Zim. Sept. 18 – Häufiger Herzklopfen als gewünscht

Reisebericht 99 Antworten · 23,2k Aufrufe · gestartet 06. Nov. 2018 von chrissie
373 Beiträge · seit 201209. Nov. 2018 · #21
Hallo chrissie,

ich war ein paar Tage unterwegs und finde erst jetzt deinen Bericht über eure Zimbabwe-Reise, auf den ich so gehofft hatte. Schade, dass Ihr so schlechte Erfahrungen beim Grenzübergang Beitbridge gemacht habt. Bei uns lief es ja im Frühjahr problemlos, aber es war ein Sonntag und sehr früh am Morgen und sehr wenige Menschen waren unterwegs.

Auf euren weiteren Stationen bin ich gerne dabei. Hoffentlich bezieht sich das Herzklopfen nur auf interessante Sichtungen 😉

LG Klaudi
5'479 Beiträge · seit 200909. Nov. 2018 · #22
Hallo Chrissie,

da ist der Grenzübertritt aber noch einmal deutlich anstrengender als bei unserer Reise geworden. Überraschenderweise aber nicht durch Zimbabwe, sondern durch Südafrika verursacht. Wir brauchten damals keine viertel Stunde und mussten nirgends Schlange stehen. Da würde mich schon einmal interessieren, was sich in Südafrika verändert hat, dass die Ausreise so sehr in die Länge zieht. Damals brauchten wir auch keinen Schlepper. Alles war ganz einfach und übersichtlich.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200609. Nov. 2018 · #23
Hallo Klaudi und Thomas,
freut mich, dass ihr mitlest. 🙂
Zum Grenzübertritt: die Familie aus Zimbabwe, die vor uns in der Reihe stand, hatte so einen Andrang auch noch nicht erlebt. Wir haben im Laufe der Reise zwei Männer getroffen, die einen Tag später, also am Sonntag für den Grenzübertritt in Beitbridge nur 1,5 h benötigt haben, da wenig los war.
Bei der Ausreise aus Zim haben wir keine Viertelstunde benötigt, für die Einreise in SA 1,5 h. Ausnahmsweise habe ich es bedauert, dass wir noch keine 60 Jahre alt sind, denn diejenigen werden bevorzugt behandelt und brauchen sich nicht anstellen. 😄
Klaudi schrieb: Hoffentlich bezieht sich das Herzklopfen nur auf interessante Sichtungen
Leider nicht, denn für interessante Sichtungen nehmen wir Herzklopfen gerne in Kauf, aber solche Situationen wie die an der Grenze oder –nein, ich will nicht vorgreifen 😛 - brauchen wir nicht. Aber im Nachhinein ist ja meist alles halb so wild, und man hat etwas zu berichten.
LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200611. Nov. 2018 · #24
09.09. Gonarezhou NP
Auch heute sind wir wieder früh auf den Beinen. Es ist noch sehr frisch, der Pool liegt ausgetrocknet und verwaist da. Vielleicht liegt es daran, dass es momentan nachts noch ziemlich abkühlt. 😕

Es geht weiter, wie der Tag gestern geendet hat: die Straße ist mit Schlaglöchern übersät, sie ist recht schmal und der Lkw- Verkehr ist ziemlich dicht.
Ab dem Runde River wird die Landschaft felsiger und hügeliger. Die Gegend gefällt uns mit den pittoresken Hügeln und Felsen sehr gut.





Inzwischen kommen uns auch häufiger PKWs entgegen und nicht nur Lkws und Busse. Wir sehen auch mehr Menschen an der Straße.
Der Abzweig zur A 10 ist von unserer Seite nicht ausgeschildert. Meine Hoffnung, dass auf der A 10 weniger Lkw-Verkehr ist, erfüllt sich. Dafür sehen wir häufig Eselskarren. Die Qualität der Straße ist etwas besser, wenngleich sie nicht breiter ist. Christian muss auf die Rinder und Ziegen am Straßenrand achten.
Gegen 9:30 Uhr fahren wir durch Triangle, damit man nicht so schnell durchrast, gibt es hier unzählige bumper. 🤪
In Chiredzi wollen wir Fleisch und Gemüse kaufen, da man diese Waren nicht von Südafrika einführen darf. Das Angebot im O.K. Markt sagt mir nicht so zu. Den Pick’n’Pay entdecken wir leider nicht. An der Engen Tankstelle bekommen wir ohne Probleme Diesel. Das lässt uns für die weitere Reise hoffen. 🙂

Klaudia hatte einen Farmstall hinter Chiredzi erwähnt, und wir hoffen, dort noch Gemüse und vielleicht sogar Fleisch kaufen zu können. Leider finden wir ihn nicht, so fällt das Grillen im Gonarezhou NP aus, worüber besonders Christian enttäuscht ist.
Hinter Chiredzi hat die Straße mehr Schlaglöcher. Bevor man den Gonarezhou NP erreicht, durchfährt man das private Malilangwe Conservancy Gebiet. Am Bravo Gate 1 der Malilangwe Conservancy bekommen wir eine Quittung und den Hinweis, dass wir nicht anhalten dürfen. Die Quittung ist am Bravo Gate 2 abzugeben. Leider vergessen wir, den Fotoapparat nach vorne zu holen. 😣 Ein Waran, der die Straße quert, wäre ein lohnendes Motiv gewesen. Außerdem sehen wir Zebras und Impalas.


Bravo Gate 1 - Das Foto wurde ein paar Tage später bei der Weiterreise aufgenommen




Office Gonarezhou NP

Das Chilojo Cliffs Camp ist leider für unsere Zeit im Park ausgebucht. Wir entscheiden uns daher die erste Nacht für Chipinda Pools, die zweite Nacht für Fishans und die dritte Nacht für Chinguli. Die vierte Nacht lassen wir noch offen.
Es ist günstiger als offiziell (Stellplatz 50 $, private Campsite 90 $, Auto für 5 Tage 10 $) angegeben: wir bezahlen pro Person und Nacht für die Campsite 17 $ (für Fishans 30 $ pP), Nationalpark Eintritt pro Person und Tag 10 $ sowie fürs Auto 2 $ pro Tag.

Die Campsites von Chipinda Pools verfügen über eine eigene Grillvorrichtung, Feuerstelle, riedgedeckte Shelter (geschützter Unterstand) sowie einen Wasseranschluss und haben einen (unterschiedlich guten) Blick auf den Runde River. Unsere Campsite fünf liegt direkt gegenüber des Sanitärblocks, den wir als erstes inspizieren. Es gibt für Frauen und Männer jeweils eine Toilette und eine Dusche. Es ist sauber, Klopapier ist nicht vorhanden. Zum Glück haben wir vorgesorgt und Klopapier gekauft. 😛

Es ist sehr windig, aber da der Gasherd mit einem Windschutz ausgestattet ist, so dass dem Kochen nichts im Wege steht. 🙂 Christian entdeckt im Hintergrund Elefanten, er will, dass wir uns ins Auto zurückziehen, da die Elefanten in diesem Park den Menschen aufgrund der jahrelangen Wilderei nicht sehr freundlich gestimmt sind. Da ich aber bemerke, dass die Herde den Hügel hinauf läuft, bleiben wir sitzen. Kudus ziehen in einigem Abstand hinter dem Sanitärblock an unserer Campsite vorbei. Ein Kudu traut sich etwas näher heran, dann rennt es aber zurück zu seiner Herde. Hippos grunzen im Wasser.


Sanitärblock




Die Hippos sind leider etwas unscharf



Am Nachmittag brechen wir noch zu einer kleinen Runde zum Massasanya Dam auf. Am Damm sehen wir eine Wasserböcke und Impalas.


Das ist tatsächlich das einzige Foto, dass ich in Dammnähe gemacht habe 😐

Sie sind relativ scheu. Hippos dösen im Wasser. Auf der anderen Uferseite des Dammes sind in einiger Entfernung Elefanten. In der Ferne liegt ein Krokodil am Ufer. Neben drei Hammerköpfen gibt es weitere (Wasser-)Vögel, die wir aber leider aufgrund der Distanz nicht identifizieren können.

Als wir ins Camp zurückkehren, liegt unser Stellplatz im Schatten. Wir gönnen uns einen frühen Sundowner.



Vor dem Essen richten wir das Aufstelldach auf, was wirklich sehr schnell geht. Ein Nyalabock läuft hinter unserem Auto vorbei. Wir können unsere Spaghetti nicht in Ruhe essen, denn Elefanten nähern sich der Campsite. Christian zuliebe essen wir im Auto. Ich wäre erst mal noch sitzen geblieben, da ich denke, dass die Tiere, die zu den Camps kommen, Menschen gewöhnt sind und nicht aggressiv reagieren, sonst hätte es sicher auch einen entsprechenden Hinweis bei der Ankunft im Park gegeben. Dies wird mir auch bestätigt, als ich am nächsten Tag die Angestellte beim Gate anspreche. Ein Fahrzeug, das kurz darauf ins Camp will, muss eine Weile abwarten, ehe es weiter zu den Stellplätzen 1-3 fahren kann.
Der Sternenhimmel ist sehr gut zu sehen, leider gelingen mir keine Fotos vom Nachthimmel, da muss ich noch viel lernen.
(Ich habe mir vor dem Urlaub eine Lumix FZ 300 zugelegt, nachdem meine alte FZ 200 sich beim Zoomen immer ausgeschaltet hat. Leider habe ich mich vor dem Urlaub nicht allzu groß mit der neuen Kamera beschäftigt, wenig Zeit und wird schon im Großen und Ganzen ähnlich wie die alte sein. Ist sie auch, aber im Detail gibt es natürlich Unterschiede. Allerdings konnte ich auch mit meiner alten Lumix keine guten Fotos vom Sternenhimmel machen.)
Wir teilen uns noch einen Klipdrift, bevor wir unsere erste Nacht im Camper verbringen. Kurz nachdem wir im Bett liegen, geht auf einmal die Alarmanlage los. Zuerst denken wir, es ist das Auto der Nachbarn, bis wir realisieren, dass es unser Auto ist. Wir haben keine Ahnung, warum die Alarmanlage angegangen ist, aber es wird das einzige Mal bleiben (wenn wir im Bett liegen). Mit Hippogrunzen schlafen wir ein.
Tageskilometer: 301
ÜN: Chipinda Pools, Campsite Nr. 5
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
373 Beiträge · seit 201211. Nov. 2018 · #25
Hallo Chrissie,

der O.K.-Markt in Chiredzi ist der Pick'nPay. Wir hatten auch länger gesucht und sind dann "aufgeklärt" worden, dass O.K. zu Pick'nPay gehört.

LG Klaudi
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200611. Nov. 2018 · #26
Klaudi schrieb:Wir hatten auch länger gesucht und sind dann "aufgeklärt" worden, dass O.K. zu Pick'nPay gehört.
Es gibt aber tatsächlich noch einen Pick'nPay in Chiredzi, dort waren wir nach dem Gonarezhou einkaufen.
Von der A 10 kommend vor dem ok Markt rechts abbiegen und dann am Ende der Straße ist Pick'nPay ,
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2018
1'624 Beiträge · seit 201511. Nov. 2018 · #27
Hallo Chrissie
einen Bericht von Dir und dann noch über Zimbabwe lasse ich mir nicht entgehen! Vielen Dank für´s Schreiben 😘 .
Herzlich grüßt Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
410 Beiträge · seit 200712. Nov. 2018 · #28
Hi Chrissie,

vielen Dank für Deine Bilder aus dem Gonarezhou.....bin ganz gespannt ob Ihr auch so tolle Tage dort hattet wie wir ..... schreib schnell weiter 😉

Grüße
Schnuppe
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200613. Nov. 2018 · #29
10.09. Chinguli – Fishans (Gonarezhou NP)
Wir schlafen die erste Nacht im Camper wunderbar. Die Nacht ist kalt (ca. 12°C), aber es ist nicht mehr so windig. Wir hören Hippos grunzen, Hyänen heulen und ganz gedämpft Löwenbrüllen. So gefällt es uns. 🙂
Das Vogelkonzert gegen Morgen ist ohrenbetäubend, die Nilgänse sind nicht zu überhören. Natürlich sind wir auch heute wieder früh auf, aber wir lassen uns Zeit, bevor wir nach Fishans fahren, denn es gefällt uns hier sehr gut.
Wir fahren zu der Stelle, wo der Runde River zu furten ist, aber leider können wir nicht bis ans andere Ufer rüber sehen. Ich würde daher gerne den Causeway ablaufen, aber da die Krokodile schon auf Lauer liegen, verzichten wir darauf.




Da müssen wir durch 🤨

Am Office ist neben der Angestellten von gestern auch ein Ranger vom Park anwesend. Wir teilen ihr und dem Ranger mit, dass wir absolute Angsthasen sind, was Fahrten durch Wassers betrifft. Sie arrangieren, dass ein Arbeiter beim Fluss auf uns wartet und vorfährt, damit wir sehen können, wie wir fahren müssen. Wenn wir Probleme bekommen sollten, kann er uns rausziehen.
Etwas beruhigter, aber dennoch aufgeregt, fahren wir zum Runde. Der Arbeiter wartet schon auf uns zu und fährt vor uns durch den Fluss. Auf dem zweiten Abschnitt rutscht der Wagen ein bisschen zur Seite, so sind wir vorbereitet, dass uns nicht das Herz in die Hose rutscht, wenn wir an der Stelle sind.



Die mit Wasserdurchfahrten Erfahrenen unter euch werden sich bestimmt vor Lachen ausschütten, wie man vor so einer harmlosen Flussquerung Angst haben kann. Aber wir haben bisher Flussdurchfahrten wie der Teufel das Weihwasser gescheut, und werden es weiterhin, da -wenn etwas schief geht- das finanzielle Risiko hoch ist.

Christian meistert die Durchfahrt prima. Wir sind happy und geben dem Arbeiter ein kleines Trinkgeld. Wir steigen aus, damit wir es uns von dieser Seite näher anschauen können. Ich komme ins Stolpern und falle hin. Mein erster Gedanke: hoffentlich hat der Fotoapparat nichts abbekommen. Ich teste ihn gleich, auf den ersten Moment kann ich nichts feststellen. Ich habe mir den rechten Handballen etwas aufgeschürft. Christian meckert etwas über meine Ungeschicktheit, was ich zwar nicht nachvollziehen kann, aber wie so oft, bestraft der liebe Gott kleine Sünden sofort: Christian verletzt sich kurz darauf selbst und im weiteren Verlauf des Urlaubs ist es so, dass ich ihn oft mit Pflastern versorgen muss. 😛
Die Strecke auf dieser Seite des Runde Rivers ist vorwiegend vom Mopanebusch geprägt, dementsprechend sehen wir wenig (Säuge-)Tiere.



Kurz vor dem Chinguli Camp biegen wir ab, um nach Fishans zu gelangen. Allerdings kommen wir nicht weit, da uns ein Graben die Weiterfahrt verhindert. 🤩





Wir fahren sowohl links als auch rechts ein Stück lang bzw. laufen ein Stück des Weges ab, aber uns erschließt sich nicht, wie man über den Graben kommt, obwohl es so aussieht, als ginge es dahinter weiter. Uns bleibt nichts anderes übrig, als umzudrehen.
Auf der Hupe Karte sieht es so aus, als gäbe es einen zweiten Weg, der näher am Wasser vorbeigeht. Wir probieren es Richtung Fishans Causeway, und dort führt tatsächlich ein befahrbarer Weg lang. In der Ferne sieht man die Chilojo Cliffs.
Hier sind auch ein paar Tiere: Gnus, Kudus, Impalas und Paviane. Sie sind jedoch sehr scheu. Uns fallen Termitenhügel und einige mächtige Baobabs ins Auge.

Das Fishans Camp bietet nur eine Feuerstelle, keinen Unterstand oder gar Wasseranschluss. Das Plumpsklo sehen wir zuerst nicht, da es ein Stück abseits steht.





Wir essen erstmal und trinken einen Kaffee. Bevor wir im Reiseführer lesen, checkt Christian das Auto, und ich spüle das Geschirr grob ab. Inzwischen sind die Paviane aktiv geworden und klettern in den Bäumen, die jedoch in einigem Abstand zu uns stehen, herum. Uns nerven jedoch kleine Fliegen, die anscheinend auch beißen oder stechen, denn uns juckt es an mehreren Hautstellen. 😈



Als es uns zu viel wird, gehen wir zum Flussbett hinunter. In weiter Ferne ist ein einsamer Elefant unter den Cliffs. Die Fliegen schwirren hier sogar noch vermehrt um uns herum.



Später fahren wir zum Chinguli Camp, um Holz beim dortigen attendant zu besorgen, da wir abends am Feuer sitzen wollen, auch wenn wir nichts zum Grillen haben. Christian entdeckt die ersten Warzenschweine, aber auch sie sind verschwunden, bevor ich ein Foto machen kann. 🙁
Leider kommen wir an den Fishans Causeway nicht nah ran, wir müssten erst durch den Tiefsand durchfahren, um an den Fluss zu kommen. Es kommt auch keiner von der anderen Seite, der den Fluss queren will. So steigt Christian aus und läuft ein Stück, um näher an den Fluss zu kommen, aber große Erkenntnisse gewinnt er dadurch auch nicht. 😄


Sieht auf dem Foto harmloser aus als es uns vorkam



Eine Gruppe Elefanten kommt auf der anderen Uferseite zum Fluss.





Das Chinguli Camp liegt auch schön am Runde River. Wie im Hupe Reiseführer beschrieben, liegen die Stellplätze eins und drei am besten (mit gutem Blick auf den Fluss). Nummer zwei und Nummer vier liegen vom Fluss abgewandt. Campsite Nummer zwei ist die kleinste und in meinen Augen die schlechteste, und ausgerechnet diese wurde uns zugeteilt 😣 . Nummer fünf liegt ziemlich weit hinten und ist nur über ein Stück Tiefststand erreichbar und somit am weitesten vom ablution block entfernt. Dieser ist in unmittelbarer Nähe zur Campsite eins.
Ich gehe auf Toilette, während Christian mit dem Camp attendant eine Schubkarre Feuerholz holt. Wir laden ihn zu einem Glas Cola ein, worüber er sichtbar erfreut ist. Wir unterhalten uns mit ihm, angeblich ist das Camp zurzeit nicht stark besucht. Hauptsaison ist wohl von Mai bis August. Ein Unimog kommt im Camp an und stellt sich auf die Campsite Nr. 1. Mal sehen, ob sie morgen noch da sind. Uns fällt angenehm auf, dass hier keine Fliegen nerven.
Auf dem Rückweg zum Fishans Camp kommt uns ein weiteres Fahrzeug entgegen. Ganz so leer scheint das Chinguli Camp nicht zu sein. 😄

Wir sichten nur noch Impalas, Warzenschweine und Elefanten.





Christian entzündet das Feuer. Er will sich Hände waschen, aber es tropft nur noch ein letzter Rest raus. Man darf sich wirklich nicht darauf verlassen, dass der Wassertank auch tatsächlich voll gefüllt wurde. 😈





Weit entfernt auf der anderen Uferseite ist eine Gruppe Elefanten. Sie ziehen sich langsam zurück und gehen einen Hügel rauf.
Heute Abend ist es wärmer als gestern, es ist auch nicht windig. Ich esse Toast. Christian fastet. Vielleicht gar nicht mal so schlecht, dass wir nichts zum Grillen haben… 😛
Tageskilometer: 70
ÜN: Fishans

Bei der Durchsicht der Fotos habe ich leider festgestellt, dass ich im Gonarezhou NP wohl nicht gerade in Fotografierlaune war und dementsprechend keine große Auswahl habe. Da fällt zwar die Qual der Wahl weg, aber leider auch, das ein oder andere lohnenswerte Motiv. Bei den nächsten Destinationen wird es aber besser (was die Quantität betrifft 😄 ).
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200615. Nov. 2018 · #30
11.09. Fishans - Chinguli (Gonarezhou NP)
Die Nacht ist im Vergleich zu der vorigen Nacht sehr ruhig. Wir hören nur kurz Löwen brüllen und Hyänengeheul.
Gegen 5:45 h beginnt bei den Affen der Tag. Der Ruf des Schreiseeadlers ertönt, und sämtliche andere Vögel stimmen ihr Konzert an. 🙂 Gegen 6:15 Uhr stehen wir auf. Da es noch sehr frisch ist, setzen wir uns mit dem Tee/ Kaffee in die Sonne und beobachten Baumhopfe und Braundrosslinge. Für ein Foto sind sie zu flink. Die schönen Blüten des sausage trees sind dagegen kooperativere Fotomotive. 😉



Ich entdecke auf einer Flussbank ein Hippo und ein Krokodil, leider nur in Fernglasentfernung. Wir hören erneut dezentes Löwengebrüll. Die Paviane sind dafür umso lauter, es hört sich zum Teil wie Mord und Totschlag an. 🤪

Wir wollen heute zum Chilojo Cliffs Viewpoint, Fotos der Klippen sowie die Aussicht von dort sind wohl die Bilder vom Gonarezhou NP, die jedem, der schon dort war, als erstes vor dem inneren Auge erscheinen, wenn man an den Park denkt.
Wir begegnen Gnus, Impalas, Ducker und vereinzelt Kudus, aber entweder sind sie zu weit weg oder zu sehr im Gebüsch versteckt. 😵


Weißrückengeier

Die Piste ist eng und von Mopanebusch gesäumt, was Christian gar nicht gefällt, da er nicht unverhofft auf Elefanten treffen will. Der Weg wird zur Wellblechpiste, aber dafür öffnet sich der Mopanebusch etwas.



Wir sehen zwei Elefantengruppen, aber sie schon etwas weiter entfernt, was Christian sehr Recht ist. Die letzten rund 10 km sind sehr (tief-)sandig, die letzten Meter vor dem Viewpoint sind dann wieder angenehm zu fahren.



Wir genießen eine dreiviertel Stunde allein die herrliche Aussicht am Chilojo Cliffs Viewpoint und sehen mehrere Elefantenherden und ein paar Affen im Flussbett.






sehr gezoomt...

Dann kommt ein Afrikaans sprechendes Pärchen und kurz darauf noch ein Tourfahrzeug mit einem älteren Pärchen. Mit ihnen kommen wir ins Gespräch, sie haben im Mai ihre Schwiegertochter in Hamburg besucht. Der Guide macht uns Mut, bis zum Bopomela Crossing zu fahren, um dann auf der anderen Seite zurückzufahren, aber Christian will sein Glück nicht herausfordern, daher fahren wir die gleiche Strecke zurück.

Wir stellen uns erstmal auf die Campsite Nummer eins im Chinguli Camp, da sie laut camp attendant heute frei sein soll. Wir laden ihn nochmal auf ein Glas Cola ein. Campsite Nummer drei ist von einer größeren Gruppe besetzt.
Den Großteil des Nachmittags verbringen wir mit lesen, faulenzen und Körperpflege. Christian kümmert sich auch ums Auto: Öl checken, Schrauben nachziehen.

Eindrücke in unmittelbarer Umgebung von Campsite 1:








Campsite Nr. 2, leider musste ich feststellen, dass ich kein Foto von der Campsite gemacht habe 😣 .

Später fahren wir nochmal zum Fishans Causeway, in der Hoffnung Tiere im Flussbett zu sehen. Bis auf Impalas, Pavianen, einem Kudu und einem Gnu wird diese Hoffnung nicht erfüllt.



Da wir uns nicht hetzen lassen wollen, fährt Christian etwas zur Seite, damit der Hintermann überholen kann, dann stellt sich heraus, dass es eine Deutsche ist, die auch auf Chinguli Campsite übernachtet.


immer wieder ein imposanter Anblick


Tawny Eagle?? Bitte um Berichtigung, falls ich daneben liege, aber bei den "brownies" tue ich mich extrem schwer 😊

Die Deutsche steht auf der Campsite Nr. 1, als wir das Camp erreichen. Wir wollen unsere Sachen packen und zur Campsite 2 umziehen, aber sie bietet uns an, die Campsite zu teilen. Wir revanchieren uns mit einem Getränk und unterhalten uns angeregt bis 22 h. Aus dem Hintergrund ertönt das Tröten von Elefanten und wenn man genau hinhört, hört man vereinzelt einen Löwen brüllen.
Tageskilometer: 59
ÜN: Chinguli Camp, Campsite 1
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200618. Nov. 2018 · #31
12.09. Chinguli – Chipinda Pools
Als wir aufstehen, ist Lilly schon putzmunter. Bevor sie in den südlichen Teil des Gonarezhou NP fährt, unterhalten wir uns nochmal wegen des river crossings beim Fishans Causeway. Dadurch verpasse ich, ein Foto vom Sonnenaufgang am Fluss zu machen. 😮
Christian hat nicht gut geschlafen, denn er hat gehörigen Respekt vor der Wasserdurchfahrt. Ich schwanke zwischen „wird schon gut gehen“ und „hoffentlich bereuen wir es nicht“. Letztendlich will ich nicht den gleichen Weg wie auf der Herfahrt fahren, da es auch ein großer Umweg wäre, schließlich wollen wir uns die gegenüberliegende Seite der Chilojo Cliffs anschauen. Ich versuche mich zu beruhigen, dass wir Tipps von Lilli bekommen und wir außerdem gesehen haben, dass das Wasser nicht allzu tief ist.
Ich spreche Christian Mut zu, dann wagt er das Abenteuer.


gleich drüben

Er macht es wieder prima, ich zweifle, ob ich es so gut gepackt hätte. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich die Flussdurchfahrt nicht gefilmt habe.



Blick zurück



Wir halten bei Nyalas, sie sind entspannter und rennen nicht weg. Das gilt für die meisten Tiere, die wir auf diesem Abschnitt sehen.



Die Baobabs sind meistens von Steinen umgeben, damit die Elefanten die Baumriesen nicht weiter schädigen können.



Der Picknickplatz liegt fast gegenüber dem gestrigen Aussichtspunkt. Wir gehen zum Flussbett runter, dort sehen wir Hornraben, Goliathreiher, Nilgänse und weit entfernt Affen. Hippos planschen in einem Wasserloch.





Als wir wieder hoch zum Picknickplatz gehen, kommt ein Caretaker und macht diesen sauber. Er weist uns daraufhin, dass sich ein Elefant der gegenüberliegenden Uferseite nähert.



Nach einer Weile kommt noch ein zweiter.



In der Zwischenzeit kommen zwei junge Deutsche, mit denen wir uns eine Weile unterhalten. Sie sind am Sonntag über Beitbridge nach Zimbabwe eingereist, da war die Lage wesentlich entspannter als bei uns, sie haben nur 1,5 h benötigt. Die Beiden haben sich gestern bei der Wasserdurchfahrt bei Bopomela im Flussbett festgefahren und mussten herausgezogen werden. Das hielt sie aber nicht davon ab, es heute noch einmal zu versuchen 🤩 . Dieses Mal erfolgreich.

Die Elefanten kommen in der Zwischenzeit auf unsere Uferseite und fressen am Fuße der Picknicksite, so dass wir langsam Richtung Auto gehen.











Auf der Weiterfahrt sehen wir viele Elefanten auf der Ebene. Wir fahren an der Kreuzung mit dem Sililijo Loop vorbei, wir wollen uns interessehalber selbst die Flussquerung bei Bopomela anschauen.
Um den Fluss zu queren, geht es mehrmals durchs Wasser und zwischendurch ist eine Tiefsandpassage. Gut, dass wir uns gestern dagegen entschieden haben, nach so viel Abenteuer steht uns nicht der Sinn. 😄





Da uns Lilli den Sililijo Loop als landschaftlich sehr schön empfohlen hat, nehmen wir diesen, um Richtung Chipinda Pools zurückzufahren. Anscheinend haben wir einen anderen Geschmack als Lilly, uns überzeugt zumindest der erste Abschnitt des Sililijo Loop nicht. Der Loop ist steinig und durch den Mopanebusch sehr eng. Im weiteren Verlauf wird er etwas offener. Es gibt viele Termitenhügel und Baobabs. Gelb blühende Bäume sind richtige Blickfänge.







Hier sind die Tiere wieder scheuer, als wir uns einer kleinen Wasserstelle nähern, entfernen sich Zebras und Impalas von dieser. Auch die Warzenschweine flüchten wenig später. Uns kommen die Warzenschweine im Gonarezhou NP recht klein vor.

Am Office bitten wir, uns für die letzte Nacht vom Chinguli Camp auf Chipinda Pools umzubuchen, was problemlos erfolgt. 🙂 Wir bekommen Campsite acht zugeteilt.
Campsite acht liegt liegt direkt an der Straße, die nur noch zur Campsite neun vorbei führt. Gegenüber liegt das Waschhaus.
Wir essen unsere letzten Brötchen. Danach hält Christian Siesta, ich lese und beobachte einige Vögel wie Haubenbartvogel, Angola-Schmetterlingsfink, Graulärmvogel und Nilgänse.


juv. oder fem. Jameson's Firefinch? 😕

Auf unserer Uferseite ist ein Elefant. Ich erahne ihn mehr als ich ihn sehe, da er unterhalb der Campsite am Ufer immer wieder gut vom Buschwerk verdeckt wird. Er kommt jedoch immer näher,



und wir verziehen uns sicherheitshalber ins Auto. Der Elefant hält uns über eine halbe Stunde lang in Schacht: rund um die Campsite inspiziert er jeden Baum und jeden Strauch. Dabei frisst er mal hier, mal da ein paar Blätter und Früchte. 🤪






vom Auto aus nach hinten zu fotografieren, ist nicht so leicht 😗

Ich überrede Christian noch, zur Runde Gorge zu fahren. Die Zufahrt ist zur Gorge ist sehr ruppig, aber zum Glück nicht allzu lang. Hier kann man auch übernachten. Es gibt wie bei Fishans ein Plumpsklo.



Christian entdeckt Löwenspuren, so dass wir uns nicht allzu lange außerhalb des Autos aufhalten. Leider entdecken wir sie jedoch nicht.
Als wir wieder auf dem Hauptweg sind, kreuzt etwas weiter vor uns eine braune Hyäene die Straße. Leider verschwindet sie im Mopanebusch, bevor ich ein Foto machen kann. Wir warten einige Minuten, aber sie kommt nicht wieder hervor.

Als wir auf die Campsite zurückkehren, trinken wir ein Hunters mit schönem Blick auf den Runde River. Ab und zu grunzen die Hippos, und die Grillen zirpen.



Später gibt es noch mal Nudeln mit Meatballs. Danach sitzen wir am Feuer. Es ist noch recht warm, der Himmel ist nicht so sternenklar wie die Tage zuvor.
Tageskilometer: 97
ÜN: Chipinda Pools
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
2'097 Beiträge · seit 200619. Nov. 2018 · #32
Hallo Chrissie,

auch wenn wir uns bislang noch nicht gemeldet haben, verfolgen wir auch eure Reise durch Simbabwe. Wir waren im Juli im Norden unterwegs und haben es leider noch nicht bis zum Gonarezhou geschafft. Ich glaube, dort würde es uns auch gefallen. Danke für eure Bilder und Beschreibungen.
Nun haben wir gelesen, dass auch ihr Lilli getroffen habt. Wir haben sie im Juli in Mana Pools kennengelernt und fanden sie ganz beeindruckend. Mit ihrem Wagen fällt sie natürlich schnell auf.

Liebe Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
24 Beiträge · seit 200720. Nov. 2018 · #33
MIt Spannung lese ich hier mit. Vielen Dank für euren ausführlichen Reisebericht 🙂 Wir wollten eigentlich Ende Januar eine 3-wöchige Zimbabwe-Reise machen. Aufgrund der zunehmenden Problemen in den letzten Wochen, welche wir von hier aus nur schwer einschätzen können, sind wir jetzt unsicher, ob dies wirklich eine gute Idee ist.... Vielleicht hilft uns ja eurer Reisbericht bei unserer Entscheidung. 🙂
Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung
GlG
Claudia
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200620. Nov. 2018 · #34
Hallo Uwe,
freut mich, dass ihr mitreist. Habe ich euren RB übersehen??? 🤩
Die Campsites im Gonarezhou NP haben uns im Nachhinein am besten gefallen: gepflegt, schöne Lage und relativ viel Privatsphäre.
Ja, Lilli ist schon eine interessante Frau. Wir haben sie im Hwange NP noch einmal getroffen.

Hallo Claudia.
ich fürchte, unser RB wird euch bei eurer Entscheidung nicht weiterhelfen können. 😕
Ich hoffe für euch, dass ihr nichts vorgebucht habt und somit flexibel seit, je nach aktueller Lage im Januar eure Reise durchzuführen, ggf. ja wenigstens einen Teil davon, zB lässt sich der Hwange NP gut von Botswana aus besuchen. Was habt ihr denn geplant?

@all
Wenn nichts dazwischen kommt, geht es morgen weiter.
LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2018
24 Beiträge · seit 200720. Nov. 2018 · #35
Hi Chrissie
Wir haben erst den Flug nach Joburg und werden noch den Mietwagen mit Dachzelt buchen. Sind ansonsten total spontan flexibel 🙂 Trotzdem finde ich es jeweils gut, sich im Voraus ungefähr über die Lage vor Ort zu informieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es im Land oft auch schwierig ist, an hilfreiche Informationen zu kommen. Vorallem, wenn man nur 3 Wochen Zeit hat.
Ausweichländer sind für uns auch Botswana oder Mozambique (obwohl dieses Land ja auch so seine Tücken hat)....aber irgendwie sind wir gerade ein wenig planlos 🙁 und suchen noch nach der Inspiration...
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200621. Nov. 2018 · #36
Hi Claudia,
das ist gut, dass ihr nichts vorgebucht habt und somit flexibel seid.
Vielleicht enthält unserer RB von 2016 die ein oder andere Anregung für euch.
VG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200621. Nov. 2018 · #37
13.09. Gonarezhou NP – Umgebung Masvingo Teil I
Die Nacht war heute wärmer als die letzten Nächte, obwohl es ca. eine Stunde sehr heftig stürmte.
Heute heißt es, Abschied vom Gonarezhou NP zu nehmen. Da wir keinen weiten Weg vor uns haben, können wir uns Zeit lassen. Allerdings nerven die Fliegen heute sehr. Zum Teil beißen sie, Christian vermutet schon, dass es Tsetsefliegen sind. Ich denke, dazu ist der Biss nicht schmerzhaft genug. Nyalas laufen in der Nähe unserer Campsite und unterhalb am Flussufer herum.




Campsite 7 ?



Bevor wir Richtung Gate fahren, fahren wir den Hügel hoch, da die Sonne jetzt im richtigen Licht stehen müsste, um einen guten (Aus-)Blick auf den Runde River zu haben. Leider ist es sehr dunstig. 🙁



An der Runde Furt legen wir noch einen lohnenswerten Stopp ein:











Christian entdeckt in einiger Entfernung auf einer Sandbank sogar zwei African Skimmer.



Auf der Durchfahrt durch das Malilangwe Conservancy Gebiet sehen wir Zebras, Impalas, Leierantilope und einen Elefanten.







Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
34 Beiträge · seit 201422. Nov. 2018 · #38
chrissie schrieb:Freut mich, dass sich so schnell schon Mitreisende eingefunden haben 🙂
Ich bin gespannt, wie viele sich noch anschließen, denn von der aktuellen Lage in Zimbabwe werden sich viele abschrecken lassen, was ich gut nachempfinden kann.
Na da hänge ich mich auch gleich mit rein, war das letzte Mal in ZIM vor ca 20 Jahren . . . Bin gespannt.
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200623. Nov. 2018 · #39
13.09. Gonarezhou NP – Umgebung Masvingo Teil II
Wir tanken an der gleichen Tankstelle wie auf der Hinfahrt, leider haben sie hier keinen Kompressor, damit wir den Reifendruck erhöhen können, so müssen wir unseren herausholen.
Dank der Beschreibung von Lilli finden wir den Pick’n’Pay. Auf dem Parkplatz werden wir von unzähligen Bettlern angesprochen, viele sind davon noch im Schulalter. Wir sind froh, als wir weiterfahren.


bei Chiredzi

Die Straße nach Zaka ist zwar nicht ohne Schlaglöcher, lässt sich aber gut befahren. Es kommen immer wieder kleine Gehöfte, und der Verkehr hält sich in Grenzen. Ungefähr ab Zaka beginnt eine ziemlich hügelige Landschaft. Kleine Hütten sind weit verstreut in der Landschaft verteilt. Wir kaufen am Straßenrand ein paar Süßkartoffeln für einen Dollar.





Von der A 9 biegen wir in eine Gravelroad ab. Vor zwei Jahren haben wir auf der Campsite des Norma Jeane’s Lakeview Resorts, das in der Nähe von Great Zimbabwe liegt, genächtigt. Dort hat es uns gut gefallen, aber da wir Great Zimbabwe nicht noch einmal besuchen wollen, haben wir uns aus dem Hupe Reiseführer die Muunze Forest Lodge ausgesucht, da sie etwas zentraler liegt und ein nur 10 $ teurer als die Campsite für zwei Personen ist. Leider weist kein Schild auf die Lodge hin, gut, dass ich mir den Routenplan von Google Maps mit den Kilometerangaben ausgedruckt habe, so dass wir uns daran orientieren können. Sicherheitshalber sprechen wir jemanden an, der sich sogleich eine Mitfahrgelegenheit bei uns verspricht. Ganz wohl ist uns dabei nicht, aber es sind nur wenige 100 m von der Gravelroad einen Weg bergauf, und er hat viele Einkäufe zu tragen. Er steigt an einer Ecke aus und geht noch weiter den Hügel hinauf, wir sollen geradezu durch das Tor fahren.

Auch hier sehen wir kein Schild, daher fragen wir ein schwarzes Pärchen, dass sich auf dem Anwesen aufhält, ob dies die Muunze Forest Lodge ist. Die Angestellte greift zum Handy, telefoniert kurz und reicht mir den Hörer weiter. Es ist Amy, die Besitzerin. Sie will gegen 17:00 Uhr da sein, wir sollen uns das Chalet von den beiden zeigen lassen.



Es ist sehr einfach, und das Bad sieht etwas oll aus, aber für eine Nacht können wir uns damit arrangieren. Die Einrichtung ist kunterbunt zusammengewürfelt. Das Bett ist recht schmal, maximal 1,40 m. Im Bad ist auch alles provisorisch. Der Duschvorhang ist über einen Besenstil gelegt, der weder auf der einen noch auf der anderen Seite richtig befestigt worden ist. 🤪

Ich weiß, die Fotoqualität der Innenaufnahmen und abends auf der Veranda ist schlecht (das kommt davon, wenn man sich vorher nicht genug mit dem Fotoapparat auseinandersetzt 😣 ), aber ich wollte, dass ihr euch einen kleinen Eindruck machen könnt.









Der Mann macht den Donkey an, damit wir abends duschen können. Christian und ich essen auf der Veranda, dann laden wir die Akkus und lesen. Nach 17 h werden wir langsam unruhig, denn wir warten sehnlichst auf Amy, schließlich haben wir endlich alles, was wir zum Grillen brauchen außer Feuerholz 😄 . Leider sehen wir auch die beiden Angestellten nicht mehr, die uns bestimmt auch Holz bringen hätten können. Der Himmel verfärbt sich rötlich, es lohnt sich jedoch nicht, ein Foto zu machen, da ihn zu viele Bäume verdecken.

Es ist 18:00 Uhr, als Amy mit Kleinkind auf dem Arm erscheint. Sie entschuldigt sich, dass sie zu spät sei und erkundigt sich, ob alles ok sei. Sie bietet an, einen kleineren Grill vorbeizubringen, was wir annehmen.
Kurz darauf bringen uns Amy und ihr Mann Jarred einen tragbaren Grill sowie Holz und Papier zum Anzünden. Da wir mit USD bezahlen, zahlen wir nur 30 $ statt der im Hupe Reiseführer angegebenen 40 $. Diese beziehen sich auf die Bezahlung mit Bonddollar. Für das Holz berechnen sie uns nichts. 🙂



Wir unterhalten uns noch, dann kann Christian endlich den Grill anwerfen. Für ihn fängt der Urlaub wohl erst jetzt richtig an 😄 ; das erste selbst Gegrillte in diesem Urlaub schmeckt köstlich.
Nicht ganz so schön finden wir das laute Hundegebell, das von irgendwelchen Nachbargrundstücken bis zu uns ertönt.

Tageskilometer: 236
ÜN: Muunze Forest Lodge
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200625. Nov. 2018 · #40
14.09. Muunze Forest Lodge – Chinhoyi Caves
Die Nacht ist ruhig bis auf gelegentliches Hundegebell. Beim Duschen warte ich offenbar nicht lange genug, bis das warme (Rest-)Wasser vom Donkey zur Dusche kommt, denn das Wasser ist fast kalt. 😐 Christian ist geduldiger und kann eine warme Dusche genießen. Da noch Zeit ist, speichere ich die Fotos.
Bei der Verabschiedung von Amy und ihrem Mann erwähnen wir, dass wir Schwierigkeiten hatten, die Lodge zu finden, da kein Schild darauf hinweist. Amy erklärt uns, dass dies so gewollt ist, dass sie sich ihre Gäste selbst aussuchen wollen, weil sie schon negative Erfahrungen mit Gästen aus dem Umkreis gemacht haben, die die Chalets als „Stundenhotels“ benutzt hätten.



Muunze Forest Lodge



Es ist noch ziemlich frisch, als wir abfahren. Wir halten kurz, damit ich noch ein paar Fotos vom See machen kann, was gar nicht so einfach durch das viele Buschwerk ist. 😄







Die Teerstraße nach Masvingo ist sehr gut; keine Schlaglöcher, und der Verkehr ist bescheiden. Laut der guten Wegbeschreibung von Amy finden wir NetOne schnell. Christian kann direkt davor parken. Bis ich die Kopie vom Pass habe und das Telefons eingerichtet ist, dauert es zwar eine halbe Stunde, dann können wir WhatsApps versenden. Telefonieren funktioniert nicht, das bemerken wir jedoch erst später. 😣

Die Tankstelle in Gutu ist sehr belebt, auf dem Gelände ist auch eine Kette wie KFC und ein kleiner Shop. Das Gebäude mit den (sauberen) Toiletten befindet sich auf der Rückseite. Sie sind sauber.


zwischen Gutu und Chivu

Wir beobachten ein schwarzes Pärchen bei der Aufnahme eines selfies mit einem fotogenen Felsen am Straßenrand. Die Straße ist im guten Zustand mit moderatem Verkehr. Es gibt vergleichsweise wenig örtliche Ansiedlungen, immer wieder mal ein paar vereinzelte Rundhütten. Leider sind keine Gemüseverkäufer mehr am Straßenrand, wir möchten noch Gemüse kaufen. Des Öfteren muss Christian abbremsen, weil Kühe die Straße kreuzen.



Chivhu ist nicht besonders groß aber ziemlich belebt. Es gibt einen Spar, einen Pick’n‘Pay sowie eine Engen Tankstelle. Auf der A 4 ist mehr Verkehr, und die Seitenränder sind löchrig. Es ist anstrengend zu fahren, besonders wenn LKWs zu überholen sind.

Hinter einer Mautstelle geht es zweispurig weiter, das ist auch gut, denn hier herrscht sehr viel Betrieb. Vielleicht hängt es mit einem Marktplatz zusammen. Entweder ist es der übliche Verkehr in einem Vorort von Harare, oder es liegt daran, dass Freitagnachmittag ist. Jacarandabäume und Bougainvilleas blühen.
In Harare will uns das Navi im Gegensatz zu Google maps schon vor der Rotton Row links weglotsen, aber wir ignorieren es. Danach will es uns geradeaus direkt bis zur A1 –Lomagundi Road- führen, ich schlage Christian vor, dann dem Navi zu folgen, und nicht Google Maps, dass uns über Rotton Row und viele kleinere Straßen führen wollen. Dies ist jedoch die falsche Entscheidung 😗 , denn das Navi wusste wohl nicht, wohin es uns leitet, wir fahren gefühlt mitten durch die Slums bzw. durch eine zwielichtige Gegend. Es ist nicht sehr angenehm zu fahren, auch bedingt durch starken Verkehr und viel Gewusel. Wir sollen links in die Robert Mugabe abbiegen, die ist aber eine Einbahnstraße. So fahren wir weiter geradeaus, kommen dann zum Glück nach einer Weile über die Price Edward Straße auf die A 1.



in dieser Gegend fühlen wir uns wohler



Wir kaufen in der West Gate Shopping Mall bei Pick’n‘Pay ein. Die Auswahl ist groß, die Preise ebenso.







In Banket gibt es keinen der Diesel. Wir würden zur Not noch etwas bekommen, aber uns ist das suspekt. Außerdem haben wir noch mehr als genug.
Die A 1 ist im besseren Zustand als die A 4.Die Straße ist insgesamt breiter, und es gibt sogar ab und an eine Überholspur. Der Verkehr hat nachgelassen.
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir Chinhoyi. Autofahrer stehen an der Puma Tankstelle Schlange, aber es stellt sich heraus, dass sie beim Benzin und nicht beim Diesel anstehen. So nutzen wir die sich uns bietende Gelegenheit. Am Ortsausgang ist sogar noch eine Engen-Tankstelle.
Ein Insasse eines Minibusses schmeißt vor uns eine Getränkedose mit Inhalt raus. 😈

Zum Übernachten haben wir uns den Campingplatz an den Chinhoyi Caves ausgesucht. Im Gegensatz zu den Angaben im Hupe-Reiseführer gibt es keinen Strom auf der Campsite selbst.



Zwei ablution blocks sind wegen Renovierung gesperrt. Vor einem ablution block zeltet eine Gruppe Schulkinder. In den Duschräumen gibt es keine Haken für Kleidung oder Handtuch. Weder die Duschen noch die Toiletten kann man abschließen. Der gesamte ablution block ist mehr als renovierungsbedürftig. Während ich dusche, entfacht Christian das Feuer. Am Stellplatz gibt es keinen Wasseranschluss. Auf dem angrenzenden Grundstück brennt es. Auf Nachfrage, ob es gefährlich für uns werden könnte, versucht uns ein caretaker zu erklären, dass Tiere zusammengetrieben werden und winkt ab. Überzeugt sind wir nicht.
Obwohl wir weit von der Straße entfernt stehen, ist der Verkehrslärm nicht zu überhören. Dennoch lassen wir uns das Essen schmecken. Wir spülen das Geschirr ab und ziehen uns vergleichsweise zeitig in den Camper zurück. Wirklich wohl fühlen wir uns nicht auf dem Campingplatz bzw. auf unserem Stellplatz, da wir so weit ab vom Schuss stehen. Wegen des Feuers auf dem Nachbargrundstück haben wir aber keine Bedenken mehr, da es inzwischen kontrollierter wirkt.
Tageskilometer: 477
ÜN: Chinhoyi Caves Hotel & Campsite, 9 $ pP
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD