MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201112. Juni 2012 ·
Donnerstag, 17.5.2012 Im Käfig Hwange Ngleshwa –Shumba 150 km 5,25 h mit Gamedrive und Frühstück in Jambanile
Beim Aufwachen hören wir die Löwen immer noch ganz in der Nähe. Wir packen zusammen und fahren um 6.45 Uhr aus dem Camp. Lange umfahren wir die Pan in der Nähe, aber außer zwei Hyänen in der Ferne sehen wir nicht viel.
Die Löwen müssen die Nacht einen der Büffel erlegt haben und sind irgendwo im hohen Gras verborgen. Wir können Sie immer noch hören. Irgendwann geben wir auf und machen uns auf den Weg nach Shumba, dem nächsten Übernachtungsort. Wir sehen noch viele Elefanten und andere Tiere.
In Jambanile machen wir Rast , um zu frühstücken. Auch auf dieser Picknicksite ist es fast rührend anzuschauen, wir die Campattendants versuchen, die Camps nicht nur in Ordnung zu halten, sondern auch noch ansprechend zu gestalten.
Nach der Weiterfahrt steuern wir die Nyamandhlovu Platform an. Hier beobachten wir Giraffen, Elefanten und ein Kudu-Männchen, der die Dame seiner Wahl verfolgt.
Ab hier kommen wir auf die Straße vom Maincamp nach Sinamatella. Die Strecke bis Shumba ist geteert oder besser war geteert. Der Belag ist ziemlich löchrig.
Die Shumba Site ist kleiner als Ngleshwa, aber für ein Fahrzeug natürlich gross genug. Hier gibt es auch warmes Wasser zum Duschen.
Am Abend fahren wir Richtung Masuma Dam. Ab Shumba ist die Straße nicht mehr geteert, dafür sind die ersten paar km übles Wellblech. Und dann kurz vor Masuma Dam laufen zwei junge Löwen direkt vor uns die Straße entlang.
Im Hide von Masuma Dam sitzt eine große Gruppe Südafrikaner, die dort auch campen. Die Campsite ist nicht besonders schön, eher wie ein Parkplatz, da der Hauptweg mitten durchs Camp führt.
Schön ist natürlich, dass man direkt vom Camp in den Hide gehen kann und dort auch die ganze Nacht sitzen könnte. Vom Hide sehen wir unsere beiden jungen Löwen zusammen mit einem ausgewachsenen Weibchen nochmal in der Ferne.
Irgendwann fahren wir zurück nach Shumba, schauen noch kurz am dortigen Hide vorbei und dann auf die Campsite.
Die beiden Attendants haben schon Holz gebracht. Hier gibt es keinen Grillrost, so dass wir zum ersten Mal den Rost vom Reserverad abnehmen. Wir hören, dass in der Nähe von Shumba am Abend 9 Löwen gesichtet wurden. Es gibt Rumpsteaks, Butternut und Knoblauchbrot. Irgendwann in der Nacht hören wir mal wieder Löwengebrüll. Inzwischen schon daran gewöhnt, drehen wir uns wieder um, das Gebrüll entfernt sich. Doch das Gebrüll kommt zurück, es muss direkt an der Campsite sein. Von aussen hören wir Blechgeschepper, klingt wie unser Campingtisch. Aber der ist ja im Camp. Irgendwann wird es zur Gewissheit : mindestens ein Löwe ist ins umzäunte Camp geraten und findet nicht mehr raus. Die anderen brüllen derweil rund um die Campsite. Ich überlege, womit ich diesen ohrenbetäubenden Lärm aufnehmen kann, aber alle Kameras, Handys usw. sind vorne im Führerhaus vom Auto und aus dem Zelt möchte keiner von uns. Dann ein lautes Klappern, die Löwen versuchen das Blech, welches den Seiteneingang versperrt umzuwerfen. Nichts. Ein zweiter Versuch, wieder nichts. Es macht „maunz, maunz“ Inzwischen machen wir uns Gedanken, was wir in der Früh tun, wenn der Löwe immer noch bei uns zu Gast ist. Dann ein drittes Klappern und tapsende sich entfernende Geräusche. Ein letztes Brüllen aus größerer Entfernung und wir können wieder schlafen.
Vielen Dank für den eindrücklichen Bericht mit den schönen Bildern.
Ihr hattet ja wirklich Glück mit den Tiersichtungen. Wir waren vor zwei Jahren ebenfalls im Mai im Hwange, es war wunderschön, aber Löwen haben wir keine gesehen, nicht einmal gehört - vielleicht nächstes mal 🙂
Eher selten bin ich im Forum, nun aber auf Deinen Bericht gestossen!! Sensationell!! wir hätten uns treffen können, wir waren zwar hauptsächlich in Botswana unterwegs aber die letzten 9 Tage in Zimbabwe und offenbar Eure Nacholger auf Ngweshla und Shumba. Wir haben insgesamt 5 Nächte im Hwange übernachtet und sind restlos begeistert. Die Löwen bei Shumba waren abends am Wasserloch und haben uns auch die ganze Nacht angebrüllt. Zum glück haben wir die Kids um 7 in die Zelte getan, wenn wir gewusst hätten, dass Löwen sogar in den picnicsite kommen..ohlala...denn wir sind bis ca 8.30 gemütlich ums Feuer gesessen und haben dem Gebrülle zugehört:) 🙂 Die Big Cave Lodge haben wir uns zum Schluss auch gegönnt!! Wunderschön! Danke, dass ich nochmals mit Euch in das wunderschöne Land reisen darf! Liebe Grüsse Sandra
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201112. Juni 2012 ·
Freitag, 18.5.2012 Elefantenbesuch Hwange Shumba – Sinamatella 40 km 2 h mit Frühstück in Mandavu Dam Am Morgen sehen wir, dass ein junger Löwe unter dem Einfahrttor durchgeschlüpft ist, direkt zu unserem Platz gelaufen und dann den Rückweg nicht mehr gefunden hat. Die Campattendants finden das recht lustig. „oh, these lions“ Erst als sie feststellen, dass die Löwen in ihrem Zorn die Wasserleitung zum Haus der Attendants außerhalb vom Camp in drei Teile zerbissen haben, vergeht ihnen das Lachen. „They were very angry“ Ja, das dachten wir letzte Nacht auch. Wir verlassen das Camp erst um 7.30 Uhr und fahren zum Frühstück nach Mandavu Dam.
Hier lebt eine grosse Kolonie Klippschliefer, die man beim Frühstück bestens beobachten kann.
Mandavu Dam wird gerade renoviert, es gab aber noch kein Wasser in den Toiletten. Mir wäre es allerdings zum Campen viel zu gross. Da es uns im Hwange so gut gefällt, werfen wir unsere Pläne über den Haufen und bleiben eine weitere Nacht in Sinamatella. Außer unserem ist nur noch ein weiterer Platz belegt. Die Übernachtung in den Hauptcamps kostet 15,00 $ /P. Sehr schön ist die Lage der Plätze direkt an der Abbruchkante. Man kann im Tal die Tiere vorbei ziehen sehen.
Weil die Aussicht so schön ist, beschliessen wir keinen Abenddrive zu machen , sondern im Camp zu bleiben. Wir schauen uns noch die Relikte aus besseren Zeiten an. Es gab Tankstelle, Shop, Restaurant mit Terrasse, Bar.
Da wir länger bleiben als geplant, geht das Brot zur Neige. Am Nachmittag backe ich ein Ciabatta im Potje. Fürs erste Mal in diesem Urlaub gelingt es ganz akzeptabel.
Am Abend gibt es Wildfleisch, Kartoffeln, Tzaziki und Salat. Der Campattendant rät uns, das Feuer über Nacht brennen zu lassen, da direkt vor uns immer die Elefanten die steile Böschung hochsteigen.
Da leichter Wind weht, ziehen wir es vor, das Feuer zu löschen. Außerdem erzählt er uns, dass sein Sohn furchtbar hustet ohne Auswurf. Wir geben ihm ein paar ACC-Brausetabletten. Nachts wachen wir auf, als ein Elefant ausgerechnet den Baum direkt neben unserem Zelt für besonders schmackhaft hält. Irgendwann zieht er weiter und wir können noch ein wenig schlafen.
hallo Montango sehr schöner Bericht und tolle Bilder, vielen Dank! es kommt grad eine Welle Sehnsucht auf, waren wir doch 1999 in Zimbabwe und ich sehe so viele vertraute Bilder und kann euere Eindrücke sehr gut nachvollziehen! Freue mich auf deine Fortsetzung! bin gespannt obs auch noch Erlebnisse mit Wildhunden gibt.....Schön dass ihr einen so positiven Eindruck habt von der Bevölkerung, ging mir ebenso und vorallem freue ich mich über den erfolgreichen Wiederaufbau der Infrastruktur in den Parks. gruss leona
Gruss Leona
Jambotessy2’610 Beiträge · seit 200712. Juni 2012 ·
Hallo Montango, ich kann es immer kaum erwarten, dass du weiter schreibst - vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht !!!!
Hierzu habe ich eine Frage:
Sehr schön ist die Lage der Plätze direkt an der Abbruchkante. Man kann im Tal die Tiere vorbei ziehen sehen.
Wie kommt man an einen dieser Plätze? Haben sie Nummern oder wie macht man das beim einchecken? Wir sind im Okt. für insgesam 4-5 Tage im Hwange und das hört sich ja wirklich fantastisch an.
Grüße Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
man bezahlt und fährt einfach ganz "selbstbewusst" dahin, wo man gern stehen möchte....
Gruß gk
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201113. Juni 2012 ·
Hallo Jambotessy,
gk hat es ja schon beschrieben: es ist zur Zeit in den Hauptcamps noch nicht viel los. Als wir dort angekommen sind, waren wir die einzigen Gäste und konnten uns den schönsten Platz aussuchen. Später kam noch eine Gruppe Fahrzeugen. Es gibt vorne 5-6 wirklich schöne Plätze, das dürfte selten alles voll sein. Selbst in Nyamepi (Hauptcamp Mana Pools) stellt sich fast jeder dahin, wo es ihm gefällt. Aber dazu später ...
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201113. Juni 2012 ·
Samstag, 19.5.2012 Badeurlaub Hwange Sinamatella- Binga 285 km 5h mit Tanken und Sicherungen kaufen in Hwange
Am Morgen kommt mir im WC eine Baby-Fledermaus entgegen. Frank hat es noch besser: im Herren-WC lebt ein Frosch unter dem Rand vom Porzellanbecken. Leider gibt es keine Fotos. Wer geht schon mit Kamera zur Toilette? Wir packen gemütlich zusammen, frühstücken und freuen uns, als der Attendant berichtet, dass es seinem Sohn besser geht. Wir haben beschlossen, bei nächster Gelegenheit den Haupttank nochmal zu füllen, da uns der gesamte Sprit dann bis Mana Pools und zurück reicht. Außerdem ist im Kompressor eine Sicherung durchgebrannt und wir mußten die einzige Ersatzsicherung im Auto einsetzen. So wollen wir die Strecke Binga-Karoi nicht beginnen. Wir fahren also zuerst nach Hwange. Hier haben wir mindestens 4 Tankstellen gesehen, alle hatten Benzin und Diesel. An der Tankstelle schenkt uns ein Zimbabwer eine Ersatzsicherung, ein zweiter eskortiert uns zu einem Geschäft, in dem wir noch ein paar weitere Sicherungen kaufen können. Die Menschen hier im Land sind wirklich alle freundlich und hilfsbereit. In Hwange gibt es einige gut sortierte Läden, da wir aber kaum etwas brauchen, verschieben wir den Einkauf auf Binga.
Bis Binga ist die Strecke geteert und bis auf die letzten 30 km auch in sehr gutem Zustand. Es gibt wieder zwei Roadblocks, aber wir werden jeweils nach einem kurzen Schwatz durchgewunken. Auf halber Strecke nach Binga gibt es sogar einen Fischmarkt, aber irgendwie sind wir uns nicht sicher , ob der Fisch hier abseits des Sees wirklich frisch ist.
Die Strecke windet sich wunderschön durch die Berge.
In Binga fahren wir zuerst ins „Zentrum“ Hier gibt es einige kleine Läden, das Sortiment ist aber sehr beschränkt. Mineralwasser ist nicht erhältlich und Bier gibt es nur in Flaschen. Immerhin erstehen wir zwei Weißbrote für 1 $. Dafür gibt es eine Cocktail Bar.
Zum Übernachten fahren wir auf die Campsite der Kulizwe-Lodge. Auch hier sind wir die einzigen Gäste. Die Campsite ist relativ teuer (15,00 $ /P), hat aber einen schönen Pool. So können wir am Nachmittag baden und ein wenig relaxen.
Am Abend grillen wir Ribeye-Steaks mit Kartoffel-Bohnensalat und Schafskäse. Leider ist dies der erste Ort, an dem es massiv Mücken gibt, was wir aber erst nachts bemerken. Wir haben dummerweise das Canopy nicht besonders sorgfältig zugeklettet, so dass wir kaum ein Auge zu machen. Mitten in der Nacht sprühen wir dann noch Doom ins Zelt, es stinkt erbärmlich , wirkt aber nicht wirklich lange.
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200913. Juni 2012 ·
Hallo Montango,
hier im Forum scheint ja aktuelle das Simbabwe-Reisebericht-Fieber ausgebrochen zu sein. Freue mich über die wertvollen Informationen und launigen Beschreibungen sehr, da es ungemein bei den Planungen hilft und die Vorfreude steigt.
In gespannter Erwartung der Fortsetzung und mit herzlichem Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Hi Folks, ich füge ein paar Bildlein vom Sinamatella Rest Camp ein - für alle, die sich unter der vorher genanntenb "Abbruchkante" nicht so recht vorstellen können, wie das aussieht...
Wir haben im August 2011 für 2 Nächte hier im grünen Häuschen gewohnt. Alle Unterkünfte stehen mehr oder weniger direkt an dieser Abbruchkante und man kannn abends wunderschön den Elefanten zuschauen, wie sie zum Trinken an das Wasserloch kommen...
Gruß, Gero
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200914. Juni 2012 ·
Guten Morgen Gero,
vielen Dank auch für die tollen Fotos. Sieht ja fast so aus wie der Blick Senyati oder der Blick von der Terrasse der Victoria Falls Safari Lodge. Freue mich nun noch mehr.
Herzlichen Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201114. Juni 2012 ·
Danke Gero,
wir haben tatsächlich vor lauter Schauen keine Bilder von der Aussicht gemacht.
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201114. Juni 2012 ·
Sonntag, 20.5.2012 Ein Nationalpark nur für uns Binga – Chizarira 85 km 3 h mit Einchecken im Park
Ab Binga beginnt dann die Rappelpiste Richtung Karoi. Die Strecke beträgt 353 km, wir wollen es gemütlich angehen und noch zweimal übernachten. Bis zum Abzweig zum Chizarira Park ist die Piste übles Wellblech.
Ein kurzer Abschnitt ist überraschend gut, hier ist sogar ein Grader unterwegs.
Nach 1,5 h kommen wir an den Abzweig zum Park. Für die 17 km Zufahrt benötigen wir eine knappe Stunde. Die steilsten Stellen sind allerdings betoniert, so dass die Fahrt nicht schwierig ist.
Am Parkeingang stellen wir fest, dass wir seit 5 Tagen die ersten Gäste sind. Oben angekommen suchen wir ein wenig nach dem Office und checken dann für Mucheni View ein. Camping 20,00 $ / P für die Exclusive Site, 16,00 $ für den Parkeintritt. Leider will der Landrover wieder nicht anspringen. Nach mehreren Versuchen und Bangen klappt es dann doch. Wir nehmen uns vor, den Motor demnächst bei kurzen Stopps nicht mehr auszumachen. Da es im Park nicht sehr viele Tiere gibt (wir haben 3 Zebras, 2 Impala und einen Wasserbock gesehen) und wir vom Gerappel im Auto nun genug haben, bleiben wir auf der Campsite und geniessen die fantastische Aussicht.
Die Rappelpiste hat erste Opfer gefordert, die Schrauben vom Rücklicht sind mal wieder verschwunden, dieses Mal reparieren wir mit Kabelbindern (die haben bis zum Schluss gehalten) Am Abend stellen wir dann noch fest, dass zwei Weinkanister undicht geworden sind. Durch das Gerüttel sind die Nähte der innenliegenden Beutel aufgeplatzt. Wir füllen den Wein nun in Plastikflaschen ab. Zum Abendessen gibt es die letzten Rindersteaks aus Bulawayo und Nudelsalat. Heute Nacht hören wir weder Löwen, noch Elefanten, auch Mücken gibt es hier oben keine. Wir schlafen trotzdem unruhig. Ich überlege die ganze Nacht, wie man einen Landrover die Piste wieder runter schleppen kann.
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201114. Juni 2012 ·
Montag, 21.5.2012 Highway Motel Chizarira-Sanyati 190 km 6h
Das Auto springt anstandslos an. Es scheint nur ein Hitzeproblem zu sein. Ab sofort werden wir bei kürzeren Stops die Motorhaube öffnen. Sollte jemand aus dem Forum einen Landy mit offener Motorhaube gesehen haben, das waren wir. Um 7.30 Uhr fahren wir wieder runter und sind nach einer knappen Stunde wieder auf der Hauptroute. Die Piste wechselt zwischen Geröll, Wellblech und Sand und wir kommen relativ langsam voran. Da wir Zeit haben, wollen wir etwas Material- bzw. Wein- und Bier- schonend fahren.
Überall auf der Piste sind viele Menschen unterwegs. Viele grüssen, die Kinder winken. Erstaunlich finde ich, wie in dieser so abgelegenen und armen Gegend fast ausnahmslos alle Menschen ordentlich und vor allem sehr sauber gekleidet sind. Es gibt sogar Männer im Anzug, Frauen in strahlend weissen Röcken. Fast schämen wir uns, dass unser Auto so viel Staub macht.
Um 13.30 Uhr sind wir am Sanyati Camp. Da dies wohl die letzte Campingmöglichkeit vor Mana Pools ist und wir es bis Mana Pools auf keinen Fall mehr schaffen, bleiben wir dort. Dank der Koordinaten hier aus dem Forum finden wir den Platz sofort. Camping kostet 5,00 $ / P und es kommt jemand, der uns Holz bringt. In ein Buch wird unsere Übernachtung mit Namen, Datum und Beruf eingetragen. Den Eintragungen zufolge gibt es ungefähr einen Übernachtungsgast pro Monat. Die Sanitäranlagen haben kein Wasser mehr, es gibt aber ein Long Drop. Im Long Drop leben zwei Fledermäuse, von denen eine hinaus fliegt, während Frank die Toilette benutzt.
Aus dem letzten Wildfleisch kochen wir im Potje ein Gulasch mit Chili. Obwohl wir den ganzen Tag nur 3 Autos gesehen haben, fahren in der Nacht tatsächlich 2 Autos auf der Piste. Man kann sie weithin hören in der ansonsten so stillen Nacht.
MontangoThemenstarter1’667 Beiträge · seit 201115. Juni 2012 ·
Dienstag, 22.5.2012 Mana Pools Sanyati – Mana Pools (Mucheni 3) 290 km 8 h mit Einkaufen in Karoi und einchecken in Mana Pools
Um 6.45 Uhr fahren wir weiter. Um diese Uhrzeit sind überall Kinder in Schuluniformen unterwegs. Alle schauen und winken. Wir sehen viele schöne Baobabs, kleine Ortschaften und schöne Flusstäler.
Kurz hinter dem Abzweig zu Matusadona gibt es eine Tse Tse Kontrolle. Wir haben bisher keine der Fliegen gesehen und auch der Inspekteur findet nichts und wir dürfen ohne Giftsprühen weiter fahren.
Nach zwei Stunden beginnt dann die Teerstraße. In Karoi finden wir zuerst den TM nicht und versuchen es im Spar. Dieser ist aber nicht so gut sortiert, also doch den TM suchen. Das Fleisch im TM gefällt uns nicht, also fragen wir nach einem Metzger. Dieser ist gleich gegenüber an der Hauptstr. Hier gibt es Boerwurst, Steaks und Rinderfilet. Leider funktioniert das Gerät zum einschweißen nicht, dafür wickelt man uns das Fleisch aber in Klarsichtfolie.
Nach über einer Stunde geht es dann weiter Richtung Mana Pools. Auf der kurvigen Strecke Richtung Sambia liegen rechts und links der Straße viele Autowracks, kurz vor uns hat ein Lkw seine Ladung (Flaschen) verloren.
Ab dem Abzweig zum Park dauert es dann nochmal ungefähr 2 Stunden zum Office. Wir haben für 2 Nächte Mucheni 3 gebucht und 2 Nächte Nyamepi. Im Office versuchen wir eine weitere Nacht Mucheni zu bekommen, aber vor Ort wissen die Ranger nicht , ob gebucht ist und können die Plätze so erst abends vergeben, wenn keiner mehr kommt. Leider gibt es auch heute kein Feuerholz mehr zu kaufen, wir können uns aber alle Reststücke aufsuchen. Das sollte für heute abend reichen. Wir fahren dann gemütlich die 10 km bis zu unserem gebuchten Camp Mucheni 3.
Es gibt hier direkt am Zambesi 4 Camps (Mucheni 1-4), die alle ca. 500 -800 m voneinander entfernt liegen. Mucheni 1 und 4 sind für Tour-Operator, Mucheni 2 und 3 kann man als Exclusive Site buchen. Alle Sites sind weit von der Hauptpiste entfernt und die Zufahrt ist für residents only. Hier hat man wirklich seine Ruhe. Mir hat Mucheni 3 besser gefallen als Mucheni 2, da man dort direkt gegenüber auf eine Sambische Lodge schaut. Direkt vor unserer Campsite liegt eine Grossfamilie Hippos. In der Ferne ziehen Elefanten vorbei.
Wir grillen leckere Rumpsteaks mit Tomaten-Mais-Salat.
vielleicht hätten wir dieses Jahr nach Zimbabwe fahren sollen statt nach Namibia und Botswana. Jedenfalls kommt bei mir dieses Gefühl auf, wenn ich Deinen Bericht lese und die Fotos sehe. Die Nachrichten aus Zim waren ja die ganzen Jahre so, dass wir uns nach '97 nicht mehr getraut haben. Aber Dein Bericht, zusammen mit meinen Erinnerungen (auch an traumatische Erlebnisse), sorgen für eine große Sehnsucht. Aber die werde ich jetzt einfach verdrängen und mich auf NamBots freuen!