ach Schorsch, ja manchmal gibt´s so Tage wo einfach alles schief läuft 😵 😵 😵 .
Ich musste auch herzlich über den letzten Teil lachen, aber wie Bele schon schreibt, nicht aus Schadenfreude sondern einfach weil du alles lustig beschreibst ...
Ich freue mich riiiiiesig auf die Fortsetzung, auch wenn´s wieder "ruhiger" weiter gehen soll ...
Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag dir und deiner Frau 😁 .
Habt vielen Dank für Eure freundlichen Worte. Und - bitte seid mir nicht bös, wenn ich nicht auf jeden einzelnen Post eingehen kann, ich schaff das von der Zeit her nicht.
Bastle grad am nächsten Tag, es wird allerdings noch ein bisschen dauern. Allerdings wird der nächste Tag fast schon langweilig. Es ist nämlich nix passiert. 😉
...nein, du schreibst auf keinen Fall zu viel !!!!!
Danke... 🙂
Liebe grüße piddy
bayern schorschThemenstarter3’390 Beiträge · seit 200921. Apr. 2013 ·
Tag 12, unser dritter Tag in Klein Aus Vista
Nach den vielen Missgeschicken des gestrigen Tages wird das heute mal so ein richtig schöner und feiner Urlaubstag.
Uns gefällt es natürlich sehr sehr gut in unserem Nest "eagles view", die Landschaft ist so etwas Schönes, wie man es auf der Welt wohl selten zu sehen bekommt. Der Blick über das Land, die Weite, man kann sich gar nicht sattsehen:
Heute früh fahren wir mal ausnahmsweise vor ins Haupthaus und nehmen dort unser Frühstück zu uns. Die Bude im "Desert Horse Inn" ist brechend voll, aber zumindest haben wir - wie alle Gäste, die von den Eagle Nest Chalets kommen - unseren eigenen Tisch. Aber so weit passt das schon, das Restaurant macht doch eigentlich einen recht netten Eindruck, die dargebotenen Speisen sind gut und das Frühstücksbuffet ist so, wie man es überall bekommt: ordentlich. Nur die vielen Menschen hier, das wär uns auf Dauer zu viel, aber mal für 30 Minuten Frühstück geht das schon.
Auch unten an der Rezeption herrscht emsiges Treiben, und in dem kleinen Shop, wo man neben Feuerholz auch recht nette Souvenirs kaufen kann, kann man sich kaum noch umdrehen, so "geschäftig" ist hier alles. 🤩
Natürlich erinnern wir die Damen an der Rezeption an unseren Game-Drive, den wir unbedingt machen wollen, denn es ist ja heute unsere letzte Nacht hier, also auch die letzte Möglichkeit, den Game-Drive im Gondwanagebiet noch irgendwie durchzuziehen. Die freundliche Dame an der Rezeption meinte, don´t worry, das wird schon was, und wir vereinbaren, dass, wenn es klappt, wir um 17.00 Uhr an unserem "Eagles-view" Chalet abgeholt werden.
Wieder zurück in unserem Chalet brechen wir auf: wir wollen den Mountain-Trail laufen, das ist eine Strecke die, wie der Name schon sagt, über die Berge geht.
Abmarsch ab unserem Chalet ca. 9.00 Uhr (ich würde im Nachhinein sagen fast zu spät), und gegen Mittag waren wir wieder zurück. Und - es war eine schöne Wanderung. 🙂 Kann jeder machen, der einigermaßen gut zu Fuß ist. Allerdings war es schon sehr heiß, also etwas Kondition ist erforderlich, es ist hier kein "Spazierengehen".
Uns gefällt diese Wanderung gut, denn hier sieht man nicht, wie bei uns zu Hause, die Gamsböcke oder die Murmeltiere, sondern hier gibt´s ganz andere Gestalten:
Auf dem Weg zur Geisterschlucht treffen wir auf dieses alte, verrostete Auto, und ein Blick auf die Tafel erklärt uns, wie es zum dem Namen Geisterschlucht kam. Um der Frage gleich vorzubeugen - wir haben uns nicht auf die Suche nach den Diamanten begeben. Das haben wir uns für die nächste Reise nach Klein Aus Vista vorgenommen.
Heiß ist es hier, aber zum Glück hat Conny einige Flaschen Wasser im Rucksack und schon bald nach dem Car-point kommen wir in der Geisterschlucht an. Dort kann man auch Backpacker-Cabins mieten und wir können uns vorstellen, dass das für eine Gruppe vielleicht ganz lustig sein könnte. Dort in der Geisterschlucht ist es noch einen Tick einsamer als bei unseren Eagles Nest Chalets, aber es nicht natürlich kein Vergleich. Die Chalets "vorne" sind deutlich luxuriöser, das sehen wir schon von außen.
Hier, bei den Cabins der Geisterschlucht machen wir Rast und marschieren dann in rechter Richtung hoch zur Bergkuppe. Das ist die einzige Teilstrecke, wo wir richtig ins schwitzen kommen, aber nicht, weil´s zu anstrengend ist, sondern weil´s einfach zu heiß ist. Dafür werden wir oben mit einem sensationellem Blick in die Ferne belohnt, die kleine Strapaze hat sich wirklich gelohnt.
Nach der Rückkehr in unser Chalet war relaxen angesagt, ein Savanna Dry, das mir heute Dank meiner Vorsicht nicht mehr aus dem Kühlschrank gefallen ist, schmeckt uns - eisgekühlt - ganz hervorragend und so genießen wir die Ruhe und Beschaulichkeit in vollen Zügen. Ein paar Stunden haben wir ja Zeit, denn wir hoffen immer noch auf unseren Game-Drive.
17.00 Uhr, so hat die Dame uns gesagt, und um 17.00 Uhr wissen wir, dass das heute nichts mehr wird. Also fahren wir zu den Wildpferden vor nach Garub, das sind rund 25 Kilometer, also ganz gut von Klein Aus Vista aus zu machen.
Selbstverständlich fahren wir an der Rezeption vorbei und fragen nach, wieso denn so ein Game-Drive, für den wir ja immerhin drei Tage (!!!) zur Verfügung hatten, nicht geklappt hat. Und so wurde uns erklärt, dass sich leider außer uns niemand mehr für den Drive interessiert hat. Aber wenn wir unbedingt noch fahren wollten, dann könnten wir schon, allerdings müssten wir dann nicht 250 ND pro Person bezahlen sondern 500 ND, also zusammen 1.000 ND. 😈 🤩 😈
Na ja, also bei allem Respekt und Verständnis dafür, dass man ein Game-Drive Auto am liebsten bis auf den letzten Platz besetzen möchte, aber wir meinen, die sollen das machen mit wem sie wollen, aber bitte nicht mit uns. Ärgerlich, einfach nur ärgerlich, denn so geht man mit den Leuten nicht um. Das ist nicht geschäftstüchtig und hat für uns einen ganz faden Beigeschmack. Wenn sich von diesen vielen Touristen, die hier im Hause sind, schon keiner für irgendwas interessiert, dann sollen sie´s bleiben lassen. Aber dass man uns so abspeist, das haben wir nicht verdient. Wir finden so ein Verhalten unmöglich.
Abgehakt, wir können und wollen es ja eh nicht ändern, die Wildpferde von Garub warten auf uns. Lustigerweise waren zunächst mal gar keine Wildpferde da, dafür aber umso mehr Strauße:
Ein paar Blicke in diese tolle Landschaft, und wir wissen, was uns an diesem Klein Aus Vista so gut gefällt.
Fazit Eagles-View: Eine accomodation, die seinesgleichen sucht. Große Klasse, und das weiß jeder, der hier schon mal war. Das gilt aber auch für "The Rock", das wir vor drei Jahren besucht haben und wir denken, dass hier alle Chalets eine super Sache sind.
Der Preis: Für uns das Schnäppchen schlechthin, denn bei Der Tour haben wir für diese drei Nächte 279 Euro incl. breakfast bezahlt. Wenn man den normalen Preis von Gondwana zu Grunde legt, dann ist das kein Vergleich. Wesentlich teurer, das liegt schon fast in der upper-class.
Der Service: Zwar hat uns der freundliche Piet Swiegers das eagles-view reserviert, aber das war auch unsere Bedingung, sonst wären wir hier nicht hergefahren. Auch die Staff´s waren allesamt nett und freundlich. Das Braai-Packet war sehr schwach bestückt, ebenso die breakfast-Packete, die wir zweimal hatten. Und was überhaupt nicht geht, das ist die Sache mit dem Game-Drive. Wenn einer drei Tage und drei Nächte hier sein Lager aufgeschlagen hat und die Lodge bringt es nicht fertig, an einem dieser drei Tage einen Drive zu organisieren, dann ist das eine ganz schwache Vorstellung. Und dann für den Drive den doppelten Preis zu verlangen zeugt von einer in unseren Augen sehr negativen Geschäftstüchtigkeit. Und das hat mit dem Angebot von Der Tour nicht das Geringste zu tun. Denn nehmen wir das Angebot von Der Tour nicht in Anspruch, dann nimmt es eben ein Anderer. Die Kontingente, die Gondwana an Der Tour abgibt, müssen abgenommen werden.
Würden wir nochmal herfahren? Sicher, denn die Unterkunft als solches ist wunderschön, die Landschaft ein absoluter Traum. Schade nur, dass Klein Aus Vista möglicherweise die falsche Richtung einschlägt - aber wer weiß das schon.
Morgen brechen wir sehr frühzeitig auf, unsere nächste Station sind die Barchan Dunes. Herzliche Grüße der bayern schorsch
franzicke2’085 Beiträge · seit 201221. Apr. 2013 ·
Hallo Schorschens, auch wenn ich mich in letzter Zeit etwas spärlicher zu Wort melde - ich sitz schon auch noch im Auto und war natürlich auch mit euch im Eagles View. Für uns war Klein Aus VIsta unsere allerallererste Campingstation und wir haben das sehr genossen - allerdings scheint sich da doch ein bischen die Nepp-Mentalität einzuschleichen. Schaumermal wie sich das dort so weiterentwickelt ... Im Moment reißen bei uns die schlechten Nachrichten leider so gar nicht ab - da kam mir der entspannte Urlaubstag an diesem wunderbaren Fleckchen Erde sehr gelegen. Vielen Dank, mit auf die Barchan Dunes sehr gespannten Grüßen die Franzicke-Ingrid aus Stuttgart
Hallo Schorsch, ja, so ein ruhiger Tag mit einer so tollen Wanderung tut gut. Wir mussten im vergangen Dezember einen Tag in Aus (war nicht geplant) verbringen und ich kann nicht umhin, Euch unser Foto von den Wildpferden und Co zu zeigen. Es war überwältigend und wir haben Stunden dort zugebracht,.
Was sollte man auch sonst anderes tun in Aus, wenn man nur noch im Bahnhofshotel unterkommen konnte. Lieben Gruß und noch einen schönen Rest Sonntag von Edith
überlege mir immer noch, ob ich den Kruger Park Bericht anfangen soll, jedoch bin ich zur Zeit gar schreibfaul...
Na hör mal, so geht´s aber nicht. Wir wollen leeeeesen !!!
[Bis dann, der bayern schorsch[/quote]
Geduld bitte 😛 - muss mich erst noch sammeln- ausserdem schreiben Nadja u. Marco ihren Bericht gerade ja- vielleicht beginne ich mit einem Kurzbericht, Kruger u. Umgebung, wenn wir von der Wüste zurück sind - dann kann ich Euch ja ganz "off Topic" nebenbei ein paar Oase Liwa Bilder unter dem Thema "Sossusvlei in Arabien" einstellen (unterjubeln) 😄
Macht weiter so, wie schon oft gelobt: schöner Bericht, Eagles Nest scheint traumhaft zu sein...Grüsse M.
bayern schorschThemenstarter3’390 Beiträge · seit 200923. Apr. 2013 ·
Guten Morgen zusammen,
Franzicke schreibt betr. Klein Aus Vista:
allerdings scheint sich da doch ein bischen die Nepp-Mentalität einzuschleichen
Na ja, "Nepp" ist vielleicht ein bisschen krass ausgedrückt, vorsichtiger formuliert würde ich sagen, es ist nicht mehr so wie vor drei Jahren, aber das ist ja im Leben anscheinend generell so. Gleichbleibende hohe Qualität wirst Du nicht oft finden.
Edith: das Bild von den Wildpferden finde ich grandios. Bei uns waren´s grad mal ne Hand voll, allerdings haben wir festgestellt, dass die Wildpferde teilweise bis zu 20 oder 25 km von Ihrem angestammten Platz entfernt waren. Wir nehmen an, dass das mit Futtersuche zu tun hat.
St@ffi schreibt:
Nun steht es endgültig fest. Wir werden bald mal nach Namibia reisen!
Und soll ich Dir was sagen - das ist eine gute Idee!!!
Mari schreibt:
vielleicht beginne ich mit einem Kurzbericht, Kruger u. Umgebung, wenn wir von der Wüste zurück sind
Kurzberichte gehen gar nicht, wir wollen schon etwas mehr.
und dann schreibt Mari noch:
Eagles Nest scheint traumhaft zu sein..
Es scheint nicht so, es ist so. 🙂
Heute nachmittag geht´s endlich weiter mit dem Reisebericht. Ich brauchte einfach mal zwei Tage Pause, aber es wird.
bayern schorschThemenstarter3’390 Beiträge · seit 200923. Apr. 2013 ·
Tag 13 auf dem Weg zur Barchan Dune / Kuangu-Kuangu
Heute haben wir einen langen Schlauch zu fahren, von Klein Aus Vista bis zum nächsten Ziel, den Barchan Dunes sind es immerhin runde 420 Kilometer.
Unsere erste Zwischenstation war Helmeringhausen, und schon zu Hause haben wir gelesen, dass es dort einen superguten Apfelkuchen im "Hotel Helmeringhausen" geben soll. Und in der Tat, der Apfelkuchen und eine Tasse Kaffee war es wert, hier einen kleinen Stop einzulegen. Übrigens besteht Helmeringhausen aus einer Tankstelle (an der wir selbstverständlich getankt haben, denn man lernt ja dazu), einem Gemischtwarenladen und eben diesem Hotel. Sonst ist hier nichts und ein kleiner Rundgang durch das Hotel sagt uns, dass diese accomodation durchaus auch für eine Zwischenübernachtung gar nicht so ganz "Ohne" wär. Zumindest war der Pool kristallklar und hat sehr einladend ausgesehen.
Weiter geht die Reise, das nächste Etappenziel ist Maltahöhe, wobei wir ca. 20 km vor Maltahöhe links auf die C19 abgebogen sind, wir wollten nämlich über die D831 nach BüllsPort hochfahren. Eine schöne Strecke soll das sein, so hat uns unsere Forumsfreundin Hanne gesagt, und insgesamt auch die schnellere Variante.
Nur, wenn man Richtung BüllsPort hochfährt, dann hätte man auf der C19 30 km westlich von Maltahöhe nach rechts auf die D831 abbiegen sollen. Haben wir aber nicht (wieder mal typisch für uns) 😈 und Stunden später, als wir links von der Straße das "Desert Homestead" entdeckten, wo wir vor drei Jahren schon waren, wussten wir, dass wir uns verfahren haben. Na ja, es ist halb so schlimm, wenn man eh schon 420 km vor sich hat, dann ist ein Umweg von roundabout 50 km auch kein Beinbruch.
Zumindest war die Landschaft schön, immer wieder sind es tolle Motive, die sich uns zeigen:
Eigentlich hat´s uns schon richtig "gestunken", dass wir uns da verfahren haben, aber wir nehmen´s sportlich, in Solitaire machen wir einen kurzen Stop für ein verspätetes Mittagessen und stellen fest, dass sich Solitaire auch nicht unbedingt zum Vorteil verändert hat. Viele Menschen, viele Busse, es geht hier regelrecht rund und der gute Moose, dem wir allerdings keinen Apfelkuchen abkauften, hat alle Hände voll zu tun.
Jetzt haben´s wir´s nicht mehr weit, und nach ca. 50 km sind wir in der Barchan-Dune angelangt. "Kuangu-Kuangu", so heißt unsere "Luxury" Unterkunft, auf den Bildern sieht man, dass es schon eine sehr schöne Unterkunft ist, die wir uns da für die kommenden zwei Nächte ausgesucht haben:
Nicht nur außen, auch innen macht Kuangu-Kuangu einen tollen Eindruck, das Bett ist ein "richtiges" Honeymooner-Bett, also grad das Richtige für uns und die Gesamteinrichtung sorgt für ein sehr stimmiges und romantisches Ambiente:
Das Bad und die Toilette befinden sich im Freien in einem Anbau, nicht überdacht, eine recht lustige und nette Sache, so was hat man auch nicht alle Tage,
und vor dem Haus ist eine Feuerstelle, dazu zwei Campingstühle, alles ist top. Hier verbrachten wir am nächsten Tag nach dem Dinner die letzten Stunden unter einem sagenhaften Sternenhimmel, mit knisterndem Lagerfeuer, das war schon Klasse:
Dazu der Blick von unserer Terrasse ins Tal, hier kann man es aushalten.
Den kurzen Weg von ungefähr einen bis eineinhalb Kilometer von unserer Unterkunft bis vor ins Haupthaus könnte man bequem mit dem Auto machen, wir entscheiden uns aber für einen schönen Abendspaziergang und sind in nicht mal 20 Minuten zum Sundowner auf der Terrasse bei den Barchan Dunes, wo später das Dinner serviert wird.
Das Abendessen nimmt man gemeinsam mit den Wirtsleuten und anderen Gästen hier im Speisezimmer des Hauptgebäudes ein:
Die Gastgeber Hannetjie und Willem sind nette und herzliche Leute, die hier zwischen Solitaire und dem Spreetshoogtepass eine Lodge errichtet haben. Die Chalet´s, wir meinen es sind drei oder vier Stück, sind regelrecht in die Dünen "eingegraben" worden, was einen richtig urigen Eindruck macht. Hier im Haupthaus gibt es auch das Frühstück, wenn man will das Mittagessen und natürlich auch am Abend das Dinner. Wir haben uns eins dieser Dünen-Chalets angeschaut. Sehr nett, sehr sauber und eine auch sehr eigenwillige Konstruktion.
Ein paar Kilometer vom Haupthaus entfernt befindet sich die Luxus Accomodation "Kuangu-Kuangu", die Bilder sprechen für sich. Man hätte in unserem Chalet auch self-catering machen können, was ich gerne am zweiten Abend getan hätte. Uns wurde aber mehr oder weniger in den Mund gelegt, wir wären da eine der ganz Wenigen, die da oben self-catering machen wollen, und wissen Sie, die ganzen Umstände ..... bla bla, bla bla.
Eigentlich wurde ich mehr oder weniger überredet, auch am zweiten Abend zum Dinner ins Haupthaus zu kommen, und auch meine Conny meinte, dass es vielleicht doch besser und auch für die Wirtsleute einfacher wäre, wenn wir ins Haupthaus kommen.
Na gut, dann soll es halt so sein, allerdings wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass wir an beiden Abenden die einzigen Gäste sein sollten. Und wenn man der einzige Gast ist hat das dummerweise zur Folge, dass man von den Farmersleuten schon arg in Beschlag genommen wird. Mir persönlich ist das immer zu anstrengend, sich die Lebensgeschichten fremder Leute anzuhören. Zwar erfährt man das eine oder andere Interessante, aber dafür brauch ich keine zwei Abende.
Abends in unserem Chalet haben wir noch ein bisschen im Gästebuch gelesen. Ein Gast vor uns hat ins Gästebuch geschrieben, man sollte unbedingt einen Cheetah-Drive auf der Solitaire-Country-Lodge buchen. Das merken wir uns, vielleicht können wir das morgen irgendwie mit einbauen.
Übernachtungskosten hier im Kuangu-Kuangu 110 Euro pro Nacht für das Chalet, 14 Euro für zwei Personen für das breakfast, 46 Euro für das sogenannte "all inclusive"-Dinner. D.h., die Getränke waren dabei, zu mehr als einer Flasche Wein zu Viert (die Gastgeber waren mit am Tisch zum Abendessen) haben wir uns aber nicht überreden lassen.
Fleur de Cap1’409 Beiträge · seit 201023. Apr. 2013 ·
bayern schorsch schrieb:Nicht nur außen, auch innen macht Kuangu-Kuangu einen tollen Eindruck, das Bett ist ein "richtiges" Honeymooner-Bett, also grad das Richtige für uns und die Gesamteinrichtung sorgt für ein sehr stimmiges und romantisches Ambiente: .
Ach Schorsch *seufz...wie romantisch...Ihr ward quasi nochmals im Honeymoon 😘 😘
Hi Schorsch, da der Danke-Button heute nicht funzt, muss ich in die Tasten greifen.
Vielen herzlichen Dank für den wunderbaren RB. Ich bin soooo gerne dabei. 🙂
Aber sach mal, das Kuangu ist nur was für liebliche Temperaturen, oder? Das Bad, meine ich. Bei einstelliger Gradzahl wurde ich da nur Katzenwäsche machen. 🤩 Du schreibst nichts zur Qualität des Essens - zufrieden? Ich überlege für die Zukunft Barchan oder Tsondab............
Willem und Hannetije haben euch bestimmt zu dem 2. Abdendessen im Haupthaus überredet, weil sie nicht allein zu Abend essen wollten.... 😉
Mir gefällt die Unterkunft sehr gut, nur was würde mein Schatz zu einem Klo im Freien sagen? Mir egal, es wird ja mein Urlaub! 😎
LG Anti
Viele liebe Grüße, Anti
bayern schorschThemenstarter3’390 Beiträge · seit 200924. Apr. 2013 ·
Hallo zusammen, ist das nicht ein herrliches Wetter heute? Eigentlich müsste man im Garten was tun, aber ich will mit meinem RB fertig werden. Also geht´s dann gleich weiter.
Fleur schreibt:
Ach Schorsch *seufz...wie romantisch...Ihr ward quasi nochmals im Honeymoon
Aber Fleur, da brauchst Du doch nicht zu seufzen. Seid ihr denn nicht mehr im honeymoon? 😘
Soni schreibt:
Kuangu-Kuangu muss wirklich ein Honeymoon-Erlebnis sein 🙂 Ich war nur oben auf der Mauer Eures Bades gestanden !
Das find ich allerdings ein starkes Stück. Dann warst Du das also, die uns beim Duschen beobachtet hat?!? Sei mal gaaaaanz ehrlich .... 😉 😉 😉
Guggu schreibt:
Aber sach mal, das Kuangu ist nur was für liebliche Temperaturen, oder? Das Bad, meine ich. Bei einstelliger Gradzahl wurde ich da nur Katzenwäsche machen. 🤩 Du schreibst nichts zur Qualität des Essens - zufrieden?
So isses! Das geht nur im Sommer, im Winter wär das wohl nichts, zumindest das mit dem Freiluftbad. Die Frage nach dem Essen wird gleich beantwortet.
Anti schreibt:
Willem und Hannetije haben euch bestimmt zu dem 2. Abdendessen im Haupthaus überredet, weil sie nicht allein zu Abend essen wollten....
Ich schätze mal, die waren so begeistert vom schorsch und der schorschine, die wollten einfach mehr von uns haben.
So, es geht gleich weiter, und - vielen Dank auch den "Danke-Button-Drückern" und den anderen stillen Mitlesern.
bayern schorschThemenstarter3’390 Beiträge · seit 200924. Apr. 2013 ·
Tag 14, unser zweiter Tag auf der Barchan-Dune
Gut haben wir geschlafen und ein bisschen abenteuerlich ist das schon, wenn man in der Nacht mal raus muss auf die Toilette. Da wird mit der Taschenlampe schon gut umhergeleuchtet, ob da nicht irgendwo irgendwas rumsitzt, was nicht in unser offenes Bad gehört. Aber alles war im grünen Bereich, und so unterm Sternenhimmel auf der Toilette zu sitzen, das hat schon was. 😉 Was uns aber schon stört ist, dass aus der Dusche nur ein ganz spärliches Rinnsal kommt, für Honeymooner absolut ungeeignet, sollte man auf die Idee kommen, hier eine schöne Showersession einzulegen. Wir haben das natürlich "gemeldet", und Willem meinte, er müsse mal wieder die Leitung "durchschießen", dann passt das schon wieder. Nun, vielleicht hat der nächste Gast dann ein bisschen mehr Wasser, es wäre ihm zu wünschen.
Wir machen heute einen Ausflug: und zwar wollen wir über den Spreetshoogtepass und dann weiter über den Remhoogtepass eine kleine Rundtour unternehmen. Als Allererstes aber gibt´s in der Lodge Frühstück, und dort haben wir mit mit einem Erdmännchen einen neuen Freund gefunden, was für ein niedlicher kleiner Bursche:
Der Spreetshoogtepass stellt sich als ein sehr steiler Pass heraus, der sogar an den steilsten und engsten Stellen teilweise gepflastert ist. Der Pass ist locker zu fahren, allerdings haben wir mit unserem kleinen Toyota Avanza schon Mühe, den Berg hochzukommen. Da wären ein paar PS mehr schon was wert.
Unterwegs hat man spektakuläre Ausblicke in die Namib und was uns am meisten wundert ist, dass wir hier sehr viele Tiere sehen. Viele Affen, Kudus, Pferde, Springböcke, Zebras, Elands, damit hätten wir nicht gerechnet.
Am Allerwenigsten haben wir aber mit der schon ausgestorben geglaubten Spezies gerechnet, dem namibischen Einhorn: 🤩
Bei den nächsten Bildern sieht man, wie mager die Tiere sind, denn auch hier wie schon im KTP, es ist alles staubtrocken, die armen Tiere finden kaum noch Futter:
Hier sieht man schön die Auffahrt zum Spreetshoogtepass, allerdings täuscht dieses Bild. Was hier noch wie ein kleiner Hügel aussieht, entpuppt sich später als ein äußerst steiler Berg:
Oben angekommen hat man einen herrlichen Blick ins Tal:
Der Remshoogtpass ist nicht so spektakulär und bald sind wir wieder in Solitaire. Dass getankt wird versteht sich von selbst, ein Savanna Dry und ein kleiner Tunasalat und ein griechischer Salat im Restaurant neben Moose schmeckt uns ausgezeichnet, bevor wir weiterfahren zur "Solitaire Country Lodge", wo wir uns wegen des Cheetah-Drives erkundigen wollen.
Heute geht da nichts mehr, so die freundliche Dame an der Rezeption, aber morgen früh, wenn wir wollen, können wir mitfahren, die Managerin hat noch Platz auf einem Auto. Kostenpunkt 250 ND, Dauer ca. eine Stunde. Hhmm... ganz schön teuer, aber wir denken uns, das man das auch mal machen soll und buchen für den nächsten Morgen den Cheetah-Drive.
Und heiß ist es heute wieder, es hat mittlerweile bestimmt um die 40 Grad und per Zufall sehen wir, dass die Solitair-Country- Lodge einen Pool hat. 🙂 Wir fragen, ob wir dürfen ... und, kein Problem, den Pool dürfen wir gerne benützen, die Handtücher liegen auf den Liegen. Na das nenn ich Service und wir freuen uns sehr, das kühle Wasser war bei dieser Hitze grad das Richtige für uns. Dazu gönnten wir uns ein Gläschen Wein und ein eiskaltes Savanna-Dry, so lässt sich´s aushalten.
Zurück in den Barchan Dunes haben wir am späten Nachmittag mit Willem eine Sundownerfahrt unternommen. Willem hat kein typisches "offenes" Game-Drive Auto, sondern einen geschlossenen Landrover. Conny saß auf der Rückbank, der Blick aus dem Fenster war nicht unbedingt berauschend.
Das Farmgelände ist sehr groß, ich meine um die 4.000 ha (ich bin da aber nicht mehr sicher) , und es gibt viele Tiere, speziell viele Oryxe, zu sehen. Eine Herde haben wir abgezählt und sind auf sage und schreibe 97 Köpfe gekommen. So eine große Oryxherde haben wir noch nie gesehen und der Sundownerplatz, den Willem mit uns angesteuert ist, war wunderschön gelegen.
Fazit Kuangu-Kuangu: Schwierig, wirklich schwierig. Es gibt hier nicht viel auszusetzen. Die Wirtleute beide sehr freundlich, die Unterkunft bis auf die Wasserknappheit und der leeren Gasflasche gut, das Essen ordentlich, allerdings keine Sensation, die Staff´s, soweit wir Angestellte gesehen haben, sehr nett, und das Erdmännchen die absolute Schau.
Aber irgendwie hat sich der Wohlfühlcharakter einfach nicht einstellen wollen. Das lag bestimmt nicht an der Lodge oder gar an Kuangu-Kuangu, sondern eher an uns. Wir waren regelrecht irritiert, denn Kuangu-Kuangu war so, wie wir es uns vorgestellt haben.
Kann es wirklich sein, dass so Kleinigkeiten wie eine kaum funktionierende Dusche oder eine leere Gasflasche, wo man sich keinen Kaffee mehr machen konnte, uns die Stimmung hier vermiest? Oder sind wir wirklich schon so abgehoben und satt, dass uns nichts mehr vom Hocker reißen kann? Andererseits, wenn man hier 170 Euro für die Nacht mit Halbpension bezahlt, kann man da nicht erwarten, dass eine Dusche gerichtet wird?
Wir wissen es nicht, vielleicht, und ich glaub das mittlerweile auch, waren´s tatsächlich diese beiden Abende, wo wir von den Farmersleuten vollgetextet wurden, das ist einfach nicht so unser Ding. Vielleicht war es auch die Preisfindung hier in Euro, die irgendwie nicht passt, wenn hier "All inclusive" angeboten wird.
Einfach komisch und schwer erklärbar, was uns da "geritten" hat. Aber eins bleibt: der Funke ist nicht übergesprungen, warum auch immer.
Unter´m Strich würden wir sicherlich wieder hierher fahren, dieses Kuangu-Kuangu ist schon was ganz was Reizendes und unbedingt eine Empfehlung wert. Allerdings würden wir nicht für viele gute Worte nochmal zum "All Inclusive" Dinner gehen, sondern uns, vom Frühstück mal abgesehen, selbst verpflegen. Da oben ist es nämlich wirklich besonders schön, ja, einfach romantisch.
Hallo Schorsch, vielen Dank für das Weiterschreiben und für deine Einschätzung zu Barchans D und Kuangu. Ich kann das gut nachfühlen; wir hatten doch auch so ein Erlebnis auf Okonjima. Ich konnte auch nicht genau sagen was mich gestört hat, der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Und so ganz billig ist dieses Kuangu ja auch nicht gerade.... 😗
Viel Spaß beim Kick heute Abend (oder guckst du nur die Bayern?)
vielen Dank, dass Du trotz des schönen Wetters fleißig Deinen Reisebericht weiterschreibst. Mich lachen zwar auch schon meine Laufschuhe in freudiger Erwartung an, aber ich musste doch erst einmal die letzten drei Tage Deines Reiseberichtes nachholen. Wie auch die anderen vor mir, musste ich bei Eurem Bericht über den Tagesausflugers nach Lüderitz teilweise herzlich lachen. Du beschreibst die Dinge wirklich mit sehr viel Humor und sehr anschaulich, ein wirklich sehr schöner lesenswerter Reisebericht....und so viele wunderschöne Fotos (ich liebe Eure Landschaftsbilder!) Das Problem mit dem "Tanken" kennen wir übrigens auch zu genüge. Mein Mann wäre glaube ich sehr froh , wenn ich genau wie die Schorschine in solch einem Moment schlafen würde und das "nahende Unglück" nicht mitbekomme 😉 . Er fühlt sich in solchen Situationen leider durch meine immer mal wieder auftauchenden Fragen wie: "Wieviel Benzin ist denn noch drin? Was sagt denn die Tankanzeige? Wie weit haben wir denn noch? Wie viele Kilometer haben wir denn schon geschafft? Was meinst Du, reicht das Benzin noch?" ein wenig "gestört" 😗
So, ich gebe jetzt dem Lockruf meiner Laufschuhe nach, vielleicht gibt es ja nachher noch eine kleine Fortsetzung??!!
vielen Dank für die tollen Landschaftsbilder - da kann ich mich für nächstes Jahr schon richtig freuen. 😄
Zwischenzeitlich dachte ich ja schon, bei den vielen "abenteuerlichen" Reiseberichten , eine Reise nach Namibia ist ja richtig langweilig 😗 Aber neiiiiiin ! !! Die Weite des Landes ist einfach unbeschreiblich schön. Hat mich schon 2009 sooo fasziniert.