nachdem ich die Abfahrt verpasst habe, bin ich euch jetzt schnell noch hinterher gehechelt und springe nun zu 😁 !
Sehr, sehr schön bisher ... vor allem die Schildkröte mag ich 🙂 - und das südliche Afrika im heiß-grünen Sommer lasse ich mir definitiv nicht entgehen, bin also mit dabei 🙂 !
Bin trotz übler Erkältung (die Nase begann zu tropfen als ich gestern in Zürich aus dem Flugzeug ausstieg) setzt ich mich auch noch dazu...und da alle hinten rein sitzen nehm ich den Beifahrersitz....HATSCHI!!!!...ok?
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200909. Feb. 2015 ·
Hallo Picco,
dann geht's Dir ja wie mir. Mich hatte auch gleich eine Grippe erwischt, kaum war ich wieder zurück im kalten Europa.
Ich freue mich, dass Du wieder dabei bist. Den Beifahrersitz muss ich Dir aber leider verwehren. Der ist fest für die beste aller Ehefrauen reserviert.
Topobär schrieb:Ich freue mich, dass Du wieder dabei bist. Den Beifahrersitz muss ich Dir aber leider verwehren. Der ist fest für die beste aller Ehefrauen reserviert.
🙄 Oha...dann ist sie nachdem ich meine verbliebenen 95kg draufgewuchtet hab nun aber platt!!! 🙄 Sorry, soll nicht wieder vorkommen... 😵 😗 😣
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200911. Feb. 2015 ·
5.Tag (Mi. 24.12.2014) Kuboes – Richtersveld National Park 132km
Der Wind hat sich über Nacht zum Glück gelegt und so können wir ein entspanntes Frühstück genießen. Während dessen kommt auch der schwarze Farmer von gestern wieder vorbei und erkundigt sich, ob wir die Nacht gut verbracht haben. Ein sehr angenehmer Mensch, mit dem wir uns nett unterhalten, während seine Schar niedlicher Enkelkinder uns aus neugierigen Kinderaugen beobachtet.
Von Kuboes nach Sendelingsdrift geht‘ fix auf gutem Gravel.
Die ersten Kilometer im Nationalpark sind noch geschobene Piste mit starkem Wellblech. Das hat dann auch ein Ende, als wir die Auffahrt zum Akkekis Pass erreichen. Ab hier ist man in 4x4-Gelände.
Als Liebhaber karger Landschaften gefällt es mir hier im Richtersveld National Park auf anhieb. Nach dem Pass kommen wir auf eine große Hochfläche. Hier fallen mir eigenartige Blumen auf, die mich stark an See-Anemonen erinnern. Weiß jemand, was das für Blumen sind?
Von der Hochfläche in Richtung Oranje fahren wir über den Domorogh Pass. Man könnte ihn auch als van Zyl‘s light bezeichnen. Wie beim großen Bruder gibt es am Beginn des Passes einen sehr schönen Aussichtspunkt und dann geht es steil nach unten. Die Stufen sind nicht ganz so groß und es besteht keine seitliche Absturzgefahr, aber genauso steil wie beim Original ist es schon.
Bei den Köcherbäumen scheint es sich hier im Richtersveld National Park um eine andere Art zu handeln, als diejenigen, die wir aus der Gegend von Keetmannshop kennen. Die Bäume haben viel weniger Äste und die Verzweigung der Äste erfolgt schon kurz über dem Boden.
Von Süden erreichen wir durch ein Seitental des Oranje unser heutiges Tagesziel, die Richtersberg Campsite, welche traumhaft direkt am Flussufer liegt. Die auf dem Hochufer gelegenen Ablutions sind einfach, aber zweckmäßig und sauber.
Wir sind schon kurz nach Mittag auf der Campsite angekommen und genießen es, hier einen entspannten Nachmittag zu verbringen. Unsere Campsite hat dafür einen perfekten Schattenbaum zu bieten.
Von unserm Sitzplatz können wir gut die Wasservögel am Fluss beobachten. Hauptsächlich African Darter und Pied Kingfisher. Zwischenzeitlich taucht auch ein Goliathreiher auf. Leider muss ich zu Hause auf dem Computerbildschirm feststellen, dass die Fotos dieses schönen Vogels alle nicht richtig scharf geworden sind, da der Autofocus sich leider für das Schilf hinter dem Vogel entschieden hat. 🙁
Eigentlich hatte ich mich schon im Vorfeld auf ein schönes Bad im Oranje gefreut. Leider erweist sich der Fluss vor Ort als ziemlich trüb und schlammig, so dass mir die Lust vergeht und ich mich doch für die Dusche entscheide.
Unser Schattenbaum beherbergt auch eine Gruppe grüner Meerkatzen. Zu Anfang sind sie noch scheu und vor allem die Halbwüchsigen sind echt niedlich. Mit der Zeit werden die kleinen Biester aber immer dreister und versuchen permanent uns zu beklauen. Kathrin sieht sich sogar fortgesetzter sexueller Belästigung durch den Clanchef ausgesetzt. So kommt unsere Schleuder erstmals auf dieser Reise zum Einsatz und innerhalb kürzester Zeit ist das Kräfteverhältnis wieder klargestellt und wir haben unsere Ruhe.
Einen wirklichen Sonnenuntergang erleben wir nicht, da die Sonne schon lange vor Einbruch der Dunkelheit hinter den Bergen verschwunden ist. Dafür werden die Berge am namibischen Ufer in goldenes Licht getaucht.
Wieder geht ein perfekter Sommertag zu Ende. Hier am Fluss hatte es bis zu 34°C und auch nach Sonnenuntergang bleibt es angenehm warm. Wir grillen wieder. Es gibt Lamm mit Gemüsereis.
Im Dunkeln sind zahlreiche Glühwürmchen unterwegs. Gegen diese fliegenden Blinklichter sehen unsere europäischen Vertreter im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich blass aus.
Das sind wirklich beeindruckend schöne Bilder einer tollen Landschaft. Vielen Dank fürs Zeigen... Eigentlich liebäugle ich ja wieder mit Simbabwe, aber Eure Route gefällt mir so gut, dass ich den Anfang vielleicht doch "klaue"... über den Rest der Strecke willst Du ja leider keine Infos rausrücken 😉
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200911. Feb. 2015 ·
Sanne schrieb:... über den Rest der Strecke willst Du ja leider keine Infos rausrücken 😉
fotomatte2’542 Beiträge · seit 200911. Feb. 2015 ·
Hi Topobär,
dein Köcherbaum ist ebenso wie alle anderen eine Aloe dichotoma. Die spärliche Ausbildung der Krone, auch der niedrigere Verzweigungsansatz, ist wohl eine Adaption an sehr trockene, windige, kurz wasserarme Standorte.
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200913. Feb. 2015 ·
6.Tag (Do. 25.12.2014) Richtersveld National Park – Fishriver Canyon 288km
Der Frühstückstisch übt mit seinen vielen Leckereien eine enorme Anziehungskraft auf die Meerkatzen aus. Wir werden von der ganzen Bande regelrecht belagert. Selbst das Drohen mit der Schleuder hilft nichts. Erst als ich gezielt schieße können wir ungestört Frühstücken.
Nachdem wir zusammengepackt haben, fahren wir entlang des Oranje bis zur De Hoop Campsite. Wir wurden am Parkeingang vor dieser Strecke gewarnt, da sie sehr tiefsandig sei. Ich persönlich fand das nicht so dramatisch, da es für fast alle tiefsandigen Stellen eine feste Umfahrung gab. Viel störender war der Bulldust, der häufig den ganzen Wagen in eine Staubwolke hüllte. Landschaftlich lohnt sich diese Strecke aber auf jeden Fall.
Auf der De Hoop Campsite war fast jeder Stellplatz belegt. Dagegen war es bei uns auf der Richtersberg Campsite richtig einsam – nur noch ein weiteres Auto. Vermutlich liegt es daran, dass sich die Anfahrt zur De Hoop Campsite nicht so anspruchsvoll wie bei der Richtersberg Campsite ist.
Über das Tal des Kooksriver verlassen wir den Oranje. Für ein kurzes Stück verwandelt sich dieses Tal in eine grüne Oase, da es hier eine Quelle gibt, die einen kleinen Bach speißt. Dieser versickert jedoch schon nach wenigen hundert Metern wieder.
Bezüglich Tieren hatte ich im Richtersveld Nationalpark keinerlei Erwartungen, aber ich wollte unbedingt einen Halfman sehen. Wenn man die Berichte und Fotos des Parks sieht, scheinen diese skurrilen Pflanzen hier an jeder Ecke zu wachsen. In der Praxis sieht das anders aus. Es gibt Massen an Aloen, aber ein Halfman wollte sich nicht zeigen.
Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, da entdeckte ich, kurz bevor wir den Park verließen, auf der Abfahrt vom Akkekis Pass, oben am Hang, einen einzelnen Halfman. So kam ich heute noch zu ein bisschen Bewegung, um die Pflanze ablichten zu können.
In Sendelingsdrift überqueren wir für 110R mit der Fähre den Oranje und erreichen schon bald die kleine namibische Grenzstation. Die Ausreise aus Südafrika erfolgte bereits in Sendelingsdrift direkt neben dem Visitors-Center. In Namibia werden für unser südafrikanisches Auto erst einmal 220N$ Roadtax fällig.
Die Strecke entlang des Oranje in Richtung Aussenkehr gefällt uns sehr gut. Das grüne Band des Flusses in dieser ansonsten kargen Berglandschaft ist ein toller Kontrast. Kurz vor Aussenkehr verlassen wir das Tal in Richtung Ai-Ais.
Inmitten einer absolut vegetationslosen Hochebene stelle ich dann unseren nächsten Platten fest. Wieder haben wir uns ein Metallteil in den Reifen gefahren. Wo kommt bloß der ganze Schrott auf den Straßen her? In Deutschland passiert mir das einmal in 10 Jahren. Da wir ein eingespieltes Team sind, ist der Reifenwechsel in weniger als 10min. über die Bühne gegangen. Trotzdem ist man danach bei der herrschenden Hitze und dazu noch in der prallen Sonne vollkommen verschwitzt und entsprechend durstig.
Den Fishriver-Canyon besuchen wir am Haupt-Aussichtspunkt, wo ein großes Visitors-Center mit zahlreichen Infotafeln steht. Sehr informativ. Unter den Schattendächern machen wir Picknick und entdecken dabei mit dem Fernglas ein einsames Pferd, welches an einem der Tümpel im Canyon trinkt. An dieser Stelle hätte ich kein Wildpferd vermutet.
Zur Übernachtung haben wir uns heute für die Campsite des Canyon Roadhouse entschieden. Wir stehen auf der sehr schönen Campsite Nr. 1. Der große Schattenbaum steht mit seinen tief hängenden Ästen wie ein Baldachin über unseren Sitzplätzen. Ich liebe solche Plätze zum lesen.
Die Sanitäranlagen der Campsite lassen keine Wünsche offen und auch unserem Reifen wird hier wieder Luft eingehaucht. War der günstigste Reifenflicker unserer Tour und hat dicht gehalten.
An diesem Abend wird nicht selbst gekocht, sondern wir besuchen das Restaurant des Canyon Roadhouse. Dort müssen wir uns zwischen dem stickigen Innenraum und der windigen Terrasse entscheiden. Die Entscheidung fällt eindeutig zugunsten der Terrasse aus. Es gibt Buffet, welches nicht ganz billig, dafür aber sehr lecker ist. Ich glaube, so zarten Oryx habe ich noch nie im Leben gegessen.
Zwischenzeitig sorgt noch ein großer Skorpion für Unterhaltung, der an der Mauer entlang über die Terrasse läuft. So einen großen Skorpion habe ich noch niemals zuvor gesehen.
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200813. Feb. 2015 ·
Hallo, Topobär, vielen Dank für deinen Reisebericht, insbesondere für die schönen Bilder vom Richtersveld/Oranje! Das sind Traumplätzchen!
Zu deinen Pflanzen: Im Richtersveld kommen 3 Aloe vor (dichotoma, pilansii u. ramosissima) Die befragte Aloe schaut wie eine Aloe pilansii aus, und die "See-Anemone" wie ein Opophytum hypertrophicum. Die "fisselige" Aloe an Tag 6 könnte vielleicht der klägliche Rest einer Aloe ramosissima sein, die verzweigt sich schon ganz unten... nur so als Idee, der du mal nachgehen könntest ...und nicht dass du denkst, ich wüste sowas ganz allein, ich hab es aus Bhekisisas Reisebericht.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200913. Feb. 2015 ·
Hallo Lillytrotter,
vielen Dank für die Antworten. Ich freue mich immer, wenn das Forum meine Wissenlücken füllt. So was ist dann wohl schon so eine Art Schwarm-Intelligenz. Gerade bei Pflanzen hab ich so gut wie keine Ahnung und bin auf externe Hilfe angewiesen.
danke für die schönen Landschaftsaufnahmen 🙂 Auch ich kann mich daran nicht satt sehen 🤪 Die Vorfreude auf den kommenden Urlaub steigt und steigt.............
Dankegrüße Guggu
PS. Sehe ihr habt die Zeltfarbe von blau auf nato-oliv gewechselt 😉
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200813. Feb. 2015 ·
Topobär schrieb:
So was ist dann wohl schon so eine Art Schwarm-Intelligenz.
Hab leider irgendwie übersehen, dass die Pflanzen alle schon bestimmt worden sind. 😕
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
fotomatte2’542 Beiträge · seit 200914. Feb. 2015 ·
Hallo,
und "Danke" an lilytrotter für die korrekte Benamsung der Aloe. Das wusste ich bislang auch nicht, respektive hat man mir das klar falsch erklärt auf meiner Tour durchs Sperrgebiet letztes Jahr. 😈 Jetzt muss ich nochmal meine eigenen Bilder durchsehen..... 😵 😗
Also Aloe pillansii.
Und auch meine "See-Anemonen" kriegen jetzt einen offiziellen Namen. 🙂
Dafür werde ich mir erlauben, im Bericht der Eulenmuckels eine Bestimmung von dir zu korrigieren. 😕
ich bin auch noch dabei, du hast ganz tolle Bilder gemacht! Die Landschaft ist zauberhaft und man möchte sofort ins Flugzeug steigen 😎 ! Deine See-Anemonen sind sehr schön!!!
Liebe Grüße
Kloppo
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TopobärThemenstarter5’490 Beiträge · seit 200916. Feb. 2015 ·
Ein paar Tage müsst Ihr Euch noch damit begnügen, mit uns gemütlich durch die schönen Landschaften des südlichen Namibias zu Cruisen, bevor dann das erste Abenteuer dieser Tour startet.
Das Frühstücks-Buffet im Canyon Roadhouse ist eine Enttäuschung. Brot gibt es nicht. Auch das Toastbrot ist anscheinend ausgegangen und so versucht man dem Engpass mit selbstgebackenen Brötchen zu begegnen. Die sind zwar sehr lecker, man kann bei den vielen Gästen aber bei weitem den Bedarf nicht decken, denn die Unterkunft ist mit Bus-Gruppen gut gefüllt. Auch bei den anderen Bestandteilen des Buffets kommt man mit dem Nachlegen nur sehr schleppend voran. So besteht dieses Frühstück in erster Linie aus Warten.
Nach dem eher kargen Frühstück – uns ist irgendwann die Geduld ausgegangen – wollen wir uns einen leckeren Lunch im Helmeringhhausen Hotel gönnen. Bevor es dazu kommt, müssen wir uns aber wieder einmal um einen Platten kümmern, den wir entdecken, als wir vor dem Hotel parken. Also erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Der Reifen ist aber wieder schnell gewechselt. Glücklicherweise ist direkt gegenüber des Hotels eine Tankstelle mit Reifenservice, die sich um unseren Reifen kümmern, während wir essen. Irgendwie ist bei dieser Aktion unsere T4A-Papierkarte von Namibia verschwunden. Beim Aussteigen halte ich sie noch in der Hand und lege sie irgendwo hin, als ich den Platten entdecke. Nach dem Reifenwechsel ist sie verschwunden und taucht nie wieder auf. Ein Rätsel!
Das Hotel selbst wirkt mit seinen Strohrollenfiguren am Eingang wie eine Deutsche Landgaststätte. Dazu passt auch, dass man in einen sehr schönen „Biergarten“ im Schatten großer Bäume sitzt und auch die Speisekarte sehr Deutsch ist. Nur der zahme Springbock, der in den Blumenrabatten liegt passt da nicht so ganz ins Bild. Das Essen ist sehr lecker und wir können eine Rast im Helmeringhausen Hotel nur empfehlen.
Unser heutiges Ziel ist die Campsite der Gästefarm Koiimasis. Von Herlmeringhausen aus wollen wir die Ostzufahrt nehmen, welche von der C27 aus durch die Tirasberge zur Farm führt. Diese ist an der Abzweigung auch ausgeschildert und das Weidegatter ist offen. Nachdem wir einige Kilometer gefahren sind, kommen wir an das nächste Weidegatter, welches mit einem Zahlenschloss verschlossen ist. Sind das hier Auswanderer aus Schilda? Was für ein Blödsinn ist das bitte, die Leute erst auf die Strecke zu locken um sie dann vor verschlossener Tür wieder zur Umkehr zu zwingen. Aber was wundere ich mich eigentlich, nachdem unser Versuch einer vorherigen Reservierung auch im Chaos endete und ich darauf beschloss, dass wir versuchen ohne Reservierung hin zu fahren und unser Glück zu versuchen. 😵
Uns bleibt jetzt erst einmal keine andere Wahl, als einen Umweg von 80km in Kauf zu nehmen und von Norden via D707 Koiimasis anzusteuern. Landschaftlich ist das sicherlich kein Nachteil, denn die Strecke wird Ihrem Ruf als eine der schönsten Straßen Namibias durchaus gerecht.
In der momentanen Regenzeit scheint hier im Süden aber noch kein Regen gefallen zu sein. Die Landschaft sieht jedenfalls ganz anders als auf den meisten Fotos aus. Von den wogenden goldgelben Grasflächen ist nichts geblieben. Man sieht nur unendliche Sandflächen.
Auf der Zufahrt von Westen sind dann glücklicherweise alle Farmtore unverschlossen und es gibt auch noch freie Campsites. Die sind dann auch ein echter Traum. Allein schon die Lage in einem Talschluss der Tirasberge, umgeben von roten Felsen sucht ihres Gleichen. Aber auch von der Ausstattung her ist Koiimasis in der Top-Liga anzusiedeln. Die Sanitäreinrichtungen sind besser als auf vielen Lodges. Toiletten-Fotos o.ä. wird es bei mir aber nicht geben, da müsst Ihr meinen Aussagen vertrauen. 😉
Unsere Campsite Nr. 1 ist ein kleines zwischen Felsen gelegenes Paradies. Ein Schattenbaum schützt uns vor der Sonne. Hier lässt es sich gut aushalten und so genießen wir faul die letzten Stunden des Tages. Zu einer Wanderung können wir und bei Temperaturen von 30°C im Schatten nicht aufraffen.
In den Felsen bei unserer Campsite leben auch viele Dassies und bieten zusammen mit einem guten Buch die perfekte Unterhaltung.
Auf einen Sonnenuntergang müssen wir auch heute wieder verzichten, denn die Sonne verschwindet schon lange vor Einbruch der Dunkelheit hinter den hohen Bergen, die Koiimasis umgeben. Es kommt dann auch ein recht kräftiger und kühler Wind auf, so dass ich erstmals auf dieser Reise mir lange Hose und Windstopper überziehe. Insgesamt habe ich Afrika noch nie so windig erlebt, wie auf dieser Tour.
Wie fast jeden Abend grillen wir. Heute ist wieder Rind dran und dazu gibt es Gemsquash mit gesalzener Butter.
Dein Reisebericht ist bei mir natürlich längst favorisiert und ich folge stets mit grossem Interesse.
Das mit den Campsites und den sanitären Anlagen auf Koiimasis kann ich nur bestätigen - die sind echt Klasse! War im März 2013 auf der genau gleichen Site wie ihr und wir haben das Zelt auch genau dort unter dem schattigen Felsen aufgebaut. 🙂
Bei uns war es damals auch brütend heiss, wir konnten uns am zweiten Tag dann aber trotzdem für eine kurze Kraxlerei in die Hänge am Talende durchringen. Aussicht hat sich auf jeden Fall gelohnt: