Reisebericht

Zim. Sept. 18 – Häufiger Herzklopfen als gewünscht

von chrissie · begonnen 06. Nov. 2018 · 34 Teile

Teil 106. Nov. 2018
Ursprünglich sah unsere Planung für den September 2018 Sambia als Reiseziel vor. Da uns die Flugpreise nach Kasane (zum Zeitpunkt unserer Flugbuchung) und die Mehrkosten für die Einwegmiete zu hoch waren, überlegten wir, von Johannesburg über Botswana nach Sambia (und zurück) zu reisen. Obwohl wir knapp 3,5 Wochen zur Verfügung hatten, sahen wir schweren Herzens ein, dass dies (zu) viel Fahrerei bedeuten würde. Daher entschieden wir uns, Zimbabwe zu bereisen, wo wir 2016 (Hwange NP; Matobo NP und Great Zimbabwe) schon mal "reingeschnuppert" haben.

Nachdem wir 2016 schon liebend gern mit einem Bushcamper (die Bequemlichkeit, man wird ja schließlich älter 😉 ) unterwegs gewesen wären, aber "nur noch" einen Hilux mit Dachzelt bekommen haben, hatten wir bereits im Oktober 2017 bei Bushlore einen Toyota Hilux Bushcamper gebucht.

Wir haben keine Übernachtung / Campsite vorgebucht, was im Nachhinein ganz gut war. Aber natürlich hatten wir eine Routenplanung (grob gesehen eine Runde entgegen dem Uhrzeigersinn unter Auslassung der Eastern Highlands):

1 ÜN auf dem Weg zum Gonarezhou NP in SA – je nachdem, wie weit wir kommen würden
5 ÜN Gonarezhou NP
1 ÜN Lake Mutirikwi/ Great Zimbabwe
1 ÜN Chinhoyi Caves
3 ÜN Mana Pools
1-2 ÜN Kariba, je nachdem, wie es uns gefällt
Eventuell 1 ÜN zwischen Kariba und Binga
1 ÜN Binga
1 ÜN Nähe Hwange NP
3 ÜN Hwange NP
1ÜN zwischen Bulawayo und Beitbridge
2 ÜN in SA
so blieben noch ein oder zwei Tage als Puffer.

Wer trotz der schwierigen aktuellen Lage in Zimbabwe Lust hat, uns zu begleiten, ist herzlich eingeladen.
Teil 207. Nov. 2018
06.09. / 07.09.2018 Flug nach JNB
Nachmittags geht es mit dem Taxi zum Flughafen. Alles ganz entspannt, denken wir, bis ich kurz vor dem Boarding noch mal das Neueste im Internet checke und einen großen Schreck bekomme, als ich lese, dass in Zimbabwe ein Dieselengpass besteht. Sofort beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen. Was wird aus unserer geplanten Route 😮 ?
Auf dem Flug nach London überlegen wir, wie wir mit dem Dieselengpass umgehen. Vom Gonarezhou NP kommen wir ohne Nachzutanken auf jeden Fall wieder zurück nach Südafrika. Ich denke auch schon über eine Alternativroute durch Botswana zum Hwange NP nach. Mana Pools müssten wir dann streichen. Zum Glück ist nichts vorgebucht. Wir beschließen, uns nicht verrückt zu machen und uns vor Ort anzuschauen, wie es mit der Dieselversorgung aussieht.

Als wir auf den Flug nach Johannesburg warten, fährt mir erneut ein großer Schreck durch die Glieder: ich möchte mit dem Handy noch mal checken, ob sich noch irgendwelche Neuigkeiten ergeben haben, und mein Handy zeigt an, dass der PIN falsch ist. Vielleicht vertippt, denke ich und gebe ihn ein zweites Mal ein, aber er ist immer noch falsch 🤢 . Mein Herz pocht und die Hände zittern. Nach der dritten falschen Eingabe wäre das Handy gesperrt und der Superpin zum Entsperren liegt natürlich sicher verwahrt zu Hause. Mir wird heiß und kalt, bis mir einfällt, dass ich nicht den PIN zum Entsperren der SIM-Karte sondern den PIN für die Bildschirmsperre eingeben muss, denn ich hatte das Handy während des Fluges nicht ausgeschaltet sondern im Flugmodus 🤪 . Puh, bin ich erleichtert, als ich mein Handy wieder benutzen kann. Wenn ich daran denke, dass wir bis vor wenigen Jahren nie unser Handy in Urlaub genommen haben …
Auf dem Flug nach JNB sitzt neben uns eine Frau aus Südafrika, mit der ich mich sehr gut unterhalte. Die Bordverpflegung ist das übliche, und nach dem Essen können wir beide einigermaßen schlafen.

Wir landen pünktlich in Johannesburg, die Zollkontrolle und Einreise verläuft reibungslos, unser Gepäck können wir nach kurzer Wartezeit vom Band nehmen.
Wir müssen uns etwas umsehen, bis wir den Fahrer von Bushlore entdecken. Wir bitten ihn, uns noch etwas Zeit zu geben, um Airtime und Databundles aufladen zu lassen sowie um Geld abzuheben, die er uns auch gewährt.
Ungefähr eine halbe Stunde benötigen wir bis zur Niederlassung von Bushlore. Unser Hilux Bushcamper ist ein halbes Jahr alt und hat 20.780 km auf dem Tacho.



Wir lassen uns in Ruhe alles zeigen und erklären. Wir erkundigen uns, aber hier ist nichts von einem Diesel-Engpass in Zimbabwe bekannt. Aber das muss ja nichts bedeuten.
Gegen 11:30 h verlassen wir Bushlore. Es kommt ein heftiger Schauer herunter, den wir abwarten, bevor ich in einem nahe gelegenen Spar die ersten notwendigen Einkäufe (etwas Verpflegung und Getränke) tätige.
In Polokwane machen wir in der Mall of the north unseren Großeinkauf. Leider ist es schon fast dunkel, als wir die Mall kurz vor sechs verlassen. 🤨
Wir hatten uns das etwas außerhalb von Polokwane liegende Boma in the Bush zum Campen herausgesucht. Wir werden jedoch nervös und unsicher, da es inzwischen stockdunkel ist und wir gefühlt schon weit außerhalb Polokwane sind, aber immer noch kein Hinweisschild für Boma in the Bush zu sehen ist. Auch auf unser Navi ist kein Verlass. 😈
Wir entscheiden, umzudrehen und in Polokwane nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Kurz darauf sehe ich am Straßenrand ein Schild „Thatch Palace“. Erleichtert checken wir dort ein, das Zimmer für 250 Rand - zum Glück kann die Dame an der Rezeption keine Gedanken lesen, ich hätte in dieser Situation vermutlich auch das Vierfache ohne mit der Wimper zu zucken gezahlt 😎 . Das Zimmer ist sauber, es gibt sogar einen Wasserkocher und einen Kühlschrank im Zimmer. Christian vermutet im Nachhinein, dass es mitunter auch als Stundenhotel genutzt wird, da im Nachtisch Kondome liegen.
Wir genießen die Dusche und liegen bald danach ko im Bett. Es regnet sehr heftig und gewittert immer wieder. Letztendlich eine glückliche Fügung, dass wir so spät dran waren und eine feste Unterkunft genommen haben.
Tageskilometer: ca. 350
ÜN: Thatch Palace

Teil 308. Nov. 2018
08.09. Polokwane - Zimbabwe
Wir werden zeitig wach und sind somit bereits gegen 6:40 h Richtung Norden unterwegs. In Louis Trichardt kaufen wir noch ein paar Sachen ein, heben Geld ab und tanken. Wie ich schon vermutet habe, waren nicht beide Tanks voll, denn es gehen fast 110 l rein. Mit einem Kaffee von KFC geht es weiter nach Musina.
Ich stelle fest, dass ich zwar WhatsApp versenden, aber nicht telefonieren kann. Daher suchen wir in Musima einen Vodacom-Laden auf. Ein dortiger Angestellter tippt eine Weile lang am Handy rum, dann klappt es. Da wir bisher keine Holzkohle bekommen haben, müssen wir auch hier noch mal eine Mall aufsuchen. Vor der Grenze tanken wir nochmal.
Ich war schon im Vorfeld etwas nervös, denn für die Formalitäten auf der Zimbabwe- Seite haben wir uns zwar um die kostenlose cross border assistance (Vielen Dank noch einmal an Klaudia und Topobär) bemüht, aber für die Formalitäten auf der südafrikanischen Seite sind wir auf uns allein gestellt. Was uns erwartet, übertrifft jedoch unsere schlimmsten Horrorversionen:

Da ich es sehr ausführlich geschrieben habe, poste ich es in einem Extra-Thread, damit diejenigen, die es nicht interessiert, diesen Teil überspringen können.
Teil 408. Nov. 2018
Grenzübertritt
Es beginnt harmlos, wir gehen in das erste Gebäude und fragen eine Frau am Schalter, wo wir den Gatepass erhalten. Ich weiß nicht mehr, was sie genau erwidert, aber sie macht uns deutlich, dass wir bei ihr falsch sind. Außerhalb des Gebäudes spricht uns ein Weißer an und teilt uns mit, dass wir hinter ein anderes Gebäude müssen, dass etwas weiter vorn (Richtung Brücke) liegt. Da wir unsicher sind, weil wir es mehr oder weniger für einen Lkw-Parkplatz halten, stoppen wir bei SAPS - hier zeigen wir die Autopapiere vor und der gut gelaunte Angestellte prüft, ob die Zahlen auf dem Motor und dem Chassis tatsächlich mit den Papieren übereinstimmen. Der Mitarbeiter weist uns auch noch einmal den Weg – wir müssen tatsächlich hinter den vermeintlichen Lkw-Parkplatz. Dort steigen wir aus dem Fahrzeug aus und werden sofort von einem Schlepper angesprochen, dessen Hilfe wir zunächst ablehnen. Wir schauen um das Gebäude herum und sehen den Weißen mit seiner Frau und Tochter relativ weit vorne in einer langen Schlange, die sich über große Teile des Platzes zieht. Wir sprechen ihn wegen des Ablaufes an. Auf einmal ist er recht zurückhaltend, teilt uns jedoch mit, dass er 500 Rand an den Schlepper gezahlt hat. Da die Menschen (außer uns sowie zwei Frauen vor der Familie aus Zimbabwe sind alle dunkler Hautfarbe) zum Teil zu dritt zu viert nebeneinander stehen und das Ende der Warteschlange nicht abzusehen ist, bleibt uns gefühlt keine Wahl, als einen Schleuser zu bezahlen, um heute noch nach Zimbabwe einzureisen 😠 . Zum Glück wissen wir, was die anderen gezahlt haben, so verweigern wir die „Wünsch-dir-was-Preise“ und machen deutlich, dass wir nicht mehr als 500 Rand zahlen. Der Schleuser will, dass ich ihm folge, Christian soll am Fahrzeug bleiben. Er „reiht“ mich in der Warteschlange hinter der Familie ein. Die Frauen dahinter sind empört, aber vielleicht steckt er ihnen etwas Geld zu, sie beruhigen sich erst mal wieder. Ich fühle mich unwohl, abgesehen davon müsste sich Christian auch in die Warteschlange einreihen, schließlich wird sein Pass nicht abgestempelt werden, ohne dass er vorstellig wird. Ich traue mich nicht, meinen Platz zu verlassen, netterweise winkt die Frau Christian zu uns, als sie zwischendurch mal zum Auto zurückgeht, um etwas zu holen. Wir stehen in der knallenden Sonne und Wasser haben wir natürlich nicht bei. Christian wagt es und holt aus dem Auto eine Wasserflasche.
Ca. eine halbe Stunde geht es absolut nicht voran, dann wird die Tür zur Lagerhalle geöffnet und die nächsten, vielleicht 50 Wartenden, werden eingelassen. Wir stehen weiter in der prallen Sonne. Beim nächsten Schwung sind wir dran, die Lage ist kurz davor zu eskalieren, denn man muss zuerst eine schmale Betontreppe hoch, um zu einer Plattform zu gelangen, von der es in die Halle geht. Als die die Tür geöffnet wird, drängen die Leute von hinten. Das Mädchen der Familie wird an die Mauer vor der Treppe gedrückt, ihr Vater und Christian können sie etwas abschirmen. 😮
In der Halle kümmern sich zwei Angestellte um die Pässe. Wir bekommen mit, dass andere ihren Gatepass bereithalten und befürchten, dass wir nicht abgefertigt werden, da wir keinen haben. Zum Glück bekommen wir unseren Ausreisestempel.
Für den Gatepass müssen wir doch noch einmal in das Gebäude, in dem wir ganz am Anfang unserer Odyssee waren 😈 . Inzwischen stehen auch hier die Menschen an, die Warteschlange reicht bis weit außerhalb des Gebäudes- ich habe allerdings den Eindruck, dass es nicht nur um den Gatepass geht. Irgendwie drängele ich mich durch und bekomme den benötigten Gatepass.
Wir halten noch einmal bei SAPS, können jedoch ohne Stempel weiterfahren. Nach mehr als zwei Stunden haben wir die Formalitäten auf der südafrikanischen Seite erledigt und fahren über die Brücke nach Zimbabwe.
Wir parken an der Seite und entdecken kurz darauf eine Mitarbeiterin des Zimbabwe Tourism Authority. Sie und ein Kollege, den sie scheinbar anlernt, kümmern sich von nun an um uns, sie füllen die Formulare aus und stellen sich an die entsprechenden Schalter an, wir brauchen nur zu zahlen 😛 . Nur zu einem Gebäude (Polizei?) müssen wir mitgehen. Dennoch dauert es noch einmal fast 1,5 h, bis auch hier die Grenzformalitäten erledigt sind.

@Friederike
Man(n) hat mich abgehalten 😄
Teil 508. Nov. 2018
08.09. Polokwane - Zimbabwe II
Nach ca. 3,75 h sind die Grenzformalitäten (und wir 😠 ) erledigt. Wir sehen am Straßenrand Rinder, Esel, und Ziegen. Wir passieren zwei Polizeikontrollen, an einer wird nach den Fahrzeugpapieren gefragt, an der anderen werden wir – wie auch in den nächsten drei Wochen - durchgewinkt.
Da wir es nicht mehr annähernd bis zum Gonarezhou NP schaffen werden, erkundigen wir uns im Lion & Elephant Motel nach den Preisen für ein Zimmer. Das Doppelzimmer kostet offiziell 69 $, wir einigen uns mit dem betagten Inhaber auf 50 $. Für Camping hätten wir pro Person 15 $ gezahlt.





Das Zimmer ist sehr heruntergekommen, es hätte eine Generalrenovierung nötig. Trotz mehrerer Energiesparlampen ist die Beleuchtung im Zimmer schlecht. Im Bad (keine Dusche, nur eine Badewanne 🤪 ) ist sie jedoch sehr gut.
Wir wollen uns in der Anlage umschauen, da fängt es an zu regnen, aber jedoch nur kurz. Die Anlage ist sehr grün mit vielen Blumen. Leider hört man die Straße sehr. Wir laufen am Bubi River entlang, anscheinend sind die dort gelegenen Unterkünfte etwas neueren Datums bzw. renoviert. Den Campingplatz sehen wir nicht.



Wir treffen auf zwei Männer, von denen der jüngere Südafrikaner und der ältere ursprünglich aus Zimbabwe sind. Letzterer will in Harare nochmal seine Kindheitserinnerungen auffrischen. Wir unterhalten uns gut. Sie haben insgesamt drei Stunden für den Grenzübertritt gebraucht, also lag es nicht an unserer Unfähigkeit. 😄
Wir essen im Zimmer, und danach fordert der anstrengende Tag sein Tribut. Es grummelt und blitzt schon wieder, später gewittert es noch heftig. Eine gute Entscheidung, heute nicht zu campen. 🙂
Tageskilometer: 287
ÜN: Lion & Elephant Motel


Ab morgen gibt’s dann mehr Fotos und weniger Text.
Teil 611. Nov. 2018
09.09. Gonarezhou NP
Auch heute sind wir wieder früh auf den Beinen. Es ist noch sehr frisch, der Pool liegt ausgetrocknet und verwaist da. Vielleicht liegt es daran, dass es momentan nachts noch ziemlich abkühlt. 😕

Es geht weiter, wie der Tag gestern geendet hat: die Straße ist mit Schlaglöchern übersät, sie ist recht schmal und der Lkw- Verkehr ist ziemlich dicht.
Ab dem Runde River wird die Landschaft felsiger und hügeliger. Die Gegend gefällt uns mit den pittoresken Hügeln und Felsen sehr gut.





Inzwischen kommen uns auch häufiger PKWs entgegen und nicht nur Lkws und Busse. Wir sehen auch mehr Menschen an der Straße.
Der Abzweig zur A 10 ist von unserer Seite nicht ausgeschildert. Meine Hoffnung, dass auf der A 10 weniger Lkw-Verkehr ist, erfüllt sich. Dafür sehen wir häufig Eselskarren. Die Qualität der Straße ist etwas besser, wenngleich sie nicht breiter ist. Christian muss auf die Rinder und Ziegen am Straßenrand achten.
Gegen 9:30 Uhr fahren wir durch Triangle, damit man nicht so schnell durchrast, gibt es hier unzählige bumper. 🤪
In Chiredzi wollen wir Fleisch und Gemüse kaufen, da man diese Waren nicht von Südafrika einführen darf. Das Angebot im O.K. Markt sagt mir nicht so zu. Den Pick’n’Pay entdecken wir leider nicht. An der Engen Tankstelle bekommen wir ohne Probleme Diesel. Das lässt uns für die weitere Reise hoffen. 🙂

Klaudia hatte einen Farmstall hinter Chiredzi erwähnt, und wir hoffen, dort noch Gemüse und vielleicht sogar Fleisch kaufen zu können. Leider finden wir ihn nicht, so fällt das Grillen im Gonarezhou NP aus, worüber besonders Christian enttäuscht ist.
Hinter Chiredzi hat die Straße mehr Schlaglöcher. Bevor man den Gonarezhou NP erreicht, durchfährt man das private Malilangwe Conservancy Gebiet. Am Bravo Gate 1 der Malilangwe Conservancy bekommen wir eine Quittung und den Hinweis, dass wir nicht anhalten dürfen. Die Quittung ist am Bravo Gate 2 abzugeben. Leider vergessen wir, den Fotoapparat nach vorne zu holen. 😣 Ein Waran, der die Straße quert, wäre ein lohnendes Motiv gewesen. Außerdem sehen wir Zebras und Impalas.


Bravo Gate 1 - Das Foto wurde ein paar Tage später bei der Weiterreise aufgenommen




Office Gonarezhou NP

Das Chilojo Cliffs Camp ist leider für unsere Zeit im Park ausgebucht. Wir entscheiden uns daher die erste Nacht für Chipinda Pools, die zweite Nacht für Fishans und die dritte Nacht für Chinguli. Die vierte Nacht lassen wir noch offen.
Es ist günstiger als offiziell (Stellplatz 50 $, private Campsite 90 $, Auto für 5 Tage 10 $) angegeben: wir bezahlen pro Person und Nacht für die Campsite 17 $ (für Fishans 30 $ pP), Nationalpark Eintritt pro Person und Tag 10 $ sowie fürs Auto 2 $ pro Tag.

Die Campsites von Chipinda Pools verfügen über eine eigene Grillvorrichtung, Feuerstelle, riedgedeckte Shelter (geschützter Unterstand) sowie einen Wasseranschluss und haben einen (unterschiedlich guten) Blick auf den Runde River. Unsere Campsite fünf liegt direkt gegenüber des Sanitärblocks, den wir als erstes inspizieren. Es gibt für Frauen und Männer jeweils eine Toilette und eine Dusche. Es ist sauber, Klopapier ist nicht vorhanden. Zum Glück haben wir vorgesorgt und Klopapier gekauft. 😛

Es ist sehr windig, aber da der Gasherd mit einem Windschutz ausgestattet ist, so dass dem Kochen nichts im Wege steht. 🙂 Christian entdeckt im Hintergrund Elefanten, er will, dass wir uns ins Auto zurückziehen, da die Elefanten in diesem Park den Menschen aufgrund der jahrelangen Wilderei nicht sehr freundlich gestimmt sind. Da ich aber bemerke, dass die Herde den Hügel hinauf läuft, bleiben wir sitzen. Kudus ziehen in einigem Abstand hinter dem Sanitärblock an unserer Campsite vorbei. Ein Kudu traut sich etwas näher heran, dann rennt es aber zurück zu seiner Herde. Hippos grunzen im Wasser.


Sanitärblock




Die Hippos sind leider etwas unscharf



Am Nachmittag brechen wir noch zu einer kleinen Runde zum Massasanya Dam auf. Am Damm sehen wir eine Wasserböcke und Impalas.


Das ist tatsächlich das einzige Foto, dass ich in Dammnähe gemacht habe 😐

Sie sind relativ scheu. Hippos dösen im Wasser. Auf der anderen Uferseite des Dammes sind in einiger Entfernung Elefanten. In der Ferne liegt ein Krokodil am Ufer. Neben drei Hammerköpfen gibt es weitere (Wasser-)Vögel, die wir aber leider aufgrund der Distanz nicht identifizieren können.

Als wir ins Camp zurückkehren, liegt unser Stellplatz im Schatten. Wir gönnen uns einen frühen Sundowner.



Vor dem Essen richten wir das Aufstelldach auf, was wirklich sehr schnell geht. Ein Nyalabock läuft hinter unserem Auto vorbei. Wir können unsere Spaghetti nicht in Ruhe essen, denn Elefanten nähern sich der Campsite. Christian zuliebe essen wir im Auto. Ich wäre erst mal noch sitzen geblieben, da ich denke, dass die Tiere, die zu den Camps kommen, Menschen gewöhnt sind und nicht aggressiv reagieren, sonst hätte es sicher auch einen entsprechenden Hinweis bei der Ankunft im Park gegeben. Dies wird mir auch bestätigt, als ich am nächsten Tag die Angestellte beim Gate anspreche. Ein Fahrzeug, das kurz darauf ins Camp will, muss eine Weile abwarten, ehe es weiter zu den Stellplätzen 1-3 fahren kann.
Der Sternenhimmel ist sehr gut zu sehen, leider gelingen mir keine Fotos vom Nachthimmel, da muss ich noch viel lernen.
(Ich habe mir vor dem Urlaub eine Lumix FZ 300 zugelegt, nachdem meine alte FZ 200 sich beim Zoomen immer ausgeschaltet hat. Leider habe ich mich vor dem Urlaub nicht allzu groß mit der neuen Kamera beschäftigt, wenig Zeit und wird schon im Großen und Ganzen ähnlich wie die alte sein. Ist sie auch, aber im Detail gibt es natürlich Unterschiede. Allerdings konnte ich auch mit meiner alten Lumix keine guten Fotos vom Sternenhimmel machen.)
Wir teilen uns noch einen Klipdrift, bevor wir unsere erste Nacht im Camper verbringen. Kurz nachdem wir im Bett liegen, geht auf einmal die Alarmanlage los. Zuerst denken wir, es ist das Auto der Nachbarn, bis wir realisieren, dass es unser Auto ist. Wir haben keine Ahnung, warum die Alarmanlage angegangen ist, aber es wird das einzige Mal bleiben (wenn wir im Bett liegen). Mit Hippogrunzen schlafen wir ein.
Tageskilometer: 301
ÜN: Chipinda Pools, Campsite Nr. 5
Teil 713. Nov. 2018
10.09. Chinguli – Fishans (Gonarezhou NP)
Wir schlafen die erste Nacht im Camper wunderbar. Die Nacht ist kalt (ca. 12°C), aber es ist nicht mehr so windig. Wir hören Hippos grunzen, Hyänen heulen und ganz gedämpft Löwenbrüllen. So gefällt es uns. 🙂
Das Vogelkonzert gegen Morgen ist ohrenbetäubend, die Nilgänse sind nicht zu überhören. Natürlich sind wir auch heute wieder früh auf, aber wir lassen uns Zeit, bevor wir nach Fishans fahren, denn es gefällt uns hier sehr gut.
Wir fahren zu der Stelle, wo der Runde River zu furten ist, aber leider können wir nicht bis ans andere Ufer rüber sehen. Ich würde daher gerne den Causeway ablaufen, aber da die Krokodile schon auf Lauer liegen, verzichten wir darauf.




Da müssen wir durch 🤨

Am Office ist neben der Angestellten von gestern auch ein Ranger vom Park anwesend. Wir teilen ihr und dem Ranger mit, dass wir absolute Angsthasen sind, was Fahrten durch Wassers betrifft. Sie arrangieren, dass ein Arbeiter beim Fluss auf uns wartet und vorfährt, damit wir sehen können, wie wir fahren müssen. Wenn wir Probleme bekommen sollten, kann er uns rausziehen.
Etwas beruhigter, aber dennoch aufgeregt, fahren wir zum Runde. Der Arbeiter wartet schon auf uns zu und fährt vor uns durch den Fluss. Auf dem zweiten Abschnitt rutscht der Wagen ein bisschen zur Seite, so sind wir vorbereitet, dass uns nicht das Herz in die Hose rutscht, wenn wir an der Stelle sind.



Die mit Wasserdurchfahrten Erfahrenen unter euch werden sich bestimmt vor Lachen ausschütten, wie man vor so einer harmlosen Flussquerung Angst haben kann. Aber wir haben bisher Flussdurchfahrten wie der Teufel das Weihwasser gescheut, und werden es weiterhin, da -wenn etwas schief geht- das finanzielle Risiko hoch ist.

Christian meistert die Durchfahrt prima. Wir sind happy und geben dem Arbeiter ein kleines Trinkgeld. Wir steigen aus, damit wir es uns von dieser Seite näher anschauen können. Ich komme ins Stolpern und falle hin. Mein erster Gedanke: hoffentlich hat der Fotoapparat nichts abbekommen. Ich teste ihn gleich, auf den ersten Moment kann ich nichts feststellen. Ich habe mir den rechten Handballen etwas aufgeschürft. Christian meckert etwas über meine Ungeschicktheit, was ich zwar nicht nachvollziehen kann, aber wie so oft, bestraft der liebe Gott kleine Sünden sofort: Christian verletzt sich kurz darauf selbst und im weiteren Verlauf des Urlaubs ist es so, dass ich ihn oft mit Pflastern versorgen muss. 😛
Die Strecke auf dieser Seite des Runde Rivers ist vorwiegend vom Mopanebusch geprägt, dementsprechend sehen wir wenig (Säuge-)Tiere.



Kurz vor dem Chinguli Camp biegen wir ab, um nach Fishans zu gelangen. Allerdings kommen wir nicht weit, da uns ein Graben die Weiterfahrt verhindert. 🤩





Wir fahren sowohl links als auch rechts ein Stück lang bzw. laufen ein Stück des Weges ab, aber uns erschließt sich nicht, wie man über den Graben kommt, obwohl es so aussieht, als ginge es dahinter weiter. Uns bleibt nichts anderes übrig, als umzudrehen.
Auf der Hupe Karte sieht es so aus, als gäbe es einen zweiten Weg, der näher am Wasser vorbeigeht. Wir probieren es Richtung Fishans Causeway, und dort führt tatsächlich ein befahrbarer Weg lang. In der Ferne sieht man die Chilojo Cliffs.
Hier sind auch ein paar Tiere: Gnus, Kudus, Impalas und Paviane. Sie sind jedoch sehr scheu. Uns fallen Termitenhügel und einige mächtige Baobabs ins Auge.

Das Fishans Camp bietet nur eine Feuerstelle, keinen Unterstand oder gar Wasseranschluss. Das Plumpsklo sehen wir zuerst nicht, da es ein Stück abseits steht.





Wir essen erstmal und trinken einen Kaffee. Bevor wir im Reiseführer lesen, checkt Christian das Auto, und ich spüle das Geschirr grob ab. Inzwischen sind die Paviane aktiv geworden und klettern in den Bäumen, die jedoch in einigem Abstand zu uns stehen, herum. Uns nerven jedoch kleine Fliegen, die anscheinend auch beißen oder stechen, denn uns juckt es an mehreren Hautstellen. 😈



Als es uns zu viel wird, gehen wir zum Flussbett hinunter. In weiter Ferne ist ein einsamer Elefant unter den Cliffs. Die Fliegen schwirren hier sogar noch vermehrt um uns herum.



Später fahren wir zum Chinguli Camp, um Holz beim dortigen attendant zu besorgen, da wir abends am Feuer sitzen wollen, auch wenn wir nichts zum Grillen haben. Christian entdeckt die ersten Warzenschweine, aber auch sie sind verschwunden, bevor ich ein Foto machen kann. 🙁
Leider kommen wir an den Fishans Causeway nicht nah ran, wir müssten erst durch den Tiefsand durchfahren, um an den Fluss zu kommen. Es kommt auch keiner von der anderen Seite, der den Fluss queren will. So steigt Christian aus und läuft ein Stück, um näher an den Fluss zu kommen, aber große Erkenntnisse gewinnt er dadurch auch nicht. 😄


Sieht auf dem Foto harmloser aus als es uns vorkam



Eine Gruppe Elefanten kommt auf der anderen Uferseite zum Fluss.





Das Chinguli Camp liegt auch schön am Runde River. Wie im Hupe Reiseführer beschrieben, liegen die Stellplätze eins und drei am besten (mit gutem Blick auf den Fluss). Nummer zwei und Nummer vier liegen vom Fluss abgewandt. Campsite Nummer zwei ist die kleinste und in meinen Augen die schlechteste, und ausgerechnet diese wurde uns zugeteilt 😣 . Nummer fünf liegt ziemlich weit hinten und ist nur über ein Stück Tiefststand erreichbar und somit am weitesten vom ablution block entfernt. Dieser ist in unmittelbarer Nähe zur Campsite eins.
Ich gehe auf Toilette, während Christian mit dem Camp attendant eine Schubkarre Feuerholz holt. Wir laden ihn zu einem Glas Cola ein, worüber er sichtbar erfreut ist. Wir unterhalten uns mit ihm, angeblich ist das Camp zurzeit nicht stark besucht. Hauptsaison ist wohl von Mai bis August. Ein Unimog kommt im Camp an und stellt sich auf die Campsite Nr. 1. Mal sehen, ob sie morgen noch da sind. Uns fällt angenehm auf, dass hier keine Fliegen nerven.
Auf dem Rückweg zum Fishans Camp kommt uns ein weiteres Fahrzeug entgegen. Ganz so leer scheint das Chinguli Camp nicht zu sein. 😄

Wir sichten nur noch Impalas, Warzenschweine und Elefanten.





Christian entzündet das Feuer. Er will sich Hände waschen, aber es tropft nur noch ein letzter Rest raus. Man darf sich wirklich nicht darauf verlassen, dass der Wassertank auch tatsächlich voll gefüllt wurde. 😈





Weit entfernt auf der anderen Uferseite ist eine Gruppe Elefanten. Sie ziehen sich langsam zurück und gehen einen Hügel rauf.
Heute Abend ist es wärmer als gestern, es ist auch nicht windig. Ich esse Toast. Christian fastet. Vielleicht gar nicht mal so schlecht, dass wir nichts zum Grillen haben… 😛
Tageskilometer: 70
ÜN: Fishans

Bei der Durchsicht der Fotos habe ich leider festgestellt, dass ich im Gonarezhou NP wohl nicht gerade in Fotografierlaune war und dementsprechend keine große Auswahl habe. Da fällt zwar die Qual der Wahl weg, aber leider auch, das ein oder andere lohnenswerte Motiv. Bei den nächsten Destinationen wird es aber besser (was die Quantität betrifft 😄 ).
Teil 815. Nov. 2018
11.09. Fishans - Chinguli (Gonarezhou NP)
Die Nacht ist im Vergleich zu der vorigen Nacht sehr ruhig. Wir hören nur kurz Löwen brüllen und Hyänengeheul.
Gegen 5:45 h beginnt bei den Affen der Tag. Der Ruf des Schreiseeadlers ertönt, und sämtliche andere Vögel stimmen ihr Konzert an. 🙂 Gegen 6:15 Uhr stehen wir auf. Da es noch sehr frisch ist, setzen wir uns mit dem Tee/ Kaffee in die Sonne und beobachten Baumhopfe und Braundrosslinge. Für ein Foto sind sie zu flink. Die schönen Blüten des sausage trees sind dagegen kooperativere Fotomotive. 😉



Ich entdecke auf einer Flussbank ein Hippo und ein Krokodil, leider nur in Fernglasentfernung. Wir hören erneut dezentes Löwengebrüll. Die Paviane sind dafür umso lauter, es hört sich zum Teil wie Mord und Totschlag an. 🤪

Wir wollen heute zum Chilojo Cliffs Viewpoint, Fotos der Klippen sowie die Aussicht von dort sind wohl die Bilder vom Gonarezhou NP, die jedem, der schon dort war, als erstes vor dem inneren Auge erscheinen, wenn man an den Park denkt.
Wir begegnen Gnus, Impalas, Ducker und vereinzelt Kudus, aber entweder sind sie zu weit weg oder zu sehr im Gebüsch versteckt. 😵


Weißrückengeier

Die Piste ist eng und von Mopanebusch gesäumt, was Christian gar nicht gefällt, da er nicht unverhofft auf Elefanten treffen will. Der Weg wird zur Wellblechpiste, aber dafür öffnet sich der Mopanebusch etwas.



Wir sehen zwei Elefantengruppen, aber sie schon etwas weiter entfernt, was Christian sehr Recht ist. Die letzten rund 10 km sind sehr (tief-)sandig, die letzten Meter vor dem Viewpoint sind dann wieder angenehm zu fahren.



Wir genießen eine dreiviertel Stunde allein die herrliche Aussicht am Chilojo Cliffs Viewpoint und sehen mehrere Elefantenherden und ein paar Affen im Flussbett.






sehr gezoomt...

Dann kommt ein Afrikaans sprechendes Pärchen und kurz darauf noch ein Tourfahrzeug mit einem älteren Pärchen. Mit ihnen kommen wir ins Gespräch, sie haben im Mai ihre Schwiegertochter in Hamburg besucht. Der Guide macht uns Mut, bis zum Bopomela Crossing zu fahren, um dann auf der anderen Seite zurückzufahren, aber Christian will sein Glück nicht herausfordern, daher fahren wir die gleiche Strecke zurück.

Wir stellen uns erstmal auf die Campsite Nummer eins im Chinguli Camp, da sie laut camp attendant heute frei sein soll. Wir laden ihn nochmal auf ein Glas Cola ein. Campsite Nummer drei ist von einer größeren Gruppe besetzt.
Den Großteil des Nachmittags verbringen wir mit lesen, faulenzen und Körperpflege. Christian kümmert sich auch ums Auto: Öl checken, Schrauben nachziehen.

Eindrücke in unmittelbarer Umgebung von Campsite 1:








Campsite Nr. 2, leider musste ich feststellen, dass ich kein Foto von der Campsite gemacht habe 😣 .

Später fahren wir nochmal zum Fishans Causeway, in der Hoffnung Tiere im Flussbett zu sehen. Bis auf Impalas, Pavianen, einem Kudu und einem Gnu wird diese Hoffnung nicht erfüllt.



Da wir uns nicht hetzen lassen wollen, fährt Christian etwas zur Seite, damit der Hintermann überholen kann, dann stellt sich heraus, dass es eine Deutsche ist, die auch auf Chinguli Campsite übernachtet.


immer wieder ein imposanter Anblick


Tawny Eagle?? Bitte um Berichtigung, falls ich daneben liege, aber bei den "brownies" tue ich mich extrem schwer 😊

Die Deutsche steht auf der Campsite Nr. 1, als wir das Camp erreichen. Wir wollen unsere Sachen packen und zur Campsite 2 umziehen, aber sie bietet uns an, die Campsite zu teilen. Wir revanchieren uns mit einem Getränk und unterhalten uns angeregt bis 22 h. Aus dem Hintergrund ertönt das Tröten von Elefanten und wenn man genau hinhört, hört man vereinzelt einen Löwen brüllen.
Tageskilometer: 59
ÜN: Chinguli Camp, Campsite 1
Teil 918. Nov. 2018
12.09. Chinguli – Chipinda Pools
Als wir aufstehen, ist Lilly schon putzmunter. Bevor sie in den südlichen Teil des Gonarezhou NP fährt, unterhalten wir uns nochmal wegen des river crossings beim Fishans Causeway. Dadurch verpasse ich, ein Foto vom Sonnenaufgang am Fluss zu machen. 😮
Christian hat nicht gut geschlafen, denn er hat gehörigen Respekt vor der Wasserdurchfahrt. Ich schwanke zwischen „wird schon gut gehen“ und „hoffentlich bereuen wir es nicht“. Letztendlich will ich nicht den gleichen Weg wie auf der Herfahrt fahren, da es auch ein großer Umweg wäre, schließlich wollen wir uns die gegenüberliegende Seite der Chilojo Cliffs anschauen. Ich versuche mich zu beruhigen, dass wir Tipps von Lilli bekommen und wir außerdem gesehen haben, dass das Wasser nicht allzu tief ist.
Ich spreche Christian Mut zu, dann wagt er das Abenteuer.


gleich drüben

Er macht es wieder prima, ich zweifle, ob ich es so gut gepackt hätte. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich die Flussdurchfahrt nicht gefilmt habe.



Blick zurück



Wir halten bei Nyalas, sie sind entspannter und rennen nicht weg. Das gilt für die meisten Tiere, die wir auf diesem Abschnitt sehen.



Die Baobabs sind meistens von Steinen umgeben, damit die Elefanten die Baumriesen nicht weiter schädigen können.



Der Picknickplatz liegt fast gegenüber dem gestrigen Aussichtspunkt. Wir gehen zum Flussbett runter, dort sehen wir Hornraben, Goliathreiher, Nilgänse und weit entfernt Affen. Hippos planschen in einem Wasserloch.





Als wir wieder hoch zum Picknickplatz gehen, kommt ein Caretaker und macht diesen sauber. Er weist uns daraufhin, dass sich ein Elefant der gegenüberliegenden Uferseite nähert.



Nach einer Weile kommt noch ein zweiter.



In der Zwischenzeit kommen zwei junge Deutsche, mit denen wir uns eine Weile unterhalten. Sie sind am Sonntag über Beitbridge nach Zimbabwe eingereist, da war die Lage wesentlich entspannter als bei uns, sie haben nur 1,5 h benötigt. Die Beiden haben sich gestern bei der Wasserdurchfahrt bei Bopomela im Flussbett festgefahren und mussten herausgezogen werden. Das hielt sie aber nicht davon ab, es heute noch einmal zu versuchen 🤩 . Dieses Mal erfolgreich.

Die Elefanten kommen in der Zwischenzeit auf unsere Uferseite und fressen am Fuße der Picknicksite, so dass wir langsam Richtung Auto gehen.











Auf der Weiterfahrt sehen wir viele Elefanten auf der Ebene. Wir fahren an der Kreuzung mit dem Sililijo Loop vorbei, wir wollen uns interessehalber selbst die Flussquerung bei Bopomela anschauen.
Um den Fluss zu queren, geht es mehrmals durchs Wasser und zwischendurch ist eine Tiefsandpassage. Gut, dass wir uns gestern dagegen entschieden haben, nach so viel Abenteuer steht uns nicht der Sinn. 😄





Da uns Lilli den Sililijo Loop als landschaftlich sehr schön empfohlen hat, nehmen wir diesen, um Richtung Chipinda Pools zurückzufahren. Anscheinend haben wir einen anderen Geschmack als Lilly, uns überzeugt zumindest der erste Abschnitt des Sililijo Loop nicht. Der Loop ist steinig und durch den Mopanebusch sehr eng. Im weiteren Verlauf wird er etwas offener. Es gibt viele Termitenhügel und Baobabs. Gelb blühende Bäume sind richtige Blickfänge.







Hier sind die Tiere wieder scheuer, als wir uns einer kleinen Wasserstelle nähern, entfernen sich Zebras und Impalas von dieser. Auch die Warzenschweine flüchten wenig später. Uns kommen die Warzenschweine im Gonarezhou NP recht klein vor.

Am Office bitten wir, uns für die letzte Nacht vom Chinguli Camp auf Chipinda Pools umzubuchen, was problemlos erfolgt. 🙂 Wir bekommen Campsite acht zugeteilt.
Campsite acht liegt liegt direkt an der Straße, die nur noch zur Campsite neun vorbei führt. Gegenüber liegt das Waschhaus.
Wir essen unsere letzten Brötchen. Danach hält Christian Siesta, ich lese und beobachte einige Vögel wie Haubenbartvogel, Angola-Schmetterlingsfink, Graulärmvogel und Nilgänse.


juv. oder fem. Jameson's Firefinch? 😕

Auf unserer Uferseite ist ein Elefant. Ich erahne ihn mehr als ich ihn sehe, da er unterhalb der Campsite am Ufer immer wieder gut vom Buschwerk verdeckt wird. Er kommt jedoch immer näher,



und wir verziehen uns sicherheitshalber ins Auto. Der Elefant hält uns über eine halbe Stunde lang in Schacht: rund um die Campsite inspiziert er jeden Baum und jeden Strauch. Dabei frisst er mal hier, mal da ein paar Blätter und Früchte. 🤪






vom Auto aus nach hinten zu fotografieren, ist nicht so leicht 😗

Ich überrede Christian noch, zur Runde Gorge zu fahren. Die Zufahrt ist zur Gorge ist sehr ruppig, aber zum Glück nicht allzu lang. Hier kann man auch übernachten. Es gibt wie bei Fishans ein Plumpsklo.



Christian entdeckt Löwenspuren, so dass wir uns nicht allzu lange außerhalb des Autos aufhalten. Leider entdecken wir sie jedoch nicht.
Als wir wieder auf dem Hauptweg sind, kreuzt etwas weiter vor uns eine braune Hyäene die Straße. Leider verschwindet sie im Mopanebusch, bevor ich ein Foto machen kann. Wir warten einige Minuten, aber sie kommt nicht wieder hervor.

Als wir auf die Campsite zurückkehren, trinken wir ein Hunters mit schönem Blick auf den Runde River. Ab und zu grunzen die Hippos, und die Grillen zirpen.



Später gibt es noch mal Nudeln mit Meatballs. Danach sitzen wir am Feuer. Es ist noch recht warm, der Himmel ist nicht so sternenklar wie die Tage zuvor.
Tageskilometer: 97
ÜN: Chipinda Pools
Teil 1021. Nov. 2018
13.09. Gonarezhou NP – Umgebung Masvingo Teil I
Die Nacht war heute wärmer als die letzten Nächte, obwohl es ca. eine Stunde sehr heftig stürmte.
Heute heißt es, Abschied vom Gonarezhou NP zu nehmen. Da wir keinen weiten Weg vor uns haben, können wir uns Zeit lassen. Allerdings nerven die Fliegen heute sehr. Zum Teil beißen sie, Christian vermutet schon, dass es Tsetsefliegen sind. Ich denke, dazu ist der Biss nicht schmerzhaft genug. Nyalas laufen in der Nähe unserer Campsite und unterhalb am Flussufer herum.




Campsite 7 ?



Bevor wir Richtung Gate fahren, fahren wir den Hügel hoch, da die Sonne jetzt im richtigen Licht stehen müsste, um einen guten (Aus-)Blick auf den Runde River zu haben. Leider ist es sehr dunstig. 🙁



An der Runde Furt legen wir noch einen lohnenswerten Stopp ein:











Christian entdeckt in einiger Entfernung auf einer Sandbank sogar zwei African Skimmer.



Auf der Durchfahrt durch das Malilangwe Conservancy Gebiet sehen wir Zebras, Impalas, Leierantilope und einen Elefanten.







Teil 1123. Nov. 2018
13.09. Gonarezhou NP – Umgebung Masvingo Teil II
Wir tanken an der gleichen Tankstelle wie auf der Hinfahrt, leider haben sie hier keinen Kompressor, damit wir den Reifendruck erhöhen können, so müssen wir unseren herausholen.
Dank der Beschreibung von Lilli finden wir den Pick’n’Pay. Auf dem Parkplatz werden wir von unzähligen Bettlern angesprochen, viele sind davon noch im Schulalter. Wir sind froh, als wir weiterfahren.


bei Chiredzi

Die Straße nach Zaka ist zwar nicht ohne Schlaglöcher, lässt sich aber gut befahren. Es kommen immer wieder kleine Gehöfte, und der Verkehr hält sich in Grenzen. Ungefähr ab Zaka beginnt eine ziemlich hügelige Landschaft. Kleine Hütten sind weit verstreut in der Landschaft verteilt. Wir kaufen am Straßenrand ein paar Süßkartoffeln für einen Dollar.





Von der A 9 biegen wir in eine Gravelroad ab. Vor zwei Jahren haben wir auf der Campsite des Norma Jeane’s Lakeview Resorts, das in der Nähe von Great Zimbabwe liegt, genächtigt. Dort hat es uns gut gefallen, aber da wir Great Zimbabwe nicht noch einmal besuchen wollen, haben wir uns aus dem Hupe Reiseführer die Muunze Forest Lodge ausgesucht, da sie etwas zentraler liegt und ein nur 10 $ teurer als die Campsite für zwei Personen ist. Leider weist kein Schild auf die Lodge hin, gut, dass ich mir den Routenplan von Google Maps mit den Kilometerangaben ausgedruckt habe, so dass wir uns daran orientieren können. Sicherheitshalber sprechen wir jemanden an, der sich sogleich eine Mitfahrgelegenheit bei uns verspricht. Ganz wohl ist uns dabei nicht, aber es sind nur wenige 100 m von der Gravelroad einen Weg bergauf, und er hat viele Einkäufe zu tragen. Er steigt an einer Ecke aus und geht noch weiter den Hügel hinauf, wir sollen geradezu durch das Tor fahren.

Auch hier sehen wir kein Schild, daher fragen wir ein schwarzes Pärchen, dass sich auf dem Anwesen aufhält, ob dies die Muunze Forest Lodge ist. Die Angestellte greift zum Handy, telefoniert kurz und reicht mir den Hörer weiter. Es ist Amy, die Besitzerin. Sie will gegen 17:00 Uhr da sein, wir sollen uns das Chalet von den beiden zeigen lassen.



Es ist sehr einfach, und das Bad sieht etwas oll aus, aber für eine Nacht können wir uns damit arrangieren. Die Einrichtung ist kunterbunt zusammengewürfelt. Das Bett ist recht schmal, maximal 1,40 m. Im Bad ist auch alles provisorisch. Der Duschvorhang ist über einen Besenstil gelegt, der weder auf der einen noch auf der anderen Seite richtig befestigt worden ist. 🤪

Ich weiß, die Fotoqualität der Innenaufnahmen und abends auf der Veranda ist schlecht (das kommt davon, wenn man sich vorher nicht genug mit dem Fotoapparat auseinandersetzt 😣 ), aber ich wollte, dass ihr euch einen kleinen Eindruck machen könnt.









Der Mann macht den Donkey an, damit wir abends duschen können. Christian und ich essen auf der Veranda, dann laden wir die Akkus und lesen. Nach 17 h werden wir langsam unruhig, denn wir warten sehnlichst auf Amy, schließlich haben wir endlich alles, was wir zum Grillen brauchen außer Feuerholz 😄 . Leider sehen wir auch die beiden Angestellten nicht mehr, die uns bestimmt auch Holz bringen hätten können. Der Himmel verfärbt sich rötlich, es lohnt sich jedoch nicht, ein Foto zu machen, da ihn zu viele Bäume verdecken.

Es ist 18:00 Uhr, als Amy mit Kleinkind auf dem Arm erscheint. Sie entschuldigt sich, dass sie zu spät sei und erkundigt sich, ob alles ok sei. Sie bietet an, einen kleineren Grill vorbeizubringen, was wir annehmen.
Kurz darauf bringen uns Amy und ihr Mann Jarred einen tragbaren Grill sowie Holz und Papier zum Anzünden. Da wir mit USD bezahlen, zahlen wir nur 30 $ statt der im Hupe Reiseführer angegebenen 40 $. Diese beziehen sich auf die Bezahlung mit Bonddollar. Für das Holz berechnen sie uns nichts. 🙂



Wir unterhalten uns noch, dann kann Christian endlich den Grill anwerfen. Für ihn fängt der Urlaub wohl erst jetzt richtig an 😄 ; das erste selbst Gegrillte in diesem Urlaub schmeckt köstlich.
Nicht ganz so schön finden wir das laute Hundegebell, das von irgendwelchen Nachbargrundstücken bis zu uns ertönt.

Tageskilometer: 236
ÜN: Muunze Forest Lodge
Teil 1225. Nov. 2018
14.09. Muunze Forest Lodge – Chinhoyi Caves
Die Nacht ist ruhig bis auf gelegentliches Hundegebell. Beim Duschen warte ich offenbar nicht lange genug, bis das warme (Rest-)Wasser vom Donkey zur Dusche kommt, denn das Wasser ist fast kalt. 😐 Christian ist geduldiger und kann eine warme Dusche genießen. Da noch Zeit ist, speichere ich die Fotos.
Bei der Verabschiedung von Amy und ihrem Mann erwähnen wir, dass wir Schwierigkeiten hatten, die Lodge zu finden, da kein Schild darauf hinweist. Amy erklärt uns, dass dies so gewollt ist, dass sie sich ihre Gäste selbst aussuchen wollen, weil sie schon negative Erfahrungen mit Gästen aus dem Umkreis gemacht haben, die die Chalets als „Stundenhotels“ benutzt hätten.



Muunze Forest Lodge



Es ist noch ziemlich frisch, als wir abfahren. Wir halten kurz, damit ich noch ein paar Fotos vom See machen kann, was gar nicht so einfach durch das viele Buschwerk ist. 😄







Die Teerstraße nach Masvingo ist sehr gut; keine Schlaglöcher, und der Verkehr ist bescheiden. Laut der guten Wegbeschreibung von Amy finden wir NetOne schnell. Christian kann direkt davor parken. Bis ich die Kopie vom Pass habe und das Telefons eingerichtet ist, dauert es zwar eine halbe Stunde, dann können wir WhatsApps versenden. Telefonieren funktioniert nicht, das bemerken wir jedoch erst später. 😣

Die Tankstelle in Gutu ist sehr belebt, auf dem Gelände ist auch eine Kette wie KFC und ein kleiner Shop. Das Gebäude mit den (sauberen) Toiletten befindet sich auf der Rückseite. Sie sind sauber.


zwischen Gutu und Chivu

Wir beobachten ein schwarzes Pärchen bei der Aufnahme eines selfies mit einem fotogenen Felsen am Straßenrand. Die Straße ist im guten Zustand mit moderatem Verkehr. Es gibt vergleichsweise wenig örtliche Ansiedlungen, immer wieder mal ein paar vereinzelte Rundhütten. Leider sind keine Gemüseverkäufer mehr am Straßenrand, wir möchten noch Gemüse kaufen. Des Öfteren muss Christian abbremsen, weil Kühe die Straße kreuzen.



Chivhu ist nicht besonders groß aber ziemlich belebt. Es gibt einen Spar, einen Pick’n‘Pay sowie eine Engen Tankstelle. Auf der A 4 ist mehr Verkehr, und die Seitenränder sind löchrig. Es ist anstrengend zu fahren, besonders wenn LKWs zu überholen sind.

Hinter einer Mautstelle geht es zweispurig weiter, das ist auch gut, denn hier herrscht sehr viel Betrieb. Vielleicht hängt es mit einem Marktplatz zusammen. Entweder ist es der übliche Verkehr in einem Vorort von Harare, oder es liegt daran, dass Freitagnachmittag ist. Jacarandabäume und Bougainvilleas blühen.
In Harare will uns das Navi im Gegensatz zu Google maps schon vor der Rotton Row links weglotsen, aber wir ignorieren es. Danach will es uns geradeaus direkt bis zur A1 –Lomagundi Road- führen, ich schlage Christian vor, dann dem Navi zu folgen, und nicht Google Maps, dass uns über Rotton Row und viele kleinere Straßen führen wollen. Dies ist jedoch die falsche Entscheidung 😗 , denn das Navi wusste wohl nicht, wohin es uns leitet, wir fahren gefühlt mitten durch die Slums bzw. durch eine zwielichtige Gegend. Es ist nicht sehr angenehm zu fahren, auch bedingt durch starken Verkehr und viel Gewusel. Wir sollen links in die Robert Mugabe abbiegen, die ist aber eine Einbahnstraße. So fahren wir weiter geradeaus, kommen dann zum Glück nach einer Weile über die Price Edward Straße auf die A 1.



in dieser Gegend fühlen wir uns wohler



Wir kaufen in der West Gate Shopping Mall bei Pick’n‘Pay ein. Die Auswahl ist groß, die Preise ebenso.







In Banket gibt es keinen der Diesel. Wir würden zur Not noch etwas bekommen, aber uns ist das suspekt. Außerdem haben wir noch mehr als genug.
Die A 1 ist im besseren Zustand als die A 4.Die Straße ist insgesamt breiter, und es gibt sogar ab und an eine Überholspur. Der Verkehr hat nachgelassen.
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir Chinhoyi. Autofahrer stehen an der Puma Tankstelle Schlange, aber es stellt sich heraus, dass sie beim Benzin und nicht beim Diesel anstehen. So nutzen wir die sich uns bietende Gelegenheit. Am Ortsausgang ist sogar noch eine Engen-Tankstelle.
Ein Insasse eines Minibusses schmeißt vor uns eine Getränkedose mit Inhalt raus. 😈

Zum Übernachten haben wir uns den Campingplatz an den Chinhoyi Caves ausgesucht. Im Gegensatz zu den Angaben im Hupe-Reiseführer gibt es keinen Strom auf der Campsite selbst.



Zwei ablution blocks sind wegen Renovierung gesperrt. Vor einem ablution block zeltet eine Gruppe Schulkinder. In den Duschräumen gibt es keine Haken für Kleidung oder Handtuch. Weder die Duschen noch die Toiletten kann man abschließen. Der gesamte ablution block ist mehr als renovierungsbedürftig. Während ich dusche, entfacht Christian das Feuer. Am Stellplatz gibt es keinen Wasseranschluss. Auf dem angrenzenden Grundstück brennt es. Auf Nachfrage, ob es gefährlich für uns werden könnte, versucht uns ein caretaker zu erklären, dass Tiere zusammengetrieben werden und winkt ab. Überzeugt sind wir nicht.
Obwohl wir weit von der Straße entfernt stehen, ist der Verkehrslärm nicht zu überhören. Dennoch lassen wir uns das Essen schmecken. Wir spülen das Geschirr ab und ziehen uns vergleichsweise zeitig in den Camper zurück. Wirklich wohl fühlen wir uns nicht auf dem Campingplatz bzw. auf unserem Stellplatz, da wir so weit ab vom Schuss stehen. Wegen des Feuers auf dem Nachbargrundstück haben wir aber keine Bedenken mehr, da es inzwischen kontrollierter wirkt.
Tageskilometer: 477
ÜN: Chinhoyi Caves Hotel & Campsite, 9 $ pP
Teil 1328. Nov. 2018
15.09. Chinhoyi Caves – Mana Pools
Die ganze Nacht ist reger Verkehr auf der A 1. Auch zu den Häusern der Angestellten hinter unserem Zeltplatz fahren hin und wieder Autos. Anfangs schrecke ich wegen jedem Geräusch auf. 🤨
Gegen 5:30 Uhr ertönt ein lautstarkes Vogelkonzert, und es wird langsam hell. Die Kinder sind zum Teil schon wach. Die Paviane toben herum, aber sie belästigen uns nicht.
Als ich sie fotografieren will, geht der Fotoapparat zwar an, aber als ich den Zoomschalter betätige, schaltet er sich wieder aus. Danach lässt er sich nicht wieder einschalten. Sind das etwa die Nachwirkungen von meinem Sturz? 🤢 Mir zittern die Knie, da in mir sofort die Erinnerungen an den Kruger NP hochkommen, als meine alte Lumix nur noch eingeschränkt nutzbar war. Glücklicherweise hat Christian gleich den richtigen Gedanken: nachdem ich den Akku gewechselt habe, funktioniert der Fotoapparat wieder. 😄





Bevor es heute nach Mana Pools geht, wollen wir uns noch die Chinhoyi Caves, mehrere, durch Höhlengänge miteinander verbundene Kalksteinhöhlen und Dolinen ansehen. Wer auf dem Campingplatz übernachtet, zahlt pro Person nur 3 $ statt 9 $.




runter ist einfach 😉



Der Sleeping Pool ist für uns das Highlight: ein knapp 100 m tiefer Teich mit steilen Felswänden und einer eingestürzten Decke, durch die das Tageslicht auf das Wasser scheint und es tiefblau erscheinen lässt.




hoch ist schon anstrengender 😛

Wir blicken auch noch vom Wonder Hole View Point auf den Sleeping Pool und gehen durch die Dark Caves zu einem weiteren View Point auf den Sleeping Pool, aber da die Fotos ähnlich, jedoch qualitativ schlechter sind, erspare ich sie euch. Auch in den Dark Caves sind diverse Stufen zu bewältigen, wir hoffen inständig, dass die Beleuchtung nicht ausfällt, denn dummerweise haben wir unsere Taschenlampen im Auto gelassen 😠 . Aber wir haben Glück...
Für uns ist diese Besichtigung eine schöne Abwechslung.

Am Parkplatz bitten wir einen Angestellten, den Wassertank mit dem Gartenschlauch zu füllen, was er auch macht. Nachdem Christian vorab schon was gegessen hat, schmieren wir uns für unterwegs ein paar Toastscheiben und machen uns einen Kaffee.
Gegen 8:45 h geht es auf der A 1 weiter Richtung Norden. Sie ist jetzt schmaler als zuvor, und der Asphalt an den Seitenrändern ist auch wieder löchrig.
Wir nehmen uns zwei Rumpsteaks sowie Biltong vom Schwein und vom Rind von der Fleischerei von Lions Den mit, da das Fleisch sehr gut sein soll. Kein Schnäppchen, aber das Fleisch ist sein Geld wert.




Wenn man Zeit hat, kann man im Garten auch in netter Umgebung essen



In Karoi herrscht eifriges Treiben. Wir schwanken, ob wir noch zu bei Pick’n‘Pay wegen Kartoffeln und Kürbis ranfahren. Nachdem wir bereits den Ortsausgang hinter uns gelassen haben, entscheiden wir uns, sicherheitshalber umzudrehen, denn sonst hätten wir nur Süßkartoffeln und Fleisch. Die richtige Entscheidung, denn bis Mana Pools gibt es weder einen Stand am Straßenrand noch ein Geschäft.







Zum Glück hat der Lkw-Verkehr etwas nachgelassen, denn wenn ein Lkw entgegenkommt, ist es ziemlich eng. Die Straßenqualität ist halbwegs annehmbar, die Seitenränder sind zwar löchrig und mitunter gibt es kleine Senken, aber keine größeren Schlaglöcher.





Verstreut liegen immer wieder Rundhütten und andere kleine Gebäude, bis man die Wildlife Area erreicht, auf die ein Straßenschild hinweist. An den Straßenrändern sammelt sich leider zum Teil der Plastikmüll. 😈
Es wird kurvig und wir sind froh, dass uns mehr Lkw’s entgegen kommen als in unsere Richtung fahren.


kurz vor Makuti

Vor Makuti nehmen die Schlaglöcher zu. Die Tankstelle scheint außer Betrieb zu sein. Wir halten an der Makuti Travel Lodge für einen kurzen Stopp. Von der Aussicht auf die flache Tiefebene ist nur wenig zu sehen. Der Ausblick vom Straßenrand kurz dahinter ist etwas besser:





Ein paar Kilometer hinter Makuti entdeckt Christian die ersten Tsetsefliegenfallen und die ersten (wilden) Tiere sind am Straßenrand: Paviane. 😎
Beim Marongora Office füllen wir die Anmeldung für Mana Pools aus und erhalten das notwendige Permit. Wir reduzieren auch gleich den Reifendruck. Wir kommen mit den Schweizern Peter und Edith ins Gespräch, die die gestrige Nacht auch auf dem Campingplatz in Chinhoyi verbracht haben. Sie sind jenseits der 70 und erfahrene Afrikareisende.



Vor uns tuckert ein Lkw die Straße herunter und biegt zu unserem Unmut auch zum Gate nach Mana Pools ab.

Bevor es weiter geht, muss ich noch gründlich Fotos aussortieren. Im Gegensatz zu meiner mangelnden Fotoausbeute vom Gonarezhou NP kann ich mich darüber vom Mana Pools NP nicht beklagen. 🤪
Teil 1401. Dez. 2018
15.09. Chinhoyi Caves – Mana Pools Teil II
Netterweise lässt er uns aber hinter dem Gate überholen. 😁
Da es hier Tsetsefliegen geben soll, lassen wir die Fenster geschlossen und schalten die Klimaanlage an. Die rund 75 km lange Piste zum Nyamepi Camp/ Office ist sehr uneben und weist starkes Wellblech auf.
Leider werden wir auch nicht durch interessante Sichtungen entschädigt: nur ein paar Impalas, ein Ducker und entfernt im Buschwerk sind Elefanten auszumachen. Einzig die beeindruckenden Baobabs verschönern uns die Rüttelei. Als wir uns dem Nyamepi Office nähern, zeigen sich mehr Tiere: Impalas, Warzenschweine, Elefanten, Zebras und Paviane.





Der Mitarbeiter im Nyamepi Office informiert uns, welche Plätze noch frei sind. SB 4 scheint eigentlich ganz gut zu liegen, denn er liegt direkt am Ufer des Sambesis und käme auch nur 23 $ pro Person, aber wir vermuten, dass es bei dem Preis einen Haken geben müsse, denn andere Stellplätze, die mitunter weiter vom Ufer entfernt liegen, sind wesentlich teurer. 😕



Der Angestellte bietet an, uns die freien Campsites anzuschauen. Obwohl ich am liebsten sicherheitshalber schon SB 4 gebucht hätte, nehmen wir sein Angebot an.

Die Campsites 7; 8 und 10 liegen total dicht zusammen. SB 4 bietet zwar nicht viel Schatten und ein Leberwurstbaum steht auf der Site, aber von der Lage her ist der Stellplatz perfekt. Wir sind uns sofort einig, dass wir den Stellplatz nehmen.



Zurück am Office bezahlen wir mit Kreditkarte und erwerben noch eine Map, die sich aber als nicht besonders hilfreich herausstellt.

Auf der Campsite stellen wir unseren Tisch und die Stühle auf und inspizieren die Sanitäranlagen. Es gibt eine Badewanne, zwei Klos und eine Dusche. Anschließend genießen wir die Sicht aufs Wasser. Hippos grunzen und Elefanten laufen in unserer unmittelbaren Nähe vorbei,


White-fronted bee-eater





eine Elefantenmutter mit ihrem Nachwuchs läuft direkt an unserem Tisch vorbei. Mitunter fehlt nicht viel, und wir könnten die Hand ausstrecken und die Tiere streicheln.




aus fotografischer Sicht ein schlechtes Foto, aber dafür kann man gut erkennen, wie nah sie vorbei gelaufen sind 😄



Bevor es zu dämmern beginnt, gehe ich duschen. Es gibt Warmwasser und auch die Toilettenspülung funktioniert. Christian zündet zwischenzeitlich den Grill an. Vermutlich durch den Fleischgeruch angelockt, laufen Hyänen im Camp herum. Das Fleisch schmeckt Christian wunderbar, ich bin mit dem vegetarischen Rest zufrieden. 😉 Beim Abwasch unterhalten wir uns noch mit einem der Pärchen von der uns gegenüberliegenden Campsite. Nachdem Christian duschen war, gibt’s noch einen Schlummertrunk.
Es zieht ein leichter Wind auf bei angenehmen 27 ° C, tagsüber hatten wir 40°C. Gegen „Safari-Midnight“ verziehen wir uns in den Camper.
Tageskilometer: 279
ÜN: Nyamepi Camp
Teil 1505. Dez. 2018
16.09. Mana Pools Teil I
Die Nacht ist sehr warm und von Hippogrunzen geprägt. Ab und zu heult eine Hyäne. Als es dämmert, sehen wir die Umrisse eines Hippo beim Grasen. Die Elefantenmutter läuft auch schon im Camp herum.



Normalerweise versuchen wir, zeitnah zur Gate-Öffnung auf Pirsch zu gehen. Hier lassen wir uns ebenso wie im Gonarezhou NP mehr Zeit (wobei es bei beiden Parks kein Gate bei den Camps gibt) . Wahrscheinlich liegt es an der angenehmen Atmosphäre und der schönen Umgebung. 😄



peilt die Meerkatze etwa schon die Lage? 😎 denn nach dem Gamedrive fehlt unser Holz 😈



Wir haben keine festgelegte Route, daher biegen wir je nach Lust und Laune mal links oder rechts ab. Die Landschaft ist durch Termitenhügel geprägt und die Blüten der Leberwurstbäume liegen oft auf dem Boden. Auf einer freien Fläche erblicken wir Elefanten, Warzenschweine und Zebras.



Wir halten am Longpool. Als wir weiterfahren wollen, springt der Wagen nicht gleich an. 🤨


Longpool



In einer Pan sind viele Nimmersatt und einige Wasserböcke. Ansonsten ist es bis auf Tsetsefliegen, die uns verfolgen und ein paar Perlhühner in der Ferne, tierarm. 🙁
Das Auto bereitet uns Sorgen, da es beim nächsten Stopp noch länger braucht, bis es anspringt. Langsam wird auch Christian nervös. 😮 Wir versuchen uns zwar zu beruhigen, dass das Auto gerade mal 20.000 km auf dem Tacho hat und vor unserer Übernahme noch eine Inspektion gemacht wurde, aber so ganz gelingt das nicht, zumal es hier keinen Handyempfang gibt. Einzig, es sind genug andere Touristen vor Ort, die ggf. Hilfe über das Nyamepi Office organisieren könnten.

Bevor wir die River Road nehmen, wo es zu den anderen Camps wie Mucheni et cetera geht, legen wir einen „Pipi“- Halt im Camp ein. Ich habe Bedenken, dass der Motor nicht mehr anspringt, aber der Motor startet beim ersten Versuch. Christian macht den Wagen wieder aus, und auch beim zweiten Mal startet der Motor auf Anhieb.

Beim Chisasiko Pool sehen wir diverse Vögel und Hippos.





Wir sehen immer wieder Elefanten, mal einzeln, mal mit Kind.



Die River road ist bei Tourfahrzeugen beliebt, obwohl man - wenn man nicht in einem der Camps übernachtet, wenig gute Ausblicke auf den Sambesi hat.







Zebra Pan:




Wir halten am Trichilia Viewpoint. Im Schatten steht ein Auto, dessen Insassen sich mit ihren Stühlen in den Schatten gesetzt haben. Die Temperaturanzeige scheint bei 20° C eingefroren. Wir können das nicht glauben, gefühlt sind es wesentlich mehr als 20° C. Das Auto springt wieder nicht an. Obwohl wir alles so machen, wie es lt. Bedienungsanleitung vorgesehen ist, startet es erst beim dritten Versuch. 😣





Ein Elefant badet in einem Pool, wir fahren aber weiter, da wir uns nicht trauen, den Motor noch einmal auszumachen. 🙁
Teil 1609. Dez. 2018
16.09. Mana Pools- Teil II
Zurück im Camp suchen wir als erstes eine schattige Position fürs Auto, was gar nicht so einfach ist, denn direkt unter dem Leberwurstbaum wollen wir auch nicht stehen. Während wir frühstücken, besucht uns Edith. Wir berichten ihr, dass wir Probleme mit dem Starten haben. Als Peter später ebenfalls bei uns vorbeischaut, teilen wir auch ihm die Probleme beim Anlassen mit. Das einzige, was wir feststellen, ist, dass Christian die Kupplung vielleicht nicht immer bis zum Anschlag durchtritt. Aber warum ist der Camper bisher immer anstandslos angesprungen? 😐
Da tagsüber bei den Duschen weniger Andrang herrscht und bei den hohen Temperaturen eine Erfrischung angebracht ist, gehen wir duschen.
Anschließend sucht Christian nach den Heringen für die Stangen des Sonnenvordachs. Er stellt das ganze Auto vergeblich auf den Kopf. Dann ein letzter Gedanke, sie könnten unter der Abdeckung für das Sonnenvordach sein-Bingo!
Warum wir das Sonnenvordach dann doch nicht aufgebaut haben, können wir im Nachhinein nicht nachvollziehen. 🤪


mit so einem Blick stellt sich Urlaubsfeeling ein

Ein Stück von unserer Campsite entfernt stehen mehrere Personen mit Kamera am Ufer: ein Elefant ist im Wasser. Er läuft im Wasser in Richtung unserer Campsite und geht an Land.
















Dieser Baum musste wohl schon häufig zum "Haut-schuppern" herhalten 😄

Als wir nachmittags noch mal aufbrechen, startet der Wagen gleich beim ersten Versuch. Die Temperaturanzeige scheint auch wieder zu funktionieren: sie zeigt 37 °C an. Zuerst kaufen wir am Nyamepi Office Feuerholz, dann fahren wir einen Track, den wir heute Morgen noch nicht gefahren sind. Das Gras steht hier so hoch, das es den Elefanten zum Teil bis zum Bauch reicht.



Die Piste führt durchs Wasser, hier heißt es für uns umdrehen, denn wir wollen nichts riskieren. Hinter uns kommt jemand, der durchs Wasser fährt. Wahrscheinlich führt der Weg dorthin, wo heute Morgen Löwen gesehen worden sind, aber das ist es uns nicht wert. Wir fahren daher den gleichen Weg zurück.




Es ist eine größere Herde Büffel, die über ein größeres Areal verstreut steht







Wir biegen in den Mana Drive ab. Ein Elefant steht nah am Wegesrand, so dass wir nicht vorbeifahren wollen. Aus der Gegenrichtung wartet auch ein Fahrzeug, dass der Elefant den Weg frei gibt. Nach einigen Minuten hat der Elefant ein Einsehen und macht uns den Weg frei. Unser Gegenüber hat schon den Rückzug angetreten.

Christian entdeckt nicht weit von unserm Camp einen Schakal. Als ich durch Fernglas schaue, sehe ich im Hintergrund noch zwei Hornraben.



Da wir den ganzen Nachmittag kein Problem beim Anlassen hatten, ist Christian sicher, den Fehler gefunden zu haben: er hat die Kupplung mitunter nicht ganz durchgedrückt. Ich bin noch nicht ganz überzeugt, hoffe aber inbrünstig, dass er Recht hat.
Bei einem Sundowner überlegen wir, ob wir hier noch eine Nacht verlängern. Eine Hyäne läuft an uns vorbei, kurz darauf hört man eine heulen. Hippos grunzen. Außerdem hört es sich so an, als ob Löwen einen Riss gemacht hätten. Christian meint, es könnte ein Büffel sein, der von Löwen angegriffen wurde. Am nächsten Tag bekräftigen die zwei Pärchen seinen Verdacht.
Das Essen ist wieder sehr lecker. Als wir vom Abwaschen kommen, sehen wir die Augen der Hyänen leuchten. Mit der üblichen Geräuschkulisse (grunzende Hippos, heulende Hyänen und zirpende Zikaden) schlafen wir wunderbar ein.
Tageskilometer: 64
ÜN: Nyamepi Camp
Teil 1713. Dez. 2018
17.09. Mana Pools
Die Nacht war bis auf grunzende Hippos und deren Mampfen beim Grasen in den frühen Morgenstunden ruhig.
Als wir um 5:45 Uhr aufstehen, dämmert es. Der erste Gang führt zum Sanitärblock. Was sitzt denn auf dem Klodeckel? Bei genauerem Hinsehen entpuppt es sich als Frosch, der erste Spanner am heutigen Tag. 😄





Damit unser Holz nicht wieder entsorgt wird, lassen wir den Tisch und Stühle auf der Campsite zurück.



In der Nähe des Chisasiko Pools stehen viele Leute außerhalb ihres Fahrzeugs: ein Elefant angelt sich mit seinem Rüssel höher hängende Früchte, aber leider tut er uns nicht den Gefallen und stellt sich dazu auf die Hinterbeine, wie es in diesem Park bereits bei einigen Elefanten beobachtet wurde.





Wir fahren weiter Richtung Old Ndungu und Vundu Camp.


so unfotogen war der Himmel leider häufig 🙁

Auch wenn es nicht gern gesehen (oder sogar nicht erlaubt ist?) schauen wir uns Old Ndungu von Nahem an:



Die Lage ist schön, die Toilette weniger .. 😣



Hinter Old Ndungu sieht man ein paar 100 m lang sogar den Zambesi. Die Piste führt jedoch schnell wieder vom Wasser weg.
Hier scheinen wieder Tsetsefliegen herumzuschwirren. Kaum sind sie aus einem Fenster raus, kommen sie durch andere Fenster wieder rein. 😈




Karminspint

Am Schild Vundu Conservation dürfen nur residents weiterfahren. Eigentlich wollen wir zum Vundu point, aber entweder ist dieser nur noch für residents der Vundu Conservation zugänglich oder wir finden den Weg zum Vundu point einfach nicht. 😐 So drehen wir um.







Teil 1813. Dez. 2018
Nachdem wir uns einen Schattenplatz gesucht haben, frühstücken wir. Es weht ein leichter Wind. Ab und zu tropft von den Leberwurstbäumen eine rötliche, klebrige Flüssigkeit herunter. Wir lesen und tauschen uns mit mehreren Campnachbarn aus. Ein Elefant hat gestern bei Peter und Edith die Kartoffelschalen und Toastbrot vom Tisch geklaut. Das sollte heute Abend noch ein Nachspiel haben. 😮
Natürlich gibt's auch im Camp wieder was zu gucken:






traute mich nicht den Tisch abzuräumen, um den Elis nicht zu beunruhigen, aber wahrscheinlich hätte ihn das nicht gestört 😄

Christian entdeckt einen kleinen Waran, den die Bienenfresser versuchen zu vertreiben, leider komme ich zu spät für ein Foto.
Die Meerkatzen toben im Camp herum, bis jetzt haben sie uns aber in Ruhe gelassen. Wir werden jedoch Zeuge, wie sie die Nachbarn beklauen.
Beim Duschen beobachtet mich wie heute Morgen ein Frosch, dieses Mal sitzt er auf der Tür. 🤪

Gegen 15:30 h wollen wir noch einmal unser Sichtungsglück testen. Da das Auto jetzt immer sofort anspringt, scheint das nicht vollständige Durchdrücken der Kupplung wirklich die Ursache zu sein. Man sind wir erleichtert.
Zwei Flusspferde kommen uns entgegen gerannt. Für uns ist nicht erkennbar, warum sie rennen. Bevor sie uns erreichen, bremsen sie ab und gehen dann getrennte Wege.









Als wir uns dem Long Pool Viewpoint nähern, gleiten die Krokodile wieder ins Wasser. Nur ein einziges bleibt liegen.







Wir biegen gegenüber dem Abzweig zur Zebra Pan links in eine sandige Piste ein. In einem kleinen Pool ist ein Hippo fast vom Grün umrankt und erst auf dem zweiten Blick zu erkennen.



Bis auf ein tree squirrel und diversen Vögeln ist auch auf diesem Weg nichts zu sehen, wahrscheinlich ist dies oft so, denn auf der ganzen Strecke kommt uns nur ein Tourfahrzeug entgegen. Daher drehen wir um.



Wir wollen nochmal Richtung Zebra Pan fahren und biegen deshalb in die River Road ein.






Zebra Pan

Von einem Fahrer eines Tourfahrzeuges werden wir auf eine Hyäne aufmerksam gemacht: unser Highlight des Tages.





Am frühen Abend herrscht Aufregung im Camp. Der Elefant, der gestern schon bei Edith und Peter war, hat das Auto auf der Suche nach Essensresten etwas zur Seite geschoben. Im Sand sind noch die Spuren zu sehen. 😵


wir sind zum Glück nicht so interessant

Es weht eine leichte Brise. Die Grillen zirpen. Ab und zu hören wir noch die Rufe der Paviane. Da es heute nur Vegetarisches bei uns gibt, huscht eine Hyäne nur an uns vorbei, bei den anderen könnte vielleicht besseres abfallen.
Ich bin pappsatt und könnte nach dem Essen sofort einschlafen. Aber zuvor ruft die Pflicht: abwaschen, Zähne putzen etc 😛
Tageskilometer:78
ÜN: Nyamepi Camp
Teil 1916. Dez. 2018
18.09. Mana Pools - Kariba Teil I
In der Nacht hören wir wieder Löwen brüllen. Gegen 5:30 h setzt das Vogelkonzert ein. Nach gründlicher Überlegung haben wir uns entschieden, Mana Pools doch schon heute zu verlassen.



Als wir startklar sind, verabschieden wir uns herzlich von Edith und Peter und noch einem anderen Schweizer Pärchen.

Auch heute ist es wie die letzten Tage sehr diesig.



In einem Pool liegt ein Hippo mit einem Madenhacker drauf. Bei näherem Hinsehen entdecke ich eine richtige große Fleischwunde beim Hippo. Im Gebüsch ist ein Elefant auf Nahrungssuche. Wir drehen wieder um, da wir nun das Wasser queren müssten.





Eine mindestens 20köpfige Büffelherde zieht wie ein Band in einiger Entfernung vorüber.



Christian beobachtet, wie aus dem Game Drive-Fahrzeug vor uns die Elefanten anscheinend mit getrockneten Blüten gefüttert werden. 😣



Wir biegen ausnahmsweise mal in den Loop ein, der zu den Lodges und zum BBC Camp führt. Wir kommen anscheinend auf ein privates Camp zu und als wir da Leute sehen, drehen wir lieber um und fahren den gleichen Weg wieder zurück.

Am Viewpoint sehen wir mehrere Zwergspinte, in einiger Entfernung eine Elefantenmama mit Kind, ein Hippo kommt kurz an die Wasseroberfläche und grunzt.







Da wir am Viewpoint nicht wie ursprünglich vorgesehen gefrühstückt haben, wollen wir im Camp frühstücken.
Leider können wir uns nicht in Ruhe stärken, da uns ein Elefant zu nahe kommt und dann noch ein zweiter hinzukommt. Wir fahren ein Stück Richtung Waschhaus und stellen uns dort erneut hin. Immer in Habachtstellung, wo die Elefanten sind. Ein Elefant geht schwimmen, der zweite tummelt sich noch hier herum, bevor er Leine zieht.





Nun heißt es, noch einmal die rund 75 km lange Wellblechpiste zurückzulegen. Wir hätten sie genossen, wenn wir gewusst hätten, welche Piste uns nach Binga erwartet.
Am zweiten Gate zeigen wir nur unser Permit vor, dann können wir weiterfahren.



Am Gate an der Hauptstraße geben wir nur den einen Zettel ab, dann können wir passieren. Wenige Meter dahinter auf der Hauptstraße kommt ein Mann an unsere Autoscheibe zur Tsetsefliegenkontrolle. Er guckt nur kurz in den Innenraum rein.
Ein Lkw tuckelt vor uns den Berg hoch, so dass wir gezwungen sind, mit Tempo zehn oder 15 dahinter lang zu zuckeln, da sich keine Möglichkeit zum Überholen ergibt 😐 . Am Wildlife Office in Marongora pumpen wir die Reifen auf, bevor es dann weiter nach Kariba geht.

Teil 2019. Dez. 2018
18.09. Mana Pools - Kariba Teil II
Die Strecke nach Kariba hinunter ist sehr kurvenreich und nicht sonderlich breit, aber da kaum Verkehr herrscht, ist es nicht weiter schlimm. Es ist diesig, so dass sich Fotos nicht lohnen. Ein Lkw, der eine Kurve nicht bekommen hat, liegt auf der Seite.



Wir stocken unsere Lebensmittelvorräte im TM Markt auf, allerdings sagt uns das Fleischangebot nicht zu. Für die heutige Übernachtung haben wir uns die Lomagundi Campsite ausgesucht, über die wir schon viel Positives gelesen haben. Das Navi führt uns jedoch weiter in das Township Nyanhunga rein, daher wir fahren sicherheitshalber zur Hauptstraße zurück.



Wir setzen uns an einen Tisch am Wasser und essen Toast und Christian noch einen Pie. Wahrscheinlich war unsere Erwartungshaltung zu hoch, denn so richtig gefällt es uns nicht, vielleicht liegt es auch an den kleinen Fliegen, die um uns herum schwirren und uns ziemlich nerven. 😐






Fotos sind kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen worden

Gestärkt fahren wir nochmal los: tanken und die „Sehenswürdigkeiten“ abklappern. Das Navi will offensichtlich über eine Gravelroad den Weg nach Kariba abkürzen. Wir folgen der Gravelroad ein paar 100 m, dann wird uns die Sache zu heikel, und wir fahren lieber den wahrscheinlich deutlich längeren Weg über die Teerstraße nach Kariba.


Aussicht vom Straßenrand

Die Aussicht am Kariba Heights Viewpoint ist nicht besonders, da es mal wieder sehr diesig ist. Obwohl wir die einzigen Touristen zu diesem Zeitpunkt sind, lassen uns die Souvenirverkäufer in Ruhe. Wir machen Fotos von der Steintafel, die an die Tierrettungsaktion Operation Noah erinnert. Beim Herunterfahren winkt uns das erste Mal in diesem Urlaub ein junges Mädchen freundlich zu. 2016 winkten uns oft Kinder, aber mitunter auch Erwachsene beim Vorbeifahren zu.






Übersicht über die Anzahl der angeblich geretteten Tiere

Wir verfahren uns auf der Suche nach dem Observation Point. Das Navi will, dass wir an einer Tankstelle abbiegen, aber da wir keinen Weg sehen, biegen wir erst in die nächste Straße ab und kommen bei den Stromwerken raus. Ein Angestellter kommt uns schon lachend entgegen. Wir müssen tatsächlich bei der Tankstelle abbiegen. 😗

Am Observation Point sind zahlreiche Andenkenstände, jeder will uns was verkaufen. Ich erstehe zwei Ketten mit einem Elefanten als Anhänger. Ein Besuch am Morgen ist wahrscheinlich für Fotoaufnahmen der Staumauer besser geeignet.






Dam wall Facts

Zum Abschluss wollen wir noch selbst auf die Staumauer. Dazu müssen wir uns am Zoll einen Gatepass holen, unsere Ausweise und die Fahrzeugpapiere vorzeigen sowie einen Dollar für das Befahren der Staumauer zahlen. Dann dürfen wir zum Parkplatz vor der Staumauer fahren. Über die Staumauer kommen zwei Männer gelaufen, die darum bitten, jeweils ein Foto von sich mit Christian machen zu dürfen. 🤪






Leider kann ich aufgrund des Sonnenstands nur zu einer Seite des Damms fotografieren

Zurück in Lomagundi überlegen wir, wo wir uns über Nacht hinstellen. Unweit des Wassers sind auch zwei Stellplätze, aber wir befürchten, dass der in der Nähe stehende Generator die ganze Nacht laufen könnte. So stellen wir uns auf die grüne Wiese.
An unserem Stellplatz gibt es Licht, eine Grillstelle, einen Betontisch und zwei Betonbänke sowie ein Stückchen zur Seite einen Strom- und Wasseranschluss. Es passen sowohl der südafrikanische Adapter als auch der Adapter von Zimbabwe. Es ist windstill und angenehm warm.





Ich gehe duschen. Bei den Damen gibt es drei Toiletten, eine Badewanne und eine Dusche. Es gibt an der Tür drei Haken, aber ansonsten keine Ablage, nur vor der Duschkabine ist eine Bank und weitere Haken.



Christian holt etwas aus dem Auto, als ein Nilpferd erscheint. Er denkt zuerst, ich wäre es und meint, dass ich mich nicht anschleichen müsse, er hätte mich schon längst gehört. Er wundert sich, dass ich nicht reagiere, bis er realisiert, dass es ein Nilpferd ist. 😄

Nach dem Grillen geht Christian duschen ,und ich recherchiere in meinen Unterlagen noch einmal die Route Kariba – Binga. Nach den letzten Berichten hege ich Hoffnung, dass die Piste in einigermaßen guten Zustand ist.
Von unserem Bett aus sehen wir einer Hippomutter mit ihrem Kind beim Grasen zu, bevor wir in den Schlaf fallen.
Tageskilometer: 248
ÜN: Lomagundi Lakeside Association
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