Hallo Eulenmuckels, nachdem ich euch mit den lion cubs voraus war, seid ihr mir mit der Flughuhnjagd und der braunen Hyäne davongeprescht. 😄 Super tolle Bilder und klasse Beschreibung der Jagd. Unser Schakal war nicht erfolgreich und bei der Hyäne hat es bei mir mal wieder nur zu einem Beweisfoto gereicht. 😗 Aber ich bin glücklich, im 11. Afrikaurlaub endlich mal eine braune Hyäne zu sichten – bzw. nach Pilanesberg war es sogar die zweite in diesem Urlaub. Ich bin gespannt, ob wir noch weitere fast identische Sichtungen haben. Wir hatten noch ein eindrucksvolles Erlebnis (zumindest für uns) am Melkvlei Picknickplatz. LG Chrissie
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200620. Jan. 2015 ·
@Fleur: "Wer braucht da schon einen Caracal" Du hast ja Recht. Aber der Karakal steht schon seit Ewigkeiten ziemlich weit oben auf unserer Wunschliste.
@Tanja: Wir mögen den KTP auch ganz besonders.
@Chrissie: Das Nachtfoto unserer braunen Hyäne ist ja auch nur ein Beweisbild. Nachts werden die Fotos ja nie besonders gut. Bei uns war es übrigens auch der 11. Afrikaurlaub.
Vielen Dank für Euren super tollen Bericht. Eure Fotos sind einfach gesagt "ganz grosse Klasse". Es macht mich sprachlos. Ich glaube, ich muss noch viele Haushaufgaben machen und werde es wohl nie annähernd so schön perfekt hin bekommen. Das liegt aber nicht nur an der Ausrüstung sondern eher an der Geduld für den speziellen Moment. Grosse Bewunderung!
Es macht mir unendlich viel Freude, mit Euch zu reisen.
Weiter so.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200620. Jan. 2015 ·
Liebe Christa,
schön, dass du auch noch aufgesprungen bist. Wir freuen uns. Und vielen Dank für dein Lob.
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200620. Jan. 2015 ·
Freitag, 8. August 2014 – Einmal Unions End und zurück
Nossob, KTP – Polentswa, KTP
Heute Morgen standen wir früh in Nossob auf, um pünktlich um sieben Uhr in den Park zu starten. Die Handgriffe sitzen, und so dauert es nur wenige Minuten, bis wir startklar sind. Das Camp Nossob gefällt uns zunehmend gut. Es war angenehm ruhig, die Angestellten professionell, und die Tiersichtungen in der Umgebung werden durch unser Glück positiv beeinflusst. Heute fuhren wir nach Norden. Der letzte Tag hatte bewölkt aufgehört, dieser begann ebenfalls mit Wolken. Die Sonne hatte ganz schön zu kämpfen.
Einige Wasserlöcher klapperten wir ab, sahen aber nichts Spezielles. Im Grunde sahen wir den ganzen Tag über hauptsächlich Springböcke, Gnus, Oryx, Strauße, einige Kuhantilopen und Riesentrappen. Auf den Bäumen saßen zahlreiche Singhabichte. Bei keinem Wasserloch machten wir eine größere Pause, und so erreichten wir am späten Vormittag Polentswa. An der Wasserstelle waren Springböcke, Kuhantilopen und Gnus.
Nach einiger Zeit fuhren wir zu unserem Campingplatz für die nächsten zwei Nächte. Wir hatten zum ersten Mal den Platz Nummer 1 mit Blick auf die Ebene, der ganz unten am Pfannenrand liegt. Hier gefiel es uns sehr. Wir inspizierten die Toilette, aßen den Rest Wurstsalat und kochten Tee und Kaffee. Ruth baute eine kleine Vogeltränke. Anschließend ging es noch einmal los. Mittlerweile wehte ein kräftiger Wind, der Staub und Sand in die Lust wirbelte. Die verrückten Gnus an der Wasserstelle rannten ständig hin und her oder wälzten sich im Sand, so dass man bald gar nichts mehr sehen konnte.
Wir fuhren weiter Richtung Nordwesten. Unser Ziel war Unions End. Vor zwei Jahren waren wir lediglich bis Grootkolk gekommen. Wegen des starken Windes sah die Fahrbahn stets wie frisch gegraded aus, und wir zogen eine neue Spur. Lediglich ein anderes Fahrzeug kam uns entgegen, und auch die Tiere hielten sich weitestgehend versteckt. An den Wasserstellen begegneten wir nur den üblichen Antilopen. Der Weg zog sich in die Länge. Irgendwann erreichten wir Unions End und hielten zunächst am Picknickplatz, später dann an der Informationstafel mit den Entfernungsschildern. Hier endete also die Straße durch den KTP. Bei unserem siebten Besuch im Park erreichten wir nun zum ersten Mal diesen Punkt. Aufgrund des starken Windes hielten wir uns nicht lange auf und kehrten am Zaun zu Namibia um.
Beim Rastplatz Unions End machten wir ein Picknick. Wegen des Windes blieben wir im Auto sitzen und aßen Leberwurstbrote.
Es war zwar sehr gemütlich, aber eigentlich ist es auch immer schön, sich ein wenig die Füße zu vertreten. Plötzlich entdeckte Ruth einen besonderen Vogel in einem Baum und sprang mit dem Fotoapparat aus dem Auto. Es war ein Priritschnäpper. So kam sie doch noch dazu, ein wenig herumzuspazieren. Eigentlich sah es mehr wie tanzen aus. Den Fotoapparat wild in den Windböen schwenkend hüpfte sie dem Vogel hinterher, dieser wiederum hüpfte ständig von einer auf die andere Seite im dicht bewachsenen Geäst des Baumes. Die Äste schwankten so gewaltig, dass auf jedem zweiten Foto ein angeschnittener oder gleich gar kein Vogel mehr zu sehen war. Schließlich war sie doch mit dem Ergebnis zufrieden und Uwe auch, denn er hatte ja genügend Zeit gehabt, in Ruhe zu essen.
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200620. Jan. 2015 ·
Dann ging es weiter. Da die Straße gut zu fahren war, kamen wir schnell wieder nach Süden. Recht bald sahen wir eine einzelne Surikate über die Straße huschen. Als wir anhielten, stand sie bereits in der Ebene zwischen Gras und spähte in die Gegend. Dann verschwand sie, um an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Das war allerdings schon so weit entfernt, dass wir uns keine Hoffnungen machten, dass sie noch einmal zurückkommen könnte. Beim Wasserloch Lijersdraai überlegten wir kurz, ob wir auf eine braune Hyäne warten sollten. Wir hatten vor zwei Jahren dort eine beobachten können. Es ist schon verrückt, dass man immer denkt, man könnte eine tolle Sichtung an derselben Stelle noch einmal wiederholen. Wir waren zwar nicht fest verabredet, wäre aber ja möglich … Wir entschieden uns dagegen. Was für ein glücklicher Entschluss, denn genau in dem Augenblick, als wir zurück zum Wasserloch Polentswa einbogen, sprang Ruth gleich ganz aufgeregt auf ihrem Sitz herum. Das braune Zotteltier näherte sich zeitgleich mit uns von rechts.
Wir müssen schon sagen, besser als ewig an einem Wasserloch ohne Hyäne zu warten, ist doch auf jeden Fall gleich ein Wasserloch mit Hyäne vorzufinden. Unser Timing hätte nicht passender sein können. Schnell stellten wir den Motor ab, um das scheue Tier nicht zu vertreiben, aber die Hyäne lief zielstrebig zum Wasser.
Dort blieb sie nur etwa drei Minuten lang, spähte immer wieder in alle Richtungen und leckte sich die tropfende Schnauze. So aus der Nähe betrachtet sind wir uns immer noch nicht so ganz einig, ob sie nun wirklich schön oder nur selten sind. Auf jeden Fall werden wir dieses Exemplar wiedererkennen, wenn wir ihm noch einmal begegnen oder ein Foto sehen werden, da die Spitze des linken Ohres fehlte.
Nachdem sie ihren Durst gelöscht hatte, trottete sie in der ihr typisch geduckten Haltung mit windzerzaustem Fell davon und verschwand etwas später im hohen Gras.
Anschließend sahen wir noch einen Gaukler, und eine Herde Kuhantilopen kam zum Wasserloch. Dann fuhren wir hoch zum Campingplatz. Der Sundowner fiel leider ins Wasser oder besser in die Milch. Denn die lief uns im Kühlschrank aus, als wir die Getränke für den Sundowner herausholen wollten. So mussten wir erstmal alles trockenlegen.
Zum Abendessen machten wir Pizza. Dieses Jahr versuchten wir es – nach den mehr oder weniger misslungenen Versuchen einer Calzone auf dem Grillrost – im Potije und hatten Erfolg. Der Teig reichte für drei Pizzen, und sie wurden immer besser. Belegt mit Tomatenmark, Gewürzen, Knoblauch, Salami, Paprika, Zwiebeln und Käse wurden sie sehr lecker und kross. Das war eine tolle Abwechslung zu Steaks, Folienkartoffeln und Salat, die wir doch langsam nicht mehr sehen können.
Der Vollmond beleuchtete die Landschaft. Als es uns zu kalt wurde, gingen wir bei unter neun Grad ins Zelt.
Eulenmuckel schrieb: Beim Wasserloch Lijersdraai überlegten wir kurz, ob wir auf eine braune Hyäne warten sollten. Wir hatten vor zwei Jahren dort eine beobachten können. Es ist schon verrückt, dass man immer denkt, man könnte eine tolle Sichtung an derselben Stelle noch einmal wiederholen. Wir waren zwar nicht fest verabredet, wäre aber ja möglich …
Den gleichen Gedankengang haben wir auch öfter. 🤩 Gut, dass ihr dieses Mal weiter gefahren seid. Ein braune Hyäne im Tageslicht zu sehen, ist noch mal eine andere Hausnummer. Zu den Fotos brauche ich wohl nichts zu schreiben 😉 LG Chrissie
die Pizza sieht ja mal super lecker aus Der Rest der Geschichte inkl. der Bilder natürlich auch. Auf die Sichtungen mit den braunen Hyänen kann man schon ein wenig neidisch sein, vielleicht sollten wir uns doch mal an Euch ranhängen.
Hallo ihr 2, schön langsam kann ich mir vorstellen, wie Ruth in diesem Urlaub auf insgesamt (wenn ich mich richtig erinnere) 172 Vogelspezies kam! 🤩 Ist ja unglaublich, dass ihr sogar noch für euch Unbekannte entdeckt. Und Ruth die dann noch so toll aufs Bild bekommt.
Beim Lesen des Berichts muss ich immer öfter feststellen, dass eure großartigen Bilder zwar in erster Linie durch das Beherrschen der Kamera und den richtigen Blick zustande kommen. Ein großer Anteil liegt aber sicher auch an eurer immensen Geduld! Wer nimmt sich schon die Zeit und wartet 1 Stunde an einem Wasserloch, an dem praktisch nichts passiert? Und das nicht nur einmal. Geschmunzelt hab ich darüber, dass Ruth Uwe auch erst mal vom Warten und Ausschau halten überzeugen musste und das ja Teil einer Safari ist. Das heißt, ich kann mir noch Hoffnung machen, dass ich das Peter auch noch näher bringen kann! 🤪
Danke fürs Teilen eurer Erlebnisse und das Zeigen eurer wunderschönen Bilder. Liebe Grüße, Karin
liebe Eulenmuckels Euer Fotobericht ist einmalig schön! Vielen Dank für den enormen Aufwand den Ihr Euch macht damit wir an Eurer Reise teilhaben können. Danke für die herrlichen Landschaftsbilder, die schönen bunten Farben der gefiederten Kerlchen, die tollen Katzen- und Hyänenfotos und die vielen drolligen Momentaufnahmen. Ich habe mir erlaubt Euren Bericht mit Sonne zu lesen, denn er ist bei über 400 Antworten schon ein monumentales Werk geworden! Ganz herzlich Danke! leona
Gruss Leona
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200621. Jan. 2015 ·
@Nicole:
ich hoffe, es geht noch lange weiter mit Eurer Reise
Leider geht die Reise gar nicht mehr lange. Vom KTP aus fahren wir schon (!) wieder zurück nach Windhoek. Wenn es nach uns ginge, würden wir noch ewig so weiterreisen und jeden Tag Neues entdecken.
@Chrissie: Über die braune Hyäne haben wir uns auch wahnsinnig gefreut, zum einen, weil wir sie sehr interessant finden und zum anderen, weil sie so selten zu entdecken ist.
@Christian+3:
die Pizza sieht ja mal super lecker aus
Vielleicht ist die Potjie-Pizza doch eine Alternative zur Grill-Pizza? Auf jeden Fall war euer Tipp super, nur Tomatenmark und Ketchup zu verwenden. Ich bin mir sicher, dass wir das Rezept in Zukunft noch öfters machen.
@Karin: Das ist ja das Tolle: Vögel zu entdecken, die man noch nie zuvor gesehen hat. Und ich bin mir sicher, dass es viele Leute gibt, die auch mal länger an einem Wasserloch stehen und warten, auch wenn nicht sofort etwas Spannendes passiert. Das Warten und Beobachten der Tiere auf Safari gehören zu den wenigen Dingen, bei denen Ruth mehr Geduld aufbringt als ich. Wenn es nach ihr ginge, könnten wir auch den ganzen Tag an einer Stelle stehen und abwarten.
@Leona: Das Aussuchen von Bildern und das Überarbeiten unseres Reiseberichtes machen wir sehr gerne. Und bei so vielen netten Rückmeldungen noch lieber. Schön, dass du nun aufgeholt hast. Ohne es zu bemerken, sind wir im KTP ja aneinander vorbeigefahren. Beim nächsten Mal wissen wir hoffentlich vorher Bescheid. 😉
Leider geht die Reise gar nicht mehr lange. Vom KTP aus fahren wir schon (!) wieder zurück nach Windhoek. Wenn es nach uns ginge, würden wir noch ewig so weiterreisen und jeden Tag Neues entdecken.
Könnt ihr nicht einfach noch ein paar Tage länger im KTP bleiben - dann macht ihr ja vielleicht die auch noch die 200 gesichteten Vogelarten voll!
Wenn es nach mir geht, könnte ich ewig mit Euch weiter reisen. Über Eure super Fotos und die tollen Sichtungen sage ich eh nichts mehr - da bin ich sprachlos!
bingobongo26229 Beiträge · seit 201422. Jan. 2015 ·
Hallo Ihr Beiden,
auch ich lese mit ständig wachsender Begeisterung euren tollen Bericht und bewundere die großartigen Fotos. Ein großes Kompliment dafür! 🙂
Ich freue mich, dass ich vor einigen Wochen auf dieses Forum gestoßen bin und bin mittlerweile schon ein wenig süchtig! 😎 Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass ich mal reinschaue!
....das Volk murrt und will mehr, mehr mehr wie der kleine Häwelmann. Und wir wollen noch wissen: War Euer Vollmond am 10.8. auch so schön wie unserer?
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200625. Jan. 2015 ·
@Konni:
Könnt ihr nicht einfach noch ein paar Tage länger im KTP bleiben - dann macht ihr ja vielleicht die auch noch die 200 gesichteten Vogelarten voll!
Das würden wir so gerne! Wahrscheinlich haben wir auch deutlich mehr Vogelarten gesehen, aber viele konnten wir nicht bestimmen und auch kein Beweisfoto von ihnen machen.
@Helga: Schön, dass du so spät noch aufgesprungen bist.
@C+F: Zum 10.08. kommen wir erst noch. 😉
Nehmt Ihr zum Brotbacken eine Fertigmischung?
Ja, meistens schon. Das ist am einfachsten und schmeckt auch gut.
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200625. Jan. 2015 ·
Samstag, 9. August 2014 – Rund um Polentswa
Polentswa, KTP
Der Morgen in Polentswa war mit knapp unter zwei Grad frisch. Wir machten uns fertig und fuhren um kurz nach sieben los. Zunächst ging es den knappen Kilometer bis zum Wasserloch. Um die frühe Morgenstunde war dort noch nichts los außer ein paar Tauben, die in den Bäumen saßen. Da es uns noch zu kalt war, um auf Tiere zu warten, fuhren wir weiter zum nächsten Wasserloch südlich von Polentswa. Obwohl es dort eine befüllte Wasserstelle gab, sahen wir nie ein Tier dort, so oft wir bei Cousant vorbeischauten. Aber auf dem Weg dorthin entdeckte Ruth eine Tüpfelhyäne, die an irgendeiner Beute fraß. Leider war sie sehr weit entfernt. Zwei Schakale tauchten auf und versuchten, ein Stück zu ergattern. Aber die Hyäne passte gut auf und verscheuchte abwechselnd mal den einen, dann den anderen aufdringlichen Schakal.
Wir hielten uns nur kurz am wie erwartet verwaisten Wasserloch auf und kehrten schon bald wieder um. Die beiden Schakale waren verschwunden, und die Hyäne hatte den Rest eines Springbocks im Maul. Mit diesem Happen kam sie stolz geradewegs auf uns zu, überquerte die Straße und verschwand im Gebüsch.
Nun ging es zurück zum Wasserloch Polentswa. Dort verbrachten wir mehrere Stunden, und es wurde nicht langweilig. Wir sahen Springböcke, massenhaft Tauben und Greifvögel.
Gabarhabicht im Anflug
Es kamen Gnuherden, die tranken, sich im Schlamm und Sand wälzten und kleine Kämpfe untereinander ausfochten. Dabei wirbelten sie viel Staub auf.
Zwischen neun und zehn Uhr erschienen wie vorgestern bei Cubitje Quap die Flughühner. Zunächst drehten sie einige Runden, um sich dann neben oder direkt im Wasser niederzulassen.
Auch heute war ein Schakal gekommen, um sich sein Frühstück zu fangen.
Es gelang ihm gleich zweimal und sah sehr einfach aus. Das erste Huhn saß unbewegt auf der Erde und schien den Jäger gar nicht wahrzunehmen. Der Schakal brauchte im Vorbeilaufen nur zuzuschnappen.
EulenmuckelThemenstarter2’128 Beiträge · seit 200625. Jan. 2015 ·
Nach ein paar Minuten war von dem armen Huhn schon nicht mehr als einige wenige Federn übrig.
Beim zweiten Huhn sprang er so plötzlich los, dass wir es gar nicht genau mitbekamen. Zwar hatte auch er zuvor mehrere Fehlversuche beim Beutefang, aber schließlich hielt er erneut ein mit den Flügeln schlagendes Flughuhn in der Schnauze. Schnell hatte er auch dieses Federvieh verschlungen.
Da konnte das Gnu auch noch so ungläubig schauen.
Gelbbauchgirlitz
Wir hätten noch ewig dort stehen und den kommenden und gehenden Gnus zuschauen können, wollten aber nochmal nach Nossob fahren.
Im Camp tankten wir, kauften Feuerholz und machten eine Mittagspause. Uwe sicherte Fotos, lud Akkus auf, und wir machten Rührei mit Speck. Anschließend duschten wir. Außerdem spülten wir das Geschirr. Ruth entdeckte beim Abscannen der Bäume über uns einen winzigen Perlkauz. Gut versteckt saß er weit oben im Geäst.
Etwas später als geplant brachen wir wieder auf. Auf dem Weg zurück nach Polentswa sahen wir viele Greifvögel. Bei Cubitje Quap saß ein Gaukler in einem Baum, ein anderer unmittelbar in der Wasserstelle. Um ihn herum schwirrten viele Bienen.
Bei Kwang näherte sich scheu ein großer Ohrengeier dem Wasser, trank und säuberte sein Gefieder.
Entlang der Straße hockten viele Weißbürzel-Singhabichte.
Vier Löffelhunde suchten auf der Ebene nach Futter. Zwei kleinere Tiere saßen in einiger Entfernung auf der Straße. Als wir näher kamen, liefen sie die Böschung hinauf und verschwanden. Obwohl das Gelände recht übersichtlich war, konnten wir nichts mehr entdecken. Entweder waren sie in einem Bau verschwunden oder hatten sich hinter einem Busch versteckt. Leider konnten wir nicht mehr herausfinden, ob es Löffelhunde, Kapfüchse oder etwas ganz anderes gewesen war. Auch beim Polentswa-Wasserloch hockte ein Gaukler-Pärchen im Baum. Sonst waren sehr viele Tauben am Wasser.
Fiskalwürger
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir wieder auf dem Campingplatz. Wir machten ein großes Feuer und backten Brot.
Zum Abendessen grillten wir Boerewors und aßen Folienkartoffeln und Salat. Neben dem Schattendach, unter dem wir saßen, entdeckten wir einen winzigen Gecko. Da wir Angst hatten, ihn aus Versehen zu zertreten, brachte Ruth das kleine, steif gefrorene Kerlchen zwischen ein paar Steinen in Sicherheit. Durch die Wärme ihrer Hand wurde es wieder munter.
Der Vollmond schien, und eine Fledermaus drehte ihre Runden. Von Zeit zu Zeit heulten die Schakale.
also mal ganz ehrlich ... so langsam verzweifele ich beim Lesen eures Berichtes. Wir fahren 7 Tage kreuz und quer durch den KTP und nicht eine einzelne Hyäne gibt sich die Ehre zu erscheinen. 🙁 Und nun habt ihr natülich gleich eine Zottelhyäne und eine Tüpfelhyäne gesichtet. Und beide natürlich so toll aufs Bild gebannt, dass ich nur neidvoll 🤢 vor dem Bildschirm sitze und mir denke, dass das Leben einfach nicht gerecht ist. 😄
Nun aber im Ernst: Super schöne Bilder, mit denen ihr es immer wieder schafft, meine Afrika-Leidenschaft anzufachten. Ich erkenne euer fotografisches Können neidlos an. 😄
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 ·
Boah, was bin ich neidisch!! N Bellgecko. Wie schön! Wir haben sie so gesucht, an jeder Campsite wo wir ihr "bellen" gehört haben:"klong, klang, plong, plong, klong, klong, plong..." aufgenommen haben wir ihren Ruf, aber gesehen haben wir sie nie, sie sind so scheu!
Herzlichen Glückwunsch!
Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt