Nunanani521 Beiträge · seit 201127. Juni 2012 · #81
Vielen Dank für Deinen traumhaft schönen Reisebericht, der zum Träumen einlädt. Mit den Bildern und Deinen Texten kann man Afrika richtig fühlen, riechen und auch hören. Bin ich froh, dass mein Flug schon gebucht ist, sonst hätte ich zu schlimmes Afrika- Weh.
Toll, dass Du uns an Euren Erlebnissen und Eindrücken teil haben lässt!
casimodo4'529 Beiträge · seit 200727. Juni 2012 · #82
Hallo Montango,
jetzt bin ich aber schon froh, daß es Euch auf Leshiba gefallen hat. Du hast es wunderschön beschrieben, genauso wie den Rest Eurer interessanten Reise.
Uns selbst ist es (noch) zu abenteuerlich dort, ansonsten wäre es sicher eines unserer nächsten Ziele.
Alexa1'249 Beiträge · seit 201228. Juni 2012 · #83
Hallo Montango, lese weiter fleißig mit, ein toller und sehr interessanter Bericht! Vor allem Mapungubwe fand ich für mich sehr interessant, weil wir dort im September sind! Aber auch alles davor in Zimbabwe fand ich sehr spannend und hat mich auf viele neue Urlaubsideen gebracht 🤩 Danke für Deine Mühe und liebe Grüße, Alexa
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #84
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure lieben Worte.
@Nunanani: ich habe auch schon Afrikaweh und plane schon ganz langsam für 2013 🙂
@casimodo: Dein Bericht hat uns ja erst auf Leshiba aufmerksam gemacht. Nochmals Danke dafür. Zu Zimbabwe: wenn Du nicht unbedingt die Strecke Binga-Karoi planst, ist Zimbabwe ein sehr einfach und bequem zu bereisendes Land. Vergiss nicht, dass dort eine sehr gut ausgebaute touristische Struktur vorhanden war und nun langsam wieder aufgefrischt wird. Eine Reise z.B. zu den Lodges im Matobo, weiter in den Hwange und nach VicFalls ist einfacher und bequemer als das meiste in Botswana. Meine Meinung, ntürlich ohne Gewähr 😉
@Alexa: Mapungubwe war eigentlich so eine Art Notlösung für uns, wir wollten nicht mehr den weiten Weg zum Gonarezhou Park fahren und hatten noch zwei Nächte. Dementsprechend waren wir besonders überrascht, wie gut uns dieser Park gefallen hat. Du kannst Dich freuen, es ist eine wahnsinnig schöne Landschaft, es gab mehr Tiere als erwartet und dafür nur wenig andere Fahrzeuge. Das sollte sich im Krüger ändern, aber dazu später mehr...
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #85
Dienstag, 5.6.2012 Kulturschock Leshiba Wilderness- Krügerpark Shingwedzi Camp 260 km 6,5 h mit Tanken und Gamedrive im Krüger
Wir verlassen Leshiba um 6.45 Uhr und holpern den Berg wieder herunter.
Bis zum Punda Maria Gate geht es zügig voran. Die Strecke ist eher langweilig. Bereits um 10.30 Uhr sind wir am Gate zum Krügerpark. Gleich nach ein paar km sehen wir eine kleine Elefantenherde am Wasserloch und wenig später eine Büffelherde.
An der Babalala Picknicksite machen wir eine kleine Mittagspause und beobachten zwei Elefanten am Wasserspeicher. Hier ist die Erde rot, dementsprechend sehen die Elefanten aus.
In Shingwedzi trauen wir unseren Augen nicht: Es sieht aus, wie auf einem Campingplatz in Holland. Ein Wohnwagen steht neben dem anderen. Damit nicht genug: jeder hat das volle Camperprogramm aufgebaut, Vorzelt, elektrischer Wasserkocher, Gestelle für Spülschüsseln aller Größen und natürlich ein bis zwei Windschutzzäune, die hier nicht gegen Wind schützen sollen, sondern den Platz gegen andere Camper abgrenzen. Welch ein Kontrast zu den Campsites in Zimbabwe. Wir ergattern einen kleinen Platz zwischen einem Baum und einer Wohnwagenburg direkt am Zaun. Weil wir bald wieder auf Gamedrive gehen wollen, lassen wir sicherheitshalber die Motorhaube auf.
Die Campsite hat einen netten Pool, aber es ist zu kalt zum Baden.
Dafür beobachten wir am Platz einige Vögel, die sofort auftauchen, wenn etwas Essbares ausgepackt wird.
Am Nachmittag sehen wir zu einigen Beobachtungsplätzen in der Nähe. Laut Beobachtungsbuch sind hier in den letzten Tagen mehrfach Löwen gesichtet worden. Wir haben heute leider kein Glück. Den Rückweg ins Camp wollen wir über eine kleine Brücke direkt unterhalb vom Camp fahren. Als wir auf die Brücke fahren, nähert sich ein Büffel. Wir bleiben stehen, um ihn zu beobachten. Wir wären wohl besser weitergefahren, denn der Büffel begibt sich mitten auf die Brücke und hält ein Nickerchen.
Als er auch nach 10 Minuten noch nicht ans weitergehen denkt, fahren wir möglichst nah an ihn ran, genervt hupt Frank ihn an. Nichts, der Büffel schläft. Er steht mitten auf der schmalen Brücke und wir ebenfalls.
Irgendwann geben wir auf, es ist schon spät und bei Torschluss müssen wir im Camp sein. Also zurück, wenden und den Umweg über die Hauptstraße fahren. Gerade noch rechtzeitig kommen wir am Tor an. Wir grillen ein paar Bratwürste und machen dazu einen Nudelsalat. Noch während wir essen, erscheint eine Hyäne hinter dem Zaun.
Einige Touristen füttern die Tiere trotz Verbot hier an, so dass die Hyäne ohne Scheu immer hin und her läuft, angestrahlt von unzähligen Taschenlampen. Später am abend sehen wir noch eine Zibetkatze am Zaun. Da es schon spät ist, bleibt uns diesmal die Taschenlampenstrahlaktion der vielen Nachbarn erspart und wir können die Katze in Ruhe beobachten.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #86
Mittwoch, 6.6.2012 Unterwegs im Park Krüger Park (Shingwedzi -Letaba) 120 km
Ohne Frühstück sind wir um 6.45 Uhr wieder auf dem Weg. Da uns die Teerstraße irgendwie unpassend erscheint, entscheiden wir uns die S50 Richtung Mopani zu fahren. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön, immer wieder gibt es Ausblicke auf den Fluss. Leider lassen sich fast keine Tiere blicken und die Fahrt zieht sich. Schnell vermissen wir die Teerstrasse, auf der haben wir sogar mehr Tiere gesehen und die teilweise langen Etappen lassen sich bequem fahren. Nach den vielen Rappelstrecken die wir bereits hinter uns haben, ist eine ruhige Fahrt auch mal ganz schön. Wir sehen ein paar Tiere: Giraffen, Zebras, Buschböcke und dann eine Gruppe Gnus und Kuhantilopen.
Auf halber Strecke nach Mopani fährt das Auto an seltsame Geräusche zu machen, irgendein Lager scheint zu kreischen. In Mooiplaas machen wir Frühstück und Frank schaut nach dem Auto. Genau ist nicht auszumachen, wo das Geräusch herkommt. Zurück auf der Teerstraße steht ein Elefant direkt neben der Straße.
Auf der Brücke über den Letaba darf man aussteigen und die Aussicht geniessen.
Das Letabacamp ist nicht so gross wie Shingwedzi, die Stellplätze am Zaun sind teilweise recht klein, so dass die Wohnwagenburgen nicht überall sind. Wir finden wieder einen Platz am Zaun neben einem Zelt.
Von der Restaurantterrasse hat man einen schönen Blick auf den Fluss.
Direkt an unserer Campsite liegt ein Buschbock, der sich nicht im Geringsten durch uns stören läßt. Die Buschhörnchen sind da schon schneller verschwunden.
Am Nachmittag machen wir noch einen weiteren Gamedrive rund ums Camp, aber wir sehen vor allem Impalas und ein schönes Kudumännchen.
Auf dem Rückweg halten wir wieder auf der Brücke und beobachten Büffel und Wasserböcke beim Durchqueren des Flusses.
Am Rand der Brücke sitzt unbeweglich ein grosser Kingfisher.
Als wir ins Camp zurück kommen, steht ein Elefant nur ein paar Meter hinter dem Zaun.
Beim Grillen abends auf der Campsite dann dasselbe Spiel: eine Hyäne läuft am Zaun entlang und alle Taschenlampen leuchten hinterher.
Echt sehr schöne Bilder (Exif-Daten gehen wohl beim einbinden verloren) - ich hoffe nicht, dass ich es überlesen habe, welche Kamera und welche Objektive ihr benutzt hattet.
Danke 🙂
KarstenB2'398 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #88
Hallo Montango,
Am Rand der Brücke sitzt unbeweglich ein grosser Kingfisher.
In der Tat: ist ein Giant Kingfisher! (Falls es interessiert.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #89
KarstenB schrieb:Hallo Montango,
Am Rand der Brücke sitzt unbeweglich ein grosser Kingfisher.
In der Tat: ist ein Giant Kingfisher! (Falls es interessiert.
LG aus Hamburg,
Karsten
Danke,
bei Vogelbestimmungen halte ich mich immer vornehm zurück 🙂 bin leider nicht so der Ornithologe. Zuhause kann ich Spatzen, Amseln, Meisen und Rotkehlchen unterscheiden 😉 Weißt Du auch die deutsche Bezeichnung ? LG Montango
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #90
mafrot schrieb:Hallo Montango,
was hattet Ihr für Kamera Objektive mit ?
Echt sehr schöne Bilder (Exif-Daten gehen wohl beim einbinden verloren) - ich hoffe nicht, dass ich es überlesen habe, welche Kamera und welche Objektive ihr benutzt hattet.
Danke 🙂
Ich habe die Bilder alle als JPEG mit sehr geringer Qualität abgespeichert um einbinden. So werden aus 3 MB schnell nur noch 700 KB. Zum schnellen Anschauen in einem Reisebericht reicht das gerade noch aus. Fotografiert habe ich mit Canon 550 D und teilweise mit meiner alten 350 D, sowie unterwegs in den Dörfern viel mit der Ixus 990 (die fällt nicht gleich so auf)
Als Objektive hatte ich dabei: Sigma 18-200 DC OS, Sigma 10-20 DC HSM, Sigma 150-500 APO HSM und Canon 18-55. Mein Makroobjektiv mußte aus Gewichtsgründen zuhause bleiben.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Juni 2012 · #91
Donnerstag, 7.6.2012 Der Beinahe-Big-Five-Tag Krügerpark ( Letaba-Satara) 100 km 4 h Gamedrive mit Frühstück in Olifants
Wir starten früh um nach Satara zu fahren. Bis Olifants fahren wir nochmal am Fluss entlang.
Unterwegs sehen wir Zebras und eine Giraffe mit Nachwuchs. Das Kleine möchte immer trinken, aber Mama wünscht wohl keine Zuschauer.
Am Olifantsaussichtspunkt gibt es eine tolle Aussicht.
Olifants macht seinem Namen alle Ehre, wir sehen einige Elefanten. Big Five Nr. 1.
In Olifants machen wir ausgiebig Frühstück. Hinter Olifants ist die Teerstr. Richtung Satara gesperrt, so dass wir über Balule fahren müssen. Wir halten noch auf der Brücke über den Olifants.
Die alte Brücke nach Balule hat es weggerissen.
Es müssen alle Fahrzeuge diesen Weg nehmen, dementsprechend voll und staubig ist es. Angesichts des Verkehrs im Krügerpark sind die Teerstrassen wirklich von Vorteil. Kurz vor Satara stehen viele Autos am Rand, wir halten an und fragen, was zu sehen ist. Ein Leopard ist gerade im Gebüsch verschwunden, erklärt man uns. Da um die Uhrzeit wohl kaum zu erwarten ist, dass er sich nochmal zeigt , fahren alle weiter. Beinahe Big Five Nr. 2. Etwas später entdecke ich etwas Graues in einem Loch entfernt von der Straße: Büffel oder Elefant. Erst auf dem Foto sehen wir später, dass es ein Nashorn war. Big Five Nr. 3.
In Satara ist es noch voller als auf den anderen Plätzen. Am Zaun ist jeder Fleck mit Wohnwagen oder deren Absperrversuchen in Form von den schon bekannten Stoffzäunen, Wäscheleinen oder Autos blockiert. Quasi so eine Art Handtuchwerfen. Erst überlegen wir, eine Familie zu bitten die Wäscheleine, die einen kompletten Stellplatz belegt ,abzuhängen, entscheiden uns aber dann doch für einen Platz ganz weit entfernt von allem. Hier ist es zwar eine Ewigkeit bis zum nächsten Toilettenbau, aber dafür fast wie in Afrika. Das Einchecken dauert eine kleine Ewigkeit, es sind wohl mehrere Busse angekommen, deren Gäste alle gleichzeitig Schlüssel für ihre Bungalows wollen. Dafür ist der Shop hier gut sortiert und ich kaufe eine Menge Souvenirs und Mitbringsel für die daheim Gebliebenen. Am Nachmittag fahren wir zuerst zur S100, als Löwenstraße bekannt. Tatsächlich stehen gleich zu Beginn der Strecke einige Autos. Neben der Straße liegt ein frischer Büffelriss.
Ein Südafrikaner erzählt uns, dass die Löwen am Riss waren, aber verschwunden sind, als ein Autofahrer ausgestiegen und aufs Autodach geklettert ist. Ein echt guter Plan. Nachdem wir in guter Position eine halbe Stunde gewartet haben, entscheiden wir uns erstmal weiter zu fahren. Wir trauen uns ja nicht den Motor auszumachen, da das Auto dann gerne nicht mehr anspringt. Und die Motorhaube zu öffnen ist erstens angesichts der Löwen nicht so ratsam und zweitens sieht man dann ja auch nicht mehr viel. Wir fahren die S100 ein gutes Stück weiter und sehen eine große Büffelherde. Big Five Nr. 4.
Als wir zum Büffelriss zurückkommen, ist an ein Durchkommen nicht mehr zu denken. Die Autos stehen kreuz und quer auf dem Weg. Ähnlich wie in der Rush Hour auf einer Kreuzung in Rom, wenn die Ampeln ausgefallen sind. Nur hupen tut keiner. Zum Glück ist unser Landy so hoch und die meisten der anderen Wagen japanische Kleinwagen, so dass wir auch aus der zweiten Reihe noch etwas sehen können. Ein grosser männlicher Löwe ist zum Riss zurückgekehrt. Big Five Nr. 5.
Leider haben wir nicht die beste Position und sehen den Löwen nur durchs Gras. Mit manuellem Focus geht dann aber doch das ein oder andere Foto zwischen den Grashalmen hindurch.
Auch die Geier warten schon.
Zufrieden fahren wir kurz vor Toresschluss im Stau zurück nach Satara. Heute abend machen wir auch wieder Feuer diesmal unbehelligt von den Lichtstrahlen irgendwelcher Suchscheinwerfer.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201129. Juni 2012 · #93
Freitag, 8.6.2012 Die Straße der Löwen Satara – Graskop Teil 1 50 km bis zum Orpen Gate 2,5 h Gamedrive
Unsere größten Befürchtungen werden erfüllt. Wir haben uns schon am Abend entschlossen, den morgendliche Run auf die Löwen nicht mitzumachen. Statt um 6.00 Uhr bei Öffnung am Gate zu stehen, wollen wir wie immer erst gegen 6.00 Uhr aufstehen und dann losfahren. Mit dem Schlafen bis 6.00 Uhr wird es jedoch nichts. Ab 5.10 Uhr !! fahren die ersten Autos vor, um am Gate in der ersten Reihe zu stehen. Als wir aufstehen, ist kaum noch einer auf der Campsite. Wir fahren dann aber doch in die Richtung des Büffelrisses, es stehen wieder viele Autos dort. Es sind scheinbar einige Löwen zu sehen, allerdings ist kein Durchkommen. Wir wollen schon umdrehen, als wir unseren Löwen von gestern wieder hinter den verbliebenen Resten des Büffels entdecken.
Nach ein paar Fotos suchen wir in diesem Gedränge schnell das Weite. Es kommen immer mehr Autos und wir wollen hier nicht wieder stecken bleiben, schliesslich soll es heute noch zum Blyde Canyon gehen.
Unser Auto macht nach wie vor Geräusche, diese sind aber eher leiser geworden. Wir schieben es auf den Staub und hoffen, dass der Dreck bei schnellerer Fahrt vielleicht ausgeblasen wird. Über die Teerstraße fahren wir Richtung Orpen Gate. Schon wenige km später sehen wir am Rand ein Auto stehen, ein Schakal steht neben der Straße.
Wir wollen gerade weiter fahren, als wir hinter einem Busch zwei junge Löwinnen entdecken. Während wir den beiden zuschauen, füllt sich vor, hinter und neben uns die Straße.
Wir fahren weiter und schon wenig später das gleiche Spiel: ein Auto am Straßenrand. In einiger Entfernung liegt eine Löwin und etwas entfernt ein Löwe. Wir können der Paarung der beiden zuschauen. Auch hier entsteht innerhalb weniger Minuten ein grosses Gedränge.
Ein paar Meter weiter stehen einige Büffel direkt an der Strasse.
Zufrieden mit dem heutigen Morgen wollen wir zum Gate fahren, als vor uns die Autos ganz langsam nebeneinander fahren. Stau ! Durch die Autokolonne kann ich kurz einen Löwen vor den Autos die Straße entlang laufen sehen. Der Ruf „Löwe“ wird schon fast zur Normalität. Wir haben Glück, die Löwen verlassen die Straße genau an der Stelle, an der wir gerade fahren. Es sind fünf Löwen, die hier die Straße vor den Autos entlang gelaufen sind.
10 Löwen auf 50 km sind auch uns genug und wir fahren zum Frühstück ins Orpen Camp und verlassen dann um 9.30 Uhr den Krügerpark.
Wäre schön, wenn Du Deinen Bereicht, wenn er fertig ist, als PDF zur Verfügung stellen könntest. Dann kann ich ihn schön übersichtlich abheften auf dass ich ihn schnell wiederfinde, wenn ich wahrscheinlich nächstes Jahr in diese Gegend fahren werden.
LG Lumela
URUrlauber218 Beiträge · seit 200701. Juli 2012 · #97
Hallo Montango, auch ich möchte mich ganz herzlich für den tollen Bericht bedanken und wäre auch froh über eine PDF-Datei zum nachlesen. In Teilen würden wir gerne 2013 auf Euren Spuren wandeln/fahren, bevor der große Run beginnt bzw. die politischen Verhältnisse Reisen nach Simbawe wieder einschränken. Verratet Ihr mir bitte noch welche Karte Ihr benutzt habt und wie aktuell die war? Auch bei Tracks4Afrika werde ich nicht fündig. Viele liebe Grüße Jutta
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201102. Juli 2012 · #98
Hallo zusammen,
es freut mich sehr, wenn meine Infos Euch ein wenig bei der Planung helfen können. Ich weiß ja selber, wie schwierig es war zuverlässige Infos über Parkeintritte, Campingplatzgebühren, Zeitbedarf für die Stecken, Versorgungslage usw. zu bekommen. Ausserdem würde es mich freuen, so manchen für dieses wunderbare Land zu begeistern. Dieses Forum hat mir schon soviel geholfen bei der Planung unserer eigenen Routen (Ich hoffe, für die nächste Planung helft Ihr mir auch wieder 😉 ), dass es schön ist, etwas davon zurück zu geben. @Jutta: wir hatten die Karte von Reise Know How dabei für den groben Überblick und auf dem Navi die aktuelle T4A Karte. Die fand ich ausgezeichnet, lediglich einige Shops wie z.B. fast alle TM-Märkte sind nicht eingezeichnet. Aber es ist im Land sowieso fast alles beschildert, die Orientierung ist nicht besonders schwierig.
Heute abend gibt es noch den letzten Tag unserer Reise, dann sind wir endgültig wieder im Hier und Jetzt angekommen. Am WE versuche ich mal alles in eine PDF-Datei umzuwandeln.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201102. Juli 2012 · #99
Freitag, 8.6.2012 Das Ende des Landrovers Satara – Graskop Teil 2 220 km vom Orpen Gate bis Graskop 4 h mit Besichtigungen
Durch eine schöne Landschaft fahren wir Richtung Panoramaroute.
Das Auto klingt inzwischen wieder fast normal, vielleicht war es wirklich nur Dreck. Häufig halten wir an, um Fotos zu machen und die Aussichten zu geniessen.
An der Panoramaroute ist der erste Viewpoint die „Three Rondavels“ Die Aussicht auf den Dam und die umliegenden Bergkuppen ist wirklich überwältigend.
Zum Glück sind auch kaum andere Touristen da. Die Anzahl der Souvenirshops läßt aber erahnen, wie es hier zugehen kann. Der zweite Stop sind die „Bourke`s Potholes“ Auch dieser Stop lohnt sich sehr.
Wir wollen noch zum Pinnacle und God`s Window, aber kurz vor der Abzweigung beginnt das Auto zu quietschen. Frank hält sofort an und schaut nach. Nun ist klar, woher das Geräusch der letzten Tage kam. Das Lager der Keilriemenspannerrolle ist festgegangen. Es dreht sich nichts mehr und der Keilriemen quietscht und beginnt schon zu stinken. Damit kommen wir morgen nicht mehr bis zum Flughafen, ohne das der Keilriemen reissen wird. Nach Graskop und zu unserer letzten Unterkunft sind es noch 5 km. Das werden wir auf alle Fälle versuchen. Vielleicht gibt es dort eine Werkstatt. Wir schaffen es tatsächlich bis Graskop und parken den Wagen erleichtert vor der ersten Pancake Bude. Eigentlich wollten wir zu Harry`s Pancake, aber durch den ganzen Stress merken wir nicht, dass wir am falschen Lokal halten. Die Pfannkuchen sind aber nicht schlecht und die freundliche Inhaberin zeigt uns auch gleich den Weg zu einer Werkstatt. Beim Abfahren kaufen wir noch schnell drei Pakete Macadamianüsse, ohne Handeln und wahrscheinlich viel zu teuer. In der Werkstatt kann man uns leider nicht helfen, das Ersatzteil könnte erst bis morgen beschafft werden. Morgen geht aber schon unser Flug ab Johannesburg. Wir rufen den Vermieter des Autos an, er will sofort ein Ersatzauto für uns ordern und den Landrover in die Werkstatt schleppen lassen. Die nächste Landroverwerkstatt ist 80km entfernt. Von dort soll das Abschleppen des Landrovers und ein Ersatzwagen für uns organisiert werden. Wir fahren die letzten 4 km zum Panorama View Resort und mieten uns dort einen Bungalow. Eigentlich wollten wir hier campen, aber dafür wäre es am Abend sicher zu kalt gewesen. Das Resort bietet eine tolle Aussicht.
Die Bungalows gehören jeweils einzelnen Besitzern und werden zentral vermietet. Der Eigentümer unseres Bungalows hat scheinbar eine künstlerische Ader und ist ein Freund bunter Farben 😄
Schnell ist alles aus dem Auto geräumt und in den Bungalow gebracht. Eine Stunde später steht bereits der Abschleppwagen vor der Tür. Wehmütig verabschieden wir das Auto, das uns zum Glück bis hierher gebracht hat.
Unnötig darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn wir wie geplant über Mozambique zurück gefahren wären. Der versprochene Mietwagen läßt auf sich warten. Wir werden langsam nervös. Die Wartezeit verbringen wir damit, alles wieder in die zu klein gewordenen Rucksäcke zu verstauen und die restlichen Lebensmittel zu verschenken. Erst um 8 Uhr am Abend wird uns ein Polo gebracht. Beruhigt trinken wir noch ein Bier auf der Terrasse. Es ist kalt hier oben, Camping wäre um die Jahreszeit ziemlich ungemütlich gewesen.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201102. Juli 2012 · #100
Samstag, 9.5.2012 Schon wieder Rhinos Graskop-Johannesburg 400 km 5 h mit Frühstück unterwegs
Am Morgen gibt es einen letzten wunderschönen Sonnenaufgang in diesem Urlaub.
Wir fahren früh los, wollen ja auf keinen Fall unseren Flug verpassen. Unsere Rucksäcke passen bequem in den Kofferraum des Polos. Die Strecke windet sich nochmal wunderschön durch die Berge.
In Pilgrim`s Rest machen wir noch paar Fotos.
Es fliegen ununterbrochen Hubschrauber zum Löschen eines Buschfeuers in den Bergen.
An der Tollroad machen wir noch eine Frühstückspause mit leckeren Forellenfilets. Es ist kalt und windig. Frisch gestärkt fahren wir weiter. Plötzlich ruft Frank „Rhinos“ Tatsächlich stehen in einem Gehege am Rand der Tollroad drei Rhinos.
Das sind dann Rhino Nr. 11, 12 und 13 in diesem Urlaub. Ob 13 Rhinos Glück bringen ? Wir kommen flott voran und sind schon kurz nach Mittag am Flughafen. Wir geben das Auto bei Avis ab und treffen uns noch mit Mike, dem Vermieter, um ihm das Navi und die Papiere des Landrovers zu übergeben. Er verspricht uns, unsere Kaution gleich am Montag zu erstatten (was auch geschehen ist) ohne das Auto bis dahin begutachten zu können. Was macht man im Flughafen in Johannesburg, wenn man noch ganz viel Zeit hat ? Wir verbringen die Zeit mit Shopping, Cricketschauen in der Sportbar und nochmal mit Shopping. Beim Einchecken haben wir soviel Handgepäck, dass wir ganz hummeldummmäßig sehr früh am Gate stehen, um genügend Stauraum für die vielen Tüten zu finden. Peinlicherweise ist ein Gepäckfach dann auch mit unserem Kamerarucksack , Daypack und den ganzen Einkaufstüten komplett voll. Beim Abflug am Abend ist es nur 5 Grad Celsius in Johannesburg. Gut das zuhause der Sommer beginnt. Wir haben einen Sitzplatz direkt hinter den Toiletten und der Galley, was bedeutet, dass es dort entsprechend unruhig ist. Wir schlafen deshalb nur wenig. Nach einem Monat Abwesenheit kommen wir trotzdem halbwegs ausgeruht am Sonntagmorgen pünktlich in München an. Es ist kalt und regnerisch. Der Sommer hat wohl noch nicht angefangen.