BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200919. Nov. 2018 · #1
Hallo Fomis, der Burschi ist wieder da, nachdem er über einen Monat nichts von sich hat hören / lesen lassen. Er war mit seiner Frau in Südafrika und hat das aufgearbeitet, was ihm von Südafrika noch gefehlt hat. Es war wohl unsere letzte große Südafrikareise, denn wenn es geht, wollen wir noch andere Ziele ansteuern. Wir kannten bereits den KTP, das Namaqualand, die Cederberge, die Westcoast, Kapstadt, die Gardenroute, den Addo, die Karoo und wollten dieses Mal nach einigen Punkten im Süden (Proteablüte und Wale sowie Wein waren ein Muss!) endlich mal auf den Tafelberg, denn beim letzen Besuch vor 4 Jahren verhinderte andauernder heftiger Wind das Unternehmen, die Drakensberge, Hluhluwe, Isimangaliso, Swaziland, Krüger, Sabi Sands und Johannesburg sehen. In einer Tour? Ja, es geht, wenn man sich ein wenig mehr Zeit nimmt. Angeregt wurde ich zu der Tour durch einen Reiseveranstalter, der dies in 18 Tagen als Selbstfahrerreise anbietet. Ich habe das dann auf 31 Tage ausgeweitet und konnte mir alle ausstehenden Wünsche erfüllen. Die Tour sah so aus:
Start war in Kapstadt, Ende in Johannesburg. Ich möchte in diesem Reisebericht aber nicht jeden Kilometer nachbeschreiben und auch nicht jeden Klodeckel zweimal zeigen, sondern mich vor allem auf die Unterkünfte und einige Tipps beschränken, damit der Bericht nicht endlos lang wird und sinnvoll für die Planung anderer, die eine ähnliche Tour unternehmen wollen, ist. Start war eigentlich schon der Flug mit "Star Alliance", d.h. mit unterschiedlichen Fluggesellschaften. Schon der Start in Nürnberg war eine Überraschung, denn wir mussten in eine Ptopellermaschine nach Zürich einsteigen. Eine von Bombardier gebaute Dash 8-400 der Austrian Airlines. Ich wusste gar nicht, dass es sowas noch gibt, 🤩 🤩 aber die Maschine war ziemlich neu und flog sehr gut bis Zürich.
Nach kurzem Zwischenaufenthalt ging es dann mit "Edelweiss" weiter nach Kapstadt.
Von Bequemlichkeit und Service her konnte man bei beiden Fluggesellschaften nicht meckern, da sind wir schon schlechter geflogen! Also, wer Lust hat, kann dann mit mir in Kapstadt landen und die Reise beginnen. Zwischenfragen beantworte ich gerne, es wird aber insgesamt schion eine Weile dauern, bis die Reise zu Ende ist. Also dann bis zur Landung!
frag vielleicht mal Chrigu ob er Deinen Bericht zu "Südafrika" verschiebt. Du hast unter "Botswana" gepostet und das führt vielleicht zu Verwirrungen.
Viele rüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
hallo Burschi, da fahre ich sehr gerne mit , denn Südafrika ist immer eine Reise wert, bin mal gespannt was so alles los war auf der Tour. Einen schönen Tag wünscht Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Guten Morgen Burschi, ich sichere mir schon mal einen Platz, 😁 und freue mich schon, auf die lange Reise 🙂 Bin schon sehr gespannt, was Du zu Berichten hast.
Liebe Grüße Hilde
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.
Paulo Coelho
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Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit
Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
Hallo,, ich bin auch neugierig und gern dabei. Gleich schon mal eine Frage: Wo hast DU denn die Karte her, die gefällt mir gut? Und wie hast DU die Route draufgelegt? Ist die lizenzfrei nutzbar?
Sach' ma' Burschi, wie hast Du die schöne Übersichtskarte produziert? Gefällt mir, möchte ich auch können! Danke im voraus und herzliche Grüße, Dieter
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200919. Nov. 2018 · #8
Hallo, schön, dass einige mitfahren wollen. Freu mich! 🙂 Die Übersichtskarte ist kein Hexenwerk und der große PC-Meister bin ich auch nicht. Eigentlich ganz einfach. Ich nehme eine mir passende Karte aus einem Atlas, Straßenatlas oder dergleichen, z.B. Touringatlas South Africa, scanne die Karte ein und habe dann ein Bild im jpg-Format. Im Rahmen von Windows 10 gibt es ein Bildbearbeitungsprogramm, das die Funktion "Zeichnen" hat. Dort kann man dann Farbe und Dicke der Linie einstellen und einfach mit dem "Stift" die Straße lang fahren. Wieder als jpg-Datei abspeichern. Fertig! So, nun aber zurück zur Tour! 🙂
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200919. Nov. 2018 · #9
Also, nach gutem Nachtflug - ich konnte ganz gut schlafen - in Kapstadt gelandet und gleich zur Autovermietung. Natürlich war das gewünschte Auto nicht da, aber mit einem VW Tiguan Automatik waren wir auch zufrieden. Es hatte nur 1041 km auf dem Tacho und hat gute Dienste geleistet. Nur die Einweisung war nicht das Gelbe vom Ei. Das Auto hat Tempomat, aber der Einweiser hatte keine Ahnung, wie das funktioniert. Auch das Navi funktionierte nicht einwandfrei, aber ich hatte auf mein Smartphone die Karten geladen und unsere "Vroni" hat sich dann auch in Südafrika ausgekannt. 😄 Die Fahrt zur Unterkunft wurde zur Geduldsprobe. Ewig lange Staus am Vormittag! Aber wir kamen schließlich doch in der "Mediterranean Villa" an. Diese Unterkunft liegt im Stadtteil Tamboerskloof. 15 Gehminuten zur Longstreet, 5 Gehminuten zur nächsten Bushaltestelle am Nelson Hotel. 100 Meter entfernt liegt ein kleines Restaurant (Blue Cafe´), in dem man am Abend recht ordentlich essen kann und man kann auch im Dunkeln problemlos zurück laufen. Die Leitung ist deutschsprachig, die Zimmer groß und sauber, das Frühstück sehr gut, im Garten ist ein kleiner Pool, das Grundstück ist gut gesichert und das Auto steht gesichert im Hof. Der Servive (Taxis, Auskünfte, Buchungen) ist sehr gut. Die Unterkunft bietet alles, was man für die ersten Tage braucht.
Der Sessel mit Nelson Mandela war ein besonderer Eyecatcher. 😄 Den würde ich auch zu Hause bei mir aufstellen.
Ich sollte vielleicht noch sagen, worauf ich bei einer Unterkunft neben ausreichend großen Betten Wert lege: Badewanne brauche ich keine aber eine gut funktionierende Dusche, einen Stuhl mit einem kleinen Tisch, damit ich schreiben und Bilder sichern kann, gut erreichbare Lademöglichkeiten für diverse Geräte, wenn es heiß ist, dann ein sauberer Pool, ein gutes abwechslungsreiches Frühstück mit frischem Obst und Saft und einige andere Sachen wie Wurst und Käse (Den üblichen Teller mit eggs, bacon, tomatoes und mushrooms brauche ich nicht!) Diese Anforderungen wurden alle erfüllt, nebst einem aufmerksamen Service. Von hier aus erkundeten wir zu Fuß am ersten Tag die Longstreet und einige Straßen darum herum. Bewährt hat sich wie beim letzten Besuch auch der Hop On Hop Off - Bus, bei dem ich das 2-Tage-Ticket schon zu Hause im Internet gebucht habe - funktioniert problemlos und ist sogar etwas billiger. Da das Wetter für den nächsten Tag gut zu sein versprach, habe ich auch gleich dort das Ticket für den Tafelberg besorgt, damit wir am nächsten Tag in aller Frühe auf den Berg konnten. Beim letzten Mal ist es uns in vier Tagen wegen schlechten Wetters (Sturm oder Wolken) nicht gelungen, Dieses Mal sollte es sein! Davon bald mehr! LG Burschi
Martina56573 Beiträge · seit 201419. Nov. 2018 · #11
Hallo Burschi, ich reise auch noch gerne mit bei Eurer Tour. Die Route ist toll. Vielleicht werde ich ja zum Nachahmen animiert? Ich mache das übrigens auch immer so, dass ich mich an Touren von Reiseveranstaltern orientiere und diese dann entsprechend entzerre 🙂 Danke für's Berichten. Der Auftakt hört sich ja schon mal vielversprechend an. Lieben Gruß Martina
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200920. Nov. 2018 · #12
Guten Morgen, am nächsten Tag war das Wetter immer noch toll und der Berg ruft! Also dann nichts wie hin zur Bushaltestelle, den ersten Bus genommen, damit wir mit als erste an der Talstation sind. Weit gefehlt! Schon bei der Anfahrt standen viele Autos am Rand, die schon parkten und oben angekommen waren nicht nur viele Reisebusse vor uns, sondern auch Hunderte von Menschen. Aber die müssen ja noch alle Karten kaufen und wir haben schon welche! Irrtum!!!! 🤩 🤩 An der Kasse stand kaum jemand an, dafür eine ewig lange Schlange (wohl ca. 500m) in Dreierreihe! Es blieb nichts anderes übrig, als uns da einzureihen. Nach über 1 Std Wartezeit und langsamen Vorrückens, konnten wir dann endlich in die Gondel einsteigen.
Tipp: Entweder als erste oder als letzte einsteigen! Denn dann hat man einen Platz am Fenster, denn über 60 Personen passen in eine Gondel und da sie sich dreht, hat man am Fenster stehend gute Möglichkeiten mal das eine oder andere Foto zu machen. Die Bergfahrt ist viel schneller vorbei, als man denkt, man schafft gerade mal eine Umdrehung mit der Gondel. Oben angekommen, heißt es dann schon wieder anstellen an den schönsten Aussichtspunkten, bis alle vor einem ihr Selfie gemacht haben und man nicht mit 10 Japanern in einer Gruppe stehen muss. Aber es ist nicht so schlimm, es verläuft sich relativ rasch. Nur Einsamkeit gibt es auch am frühen Morgen dort nicht.
Von den vielen Bildern auf Kapstadt reicht eines. Wir haben dann einen ausgedehnten Spaziergang unternommen - viele Busgruppen haben dazu keine Zeit und müssen rasch wieder runter! - und uns an den vielen Blumen des Fynbos erfreut.
Das war für mich das eigentliche Highlight auf dem Berg. Nebenbei gab es auch noch ein paar Klippschliefer, die von den meisten Touristen nicht einmal bemerkt wurden. Die vielen hundert Touristen an diesem Tag haben sich auf dem Plateau gut verteilt. Gegen Mittag sind auch wir dann wieder hinunter gefahren - jetzt stand kaum mehr jemand an! -und haben die Rundfahrt mit dem Hop On Hop Off - Bus fortgesetzt und in Campsbay ein kleines Mittagessen eingenommen. Empfehlenswert ist das "Bilboa" im ersten Stock mit Blick auf den Strand. Die angebotenen Fischgerichte sind hervorragend. Danach ging es mit dem Bus zurück zur Longstreet, wo wir von der blauen in die gelbe Route umgestiegen sind. Diese führt durch Distrikt 6 und durch die Downtown und am alten Fort vorbei, wo man ganz interessante Einblicke bekommt. Diese Linie gab es bei unserem letzten Besuch noch nicht. Beim alten Fort kann man auch mal aussteigen.
Dann reicht es für diesen Tag. Genug gelaufen und gefahren! Doch schnell noch ein Nachtrag: Wenn man genau hinsieht, entdeckt mal auch mal die Schattenseiten Kapstadts. Siedlungen im Distrikt 6, die noch viel schlechter sind als in den Townships am Rande der Stadt, an denen man auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt vorbeifährt!
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200920. Nov. 2018 · #14
Am nächsten Vormittag steuer wir ein weiteres "Muss" für uns in Kapstadt an, den Botanischen GHarten in Kirstenbosch. Auch hier fahren wir wieder mit dem Bus hin und sind mit der ersten Linie zwar nicht allein, aber es ist noch ruhig und wir können einige entspannte Stunden genießen. Hauptziel ist der obere Hang mit den Proteas. Und hier werden alle meine Erwartungen an die Blütenvielfalt übertroffen. ich könnte unendlich viele Bilder hier einstellen, doch die kleine Auswahl soll auch denjenigen Appetit machen, die sonst wenig für die Pflanzen übrig haben:
Damit soll es genug an Pflanzen sein. Entschuldigt meine Begeisterung, aber das hatte ich mir einfach für diese Reise unter anderem auch gewünscht. Demnächst kommen ja einige dieser tollen Pflanzen bei uns in Trockengestecken auf den Markt und gehen jämmerlich auf den Friedhöfen als Grabschmuck zugrunde. Schade!
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200920. Nov. 2018 · #15
Doch der botanische Garten ist nicht allein wegen der Pflanzen sehenswert. Die vielen bunten Blüten ziehen natürlich auch viele Vögel und Insekten an. Dazu nur wenige Beispiele: Halsbandnektarvogel (noch ein wenig in der Mauser)
Weibchen des Kap-Honigfressers
Perlhuhn Und schließlich auch etliche Schildkröten und Eidechsen. Leider kenne ich mich mit den Echsen nicht aus und wäre daher dankbar, wenn mir jemand bei der Bestimmung helfen könnte.
Übrigens kann man in dem Restaurant des Botanischen Gartens auch ganz ordentlich essen, was wir dann auch getan haben, bevor wir wieder in den Bus eingestiegen und über Hout Bay und Camps Bay zur Waterfront gefahren sind. Die hat sich in den letzten vier Jahren noch einmal enorm vergrößert. Wir haben einen Kaffee neben einer Straßenband getrunken
Zur Zeit sind überall auch außergewöhnliche Kunst-Nashörner zu sehen. Ähnlich wie in Deutschland in manchen Orten in Süddeutschland die Kühe oder in München die Löwen. und sind ein wenig durch die Hallen und am Kai entlang geschlendert. Natürlich waren auch die vier bronzenen Nobelpreisträger ein Ziel, aber davon will ich hier nicht Bilder einstellen, weil die sicher schon oft abgelichtet wurden.
Dann mussten wir uns aber beeilen, denn wir hatten an diesem Tag noch ein weiteres Ziel.
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200920. Nov. 2018 · #16
Dieses Ziel hieß Bo-Kaap, das sogenannte Malaienviertel. Allerdings hätten wir das fast verpasst, denn wir sind an der Waterfront wieder in den Bus gestiegen, um zur Zentrale in der Longstreet, wo die Führung beginnt, zu fahren. Der Bus hat bis dorthin, wegen der total verstopften Straßen allerdings 50 Minuten gebraucht. In 15 Minuten wären wir zu Fuß dort gewesen! 🤩 Die Führung wird auch von dem Hop-Busunternehmen angeboten und ist für Besitzer einer Zweitageskarte kostenlos. Die Führung dauert etwa 1 1/2 Std und ist sehr informativ. Die Führerin wusste sehr viel über das Viertel, seine Geschichte und seine Bewohner und hat noch so manche heitere Anekdote erzählt. Auch zu einem kleinen Imbiss, einer Süßigkeit, deren Namen ich vergessen habe, sind wir eingekehrt. Die Führungen werden um 11 und um 16 Uhr jeden Tag angeboten.
Blick auf das Viertel von einem höheren Punkt am Hang.
Die Farbpalette, mit der die Häuser angestrichen sind ist nahezu grenzenlos.
Es ist extrem schwierig die schönen Häuser ohne die davor parkenden Autos zu fotografieren. In diesem Fall aber passt das Auto sogar dazu! 😄 😄
Haus eines einst berühmten Rugby-Spielers, der als erster Farbiger in der südafrikanischen Nationalmannschaft spielen durfte.
Dies ist das älteste Haus in Bo-Kaap. es darf nicht farbig gestrichen werden, da es unter Denkmalschutz steht. Früher waren nämlich alle Häuser im Viertel weiß!
Die meisten Bewohner von Bo-Kaap sind Muslime. Im Hintergrund sieht man die älteste Moschee im Viertel. Sie wurde 1794 gegründet. Daneben existiert auch noch eine zweite modernere. Auch an diesem Tag stand wieder viel "Laufarbeit" an. Aber es hat sich gelohnt und meine Wunschziele haben wir gut gesehen. Am Abend hatten wir nicht mehr so viel Elan, weshalb wir erneut ins Blue Cafe´gegangen sind. Großer Vorteil hier: Wenn man z.B. nur eine Pizza zu zweit essen will, dann kann man sich die beiden Hälften ganz unterschiedlich nach Wunsch zusammenstellen. Guter Service! Also, dann gute Nacht!
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200921. Nov. 2018 · #17
So, das war es dann auch schon mit Kapstadt. Da es nicht unser erster Besuch hier war, genügten drei Tage, ansonsten wäre der ein oder andere Tag mehr schon nicht schlecht. Aber ich bin eben auch kein Stadtfan, obgleich ich zugeben muss, dass Kapstadt schon eine attraktive Stadt ist. Am nächsten Tag aber ging es weiter und das Ziel war der Wein in Franschhoek. Es war ein extrem stürmischer Tag bei Sonnenschein! Ein Besuch des Tafelberges wäre bei diesem Wind wohl unmöglich gewesen. Aber vorher musste unbedingt noch ein weiterer Abstecher sein. Da ich ein ausgesprochener Pinguin-Fan bin, konnte ich natürlich an Bettys Bay nocht vorbei, also nahmen wir einen kleinen Umweg in Kauf. Die Freude wurde aber leider etwas gedämpft, da bei dem Sturm, nur relaltiv wenige Pinguine anwesend waren. Die erwachsenen Tiere waren wohl alle im Wasser. An Land verblieben waren vor allem Jungtiere, die noch nicht ausgemausert waren und daher noch nicht ins Wasser konnten. Der Wind bließ nicht nur ihnen ins Gefieder, sondern auch so heftg, dass man kaum die Kamera ruhig halten konnte. Trotzdem ein paar Eindrücke meiner Lieblinge:
Der hat schon eine etwas eigenwillige Mode!
Ob der im Hintergrund vielleicht einen Igel als Vater oder Mutter hat? 😄
Der war ein wenig falsch gepolt. Er wollte fliegen lernen! 😄 Aber schick sein Pelzkrägelchen! 😄
Nach der missglückten Flugvorführung hat er sich aber anständig verbeugt. Wir haben auch applaudiert!
Die Kolonie der Kapkormorane war seit dem letzten Besuch stark angewachsen. Etliche jungvögel waren schon fast erwachsen, andere Kormorane brüteten schon wieder. Erstaunlich war, das sich trotz des kühlen windigen Wetter einige Echsen zeigten:
Aber da waren auch noch andere Bewohner der Felsen: Klippschliefer! Der Kleine hat seiner Mutter erst mal was ins Ohr geflüstert.
Klar, er wollte einfach nur der Erste vor seinem Geschwisterchen an der Milchbar sein!
Wir verbrachten trotz des Sturmes fast eine Stunde hier. Zum Glück hatte ich meine warme Fleece-Jacke griffbereit im Auto und noch eine Windjacke mit Kaputze. Tja, afrikanisches Wetter kann auch mal anders sein, besonders an der Küste!
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200921. Nov. 2018 · #18
Auweh, jetzt ist mir was passiert! ich habe doch wohl in Franschhoek ein Weinchen zuviel getrunken, denn vor lauter Begeisterung über die Pinguine habe ich doch glatt die zwei Tage in Franschhoek vergessen! Bitte vielmals um Entschuldigung. Ich hole das hier nach. Also von Kapstadt nach Franschhoek ist ja nur ein kurzes Stück. Quartier hatten wir hier in "Centre Ville Guesthouse" mit dem wir insgesamt sehr zufrieden waren.
Das Guesthaus ist sehr zentral gelegen, man kann alles zu Fuß erreichen (wichtig bei Weingenuss!), es ist von Rosen umgeben, die Zimmer sind sehr sauber. Wir hatten ein Zimmer im ersten Stock. Die schräge Wand hat uns nicht weiter gestört, dafür bekamen wir eine gute Flasche Wein auf das Zimmer, die wir auf einem eigenen Balkon mit schönem Ausblick genießen konnten. Das Frühstück ist sehr ordentlich mit großer Früchteauswahl. An diesem Tag blieb auch noch genügend Zeit um einen ausgiebigen Bummel durch die Stadt und ihre vielen Cafe´s und Läden zu machen. "Frau" nutzt natürlich eine solche Gelegenheit! 🤩 Ich wollte auch gleich eine Weintour mit der Weintram buchen und hatte mich schon zuhause im Internet kundig gemacht und mir zwei von den sechs angebotenen Routen ausgesucht, an denen Weingüter lagen, die ich kennenlernen wollte. Beim letzten Mal hatten wir ja schon Chamonix, La Motte, Grand Provence und Rickerty Bridge besucht. Doch Enttäuschung, die "Purple Line" und die "Yellow Line" waren schon beide für den nächsten Tag ausgebucht. Buchbar war nur noch die "Pink Line". Was blieb mir anderes übrig, also eben diese für den nächsten Tag. Also, dann ein wenig frustriert zum Mittagessen ins "Tuk Tuk" am Ende der Hauptstraße. es ist zwar ein mexikanisches Restaurant, doch es ist eine kleine Brauerei angeschlossen, wo man zum Essen auf Wunsch gleich vier Biersorten bekommt. Also warum nicht mal Bier statt Wein!
Der Ort selbst lädt immer wieder zu Spaziergängen ein, Rathaus und Kirche sind auch mal wert einen Blick hinein zu werfen.
Am Nachmittag gab es ein Gläschen zur "Happy Hour" mit Snack im "Bovine" (empfehlenswert!) und am Abend dann kehrten wir im Franschhoek Cafe ein, wo die Speisekarte Cape Malaien Meals versprach, die nicht ganz hielten, was sie versprachen. Insgesamt aber o.k.
Du kriegst von mir die Absolution für Dein Vergessen........ 😄 😄 😄 ........ ganz klar
und wir nehmen hiermit Deine Entschuldigung an......genehmigt. !!!...... 😄 😄 😄
mit lieben Grüssen...........BMW
BurschiThemenstarter4'140 Beiträge · seit 200921. Nov. 2018 · #20
Und ich hänge auch gleich den nächsten Tag an, der dem Wein gewidmet sein sollte. Da wir erst die Abfahrt der Wine-Tram und 10.45 Uhr bekommen hatten, war noch genügend Zeit, um auf dem Samstagsmarkt zu gehen. Dieser ist in der Nähe vom Rathaus in einem kleinen Park unter Bäumen. Hier wird viel Regionales und auch Außergewöhnliches angeboten. Wer an einem Samstag in Franschhoek ist, sollte auf keinen Fall versäumen, diesen zu besuchen. Auch Getränke und kleine Snacks, vor Ort zubereitet kann man bekommen. Aber ansonsten sind es regionale Anbieter und Künstler, die hier verteten sind. Dann aber ging es los, mit einem Bus zum Bähnchen, eine kurze Strecke auf den Gleisen gezuckelt und dann wieder mit einem Bus zur ersten Weinprobe bei Leopards Leap.
Mit 40 Rand war die Verkostung von vier Weinen recht günstig. Zwei davon befinden sich schon in meinem Keller und eine weitere Sonderedition ist leider in Deutschland nicht erhältlich. Nächstes Weingut war Moreson, ein kleines Weingut, das demnächst auch inDeutschland auf den Markt kommen will. Ihre Weine sind "Miss Molly", einem Hund gewidmet. Hier gab es drei Weine zu verkosten und eine kleine Snackplatte, welche die Unterlage für weitere Weine liefer sollte. Außerdem hat das Weingut auch einen sehr schön angelegten Garten, in dem man etwas spazieren gehen kann.
Die nächste Station war "Le Lude" ein "Nobelschuppen", in dem man keine Weine, sondern nur Sekt verkosten kann. Zwei Gläschen Sekt 90 Rand. Leider entsprach er überhaupt nicht unserem Geschmack, sodass der schöne Rosengarten am Restaurant des Weingutes uns mehr Freude bereitete als die Verkostung. Den Abschluss der Weintour machte dann der "Franschhoek Cellar" Hier waren wir angenehm überrascht, denn es gab mal was Außergewöhnliches zu verkosten. Kombinationsverkostung! Wein und Käse! Drei Weiß weine und drei Rotweine wurden jeweils mit verschiedenen kleinen Käsehappen kombiniert. Nicht schlecht! Habe ich genossen.
Meine Frau hat eine Alternative gewählt. Wein und Schokoladen in Kombination. Frau halt! 😄 Mehr Weingüter konnte man nicht mehr anfahren, aber es war auch genug und wir waren auch um Erfahrung reicher. Moreson hat uns gut gefallen und in den Franschhoek Cellar würden wir auch wieder gehen. In der Nacht wurde es dann heftig stürmisch und wir zogen uns nach dem Abendessen ins Quartier zurück. Dann folgte der Tag mit den Pinguinen in Bettys Bay, den ich schon beschrieben habe. Und wer mich kennt, fragt sich wahrscheinlich auch, ob ich denn keine Vögel mehr beobachte und nur noch ans Saufen denke. Nein! In Franschhoek war es zwar recht windig aber drei Beispiele habe ich schon noch, eine Rotaugentaube und einen Gelbbauchastrild und ein Weibchen des Bindennektarvogels (ohne Binde!) . 🙂 😉