Hallo Eulenmuckels, ich war so sehr mit meinem eigenen Bericht und dem üblichen Alltagskram 😈 beschäftigt, dass ich euren Bericht erst jetzt entdeckt habe. Ihr seid "Schuld" dass wir auf unserer Reise auch nach Vögeln Ausschau gehalten haben 😄 ... nur eure Fotos sind sooooo viel besser, einfach nur schön... Danke !!! Ich quetsche mich noch in irgendeine Ecke, vermutlich im 5. Anhänger, oder so Gruß, Mischa
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200610. Feb. 2016 ·
@Bele:
JAAAA.....genau SOOOOO stellt man sich Afrikaurlaube vor
Sieht das nicht sehr gemütlich aus? Aber an diesem (und auch an dem darauf folgenden) Abend war das die einzige Option. Kalt war es zwar auch im Häuschen, aber der eisige Wind pfiff uns nicht um die Ohren. Und Dank der Solar Jar hatten wir auch noch ein romantisches Licht. 😉
@Nane: Über die Bienenfresser freuen wir uns heute noch. So viele auf einem Haufen hatten wir noch nie gesehen. So hatte das Regenwetter auch sichtungstechnisch Vorteile.
@Carsten:
Ich werde es vermutlich niemals auf den Desktophintergrund meiner Frau schaffen.
Ich bin mir sicher, dass du bei Kerstin einen erheblich wichtigeren Platz hast. 😉 Trotzdem freuen wir uns über diese Auszeichnung.
@Mischa: Ich habe deinen Bericht auch noch nicht bis zum Ende gelesen. Das muss ich noch nachholen, schließlich wart ihr in Botswana in unseren Lieblingsgegenden unterwegs. Wir freuen uns, dass wir euer Interesse für die Vögel wecken konnten.
ich habe jetzt Zeit und habe die letzten Kapitel nachgeholt. 🙂 🤪 😛 Das ist alles sososo schön und ich komme aus dem Sabbern nicht mehr raus. Euer RB ist wie immer outstanding in Schrift und Bild. Da kann man nur hin und weg sein. Ich freue mich sehr auf die weitere Reise mit euch.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200910. Feb. 2016 ·
Sodele, auch ich bin nun bei euch wieder auf dem Laufenden.
Und was soll ich sagen: ich hatte nun so viele Deja-vus bei eurem Bericht, das gibt´s eigentlich ja gar nicht. Nur bei den Temperaturen, das war nun doch eine gänzlich andere Hausnummer, bei nachts nie unter 20 Grad und tagsüber bis 44 Grad ( im Schatten unter einem grossen Kameldorn gemessen ).
Und nun sitze ich hier in meinem a....kalten Büro mit ausgefallener Heizung und warte darauf, dass der Heizungsfuzzi aus seinem fastnachtlichen Koma erwacht und eine neue Platine einbauen kommt, während es draussen still vor sich hin schneit.. Ach, wär´ich doch noch in Afrika....
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200610. Feb. 2016 ·
@Guggu:
Ich freue mich sehr auf die weitere Reise mit euch.
Vielen Dank für dein Lob. Wir haben dich sehr gerne dabei.
@Matthias: Welcome back! Mit den Temperaturen, die du im südlichen Afrika erlebt hast, können wir leider nicht mithalten. Es freut uns, dass du vieles wiedererkannt hast. Hoffentlich funktioniert deine Heizung nun wieder.
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200610. Feb. 2016 ·
Tag 29. Freitag, 24. Juli 2015 – Olive Trail
Büllsport, Naukluft
So kalt, wie der letzte Abend geendet hatte, so frisch begann auch der Morgen, denn unsere Campsite lag im Schatten des Berges. Daher dauerte es ziemlich lange, bis uns die ersten Sonnenstrahlen wärmten. Als Uwe aufstand, hatten wir null Grad, die sich noch recht lange hielten. So begann der Tag spät und langsam.
Bergschmätzer
Ein paar Felsenratten sahen vorbei.
Während wir frühstückten, blätterten wir die Info-Mappe von Büllsport durch, die wir gestern ausgehändigt bekommen hatten. Darin waren die verschiedensten Wanderrouten detailliert beschrieben. Für einige hätte es einer vorherigen Anmeldung an der Farm bedurft, da man vor der Wanderung ein Stück gefahren wird. Für andere waren wir schon zu spät dran. Alle Beschreibungen von Routen durch Kluften, an Höhlen und Köcherbäumen vorbei, bei denen man Kudus, Bergzebras, Klippspringer oder Rosenpapageien hätte entdecken können, hörten sich sehr reizvoll an, und wir konnten uns fast nicht entscheiden. Schließlich beschlossen wir, heute endlich den Olive Trail zu wandern. Seit Jahren haben wir dies vor, aber immer war etwas dazwischengekommen. So packten wir einen Rucksack mit Getränken und Proviant und fuhren ca. 20 Kilometer zum Eingang des Namib-Naukluft-Parks.
Die Landschaft entlang der Zufahrtstraße gefiel uns schon ausgesprochen gut. Bereits kurz hinter dem Tor sahen wir am Hang die ersten Bergzebras.
Zwergfalke
Rotschwanzschmätzer
Bei der Rezeption meldeten wir uns für den Trail an und erhielten eine kurze Belehrung. Wir sollten ausreichend Wasser mitnehmen, uns vor der Sonne schützen und keine Höhenangst haben. Außerdem müssten wir uns anschließend wieder zurückmelden. Das war doch schon einmal beruhigend. So konnten wir annehmen, dass uns evtl. jemand suchen käme, falls wir in Schwierigkeiten stecken sollten. Wir erhielten noch eine fotokopierte Karte, und dann fuhren wir die paar Kilometer zum Parkplatz und Startpunkt des Rundwanderwegs.
Von hier an mussten wir den weißen Fußabdrücken und Pfeilen folgen. Umkehren war theoretisch schon möglich, allerdings waren die Markierungen aus der Gegenrichtung nicht zu sehen, da sie an Steinen und Felsen in Laufrichtung angebracht sind. Aus diesem Grund würde man sich verkehrtherum einfach nicht so gut zurechtfinden und evtl. verlaufen. Für unsere eigene Orientierung und da wir den Weg aufzeichnen wollten, hatten wir das GPS dabei. An einigen Stellen im Canyon waren die Felswände allerdings so steil und hoch, dass wir kein Signal mehr empfangen konnten.
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200610. Feb. 2016 ·
Der Olive Trail hat eine Länge von 10 Kilometern, und man benötigt etwa vier Stunden. Das erste Stück führte stetig auf einem teils steilen, aber gut ausgetretenen Pfad bis auf 1900 Meter bergauf, und die Aussicht wurde immer schöner. Uns boten sich tolle Blicke über Felshänge, Täler und die dahinterliegende Ebene.
Dieser Teil war recht anstrengend, und Ruth schwitzte bereits nach 200 Metern. Sie verfluchte ihr Fleece-Oberteil, das sie wie zuvor befürchtet, nun extra tragen musste. Das konnte ja heiter werden. So hielten wir immer wieder an, um zu verschnaufen und die Aussicht zu genießen.
An einer gegenüberliegenden Felswand sahen wir viele Klippdachse in atemberaubendem Tempo herumspringen. Der anschließende Abstieg war zwar weniger anstrengend, aber doch mühsam, da uns kleine, lose Schottersteine bei jedem Auftreten ins Rutschen brachten. Dennoch hatten wir viel Spaß, den Hang hinunterzuschlittern.
Danach ging es durch eine zu Beginn noch ziemlich breite Schlucht.
Mit GPS und Karte versuchten wir einzuschätzen, auf welchem Teil der Strecke wir uns wohl in etwa befänden.
So ging es immer den weißen Pfeilen und Markierungen nach, bis die Felswände langsam näher zusammenrückten.
Anschließend liefen wir ein langes Stück durch ein steiniges, trockenes Flussbett. Hier war es aufgrund der steilen Felswände sehr schattig. Ein eisiger Wind pfiff, und wie glücklich war Ruth plötzlich über ihr Fleece-Oberteil! Es waren einige Kletterpartien über verschiedene Felsbrocken zu meistern. Manchmal war nicht auf den ersten Blick zu erkennen, wie man am besten zwischen den Steinen oder an ihnen hinunter seinen Weg fortsetzen musste, aber mit ein wenig Probieren fanden wir immer eine Möglichkeit. Diese Passagen haben übrigens großen Spaß gemacht.
An einer Stelle befand sich noch ein wenig Wasser. Hier kamen Kap-Ammern und Rosenköpfchen-Papageien zum Trinken. Auch ein Klippschliefer nagte in einem Busch. Er war überhaupt nicht scheu und ließ uns recht nah herankommen.
Oft standen Olivenbäume und Köcherbäume am Wegrand, und Feigenbäume waren in die engsten Felsspalten hineingewachsen. Nach etwa 7 Kilometern erreichten wir den spannendsten Abschnitt mit den berüchtigten Ketten. Die Canyonwände standen so nah zusammen, dass nur ein schmaler Durchgang blieb. In der Mitte hatte sich ein stinkiger Pröddel mit schwarzem Wasser gesammelt. Die Dame im Office hatte erklärt, dass man sowohl an der linken als auch an der rechten Felsseite entlangklettern könne. Beide haben als Hilfen das Kettengeländer. Man würde spontan sehen, welche Seite für einen persönlich die einfachere wäre. Etwas unschlüssig standen wir herum, denn so klar war uns das nicht. Klar war Ruth nur, dass sie als erste klettern wollte, um nicht so lange herumzustehen, bis sie doch noch Zweifel bekommen könnte. Es war beruhigend festzustellen, dass man nicht gleich tot wäre, wenn man die paar Meter an der Wand abschmierte. Trotzdem hätte so ein Absturz wohl ein paar ordentliche Hautabschürfungen zur Folge, ganz zu schweigen von der wenig verlockenden Aussicht auf ein Bad im Stinketümpel. So dachte Ruth nicht weiter nach und kletterte auf der linken Seite voran, während Uwe ihre unrühmlichen Kletterkünste aus sicherer Entfernung kommentierte. Zunächst fand sie noch guten Tritt, hielt sich kaum an den Ketten fest und verpasste dabei den Moment, sich in die Ketten zu hängen, so dass sie sich schließlich fast hockend am Fels sitzend wiederfand. Es ging so nicht mehr wirklich vorwärts, dafür aber auch nicht zurück. Ruth ist überaus froh, für die nachfolgende Unterhaltung in Form von „Was-ist-los?-Es-geht-nicht-weiter.-Dann-komm-zurück!-Geht-auch-nicht!“ keine weiteren Zeugen gehabt zu haben. Ein kurzer Anflug von Panik, und dann klemmte sie sich die Ketten kurzerhand unter die Achseln. So war das sicher nicht gedacht, aber es ging weiter.
Uwe lachte sich halb schlapp, und ihm war nun sofort klar, dass er die andere Seite der Wand nehmen würde. Bei ihm sah das auf jeden Fall auch deutlich gekonnter aus.
Im Schatten der Schlucht wurde es mit fortschreitendem Nachmittag immer kühler, und es fegte teilweise ein frischer Wind zwischen den Felsen hindurch.
An einer sonnigen Stelle machten wir eine kurze Rast und picknickten das selbstgebackene Brot mit Salami und Blauschimmelkäse. Das letzte Wegstück war einfach zu wandern, da es entlang der Fahrspur des 4x4-Trails verlief. Zurück am Auto waren wir müde, aber froh, diesen tollen Ausflug gemacht zu haben. Nachdem wir uns wieder abgemeldet hatten, fuhren wir zurück nach Büllsport. Am Wegrand sahen wir einige Bergzebras in den Hügeln.
An unserer Campsite heizten wir den Donkey für die Dusche an und machten Feuer. Heute Abend gab es Pizza aus dem Potije. Das Duschhäuschen hatten wir als Unterschlupf gegen den Wind bereits schnell wieder lieb gewonnen.
Bis wir die drei Pizzen gebacken, das ganze Geschirr gespült, den Potije gereinigt und geölt und die meisten Sachen aufgeräumt hatten, waren wir total k.o. Außerdem hatte es wieder auf sechs Grad abgekühlt. So gab es für uns keinen Grund, den Schlafsäcken länger fern zu bleiben.
Heute Morgen war es noch ein bisschen kälter. Dafür setzte nachts aber auch wieder der Wind ein. Er rappelte an den Zeltwänden und ließ uns nicht schlafen. Die Campsite auf Büllsport ist wirklich sehr schön und hat eine tolle Aussicht. Bei den Temperaturen fiel es uns aber ein wenig schwer, das zu genießen. Das Frühstück verschoben wir auf später, packten alle Sachen zusammen und verabschiedeten uns von den Felsenratten. Dann fuhren wir zur Farm und brachten die Schlüssel zurück.
Auf der C14 ging es nach Westen ca. 50 Kilometer bis Solitaire. Bei Kaffee und Apfelkuchen stärkten wir uns, jedoch nicht im Schatten der Bäckerei, sondern davor in der Sonne. Dann füllten wir unseren Wasservorrat mit dem leckeren Naukluft-Wasser auf und fuhren weiter nach Nordwesten. Über Gaub- und Kuiseb-Pass kamen wir schnell voran. Und das taten andere auch. Wir waren erstaunt, wie viel Verkehr hier herrschte. Häufig wurden wir überholt, und es war ein wenig anstrengend zu fahren, da man ständig in eine aufgewirbelte Staubschicht gehüllt wurde.
Bei Walvis Bay machten wir einen kurzen Abstecher zur Lagune und sahen dort viele Flamingos, die jedoch wegen der Ebbe weit entfernt standen. Über die Küstenstraße erreichten wir Swakopmund und wurden wie immer sehr lieb von Meike und Klaus begrüßt. Wir tranken Kaffee und erzählten. Wir genießen die heimelige Atmosphäre bei den beiden am anderen Ende der Welt immer sehr. Ohne Fahrerei und viel Programm sind die Tage in Swakopmund für uns immer ein kleiner Urlaub im Urlaub. Nach einer langen Dusche gingen wir ins Tug zum Abendessen. Wir hatten uns schon eine ganze Weile auf das gute Essen dort gefreut.
Nach so vielen Tagen im Dachzelt ist das bequeme Bett in Meikes liebevoll eingerichteten Zimmern eine Wohltat. Daher dauerte es auch nicht lange, bis wir zufrieden schliefen.
Liebe Eulenmuckels, ich bin arg erstaunt, wie sich unsere Tour der euren ähnelt. Da haben wir uns nur um einen Tag auf Bagatelle verpasst und bei Meike und Klaus hing noch euer Duft im Zimmer. ! 🤪 🤩
Eure Klettertour ist allerdings sehr außergewöhnlich, da ihr doch eher auf vier Rädern eilig unterwegs seid. Umso schöner muss es sein, wenn man sich frei bewegen kann! Ruth hat meine volle Bewunderung für die Tour. Spätestens am Seil wäre ich irgendwie nicht weitergegangen. Im Klettercenter (Kraftwerk in Lüneburg) bei uns ist es immer ganz einfach, aber da gibt es auch weiche Matten unter mir. In Namibia ist man schon sehr auf sich gestellt, wenn es nicht mehr geht! Tolle Leistung! Oder wurde sie von einem Vogel gelockt?
Nun freue ich mich aufs Kaokoveld und den Fortgang eurer Reise Liebe Grüße Biggi
ihr versteht es wirklich die Afrika-Sehnsucht wachsen zu lassen. 😎 Die Bilder sind einfach spitzenklasse und dazu der informativ hurmorvolle Schreibstil. 😄 😄 Einfach unnachahmlich "eulenmuckelich".
Wir sehen uns dann im Mai (falls wir nicht gleich in Afrika bleiben)
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200615. Feb. 2016 ·
@Biggi: Dann hätten wir uns ja wirklich fast getroffen. Schade. Bestimmt klappt es ein anderes Mal.
Eure Klettertour ist allerdings sehr außergewöhnlich, da ihr doch eher auf vier Rädern eilig unterwegs seid.
Willst du etwa andeuten, dass wir immer ziemlich viel fahren? Damit könntest du tatsächlich Recht haben. 😉 Aber die Wanderung hat uns zur Abwechslung auch sehr viel Spaß gemacht.
Nun freue ich mich aufs Kaokoveld
Haben wir euch da auch wieder knapp verpasst? 😉
@Pascalinah: Vielen Dank für dein Lob.
@Dagmar:
ihr versteht es wirklich die Afrika-Sehnsucht wachsen zu lassen
Vielen Dank. Ich glaube, eure Sehnsucht wächst aber auch schon so ganz gut. 😉
Wir sehen uns dann im Mai (falls wir nicht gleich in Afrika bleiben)
Wir freuen uns schon. Für uns hoffen wir, dass ihr nicht dort bleibt, obwohl wir es verstehen könnten. Sind auf eure Erfahrungen mit dem Auto gespannt.
Viele Grüße an alle Mitfahrer und danke für eure Geduld, dass unser Reisebericht zurzeit ein wenig träge vorangeht. Uwe und Ruth
So, auch wir sind seit gestern (leider schon) wieder zurück und ich habe es heute in einem Rutsch geschafft, die verpassten Seiten eures RBs auf zu holen. Wie immer super Bilder. Wo bekommt ihr nur ständig diese Sichtungen und Motive her?? LG Günter
danke für eure Geduld, dass unser Reisebericht zurzeit ein wenig träge vorangeht
Hallo ihr 2! Also von mir aus könnt ihr euch gerne Zeit lassen, so haben wir länger was von euren Erlebnissen! Jede Woche ein paar von euren tollen Fotos - und das über ein paar Monate im Jahr verteilt, das hat schon was. Und mal ehrlich: es ist doch sicher ganz bewusst von euch so kalkuliert, dass zwischen dem Ende des Reiseberichts und der nächsten Reise möglichst wenig Zeit liegt! Versteh ich ja ... 😉
Hallo Eulenmuckels, ich möchte mich auch mal bedanken für Eure tollen Reiseberichte. Hat uns sehr inspiriert bei unserer Kaokoreise. P.S. Übrigens Claudia vom Casa Piccolo ist die Nichte meines Bruders. Gruß, Sonja
Liebe Grüsse, Sonja
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201218. Feb. 2016 ·
Liebe Eulenmuckels, ich muss nochmals auf den Nauklufttrail zurückkommen. Wir waren auch auf Büllsport, aber (zugegeben) zu feige, die Klettertour zu machen. Daher Respekt vor eurer Leistung. In Zukunft werde ich bei "Eulenmuckels" immer auch an Eulen Muckis denken 😉
VG. Rolf
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200620. Feb. 2016 ·
@Günter: Schön, dass ihr wohlbehalten zurück und wieder dabei seid. Wir freuen uns schon auf euren neuen Bericht. 😗
@Karin:
es ist doch sicher ganz bewusst von euch so kalkuliert, dass zwischen dem Ende des Reiseberichts und der nächsten Reise möglichst wenig Zeit liegt
Genau so ist es. Das ist die perfekte Ausrede. Danke!
@Sonja: Bei Claudia in Windhoek fühlen wir uns immer sehr wohl. Dann wirst du wohl auch öfters dort übernachten. Bestell ihr beim nächsten Mal liebe Grüße.
@Rolf: So enorm war unsere Leistung sicherlich nicht. Und Muckis braucht man für die Wanderung auch eher nicht. Aber wir waren auch lange zu feige für diese Tour. Das lag in erster Linie am Respekt vor den Geschichten über die berühmte Ketten-Kletterpassage. Dazu kam, dass vor ein paar Jahren eine Freundin von uns dort die Felswand hinuntergerutscht ist und sich ordentlich die Beine und ihre Hüfte aufgeschürft hat. Der Rundweg gehört aber landschaftlich zu den schönsten Strecken, die wir in Namibia gelaufen sind.
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200620. Feb. 2016 ·
Tag 31. Sonntag, 26. Juli 2015 – Ausflug in den Khan River
Meikes Gästehaus, Swakopmund
Wir schliefen gut und lange und gingen erst spät zum Frühstück. Auch hierbei ließen wir es gemütlich angehen, unterhielten uns mit Meike und Klaus und genossen die reichhaltige Auswahl des Frühstückbuffets. Während Uwe anschließend Geld holte, versuchte Ruth die unterschiedlichen Vögel im Garten zu fotografieren. Bei herrlichem Sonnenschein, der hier in Swakopmund keinesfalls selbstverständlich ist, schlich sie mit der Kamera im Anschlag hin und her. Leider erwischte sie den kleinen Brillenvogel nicht, freute sich aber umso mehr über den BVB-Weber.
Das Männchen flocht fleißig unter den strengen Augen des Weibchens an seiner eindrucksvollen Behausung.
War ihr etwas nicht genehm, beschwerte sich die Teure sofort und widmete sich danach wieder ganz der Gefiederpflege.
Die Weißrücken-Mausvögel turnten in den Ästen umher und gaben sich alle Mühe, auch die letzten Blättchen von den Zweigen zu rupfen.
Außerdem schwirrten die kleinen Rußnektarvögel von Aloe zu Aloe und versenkten ihre langen, gebogenen Schnäbel auf der Suche nach Nektar in den Blütenkelchen.
Meikes kleines Wasserle war wieder gut besucht von mehreren Wellenastrilden. Man merkte ihnen die Freude beim Baden und Trinken an, da die Tropfen in alle Richtungen spritzten.
EulenmuckelThemenstarter2’120 Beiträge · seit 200620. Feb. 2016 ·
Fast war Ruth ein wenig enttäuscht, als sie gegen Mittag die Vogelschar zurücklassen musste, da wir von Georg zur Khan-River-Tour abgeholt wurden. Wir waren heute seine einzigen Gäste. Zu Beginn fuhren wir ca. 40 Kilometer von der Küste ins Inland. Dann bogen wir von der Hauptstraße in den Dorob-Nationalpark ab und erkundeten die Wüste. Georg konnte uns sehr viel Interessantes über die Pflanzen, Tiere, die Geschichte des Landes, ihre Geologie, verschiedene Gesteine und Landschaftsformen erzählen. Wir sahen am Boden wachsende Aloen, die viele hundert Jahre alt waren, metallhaltige, klingende Steine, ein kleines Chamäleon, Glimmersteine und uralte Bäume.
In einer Felsspalte entdeckte er das Gelege eines Geckos.
Georg zeigte uns einige alte Landschaftsfotografien, die fast hundert Jahre alt waren und die er in neuerer Zeit von ähnlichem Standpunkt aus nachfotografiert hatte. Nicht nur die Landschaftsformen, sondern auch viele Pflanzen waren noch identisch vorhanden. Auch wiederholte Aufnahmen von Bäumen oder Sträuchern zeigten, dass diese Pflanzen in der Namib extrem viel Zeit benötigen, um zu wachsen. Im Vergleich waren dieselben niedrigen Pflanzen am Boden zu sehen, kaum Vegetation war hinzugekommen, und die Bäumchen hatten nur unwesentlich mehr Verästelungen als vor zig Jahrzehnten. So verdeutlichte Georg eindrucksvoll, wie wichtig es sei, sein eigenes Brennholz mitzubringen und wie unverantwortlich, mal schnell im Vorbeifahren sein Feuerholz in Form eines scheinbar noch jungen Bäumchens einzusammeln.
Wir fuhren in das Tal des Khan-Rivers hinab und sahen immer wieder Klippspringer und auch einige Strauße.
Das Nachmittagslicht wurde immer schöner, und die Tour war sehr entspannt und informativ. Bei einem eindrucksvollen Felsüberhang hielten wir an und tranken Kaffee und aßen Kekse. Wir kletterten ein wenig auf den Steinen herum und konnten gut verstehen, warum diese Stelle Georgs Lieblingsplatz ist.
Anschließend fuhren wir weiter durch das Flussbett bis zum Swakop-Rivier.
Dort ging es dann ein paar Kilometer bis zur Oase Goanikontes, von wo wir zur Mondlandschaft abbogen. Kurz vor Sonnenuntergang hatten wir Aussicht über die zerklüfteten Berge.
Mit vielen neuen Eindrücken von dieser Tour ging es dann zurück nach Swakopmund. Nach einer Dusche liefen wir ans Meer zur Jetty und aßen zum ersten Mal im Restaurant am Ende des langen Holzstegs zu Abend. Wir wählten Suppe, Fisch bzw. Wild und Nachtisch. Alles war sehr lecker. Wir schleppten uns zurück ins Gästehaus und waren erstaunt, wie rasch unser erster Tag in Swakop bereits wieder vorbei war. Wir gehören ja – wie es bereits aufgefallen sein könnte – zu denjenigen, die große Fans des kleinen Städtchens sind. Jedes Mal aufs Neue sind wir begeistert, was Swakop so alles zu bieten hat und nahmen uns einmal mehr vor, im nächsten Jahr noch einen Tag länger zu bleiben.