freshy3'883 Beiträge · seit 201101. Aug. 2023 · #81
Du hast demnach "im Foto 36" auch ein verschlammtes kleines Kind entdeckt, stimmt's? Ich dachte, nur ich sehe mit viel Fantasie ein Menschlein. Danke für deinen Hinweis, freshy
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201501. Aug. 2023 · #82
@Franzicke Liebe Ingrid- das mit noch einmal Botswana ist ein Mißverständnis. Ich hatte HBadger nur virtuelles Mitnehmen in diesem RB nach Botswana angeboten 😗 …..aber man kann ja nie wissen… Es geht jetzt erstmal ein paar Tage nicht weiter - bin im Ländle unterwegs- , aber so viel sei gesagt: Elefanten gibt’s noch reichlich! Hoffentlich hält das Dich als bekennende Löwenfreundin nicht von der Lektüre ab 😄 Von denen gab es nicht sehr viele 🙁 Grüßle Friederike @Freshy Liebe Gertraude, ja genau - wir haben soooo gelacht, als wir das Foto daheim auf dem PC gesehen haben! Grüßle auch an Dich Friederike
Liebe Friederike , zu Bild 36 muß ich sagen , daß mir beim 1. Anschauen in den Sinn kam - Hä , was ist das ? - Fotomontage ?. Sieht schon etwas merkwürdig aus .
LG Connny
PS : schönen Kurzurlaub
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201514. Aug. 2023 · #84
Fortsetzung Namushasha
Dort stöberten ein paar Glossy Ibisse in den zusammengefegten Blätterhaufen herum, ein Brown-hooded Kingfisher saß auf seinem Ansitz https://vimeo.com/849734845?share=copy Susi, die bisher einzige Katzensichtung auf unserer Reise, schlief
oder putzte sich
Wir sahen eine Black-headed Oriole und Hartlaubs Babbler lärmten durchs Gelände. Vervet Monkeys tobten morgens und abends in den Bäumen und beobachteten die menschliche Nahrungsaufnahme. F. saß stundenlang auf dem kleinen Trampelpfad unterhalb der Campsite und guckte aufs Wasser https://vimeo.com/849734183?share=copy Aber außer diesem dicken, rotgepunkteten Käfer, https://vimeo.com/849735433?share=copy der sich durchs Unterholz quälte, gab es nichts Nennenswertes zu beobachten. Das Klingklongklingklong der Frösche bei Anbruch der Dunkelheit war eine schöne Einschlafmusik.
Am 22.April fuhren wir weiter in Richtung Katima Mulilo und steuerten gegen Nachmittag das nächste Ziel an – die Mutoya-Lodge. Es war sehr, sehr heiß – umso schöner schien uns, dass wir hier ein sog. „Luxury Tent“ gebucht hatten, das über eine Klimaanlage verfügte. Auf der – leeren Campsite – hätten wir es nicht ausgehalten.
Hier muss man sehr darauf achten, nichts draußen stehenzulassen, denn die Vervet Monkey waren sehr auf dem Quivive https://vimeo.com/849736537?share=copy Auch die Ziegen der benachbarten Community fanden es kühler vor den Eingängen der Chalets.
Der Hitze geschuldet waren auch unsere Aktivitäten entsprechend dürftig. Zum Fotografieren hatte C. gar keine Lust. Entweder saßen wir auf dem „Deck“ und guckten in die Gegend
oder auf den – unbequemen – Liegestühlen am Pool und guckten durch die Gegend oder streiften ein wenig durchs Gelände. Wir sahen White-browed Robin Chats und Brown-hooded Kingfischer
Wir fanden es schön entspannt in Mutoya, was nicht zuletzt auch an den wenigen Gästen lag. Allerdings waren die Mitarbeiterinnen beim Frühstück resp. Dinner sehr auf uns fokussiert, denn sie rissen uns sofort die Teller weg, sobald wir den letzten Bissen aufgegabelt hatten. Das war ein bißchen zu viel Eilfertigkeit und vermittelte den – ungerechtfertigten – Eindruck, man wolle uns möglichst schnell loswerden und Feierabend machen. Den Sonnenuntergang genossen wir mit dem obligatorischen Gin tonic.
Auf diese Weise gut erholt machten wir uns am 24.April - nach einem letzten Blick beim Frühstück auf die Landschaft
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201517. Aug. 2023 · #85
Fortsetzung Mutoya /Namibia - Muchenje/Botswana
Der Grenzübertritt verlief fast reibungslos. Den Landsleuten vor uns wurde der Kühlschrank sehr gründlich untersucht – für unsere beiden interessierte sich niemand. Ein kurzer Blick in den Innenraum, alle Schuhe zur Desinfektion auf einen dreckigen Lappen gestellt – das war es schon. Am Gate für die Park-Fee stellte sich heraus, dass die Bestätigung, die Bushlore uns für sämtliche von ihnen gebuchten Plätze in Savuti/Khwai und Third Bridge geschickt hatte, nicht genügten. Die Originalvoucher von SKL und Xhomae waren dem Schreiben nicht beigefügt gewesen. Es gab für SKL aber eine Lösung. Die Mitarbeiterin von SKL im Häuschen daneben, telefonierte mit der Zentrale und stellte uns dann zumindest für Savuti und Khwai die Voucher aus. Da wir ohnehin nach Kazungula wollten, fuhren wir dort bei der Bushlore-Filiale vorbei, wo innerhalb kürzester Zeit aus Südafrika per Mail die kompletten Voucher geschickt und für uns ausgedruckt wurden. Das war sehr professionell. Ein anschließender Versuch, bei den dortigen Beef-Boys frisches Fleisch zu bekommen, schlug fehl – es gab nur Tiefgefrorenes. Die Einkäufe inkl. Fleisch erledigten wir dann beim Spar in Kasane und fuhren wieder zurück zum Gate, um das Park-Eintrittsgeld zu bezahlen. Vor uns am Schalter standen zwei Deutsche, bei denen vormittags der Kreditkartenleser nicht funktioniert hatte – denen aber trotzdem der Betrag abgebucht worden war, obwohl sie dann cash bezahlt hatten. Wir bezahlten und fuhren dann zum Muchenjecamp, wo wir wieder dieselbe CS bekamen wie zwei Jahre zuvor. Schnell war die Hängematte aufgehängt und das Feuer für das Abendessen angeschmissen.
In der Nacht hörten wir sehr nahes Löwengebrüll. Ich war froh, noch einen Tag „innere Vorbereitungszeit“ für die Fahrt nach Savuti zu haben, vor der es mir furchtbar graute. Der nächste Tag verging mit Gucken:
Auf der Flutebene tummelten sich Jacanas, Red Cormorants, Great Egrets, Intermediate Egrets, Little Egrets, Western Cattle Egrets, Black Herons, Purple Herons, Coucals, Squacco Herons, Marabus, Pied Kingfisher, White-faces Whistling Ducks.
White-browed Robin Chats, Redbilled Buffalo Weaver, Swamp Boubous und Crested Barbets.
Wieder war C. zu faul zum Fotografieren, so dass es nur einige wenige Fotos und ein paar Filmchen gibt, davon eines ziemlich verwackelt.
Am Morgen der Weiterreise war das Gas für die Kocher alle. „Macht nix“, dachten wir, es gab ja noch die zweite Flasche für die Dusche (Durchlauferhitzer), die wir noch nie benutzt hatten. Tja, die war leider auch leer. Also noch einmal nach Kazungula, wo Bushlore uns gefüllte Flaschen (gratis!) besorgte, während wir das Campingzubehörgeschäft – vergeblich – nach Brauchbarem durchstöberten. Entsprechend spät kamen wir auf die Piste, woran natürlich das Eintragen bei Hin-und Herfahrt in dubiose Listen, das Befragen nach Wohin/Woher/ für weitere Zeitverzögerungen sorgte. Ich möchte gerne mal wissen, was der Staat Botswana mit den dicken Büchern macht, in die meist unleserlich hineingekritzelt wird. Feuer?
Die Fahrt führte entlang der Chobe-Flutebene , die Straße gesäumt von verschiedenerlei Bäumen, besonders schönen Baobabs.
Bevor die Sandpiste anfängt, gibt es eine kleine Ansiedlung (Karichau) und einen Craftshop – da musste natürlich auch angehalten und eine Tischdecke, ein Holzschälchen für den abendlichen Erdnüsschenverzehr und ein geflochtener Korb erstanden werden....und dann ging es auf die gefürchtete Strecke....und das in der Mittagshitze...
Was soll ich sagen? C. und der Landcruiser bewältigten die Fahrt bravourös und ohne Probleme – trotz meiner gelegentlichen Quietscher. Unterwegs sahen wir Zebras,Gnus, einen Elefanten und Elsternwürger, aber es wurde nicht angehalten. Um 15.00 Uhr waren wir am Gate. Hier wurden wir davor gewarnt, das Auto wegen der auf der Campsite herumstreifenden Elefanten unter einen Baum zu stellen und empfohlen, den Weg zur Ablution nicht zu Fuß zu machen. Außerdem war es verboten, an dem Berg mit den Buschmannszeichnungen auszusteigen, da sich dort eine Löwin mit Nachwuchs aufhalten würde – von der wir, so viel sei verraten – bei allen Vorbeifahrten nicht die geringste Spur gesehen haben. Kaum hatten wir uns eingerichtet – nicht unter der Kameldornakazie! – schritt schon der erste Elefant heran, schüttelte mithilfe seines Rüssels den Baum, sammelte gemächlich Frucht für Frucht auf und zog von dannen.
CuF schrieb:Ich möchte gerne mal wissen, was der Staat Botswana mit den dicken Büchern macht, in der meist unleserlich hineingekritzelt wird. Feuer?
Vermutlich das Gleiche, was der Staat Namibia mit den ganzen, so akribisch ausgefüllten, Einreiseformularen macht. 🤩
LG Logi
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201417. Aug. 2023 · #87
Hallo Friederike ,
wir haben uns lange nicht gemeldet, sind aber bei Deinem kurzweiligen Bericht gerne dabei. Wir haben letztes Jahr eine ähnliche Tour nur in umgekehrter Reihenfolge unternommen. Es macht Spaß die Orte wieder zu sehen und es weckt positive Erinnerungen.
Liebe Grüße Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201518. Aug. 2023 · #88
@ Logi
Vermutlich das Gleiche, was der Staat Namibia mit den ganzen, so akribisch ausgefüllten, Einreiseformularen macht.
Das klingt, als ob Du Näheres weißt! Her mit den Informationen 😎 Liebe Grüße Friederike @Tinochikas Wie lieb von Euch! Geniere ich mich doch fast, demnächst den KTP-Teil einzustellen angesichts Eurer Erlebnisse dort 😗 Liebe Grüße Friederike
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201520. Aug. 2023 · #89
Fortsetzung Savuti
In den frühen Morgenstunden der ersten Nacht wurden wir von Gepolter und fauchendem Geschnaufe aufgeweckt – ein Blick durchs „Fenster“ offenbarte: Da sprang ein Honigdachs immer und immer wieder mit voller Wucht gegen die Mülltonne, bis die schließlich aufsprang – und nichts Verwertbares enthielt. Das Tier trollte sich eilig zur nächsten Campsite. Beim Einchecken waren wir gebeten worden, wegen der Honigdachse keine Essensreste in die Mülltonne zu geben. Ein Gang durch die zwar elefanten-aber nicht honigdachssichere schmale Pforte zum Ablutionblock zeigte uns das Resultat dieser Empfehlung: überall umgeworfene und durchwühlte Mülltonnen und herumliegende Essensreste, die nicht dem Geschmack des Honeybadgers entsprochen hatten. Die Eisentore vor den Eingängen hingen traurig und verrostet in den Angeln, waren nicht mehr zu verschließen und boten freien Zugang für Honigdachse und anderes Getier. Der erste Gamedrive verlief etwas frustrierend – Gabelracken, Gabelracken, Gabelracken....
Schwärme von Blutschnabelwebern in nie vorher gesehenen Ausmaßen
Waffenkiebitze, ab und zu ein Meves Starling ein Elefant an einer Pfütze mit vielen Nilgänsen (die haben wir zuhause auch überreichlich....) eine weit entfernte Giraffe Warzenschweine in einer Pfütze, Gnus und ein Hammerkop...
Da es sehr heiß war, kehrten wir mittags zur Campsite zurück und holten zum ersten Mal das Schattendach aus seiner Umhüllung. So gerüstet, saßen wir im Schatten und erlebten die nächste Vorstellung eines Elefanten. Dieser hatte im Gegensatz zu dem gestrigen, noch beide Stoßzähne und daher eine andere Verfahrensweise des Baumschüttelns: Er schob erst die Stoßzähne unter den Stamm, rollte dann seinen Rüssel auf und drückte gegen den Stamm – da purzelten die Früchte herunter. Sie wurden sorgfältig Frucht für Frucht aufgelesen und verspeist. Dann ging es zur nächsten Campsite, was man an den Kronen der Kameldornbäume und am Geschrei der Gäste erkennen konnte. Auftritt wandert gemessenen Schrittes zum Baum nimmt Maß geht in Position rüttelt nimmt den Rüssel zur Hilfe sammelt auf sammelt auf
Das Schauspiel wiederholte sich nun jeden Tag mehrmals und machte uns großen Spaß. Auf der kurzen abendlichen Ausfahrt über die Stahlbrücke Richtung Savutiplaines entdeckten wir Sporwinged Goose und Common Myna (ganz rechts und klein im Bild) - eine aus Asien stammende invasive Starenart, über die die Ornithologen nicht sehr glücklich zu sein scheinen. Gnus, Impalas und einen Sekretär im Baum
Auf dem Platz erheiterten uns jeden Abend flinke Zwergmangusten.
Uns fiel an einem Morgen auf, dass sich das Dachzelt nur noch schwer herunterklappen und sichern ließ - an unserem Dachaufbau hatte sich eine der Teleskopstangen aus der Schraube gelöst und hing nutzlos herunter. Zum Glück befanden sich in der Bushlorekiste entsprechende Schrauben und Muttern sowie anständiges Werkzeug. Es war allerdings eine schweißtreibende und lange Aktion, so dass wir nur noch eine kleine Fahrt unternahmen, auf der uns wieder tausende von Blutschnabelwebern, viele Kronenkiebitze
Impalas und eine Rotschnabelente begegneten. Am Bushmanshill standen wir eine Weile – C. wäre zu gerne hinaufgeklettert, stattdessen fotografierte er sehnsüchtig die Bushmannszeichnungen von Weitem.........
franzicke2'085 Beiträge · seit 201221. Aug. 2023 · #90
Liebe Friederike, mal wieder ein ausgeschriebenes DANKE für die virtuelle Entführung mit einem durchaus angenehmen Verlust-Gefühl für Raum und Zeit. Und ja, ich hab ein großes Löwenherz, aber ich liebe auch Elefanten 🙂 Viele Grüße Ingrid
Koalaxl204 Beiträge · seit 201121. Aug. 2023 · #91
Jetzt habe ich alles nachgelesen und freue mich auf die Fortsetzung. Macht die Vorfreude noch größer, geht es doch für uns auch bald wieder los. Vielen lieben Dank für den schönen Bericht. LG Petra
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201521. Aug. 2023 · #92
Fortsetzung Savuti Nachtrag zum 27.04.23 Hier noch ein paar kurze „bewegte“ Sequenzen der kleinen Rundreise Eifriger Madenhacker an Impala https://vimeo.com/856384108?share=copy
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201522. Aug. 2023 · #93
Fortsetzung Savuti
An einem Tag sahen wir einen zerzausten Löwen unter einem Busch liegen – er tat, was Löwen so tun, nämlich nichts. Bei näherem Betrachten fanden wir ihn ziemlich, nun ja.... verlebt aussehend.
Baumhörnchen flitzten rauf-und runter, ein Common Quail, von dem mir leider nur ein völlig verwackeltes Pfusch-Video gelang, kratzte im Gras herum (ERSTSICHTUNG!) https://vimeo.com/856747511?share=copy
Über uns glitten Bateleure dahin, wir sahen eine African Golden Oreole und einen Orange-breasted Bushshrike (ohne Fotos leider!).
Tag und Nacht jagten die Impalaböcke grunzend hinter Konkurrenten oder ihren Femals her – was für eine Geräuschkulisse!
Jeden Abend wagten sich die kleinen Mangusten aus ihrem Bau. Jede Nacht lärmte der Honigdachs an den Mülltonnen, keiften Hyänen schauerlich und immer gegen Morgen war fernes Löwengebrüll zu hören.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201523. Aug. 2023 · #94
Am letzten Tag unseres Aufenthaltes entdeckten wir unterwegs einen White-crowned Shrike (nicht der erste während dieser Tage)
und Tawny Eagles
An der Piti Pan, die rückseitig vom Bushmans Rock zu finden ist, trafen wir auf drei Löwinnen. Ich bin immer wieder fasziniert von dem betont gleichgültigen Blick – ich weiß, es ist menschliche Interpretation -, mit dem sie einen streifen.
Katzenwäsche
https://vimeo.com/856437357?share=copy Nein, ich zitterte nicht bei diesem Filmchen - es war der nicht abgestellte Motor.... 😎 Wir trafen auch noch auf einige Giraffen
Als wir mittags auf die Campsite zurückkehrten, war wohl wieder ein Elefant am Kameldornbaum gewesen und hatte so gründlich gerüttelt, dass ein Ast abgebrochen war und darunter lag. Es wäre interessant zu erfahren, wann dieser mächtige Baum endgültig zusammenbricht. Unser restliches Holz reichte noch einmal für ein kleines Lagerfeuer.
Die schönsten Geschichten kann man meist nicht fotografieren. Eine dieser undokumentiert bleibenden Erlebnisse erzählte mir anderntags eine junge Italienerin. Sie campierten auf CV 3 und hatten sich gerade ins Dachzelt begeben, als ein Elefant auftauchte, eine Weile herumfraß und sich dann knapp 2 Meter vor ihrem Auto hinlegte, anderthalb Stunden schlief, laut schnarchte und ebenso laut pupste. An sich ist diese Story schon witzig. Genauso lustig war aber auch die temperamentvolle Erzählweise der jungen Frau in italienischgefärbtem Englisch und vor allem die gestische Darstellung der Elefantenflatulenzen. Wir haben sehr gelacht.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201524. Aug. 2023 · #95
Strecke Savuti - Khwai Am Morgen des 1. Mai nahmen wir die Strecke Savuti-Khwai in Angriff – ziemlich scheußlicher Tiefsand auf der Sandridgestrecke bis zum Sendemast, dann nahmen wir die Marshroute, die auch nicht viel besser zu fahren war – unsere armen Bandscheiben... Unterwegs machten uns entgegenkommende Touristen auf drei Löwen an einem Wasserloch aufmerksam – alle müde dösend.
https://vimeo.com/857470372?share=copy Bis ungefähr drei Kilometer vor dem Mababe-Gate war es die schlimmste Löcherstrecke, die wir auf dieser Reise hatten. Wir rumpelten durch trostlos und tot wirkende Buschsavanne, es gab nicht mal mehr Gabelracken... Dann wurde es langsam etwas besser und die Gegend wieder tierrreicher. Wir sahen Giraffen https://vimeo.com/857467266?share=copy Gnus, Tsessebees und Zebras. Im Gebälk vom Gategebäude hatte es sich eine Genetkatze gemütlich gemacht.
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201526. Aug. 2023 · #96
KHWAI
Als wir endlich in Khwai-Village gelandet waren, machten wir uns auf die Suche nach dem sagenhaften Dieselverkäufer Patrick, den wir nach etlichen Nachfragen auch fanden. Für alle, die interessiert sind zu erfahren, wie man dorthin gelangt, stellen wir hier mal ein kurzes Video ein. Es beginnt -vom Mababe-Gate kommend – mit dem Abbiegen nach links kurz hinter dem Shop. https://vimeo.com/856375290?share=copy Patrick verkaufte uns 40 Liter Diesel und versprach, in zwei Tagen weitere 60 Liter besorgen zu können. Dann ging’s über die Brücke zum Gate von Khwai-North. Auf die Fahrspur waren Gummimatten gelegt worden, was das Drüberrumpeln einfacher machte. Man muß keine Angst mehr vor Schrauben und Nägeln haben.... https://vimeo.com/858158927?share=copy
Ich zitiere aus Alms lesenswerten RB (https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/303445-dolce-far-niente-tour-2023.html?start=0 Schon nach wenigen Metern hinter dem DWNP-Gate-Office verwandelte sich der Zugangsweg zu den einzelnen Campsites in zwei, manchmal drei oder vier tiefe Spurrillen, deren Geometrie an einen aus Stahlbeton konstruierten Rennrodelkanal in St. Moritz oder, weniger feudal, im sauerländischen Winterberg erinnerte. Die SKL-Betreiber des Khwai North Gate Campgrounds hatten wohl am Ende der Regenzeit keine Lust, die matschigen, durch das Befahren von schweren Fahrzeugen desaströs zugerichteten Zugangswege campsitenutzergerecht zu planieren. So wankten wir mit unserem Bushlapaautomobil von rechts nach linksunten und umgekehrt, immer auf der Hut, nicht mit irgendeinem Wagenteil auf dem zementharten, unebenen Untergrund aufzusetzen. Mit viel Geduld und noch mehr Flüchen kamen wir auf dem Lagerplatz Nr. 9 a...
Wir hingegen landeten auf Platz MK6 und hatten in der Zeit unseres Aufenthalts dort mehrmals das Vergnügen, dass es jede Menge Menschen in Wohn-und sonstigen -mobilen gab, die das kryptische CS-Beschilderungssystem nicht verstanden (oder schlicht des Lesens nicht kundig waren) und, uns und Equipment einstaubend, über die zu Beton gewordene Kraterpiste donnerten bis sie vor einem – auch bei Alm erwähnten – „Schlagbaum“ landeten, röhrend das Fahrzeug wendeten und uns die zweite Panade verpassten. ALM schrieb: das erinnert mich doch glatt an die drei betagten Südafrikanern der CS Nr. 5, die dort auch außerhalb ihres Zeltes Mittags- und Nachmittagsschläfchen hielten und jedes Mal von vorbeirumpelnden Fahrzeugen nicht nur gut paniert, sondern auch lärmmäßig vollkontaminiert wurden. Das ist wirklich der schrecklichste Stellplatz, den Khwai North Gate zu bieten hat; dort läuft und fährt dir alle Ritt jemand über die Nase und Leber.
Als erstes fiel uns die ungemein ansprechende Beton-Sitzgruppe auf, die man – wie das darüberhängende Schild besagt, nicht entfernen soll.
Sie hätte auch schwerlich in unseren Camper gepaßt und erst recht nicht zu unserem Einrichtungsstil.... Nach der staubigen Fahrt hatten wir eine Dusche nötig – das Wasser war lau bis kalt – und das sollte sich auch bis zu unserer Abreise nicht mehr ändern. Duschen und WCs waren teils nicht abschließbar, es fehlten auch Armaturen – immerhin war es sauber... Schon kurz nach unserer Ankunft kamen zwei Elefanten über die Campsite getrottet und ein Cardinal Woodpecker arbeitete sich an einem Totholzast ab. https://vimeo.com/857855854?share=copy
Auf unserer ersten Ausfahrt sahen wir einen Ground Hornbill durchs Gras schreiten
Den restlichen Tag verbrachten wir mit Aufräumen und Saubermachen, denn die fürchterlich zerfahrenen Pads hatten für aufgeplatzte Mehltüten, zerbrochene Eier und kaputte Gläser gesorgt. Das Mehl siebte ich durch, so dass wir es noch zum Brotbacken verwenden konnten.
Auch hier waren die Impalas voll im Brunftstimmung, das Röhren und Schnauben nahm auch nachts nicht ab. Wenigstens stimmten die Hyänen erst nach Einbruch der Dunkelheit ihren „Gesang“ an. Im Mondlicht flog eine Eule auf einen toten Baum – das war aber auch die einzige in diesen zwei Monaten, die wir erspähen konnten.
freshy3'883 Beiträge · seit 201127. Aug. 2023 · #97
Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Guuut, dass ich satt bin! Sonst hätte ich herzhaft in das gut durchgebackene Brot mit der dicken Knusperkruste gebissen. Das Loch im Bildschirm wäre mir das wert gewesen.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201227. Aug. 2023 · #98
... also - Savuti hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen - und die Gegend um Khwai liebe ich ja ganz besonders. Ich würde da sooo gerne auch mal wieder hin, besser: jetzt auch mal wieder hin. Aber es passt einfach nicht wirklich in die anderen Pläne ... mal sehen ... Jedenfalls ein ausgeschriebenes DANKE für die kleinen Nadelstiche, die man Sehnsucht nennt. Und liebe Grüße Ingrid
CuFThemenstarter4'382 Beiträge · seit 201528. Aug. 2023 · #100
FORTSETZUNG KHWAI Eine Fahrt zum Dombopol musste unbedingt sein. Wir sahen schon unterwegs Impalas, Zebras, Kudus, Giraffen, Zwergmangusten und einen wenig scheuen Wiedehopf.
Zum Aufstieg auf den dortigen Hide passt ALMs Auszug aus seinem RB zu unseren „Erfahrungen“ Wir parkten uns vor dem Hochausguck ab und stiegen die morsche Treppe des ebenfalls maroden Hides hoch. Wie gut, daß wir frische, dicke Arztstempel für einen Tetanusschutz in unseren Impfausweisen verzeichnen konnten, denn die vielen rostigen Nägel, die die baufällige Holzstiege notdürftig zusammenhielten, lugten an allen Ecken und Enden freudig aus der Trittstufenetagere. Nach wackeligem Aufstieg einmal oben auf des überdachten Großhochsitzes Plattform angekommen, suchten wir, notfalls auch brüchiger, bröckeliger, abgehalfterten Natur, vergeblich nach einer Sitzgelegenheit. Da unser Besuch des Dombo Hides ein Debüt für uns darstellte, wir waren noch nie zuvor dort gewesen, hatten wir naiverweise gedacht, daß dem tierinteressierten Reisenden dort zumindest eine Sitzgelegenheit geboten würde. Aber Peifedeckel, wie der gemeine Südhesse ein „Denkste wohl“ hätte verbal ausgedrückt. Jetzt sind wir ja bekannt für unser Sitzfleisch und wir können uns wirklich lange, ob mit Animalbegegnungen oder ohne, in Hides verweilen; vorausgesetzt, man kann sich dort hinsetzen, denn Krampfadern braucht und will kein Mensch. In der Regel hocken wir dann wie in Stein gemeißelt, mit Feldstechern und Lesematerial ausgestattet, und harren der Dinge, die dann kommen oder eben nicht. Und wenn nicht, ist die verbrachte Zeit für uns nicht als vergeudet zu verbuchen, denn dann schmökern wir halt in unseren mitgebrachten Büchern. Aufgrund der fehlenden Sitzgelegenheit und der Tatsache, daß unsere Campingstühle ja zuvor von uns auf unserer Campsite zwischengelagert wurden, mußten wir es also nolens volens bei einem Kurzaufenthalt der Aussichtsplattform im Stehen belassen. Doch selbst wenn wir die Klappsitzgelegenheiten mit in unserem Auto gehabt hätten, wären wir nicht der Versuchung erlegen gewesen, diese die Wackeltreppe hochzutragen. Zu groß taxierten wir das Risiko, daß, mit Stuhl im Arm oder schiefhängend auf der Schulter bewaffnet, aufgrund dann unvorteilhafter Verteilung unseres Körpergewichtes die brüchige Stiege ins Wanken hätte geraten können, um dann schlußendlich in sich zusammenzubrechen. Die paar vor sich, im Wasser hindösenden Hippos grunzten ab und an und weil sich so gar kein weiteres Tierchen blicken ließ, beschloßen wir den Rückzug auf unsere Kampierfläche......
Ganz so tierlos lief es bei unserem Besuch nicht ab. Wir gucken allerdings auch im Stehen....
Der Hippopool bot uns Krokodile, die sich halb unter Wasser treiben ließen
Im Schilf fing ich beim Umhergucken einen Vogel mit dem Video ein, den Maddy und ich für einen Cisticola halten – aber für welchen? Es gibt einige von der Sorte, die so einen „gepunkteten“ Stoß haben. Ein besseres Foto aus dem kurzen Video zu schneiden, ist nicht möglich. https://vimeo.com/858202042?share=copy
Über dem Pool herrschte reger Flugverkehr von Sacred Ibissen und Red Cormorants. Wo Touristen sind, finden sich bald auch Arrowmarked Babbler ein.
Auf der Rückfahrt beobachteten wir eine Zeitlang Paviane, die sich heftig bekriegten. Patrick hatte sein Versprechen, Diesel zu besorgen, gehalten und wir tanken noch einmal nach. (Handyfoto mit Gegenlicht......sorry!
Auf der Brücke turnten Meerkatzen herum, die sich aber auf der Campsite nicht blicken ließen. Dafür hatten wir dort Schlankichneumone, Green Wood Hoopoes
und die Vögel mit dem stechenden Blick: White-crested Helmetshrike (Weißschopf-Brillenwürger) Nur "Beweisfoto"
In einer Nacht wurden wir von immer näherkommenden Löwengebrüll geweckt. Wir rollten die Plane vom Ausguck hoch und sahen, wie zwei riesige Mähnenlöwen in gewaltigen Sprüngen hintereinander her über den Platz jagten. Ihr Brüllen war so laut und grollend, dass es einem kalt den Rücken runterlief. Das markerschütternde Gebrüll verlor sich langsam in der Ferne.