Staub & Schlamm (Reisebericht Kenia 2021/2022)

Reisebericht 171 Antworten · 28,1k Aufrufe · gestartet 02. Feb. 2022 von Topobär
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200930. März 2022 · #41
7.Tag (Fr. 24.12.2021)
Tsawo West National Park – Lumo Community Wildlife Conservency
160km


142KarteTsawoWest.jpg


Die Nacht war wieder sehr still.

Das Highlight des Tsawo West haben wir uns für den letzten Tag im Park aufgehoben, die Mzima Springs. Bei der Fahrt dorthin haben wir wieder die ganze Zeit den Kilimanjaro vor Augen.

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So früh am morgen ist es noch nicht allzu heiß und im Schatten der Bäume ist der Rundweg entlang der beiden Quellteiche sehr angenehm zu gehen. Bis zu 3.000m³ Wasser pro Minute treten hier an die Oberfläche. Ursprung des Wassers sind die regenreichen Chyulu Hills, von wo es in den durch den porösen Vulkanboden zu den Quellen gelangt.

Im ersten Quellteich befindet sich ein Unterwasser-Unterstand, wo man in dem klaren Wasser die zahlreichen Fische beobachten kann.

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Im zweiten Quellteich leben Hippos. Das ist mit Sicherheit der klarste Hippopool in ganz Afrika. Gegen diese gewaltige Klospülung können selbst diese dicken Tiere nicht anscheißen.

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Immer wieder sahen wir auch Affen bei unserer kleinen Wanderung. Gefährliche Tiere scheint es aber nicht zu geben, da wir uns ohne Begleitung eines Rangers frei bewegen durften.

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Von den Mzima Springs ging es weiter zum Tsawo River, den wir auf einer betonierten Furt durchquerten.

150FurtTsawoRiver.JPG


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Jetzt waren wir im selten besuchten Südteil des Nationalparks. Dieser Bereich ist im Gegensatz zum Nordteil topfeben und mit dichtem Busch bedeckt. Landschaftlich wenig reizvoll und schlecht zur Tierbeobachtung geeignet. Bezeichnenderweise waren die über die Büsche hinausragenden Giraffen dann auch die einzigen Tiere, die wir auf unserer Fahrt durch den Süden des Tsawo West National Parks sahen.

153GiraffenvorKili.JPG


Über das Maktau Gate verlassen wir den Tsawo West National Park. Nur 10km auf der Asphaltstraße Richtung Osten und wir stehen am Gate der Lumo Community Wildlife Conservency, einem privaten Wildschutzgebiet auf dem Areal mehrerer ehemaliger Rinderfarmen.

Der Eintritt für 2 Tage beträgt 150US$ und ist cash am Gate zu entrichten. Übernachtung ist separat an der Campsite zu bezahlen.

Die Campsite ist dann auch unser erstes Ziel, welches wir direkt ansteuern. Wir wollen uns erst einmal einen schönen Stellplatz aussuchen. Außerdem ist der Tag ist auch schon recht weit fortgeschritten, so dass der Magen gut vernehmlich knurrt.

Die Cheeta Campsite liegt auf halber Höhe am Westhang des Lions Bluff. Von hier aus hat man einen weiten Blick über die Ebene. Es gibt separierte Stellpätze. Allerdings ist es gar nicht so einfach einen ausreichend großen Platz für unser Fahrzeug mit ausgeklapptem Dach zu finden, der dann auch noch so eben ist, dass man nicht aus dem Zelt rollt. Nach einigem Suchen werden wir aber fündig und sind sehr zufrieden mit unserer Wahl. Die Anfahrt zu unserem Platz ist allerdings so steil und ausgefahren, dass ich dafür in L4 schalten muss.

Am Nachmittag brechen wir dann zu einem kleinen Gamedrive in das Gebiet zwischen Lions Bluff und Lions Rock auf. Hier zeigt sich die eine Landschaft, wie man sie auch in Masai Mara und Serengeti findet. Weite Grasebenen mit solitär stehenden Bäumen und Galeriewälder an den Bächen. Die Tierwelt ist sehr ungleich verteilt. In manchen Bereichen stehen die Tiere dicht an dicht und nur ein paar Kilometer weiter ist die Savanne wie ausgestorben. Ich frage mich, wovon das wohl abhängt, denn ich kann keine Unterschiede zwischen den Bereichen feststellen. An Herbivoren sehen wir diesen Nachmittag die volle ostafrikanische Palette, an Carnivoren keinen einzigen.

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Zum Sundowner fahren wir zur auf dem Gipfel des Lions Bluff gelegenen Lions Bluff Lodge. Die Auffahrt ist sehr ruppig und führt teilweise über den blanken Fels. Kurz vor der Lodge kann ich in einer unübersichtlichen Kurve mit einer Vollbremsung gerade noch einer auf dem Weg liegenden Puffotter das Leben retten. Der Blick vom Sonnendeck der Lodge über die Ebenen ist atemberaubend. Da schmeckt der Gin Tonic gleich noch viel besser.

159AusblickLobo.JPG


160AusblickLobo.JPG


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Die Lodge bietet auch Nachtsafaris an. Das gibt es in Kenia nur in privaten Schutzgebieten. Wir nutzen die Gelegenheit und buchen für den nächsten Abend.

Als wir zur Campsite fahren ist es bereits stockdunkel und unsere Zusatzscheinwerfer kommen erstmals zum Einsatz. Leider sehen wir trotzdem keine Tiere.

Auf der Campsite angekommen brennt bereits ein Lagerfeuer. Außerdem wacht nachts ein Askari über uns. Ist ungewohnt für uns, aber der Askari verhält sich so zurückhaltend, dass wir ihn kaum bemerken.

Zum Abendessen gibt es Blumenkohl-Kokos-Curry.
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zuletzt bearbeitet 30. März 2022
6'372 Beiträge · seit 201130. März 2022 · #42
Hoi Topo

Eine echt schöne Gegend, darum hängt sie auch einmal als Sonnenaufgang auf Leinwand und als Tagesbild von einem Hügel runter hinter Acryl gedruckt in meinem Wohnzimmer...
Topobär schrieb:
156LionsRock.JPG
Da links auf dem Baum (denke ich zumindest, es sah auch so aus) haben wir damals einen Leo entdeckt, der in der Dämmerung dann über den dunklen Bereich in der Mitte des Bildes gegangen ist und offenbar nach Kleintieren gesucht hat...schöne Erinnerungen die Du da weckst, danke dafür! 😎

PS: Vielleicht wars auch der Baum rechts im Bild, sofern noch weiter rechts auch eine dunkle Fläche vorhanden ist... 🤨
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 30. März 2022
795 Beiträge · seit 200731. März 2022 · #43
Hallo Thomas,

wirklich wieder ganz wunderbare Landschaftsfotos! Besonders das erste Bild aus dem aktuellen Teil im Tsawo West mit dem Kilimandscharo im Hintergrund ist ein Traum. Da würde es mir aber auch gefallen. Besten Dank für die Anregungen und den interessanten Bericht. 🙂

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200931. März 2022 · #44
Hallo Picco,
ich will mal ein bisschen spoilern. Der Fels ist auf jeden Fall ein guter Platz um Katzen zu beobachten.
Alles Gute
Thomas
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79 Beiträge · seit 201031. März 2022 · #45
Moin Thomas,

auch von mir ein herzliches Dankeschön für den Reisebericht! Gerade durch Deine Berichte habe ich schon den ein oder anderen guten Tipp für eigene Touren mitbekommen!

Ich bin mit meiner Tochter im Juni/Juli eine ganz ähnliche Strecke gefahren und somit auch gespannt, wie es bei Dir weitergeht. Wir hatten unser Auto auch bei Sunworld Safaris gemietet, sind ebenfalls via Amboseli in den Tsavo West gefahren; kurz im Taita Hills Sanctuary gewesen, dann via Tsavo East und Shimba Hills zur Küste.

Deine Landschaftsfotos mit dem Kilimanjaro finde ich auch herrlich; im Juni/Juli war kaum Schnee darauf zu sehen…

Kili1.jpg


Es liegt wohl auch daran, dass ihr kurz nach der (kleinen) Regenzeit dort unterwegs wart, mehr Niederschlag bedeutet wohl auch mehr Schnee auf dem Gipfel.

Mit besten Grüßen,

Uwe
1'543 Beiträge · seit 201331. März 2022 · #46
Topobär schrieb:Hallo Picco,
ich will mal ein bisschen spoilern. Der Fels ist auf jeden Fall ein guter Platz um Katzen zu beobachten.
Alles Gute
Thomas
Hallo Thomas,
ich lese auch mit und bin begeistert von den grünen Farben. Wir waren dort im September, und es war sehr, sehr trocken.
Auch von mir ein kleiner "Spoiler" (obwohl man das in meinem Fall ja keinen Spoiler nennen kann): wir haben am Felsen einen wunderschönen Leoparden gesichtet.
Lions Bluff ist eine fantastische Lodge, und wir durften dort 3 Nächte als erste Gäste für ganz, ganz kleines Geld übernachten. Das Essen dort ist fantastisch, einfach ein magischer Ort. Die Häuser haben auch eine Außendusche, ein besonderes Erlebnis bei Sonnenuntergang mit Blick über die weite Ebene.
Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
1'715 Beiträge · seit 201601. Apr. 2022 · #47
Moin Thomas,

höchste Zeit, dir mal wieder "richtig" für den Reisebericht zu danken. Wir waren ja im Januar auf fast identischer Strecke unterwegs und nicht nur weckst du (noch relativ frische) Erinnerungen, sondern auch der Vergleich der Empfindungen/Gegebenheiten ist spannend für mich. Ganz nebenbei hast du Namen und Orientierungen parat, die mir entfallen sind oder die ich nie kannte (nicht zuletzt, weil wir nicht selbst gefahren sind sicherlich).

Also insofern und Dreifach-Danke und ich freue mich über jedes Kapitel. 🙂

Liebe Grüße,
Betti
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
1'166 Beiträge · seit 201701. Apr. 2022 · #48
Hallo Thomas,

endlich mal wieder ein Tag an dem es draußen sogar im Rheinland ein paar Flocken gegeben hat und jetzt ungemütlich regnet seit Stunden. Es macht richtig Spaß jetzt hier mal etwas im Forum zu stöbern und dabei unter anderem auch auf deinen bereicht zu stoßen. Irgendwann steht Kenia oder Tansania auf dem Plan. Da heißt es Infos anfressen. Schön, hier mal einen Eindruck der verschiedenen Parks zu bekommen.

Eure Dik Diks gefallen mir bisher als Sichtung am besten und ich musste doch schmunzeln, waren es doch bei uns vor ein paar Jahren die Steinböckchen, an die wir uns ein Dutzend Mal versuchen mussten, bis endlich mal ein Foto dabei rauskam. 😁


Bleibt eine Frage, die mich aktuell noch umtreibt... was ist denn aus eurem Mitfahrer der Maus geworden??? 🙄


Gruß,
Robin
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200904. Apr. 2022 · #49
@Uwe:
...dann wird es sicher noch das eine oder andere Deja Vue für Dich geben.

@Betti:
ich bin gerade noch bei Deinem super bebilderten Reisebericht aus der Mara. Bin natürlich auch gespannt, was Ihr in den südlichen Parks erlebt habt.

@Robin:
Es würde mich sehr freuen, wenn Ich Euch mit meinen Berichten auch für Ostafrika begeistern kann. Ich sehe es wie Ihr - nicht nur Katzen sind Interessant. Wenn man sich drauf einlässt ist fast jede Tierbeobachtung interessant. Keine Sorge, die Maus wird noch häufiger im Bericht eine Rolle spielen.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200906. Apr. 2022 · #50
8.Tag (Sa. 25.12.2021)
Lumo Community Wildlife Concervency
92km


Für unseren morgendlichen Gamedrive hatten wir uns vorgenommen die gesamte Concervancy grob abzufahren und zu erkunden, um dann am Nachmittag gezielt die interessantesten Bereiche ansteuern zu können.

Unser erstes Ziel ist der Lions Rock und es wurde schnell klar, woher der Fels seinen Namen hat. Bereits auf dem Weg dorthin trafen wir auf einen Löwen, der sich anscheinend auf dem Heimweg von seiner nächtlichen Revierpatrouille befand. Er hat schon mehrere Gamedrivefahrzeuge im Schlepptau. Ich vermute, dass auch der Löwe auf dem Weg zum Lions Rock ist, weshalb ich mich nicht in die Schlange einreihe, sondern auf anderem Weg voraus zum Felsen fahre, wo wir auf den Löwen warten wollen. Wie sich nach einiger Zeit herausstellt, war der Lions Rock tatsächlich sein Ziel und der Grund dafür waren seine Damen, die oben auf dem Felsen lagen. Der Löwe wird freudig von seinen Mädels begrüßt und begibt sich dann gleich zur Ruhe. Anscheinend hat er eine anstrengende Nacht hinter sich. Leider geschieht dies alles im vollen Gegenlicht, worunter die Fotos etwas leiden. Danach passiert hier nichts mehr und wir machen uns auf den Weg.

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Wir fahren weiter und müssen feststellen, dass sich die Tierwelt in erster Linie im Bereich zwischen Lions Bluff und Lions Rock aufhält. In den anderen Bereichen der Consercency zeigen sich leider nur sporadisch Tiere. Einzige Ausnahme ist eine sehr große Büffelherde unterhalb des Kudu Points.

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Natürlich fahren wir auch hoch zum Kudu Point, von wo man einen weiten Blick über die gesamte Conservency hat.

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Vorbei an einem kleinen Staudamm geht es zurück zur Campsite.

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Mittags sind wir zurück auf der Campsite. Da ich am Vorabend sehr großzügig gekocht hatte, reicht es für mich auch noch zum Mittagessen. Kathrin bevorzugt tagsüber Obst.

Nach dem Essen machen wir wie üblich eine lange Siesta. Dafür gibt es auf der Campsite extra eine große überdachte Veranda mit Stühlen und Tischen sowie einem Lagerfeuer- und Grillplatz davor. Hier ist man sowohl vor Sonne, wie auch vor Regen geschützt, was an diesem Tag sehr vorteilhaft ist. Obwohl die meiste Zeit die Sonne scheint, ziehen zwischendurch immer wieder kräftige Schauer über die Ebene. Ein tolles Schauspiel und für mich einer der typischen Anblicke, die ich mit Afrika verbinde.

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Die Campsite können wir wirklich in jeder Hinsicht empfehlen. Nicht nur die Lage ist klasse. Auch das Personal ist sehr aufmerksam und es gibt sogar warme Duschen mit gutem Wasserdruck. Beim Campen in Ostafrika beileibe keine Selbstverständlichkeit.

Für unseren Nachmittagsgamedrive beschränken wir uns auf den Bereich um den Lions Rock, weshalb wir auch erst um 16:00Uhr starten. Immer mal wieder gibt es einen Schauer, aber die Löwen haben sich davon nicht vertreiben lassen. Da es durch den Regen etwas kühler als üblich ist, sind die Katzen bereits sehr aktiv als wir ankommen. Zu unserer großen Freude stellen wir fest, dass zu dem Rudel auch 3 Cubs gehören, die jetzt am Toben sind. Da der nasse Fels teilweise sehr rutschig ist, sieht das noch tollpatschiger als ohnehin üblich aus. Auch den erwachsenen Tieren geht mitunter die katzenhafte Eleganz abhanden, wenn sie sich auf dem glatten Geläuf bewegen. Immer wieder schön ist der liebevolle Umgang der Rudelmitglieder untereinander. So richtig was mit den Cubs anfangen kann der Löwenpascha allerdings nicht. Er macht immer einen recht ratlosen und überforderten Eindruck, wenn die Jungtiere mit Ihm spielen wollen.

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Zum Abend hin verziehen sich zum Glück die Schauer und wir können im trockenen Kochen und Essen.

Pünktlich um 21:00Uhr werden wir zum Nightdrive auf der Campsite abgeholt. Wir haben den Wagen mit Spotter und Fahrer allein für uns. Die beiden sind ein großartiges Team und harmonieren perfekt miteinander.

Schon nach kurzer Zeit haben wir die erste Sichtung, ein Paar Schakale. Mehrfach sehen wir afrikanische Wildkatzen und Genets. Zweimal erwischt der Scheinwerfer kurz einen Erdwolf in der Ferne, aber noch bevor wir das Tier richtig erkennen können ist es wieder aus dem Scheinwerferkegel verschwunden. Da mussten wir uns auf die Aussage unseres Spotters verlassen.

Am Lions Rock liegt der Löwe noch immer schlafend auf dem Felsen. Wahrscheinlich wartet er, dass seine Damen was zu fressen besorgen, denn von denen ist nichts zu sehen. Das dem so ist zeigt sich bald darauf, als wir insgesamt 5 Löwinnen entdecken. Die sind im Jagdmodus. Weit aufgefächert durchkämmen Sie die Ebene auf der Suche nach Beute.

Kurz vor Schluss kommt dann das Highlight dieses jetzt schon sehr guten Nightdrives. Im hohen Gras entdeckt der Spotter einen schwarzen Serval. Dies ist eine sehr seltene Farbvariante, von der es im gesamten Park nur ein einziges Exemplar gibt.

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Ein großer Vorteil bei dem Nightdrive war, dass es in diesem privaten Schutzgebiet auch erlaubt ist, bei Sichtungen die Wege zu verlassen, wodurch wir die Tiere auch beobachten konnten, wenn sie weiterzogen. Offiziell dauert der Nightdrive 2h. Wir waren eine halbe Stunde länger unterwegs und für die sehr gute Leistung von Fahrer und Spotter gibt es auch ein angemessenes Trinkgeld.
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zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2022
1'835 Beiträge · seit 201507. Apr. 2022 · #52
Sehr schöne Gegend und eure Löwen Sichtung ist grandios!
Es ist toll hattet ihr großen Erfolg mit dem Night Drive. Man stelle sich vor wie niedrig wohl die Chancen sind den einzigen Black Serval auf deren Gebiet zu spotten!
P.S Ich habe einen im Amboseli selber gefunden! (Aber leider hat mich Picco danach überhaupt nicht gelobt mit all den Ausrufezeichen, wie euch!) 🤪 🤩 😎 ) das tut weh! 😛
Picco, hesch eigetlech mi Pricht nid gläse ufem safaritalk?)
Liebe Grüsse Von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
6'372 Beiträge · seit 201107. Apr. 2022 · #53
Hoi Katrin
Sadie schrieb:(Aber leider hat mich Picco danach überhaupt nicht gelobt mit all den Ausrufezeichen, wie euch!) 🤪 🤩 😎 ) das tut weh! 😛
🙄 Ui, sorry....jetzt halt mit Verspätung: NEID!!! 😈
Alls widor guät? 😗
Sadie schrieb:Picco, hesch eigetlech mi Pricht nid gläse ufem safaritalk?)
Nai, i bi jo gar nöd uf äm Safaritalk... 😎 🤩
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'366 Beiträge · seit 201107. Apr. 2022 · #54
Schön, die Löwen vom Lions Rock hier wiederzusehen 🤩

Wer war denn euer Spotter? Jakob?
Ein großer Vorteil bei dem Nightdrive war, dass es in diesem privaten Schutzgebiet auch erlaubt ist, bei Sichtungen die Wege zu verlassen, wodurch wir die Tiere auch beobachten konnten, wenn sie weiterzogen. Offiziell dauert der Nightdrive 2h.
Die Aussage ist so nicht ganz korrekt. Nur eigene Fahrzeuge der Sunwordl/ Lions Bluff Flotte dürfen offiziell die Wege in Lumo verlassen. Hierbei sollte man genau wissen wo die Conservancy Grenzen verlaufen. 😗 auf der Taita, bzw Tsavo Seite ist es nämlich wieder verboten.
Ich denke, dass die Überwachung der Regeln aktuell noch ein Problem sind, weil es noch nicht genug Ranger gibt. Das soll sich aber zukünftig wohl auch ändern.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200908. Apr. 2022 · #55
Hallo Thorsten,

wie ich Deinem Avatar entnehmen kann, vertraust Du dem selben Autoverleiher wie wir. Wenn ich mich richtig erinnere hatten wir Jakob. Zu 100% sicher bin ich mir aber nicht. Hatte vergessen mir den Namen zu notieren. Beeindruckend war auf jeden Fall das Zusammenspiel von Fahrer und Spotter.

Alles Gute
Thomas
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200908. Apr. 2022 · #56
Leider muss ich Euch schon wieder vertrösten. Ab morgen bin ich für 11 Tage mit dem Kletterstützpunkt Hannover im Trainingslager in Südfrankreich. Deshalb kommt das nächste Kapitel erst in der übernächsten Woche.
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795 Beiträge · seit 200708. Apr. 2022 · #57
Hallo Thomas,

WOW, ein schwarzer Serval!!! Ich wusste nicht mal, dass es so einen gibt und würde mich schon freuen, überhaupt irgendwann einen "normal-gefleckten" zu sehen. 😉 Von daher lieben Dank fürs Zeigen und toll, dass Ihr eine so eine erfolgreiche Nachtsafari hattet. Die Bilder vom Löwen mit den vielen Jungtieren auf dem Felsen gefallen mir aber auch besonders gut!
Die Lumo Community Wildlife Concervency ist auf jeden Fall für den nächsten Trip vermerkt.

Viel Spaß beim Klettern und Grüße an meine alte Heimatstadt Hannover
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
6'372 Beiträge · seit 201108. Apr. 2022 · #58
Hoi Topo
Topobär schrieb:Ab morgen bin ich für 11 Tage mit dem Kletterstützpunkt Hannover im Trainingslager in Südfrankreich. Deshalb kommt das nächste Kapitel erst in der übernächsten Woche.
So gehts natürlich nicht! 😠
Nimm Dich zusammen, kletter doch einhändig und schreib mit der anderen Hand den Bericht! 😉
So einfach wäre das! 🤩
Aber nein, Du lässt uns lieber leiden und vor Neugierde zergehen... 😵
Tststs....

Geniess es trotzdem und komm am Stück zurück!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 08. Apr. 2022
1'366 Beiträge · seit 201108. Apr. 2022 · #59
Topobär schrieb:Hallo Thorsten,

wie ich Deinem Avatar entnehmen kann, vertraust Du dem selben Autoverleiher wie wir. Wenn ich mich richtig erinnere hatten wir Jakob. Zu 100% sicher bin ich mir aber nicht. Hatte vergessen mir den Namen zu notieren. Beeindruckend war auf jeden Fall das Zusammenspiel von Fahrer und Spotter.

Alles Gute
Thomas
Ja, ich bin inzwischen regelmäßig mit Sunworld unterwegs und empfehle sie auch überall, wenn es um Reisen in Kenia geht.

Bezüglich Spotter. Der Jakob ist der kleinere Askari, er redet sehr viel und versteht es die Leute am Feuer zu entertainen. Wir hatten so viel Spaß mit ihm. Night Gamedrive hatten wir mit Chris gemacht, er ist auch der Manager vom Leopards Lair und Cheetah Fly Camp.

Habt ihr zufällig auch ein CWF-Projekt besucht?
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
794 Beiträge · seit 201309. Apr. 2022 · #60
Hi Thomas,

ich habe die Kennzeichen gecheckt und wir hatten im September exakt das selbe Fahrzeug wie du. Nur mit alten Reifen und die Klimaanlage hatte auch nicht funktioniert. Ging die bei dir? Und die Sonnen- / Regenmarkise war bei Regen auch nicht wirklich hilfreich, da bei Regen alles hinten runtergelaufen und wenn die Seiten offen waren in ins Auto gelaufen ist.

Bezüglich deiner Aussage, dass man in Ostafrika "gute" Fahrzeuge, wie von Sunworld, mieten sollte, frage ich mich dann wie die schlechten sind wenn das ein gutes sein soll... 😉 Verglichen mit allen Fahrzeugen, die wir in den letzten 25 Jahren in Afrika gemietet haben, war das von Sunworld mit Abstand das schlechteste...

Schöne Bilder vom Lumo, die Löwen Cubs hatten wir im September auch gesehen, nur etwas kleiner... War Honest bei euch im Cheetah Camp? Wir hatten ihn immer als Guide angeheuert, da er die Gegend wirklich gut kennt...

Beste Grüße
André