Reisebericht: Picco in Kenya 2025 (nach Tansania)

Reisebericht 34 Antworten · 3'127 Aufrufe · gestartet 10. Juli 2025 von picco
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201110. Juli 2025 · #1
Dies ist die Fortsetzung des Tansania-Teiles meiner Afrika-Reise 2025, beginnend bei Ankunft am One Stop Border Post Taveta (Kenya) / Holili (Tanzania), den Tansania-Teil findest Du hier (klick mich)

Um 11:35 Uhr erreichen wir den One Stop Border Post Taveta (Kenya) / Holili (Tanzania) von der Tansanianischen Seite her.
Wir steigen aus, ich geh mit meinem Gepäck die wenigen Stufen hoch zum Eingang, wo ich schon mal den Pass zeigen muss.
Der sehr freuindliche Zollbeamte vor dem Eingang schaut kurz rein, fragt ob ich denn alleine nach Kenya einreise und ob ich wisse ob ich hier abgeholt werde oder nicht, was ich natürlich wahrheitsgetreu beantworte.
Nur scheint er nicht daran zu glauben dass ich wirklich abgeholt werde und macht ein sorgenvolles Gesicht als er mich an den ersten Schalter gleich rechts nach dem Eingang schickt.
Dort geb ich meinen Pass ab und werde nach der Visabestätigung für Kenya gefragt, erst nachdem die eher unfreundliche Dame diese geprüft hat stempelt sie mir den Ausreisestempel in den Pass und schickt mich zwei Meter weiter zum nächsten Schalter.
Da drin sitzt ein sehr freundlicher Herr der auch fragt ob denn das Auto auch über die Grenze soll, was ich natürlich verneine.
Auch er macht ein sorgenvolles Gesicht als ich erkläre dass ich abgeholt werde, scheinbar denkt auch er dass irgend ein
unzuverlässiger Fahrer mir zugesagt hat und mich im Stich lassen wird.
Was ich ja auch durchaus nachvollziehen kann, denn ich kenn ja auch die Mentalität einiger Ostafrikaner.
Aber schon bald hab ich auch den Einreisestempel nach Kenya im Pass!
Ich bin so erstaunt wie schnell das alles ging dass ich nach einem weiteren Schalter suche, aber keinen finde.
Erst dann realisiere ich dass ich nun offiziell in Kenya bin.
Dabei hab ich mich doch von Robert noch gar nicht verabschiedet!!!
Mist...
Dann geh ich raus und dort steht: Robert!
Auf kenyanischem Boden!
Und neben ihm der Zollbeamte vom Eingang, der mich wieder fragt ob ich denn sicher bin dass ich abgeholt werde.
Ich versichere ihm erneut dass das klappen werde, was er erneut eher nicht glaubt.
Die beiden bringen mich zu einem Häuschen mit Plastikstühlen, wobei der Zollbeamte mir meine schwere Tasche und Robert das Handgepäck fast aus den Händen reissen!
Hätt ich nicht gewusst wer die sind hätte ich an einen Überfall gedacht!
Da angekommen verabschiede ich Robert mit einer Umarmung und einem kleinen Trinkgeld und höre von ihm dass diese Reise mit Sven und mir für ihn etwas Besonderes gewesen wäre, er habe noch nie erlebt dass Gäste ihn so gleichwertig behandelt hätten wie wir es getan haben und er hätte sich mit uns wie als Familienmitglied gefühlt!
Wau!!!
Ich staune!!!
Er herzt mich richtiggehend und ich bin etwas überfordert und sprachlos!
Aber bald fange ich mich wieder und bedanke mich auch für die schöne Zeit.
Auch wenn wir nicht immer derselben Meinung waren und ein paar Missverständnisse da waren so konnten wir immer in Anstand miteinander reden und die kleinen Probleme klären, halt so wie es sein soll!
Kaum hab ich mich hingesetzt seh ich auf dem Parkplatz den Zollbeamten von vorhin wie er einen Suzuki Jimny heranwinkt und in meine Richtung zeigt!
Es ist jetzt 11:50 Uhr, also 15 Minuten nachdem wir am Zoll angekommen sind!
Ich kann es echt kaum fassen, genauso gehts dem Zollbeamten!
Chris und ich umarmen und begrüssen uns herzlich, so schön den alten Freund aus Schultagen wiederzusehen!
Der Zollbeamte hat währenddem schon mein Gepäck zum Auto getragen, was für ein Service!
Ich bedanke mich, geb ihm ein kleines Trinkgeld und verabschiede mich von dem netten Kerl.
Chris' Auto ist noch so neu dass die Fahrt von der Autogarage hierhin seine erste Fahrt mit dem Auto ist, Plastikbezüge auf dem Beifahrersitz und den Rücksitzen sind und die Fussmatten noch mit Papier abgedeckt sind.
Los geht die Fahrt auf einer sehr guten Asphaltstrasse am Tsavo West und dem Taita Hills Wildlife Sanctuary vorbei in Richtung Voi.


Oben: In Rot die heutige Strecke, bis zur Grenze mit Robert, ab der Grenze mit Chris

Bei Voi biegen wir links auf den Nairobi-Mombasa-Highway ab um kurz darauf bei 3°24'06.8"S 38°33'06.8"E an eine Tankstelle zu fahren wo wir nebst dem Durst des Autos auch unser Gedurste stillegen und im Shop für die weitere Fahrt Wasser kaufen.
Weiter gehts in Richtung Küste, wir kommen trotz vieler Lastwagen sehr gut voran bis wir bei der Ortschaft Samburu, die nichts ausser dem Namen mit dem Samburu National Park gemeinsam hat, genau bei 3°47'38.5"S 39°15'44.6"E nach links abbiegen um durch die Shimba Hills statt durch Mombasa zu fahren.
Lange fahren wir auch hier auf Teer, doch irgendwann beginnt die Stein- beziehungsweise Erdpiste, danach durchqueren wir eine sehr lange Baustelle.
Aber jetzt ist schon klar dass diese Strasse nicht lange halten wird, denn es wird keinerlei Strassenunterbau erstellt.
Auf die verfestigte Erde kommt direkt der Teerbelag...das kann nicht gut gehen, die ersten Unterspülungen sind schon während des Baus zu sehen!
Na ja, Fenster der Strassenplaner und Behörden sind in Kenya offenbar dazu da Geld durch sie raus zu werfen.
Nach langem Geholper erreichen wir die kleine Stadt Kwale, wo wir in der Shimba Hills Green Lodge (4°08'57.5"S 39°26'35.6"E) die leider diesige, trotzdem schöne Aussicht sowie je ein Tusker- bzw. Chris ein Tusker Light-Bier und je zwei Spiesse mit Chips geniessen.


Oben: So sieht eine Portion Spiesse mit Chips und Vegetables in der Shimba Hills Green Lodge in Kwale aus.

Während wir essen kommt eine grosse Gruppe von jungen Holländern zum direkt unter dem Restaurant befindlichen Pool und macht einen auf Party...
...was uns dann zu laut ist, so dass wir gehen und im Dunkeln zu Chris' Haus in Kombani am Tiwi Beach fahren.
Dort trinken wir je noch ein Bier im abgesperrten Gartenbereich und gehen um 22:30 jeder in seinem Hausteil (Ja, ich bekomme einen eigenen Hausteil!) ins Bett.
Warm ists hier am Meer, auch nachts...trotzdem: Lala Salama
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
794 Beiträge · seit 200710. Juli 2025 · #2
Hoi Picco,

auch in Kenia bin ich gerne weiter mit dabei und schon gespannt auf Deine dortigen Erlebnisse. 🙂
Das sind Einblicke in Länder, die man eher seltener hier bekommt. Vielen Dank schon mal für Deine Mühe!

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201111. Juli 2025 · #4
Tag 17: Fahrt von Kombani nach Watamu

Es ist 06:20 Uhr, um mich herum hats weder Schlafsack noch Zelt, nur ein Leinentuch, über mir ventiliert ein Ventilator
seit gestern Abend vor sich hin.
Denn es ist warm hier!
Und ich bin nicht mehr auf Safari...darum geh ich nicht frühstücken sondern hüpf in den Whirlpool und lass mich bewhirlen.
Anschliessend treff ich Chris und wir trinken unsere Morgentee's bevor wir entschliessen die Tage bis zu meinem Abflug nicht hier sondern an anderen Orten an der Küste zu verbringen.
Zumal Chris gerne weg will, weil er ja das ganze Jahr hier ist...
Aber erst mal wird noch ein Tee getrunken und den Affen im Garten zugeschaut, während das Meer im Hintergrund vor
sich hin rauscht und auf der Baustelle auf dem Nebengrundstück langsam die ersten Arbeiter gemächlich ihr Werk beginnen.
Dann geh ich umpacken für unsere kleine Reise, auf der wir nach Watamu und nach Malindi wollen, von wo aus wir dies und jenes anschauen werden.
Kaum bin ich fertig hör ich Chris über das schlechte Internet fluchen und sprech ihn darauf an.
Offenbar hat er ein Satelliteninternet, das aber irgendwie nicht ins Haus reicht.
Ich teste das W-Lan und das ist wirklich grottenlangsam.
Also lass ich mir mal alles zeigen und schon bald stellt sich heraus dass schlicht ein Kabel zwar installiert, aber nicht
an den Router angeschlossen wurde.
Da ich etwas technikafiner als er bin kann ich das Problem schnell beheben und plötzlich haben wir sauschnelles Internet!


Oben: Bei uns sieht man Kühe, Vögel oder Hasen, bei Chris Affen im Garten...


Oben: ...und einen Pool...


Oben: Natürlich schau ich mir auch an was Chris aus meinen Beratungen betreffend Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher gemacht hat, und siehe da: Sein Haus unabhängig vom Stromnetz hat er gemacht!


Oben: Unsere heutigen Fahrten in Rot

Mohamed der Gärtner wird mir auch noch vorgestellt und schon gehts wieder in den Jimny und ab in Richtung des neuen Bypasses um Mombasa, der erst kürzlich fertiggestellt wurde und die Fähre unnötig macht.
Dieser Bypass ist eine echte Verbesserung der Verkehrssituation!
Von da fahren wir auf der Hauptstrasse in Richtung Nairobi und biegen bei Mazeras (3°57'43.2"S 39°33'11.5"E) nach rechts auf die Strasse C111 ab.
Die sehr gute Strasse hat wenig Verkehr und auch wenig Baustellen, aber sie hat beides.
Nur eben wenig davon.
Bei Kaloleni (3°49'02.0"S 39°37'35.2"E) biegen wir rechts auf die C107 Lilifi-Kaloleni Road ab, die in etwas schlechterem, aber immer noch brauchbarem Zustand ist.
Bei 3°40'55.3"S 39°48'59.8"E biegen wir nach links auf die B8 in Richtung Kilifi ab und bleiben auf der Strasse
bis wir bei 3°18'07.9"S 40°00'42.6"E nach rechts auf die Gede Watamu Road abbiegen und kurz darauf auf dem Parkplatz der Gede-Ruinen parkieren.
Die dort vorhandenen Verkäuferinnen versuchen erstaunlich unaufdringlich uns etwas zu verkaufen, lassen uns aber in Ruhe nachdem wir nichts gefunden haben was wir brauchen könnten.
Am Eingang zu den Ruinen zahlt Chris den Eintritt (er hat mich eingeladen) und schon vermittelt sich ein Ruinenführer
gleich selbst an uns.
OK, nach kurzer Prüfung wissen wir dass er ein offizieller Führer ist und auch etwas Ahnung hat.
Wer mehr über die Ruinenstadt, die sich ab dem späten 13. Jahrhundert entwickelte, kann dies natürlich im
Wikipedia (klick mich) nachlesen.


Oben: Blick in die Anlage hinein, wer sich für Ruinen interessiert wird hier einiges an Zeit verbringen können.


Oben: Rechts unser Guide, der auch einen Namen hat, den ich aber vergessen habe...na ja, manchmal bin ich ja froh wenn ich weiss wie ich selbst heiss, da ist das Vergessen eines anderen Namens ja schon fast Pflicht!


Oben: In den Jahren hat sich schon der Eine oder Andere über die Ruinen hergemacht...


Oben: Da hat sich wohl mal ein Bewohner gesagt 'Pflanze einen Baum, zeuge ein Kind usw'...übrig ist das Bäumchen.


Oben: Übersicht von einem anderen Standpunkt, die einen Häuser sind besser, die Anderen schlechter erhalten.


Oben: Leider gibt es immer und überall Idioten die irgend einen Scheiss in Ruinen und ähnliches ritzen müssen, auch hier...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'580 Beiträge · seit 201411. Juli 2025 · #5
Hoi Picco

da wird Chris nun wirklich froh sein, dass er nicht mehr wegen langsamer Verbindung fluchen muss.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201112. Juli 2025 · #6

Oben: Eines der am Besten erhaltenen Gebäude besteht zur Hauptsache noch aus einem Torbogen und Brunnen.


Oben: Komplette Gebäude sucht man vergebens, wenn dann müsste man sie selbst wieder aufmauern...was aber wohl verboten wäre.


Oben: Hier fehlt nur das Dach und einige Kleinigkeiten wie Fenster, Türen usw.


Oben: Unser Guide demonstriert hier die enorme Wirkung der Sprechnische, die den Schall so lenkt dass die Worte
im ganzen Raum gut zu hören sind.
Ohne moderne Lautsprecher...



Oben: Es sind nur noch wenige Grundmauern oder Reste davon übrig, aber immerhin!

Somit ist unsere Gede-Tour beendet und wir nähern uns dem Eingang, als wir auf das sich auf demselben Grundstück befindliche Schmetterlingshaus aufmerksam werden.
Chris ist interessiert, ich ebenfalls und so machen wir was man in solchen Situationen halt macht: Wir gehen rein!
Natürlich ist es nicht mit dem Schmetterlingshaus im Zoo zu vergleichen, aber sie geben sich echt Mühe!
Und das soll auch unterstützt werden!
Hier einige der Schmetterdinger:


Oben: Blaustreifen-Braunflügelfalter odrr so...?


Oben: Beerenstehlfalter oder doch eher Weissfleckenfalter?


Oben: Da ich mich mit Faltern noch weniger auskenne als mit Vögeln unterlass ich ernsthafte Versuche der Benammsung.


Oben: Überkopfhängefalter?


Oben: Schöner Falter, heisst wohl auch so...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'580 Beiträge · seit 201412. Juli 2025 · #7
Hoi Picco

Du bist mir zuvor gekommen. Wir waren auch bei den Gede Ruinen und bei den Schmetterlingen - kannst dann Namen raus nehmen, dauert aber noch. Ich haenge ja noch im Samburu rum 🙂 , wenigstens im Bericht.

Deutsche Namen sind bei Ostafrikanischen Schmetterlingen schwierig...

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201113. Juli 2025 · #8

Oben: Flügelspitzhornfalter? Zumindest faltet er keine Zitronen...


Oben: Wer genau hinschaut merkt dass man hier die Falter der Gegend sehen, aber deren Namen nicht lesen kann...

Nach all den geschmetterten Dingern schmettern wir uns an den Strand nach Watamu ins Ocean Sports Watamu und trinken je einen Aperol Spritz bevor wir der frühvormittaglichen Stunde entsprechend zwei kleine Pizze bestellen und diese auch essen!
Anschliessend noch ein Tusker-Bier für mich und ein Wasser für Chris, der mir Sebastian, den Manager hier, vorstellt.
Fast gleichzeitig erscheint auch Kyle, der Chef der Watamu Snake Farm, die früher Bio Ken hiess, mit seiner Familie.
Natürlich macht uns Chris ebenfalls bekannt, denn wir werden die Snake Farm noch besuchen gehen.
Mit leichtem Seegang gehts anschliessend in Richtung des von Chris für 14$ pro Zimmer gebuchten 'Hotel Sal & Lala Castle', (3°20'25.9"S 40°02'09.9"E) das von Aussen ganz brauchbar aussieht, innen aber die eine oder andere Renovation nötig hätte.
Hier schlägt mal wieder afrikanische Logik zu, im Booking hat Chris zwei Zimmer für total zwei Leute gebucht, aber
hier erwarten sie vier Leute und können nicht verstehen dass wir nur zu zweit sind.
Irgendwann begreifen sie auch dass wir keine weiteren Mitreisenden aus dem nicht vorhandenen Hut zaubern werden und schon kommen wir zum nächsten Punkt: sie haben keine zwei Zimmer sondern nur eines...
...aber vier Leute erwarten, das dann schon...
Nach wieder einigen Erklärungen dass wir zwei Zimmer gebucht haben ist plötzlich ein weiteres Zimmer frei, aber
das ist erheblich kleiner als das Erste.
Dafür müssen wir nur für eines bezahlen...
Und die Hausangestellte, die da drin jeweils ihre Pausen verbringt, muss für eine Nacht ausziehen!
Na ja, Booking.com und Afrika's Logik...ein Thema für sich!


Oben: So sieht mein Zimmer aus, nicht schlecht für 14$, wenn auch ohne Klima..


Oben: ...aber mit grossem Bad...


Oben: ...das man jedoch nicht zu genau ansehen sollte...


Oben: ...was auch für den Verputz und die Farbe der Wände gilt...


Oben: ...dafür hats einen Nebenraum grösser als Chris' ganzer Raum, inklusive einem 'sehr stabilen' Gestell...

Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns unten am kleinen Pool mit der grossen Brücke drüber.
Chris liegt schon da und gleicht gehts ab ins lauwarme Wasser, das ohne Chlor auskommen muss...
Trotzdem bleiben wir drin, denn weder Arme noch Beine sind uns bisher abgefallen, also kann das Wasser nicht so
schädlich sein.
Hoff ich mal...
Um 17:30 Uhr geh ich rauf und unter die Dusche, die einen sehr Spar-Warmwasserhahn hat, es kommt nämlich kein Tropfen!
Aber das kalte Wasser ist auch nicht ganz so kalt wie bei uns, die Überlebenschance ist also gegeben!
Entstinkt, gesäubert, wieder aufgewärmt, ausgeruht und frisch eingekleidet fahren wir um 18:45 Uhr los in Richtung
einer Bekannten von Chris, nämlich Mary, einer Schlangenexpertin der Watamu Snake Farm, und holen sie bei ihr
zu Hause ab.
Für ihre Tochter hat sie eine Babysitterin organisiert, also war eh schon abgesprochen dass wir Mary abholen kommen.
Sympathisch, hübsch und wie sich im Laufe des Abend herausstellt auch eher dem intelligenteren Drittel der Menschheit zuzuordnen.
Aber das merk ich erst bei den interessanten Gesprächen die wir im GB Restaurant & Bar (3°21'22.0"S 40°00'26.3"E) beim essen einer Meeresfrüchteplatte (Genau, eine Platte zu Dritt) mit einem Hummer, Octopus, Crevetten, Kingfisch und weiteren Meeresfrüchten, führen.
Das Essen war übrigens auch sehr gut, kann man gerne wieder mal machen.
Es ist schon 23:00 Uhr, als wir Mary nach Hause bringen und um 23:20 sind wir wieder in unserem Hotel, wo wir gleich schlafen gehen.
Lala Salama.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201114. Juli 2025 · #9
Tag 18: Watamu Snake Farm und Fahrt nach Malindi

'Allahu Akbar' schallts laut krächzend durch die Nacht, was mich aus dem Schlaf erwacht...na ja, Dichter werd ich in diesem Leben nicht mehr!
Aber da ich nun schon mal wach bin versuch ich doch mal eine Datensicherung.
Nachdem es auch hier nicht klappt weil der Akku meines kleinen Laptops sich nicht mehr laden lässt (was ist nur in diesem Urlaub mit meinen technischen Geräten los???) und der Laptop drum nicht startet treffen sich Chris und ich um erst Mary abzuholen und danach ins 'The Crocodile Watamu'-Restaurant frühstücken.
Cappucino mit Avocado-Toast, herrlich!


Oben: Von Weitem sieht das Hotel richtig gut aus, zu nah darf man aber nicht schauen. Den Preis ist es aber allemal wert!
Aber heute gehts weiter...


Anschliessend fahren wir Mary zur Watamu Snake Farm und gehen zurück zum Hotel, wo wir unsere Siebensachen packen, um anschliessend wieder zur Watamu Snake Farm (hab ich den Namen 'Watamu Snake Farm' schon mal geschrieben?) zu fahren, wo wir um 10:00 eine Führung gebucht haben.
Wer hier übrigens 'Bio Ken' sucht wird vergebens suchen, denn das heisst nun 'Watamu Snake Farm'...
Punkt 10:00 öffnet sich das Tor für uns und die andere Gruppe, wir treten ein (nicht das Tor, sondern durch das Tor) und schon wird Mary ausgerufen, denn sie wird unsere Privatführung leiten.
Denn sie führt uns durch die Farm!


Oben: Mary, unsere Schlangenexpertin, die uns durch die 'Watamu Snake Farm' führt.
Jaja, diese Schlange ist ausgestopft...


Und sie macht es sehr ausführlich, nimmt sich viel, viel Zeit um uns (vor allem mir, Chris kennts ja schon) alles zu erklären.
Und wie üblich fallen gewisse Touristen einfach negativ auf...ich schreib jetzt nichts über Russen und US-Amerikaner, aber die Anderen haben sich benommen.
Interessant war auch die Live-Vorführung der Schlangengiftgewinnung, natürlich hinter Glas.
Aber von aussen zu beobachten!


Oben: So sieht man das als Touri, der den Kindern Vortritt lässt, den dann Erwachsene zu nutzen versuchen...

Nun ists Zeit fürs Mittagessen!
Dazu gehen Mary, Kyle, Alyson, Chris und ich ins Papa Remo Beach, das voller als ein Stammtischsäufer um Mitternacht ist!
Am Rand des Geländes hat es noch eine Coutch unter einem Baldachin, wo wir uns hingesetzt werden.
Dass die Belegschaft bei so vielen Leuten viel zu tun hat begreifen wir natürlich, dass es aber 20 Minuten dauert bis wir
bestellen können und dann noch eine Stunde bis die Pizzas und die Pasta kommen ist trotzdem unverständlich.
Hier gibt es wirklich sehr gutes italienisches Essen, wie ich es in Afrika noch nie hatte!
Denn meist ist die Pasta verkocht oder die Pizza riecht nach Holzfeuerqualm und hat viel zu viel Belag, Käse und Fett drauf.
Kyle und Chris diskutieren wie man eine Schulklasse am besten zum Thema Schlangen informiert und schon bald bemerken er und ich dass wir beide mit Olympus fotografieren.
Kyle interessiert sich stark für meine Erfahrungen damit, er selbst hat noch nicht viel Erfahrung damit sammeln können.
Doch bald ist die Mittagszeit für die drei von der Schlangenfarm vorbei, obwohl sie noch nicht gegessen haben.
Wegen der extremen Wartezeit nehmen Kyle, Alyson und Mary ihre Pizza als Take Away mit, ich esse noch fertig.


Oben: Nicht soooo schlechte Aussicht von unserem Restaurant zum Meer hin...aber keine Badehose dabei! Mist!

Aber noch bevor sieh gehen und ich weiteresse spricht Mary mich nochmals an und schenkt mir ein selbst gemachtes Medaillon aus der abgestossenen Haut einer Puffotter!
Ich staune, zum Einen dass Mary mir das schenkt und zum Anderen wie schön so abgestossene Schlangenhaut sein kann!
Die Drei gehen wieder zurück zur Schlangenfarm wohin Chris und ich nach verschlungener Meeresfrüchte-Pasta bei mir und Pizza bei ihm auch folgen.
Dann gehts weiter mit unserer Führung.
Anschliessend holen wir noch Mary's kleinen Liebling, eine Sandboa, raus...und somit halte ich erstmals in meinem Leben eine Schlange in der Hand!
Und im Gegensatz zu dem was man denkt ist dieses Tier sehr angenehm anzufassen!
Denn es ist weich, geschmeidig, trocken und kühl, sie wird sich wohl über die Wärme meiner Hände freuen wie ich mich über ihre kühle Haut freue!
Win-Win!


Oben: Auch wenns sich angenehm anfühlt, so ganz trau ich der Sache (noch) nicht...wie man meinem Gesicht auch ansieht!


Oben: Hier der Beschrieb zu der Schlange welche sich auf meiner Hand befand.

Chris kauft sich noch eine Schlangenzange und vergewissert sich dass sein Schlangenprojekt mit einer Schule auch durchgeführt werden wird.
Wir treffen nochmals Kyle und besprechen eine Fotosession hier auf der Schlangenfarm, die wir auf dem Rückweg noch einbauen werden.
Er bittet mich ihm die Bilder dann zur Verfügung zu stellen um sie für die Farm zu verwenden, was ich natürlich gern mache.
Anschliessend fahren Chris und ich zu einer kleinen Bar auf dem Wasser, die zum 'Prawn's Lake Conservation Project' gehört.
Auf den dort in der Lagune befindlichen kleinen überdachten Plattformen trinken wir je ein Bier, Chris als Fahrer natürlich eines mit extra wenig Alkohol, denn Alkoholfreies haben sie hier (3°22'05.2"S 39°59'47.6"E) zumindest heute nicht.


Oben: Unsere heutige Fahrt von Watamu nach Malindi

Anschliessend fahren wir zu unserem heutigen Ziel, dem Saffron Garden Hotel in Malindi (3°12'04.8"S 40°06'47.7"E)!
Es ist deutlich teurer als unser letztes Hotel, aber auch eine ganz andere Kategorie!
Aber dafür darf man auch ganz nah an alles ran und sieht weder abfallende Farbe noch Kalkresten, undichte Armaturen usw wie beim vorherigen Hotel.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201115. Juli 2025 · #10

Oben: Ja, es hat ein Bett und Schränke sowie im Hintergrund eine Nasszelle!


Oben: Und so sieht die Nasszelle aus, wobei ich für dieses Bild in der Dusche gestanden bin...angezogen, nicht nackig!


Oben: So sieht die andere Ecke des Schlafzimmers aus


Oben: Hier ein Blick aus dem Restaurant über den Pool zum Eingangsgebäude mit der Rezeption.


Oben: Mein Zimmer von Aussen, der Eingang ist durch den Vorhang rechts des Weges verdeckt, aber trotzdem gut zu finden!


Oben: Der Pool mit dem Rezeptionsgebäude: sauber, nicht zu gross, nicht zu klein, passt!

Als Begrüssung gibts erst mal einen Früchtedrink und etwas Ruhe am Pool bis die Zimmerschlüssel gebracht werden.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben hau ich mich unter die Dusche, damit Chris beim Abendessen auch was davon hat und nicht nur meinen Gestank mitbekommt, denn gefühlt stink ich wie ein räudiger Iltis...
Aber die Dusche wirkt Wunder und entfernt tatsächlich alle ungewünschten Gerüche!
Wasser ist halt schon was Geiles...wenn dann noch Seife dazukommt kanns halbe Wunder erwirken!
Anschliessend treffen wir uns zum Abendessen, das wir stilvoll mit je einem Caipirinha beginnen.
Okey, der Anteil der Ballaststoffe ist überschaubar, aber die kommen hoffentlich mit dem Früchtesalat hintennach.
Als dritten Gang gibts dann je einen Amarulla...so lässt sichs Leben, solange die Leber mitmacht...
Es ist bald mal 23:00 Uhr, da sagen wir dann Lala Salama und huschen jeder in sein Zimmer, wo der Schlaf bald schon zuschlägt.
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Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201116. Juli 2025 · #11
Tag 19: Hells Kitchen, Vasco da Gama und ein (fast) unerreichbares Hotel

Ein neuer Tag beginnt heute mal mit dem Morgen und das muss mit einem Sprung in den Pool gefeiert werden!
Doch der wird eben von einem Angestellten geschrubbt, ausgesiebt und gereinigt...so dass mein Sprung gestoppt wird.
Nein, nicht in der Luft sondern schon bevor ich losspringe natürlich...
Aber um 07:00 ist es so weit und ich schwimm 20 Minuten lang rum, begleitet von den Blicken einiger Angestellten, die offenbar noch nie gesehen haben dass jemand am Morgen in den Pool hüpft, könnte man zumindest meinen.
Um 07:30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück, das entgegen der Ankündigung ohne eine Avocado auskommen muss.
Schade!
Ich liebe es in Afrika frische Früchte zu essen, das sind jeweils regelrechte Geschmacksexplosionen im Mund!
Dafür gibts Gipfel bzw. Croissand...die auch schon bessere Tage hinter sich haben...
...den gestrigen sicher, aber wohl auch den vorgestrigen Tag, als sie wohl aus dem Ofen kamen...
Na ja, ich überleb die staubigen Dinger mit dem Kartongeschmack heldenhaft und auch dank einiger anderer Dinge am kleinen Buffet neben der Bar.
Die Angestellten sind hier alle auf eine natürliche Weise sehr nett und eine gibt uns einige Tipps was man in Malindi und Umgebung so alles unternehmen kann.
Dann gehts packen und um 08:30 fahren wir ab in Richtung der Hölle.
Zumindest zu deren Küche, genannt Hell's Kitchen (3°01'35.2"S 39°57'50.4"E).
Nach rund einer Stunde sind wir die meiste Zeit über gute Strasse fahrend am Ziel.


Oben: Unsere heute gefahrene Strecke in Rot.

Für einen relativ bescheidenen Betrag, an den ich mich echt nicht mehr erinnere, kann man hier mit einem Guide diese wirklich sehr besonderen Gesteinsformationen in einer Art surrealem kleinem Canyon bei Marafa anschauen und durchwandern.
Wobei er nicht gross genug ist um einen gesunden Menschen vor sportliche Herausforderungen zu stellen.
Unser Guide erzählt uns die Geschichte und Entstehung dieses durch Erosion unterschiedlich harter Gesteinsschichten entstandenen Naturwunders und die Bedeutung für die hier anwesende Bevölkerung sowie warum er als Lehrer hier auch als Guide arbeitet.
Vieles davon ist aber wieder aus meiner Erinnerung entfleucht...
Darum lassen wir Bilder sprechen:


Oben: Blick von nahe dem Parkplatz in den Canyon hinein, schon beeindruckend!


Oben: Zwei alte Schulfreunde mit minim unterschiedlichem Bekleidungsstil vor herrlicher Gegend.


Oben: Die Farben sind echt so, zumindest sind die Bilder völlig unbearbeitetes JPG aus der Kamera und entsprechen auch meiner Erinnerung.


Oben: Wo man hinschaut lohnt sichs hinzuschauen...


Oben: Einsamer kleiner Baum inmitten des Canyons...mutig, mutig, mein Kleiner!


Oben: Unser Guide zeigt uns wie man aus den hier vorhandenen verschiedenen Gesteinsformen von Hand und ohne Werkzeug unterschiedliche Farben gewinnen kann.


Oben: Gutes Schuhwerk ist in der Gegend von Vorteil, denn nun gehts hoch zu dem und durch das Loch in der Felswand.


Oben: Wie kleine grüne Farbtupfer stehen die Bäume hochriskant im weiss-orange-rot-braunem Gelände rum und werden irgendwann von der Erosion entfernt werden.


Oben: Kuckkuck...das muss wohl jeder Touri hier von sich knippsen lassen...und nein, das über Chris' Kopf ist kein
Heiligenschein sondern eine Brille im Haar...


Nebst einer Gesteinsformation, die an einen Elefantenkopf erinnert hats auch eine die an einen Löwenkopf mit Mähne denken lässt.
Sehr schön hier und definitiv sehenswert, aber auch heiss!
Und das obwohl wir wirklich früh schon unterwegs sind, am Nachmittag will ich hier definitiv nicht unterwegs sein!
Denn heiss und da unten rumkraxeln lässt den Schweiss in Fontänen spritzen...
Darum gehen wir noch ins kleine Restaurant neben dem Parkplatz und trinken schnell eine 1-Liter-Flasche Wasser, um wieder etwas Flüssigkeit nachzufüllen.
So wie sich die Angestellten geben sind sie sich hellhäutigen Besuch nicht so gewohnt, aber vielleicht interpretiere ich
das eher sehr scheue Verhalten auch falsch.
Das Wasser ist schon halb durch uns durch und rausgeschwitzt so dass wir uns in den gekühlten Innenraum des Jimny's flüchten.
Und wenn wir schon mal da drin sitzen fahren wir auch gleich ab in Richtung Watamu, denn morgen gibts dort ein Fotoshooting mit besonders schlanken Models.
Freu mich drauf!
Auf dem Weg nehmen wirs gemütlich und zweigen bei Malindi zum Vasco da Gama Pillar (3°13'25.2"S 40°07'47.7"E) ab, wobei wir hier 3°13'33.6"S 40°07'43.6"E parkieren wollen.
Natürlich warten da schon einige Typen auf irgendwas, in diesem Fall scheinen sie entweder auf Drogen oder auf einen, mit dem sie Stress haben können, zu warten.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'580 Beiträge · seit 201416. Juli 2025 · #12
Hoi Picco

danke fuers Weiterschreiben.

Ja, die Schlangen..... das Team dort ist echt super!

Dass Papa Remo keinen besseren Service diesmal geboten hatte, ist enttaeuschend. Wir hatten es letztes Jahr gut. Als wir nun im Juni hin wollten, war es zu. Ersatz das Schwesterrestaurant und es ging zackig.

Hell's Kitchen ist echt eindruecklich, aber nur geeignet fuer Leute, die gut zu Fuss sind - also nicht fuer mich 🙁

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201117. Juli 2025 · #13
Nicht die netten Jungs von nebenan, das ist schnell klar...
Chris, der ja viele Jahre für die UN vor Ort in Kriegsgebieten wie unter Anderem Eritrea, Äthiopien, Tschad oder Somalia Friedensoperationen geführt hat, ist nicht nur ein sehr liebenswürdiger Kerl sondern auch ein echt harter Hund und geht mit denen sehr freundlich, aber wenn nötig auch deutlich um, bittet einen von denen sein Auto zu waschen.
So sind die nämlich beschäftigt und nicht daran interessiert mehr Stress zu machen.
Er handelt einen Preis von 500Shiling aus und so gehen wir in der Hoffnung, das Auto wiederfinden zu werden, los in Richtung des Meeres.
Bei einer Verengung des Weges wird ein Eintrittsgeld gefordert, das per Karte bezahlt werden soll.
Nur...
Das funktioniert nicht weil erst kein Kartenlesegerät , dann kein Internet vorhanden ist.
Chris schickt mich schon mal vor und klärt die Sache.
Plötzlich taucht aus dem Nichts ein Kartenlesegerät auf und auch das dazugehörende Internet wird geliefert...
...wenn ichs richtig mitbekommen habe durch ein lokales WLan von Chris' Handy...
Na ja, darf jede(r) denken was er oder sie will...
Bald sind wir am Meer und gehen in Richtung des Pillars, mit dem Vasco da Gama gewürdigt wird.


Oben: Lesen musst Du selbst!


Oben: Der 'Vasco da Gama-Pillar' am Meer bei Malindi (links, der Rechts ist Chris...)

Schon bald haben wir gesehen was zu sehen ist und so kehren wir zum Jimny zurück.
Die Jungs sind fast fertig und erstaunlicherweise ist das Auto auch recht sauber geworden!
Nur...
...sie hätten zu zweit gewaschen, also wären nun 1000Shilling zu bezahlen.
Also geht das wieder los.
Als Chris Nein sagt bauen sich die restlichen Mitglieder der Gruppe mit verschränkten Armen und bösen Blicken um uns auf und auch ich spann vorsorglich mal den Oberkörper etwas an und schau mir jeden genau an.
Halt die typische erste Reaktion eines Mannes, auch wenn sie eher nicht viel mehr bringt als dass sie sagt dass der eventuelle Gegner mit Widerstand zu rechnet hat.
Aber Chris schafft es innert kurzer Zeit die Sache zu klären und bezahlt nicht einen Shilling mehr als abgesprochen.
So fahren wir los und gehen ins sehr schöne Rosada Restaurant an Malindi's Strand bei 3°14'39.8"S 40°07'35.0"E.


Oben: Aussicht von unserem Tisch im Rosada Restaurant Malindi...so kann man sichs gut gehen lassen!


Oben: Und das gabs zum geniessen...ich liebe Meeresfrüchte! Und Ballaststoffe hats ja auch drauf...also gesund wie verrückt!

Die Meeresfrüchte waren aber nur die Vorspeise, danach gabs noch Fusilli al Polpo mit Grill-Gemüse und einem Tuskerbier für mich sowie einem Insalata mista, einer Focaccia und einer Coke für Chris.
Frisch gestärkt fahren wir wieder in Richtung Watamu, wo wir erst bei den Gede-Ruinen einen Stopp einfügen, denn Chris hat sich entschlossen dort das beim letzten Besuch gesehene Insektenbuch zu kaufen.
Der Guide der Schmetterlingsausstellung begleitet uns danach noch zum Ausgang und will von uns wissen ob wir ihm sein Stück Land abkaufen wollen.
Erst hängt er sich an Chris, wo er scheitert, dann an mich.
Auch hier scheitert er natürlich, aber seine Begründung weshalb ich doch hier in Kenya ein Haus bauen soll ist schon sehr speziell, denn als ich ihn frage weshalb ich das machen solle antwortet er sinngemäss, damit ich nicht mehr Jahreszeiten erleben müsse!
Nicht schlecht!
Und er kanns kaum glauben dass mir nicht nur der Sommer, sondern mehr noch der Frühling und der Herbst sehr gut gefallen und ich sogar dem Winter Positives zuspreche!
Er kanns kaum glauben dass man an kalten Jahreszeiten Freude haben kann...
Lustiges Gespräch, auch wenn er etwas aufdringlich war.
Weiter gehts nach einem Supermarktbesuch zu unserem Hotel für die nächste Nacht, das Marijani Holiday Resort (3°21'06.8"S 40°01'19.6"E)
in Watamu's Altstadt.
Und genau das ist das Problem!
Denn die Strassen sind schmal, überall stehen Verkaufsstände, Autos und Esel im Weg, auf der wichtigsten Strasse findet eine Art Fest mit Bestuhlung und Tischen statt...kurz: Es ist zum Verzweifeln!
Wir irren hier eine halbe Stunde rum und wollen schon zurück um über den Strand zum Hotel zu fahren, da finden wir endlich eine Zufahrtsmöglichkeit!
Halleluja!!!
Wir parken am Strassenrand, was auch mit mitten auf der Strasse bezeichnet werden könnte, und gehen rein um jemanden zu finden der das Tor öffnet.
Und da ist ja schon jemand!
Chris fährt das Auto rein und schon ist auch jemand da der sich Joseph nennt uns mit einem Kokosdrink in einer Kokosnuss in Empfang nimmt!
Schon bald werden uns die Zimmerschlüssel übergeben:


Oben: Mein heutiges Himmelbett


Oben: Die grosszügige Nasszelle


Oben: Die Terrasse meines Zimmers...


Oben: ...von der man mit wenigen Schritten zum Poolbereich gelangt.

Wir verbringen den Rest des Nachmittages beim und im Pool, gehen danach duschen und um 18:45 Uhr fahren wir ab, wieder um Mary von zuhause abzuholen.
Denn wir gehen ins Pilipan Restaurant (3°22'12.4"S 39°59'40.9"E) in Watamu essen!
Und was für ein schöner Ort das ist!
Etwas nobel, aber viel Natur und Nacht um uns herum, wunderprächtig!
Auch das Essen ist durchaus wiederholenswert!
Ebenso die Drinks!
Nur...es schliesst offiziell um 21:30 Uhr, wir dürfen trotzdem bis 22:00 sitzen bleiben.
Und danach bringen wie Mary wieder nach Hause und fahren zu unserem Hotel zurück, wo wir um 22:35 Uhr eintreffen.
Diesmal sind wir vom Hotel weg in Richtung Meer gefahren um dann den Weg über den Strand zur Hauptstrasse zu nehmen.
Zurück machen wirs ebenso, aber halt in umgekehrter Reihenfolge, sonst würden wir ja wieder bei Mary landen...
In meinem Zimmer bereite ich noch die Fotoausrüstung für ihren morgigen Einsatz vor und gehe dann auch bald schlafen.
Lala Salama!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
3'883 Beiträge · seit 201117. Juli 2025 · #14
Wie ich diese afrikanischen Tricks hasse! Auf den ersten Reisen habe ich sie noch mit Humor genommen, aber von Reise zu Reise ist mein Hals in solchen Momenten dicker geworden 😈 . Da ich nicht die hilfreichen Erfahrungen deines Freundes besitze, bin ich einiige Male übers Ohr gehauen worden 😠 . Den Rest gab mir unsere letzte Tour 2019 durch Sambia!!! Den nächsten Urlaub verbrachten wir nicht nur wegen Corona an der Müritz 😉 .

Das Design deiner Hoteldusche verursacht mir sogar auf dem Foto den Effekt von Augenpfeffer! 😣

Zweischendurch ein kleines Danke für deinen abenteuerlichen bzw. interessanten Reisebericht.

VG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201118. Juli 2025 · #15
Hoi Freshy
freshy schrieb:Wie ich diese afrikanischen Tricks hasse!
Ich könnt auch drauf verzichten!
Aber ich verstehs auch zum Teil.
Zumindest wenn ich gewissen Touristen zuschaue.
Bei gewissen fehlt nur noch ein Schild mit der Aufschrift 'Bitte betrüge mich'.
Da kann ich keinem Einheimischen böse sein der es ohne Druck und Gewalt versucht.
Leider müssen dann andere Touris darunter leiden...
Druck oder Gewalt geht aber gar nicht, egal wo auf der Welt.
freshy schrieb:Das Design deiner Hoteldusche verursacht mir sogar auf dem Foto den Effekt von Augenpfeffer! 😣
😄 😄 😄
freshy schrieb:Zweischendurch ein kleines Danke für deinen abenteuerlichen bzw. interessanten Reisebericht.
Und hiermit ein grosses BITTE fürs Schreiben und ein kleines danke fürs lesen und kommentieren.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201118. Juli 2025 · #16
Tag 20: Fotoshooting, Fahrt nach Kombani und Nachbars Fiat 124

Aiaiai, der Muhezin krächzt wieder die Lautsprecher voll, furchtbar!
Der soll mal singen lernen, die gesangliche Pfeife!
Es ist 05:00 Uhr und ich bin hellwach, obwohl ich das nicht sein müsste.
Also ab unter die Dusche, schadet ja nichts wenn die Fotomodels nachher nicht mit grünen Gesichtern umfallen nur weil ich falsch im Wind stehe.
Odrr so...
Wir checken um 06:45 aus, bezahlt wurde schon gestern Nachmittag.
Um 07:00 stehen wir am Tor der Watamu Snake Farm und das macht, was Tore halt so machen: Es öffnet sich!
Nicht von selbst, nein, von Mary und Manuel wirds geöffnet!
Und beide sind heute beim Fotoshooting dabei!
Ich durfte schon vorab meine fünf Wunschschlangen angeben und hab das natürlich auch gemacht, so dass Mary und Manuel schon mal was vorbereiten konnten.
Erst wird die Gaboon Viper, dann die Black Mamba, anschliessend die Red Spitting Cobra, darauf folgend die Vine Snake, fast zuletzt die Specled Sand Snake, und zuallerletzt die Rufous Beaked Snake geknippst!
Ja, ich weiss, fünf waren gefragt, sechs hab ich angegeben.
Man gönnt sich ja sonst nichts...
Erst gehen wir also zur Gaboon Viper, wo ich beim letzten Besuch minutenlang versucht habe diese Schlange zu finden...
...obwohl sie direkt vor meinen Augen lag!
Unglaublich gut getarnt, das Teilchen!
Nun wird sie aber von den Profis mit Unterstützung durch Halbprofi Chris aus ihrem Terrarium gehoben und in eine
Transportkiste gelegt.


Oben: Hier wird die Gaboonviper vor dem Transport eingeladen...


Oben: Hier wird die Gaboonviper ausgeladen...ich hab genügend Abstand und halte den auch in jeder Sekunde ein!

Diese transportieren (daher wohl der Name der Kiste) sie dann zu einem zusammengerechelten Laubhaufen, wo sie die Schlange dann drauflegen und ihr erst mal einige Zeit geben sich zu beruhigen.
Und dann bekomm ich eine Anweisung von mindestens 2m Abstand und erhöhter Aufmerksamkeit.
Denn das Tierchen ist gar nicht sooo ungefährlich, denn ihr Gift ist Zytotoxisch, also Zellzerstörend.
Und da ich fast jede meiner Zellen liebe soll deren Gift bei ihr bleiben!
Hier mal ein kleines Portrait um sie besser kennen zu lernen:


Oben: Darf ich vorstellen?
Die Östliche Gabunviper ist eine Schlangenart aus der Gattung der Puffottern.
Sie gehört mit einer maximalen Körperlänge von über zwei Metern zu den längsten Vipern.
Mit einem maximalen Körpergewicht von etwa zehn Kilogramm ist sie zudem eine der schwersten Giftschlangen der Welt.


Schon bald gehts los, ich hab das 75mm-Objektiv auf der OM-D E-M5II drauf, die mit dem 100-400mm-Objektiv diesmal ja nicht gerade für Freude gesorgt hat, aber hier macht sie was sie soll und kann: (für meinen Geschmack und auch den von Kyle): Gute Bilder!
Zusätzlich hab ich auf der OM-D OM5 das 12-100mm drauf, für Bilder mit weniger Brennweite, also breiterem Sichtbereich.













Klar könnte ein Profi bessere Bilder schiessen, aber ich bin recht zufrieden und Kyle auch, ebenso Chris und Mary.
Und das ist ja die Hauptsache!
In Natura war sie wesentlich schlechter zu sehen als hier auf den Bildern, da sie hier durch die Lichtstärke des Objektives optisch hervorgehoben sind.
Bearbeitet sind die Bilder nur betreffend Helligkeit und dass ich die hellen Farben etwas abgedunkelt habe, kein Beschnitt, keine anderen Anpassungen.
Ja, ich gebs zu: Ich hatte durchaus erhöhten Pulsschlag!
Weiter gingst mit der schwarzen Mamba, die entgegen dem was der Name aussagt ganz und gar nicht schwarz ist.
Schwarz ist nur das Innere ihres Mundes!
Und wenn man das sieht dann gehört das zum Letzten das man jemals sehen wird, denn die ist die Landschlange mit dem tödlichsten Gift überhaupt!
Obwohl die Schlange dem Menschen meistens aus dem Weg geht, gilt sie als deutlich aggressiver als viele andere Giftschlangen.
Und sie ist schnell, sehr schnell!
20km/h ist zumindest unter Schlangen recht schnell...
Phu...ich werde die gewünschten 1,5m Abstand einhalten, sicher ist sicher!
Aber erst wird die Viper zurück in ihr Zuhause gebracht, wo die schwarze Mamba gleich nebenan wohnt.
Also Viper rein, Mamba raus und ab zu einem Busch, in den die Mamba schlängeln kann.


Oben: Hiermit stelle ich Euch Mambi, die schwarze Mamba, vor: Tadaaaaaa 'Trommelwirbel'!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
4'382 Beiträge · seit 201518. Juli 2025 · #17
Moin, Picco, vorsichtshalber habe ich den Dankebutton mit sehr viel Abstand gedrückt….
sich gruselnd grüßt
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201119. Juli 2025 · #18
Hoi Friederike

Keine Angst, die Tiere sind im Internet gefangen und werden übers WLan nicht übertragen, kannst also weiterhin ohne Angst und Grusel klicken worauf Du Lust hast!

Und auch Dir ein grosses BITTE fürs Schreiben und ein kleines danke fürs lesen und kommentieren.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter6'369 Beiträge · seit 201119. Juli 2025 · #19














Die Schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis) ist mit einer durchschnittlichen Länge von etwa 2,50 Metern und einer
Maximallänge von über 4,50 Metern die längste Giftschlange Afrikas und nach der Königskobra die zweitlängste Giftschlange der Welt.
Ihr Gift ist Neurotoxisch, also die Nerven angreifend, was dann zu Lähmungen führt. Auch zur Lähmung des Zwerchfells, was dann zum Erstickungstod führt.
Unangenehm...
Mambi hier aber weiss sich zu benehmen, immerhin ist sie ein gefragtes Fotomodel, da muss man schon wissen wie man mit den Fotografen umgeht damit diese zum Schluss noch zahlen können.
Weiter gehts mit der Red Spitting Cobra:


Oben: Hiermit stelle ich Euch Spiti, die Speihkobra, vor: Tadaaaaaa 'Trommelwirbel'!

Bevor ich hier aber anfangen darf, ja sogar bevor sie aus der Transportbox geholt wird, ziehen alle Schutzkleidung an!
Denn die Kobra kann mit sehr hoher Treffsicherheit ihr Gift auf drei Meter Entfernung in die Augen des Angegriffenen spritzen, was diesen erblinden lassen kann.
Da ich nicht blind werden will behalt ich zur Sicherheit nicht nur meine Sonnenbrille auf sondern ziehe auch noch einen
Plexiglasschutzschild fürs Gesicht an.
So kann mich das Gift nur noch unterhalb des Kinns treffen, wo es gemäss Kyle extrem stinken, mich aber weder verletzten noch erblinden lassen kann.
Nur hab ich nun ein Problem, denn das Plexiglas verhindert dass ich auf dem Bildschirm der Kamera etwas erkennen kann.
Mit Sonnenbrille allein gehts, aber mit Plexiglas gehts nicht...
Blöd...
Aber im Sucher kann ich wenigstens halbwegs erkennen wo der Fokuspunkt sein soll.
Aber eben nur halbwegs...
So sind die meisten der Bilder entweder mit falsch platziertem Fokus oder mit teilweise abgeschnittener Schlange...
...die sich während des Shootings einmal schnell in meine Richtung bewegt, so dass ich nach hinten aufspringe und die beiden Schlangenwärter eingreifen wollen.
Ist aber nur ein Zucken um wenige Handbreit gewesen, so dass sich alles schnell beruhigt.
Alles ausser mein Herzschlag...
Drei Fotos sind was geworden, wenn auch bei zweien davon ein Teil des Schwanzes ausserhalb des Bildes ist:







Zurück in ihr Zuhause und runter mit der Schutzkleidung!
Phu, wenig sehen, sich aufs Fotografieren konzentrieren, eine Schlange die auf mich zukommt...eigentlich müssten meine Nerven flattern, tun sie aber nicht.
Weiter gehts mit der Usambara Vine Snake!
Keine Ahnung ob die wirklich Wein produziert (vielleicht als Hobby?) aber so heisst das hübsche Teilchen nun mal.
Im deutschen Wiki finde ich keinen Eintrag dazu, im englischen findet sich auch kaum was...die grosse Unbekannte dieser Reise?
Scheint so!
Offenbar ist sie so unbekannt dass es kein Gegengift gegen ihr hämotoxisches Gift gibt!
Hämotoxine sind Giftstoffe die rote Blutkörperchen zerstören , die Blutgerinnung stören und/oder Organdegeneration sowie allgemeine Gewebeschäden verursachen können. Der Begriff Hämotoxin ist teilweise irreführend , da blutschädigende Giftstoffe auch andere Gewebe schädigen.
Verletzungen durch hämotoxische Substanzen sind oft sehr schmerzhaft und können bleibende Schäden und in schweren Fällen den Tod verursachen.
Selbst bei sofortiger Behandlung ist der Verlust einer betroffenen Gliedmaße möglich.
Also werd ich auch hier nicht den Helden spielen, da ich alle meine Gliedmassen ganz gern habe und sie bei mir behalten will.
Aber zum Glück gilt sie als nicht aggressiv...das hilft dem Herzen nicht gegen 180 zu gehen...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'580 Beiträge · seit 201419. Juli 2025 · #20
Toll Picco!

das nimmt sicherlich einigen die Furcht aber nicht den Respekt vor Schlangen.

Bei den Speikobra muss man Gift gleich mit viel Wasser 20 Minuten lang ausspuelen, dann tut es nur weh. Etwas Antibiotika Augentropfen und gut ist. Das musste ich bei meinem verstorbenen Rottweiler/Dobermann praktizieren - etwas schwieriger als bei Menschen. Er hatte sich mit einer Schwarznackenspeikobra angelegt und sie hat ihm gesagt so nicht.

Vine Snake und Boomslang haben nur wenige Bisse auf ihrem Konto. Beide beissen fast nur auf Verlangen. Drum wahrscheinlich wurde kein spezifisches Gegengift produziert. Die Produktion ist ja auch sehr teuer und momentan in Afrika so ziemlich eingestellt. In Kenia benutzen sie derzeit eins aus Indien, was aber nicht so wirksam ist, da auf anderen Giftkomponenten aufgebaut.

Liebe Gruesse
Elvira
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