Pascalinah2’772 Beiträge · seit 200620. Mai 2017 ·
Hallo Dagmar,
nun muss ich doch einmal ein paar Zeilen schreiben und nicht immer nur den Button drücken. Mit Spannung und Freude lese ich Deinen Bericht. Die Bilder sind faszinierend... die Vorfreude steigt, auch wenn wir es im kommenden Mai nicht mehr so schön grün haben werden. Wir wollen dann auch - wenn die Reviere es zulassen - durch den Hoanib /Hoarusib/ Khumib durchs Kaokoveld (Camp Syncro) und weiter bis Epupa. Bin gespannt, ob wir auch Steinmännchen finden werden... Ich freue mich auf weitere Berichte von Dir.
AndreasG2523938 Beiträge · seit 201320. Mai 2017 ·
Hallo Dagmar,
wunderschön die Bilder, die Landschaft und Eure Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. Ich lese hier sehr gerne mit, und hoffe diese Ecke auchmal ausführlicher zu sehen. Wir sind ja leider nicht ernsthaft von der Hauptroute runter gekommen, dabei ist es abseits davon doch deutlich schöner. Danke fürs teilen. LG Andreas
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200821. Mai 2017 ·
Hallo, take-off,
du/ihr fragst dich zu Unrecht, warum du keine Angst hast. 🙂 Mit eurer empathischen Beziehung zu den Einheimischen, habt ihr die beste Grundlage für freundliche Begegnungen. Hierzu bedarf es Offenheit, wie ihr sie an den Tag legt. Ihr bewegt euch als aufmerksame und kontaktfreundliche Gäste , also erfahrt ihr neben der interessierten Neugier auch Freundlichkeit. Auch im Busch. Das ist der Zauber, der aus eurem Reisebericht spricht. Wunderbar. Auch eure Bilder. Es zeigt sich immer wieder: Weder die Kamera an sich noch das Motiv an sich, sind die Gründe für schöne Bilder, - entscheidend ist der Fotografierende, er gestaltet, er entscheidet. Wenn da nix passiert, im Kopf, werden die genialsten Motive zu Banalitäten. Dort wo ihr eure schönen Erlebnisse hattet, sind schon viele Touristen durchgerauscht und haben nur Ödnis empfunden. So zeigt es sich immer wieder: Interessante Erlebnisse ergeben sich aus der Reiseart und nicht dem Reiseort, an sich.
Vielen Dank fürs teilen eurer Reise!
Grüße von den lilytrotters
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201221. Mai 2017 ·
@ Pascalinah Schön, dass du dich zu Wort meldest. 😎
Die Bilder sind faszinierend... die Vorfreude steigt,
Es freut mich, dass die Bilder dir gefallen und ich dir damit die Wartezeit auf diese wunderbare Gegend verkürzen kann.
@Andreas Es freut mich, dass dir unsere Art zu reisen gefällt.
wunderschön die Bilder, die Landschaft und Eure Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. Ich lese hier sehr gerne mit, und hoffe diese Ecke auchmal ausführlicher zu sehen
Das geht alles Step by Step und ist ein Entwicklungsprozess. Wir hätten uns auf unserer ersten Campertour auch nicht dorthin allein getraut. Doch mit der Zeit lernt man, was man sich zu trauen kann und was nicht.
@ Lilytrotter Liebe Lilytrotter, du machst mich jetzt doch etwas verlegen. 😊 Vielen Dank für deine netten Worte und deine Einschätzung. Mit dem was du schreibst, greifst du schon fast auf ein kleines Zwischenfazit im nächsten Teil vor. Ich schätze das Lob von euch sehr hoch, da ich weiß, dass auch ihr das Land und diese Art zu reisen sehr liebt.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201221. Mai 2017 ·
25.03.17 Vom „Wildcamp“ nach Omungunda
Schlafen Esel eigentlich nie? Immer wieder werden wir in der Nacht durch das Rufen der Esel geweckt. Dann als der Morgen dämmert stimmen auch noch die Vögel lautstark eine Unterhaltung an. Also stehen wir auf und fahren auch gleich ohne gemütliches Frühstück los.
Wir sind gespannt, ob der abgegangene Rivier passierbar ist oder nicht. Als wir dort ankommen trauen wir unseren Augen kaum. Dort wo gestern noch 30 cm Wasser flossen, ist heute bis auf ein paar Pfützen so gut wie nichts mehr zu sehen. Wir gehen das fast trockene Flussbett erst zu Fuß ab, um sicher zu sein, dass der Untergrund fest ist.
Dann fahren wir durch und können unsere Route wie geplant fortsetzen.
Auf unserem weiteren Weg fahren wir an Etanga vorbei und passieren noch einige Trockenflussbette, die aber alle wie der Name schon sagt „trocken“ sind. Wir kommen an einem Himba-Friedhof vorbei. Ich mache zwar ein paar Bilder von den Gräbern, da ich mir aber nicht sicher bin, ob wir damit die Gefühle der Himba verletzen, fahren wir sofort weiter.
Aus einem weiteren fast trockenen Flussbett holen Kinder „frisches“ Wasser. Es stimmt schon nachdenklich, unter welchen Umständen die Kinder hier aufwachsen, auch wenn keines der Kinder einen unglücklichen Eindruck machte. Die beiden Jungs waren vielleicht so 5-6 Jahre alt.
Die älteren Kinder sprechen ein paar Sätze englisch. Wir schenken Ihnen einen Kanister frisches Wasser, dann ziehen die 6 zufrieden weiter. An der unterschiedlichen Kleidung der Kinder ist der Wandel der Zeit, der Spagat zwischen Tradition und Moderne, deutlich zu sehen. Während die einen noch in ihrer Tradition verharren, kleiden sich die anderen schon modern.
So schön es hier auch wieder ist, solche Begegnungen lösen in mir immer wieder die Frage aus: Was ist richtig und was ist falsch? Tragen die Touristen (dazu gehören selbstverständlich auch wir) durch ihren Besuch in diesen Regionen zum Zerfall der Kultur bei? Ein kritisches Zwischenwort: Ich hatte im Vorfeld lange überlegt, ob ich den Reisebericht dieses Jahr ins Forum einstellen sollte. Der Grund dafür waren und sind die sensiblen Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Doch auch wir können den Lauf der Zeit nicht aufhalten. Derjenige, der diesen Menschen mit Neugierde und Respekt begegnet, kann in meinen Augen nicht so viel falsch machen. Angst macht mir allerdings der Massentourismus, der Teile dieser Region regelrecht überflutet. Da werden ganze Busladungen von Menschen zu Himbadörfern gefahren, damit jeder ein schönes Foto mit nach Hause nehmen kann, ohne sich im Geringsten mit der Kultur und den Gefühlen dieses Volkes beschäftigt zu haben. Auf mich/auf uns haben diese Menschen eine faszinierende Wirkung und wir alle können von ihnen in Puncto Gastfreundlichkeit und Offenheit noch vieles lernen. Nicht wir, die sie besuchen sind die Helden, sondern sie, die Menschen die in dieser abgelegenen Landschaft leben, sind es. Wir sind nur Gäste und ich möchte als solcher in guter Erinnerung bleiben.
Mit diesen Gedanken im Kopf setzen wir unsere Fahrt Richtung Opuwo fort.
Mittlerweile ist die Pad einfach zu befahren und wir können uns voll und ganz den Eindrücken dieser Landschaft hingeben.
Nun ist es nicht mehr weit bis Opuwo und wir sind glücklich und froh, dass diese Passage in der Regenzeit so gut geklappt hat. Doch was ist das denn nun schon wieder? Wir wähnten uns schon fast in Opuwo, hatten allerdings die Rechnung ohne den Hoarusib gemacht, der bekanntlich ja noch immer fließt. Die Brücke, die über den Hoarusib führt, ist weggespült. Hier ist definitiv kein Durchkommen. Doch jetzt noch mal zurück? Nein – das kann nicht sein.
Wir fahren etwas über Stock und Stein und finden eine steinige Passage, in der das Wasser nur noch als Rinnsal läuft. Und während Jürgen trockenen Fußes auf die andere Seite fährt, muss ich mir meinen Weg erst noch bahnen.
Nun haben wir es aber endgültig geschafft und Opuwo ist nicht mehr weit. Unterwegs nehmen wir noch 2 Schüler/Studenten mit, die nach Opuwo wollen, da die Ferien rund um den Nationalfeiertag zu Ende gehen. Man muss ich vorstellen, dass auf unserer Rückbank ja die große Kühl/Gefriereinheit steht und dort eigentlich kein Platz mehr ist. Aber irgendwie haben sich die zwei dort dazwischen gequetscht. Schlecht gefahren ist immer besser als gut gelaufen!
Wir setzen sie an der Tankstelle in Opuwo ab, tanken wieder voll und statten dem neuen Spar einen Besuch ab. Die Vorräte, insbesondere die Wasser und auch Sundowner Vorräte werden aufgefüllt. Wir parken unser Auto auf dem großen Parkplatz. Sofort kommen 2 Jungs, die unser Auto bewachen wollen. Alles klar Jungs – passt gut auf.
Dann gehen wir ins Kaokoland Restaurant. Dieses Restaurant ist sehr schön. Uns gefällt wie der Eigentümer mit seinen Gästen aber und das ist viel wichtiger, mit seinem Personal umgeht.
Wir essen eine Kleinigkeit und besuchen dann das kleine „Händlerviertel“. Hier erwerben wir durch lebhaftes Handeln und viel Spaß einige kleine Souvenirs. Wir achten darauf, dass jede der Händlerinnen mit uns ein Geschäft machen kann. Die Stimmung ist ausgelassen und wir alle haben Spaß. Natürlich frage ich noch, ob ich nun noch ein Foto von ihnen machen darf.
Dann fahren wir zu unserer angedachten Campsite. Da wir die Campsite der Opuwo Country Lodge auf Grund der Größe, bzw. nicht vorhanden Größe der einzelnen Stellplätze in nicht so guter Erinnerung hatten, fahren wir auf die 40 km nördlich von Opuwo liegenden Community Campsite Omungunda. Wir sind die einzigen Gäste und können uns einen Platz aussuchen. Feuerholz wird uns gebracht und der Donkie angeheizt. Die Campsite ist sehr gepflegt und liegt auch sehr schön. Die Ablutions sind einfach, jedoch sauber und vollkommen ausreichend.
Der Campsite angegliedert ist das Living Museum der Ovahimba.
Wir gehören im Normalfall nicht zu den Menschen, die gerne in Living Museum gehen, da wir die Menschen lieber in ihrem alltäglichen Leben, wie es jetzt ist, kennen lernen möchten. In diesem Fall machen wir aber eine Ausnahme, da uns die Kultur dieser Menschen sehr interessiert. Veii, die Managerin erzählt und erklärt viel.
Hier erklärt sie, was die unterschiedliche Farbe der Halsreifen und die Frisur über den Status der Frau aussagen.
Was ich noch nicht wusste ist, dass man anhand des Beinschmuckes sehen kann, wieviele Kinder eine Frau geboren hat. Hat der Beinschmuck nur einen "Streifen" in vertikaler Richtung, bedeuted dies, dass die Frau ein Kind hat. Hat der Beinschmuck 2 Streifen, wie bei der Frau rechts, bedeuted es dass diese Frau 2 oder mehr Kinder geboren hat.
Doch springt anfangs der Funke nicht über. Ich blicke in leere, nichts sagende Augen - es sind immer die Augen, die verraten, ob man mit Freude dabei ist.
Nur die Kleine – der Sonnenschein des Village strahlt mit der Sonne um die Wette. Irgendwie hat Jürgen es ihr angetan.
Ganz langsam und wohl dadurch, dass wir durch Fragen unser Interesse an ihrer Kultur zeigen, werden die Menschen offener und sie haben sichtlich Spaß an ihren Gesängen und Tänzen.
Gesamturteil des Museums: Okuhepa – uns hat es nach der anfänglich etwas reservierten Phase dennoch gefallen.
Danach kehren wir zurück zu unserer Campsite.
In den letzten Tagen, hatte ich mir irgendwo einen fiesen Biss eines „was auch immer – Insekts“ zugezogen. Die Stelle nässte und war rundum sehr stark gerötet und entzündet. Die desinfizierende Salbe zeigte keine Wirkung und ich begann mir langsam schon etwas Sorge zu machen. Während der Führung durch das Museum erzählte Veii, dass die Ovahimba aus den Blättern des Mopane Baumes eine Paste zubereiteten und damit schlecht heilende Wunden behandelten. Außerdem kann man einen Sud dieser Blätter auch bei Durchfall trinken. Also war das erste was wir nach der Rückkehr zur Campsite taten, Mopane-Blätter sammeln!
Jürgen zermahlte sie mit einem Stein zu einem feinen Pulver. Dann mischten wir etwas Wasser darunter, damit eine Paste entstand und ich trug es auf die entzündete Stelle, die in der Mitte schon einen eitrigen Krater hatte, auf. Das Ganze deckte ich mit Mopane Blättern ab. Mal sehen, was daraus wird.
Veii kam abends noch kurz auf einen kleinen Plausch vorbei und wir beendeten einen langen, ereignisreichen Tag mit einem wunderschön rot gefärbten Himmel.
Hallo Take-off, ein wirklich gelungener Tag, von dem du uns hier berichtest. Dein "Unbehagen", in die Privatsphäre fremder Menschen einzudringen, kann ich sehr gut verstehen. Wir sind dort Fremde in einer uns fremden Welt und können dankbar sein, dass sie uns ein Stückchen an ihrem Leben teilhaben lassen. Massentourismus ist niemals gut, denn er verändert das Leben dieser Menschen so stark. Ich weiß nicht, ob man diesen Busladungen an Touristen Verhaltensmaßregeln mit auf den Weg gibt, wenn ja, dann ist es zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. An deinem Bericht gefällt mir vor allem, dass auch gelegentlich kritische, nachdenkliche Zeilen dabei sind. Vielen Dank Beate
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200823. Mai 2017 ·
Hallo, take-off,
ein paar Gedanken zu eurem sehr bereichernden Zwischenwort:
Ihr fragt: „Tragen die Touristen (dazu gehören selbstverständlich auch wir) durch ihren Besuch in diesen Regionen zum Zerfall der Kultur bei?“
Ich denke, so wie ihr eure Kontakte gestaltet, ganz sicher nicht. Bei euch spürt man den Respekt vor dem Gegenüber in Wort und Bild. Auch der Begriff ‚Zerfall’ passt im Ansatz dieser Frage nicht. Veränderung, ja. Dazu kann jeder Einfluss beitragen, dem Menschen ausgesetzt sind. Veränderung einer Kultur hat jedoch nicht zwingend mit Verlust zu tun, dann hätten ja auch wir in Europa unsere Kultur verloren, weil wir uns nicht mehr die Rippen durch Schnürkorsett brechen und die Haare waschen, anstatt sie zu pudern... 🤩 Solange ein Stamm/Volk seine Historie nicht vergisst (und dazu tragen die Living Mueum, LCFN bei) und die Kultur sich zeitgemäß wandelt und Bildung den Menschen mehr Bewusstsein für ihre Zukunft aufzeigt, ist Veränderung gut. Auch die Himba haben schon lange Zugang zu Schulen und moderner Kommunikationstechnik. DIE Himba sind ja auch nicht per se arm, - man darf nicht vergessen, dass z.B. der Alte vor seiner Hütte der Besitzer vieler Rinder sein kann und wohlmöglich ein würdevoller Chief, - das steht weder auf seinem zerschlissenen Tuch noch auf seiner Stirn geschrieben.
So schön manche Begegnungen auch sind, wenn sie in sympathisch freundlicher Atmosphäre ablaufen, so ist jedoch nicht jede Begegnung schön, das muss man auch klar sagen. Mehrfach schon haben wir zügig den Ort der Begegnung verlassen, wenn wir uns nicht wohl fühlten, laute Ansprüche kundgetan wurden und die Stimmung unangenehm war.
"Was ist richtig und was ist falsch?" Ja, das ist die große Frage. Respektlosigkeit ist sicher falsch. Auch ist falsch, den Menschen unsensibel zu Nahe zu treten und sich etwas zu nehmen, was einem nicht zusteht, weil erschlichen: Das schnelle Bild, der heimliche Klick, das permanente in die Fresse blitzen. So tut ihr es nicht. Wir auch nicht. Wenn die Situation nicht passt, verzichten wir. Die Kamera bleibt weggepackt! Es gibt hunderte unfotografierter Himba, weil es nicht passte.
Ich denke, genau das, was ihr an Respekt und Empathie zeigt, ist das Beste was man im Kontakt mit Fremden machen kann. 🙂
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Ich kann auch deine Einstellung gegenüber der Bevölkerung verstehen. Ich glaube aber auch wenn man echt die Menschen respektiert und echtes Interesse zeigt, dass diese Menschen es spüren. Ich hatte jedesmal das Gefühl sie wären echt stolz mir einige Sachen beizubringen und zu erklären.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201223. Mai 2017 ·
Hallo und einen schönen guten Abend an alle.
@Old Women
Dein "Unbehagen", in die Privatsphäre fremder Menschen einzudringen, kann ich sehr gut verstehen
Liebe Beate, vielleicht habe ich es falsch ausgedrückt. Wir verspüren kein "Unbehagen" , da wir dort, wo wir uns nicht wohl fühlen, wo wir nicht gern gesehen sehen sind, den "Schauplatz" sofort und ohne Bilder wieder verlassen. Was ich ausdrücken wollte ist, dass wir allen Menschen Respekt entgegen bringen sollten, unabhängig von vermeintlicher westlicher Überlegenheit. Das Gedankenkarussel in meinem Kopf ist wertungsfrei. Ich frage mich nur oft, wer von uns nun letztendlich glücklicher ist.
An deinem Bericht gefällt mir vor allem, dass auch gelegentlich kritische, nachdenkliche Zeilen dabei sind.
Eine gegebene Situation kritisch und zuweilen nachdenklich zu überdenken, heißt in meinen Augen sich auf die Situation einzulassen, versuchen zu verstehen wie andere Menschen denken und leben. Geld und Wohlstand in unserem Sinne ist nicht 1 zu 1 mit der Vorstellung von anderen Völkern zu vergleichen. Womit sich auch hier wieder die Frage aufwirft "was ist richtig und was ist falsch".
Danke, dass du dich diesem Thema so sensibel annimmst.
@ Lilytrotter
Auch der Begriff ‚Zerfall’ passt im Ansatz dieser Frage nicht.
Du hast vollkommen Recht. "Zerfall" war das falsche Wort. Veränderung trifft es besser. Die Frage die sich mir aufdrängt, ist die, in wie weit diese Veränderungen zum Wohle der Menschen sind, die sie betreffen. Das Volk der Ovahimba wurde in kürzester Zeit mit der sogenannten "Neuen Welt" konfrontiert, Ihre alten Bräuche, das Sprechen mit den Ahnen, die Bedeutung des heiligen Feuers ... all das verliert zunehmend an Bedeutung. Und doch scheint es, dass sie in der nun "neuen Welt" zurecht kommen.
Das schnelle Bild, der heimliche Klick, das permanente in die Fresse blitzen.
Genau das ist Respektlosigkeit. Ich würde die Menschen, die das tun gerne mal fragen, wie sie sich fühlen würden , wenn eine Busladung Japaner (wobei ich diesen Menschen auch nicht zu nahe treten möchte) durch ihr HAUS liefen und jede aber auch jede Situation respektlos ablichten würden.
Ich denke, genau das, was ihr an Respekt und Empathie zeigt, ist das Beste was man im Kontakt mit Fremden machen kann. 🙂
Danke für deine/eure Einschätzung.
@Annick Hallo Annick, die Tage habe ich deinen beeindruckenden Bericht zu Ende gelesen. Ich bin noch nicht dazugekommen, dir dazu ein paar Zeilen zu schreiben - hole ich aber noch nach. 😉
Ich glaube aber auch wenn man echt die Menschen respektiert und echtes Interesse zeigt, dass diese Menschen es spüren. Ich hatte jedesmal das Gefühl sie wären echt stolz mir einige Sachen beizubringen und zu erklären.
Ja genau so ist es. Diese, uns fremde Menschen können und wisssen Dinge, die wir nicht können und wissen. Und auch wir finden es immer sehr bereichernd von ihnen etwas Neues zu lernen. Man braucht nur die Bereitschaft sich darauf einzulassen.
Ich danke alle Kommentatoren und Danke-Button Drücker. Auch der morgige Tag ist sehr ereignisreich und ich weiß noch nicht, ob ich heute noch dazu komme, ihn einzustellen.
vielen Dank für Deine letzte Passage und Deinem kritischen Zwischenwort. Ich möchte das gar nicht ergänzen und kommentieren, denn das, was Du schreibst, ist in allen Belangen absolut richtig und ich verstehe Dich nur all zu gut.
Ein klitzekleines Gegenbeispiel: vor Jahren waren wir auf einer richtig bayerischen Hochzeit eingeladen. Alle kamen in Tracht, und die Trauung fand noch dazu in der Touristen-Hochburg Nummer 1, nämlich in Neuschwanstein, statt. Wer Bayern kennt, kennt auch Neuschwanstein. Jeden Tag zigtausende von Touristen aus aller Herren Länder. Weltberühmt, gar keine Frage.
Und was glaubst Du was passiert? Wir waren in unserer Tracht und natürlich und in erster Linie das Brautpaar die Shootingstars. Im ganzen Leben sind wir noch nicht so oft abgelichtet worden wie bei diesem Fest.
Und wir haben das gern über uns "ergehen" lassen und ich kann nur sagen, dass ich mir schon so oft gedacht habe, was wohl die Menschen aus diesen entlegenen Regionen, die wir mittlerweile besucht haben, sich denken würden, wenn sie bei uns zu Besuch kommen würden. Wir wären für diese Leute bestimmt eine riesen Sensation.
Und außerdem: es wäre schade gewesen, wenn Du Deinen Bericht nicht hier ins Forum gestellt hättest. Denn mir gefällt er ausgesprochen gut, und grad die Begegnungen abseits der Touristenpfade sind doch das, was das Leben ausmacht.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201224. Mai 2017 ·
Hallo Claus,
Ein klitzekleines Gegenbeispiel: vor Jahren waren wir auf einer richtig bayerischen Hochzeit eingeladen. Alle kamen in Tracht, und die Trauung fand noch dazu in der Touristen-Hochburg Nummer 1, nämlich in Neuschwanstein, statt. Wer Bayern kennt, kennt auch Neuschwanstein. Jeden Tag zigtausende von Touristen aus aller Herren Länder. Weltberühmt, gar keine Frage Und was glaubst Du was passiert? Wir waren in unserer Tracht und natürlich und in erster Linie das Brautpaar die Shootingstars. Im ganzen Leben sind wir noch nicht so oft abgelichtet worden wie bei diesem Fest.
Ich verstehe, was du damit sagen willst und in gewisser Maßen hast du vielleicht auch Recht. Doch sehe ich es in Bezug auf die Ovahimba etwas differenziert, da viele Touristen völlig unsensibel in deren Privatsphäre eindringen. Also so, als ob bei uns zu Hause ein Fremder kommt, in die Küche geht, in die Kochtöpfe schaut, das Schlafzimmer ablichtet... usw.
Und außerdem: es wäre schade gewesen, wenn Du Deinen Bericht nicht hier ins Forum gestellt hättest. Denn mir gefällt er ausgesprochen gut ....
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201224. Mai 2017 ·
26.03.2017 - Wir sagen einfach „Hello again“
Auf diesen Teilabschnitt unserer Reise habe ich mich besonders gefreut und war gespannt, wie er denn verlaufen würde.
Aber erst der Reihe nach: Wir haben wunderbar geschlafen und noch bevor wir so richtig mit allem fertig sind kommt Veii nochmals vorbei. Zum einen will sie uns eine nahegelegene Höhle mit Bushmann-Zeichnungen zeigen, zum anderen sich aber auch mit uns über den gestrigen Besuch im Living Museum unterhalten. Bei einer Tasse Tee besprechen wir die Vorführung. Wir sagen ihr, dass anfangs die Stimmung sehr reserviert war und wir uns nicht so richtig wohlgefühlt hatten, dies sich aber im Laufe der Zeit geändert hatte und es sowohl den Akteuren als dann auch uns sicht- und spürbar Spaß gemacht hat. Veii hört es sich an und sagt, dass sie es mit den Leuten besprechen will. Im Living Museum ist es der Job der dort arbeitenden Himba. Das Museum ist noch relativ neu und die Leute müssen es erst noch lernen. Sie erzählt uns aber auch von einer Begegnung mit Gästen, die ein paar Tage vor uns das Living Museum besucht hatten und vielleicht die „Darsteller“ etwas verunsichert hatten. Diese Leute kamen in das Living Museum und verließen es nach nur 10 Minuten – ohne zu zahlen – da sie ja schon woanders Bilder von Himba gesehen hätten und dies nun nichts Besonderes wäre. Puuh .. das sind genau die Menschen, die NIE in dieses Land reisen sollten!
Alles soll billig sein, am Besten umsonst und natürlich sollen noch tolle Bilder für die Freunde zu Hause geschossen werden. Für uns unfassbar. Das Gespräch mit Veii ist vollkommen entspannt und bei einer Tasse Tee erzählt sie uns auch, dass sie das „Geheimnis“ der Deutschen (wie sie es nennt) kenne?! 😮 Wir schauen etwas ratlos. Dann erklärt sie uns: Wenn ein deutscher Gast sagt, er komme um 8:00 Uhr dann kommt er auch um 8:00 Uhr! Nicht 10 Minuten vorher und nicht 10 Minuten nachher. Wir lachen alle herzlich. Denn gestern waren auch wir typische Deutsche. Veii wollte uns gestern eine Stunde nach unserer Ankunft auf der Campsite dort abholen und gemeinsam mit uns zum Museum gehen. Da wir aber schon fertig waren und die Stunde vorüber war, sind wir selbständig zum Living Museum gegangen. Ihr Schmunzeln darüber hatten wir gestern nicht verstanden. Heute mussten wir selbst darüber lachen.
Die Atmosphäre ist sehr entspannt und wir gehen mit ihr zu der kleinen Höhle mit den Bushman-Zeichnungen. Diese ist nun wirklich nicht sehenswert und die Zeichnungen kann man nur noch erahnen. Sie fragt uns, ob wir einer Darstellerin aus dem Living Museum einen Lift nach Okangwati geben könnten, da die Schule ja wieder 27.03.17 beginnt. Wir sagen gerne zu, geben aber zu bedenken, dass in unserem Auto nur wenig Platz sei.
Eine halbe Stunde später sind wir wieder im Living Museum um die Teenagerin abzuholen. Die Menschen winken uns freundlich zu und dann setzen wir zu dritt unsere Reise fort. Das junge Mädchen ist nicht sehr gesprächig während der Fahrt und wir setzen sie vor der Schule ab.
Die Brücke über den Ombuko River ist wieder befahrbar.
Unterwegs treffen wir auf eine Gruppe von Kindern und ein paar Spiegel für die Mädchen und warme Strümpfe für den großen Bruder wechseln den Besitzer.
Und dann steigt unsere Spannung und Freude. Wir wollen wieder ein Himbadorf besuchen, in dem wir vor 2 Jahren waren. Und tatsächlich finden wir es wieder.
Langsam fahren wir vor, nehmen die mitgebrachten Bilder und fragen, ob wir das Dorf betreten dürfen. Wir dürfen. Wir betreten das Dorf und auf den ersten Blick kommt es mir „unaufgeräumter“ vor als vor 2 Jahren. Es leben auch mehr Personen darin als vor 2 Jahren.
Und dann sehe ich SIE. Sie sitzt gleich unter dem ersten Schattendach neben dem Eingang. SIE war es, die vor 2 Jahren mich nicht mehr gehen ließ, als ich ihr die Bilder in der Kamera zeigte und SIE war es, die uns inspiriert hat, ihr die Bilder zu bringen. Die „ die Ingrid Bergmann vom Koakoveld“, wie Jürgen sie auf Grund ihrer ausdrucksvollen Lippen liebevoll nannte. Mein Herz hüpft etwas vor Freude, dass sie noch lebt. Schnurstracks gehe ich auf sie zu und knie mich neben ihr nieder. Sie schaut mich etwas verwundert und fragend an. Na klar – wie soll sie sich denn auch noch an mich erinnern. Dann gebe ich ihr das Bild. Was jetzt folgt ist für mich sehr emotional. Sie schaut auf das Bild. Dann schaut sie mich an. Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, gefolgt von einem Aufschrei der Freude. Sie lässt den Blick von dem Bild gar nicht mehr los und strahlt eine unsagbare Würde und auch Stolz aus.
Nun kommen alle zusammen und wollen sich die Bilder anschauen. Es wird nicht gezerrt oder geschubst, fast andachtsvoll betrachten sie die Bilder, fast wie einen Schatz. Wir sind überwältigt.
Erst jetzt bemerke ich, dass ich einen kleinen Fauxpas gemacht habe. Denn etwas abseits des Geschehens sitzt der Chef des Krals.
Ich gehe zu ihm hin und begrüße ihn freundlich und deute mit einer Handbewegung vom Herzen zu ihm an, dass wir uns freuen, sein Dorf besuchen zu können. Ein kleines Lächeln huscht über sein Gesicht. Dann frage ich ihn wie es ihm geht und somit ist mein Wortschatz beendet. Ich traue mich nicht wirklich ihn zu fragen, ob ich ein Bild machen darf, doch er kommt mir zuvor und zeigt auf die Kamera. Ich frage nach ob ich ihn richtig verstanden habe und er antwortet: eeeh – das heißt " JA".
Ich bedanke mich herzlich und gehe wieder zu den Frauen und Kindern. Eigentlich wollten wir nun das Dorf verlassen. Aber kein Chance. Vivien – die uns den Eintritt in das Dorf gewährt hat, fragt ob wir nicht das Dorf sehen wollten. Und welch eine Freude – sie spricht nun auch ein recht gutes Englisch. Wir sind als Fremde willkommen!
Umringt von allen Kindern und Frauen gehen wir nun von Hütte zu Hütte. Alle möchten ein Bild haben.
Wir sollen jede Hütte betreten. Die Frauen setzen sich in Pose und ich muss ihnen erklären, dass es in der Hütte zu dunkel ist und ich kein Bild machen kann. Vivien übersetzt und die Frau setzt sich mit ihren Kindern an den Eingang der Hütte.
Würde, Stolz und Freude spiegelt sich in den Gesichtern wieder.
Dann gibt es noch ein Gruppenfoto für alle. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse, es ist Mittag und die Sonne steht hoch - in S/W
Nach unserem Rundgang und als alle zufrieden sind, gehen wir noch einmal zu „Ingrid Bergmann vom Koakoveld“ und verabschieden uns.
Wir verlassen den Kral unter Begleitung aller Kinder und Frauen. Etwas Angst machen uns die Kinder, die um uns und um das Auto herumspringen, schließlich wollen wir ja keines von ihnen unter die Räder bekommen. Doch hier herrscht Ordnung. Vivien nimmt einen Stock und zeichnet eine imaginäre Grenze in den Staub. Kein Kind übertritt diese Linie.
Sie winken und wir müssen versprechen, dass wenn wir in 1 oder 2 Jahren wiederkommen, die Bilder mitbringen.
Vollkommen beseelt von diesem Erlebnis fahren wir langsam Richtung Epupa.
Erschien es uns vor 2 Jahren noch als grüne Oase in der staubigen Landschaft, so zeigt es sich dieses Jahr komplett anders. Es ist ja überall grün.
Als erstes fahren wir auf den Viewpoint. Doch wenn man ganz nach oben will, kostet es eine Entrance Fee von 40 Nam$/Person. Natürlich entrichten wir diese und fahren hoch. Von hier oben hat meine eine herrliche Aussicht auf die Wasserfälle.
Die Fälle links gehören schon zu Angola.
Wir kommen mit Owen ins Gespräch, der die Fee kassiert hat und auch dieses Foto von uns beiden macht.
Er möchte hier oben eine Campsite errichten für max. 4 Personen. Die Toiletten sind schon im Bau und fast fertig und auch eine kleine Bar ist schon fertig. Wir könnten uns vorstellen hier gerne mal für eine Nacht zu stehen. Er gehört zu www.kaokolandguides.com (Owen Kataparo Muhenje) Die Campsite soll ab Mai fertig sein. Bei Interesse hier seine Email-Adresse: errie2030@gmail.com Wir vereinbaren mit ihm, dass wir am nächsten Morgen wieder zum Sonnenaufgang kommen.
Dann fahren wir nach Epupa runter. Unser Ziel ist das Epupa Camp. Doch zuerst kaufen wir noch in dem einheimischen Shop Getränke ein. In Epupa Camp ist es kein Problem einen Stellplatz zu bekommen.
Außer uns sind nur noch 2 zusammengehörende Autos da. Wir entscheiden uns für Platz Nr. 2.
Die Campsite liegt wunderschön direkt am Kunene, etwas entfernt von den Fällen. Sie ist gepflegt und sauber und besitzt einen Pool. Den Rest des Tages relaxen wir in der Sonne und nehmen ein erfrischendes Bad im Pool mit Blick auf den Kunene.
Abends gehen wir zur Bar und beenden den ereignisreichen Tag mit einem kühlen Windhoek Draught und einem tollen Sonnenuntergang.
Ein wunderschöner Tag mit tief emotionalen Momenten geht zu Ende. Wir sind glücklich.
Hallo Dagmar, dieses Wiedersehen mit der würdevollen alten Frau, das sind die Dinge, die einem im Gedächtnis bleiben. Wie wundervoll erzählt, Dagmar. Deine Freude darüber spürt man in jeder Zeile. Danke fürs Teilen. Herzliche Grüße Beate
take-off schrieb: Wir fahren aber erst noch weiter zu der alten Campsite. Und es ist so, wie uns erzählt wurde. Die Campsite ist verlassen, es gibt kein Wasser und tiefe Wassergräben führen noch immer mitten durch. Ob das nun die Folgen der starken Regenfälle vom letzten Jahr sind und seitdem nichts gemacht wurde oder ob es von den diesjährigen Regenfällen, stammt weiß ich nicht. Doch ist es sehr schade. .
Hallo Dagmar und Jürgen,
heute früh habe ich Euren Bericht entdeckt und bin dann bis zum Epupa hinterher gerannt 😉 Ein schöner Bericht über die Gegend, die ich seit 2004 sechs mal bereist habe. Und Eure Gedanken zu manchen Themen sprechen mir aus dem Herzen 😘 .
In Purros war ich am 29.03.2017, also nur wenige Tage nach Euch. Auch da war es noch etwas schwierig, den Hoarusib zu queren. Aber die Community Campsite mit den "schönsten Duschen der Welt" unter den Bäumen war offen, aber nicht alle Plätze nutzbar.
So, und jetzt bin ich gespannt, wie es Euch im Epupa Camp bei Rianne und Tungi weiter ggeht .....
ich bin total begeistert von eurem Bericht und den Bildern. Ende August geht's für uns ins Damaraland und Kaokoveld und ich bin euch dankbar für Übernachtungstipps, z.B. die neue Campsite bei den Epupa Falls. Wie hat sich denn die Sache mit dem entzündeten Stich und der Mopane-Behandlung entwickelt?
lg Heike
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201226. Mai 2017 ·
Herzlichen Dank an die vielen Danke-Button Drücker und die Kommentatoren. Es freut mich, dass ihr uns begleitet.
@Lillytrotter, Guggu und Old Women Ja es war schon sehr berührend und diese Begegnungen werden wir nie vergessen.
@ heuchef Hallo Helgi und herzlich willkommen.
Aber die Community Campsite mit den "schönsten Duschen der Welt" unter den Bäumen war offen, aber nicht alle Plätze nutzbar.
Freut mich zu hören, dann werden wir bei unseren nächsten Aufenthalt dort einfach auf beiden Campsites weilen.
So, und jetzt bin ich gespannt, wie es Euch im Epupa Camp bei Rianne und Tungi weiter ggeht ...
Uns hat es dort sehr gut gefallen. Es ist für mich momentan der Favorit. Allerdings hatten wir dort nur eine Nacht verbracht. 🙁
@namfieber Hallo Heike, es freut mich, dass dir der Bericht gefällt und du dir einige Anregungen daraus entnehmen kannst
... ich bin euch dankbar für Übernachtungstipps, z.B. die neue Campsite bei den Epupa Falls.
Das "Epupa Camp" ist nicht neu. Meiner Meinung nach aber eines der schönsten dort.
Wie hat sich denn die Sache mit dem entzündeten Stich und der Mopane-Behandlung entwickelt?
Gut dass du danach fragst, hatte ich schon ganz vergessen. Tatsächlich war die Entzündung am nächsten Tag schon deutlich geringer und der eiternte Krater war fast trocken. Ich habe die Behandlung noch ein paar Tage weiter durchgeführt. Zu Hause habe ich gegoogelt aber nichts über die Inhaltsstoffe der Pflanze gefunden. Lediglich, dass sie zur Wundheilung eingesetzt wird. Ich tippe mal auf Gerbstoffe und evtl. sogar einen antibiotisch wirkenden Inhaltsstoff. Es soll ein Buch geben über die Gift- und Heilpflanzen Namibias. Daswerde ich mir vielleicht mal zulegen, wenn ich es finde.
Hallo Dagmar, hallo Jürgen, ich bin ,,Nachleser,, und heute erst zugestiegen. Habe euren Reisebericht angefangen und bis jetzt in einem durchgelesen. Erst einmal vielen Dank für den schönen Bericht, die schönen Bilder und eure ehrliche, offene und auch emotionale Schreibweise und Sicht der Dinge. Der Nordwesten (Damaraland/ Kaokoveld )ist auch mein nächstes Ziel in Namibia 2018. Darum habe ich auch so intensiv gelesen. Meine Namibiareisen sind ein ,,Zivilisation Time Out,, für mich und darum bin ich auch alleine im 4x4 Camper unterwegs. Bis jetzt mehr im Süden. Ich nehme an, Teile dieser Strecke dort kann man auch alleine unterwegs sein. Lese hier immer wieder, dass man im Kaokoveld nicht alleine reisen sollte, oder was sagt eure Erfahrung. Danke und Grüße Oliver