etosha
Auf der Stichstraße nach Homob sahen wir einen Wagen stehen. Hier der Grund:
Dann verzogen sich die beiden in den dichten Busch, wo ihre Mutter bereits die ganze Zeit verweilte. Kurze Zeit später verschwanden sie gänzlich
Um Okondeka gab es jede Menge Wild
Bei Sonderkop gab es einen Sekretär sowie einen heran fliegenden Geier
Auf den weiteren Weg zum Elefantenrussen 😉 sahen wir kaum bis gar keine Tiere, obwohl das Gras üppig war. Da es um Olifantrus gar keine Tiere gab und wir schon lange im Auto saßen, verzichteten wir auf einen abendlich Gamedrive. Gut, dass hier keine Elefanten gibt, steckt auch schon im Namen des Camp. Olifantrus hat uns sehr gut gefallen (Wir danken dem amerikanischen Volk). Einziger Kritikpunkt ist das schwach beleuchtete Wasserloch. Das rote Licht war so schwach, dass man nichts erkennen konnte. Wir waren übrigens die einzigen, die am Wasserloch waren. Vielleicht wussten die anderen, dass es nichts zu sehen gibt, selbst wenn es Tiere gäbe. Eine braune Hyäne kam dann doch zum Trinken (man kann sie nur wegen der langen Belichtungszeit erkennen). Hier die Bilder:
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200816. Juli 2017 · #3
06.06.2017 Kunene River Lodge Teil 1
Die Gegend um Olifanturs zeigte sich so tierarm wie am Vortag. Bis zum Abzweig "seasonal pan" war das unsere "Ausbeute":
An der Pfanne trafen wir auf eine Löwenfamilie bestehend aus fünf Jungen, zwei Löwinnen und einen Pascha. Die Jungen und Löwinnen kamen immer näher zu uns. Den Pascha schien das nicht zu interessieren und blieb die gesamte Zeit im Hintergrund liegen.
Kurz hinter dem Abzweig nach Duikerdrink stand dann ein Rhino direkt neben der Piste, welches auch schnell in den dichteb Busch verschwand
Dann trafen wir noch auf eine Giraffe.
Bis zum Galton Gate war es dann ziemlich tierarm. Mit unseren Sichtung waren wir aber mehr als zufrieden.
Hallo aos, also die Fotos von dem gähnenden Löwenjungen sind ja wohl der Knaller 🤩 !! Ich musste so lachen! Herrlich 😄 Vielen Dank für Deinen Bericht und die schönen Bilder!! VG Dani
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200816. Juli 2017 · #5
06.06.2017 Kunene River Lodge Teil 2
Auf der C35 fuhren ca. 220 km gen Norden. Entgegen kamen uns vielleicht fünf Fahrzeuge. Da frag man sich, für wen die Straße asphaltiert wurde. In Ruacana konnten wir an der Tankstelle mit Kreditkarte zahlen. Von der D3700 sieht man gut den vom "Ruacana Diversion Weir" aufgestauten Kunene.
Dann statteten wir den Fällen einen Besuch ab - wohl wissend, dass diese zur Zeit nicht existent waren.
Weiter fuhren wir die D37000 entlang des Kunene. Die Landschaftd war schön. Die Strecke verlief jedoch die meiste Zeit ohne Sicht auf den Kunene. Daher bestiegen wir einen kleinen Hügel neben der Piste.
Hier führte die neue Piste direkt am Fluss entlang
Kurz nach 13:00 Uhr waren wir schon fast bei unserer Unterkunft. Ca. 4-5 km vor der Lodge fuhren eine unscheinbare Piste zu den Ondurusu Falls hinunter. Bei 35°C machten wir eine kleine Wanderung bei den "Fällen". Auch hier handelt es sich um Stromschnellen und Kaskaden.
Wie sahen eine Rafting-Gruppe der Kunene River Lodge.
Angola war von der Felsspitze zum Greifen nah
Unser Wagen befindet rechts unter einem Baum
Zum Sonnenuntergang bestiegen wir noch einen kleinen Hügel
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200816. Juli 2017 · #7
@Pascalinah: bei dem "schönen" Wetter kann ich ruhig weitermachen
07.06.2017 Epupa Falls Campsite
Da es "erst" ab 07:30 Uhr Frühstück gab, begaben wir uns zum Sonnenaufgang wieder auf einen Hügel
Auch die Kunene River Lodge hat uns gut gefallen. Fotos habe ich nur von der Terrasse gemacht, auf welcher auch das Abendessen eingenommen wird. Das Essen war sehr schmackhaft. Die Lage am Kunene ist einfach schön.
Gegen 08:30 Uhr machten wie uns auf den Weg. Die neue Straße führt meist parallel zur alten Straße, selten auf der alten Fahrspur. Landschaftlich waren die ca. 100 km zwischen Swartbooisdrift und Epupa schönen als zwischen Ruacana und Swartbooisdrift.
Gegen 11:15 Uhr erreichten wir Epupa. Da wir früh drann waren und nicht vor 12:00 Uhr auf dem Campingplatz auftauchen wollten, fuhren wir zunächst zum Aussichtshügel, wo wir N$ 40 p.P. "abrückten" und versuchten klar zumachen, dass wir am Abend wieder kommen würden und dann nicht nochmals zahlen wollten (klappte auch). Auf dem Hügel ist inzwischen ein Campingplatz mit Bar eingerichtet. Getränke waren allerdings keine vorrätig - auch nicht am Abend. Generell wirkte der Platz unfertig.
Bevor auf unseren Zeltplatz "einscheckten", statteten wir den Fällen noch einen kuren Besuch ab.
Bis ca. 15:00 Uhr verbrachten wir die Zeit mit Lesen und Faulenzen auf unserem Platz und gönnten uns einen Presundowner auf der schönen Terrasse.
Im Nachmittagslicht wirkten die Fälle wesentlich schönen.
Empfehlenswert ist der Uferweg (500m reichen bereits) entlang der Fälle, welchen viele Besucher außen vor lassen - jedenfalls waren wir die einzigen. Es waren allerdings auch 35°C. Da ich mich nicht so richtig entscheiden kann, kommt jetzt eine kleine Bilderflut.
Schön da komme ich gerne mit ... werden nächstes Jahr im Februar eine ähnliche Tour machen durchs Kaokoveld.
Hammer wie sich die Etosha wieder verändert hat. Als wir im März da waren, war durch die heftige Regenzeit alles mega grün und überall gelbe Blümchen. Die Pfannen erinnerten eher an die Norddeutschen Seenplatte als an die Etosha. Aber den Baum musste ich natürlich auch fotografieren ^^
Chrigu7'254 Beiträge · seit 200617. Juli 2017 · #10
Hallo aos
Du lädst eine Unzahl riesiger Bilder ins Forum. Einige Deiner Bilder haben mehr als 8 MB. Das ist nicht so toll. Deshalb hast Du auch Probleme mit dem hochladen. Darf ich Dich bitten, die Bilder vorher zu verkleinern (z.B. mit Lightroom, Elements, etc.). Optimal ist eine Auflösung bis 1500 Pixel auf der längeren Seite. Die Qualität kannst Du problemlos auf 60% oder sogar tiefer machen. Dann hast Du Bildgrössen von weniger als 300 KB. Das ist angemessen.
Ausserdem gibt es eine Limite, wie viele Bilder Du hochladen kannst. Wenn Du den ganzen Bericht so mit Bildern befüllst, wird das vielleicht nicht reichen.
Danke Chrigu
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200617. Juli 2017 · #11
chrigu schrieb: Du lädst eine Unzahl riesiger Bilder ins Forum. Einige Deiner Bilder haben mehr als 8 MB. Das ist nicht so toll. Deshalb hast Du auch Probleme mit dem hochladen. Darf ich Dich bitten, die Bilder vorher zu verkleinern
... manchmal wünscht man sich die Zeiten der 56K-Modems (oder früher) zurück. Da sind die Leute von selbst drauf gekommen ... 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201417. Juli 2017 · #12
Hi aos,
Deine Geparden und Löwenfotos, besonders von den Kleinen, gefallen mir sehr gut. Lass Dich nicht entmutigen. Ich freue mich auf Deine neuen Erlebnisse.
Viele Grüße Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200818. Juli 2017 · #13
@Chrigu: ich bin davon ausgegangen, dass es kein "Problem" ist, wenn die Bilder beim Upload komprimiert werden. Habe übrigens ein kostenloses Programm dafür gefunden: Der grandiose Bildverkleinerer @Wolfgang: Zu der Zeit gab's aber noch keine Kamera mit so vielen Bildpunkten 😉
08.06.2017 Nadas River
Heute ging es endlich los - ins wilde Kaokoveld. Bereits 06:15 Uhr fuhren wir Richtung Opuwo.
Gegen 09:00 Uhr waren in Opuwo. Wir tankten voll und machten einen Großeinkauf für die nächsten zehn Tage im Sparmarkt. Der Spar ist übersichtlich und hat eigentlich alles, was man braucht. Es gab sogar eingeschweißtet Wildfleisch. Teilweise waren die Preise sogar niedriger als im Merua Superspar in Windhoek.
Im Vorfeld mussten wir uns entscheiden, ob wir die D3707 oder die D3703 (über Etanga) nach Orupembe fahren wollten. Über die D3703 konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass sie bis Etanga gut ausgebaut sein soll, aber zur aktuellen Lage eben nichts. Und auch nichts über die ca. 90 km Piste von Etanga nach Orupembe. Die D3707 sollte im guten Zustand sein und inzwischen bis Onganga (40 km hinter Kaoko Otavi) gut ausgebaut sein. Also stand für uns fest, die D3707 zu nehmen. Leider war die Piste nur bis Kaoko Otavi top. Danach ging es nur noch mäßig voran, sodass wir für die ca. 100 km bis Orupembe ungefähr vier Stunden benötigten
Die D3707 führte eine ganze Weile am Hoarusib entlang. Leider war es sehr diesig.
Als wir einen großen Trockenfluss erreichten, dachte ich erst, dass es der Khumib sei. Aber der kam erst kurze Zeit später. Es war ein Zufluss des Khumib, der offensichtlich keinen Namen hat.
Zwischen diesem Nebenfluss und dem Khumib "entdeckten" wir die erste Steinskulptur (nach dem wir vorbei gefahren waren).
Hier nun der Khumib und der Denker? Offensichtlich gab es keinen Regen - jedenfalls war kein Gras zu sehen.
Hinter Orupembe wurde die Landschaft wieder schöner.
Auf dem Abzweig zum Nadas River wurde es immer diesiger und karger. Vor allem aber heißer, am Nadas hatten wir dann 36°C.
Unser Camp am/im Nadas River
Gefahrene Kilometer: 379 (Für die 205 km von Opuwo zum Nadas haben 14,5 l/100km gebraucht; 211 l verbleibend)
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Juli 2017 · #14
aos schrieb: @Wolfgang: Zu der Zeit gab's aber noch keine Kamera mit so vielen Bildpunkten 😉
... man hat sich damals um jedes KB Gedanken gemacht, woher auch immer die Datenmenge kam. Die Fehlermeldungen waren damals wie heute ähnlich. Oder man wartete halt einfach mal fünf Stunden für 'nen Upload, den sich niemand angeschaut hat. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200818. Juli 2017 · #15
OFFTOPIC ... damals war das vor allem eine Kostensachen (neben der Zeit). Da ich den Upload ins Forum nicht persönlich überwachen muss, ist es mir ziemlich egal, ob das 10 Minuten oder 1 Minute dauert. Allerdings will ich das Perfomance des Forums nicht unnötig strapazieren.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200918. Juli 2017 · #16
Wenn ich die breite Schneise sehe, die für den Ausbau der D3700 zwischen Swaartboisdrift und Epupa Falls in den Busch gefräst wurde, stimmt mich das schon ein wenig wehmütig. Ich hatte gehofft, dass die Strecke etwas behutsamer instandgesetzt wurde und so zumindest ein wenig der bisherige Charakter erhalten bleibt. 🙁
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200819. Juli 2017 · #17
09.06.2017 Hartmanntal Teil 1
Heute stand für mich der Höhepunkt der Reise an: das Hartmann Valley über die Green Drum Route. So fuhren wir zum Sonnenaufgang Richtung Norden. Wie man sieht gab es hier etwas Regen und somit auch ein paar Tiere.
Kurz vor Erreichen des Enga Valley wurde die Landschaft für ein paar Kilometer felsiger
Wir erreichten einen Trockenfluss, der in den Ondonduiengo River (von der Drum Route kommend) mündet.Der Ondonduiengo fließt Richtung Enga Valley und verliert sich im Dünengürtel.
Die Dünen im Hintergrund liegen bereits im Nationalpark
Der einzelne Baum im Flußbett grünte sogar
Kurz vor der grünen Trommel trafen wir auf diesen Bettler
Die Tonne und der Trockenfluss unmittelbar dahinter
Die Green Drum Route führt nicht durch das Hartmanntal selber, sondern oberhalb des Tal entlang (mit einem Höhenunterschied bis zu 250m). Das Hartmanntal ist zum Teil durch ein Höhenzug abgegrenzt, sodass es mir teilweise so vor kam, durch einen separates Tal zu fahren. Verbotsschilder sind entlang der Green Drum Route nicht zu finden. Anfangs fuhren wie entlang der Ausläufer des Dünengürtels.
Hier sind wir (noch) oberhalb des Hartmanntal mit Blickrichtung Süden. Hier war es sandig. Wir mussten für ein kleines Stück sogar die Untersetzung einlegen.
Wir haben alle möglichen Stichstraße Richtung Hartmanntal "mitgenommen". Allerdings sah man das Tal hier (17°22'53.32"S 12°12'54.31"E) noch nicht so gut.
Weiter ging es bis zum nächsten Aussichtspunkt
Welcher bei 17°20'12.66"S 12°11'20.84"E erreicht wurde
AOaosThemenstarter1'166 Beiträge · seit 200822. Juli 2017 · #18
09.06.2017 Hartmanntal Teil 2
Blick Richtung Süden entlang der Green Drum Route
Unser nächster Aussichtspunkt (17°17'52.48"S 12°10'42.65"E) lag an einer Verbindungspiste ins Tal. Um dort hin zu gelangen, sind wir ein kurzes Stück gegangen.
Geplant war, nun zu unserem angedachten Übernachtungsplatz (17°15'24.98"S 12°9'20.85"E) zu fahren. Dort wollten wir ein wenig verweilen und später am Nachmittag über die dahinterliegende Abfahrt (17°15'6.65"S 12°9'20.12"E) zu den Aussichtspunkten am Ende des Tals fahren. Daraus wurde allerdings nicht, da wir eine sandige Anhöhe ca. 2,5 km vor dem Übernachtungsplatz nicht hochgekommen sind. Mit weniger Luft in den Reifen hätten wir es vielleicht geschafft. So planten und kehrten wir um. Wir fuhren die Verbindungspiste, an der wir zuvor den Aussichtspunkt besucht hatten, runter ins Hartmanntal. Entlang dieser Piste entdeckten wir eine schöne Stelle zum Übernachten. Im Tal begutachteten wir der Neugier halber die Piste, die wir ursprünglich ins Tal fahren wollten. Diese war so steil und tiefsandig, dass wir uns nicht getraut hätten, dort hinunter zu fahren. Hier hoch zu fahren, erschien uns unmöglich.
Nun fuhren wir auf die Hügelkette am Ende des Tals. Als erstes steuerten wir diesen Punkt (17°12'7.26"S 12°10'24.67"E) an. Die angolanische Seite wirkte noch karger und hat keinerlei Bewuchs, noch nicht einmal Sand gab es dort 😉. Lebende Tiere sahen wir in unterem Hartmanntal keine.
Blick zurück ins Hartmanntal
Aussicht2: 17°12'29.44"S 12°10'54.33"E. Auf der ca. 700 m Wanderung dorthin kamen wir an diesem Skelett vorbei. Irgendwie passte dies in die karge Landschaft. Eine bessere Aussicht hätten wir von dem ca. 200 m südlichen liegenden Hügel (ca. 50 Höhenmeter) gehabt. Bei 37°C verzichteten wir aber darauf.
Es gibt noch einen weiteren Aussichtpunkt, der ca. 1,5 km weiter südlich liegt. Das erste Stück der Piste, das wir noch einsehen konnten, sah uns nicht ganz geheuer aus. Da wir nichts riskieren wollten und es uns zum Wandern zu heiß war, fuhren wir lieber zurück, aber nicht ohne noch einen weiteren Aussichtspunkt "mitzunehmen" (17°12'16.10"S 12°10'47.29"E). Dieser lag an der Piste zum Kunene runter. Wir gingen ein paar Schritte zur Kante für diese Ausblicke.
Gerne wären wir weiter zum Fluss gefahren. Allerdings wurde die Piste steil und tiefsandig, sodass nicht wieder auf gleichem Wege hochgekommen wären. Also fuhren wir ins Tal zurück.
Und begaben uns zu unserem Übernachtungsplatz (17°18'24.14"S 12°10'52.95"E), den wir gegen 15:15 Uhr erreichten. Die Aussicht war bestens.
Zum Sonnenuntergang machte ich noch ein paar Aufnahmen vom Tal.
Unmittelbar nach dem die Sonne verschwunden war, kam ein heftiger Wind auf, der in einen Sturm überging. Nach ca. einer Stunde ließ der Sturm abrupt nach und es war wieder windstill. Wir entfachten unser Lagerfeuer und ich machte ein paar Fotos. Es verging eine Stunde und der Sturm kehrte zurück. Wir löschten das Feuer gründlich und gingen früh zu Bett.
Gefahrene Kilometer: 185 Verbrauch: 18,7 l/100 km (176 l verbleibend)