Zim. Sept. 18 – Häufiger Herzklopfen als gewünscht

Reisebericht 99 Antworten · 23,2k Aufrufe · gestartet 06. Nov. 2018 von chrissie
723 Beiträge · seit 201124. Jan. 2019 ·
Hallo Chrissie,
schöner Bericht, das ist aber ziemlich mutig


photo-63961-8272349c.jpg



oder?
Gruß Reinhard
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2019
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200627. Jan. 2019 ·
23.09. Hwange NP-Teil I
Als wir aufstehen, sind wir froh, dass wir keine weitere Nacht im Chalet buchen konnten: die Matratzen sind durch gelegen, im Zimmer war es wesentlich wärmer und es ist schwieriger als im Camper, eventuelle Mücken aufzuspüren und ins Jenseits zu befördern.

Beim Losfahren ist es noch sehr frisch mit nur 15 °C. Lassen sich deshalb außer Perlhühnern keine Tiere blicken? 😐





Kurz vor der Makwa Pan ist wenigstens ein Warzenschwein.



Wir verbringen eine ganze Weile an der Makwa Pan mit der Beobachtung von Graulärmvögeln, die offenbar an das Nest der Büffelweber wollen.







Hinter der Makwa Pan dominiert der Mopanebusch. Nach knapp 25 km lichtet er sich. Inzwischen ist die Temperatur auch für mich in den Wohlfühlbereich ( 25 ° C +) gestiegen. 😁

Auf der Kennedy Picknick Site treffen wir zwei Pärchen von Mana Pools wieder und unterhalten uns.



2016 hatten wir das Glück und konnten zumindest eine Nacht hier verbringen




Hinten der Küchenbereich, im Vordergrund Häuschen mit WC mit Dusche


Southern Pied Babbler

Als zwei Game Drive-Fahrzeuge zur Kaffeepause auf den Picknickplatz kommen, wird es uns zu voll und wir fahren weiter.


zwischen Picknicksite und Kennedy 2 Pan

An der Kennedy 2 Pan sind wir so sehr auf eine Höhlenweihe konzentriert,



dass Christian den ersten Elefanten erst bemerkt, als dieser schon fast am Auto ist. 😗 Über 20 Elefanten kommen zur Pan. Sie ziehen eine wahre Badeschlacht ab.

















Als die Elefanten genug haben, trauen sich die Zebras ans Wasser.



Die Weiterfahrt zur Ngweshla Picknick Site verläuft bis auf die SIchtung einer Pferdeantilope ereignislos.






Ngweshla Pan
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200630. Jan. 2019 ·
23.09. Hwange NP Teil II
Am Picknickplatz stehen einige Fahrzeuge, darunter ein Tourfahrzeug mit einer Gruppe aus den USA. Wir kommen mit einem Mann (er hat einen Cousin in Lüdenscheid 😄 ) und mit einem Pärchen aus Florida ins Gespräch. Während wir uns mit unserem bescheidenen Proviant stärken, zaubern die Guides wahre Köstlichkeiten für ihre Gäste auf den Tisch. Da läuft uns das Wasser im Mund zusammen.





Für den Rückweg wählen wir den gleichen Weg. Man könnte zwar eine andere Strecke zurückfahren und somit eine Rundtour daraus machen, aber diese wäre länger und da die Piste sehr ruppig ist, möchte Christian keinen Kilometer mehr als nötig fahren.
Der Rückweg hält nichts Aufregendes für uns bereit. Wir sehen u.a. Impalas, Paviane, Giraffen, Kudus und noch einmal eine Pferdeantilope, in Fernglas- Entfernung auch noch Zebras, Gnus und Strauße.



Ebenso sehen wir mehrmals Elefanten, aber in größerer Entfernung und meistens nur alleine oder zu zweit.
Schon von Weitem sehen wir, dass an der Kennedy 2 Pan wieder Elefanten sind. Die Elefanten baden nicht so ausgelassen, daher verweilen wir diesmal auch nicht sehr lange.







Ab und zu kommt uns ein Auto entgegen. Wir nutzen die Kennedy Picknick Site für einen Pipistopp. Als ich mir die Hände wasche, kommen Bienen aus dem Wasserhahn. 😮

An der Makwa Pan überlegt ein Kudubock, ob er zum Wasser kommt, entscheidet sich jedoch dagegen.



Bereits um 16 h sind wir im Main Camp. Wir kaufen im Shop ein paar Kleinigkeiten. Da die Verkäuferin nicht genug Wechselgeld hat, bekommen wir statt 0,10 $ zwei Kaugummis. 🤪 Zurück am Auto fällt Christian auf, dass hinten anscheinend etwas von der Dämmung zum Aufbau runterhängt. Die Wellblechpisten fordern nicht nur von uns sondern auch vom Auto ihren Tribut. Mehr schlecht als recht schieben wir die Dämmung wieder unter den Aufbau.

An der Rezeption buchen wir nur für zwei Nächte die Campsite, da wir uns offen lassen wollen, ob wir die letzte Nacht (bevor es Richtung Grenze geht) auf der Tuskers Campsite verbringen. Dort gibt es einen eigenen Hide und ein Wasserloch. Hier treffen wir auch Lilli. Da sie keinen Sprit mehr hat, muss sie nochmal zurück nach Cross Roads fahren.

Ungewohnt früh richten wir uns auf dem Campingplatz ein. Christian nimmt den Tisch aus der Halterung, die Mutter fehlt und die Schraube hat sich gelöst. 😗 Der camp attendant bringt uns Feuerholz, so dass schon bald das Feuer lodert.



Lilli gesellt sich zu uns, und wir tauschen beim Essen unsere Erlebnisse der letzten Tage aus. Es wird nicht ganz so spät wie bei unserem ersten Treffen, was u.a. auch daran liegt, dass es recht frisch ist. Es ist Vollmond, leider sind die Fotos nicht vorzeigbar. 🙁
Tageskilometer: 120
ÜN: Hwange NP, Main Camp
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Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200602. Feb. 2019 ·
24.09. Hwange NP
Wir hören noch lange Musik von den Angestellten. Gegen Morgen ertönt das Vogelkonzert, und vor allem der Graulärmvogel ist unüberhörbar. Lilli wuselt schon seit 5 h herum, wir wagen uns erst gegen 5:45 h unter der Bettdecke hervor, denn es sind nur 10°C.

Es ist schon fast 7 h und hat sich immerhin schon auf 15 °C erwärmt, als wir Richtung Ballaballa fahren. Ein paar Perlhühner sind die ersten Tiere, die ich ausmachen kann. Sie sind weit versteckt im Gras.
Auch die Giraffe stellt nicht ihre volle Schönheit zur Schau.





Vier Tourenfahrzeuge sind vor uns. Christian erkennt, dass Löwen auf der Straße vor uns laufen. Von der Rückbank kann ich nur einen kurzen Blick auf die Löwin werfen, bevor sie im Gebüsch verschwindet. 😐

An der Ngwenya Pan schauen wir nur kurz, da auch das Game Drive-Fahrzeug der Ivory Lodge dreht.

Ich entdecke einen Greifvogel mit Beute. Wir tippen auf einen yellow billed kite (bitte um Berichtigung, falls wir falsch liegen). Wir können ihn kurz beobachten, bevor er mit seiner Beute wegfliegt.





Wir biegen Richtung Dom Pan ab. Es riecht wieder schön würzig. Wir vermuten, dass die grünen Büsche den Geruch ausströmen.

An der Dom Pan ist mehr los:





Etwas abseits steht ein Warzenschwein. Die Hippos dagegen halten sich fast nur unter der Wasseroberfläche auf.

An der Nyamandhlovu Plattform stärken wir uns. Es fühlt sich trotz Wind warm an. Zu sehen sind nur ein paar Vögel, selbst Affen machen sich nicht bemerkbar (daher auch keine Fotos). Die Toiletten scheinen neu gefliest zu sein, es gibt sogar Klopapier, aber weder Spülung noch Leitungswasser funktionieren. 😐

Wir fahren in entgegengesetzter Richtung des Main Camps weiter. Leider erweist sich die Strecke als tierarm. Als uns die Piste zu schlecht wird, drehen wir um.





Ganz enttäuscht sind wir dennoch nicht, denn wir sehen mehrmals einen Weißscheitelwürger - eine Erstsichtung für uns. 😁 Leider gelingt mir nur ein Foto, wie er wegfliegt.

Zurück im Camp stellen wir das erste Mal das Sonnendach auf, denn nach dem kühlen Tagesbeginn zeigt das Thermometer nun 32 ° C an. Wie vor ein paar Tagen sind wir die einzigen auf der Campsite.


So lässt es sich aushalten.


auch yellow billed kites?


tree squirrel

Ich teste in dem unfertig wirkenden Sanitärblock die Toiletten und kann es gar nicht glauben, hier gibt es statt Badewannen Duschen für die Damen (von den Duschen gibt es keine Fotos). 🤩



Später fahren wir zuerst zur Caterpillar Pan.
Wir bleiben über eine halbe Stunde, da es immer wieder was zu sehen gibt:
viele Paviane, einige Zebras, Warzenschweine, Rappen- und Pferdeantilope sowie diverse Vögel (Kapturteltauben, Glanzstare, Tokos, Nilganse, Waffenkiebitze). Diesmal habe ich es mehr „live“ als durch die Kameralinse genossen, daher gibt es kaum Fotos. 😗







Nun wollen wir wieder einmal unser Glück an der „Löwen“-Pan (Ngwenya Pan) testen. Auf dem Weg dorthin läuft ein Löwe im Gehölz an uns vorbei. Vier Game Drive-Fahrzeuge verfolgen ihn, da er in ihrer Fahrtrichtung läuft.



Erst beim Anschauen der Fotos fällt uns auf, dass er nicht gut genährt ist.





An der Pfanne Ngwenya Pan tut sich nichts. Wir nehmen nochmal den Balla Balla Loop.



Eine Viertelstunde vor Schließung sind wir im Main Camp. Den im Restaurant gekauften Sundowner dürfen wir nicht mit zum Campingplatz nehmen, daher setzen wir uns im „Garten“ hin.





Da uns der camp attendant wie abgesprochen Feuerholz hingelegt hat, steht dem Grillen nichts im Wege.
Während sich Christian um unser leibliches Wohlbefinden kümmert, gehe ich duschen. Das Licht an den Waschbecken funktioniert nicht, aber ansonsten besteht kein Grund zu klagen: die Duschkabinen sind mit einer Stange zum Ablegen des Handtuchs sowie zwei Haken an den Türen ausgestattet. Aufgrund des großen Fensterbrettes ist auch dort genug Ablagefläche. 🙂

Kurzzeitig machen wir uns Gedanken, da Lilli nicht wie gebucht im Camp übernachtet, dann gehen wir davon aus, dass sie, wie schon öfters, von jemanden eingeladen worden ist, die Campsite zu teilen. Im Nachhinein erfahren wir, dass sie kurzerhand am in dieser Vollmondnacht stattfindenden GameCount teilgenommen hat.
Es ist windstill, vielleicht kommt es mir deshalb heute wärmer als gestern vor. Als das Feuer langsam ausgeht, waschen wir ab, und Christian geht duschen. Der letzte volle Tag im Hwange NP geht dem Ende zu. 🙁
Tageskilometer: 108
ÜN: Hwange NP, Main Camp
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Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200606. Feb. 2019 ·
25.09. Hwange NP- Tuskers Campsite Teil I
Nachts hören wir mehrfach Hyänen heulen. Auch heute enttäuscht uns das Vogelkonzert nicht, und es ist wärmer als gestern Morgen.
Bei einer Tasse Tee beobachte ich schon sehr aktive Lesser Masked-Weaver beim Nestbau, leider gelingt mir kein gescheites Foto. 😐



Als Ziel für den letzten Gamedrive haben wir die Jambile Pan und Picknicksite auserkoren. Mit uns verlassen Impalas das Camp, allerdings nicht auf dem gleichen Weg: sie springen über den Zaun. 😄
Bis zur Caterpillar Pan entdecken wir nur ein paar Kuduböcke.



Die Tierzähler sind immer noch an der Caterpillar Pan, ansonsten lässt sich außer den üblichen Vögeln nichts blicken.



Ein Stück weiter beobachten wir eine Manguste.



Im Gegensatz zu den Angaben im Hupe Reiseführer hat die Dopi Pan Wasser. In deren Nähe halten sich Gnus und Zebras auf.
Außer den Fahrzeugen der Tierzähler haben wir bisher keine anderen Autos gesehen.



Am Jambile Picknickplatz unterhalten wir uns mit einer Tierzählerin. Wir erfahren, dass jeweils 24 Stunden an einem Ort gezählt wird und der Schwerpunkt auf den Säugetieren liegt. In der Nacht hatten sie 50 Elefanten, aber ansonsten war außer einem Schakal nicht viel los.
Anschließend frühstücken wir. Uns gefällt die Picknicksite nicht so gut wie Kennedy oder Ngweshla, irgendwie fehlt ihr Atmosphäre. Da wir wissen, dass die camp attendants auf den private campsites mehrere Wochen am Stück bleiben, geben wir ihm ein paar Lebensmittel sowie mehrere Packungen Streichhölzer.





Über der Jambile Pan kreist ein Milan, mehr ist nicht los.





Wir begeben uns auf den Rückweg, allerdings biegen wir auf den Verbindungsweg zur Dom Pan ab. Die Piste ist von äußerst schlechter Qualität, sehr steinig und wellblechmäßig.





Der Besuch der Dom Pan ist kurzweilig: mehrere yellow billed kites picken am Boden, und ein paar Hippos reißen immer wieder ihre Mäuler auf. Bei Zweien lässt ihr Verhalten darauf schließen, dass sie für Nachwuchs sorgen. Bis auf das umher spritzende Wasser geht es fast geräuschlos ab. Amüsiert sind wir über den Wasservogel (Zwergtaucher?) der, egal wie heftig es zur Sache geht, sich unbeirrt in deren Nähe aufhält.



yellow billed kite - Bitte Berichtigung, falls nicht korrekt









Im Camp kaufen wir Toast, bevor wir zum Parkausgang fahren. Am letzten Wasserloch ist einiges los: Paviane, Hornraben, Wasserböcke, Kronenkraniche und Schwalbenschwanzspinte. Wie man an den Fotos sieht, liegt es jedoch ein ganzes Stück von der Straße entfernt.




Leider etwas unscharf



Beim Verlassen des Park wird kein Permit oder ähnliches verlangt.
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373 Beiträge · seit 201206. Feb. 2019 ·
Hallo Chrissie,

ich bin schon lange überfällig ... Vielen Dank für den schönen und ausführlichen Bericht über eure Zimbabwe-Reise.
Wie unterschiedlich eure Sichtungen im Hwange und im Gonarezhou von den unseren waren. Ich bin wirklich neidisch, vor allem wegen der vielen Löwen. Dafür war es bei uns im April/Mai sehr grün und landschaftlich attraktiver. Naja, man kann nicht immer alles haben 😉 .
Ich freue mich auf deine Fortsetzung.

LG Klaudi
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200607. Feb. 2019 ·
25.09. Hwange NP- Tuskers Campsite Teil II

Leider ist uns so eine Sichtung nicht gegönnt

Es gibt eine vermeintliche Abkürzung zur Ivory Lodge / Tuskers Campsite, die wir nehmen. Auf dieser Sandpiste sehen Kudus, Impalas, Meerkatzen und Paviane.
Am Wasserloch der Lodge haben sich über 20 Elefanten versammelt. Aber wir sehen keinen Weg, wie wir zur Lodge kommen, die oberhalb des Wasserlochs liegt. 😐





Daher drehen wir um und fahren über die A 8 zum ausgeschilderten Abzweig zur Lodge. An der Lodge vorbei, erreichen wir den Campingplatz. Ein anderes Fahrzeug steht da. Wie wir später erfahren, ist es ein Pärchen aus Australien. Der caretaker bittet uns, das Anmeldeformular auszufüllen und damit zur Rezeption der Lodge zu gehen - kein gutes Timing -Mittagszeit! 🤪 Zumindest wird unsere Wartezeit durch den Ausblick aufs Wasserloch verschönt.



Wir setzen uns zu den Australiern unter den Unterstand. Sie sind in Windhuk gestartet und haben sechs Wochen Zeit für das südliche Afrika, insgesamt sind sie 6 Monate unterwegs. In diesem Urlaub treffen wir oft Leute, die weit mehr als die üblichen drei-vier Wochen unterwegs sind. Da kommt ein wenig Neid auf. 😊



Die relative Ruhe währt nicht lange: ein Overlander kommt mit sechs Insassen sowie Fahrer und Begleitperson an. Es stellt sich heraus, dass es auch Australier sind, der Begleiter ist aus Kariba.
Wären sie bei unserer Ankunft schon vor Ort gewesen, wären wir weitergefahren, ist unser erster Gedanke. Gut, dass sie es nicht waren, denn im Verlauf des Nachmittags stellt sich heraus, dass es eine angenehme Gruppe ist, die nicht auf Party aus ist und wir uns so mit ihrer Anwesenheit gut arrangieren können. Es ist zwar nicht ganz so ruhig und einsam, wie wir uns vorgestellt haben, aber es kommt ja öfter anders, als man denkt. 😉



Während wir einen Kaffee trinken, unterhalten wir uns auch mit einigen aus der Gruppe. Dann überlassen wir ihnen den Unterstand und bauen unser Sonnendach auf, was bei 35 °C unverzichtbar ist. Wir machen uns Bohnen warm und essen Toast dazu.

Als die Lodgegäste auf Gamedrive sind, setzen wir uns in deren Hide, da er näher am Wasserloch ist. Eigentlich ist er nur für die Gäste der Lodge, aber da keiner da ist… 😗
Wir hatten gehofft, ein letztes Mal in diesem Urlaub Elefanten zu sehen, aber außer mehreren Schildraben und Nilgänsen kommen nur Zebras ans Wasserloch.



Den Sundowner trinken wir auf unserem Hide.







Danach gehe ich duschen. Ich denke zuerst, ich stelle mich beim Verschließen der Duschkabine zu dämlich an, aber Christian bestätigt mir, dass die Schlösser bis auf eine Duschkabine falsch angebracht sind und daher nicht richtig schließen. 🤪



ansonsten sind die ablutions in gutem Zustand



Christian kümmert sich um unser leibliches Wohl. Da wir weder Fleisch noch Wurst haben, ist es ein kärgliches Mahl aus Kartoffeln, Kürbis und Bohnen. Die Aussicht, die letzten zwei Abende in SA wieder richtig zu schlemmen, lässt ihn das wohl überstehen. 😄 Der Koch der Overlander- Gruppe fragt uns, ob er unser Feuer mitbenutzen kann, was wir ihm selbstverständlich gewähren. In der Lodge wird das Essen wohl auch gleich serviert, es wird getrommelt.

Nach dem Abwasch kann ich mich schon in den Camper zurückziehen, Christian duscht noch. Das Wasserloch ist beleuchtet, von meinem Fenster kann ich in die Richtung schauen, zu sehen ist trotzdem nichts, dazu ist der Winkel wahrscheinlich zu ungünstig. Ein Gnu blökt aus der Ferne. Von den Overländern hören wir maximal noch eine halbe Stunde Stimmen, dann ziehen auch sie sich in ihre Zelte zurück.
Tageskilometer: 112
ÜN: Tuskers Campsite
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Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200609. Feb. 2019 ·
26.09. Tuskers Campsite – Tod‘s Guesthouse
Kurz nach Mitternacht stehen wir auf, da vor allem ich auf Toilette muss. Zum Glück habe ich nicht wie manchmal gewartet, bis es „brandeilig“ ist, denn Christian braucht fast 10 Minuten, um die Tür zu öffnen. 😮
Gegen Morgen setzt das übliche Vogelkonzert ein, und wir stehen auf.




Die Overlandergruppe schläft noch



Während Christian über eine Stunde Christian das Schloss repariert, begebe ich mich auf Vogeljagd:




Emerald-spotted wood-dove / Bronzeflecktaube



Dark-capped bulbül / Graubulbül

Bei den obigen bin ich sicher, bei den unteren tippe ich nach Abgleich mit dem Vogelbuch auf (freue mich über Berichtigung, falls ich falsch getippt habe. Falls nötig könnte ich noch weitere Fotos zur sicheren Bestimmung posten):


yellow-bellied greenbul /Gelbbrustbulbül


Kurrichane Thrush / Rotschnabeldrossel


Boubou, aber welcher? Vom Verbreitungsgebiet eher Tropical, von der Farbe des Bauches eher Swamp Boubou. Oder doch noch ein anderer, weil der Schnabel zu lang und etwas zu dünn für einen Boubou

Hundertprozentig bekommt er es nicht hin, aber zumindest so, dass wir es wieder öffnen und schließen, nicht jedoch abschließen, können. Wir schmieren uns Toasts für unterwegs.

Es wird wieder ein heißer Tag, schon vor 9:30 h sind es 30 °C. Wir kommen an mehreren Ständen mit Keramik- oder Tonwaren vorbei, bevor wir von der Teerstraße auf eine Schotterpiste geleitet werden, da Bauarbeiten im Gange sind. Wir sind zwischendurch verunsichert, da wir nach einiger Weile die Teerstraße aus den Augen verlieren, erst als hinter uns ein weiteres Fahrzeug auftaucht und uns ein Ambulanzfahrzeug entgegenkommt, sind wir überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein.
Zurück auf der Teerstraße sind ein paar Bumper eingebaut. Immer wieder sieht man Eselskarren und Esel am Straßenrand. Die Straße ist im durchschnittlich bis guten Zustand. Zum Teil sind die Seitenränder etwas löchrig, aber kaum Schlaglöcher, nur ein paar Unebenheiten. Der entgegenkommende Busverkehr ist stark, in unsere Richtung ist es ruhiger. Bis Bulawayo passieren wir drei Polizeikontrollen, aber an allen werden wir durchgewinkt. Beim dritten roadblock wird ein Bus, der uns vorher schon mehrfach überholt hat, rausgewinkt. Sie müssen sogar das Gepäck ausladen. 🤩





Bulawayo empfängt uns mit einer Blütenpracht: Jacarandabäume, lilablühende Büsche und weiteres in anderen Farbtönen.









Nach einem Blick auf die Reichweite des Tanks entscheiden wir uns, sicherheitshalber für zehn Dollar zu tanken. Es müsste zwar reichen, aber bevor wir in Bedrängnis geraten. Auf der Tankstelle beim Ascot Shopping Centre bekommen wir jedoch keinen Diesel entweder funktioniert die Zapfsäule nicht mehr oder der Diesel ist alle, denn der Autofahrer vor uns hat noch Sprit bekommen. Dafür nutzen wir die Gelegenheit, um auf Toilette zu gehen, und Christian besorgt noch einen Sundowner.
An der nächsten Tankstelle sind wir erfolgreich.









Wir verlassen Bulawayo und sind schon gespannt auf unserem Besuch im Chipangali Wildlife Orphanage, das gute 20 km hinter Bulawayo an der Hauptstraße nach Beitbridge liegt.
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Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200611. Feb. 2019 ·
26.09. Tuskers Campsite – Tod‘s Guesthouse Teil II
Leider macht kein Schild an der Straße auf das Chipangali Wildlife Orphanage aufmerksam, so dass wir erst mal dran vorbeifahren. 😐



Das Orphanage wurde 1973 von Ex-Wildhüter Vivian Wilson und seiner Frau Paddy gegründet. Es ist ein Zufluchtsort für Wildtiere, die wenig Hoffnung auf ein Überleben in der Wildnis haben - Tiere oder Vögel, die verwaist, verletzt, oder als Haustiere nicht erfolgreich erzogen worden sind. Wo immer es möglich ist, werden gerettete Tiere rehabilitiert und in die Wildnis zurückgeführt. Besucher dürfen sich auf dem Gelände umsehen und die geretteten Tiere sehen. Für Schulklassen etc gibt es Vorträge, Film- und Diavorführungen. Auf diese Weise sollen die Heranwachsenden die einheimische Tierwelt schätzen lernen und für ihren Umgang damit sensibilisiert werden. Dies ist unserer Meinung nach ein wichtiger Aspekt neben dem Hauptanliegen des Waisenhauses. Das Projekt finanziert sich ausschließlich von Eintrittsgeldern, Spenden und Patenschaften.





Der Eintritt für das Chipangali Wildlife Orphanage beträgt fünf Dollar pro Person. Es gibt einen Souvenirmarkt, wo man sich ohne bedrängt zu werden, umschauen kann. Picknicktische laden vor oder nach einem Besuch zum Verweilen ein, allerdings sollte man sich die Verpflegung mitbringen, denn bei unserem Besuch gab es weder Essen noch Getränke zu kaufen.





Wir sehen uns in der Anlage eine knappe Stunde um. Neben Löwen und Leoparden sehen wir u.a. Kudus, Zebramangusten, Krokodile, Ducker, Meerkatzen und Paviane sowie diverse Vögel wie zB einen Gaukler mit einem gebrochenen Flügel. Wir unterhalten uns mit einer Mitarbeiterin, die wie die meisten hier ehrenamtlich tätig ist. Für uns ist es ein interessanter Zwischenstopp.









Vom lion lookout kann man sowohl von oben als auch von unten auf ein Areal der Löwen sehen. Allerdings hatten sie sich verständlicherweise ein Schattenplätzchen gesucht.



In einem weiteren Gehege:



Das Orphanage kümmert sich zurzeit um 16 Löwen (Stand September 2018).

Falls man eine Pause braucht, stehen mehrere Bänke zur Verfügung.



Im Schlangenhaus sind durch gläserne Trennwände diverse Schlangen zu sehen - wenn sie sich nicht gerade verkrochen haben (Fotos sind nicht gut geworden 🙁 ). In einem weiteren Häuschen sind diverse Tiere und Föten in Gläsern konserviert. Darüber hängt eine Schautafel mit Heilpflanzen, die im Matobo National Park gefunden werden können.



Rund 180 km liegen noch bis zu unserem heutigen Ziel vor uns. Ich ärgere mich, dass ich ausgerechnet kurz vor dem Ort Esigodeni meinen Toast raushole, so kann ich leider keine Fotos mehr machen. Auf den ersten Blick wirkt der Ort beim Durchfahren sympathisch. Es gibt einen bottle Shop und eine Tankstelle, aber ob letztere noch im Betrieb ist?
Der nächste Ort Mbalabala ist nicht ganz so groß wie Esigodeni und wirkt auch nicht ganz so entwickelt. Nach Mbalabala folgen viele kleine Gehöfte. Christian muss auf Ziegen und Rinder am Straßenrand aufpassen. Es wird wieder hügeliger. Ich versuche Anezu und Mr. Mpofu wegen des morgigen Grenzübertrittes eine SMS zu schicken. Leider gehen die Nachrichten weder mit der südafrikanischen SIM-Karte noch mit der von Zimbabwe ab. 😣





Gwanda ist ein größerer Ort, es gibt viele Stände mit Gemüse und Obst und mehrere Tankstellen.













Die Straße ist jetzt gut ausgebaut, selbst wenn man einen Lkw überholt, ist noch genügend Platz. Sie hat keine ausgefransten Ränder, und der Teerbelag ist von guter Qualität. Dafür zahlen wir gerne Maut.

Nach zwei weiteren roadblocks seit Bulawayo erreichen wir Tod’s Guest House gegen 16:15 Uhr. Christian wartet außerhalb der Anlage im Auto, da das Tor geschlossen ist, während ich zur Rezeption gehe.
Dort dauert es ein Weilchen bis die Formalitäten erledigt sind. Die Angestellte setzt sich auch mit der Cross Border Assistance in Verbindung, wir müssen uns Morgen nur 10 km vor Beitbridge mit Mr. Mpofu in Verbindung setzen.

Der Campingbereich bzw. die Sanitäranlagen sind im Gegensatz zum Rezeptions-/ Bar- und Loungebereich, den ich leider nicht fotografiert habe, heruntergekommen. Es ist nicht dreckig, aber sehr desolat und überaus renovierungsbedürftig. Das einzig Positive sind ein paar Haken in der Dusche.
Wir klappen den Aufbau aus und gönnen uns eine Auszeit am Pool. Für ein Bad im Pool sind wir jedoch zu träge, obwohl eine Abkühlung nach dem heißen Tag (Höchsttemperatur 37 °C) angebracht wäre.








Zimmerfront zum hinteren Teil des Gartens, wo wir stehen







Das heutige Abendessen ist nicht ganz fleischlos 😛 : Spaghetti mit Meatballs, Kidneybohnen und Tomatensauce. Wir hören den Generator, das ist ein bisschen störend.



Beim Duschen bin ich mal wieder „angeschmiert“: ich habe nur kaltes Wasser, bei Christian ist es dann warm. 🤪
Unsere Wunschunterkunft für die letzten zwei Nächte in SA wäre ein Chalet im Nylsvley Nature Reserve, allerdings befürchten wir, dass es zeitlich eng werden könnte, wenn wir lange für den Grenzübertritt benötigen, denn es sind rund 470 km. Leider habe ich beim Einchecken nicht nach dem Passwort fürs WLAN gefragt, so dass ich mich nicht noch im Internet nach anderen Unterkünften umsehen und somit nur auf meine Unterlagen zurückgreifen kann.
Tageskilometer: 474
ÜN: Tod’s Guest House
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zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2019
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200617. Feb. 2019 ·
27.09. Rückreise nach SA
Außer dem Lärm von der Fernstraße, der jedoch geringer als bei den Chinhoyi Caves war, hören wir nur gegen Morgen das Läuten von Kuhglocken, Hühnergegacker und das übliche Vogelkonzert.
Wir stehen um 5:20 h auf, dennoch ist es schon kurz nach 6:30 h, als wir uns auf den Weg zur Grenze machen.





Ist das gelb blühende Gewächs eine Engelstrompete? Thevetia peruviana



Hinter Tod‘s Guest House ist die Straße recht schlecht mit vielen Schlaglöchern. Nach 30 km passieren wir die erste und einzige Polizeikontrolle heute.
Die Straße parallel zur Bahnstrecke ist von sehr wechselhafter Qualität. Der Verkehr ist noch nicht stark ausgeprägt. Rechts und links der Straße wachsen hauptsächlich Dornensträucher. Häufig sind Esel am Straßenrand, ab und zu Rinder oder Ziegen.



Die Stände, an denen Orangen verkauft werden, sind von Müll umgeben. 😐



Wir kommen an einer größeren zerstreuten Ansiedlung vorbei und sehen Schulkinder an der Straße entlang gelaufen.
Auf dem Weg zur Grenze sehen wir öfters Fahrradfahrer . Ca 15 km vor Beitbridge nehmen auch die Baobabs zu.


einzige Mautstelle zwischen Tod's Guesthouse und Grenze

Leider funktioniert das Telefonieren wieder nicht, so kann ich Mr. Mpofu von der Cross Border Assistance nicht erreichen. Daher schicke ich ihm eine SMS, in der Hoffnung, dass er sie bald liest.



An der Grenze steht keiner von der Tourism Authority bereit, was jedoch nicht weiter schlimm ist, denn in weniger als 20 Minuten haben wir alle Formalitäten auf der simbabwischen Seite selbst erledigt. 🙂

Dann beginnt die Prozedur in Südafrika. Ich frage einen Officer, der mich zu dem großen Gebäude schickt. An den Schaltern im Gebäude stehen die Leute in langen Schlangen an. Damit wir uns nicht umsonst anstellen, erkundige ich mich, hier sagt man uns wiederum, dass wir uns unter den Schattendächern anstellen müssen. Dort sind die Warteschlangen noch länger. Sie führen zu mehreren Schaltern im Außenbereich. Ich spreche mit einem weißen Pärchen, sie gehen an den Schalter ran und haben Glück, dass ihre Pässe bevorzugt abgestempelt werden, da sie über 60 Jahre alt sind. Nach einem Blick des Angestellten in unsere Pässe werden wir angewiesen, uns am Ende der Reihe unter den Schattendächern anzustellen.
Ich bekomme noch mit, wie eine Angestellte einem Schwarzen in der Warteschlange sagt, er bräuchte nicht mehr hier zu warten, er käme heute nicht mehr an die Reihe. Ich komme mir vor wie in einem schlechten Film oder eher wie in einem Alptraum 🤢 . Uns spricht zum wiederholten Male ein Schleuser an, auf den wir uns schließlich einlassen, da nicht absehbar ist, ob wir heute überhaupt noch abgefertigt würden. Er versucht, nicht offensichtlich mit uns zu sprechen und gibt uns zu verstehen, dass wir ihm in den Abfertigungsbereich für Lkws folgen sollen.

Vermutlich durch die Worte der Angestellten reagieren wir kopflos, denn wir händigen ihm auf sein Drängen unsere Pässe aus 😈 und warten hinter einem Container, während er am selben Container vorne den Schalter aufsucht. Während wir auf seine Rückkehr warten, verfluchen wir uns, wie wir so leichtsinnig sein konnten, ihm unsere Pässe auszuhändigen, denn jetzt hat er uns in der Hand und kann mehr als die 500 Rand verlangen, die wir ihm bereits gegeben haben. Ob er tatsächlich was für uns macht, bezweifeln wir, denn wir können nicht beobachten, was am Schalter passiert. Als er zurückkommt, sollen wir uns mit den Menschen, die anscheinend vorher unter den Schattendächern anstanden und nun in unsere Richtung laufen, mit in die Warteschlange vor einem Gebäude einreihen. Es ist das gleiche Gebäude wie bei unserer Ausreise aus Südafrika. Zwei schwarze Frauen zicken etwas rum, weil sie der Meinung sind, dass wir uns hinten anstellen müssten, aber wir ignorieren sie. Dieses Mal kommen wir schon dem ersten Schwung in die lagerartige Halle. Abschließend müssen wir uns noch einen Stempel vom Customs holen, dann sind nach knapp 1,5 h auch die südafrikanischen Formalitäten - und wir - erledigt. Wenigstens ist der Officer, der uns den Gatepass abnimmt, ist gut gelaunt und freundlich.

Mental nach den Strapazen an der Grenze erschöpft, machen wir nach einer Weile eine Pause, um etwas zu essen und einen Kaffee zu trinken.





Auf der Weiterfahrt ärgert Christian sich, dass die gut aussehenden Gem Squash nur am anderen Straßenrand verkauft werden und wir nicht gehalten haben. Nun ist die Gelegenheit vorbei, oder doch nicht?
Als wieder Stände am Straßenrand sind, halten wir, aber die vermeintlichen Gem Squash stellen sich als Avocados heraus. 😄



Wir passieren eine furchtbare Unfallstelle, in der ein Lkw und zwei Pkws verwickelt sind. Ein Pkw liegt zum Teil unter dem LKW, der andere Pkw steht total kaputt am Straßenrand, ob da jemand überlebt hat? Wenigstens sind sowohl Ambulanz als auch Polizei schon vor Ort.
Der Unfall macht uns ganz betroffen. Jetzt sind wir dankbar, dass der Grenzübertritt länger gedauert hat, vielleicht wären wir sonst auch in den Unfall beteiligt gewesen. Uns kommen die nächsten zwanzig Minuten weitere Krankenwagen, mehrere Polizeiautos, ein Fahrzeug der Feuerwehr sowie Kastenwagen mit Warnblinkanlage entgegen. Was genau das für Fahrzeuge sind und ob sie in Zusammenhang mit dem Unfall angefordert wurden, erschließt sich uns nicht.

In Louis Trichardt tanken wir und kaufen bei Pick’n’Pay ein.


Da bleiben wir doch lieber bei Burenwurst 😛

Während Christian an der Kasse ansteht, gehe ich zum bottle store. Ich wundere mich, dass es solange bei ihm dauert. Als Christian endlich zum bottle store kommt, erzählt er mir, was ihm passiert ist:
„Als ich an der Kasse an der Reihe war, ertönte eine Klingel an der Kasse. Ich dachte zuerst, dass es ein Fehler an der Kasse sei. Ich wunderte mich zwar, dass die Kassiererin auf die Burenwurst zeigte und meinte, diese sei lecker. Dann kam die Geschäftsleitung und nahm mich mit. Ich wäre als „winner“ ausgewählt worden: mein Gewinn zwei Kilo Burenwurst. Ich musste mich an eine Pappfigur, wo nur mein Kopf und meine Arme rausschauten, hinstellen und bekam eine 2 kg Packung Burenwurst in die Hand gedrückt. Dann wurden von mir Fotos gemacht.“ Leider hat er kein Foto mit seinem Handy machen lassen.

Bei der Mall of the North fahren wir von der N 1 ab, da wir auf Toilette müssen. Die Parkwächterin ist nicht begeistert, sie möchte, dass Christian das Fahrzeug umstellt, weil er den Weg ein klein wenig blockiert. Ich vertröste sie, als ich zurückkomme, und er auch noch geht. Dafür geben wir ihr ein gutes Trinkgeld, und sie ist zufrieden. 🙂

An der Nylstrom-Mautstelle dauert es eine Weile, bis wir durch sind, da unsere Angestellte immer abwechselnd einen von unserer Seite und einen aus der Gegenrichtung abkassiert.

Wir verlassen die N 1 und weiter geht es auf de R 101, dem Nylsvley Nature Reserve entgegen. Wir freuen uns, dass wir gut in der Zeit liegen und somit die letzten zwei Nächte wie erhofft im Reserve verbringen können.


Brücke über die N 1


kurz vorm Nylsvley Nature Reserve

Um 15:30 h erreichen wir das Nylsvley Nature Reserve.





Das größere Chalet (Heron House) ist nicht mehr frei, so nehmen wir Duck’s Dens für unsere letzten zwei Nächte. Leider liegt unser Chalet Nr. 1 zurückgesetzt am Zaun zum Restaurant, so dass die Vogelbeobachtung wahrscheinlich nicht so ergiebig wie von den anderen beiden Chalets ausfällt. Das Chalet ist an einigen Stellen renovierungsbedürftig. Im Bad wäre eine Handtuchstange nützlich, und der Haken müsste wieder festgeschraubt werden. Dennoch fühlen wir uns wohl, außerdem sollte man bei einem Preis von 630 Rand / Nacht nicht zu hohe Ansprüche stellen.









Nachdem wir das Auto ausgeräumt haben, setzen wir uns auf die Terrasse. Nicht so schön sind die vielen Ameisen, aber das ist schließlich Natur 😉 . In der Ferne hören wir Donnergrollen. Da wir noch Holz benötigen, fragen wir eine junge Frau aus dem Nachbarchalet. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass sie hier früher gearbeitet hat und nun zu Besuch ist. Sie erklärt uns den Weg zum nahe gelegenen Tante-Emma-Laden. Als wir dorthin fahren, sehen wir Blitze am Horizont.



Sieht nicht gerade einladend aus, aber wir bekommen zwei Säcke Holz. 😎

Während wir einen Sundowner genießen, fängt es an zu nieseln, die Blitze nehmen zu.





Dann wird der Regen so stark, dass wir reingehen. Der Strom fällt aus, und die batteriebetriebene Lampe, die wir beim Einchecken bekommen haben, kommt zum Einsatz. Nach ca. einer ¾ h geht der Strom wieder an. Da der Regen so gut wie aufgehört hat und es nur noch in der Ferne blitzt, fangen wir an zu grillen. Ein Schakal heult. Die Nachbarn fahren zum x-ten Mal runter, um Alkohol zu holen. Das Wiedersehen muss wohl begossen werden. Christian schenkt den Nachbarn eine Teil der Würste von seinem Gewinn, damit sie nicht nur Flüssiges im Magen haben 😄 .
Unser Essen können wir leider nicht in Ruhe genießen, denn es fängt wieder stärker an zu regnen. Das Wetterleuchten ist sehr stark, aber wie immer faszinierend.
Nach dem Duschen und Abwaschen hat der Regen ein Einsehen und lässt uns den restlichen Abend noch auf der Terrasse verbringen. Erst weit nach Safari-Midnight geht es ins Bett.
Tageskilometer: 475
ÜN: Nylsvley Nature Reserve, Duck’s Dens Nr. 1
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2019
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200625. Feb. 2019 ·
28.09. Nylsvley Nature Reserve
Eine Mücke nervt uns in der Nacht, ansonsten ist sie sehr erholsam. Zeitig setzt das Vogelkonzert ein. Wir lassen den Tag geruhsam angehen und genießen einen ersten Tee bzw. Kaffee auf der Veranda.



Als wir losfahren wollen, um das Reserve erkunden, bekommen wir einen kleinen Schreck, als wir den Camcorder nicht dort finden, wo wir ihn vermutet haben. Es stellt sich heraus, dass er noch in einer Nische im Auto versteckt ist.

Unser Weg führt uns zum Jacana Hide, vorbei ab abgebrannten Flächen, wo schon wieder einige grüne Triebe sprießen. Wir entdecken ein paar Gnus, Impalas, Warzenschweine, Wasserbock und eine Kuhantilope. Leider sind sie alle ziemlich weit vom Weg entfernt, und der Himmel ist sehr bedeckt, so dass ich nur ein Foto mache.



Der Jacana Hide ist über einen kurzen Fußweg zu erreichen.



Er ist recht zugewachsen, so ist unsere „Ausbeute“ nicht sehr umfangreich:
Perlhühner, Angola-Schmetterlingsfinken, Waffenkiebitze sowie zwei oder drei andere Vögel, die wir leider nicht identifizieren können.


female Village weaver

Unweit des Hides entdeckt Christian einen Watermonitor.



Er freut sich über unsere Begegnung nicht so wie wir und tritt deshalb den Rückzug an.



Wir wollen eigentlich eine „große“ Runde fahren, aber biegen wohl falsch ab, so dass wir wieder zu den verbrannten Feldern gelangen. Bereits nach zehn Kilometern sind wir zurück.
Die männliche Putzfee ist gerade fertig mit unserem Chalet. Ich bitte ihn, einen Moment zu warten, damit ich ihm schon ein paar Lebensmittel und andere Kleinigkeiten heraussuchen kann, die wir definitiv nicht mehr benötigen, und informiere ihn,
dass wir ihm morgen weitere Sachen hinterlassen werden. Der Strom ist schon wieder ausgefallen. Wir machen uns für unterwegs Toast und einen Kaffee – glücklicherweise haben wir ja unseren eigenen Gaskocher dabei. 😄

Neben dem Jacana Hide gibt es im Nylsvley Nature Reserve im Gebiet von Vogelfontein noch zwei weitere Hides, die wir nun besuchen wollen. Um dorthin zu gelangen, muss man „außen rum“ ca. 8 km um das Reserve fahren. Der Bereich ist durch ein Gate gesichert, den Code für das Schloss haben wir beim Einchecken erhalten.

Die folgenden Bilder wurden auf dem Rückweg aufgenommen, als der Himmel etwas aufgeklart hatte. 😎




Wenn man genau hinschaut, kann man links den Dabchick Hide und weiter rechts den Crake Hide erkennen

Vom Crake Hide gibt es mehr zu sehen als vom Jacana Hide: Wasserböcke und sogar eine Pferdeantilope, weit weg Gnus und Warzenschweine. An Vögeln können wir Strauße, Waffenkiebitze, Dreibandregenpfeifer, African Wattled Lapwing, Nimmersatt, Marabu, Löffler, Nilgänse und Sporengans identifizieren.









Über die Sichtung eines Sekretärs freuen wir uns sehr.





Blick vom Crake zum Dabchick Hide:



Der Wind weht sehr heftig, es ist jedoch ein warmer Wind. Als Christian in die Richtung unseres Auto blickt, sieht er Rauchschwaden und Feuer in unmittelbarer Nähe des Autos 🤩 , so brechen wir überstürzt auf. Christian rennt vor, ich gehe langsamer hinterher, schließlich trage ich die ganzen Sachen. Zum Glück ist es Fehlalarm, das Feuer ist weit genug vom Auto weg.

Wir gehen wieder zurück und schauen uns den Dabchick Hide an. Er ist wesentlich kleiner und wirkt schmuddeliger. Die Sichtungen sind nicht so gut, weil kein Wasser in unmittelbarer Nähe ist. Daher verweilen wir hier nur kurz (keine Fotos gemacht) und lassen uns erneut im Crake Hide nieder. Und es lohnt sich:
Weniger wegen


sondern wegen diesem Piepmatz:



für uns eine Erstsichtung: Cape Longclaw - Kapgroßsporn 😁



Nach ca. 2,5 h haben wir erst mal genug. Wir fahren am Shop vorbei, aber trotz mehrfachem Klingeln kommt keiner. 😐

Christian liest, während ich mich in der Anlage etwas umschaue, bevor ich mich zu ihm auf die Terrasse setze. Es weht immer noch ein böiger Wind.



Restaurant mit Picknicktischen







Acacia burkei - Black Monkey Thorn


Bougainvillea

Nach einer Tasse Kaffee fahren wir noch einmal zum Crake Hide, wo wir im Großen und Ganzen die gleichen Tiere wie vormittags sehen. Ebenso sind wir wieder alleine beim Hide.






African Stonechat- Schwarzkehlchen

Leider taugt das gemachte Foto wegen der Entfernung nicht mal als Beweisfoto, aber aufgrund der Beobachtung durchs Fernglas tendieren wir zur African Snipe / afrikanische Bekassine - eine weitere Erstsichtung für uns. Vermutlich liegen wir damit richtig, denn am nächsten Tag weist uns ein Pärchen am Crake Hide auch auf eine Bekassine hin.

Auf der Rückfahrt sitze ich mal am Lenkrad. Weit komme ich nicht: ein Lkw-Fahrer möchte auf eine Farm abbiegen, aber damit das Fahrzeug von der Höhe her durchpasst, müssen zuerst noch ein paar Äste abgesägt werden.

Da wir noch Holz brauchen, fahren wir wieder zum Tante-Emma-Laden. Christian klingelt wieder mehrmals vergeblich. Ein in der Nähe des Ladens stehender Schwarzer signalisiert uns, dass er den Inhaber anruft. Nach ein paar Minuten kommt eine Frau und unser letztes Braai ist gesichert. 🙂

Wir drehen nochmal eine Runde durch den Park.








Picknickplatz

Obwohl das Reservat offiziell erst um 18:00 Uhr schließt, ist das Tor schon um 17:45 h zu. Zum Glück ist das Schloss nur eingehakt, so kommen wir ungehindert raus.

Christian kümmert sich um unser leibliches Wohl, ich sichere die letzten Fotos. Dabei erweckt eine Bewegung in einem Baum meine Aufmerksamkeit. Ich vermute zuerst ein tree squirrel und gehe näher, aber es ist kein tree squirrel sondern wahrscheinlich ein Bushbaby. Ich mache Christian darauf aufmerksam. Er entdeckt es auch noch, bevor wir es aus den Augen verlieren.

Als wir das Essen auftischen wollen, wird es auf einmal sehr windig. Dann setzt Regen ein und kurz darauf gewittert es. Wir beeilen uns, die Sachen in die Küche zu bringen. Wir stellen den Tisch in die Küche und essen dort. Nur wenig später fällt der Strom aus. Alles in allem nicht unsere Traumvorstellung von einem gemütlichen letzten Abend.
Als wir mit dem Essen fertig sind, geht zumindest das Licht wieder an. Es regnet immer noch stark und auch das Gewitter ist noch nicht abgezogen. So geht der letzte Abend verhältnismäßig früh zu Ende.
Tageskilometer: 59
ÜN: Nylsvley Nature Reserve, Duck’s Dens
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 06. März 2019
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200606. März 2019 ·
29.09. / 30.09. Nylsvley Nature Reserve –JNB Rückflug nach Deutschland
Die Nacht war ruhig, diesmal hat uns keine Mücke genervt. Dennoch schlafe ich nicht besonders gut, da ich wie immer vor dem letzten Tag innerlich aufgewühlt bin.

Nach den üblichen morgendlichen Aktivitäten (duschen, Kaffee bzw. Tee trinken etc) wollen wir noch einmal durchs Reserve fahren.
Warzenschweine rennen (vor uns?) weg, so dass der Boden staubt. Zebras und Kuhantilopen sind wieder in größerer Entfernung.
Irgendwie sind wir heute beide mit den Gedanken nicht ganz dabei:
ich stelle fest, dass wir Wasser vergessen haben, Christian sein Portemonnaie. Kurz darauf bemerkt Christian, dass er seinen Kaffee auch nicht mitgenommen hat. 🤪
Daher drehen wir nach drei Kilometern und entscheiden, nach Vogelfontein zum Crake Hide zu fahren. An der Rezeption klären wir, dass wir wie gewünscht bis 13 h das Chalet nutzen können. Ich komme mit einer Frau ins Gespräch, die mit ihre Familie gerade für die Campsites eincheckt. Sie zeigt mir auf ihrem Handy die Roberts Bird App. Mir gefällt an der App besonders, dass man sich auch die Rufe der Vögel abspielen lassen kann.

Zurück in Deutschland lade ich mir die App auf mein Handy. Obwohl wir das Buch von Roberts haben, ist die App für uns eine sinnvolle Ergänzung, da sie neben den Rufen der Vögel auch weitere Fotos der Vögel z.B. im Brutkleid etc bereit hält, was uns schon das ein oder andere Mal bei der Bestimmung geholfen hat. Dennoch werden wir wohl immer Schwierigkeiten bei den kleinen und großen „brownies“ haben. 😐

Am Crake Hide bleiben wir eine gute Stunde. Kleines Highlight für uns ist ein Schakal, der leider weit entfernt vom Hide entlang läuft.


Heute kann man sogar die Erhebungen im Hintergrund gut erkennen.








Warzenschwein und im Vordergrund ein Schakal



Dieser "lbb" dürfte ein great sparrow sein, obwohl er laut Vogelbuch ein schwarzes Brustlätzchen haben müsste. 😕



Aber dieser "lbb"? Ist es vielleicht ein Pieper?



Auf dem Rückweg halten wir erneut an der Rezeption, da hier das WLAN am besten ist. Mit etwas Geduld erledigen wir den Online Check-in für den Rückflug.
Nach dem Packen frühstücken wir auf unserer Terrasse. Die vielen Ameisen sind sehr nervig, zumal sie uns teilweise ordentlich beißen. 😣

Da wir noch genügend Zeit haben, statten wir dem Jacana Hide einen Besuch ab. Dieses Mal sind weitere Gäste am Hide. Da sich jedoch nichts tut, entscheiden wir nach kurzer Abwägung, ob es sich zeitlich rentiert, erneut zu den Hides von Vogelfontein zu fahren.

Auf dem Weg dorthin sehen wir auf der Straße weit vor uns einen Waran. Christian beschleunigt etwas, so dass wir noch sehen können, wie er hinter dem Zaun verschwindet und auf einem Baum klettert.
Wenig später rennt vor uns ein Strauß am Zaun entlang. Wir holen ihn langsam ein, er beschleunigt daraufhin, vermutlich fühlt er sich bedauerlicherweise von uns gehetzt. Dennoch faszinierend zu sehen, dass er bestimmt 50-60 km/h schnell ist.

Am Crake Hide treffen wir auf ein Pärchen aus Südafrika, die zuvor im Kruger NP waren. Das Pärchen weist uns auf die Bekassine hin. Ansonsten sind im Wesentlichen die gleichen Vögel und Tiere zu sehen wie bei unseren vorigen Besuchen.


African snipe / afrikanische Bekassine


Sattelstorch, Nimmersatt und Kiebitze


Sporen- und Nilgänse sowie viele Waffenkiebitze


Wasserstelle nahe des Tors von Vogelfontein, hier gibt es keinen hide

Zurück im Chalet haben wir noch eine halbe Stunde, bevor es zu Bushlore zurück geht. Wie wir der männlichen Putzfee gestern zugesagt haben, hinterlassen wir ihm reichlich (diverse Lebensmittel und nützliche Sachen wie Grillhandschuhe, Streichhölzer, Anzünder etc).

Wir lassen uns vom Navi leiten. Es führt uns in die andere Richtung, als aus der, aus der wir gekommen sind. Als wir von einer Schotterstraße auf die nächste abbiegen und es noch weitere 24 km auf Schotterstraße gehen soll, ist Christian sehr ungehalten und macht seinem Unmut lautstark Luft. Natürlich bin ich Schuld und nicht das Navi. 😗 Obwohl ich überzeugt bin, dass uns das Navi so führt, wie es auch auf der Homepage des Reserves angegeben ist, wenn man aus Johannesburg kommt, drehen wir um und fahren so, wie wir auf der Herfahrt gekommen sind. Da ich die Nervosität meines Mannes am Abflugstag gewohnt bin, nehme ich es ihm nicht weiter übel. Er entspannt sich etwas, als wir die N 1 erreichen.













An der Pumulani Plaza Mautstelle warten wir eine ganze Weile, da viel Betrieb ist und außerdem manche Leute nicht sehen, dass die Spur neben uns nur Fahrzeuge benutzen können, die mit eTag ausgestattet sind, da keine Barzahlung möglich ist. Sie kommen daher dann auf unsere Spur rüber.
An einer Tankstelle legen wir eine kurze Pause ein und essen etwas. Kurz bevor wir bei Bushlore sind, tanken wir noch voll.

Die Rückgabe des Fahrzeugs geht problemlos vonstatten. Wir teilen dem Angestellten die Probleme mit dem Schloss mit sowie dass wir die Radaufhängung schweißen haben lassen. Wir haben den Eindruck, dass die Probleme mit dem Schloss nicht für den nächsten Mieter behoben werden, da er es nicht notiert. 😵 Da noch zwei weitere Fahrzeuge zurückgegeben werden, müssen wir noch etwas warten, bevor wir mit zwei Pärchen zum Flughafen gebracht werden.
Der Rückflug über London verläuft wie gewohnt unspektakulär.
Tageskilometer: 260
Gesamtkilometer: 5086


Das Fazit folgt gleich.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 06. März 2019
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200606. März 2019 ·
Fazit:
Zum Glück hatten wir weder Probleme beim Diesel noch bei den Lebensmitteln (außer am Anfang, was aber an uns lag, weil wir Pick n Pay nicht gefunden haben und Christian zwangsweise zum Vegetarier wurde 😄 ), so dass wir den Urlaub größtenteils unbeschwert genießen konnten. Die zum Teil sehr maroden ablutions sind sicherlich nicht jedermanns Sache, aber darauf waren wir im Vorfeld gefasst.
Worauf wir –zumindest nicht in dem Ausmaß - vorbereitet waren, war der Ablauf bei der Ausreise aus SA und Wiedereinreise nach SA. Während es auf zimbabwischer Seite „afrikanisch geordnet“ zuging, waren unsere Erfahrungen auf der südafrikanischen Seite katastrophal. Ich befürchte, dadurch haben wir beide ein „Grenzübertrittstrauma“ davon getragen. 🤢

Obwohl an Mana Pools die Erwartungen durch diverse Reiseberichte hoch waren, hat uns dieser Park – bis vielleicht auf die fehlenden Katzen und wilddogs- nicht enttäuscht. Die Atmosphäre und die Lage der campsite am Fluss sind einmalig.

Im Gonarezhou NP waren mehr Besucher als im Vorfeld erwartet, dennoch tat das dem positiven Eindruck keinen Abbruch. Im Nachhinein waren die dortigen campsites die schönsten (besonders Chipinda Pools), nicht nur, weil sie vom Zustand gefühlt am besten im Schuss waren, sondern weil wir dort gefühlt die größte Privatsphäre hatten. Ein kleiner Minuspunkt sind die teils sehr zugewachsenen Wege, was zu brenzligen Elefantenbegegnungen führen kann, da diese Dickhäuter aufgrund der Wilderei und des früheren Bürgerkriegs in Mosambik dem Menschen mitunter nicht wohlgesonnen sind.

Im Hwange NP hatten wir nicht nur die einzigen sondern auch beeindruckende Katzensichtungen. Leider haben wir dieses Mal keine private campsite bekommen und mussten mit dem Main Camp Vorlieb nehmen. Was besonders Christian als Fahrer sehr genervt hat, war der schlechte Pistenzustand – Wellblech ohne Ende. Insgesamt fällt unser Gesamteindruck vom Hwange daher nicht ganz so gut wie bei unserem ersten Besuch 2016 aus.

Das Nylsvley NR hatte ich ausgesucht, da es besonders mir wichtig ist, so lange wie möglich „wildlife“ zu erleben. Dies wurde in Nylsvley erfüllt, wenngleich das Wild nach dem Aufenthalt in den anderen NP uns zu keinen Begeisterungsstürmen mehr hat hinreißen können, aber dafür hatten wir unsere Freude an der Vogelwelt. Im Reserve gibt es auch verschiedene (kürzere) markierte Wanderwege. Da das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, können wir uns einen erneuten Besuch am Anfang oder Ende einer Reise auf jeden Fall vorstellen.

Wir sind dankbar, dass wir die Reise wie geplant durchführen konnten, ein paar Wochen später oder jetzt wäre es uns zu heikel gewesen. Wir hoffen besonders für die Bürger Zimbabwes, dass sich die Lage möglichst bald bessert und somit u.a. der Tourismus wieder angekurbelt wird, denn das Land ist definitiv (nicht nur) eine Reise wert.

Vielen Dank allen, die uns virtuell begleitet haben, allen „Danke-Button-Drückern“ und einen besonderen Dank wie immer den Feedbackgebern, die das Schreiben nicht zu einer „One-Woman-Show“ haben werden lassen.

Bis zum nächsten Mal
Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
3’883 Beiträge · seit 201106. März 2019 ·
Liebe Chrissie,
vielen Dank für euren Bericht und die Fotos. Bis auf einzelne Tage war ich virtuell dabei. Eigentlich wollten wir unserer Sambiareise zumindest den Hwange NP vorschalten, sind aber davon abgekommen, weil wir die Lage zu unserer Reisezeit nicht einschätzen können. Nun wünsche ich euch viel Erfolg bei der Planung für Sambia, die wir inzwischen erledigt haben.
Anlässlich eures Hinweises auf das Fahrzeugschloss, habe ich mich erinnert, dass wir Kriechöl kaufen wollen. Wir standen nämlich 2018 nachts vor dem Camper und konnten die Kabine nicht öffnen. Glücklicherweise hat uns der Restaurantbesitzer der "Alte Brücke" in Swakopmund geholfen.
Herzlich 😘
freshy
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4’388 Beiträge · seit 201506. März 2019 ·
Hallo Chrissie,
danke für diesen etwas anderen, besonderen Bericht!
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
2’524 Beiträge · seit 200906. März 2019 ·
Hallo Chrissie,

vielen Dank für deinen Bericht, zu dem ich bisher Nichts geschrieben habe, da ich noch nie in Simbabwe war, den ich aber genau verfolgt habe.

Dein Great Sparrow ist vermutlich schon korrekt, den fehlenden schwarzen Latz kann ich aber nicht erklären.
Der folgende Vogel ist kein Pieper, sondern ein weibliches Schwarzkehlchen.

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
373 Beiträge · seit 201206. März 2019 ·
Hallo Chrissie,

auch von mir ein großes Dankeschön für deinen Bericht und die Mühe, die du dir gemacht hast. Bei vielen deiner Fotos dachte ich, dass Ihr in einem anderen Land unterwegs wart. 😉 Bei uns im Mai war es so grün und frisch - unterschiedlicher kann sich ein Land nicht darbieten. Gerade diese grünen Landschaften hatten uns total begeistert und an manchen Tagen waren wir uns einig, dass wir noch nie in einem schöneren Land unterwegs gewesen sind. Besonders der Matobo NP hat es uns angetan. Die Sundowner auf dem Hausberg des "The Farmhouse" waren unbeschreiblich schön. Dafür waren unsere Sichtungen nicht so üppig, und besonders auf die Löwen im Hwange war ich neidisch. Nunja, man kann nicht alles haben.

Nun werden die Bedingungen immer schlechter und wir haben unseren Plan, in diesem Jahr wieder nach Zimbabwe zu reisen, in die Schublade gelegt. Hoffentlich können wir ihn bald wieder hervorholen.... Die Nachrichten, die wir ab und zu per Whatsapp bekommen, sind so traurig.

Also, nochmals danke für Mitnehmen. Bei eurer nächsten Reise bin ich gerne wieder dabei.

LG Klaudi
zuletzt bearbeitet 06. März 2019
1’625 Beiträge · seit 201508. März 2019 ·
Liebe Chrissie
Herzlichen Dank für Deinen Reisebericht. Vor allem im Hwange war ich mit klopfenden Herzen dabei, wie gerne möchte ich da noch einmal hin. Es war damals eine unserer schönsten Afrikareisen. Und natürlich haben mir alle Stationen Eurer Reise gefallen!
Viele Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
774 Beiträge · seit 200709. März 2019 ·
Hallo Chrissie,

vielen Dank für diesen authentisch geschilderten und interessanten Reisebericht über Zimbabwe.
Ich bin heute in einem Rutsch (wenn auch im Zickzack in Deinem Bericht hier und im Südafrikaforum) als Nachzüglerin dabei gewesen.

Es hat Spaß gemacht Dich zu begleiten.
🤩

Liebe Grüße
Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways