Lotusblume1’941 Beiträge · seit 200931. Okt. 2021 ·
... Chobe Riverfront 😘 : ich habe schon lange den Verdacht, dass die Arche Noah hier gekentert ist und ihre Fracht sich über die Flutebenen „ergossen“ hat. Anders kann ich mir diese paradiesischen Zustände nicht erklären. …
Das waren auch unsere Gedanken als wir mit der Pangolin Voyager dort rum schipperten, einfach paradiesisch, in Worte und Fotos kaum festzuhalten. 😘
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201031. Okt. 2021 ·
Blende18.2 schrieb:Danke Bele, deinen Reisebericht lesen bildet... da war ich mir gerade noch unsicher ob ich jetzt einen Brown-Hooded oder Striped Kingfisher gerade entwickelt habe, aber dank deines Fotos konnte ich den Kerl hier richtig identifizieren. 🙂
Na das höre ich als Pädagogin doch gerne …. 😄 Den Striped (sehr schönes Foto übrigens!) kann man ganz gut am zweifarbigen Schnabel erkennen, und er ist auch viel „scheckiger“ als der klarer gezeichnete Braunkopfliest. Außerdem (edit) hat der Brownhooded einen hellen Überaugstreif. Das Thema Größenunterschied ist für mich nicht so relevant, da ich diesen höchstens dann erkennen würde, wenn sie nebeneinander sitzen 😉 .
Bedankt und du schaffst es mit deinem Bericht fast noch mir die Chobe Riverfront wieder schmackhaft zu machen. Ich hatte ja eh' die Vermutung, dass es nur wichtig ist im Park ab Ihaha oder eben in der Gegend dort zu starten, damit man morgens noch Ruhe hat im Park und Abends dann auch, weil alle Fahrzeuge entgegengesetzt aus dem Park fahren. Dein Bericht bestätigt mir das, so kann die Riverfront Spaß machen. 😎
Ja, die Chobe Riverfront hat zwei Gesichter 😈 und 🙂 , das weiß ich wohl! Ich kenne beide und verstehe jeden, der jammert, wenn er nur das eine Gesicht erlebt hat. Wir hatten zwar dieses Jahr besonders viel Ruhe wegen Corona, aber durch den Start morgens und nachmittags auf Höhe Serondela war es eigentlich immer ruhig bei den Touren 2014, 2017 und 2018. Dieses Gesicht des Chobe Rivers will ich wirklich nicht missen, so begeistert er wohl jeden! Ich kann mich gut erinnern, wie mich Hans auf den ersten Metern Game-Drive strahlend angeschaut hat und meinte „Das hast du super ausgesucht zum Abschuss!“ (Naja, ist ja keine große Kunst, das ist die klassische Tour 😊 !)
Lotusblume schrieb:
Chobe Riverfront 😘 : ich habe schon lange den Verdacht, dass die Arche Noah hier gekentert ist und ihre Fracht sich über die Flutebenen „ergossen“ hat. Anders kann ich mir diese paradiesischen Zustände nicht erklären.
Das waren auch unsere Gedanken als wir mit der Pangolin Voyager dort rum schipperten, einfach paradiesisch, in Worte und Fotos kaum festzuhalten. 😘
Ja, es fehlen so viel Komponenten, wenn man nur darüber schreibt und Fotos zeigt 🙁 ! Aber auf der anderen Seite auch gut so - sonst müsste man ja nicht immer wieder hin 😄 !
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201031. Okt. 2021 ·
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 2 - African Harrier Hawk)
Endlich wird es wahr – ich kann einen African Harrier-Hawk in Ruhe und bei gutem Licht beobachten und fotografieren. Darauf habe ich lange gewartet und unser heutiger Bonus-Gamedrive macht es möglich!
Okay, es ist kein hell ausgefärbter erwachsener Vogel, aber erstens braucht frau auch noch Ziele für weitere Reisen und zweitens ist dieser Vogel doch etwas Besonderes, wenn ich bedenke, wie viele Köpfe wir uns schon über ihn zerbrochen haben! Inzwischen habe ich übrigens noch ein bisschen recherchiert und tatsächlich noch ein Foto von einem adulten dunklen Harrier-Hawk gefunden, allerdings hat dieser auch den gestreiften Bauch und eine weiße Binde am Stoß. Keine Ahnung allerdings, ob die Deckfedern dann auch noch irgendwann grau werden oder ob er braun bleibt…. Schade, dass man so wenig Geschriebenes zu den Färbungen findet 🙁 .
Übrigens fasziniert mich nicht nur der Vogel selber, sondern auch diese Baumskulptur, auf der er sehr ausdauernd herumturnt auf der Suche nach Insekten und uns so beste Unterhaltung bietet. Man beachte auch die kleinen Vögelchen rechts, eines davon spielt später eine kleine Nebenrolle 😉 !
Er ist ständig in Bewegung, mal fliegt er von Ast zu Ast,
mal spaziert er herum,
mal hängt er sich in seiner typischen Art an den Baumstamm, um die Löcher zu filzen.
Erstaunlich, wie er seine Form verändern kann!
Jetzt hat er genug vom Shooting und hebt ab…..
und ab hier wird es witzig 😄 😄 😄 – der Graukopfsperling heftet sich, warum auch immer, an seine Fersen, bzw. Klauen 😮 - und mein Fokus findet ab sofort diesen kleinen Vogel wesentlich interessanter als den Greif, den er schon so lange im Blick haben musste 😛
Endlich hat er ihn abgeschüttelt und verschwindet dann aus unserem Blickfeld.
Wow, das war ein tolles Erlebnis am letzten Tag hier an der Riverfront 🤩 . Ich hätte schwören können, dass wir mindestens eine Viertelstunde bei diesem Baum gestanden sind, aber nun habe ich mal die Fotodaten angeschaut: es waren gerade mal eben 5 Minuten 😄 !
Wobei für Nicht-Birder 5 Minuten auch ganz schön lang sein können…. 😊 🤢 😎 😗 🤪
Deshalb fahren wir dann auch weiter 😉 ...... im nächsten Kapitel!
Liebe Bele, Schoene Bilder vom African Harrier-Hawk, danke! Deiner ist ganz klar ein ganz normaler "dark juvenile".
Dieser hier ist ein "pale juvenile", wenige Tage vorher aus dem Nest ausgeflogen:
Zu welchem Zeitpunkt sich das Gesicht faerbt ist wohl unterschiedlich. Zum Gefieder sagt Ulrich Oberprieler: "Adult plumage is attained over two years". Also deiner hat noch viel Zeit, sich das graue Federkleid zuzulegen!
Das Foto auf Seite 174, das dich so irritiert, zeigt auch einen grauen Vogel. Zugegeben, er sieht dunkler aus, aber ich denke das kann auch am Licht gelegen haben, trotzdem ist er grau, nicht braun.
Der Sperling, nehme ich mal an, hat ein Nest in diesem knorrigen Ast und muss somit seinen Erzfeind davon vertreiben... was ihm auch gut gelungen ist!
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201001. Nov. 2021 ·
Guten Morgen Maddy,
you made my (holi)day (wir haben Allerheiligen hier in Baden-Württemberg)! 🙂 😘
Jetzt habe ich es endlich kapiert (dauert bei mir manchmal etwas länger 🙄 😊 ) :
Es gibt eine dunkle und eine helle Jugendform, den Altvogel gibt es aber dann tatsächlich nur in Grau! Und das Ganze kann zwei Jahre dauern.... Dann wünsche ich mir ganz arg, dass meine angedachte BOT-Reise für 2023 klappt und ich diesen Kerl dann in Grau an seinem angestammten Platz vorfinde 😄 !
Übrigens passt dazu auch das Foto ganz gut, das ich im Netz gefunden habe, auf dem ein African Harrier Hawk mit einem ziemlich chaotischen Federkleid, was die Färbung betrifft, zu sehen ist. Ich will es hier nicht posten wegen der Eigentumsrechte, aber ich glaube, verlinken ist erlaubt (ich hoffe, der Link funktioniert - Edit: tut er, aber man muss dann noch auf das kleine Bild klicken, um es in groß zu sehen):
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201001. Nov. 2021 ·
Blende18.2 schrieb:Danke Bele, deinen Reisebericht lesen bildet... da war ich mir gerade noch unsicher ob ich jetzt einen Brown-Hooded oder Striped Kingfisher gerade entwickelt habe, aber dank deines Fotos konnte ich den Kerl hier richtig identifizieren. 🙂
So Robin, nochmal ich zu diesem Thema! Ich bin ja echt ein Cleverle 🙄 😊 , eigentlich hatte ich sogar noch den Spruch von Matthias im Ohr, dass "der Brown-hooded Kingfisher erst später kommt", aber ich hab ihn dann beim letzten Kapitel doch total übersehen. Vermutlich weil er nicht so besonders gut im Licht saß.... 😐 . Ich habe ihn jetzt aber in den Bericht eingefügt und hier nochmal die beiden gegenüber gestellt, da sieht man schon einige Unterschiede, auch wenn das linke Foto nicht so der Hit ist:
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200801. Nov. 2021 ·
Champagner schrieb zum Morgen des 3. September:
Chobe Riverfront 😘 : ich habe schon lange den Verdacht, dass die Arche Noah hier gekentert ist und ihre Fracht sich über die Flutebenen „ergossen“ hat. Anders kann ich mir diese paradiesischen Zustände nicht erklären…
In the mood... 🙂
Ja, wie genial! Genauso geht es uns dort auch! – Manchmal sogar schon nach einigen Minuten, - aber auf Sicher immer dann, wenn wir an solchen Stellen derart paradiesische Stimmungen ungestört genießen dürfen! Und das am Liebsten stundenlang! 🙂
Und übrigens: Nicht nur an der Chobe River Front…, selbst im Etosha (der ja bei einigen als „Zoo“ empfunden wird… 🤪 ) gibt es solche paradiesischen Momente! ...und an noch so vielen anderen Stellen ...und da beginnt dann der kleine "Konflikt": Er hat ja nur eine gebaut... 😎
Vielen Dank nochmal, für deinen lebendigen Bericht!
Uuii, - soo viele Ausrufezeichen benutze ich sonst nie… 😄
Grüßles
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201002. Nov. 2021 ·
lilytrotter schrieb: In the mood... 🙂 Ja, wie genial! Genauso geht es uns dort auch! – Manchmal sogar schon nach einigen Minuten, - aber auf Sicher immer dann, wenn wir an solchen Stellen derart paradiesische Stimmungen ungestört genießen dürfen! Und das am Liebsten stundenlang! 🙂 Und übrigens: Nicht nur an der Chobe River Front…, selbst im Etosha (der ja bei einigen als „Zoo“ empfunden wird… 🤪 ) gibt es solche paradiesischen Momente! ...und an noch so vielen anderen Stellen ...und da beginnt dann der kleine "Konflikt": Er hat ja nur eine gebaut... 😎
Wer weiß, vielleicht gab es ja damals schon Nachahmer 😄
Ich habe übrigens neulich was zum Thema gesehen 😎 :
Vielen Dank nochmal, für deinen lebendigen Bericht!
Sehr gern geschehen, ich freue mich, dass du dabei bist! 😘
Uuii, - soo viele Ausrufezeichen benutze ich sonst nie… 😄
Die gibts ja umsonst - also kein Problem. Ich greife da auch manchmal zu tief ins Regal, ich weiß.... 😐
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201002. Nov. 2021 ·
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 3)
Strahlende Gesichter auf der Weiterfahrt– aber das liegt weniger an dem African-Harrier-Hawk von eben 😉 , sondern weil es einfach so schön ist, sich durch diese traumhafte Landschaft schaukeln zu lassen.
Bevor wir zu den nächsten Säugern kommen, gibt es noch ein paar weitere Vögel zu betrachten, die hier so am Wegesrand herumsitzen oder stehen:
Hooded Vulture /Kappengeier
African Marsh Harrier /Afrikanische Rohrweihe oder Froschweihe (Beweisbild fürs Vogelprotokoll)
Das Wasser des Chobes reflektiert sich im Gefieder dieses Reihers
Vorne ein Topf Hühnersuppe und hinten zwei Marokkos in the middle of Norway 😎 .
"I have to prepare my body" – ich finde es so goldig, wie der Graureiher sein Röckchen lupft und uns seine muskulösen Schenkelchen zeigt. Zwei kleine Reiherkeulen…. 😘
Und dann trauen wir kaum unseren Augen 🤩 – sind wir im Wilden Westen gelandet 😕 ? Eine endlos scheinende Kette von Kapbüffeln zieht am Chobe entlang, vorne mampft ein Hippo das karge Gras.
Das Ziel der Büffel scheint das Wasser weiter hinten zu sein und was vom Gras noch übrig ist - hat der Chobe nicht eine krasse Farbe?
Als wir uns nähern, verschwindet das Hippo unter den Blicken eines Schreiseeadlers Richtung Gebüsch.
Wir folgen der Herde ein Stück weit.
(Danke Simone fürs Foto)
Diteko scannt die Gegend nach eventuellen Beutegreifern ab, aber alles bleibt ruhig, abgesehen davon, dass die Kette von Büffel, die aus dem Gebüsch kommt, nicht abreißen will.
Wir beobachten das Ganze noch eine Weile, aber dann wird es Zeit, die Uferlinie zu verlassen und auf dem Weg oben im Mopanewald Richtung Serondela zurück zu fahren.
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201002. Nov. 2021 ·
3. September 2021: Unser letzter Morgen an der Chobe Riverfront (Teil 4) und Transfer nach Kasane
Leider ist dort oben das Licht sehr schlecht, da wir unsere Fahrtrichtung gewechselt haben, aber ich freue mich trotzdem, dass ich kurz vor Schluss noch einen Swamp Boubou erwische, den wir ständig gehört haben.
Für einen würdigen Abschied vom Chobe dürfen natürlich Giraffen nicht fehlen – anscheinend war ich da allerdings im Gegensatz zu den anderen gerade zu faul zum Aufstehen 🙄 .
Ähnlich geht es dem jungen Elefanten
Hier wimmelt es nur so von den grauen Riesen, manche sind kurz etwas ungehalten über unsere Anwesenheit.
Ein ganz kleines Rüsseltierchen gibt es auch!
Während Diteko höflich bei seiner Mutter nachfragt, ob wir vorbeifahren dürfen....
...wagt sich der Kleine aus der Deckung hervor!
Noch schnell ein Erinnerungsfoto
Und noch eins 😗
Und ein letztes 😄
Und dann müssen wir weiter!
Zehn Minuten später entdecken wir diese beiden Löwenpaschas im Schatten. Wie ich aus einer Facebook-Gruppe erfahren konnte, gehören diese beiden Brüder zur sogenannten Ngoma-Pride (im Gegensatz zum anderen Rudel hier am Chobe, der Serondela-Pride).
Es ist nicht einfach so einen riesigen Kater von vorne bei den Tatzen bis hinten einschließlich der Schwanzspitze auf ein Bild zu bekommen….
Dann eben nicht….
Ein letzter Dackelblick und dann heißt es Abschied nehmen von den Beiden - was für ein tolles Geschenk zum Ende unserer Reise 🤩 🙂 😘 !
Somit wären wir auch am Ende unserer Löwensichtungen angekommen und laut sorgfältig geführter 😎 Statistik haben wir 47 verschiedene Löwen gesehen! 😮 Damit bleiben die 55 von Reni und mir aus dem Jahr 2018 aber unübertroffen 😉 😛
Und es heißt nicht nur Abschied nehmen von den Löwen, sondern auch vom Chobe Nationalpark. Wir fahren die Cutline hoch, bis wir auf die Teerstraße treffen. Dort machen wir Coffeebreak, bei dem auch die Reifen wieder aufgepumpt werden, die Frontscheibe geputzt und das Dach geschlossen wird. Nebenbei wird noch schnell diese Agame dingfest gemacht.
Etwas betröppelt stehen wir alle herum – es fühlt sich sehr sonderbar an, nun in die Zivilisation zurückkehren zu müssen.
Für das Gruppenfoto (danke Matthias nochmal 😘 ), das Ihr ja schon kennt und das hier entstanden ist, reißen wir uns aber nochmal zusammen 😉 😗
Auf der Teerstraße gibt es noch eine Schrecksekunde 😮 , eine große Herde von Rappenantilopen will queren, Diteko bremst ab, und die Antilopen machen sich auf den Weg, als uns genau in diesem Moment ein Kleintransporter überholt. Ich sehe schon einen Wildunfall kommen und schließe die Augen 😣 , aber alles geht gut.
Kurz danach treffen wir bei den Chobe River Cottages ein und der nächste, wohl schwerste Abschied der Reise steht an 🙁 .
Zuvor muss aber noch unser ganzes Gepäck aus den Tiefen des Trailer geborgen werden, und DT und KD sehen sich genötigt, den Anhänger abzukuppeln, um auf dem Parkplatz der Unterkunft wenden zu können. Parallel dazu werden wir mehr als herzlich von Oratile begrüßt, mit der ich im Vorfeld einigen Mailkontakt wegen der Buchungen und dem Testprozedere hatte.
Abgelenkt durch dieses ganze Durcheinander fühlt sich der Abschied nicht ganz so schlimm (aber immer noch schlimm genug 😵 🙁 ) an, wie er eigentlich ist. Wir haben mit Diteko und KD eine so unsagbar tolle und auch lustige Zeit verbracht – am liebsten würden wir sie nicht gehen lassen!
Aber trotzdem heißt es irgendwann "Goodbye, stay safe, we’ll keep in touch" (was zum Glück stimmt) und dann sind sie weg.
Wir müssen nun unsere Cottages beziehen. Danach haben wir ein Date ein paar Häuser weiter in Sachen PCR-Test 🙄 und zum Abschluss des Tages steht noch eine private Boat-Cruise auf dem Programm. Dazu dann im nächsten Kapitel mehr!
ich bin leider erst sehr spät eingestiegen, weil ich mich für Betreutes Wohnen eigentlich noch zu jung gefühlt habe ... 😉 Ich habe aber alles nachgeholt und bin total begeistert! Äußerst unterhaltsam geschrieben und fantastische Bilder! Mit euren Tiersichtungen scheint ihr auch Glück gehabt zu haben. Die Route sieht auf jeden Fall sehr verlockend aus - dein Bericht wird für die nächsten Reiseplanungen auf jeden Fall noch einmal genau studiert und genossen werden!
Moin Bele, ganz herzlichen Dank für den großartigen Bericht und die vielen tollen Bilder! Hach, da werden Erinnerungen wach, und wir würden gerne gleich wieder los.
Sodele, immer wenn es um Unterkunfts- oder Innenaufnahmen geht, bin ich sozusagen der Bilderjoker…. 🤩
Bele hat mich gebeten, die Chobe River Cottages kurz zu beschreiben, garniert mit einigen Fotos. Nun denn, los geht’s:
Wir kommen gegen viertel vor 12:00 Uhr in unserer Unterkunft an und werden herzlich begrüßt. Nachdem die Desinfektionsprozedur erledigt war, bekamen wir alle ein „Briefing“ auf der Veranda von Cottage #1 (das von Bele und Matthias) Jedes Cottage-Team erhält einen Schlüssel mit einem Transponder für das elektrische Schiebetor am Eingang. Wir sind also gut gesichert. Außerdem gibt es mit Einbruch der Dämmerung einen Securitiy-Mann. Der wird am nächsten Abend noch eine Rolle spielen…. 😈
Ich finde, die Cottages sind ein Traum! Nach den Tagen im Busch, komme ich mir mit den Palmen und dem vielen Grün wie im Paradies vor ...
Wir haben 4 der insgesamt 6 kleinen Selbstversorger-Häuschen gebucht. Jedes Cottage hat eine geräumige Veranda, die mit massiven Holzmöbeln (1 Tisch, 4 Stühle, Sideboard), Petroleumlampen, Moscitocoils und leichten Gazevorhängen ausgestattet ist.
Dann gibt es eine offene Küche mit Bartheke,
eine Art Wohnbereich mit Sofa, ein großes Schlafzimmer
und ein schönes Bad mit WC.
Alles ist super sauber und zweckmäßig ausgestattet. Die Deko auf der Veranda wurde mit viel Liebe zum Detail ausgesucht. Außerdem gibt einen Gemeinschafts-Pool
und WLAN …
Wie man schön sehen kann, wird das auch direkt nach der Ankunft fleißig genutzt.
Zur Anlage gehört auch eine tolle Sundowner-Aussichtsplattform - doch dazu später mehr.
Allerdings verweilen wir nach dem „Einzug“ in unsere Häuschen nicht lange, denn der PCR-Test in einer kleinen Privatklinik quasi „direkt um die Ecke“ wartet auf uns Hier die Öffnungszeiten:
Bele wurde gesagt, wenn wir vor 14:00 Uhr kommen, brauchen wir keinen Termin. Und so warten wir alle brav im Wartezimmer der Klinik, bis wir dran sind
Die Ergebnisse (alle negativ) erhalten wir noch am selben Abend per e-Mail - das ist positiv! 😛
Für den Test haben wir je 850,00 Pula mit Kreditkarte gezahlt. Alles verlief sehr routiniert und professionell. Die Klinik ist nahe bei unserer Unterkunft und gut zu Fuß zu erreichen.
Bele, jetzt übergebe ich den Reisebericht-Staffelstab wieder an Dich…
Liebe Grüße, Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201003. Nov. 2021 ·
chrischris schrieb:Liebe Bele, ich bin leider erst sehr spät eingestiegen, weil ich mich für Betreutes Wohnen eigentlich noch zu jung gefühlt habe ... 😉 Ich habe aber alles nachgeholt und bin total begeistert! Äußerst unterhaltsam geschrieben und fantastische Bilder! Mit euren Tiersichtungen scheint ihr auch Glück gehabt zu haben. Die Route sieht auf jeden Fall sehr verlockend aus - dein Bericht wird für die nächsten Reiseplanungen auf jeden Fall noch einmal genau studiert und genossen werden! Vielen Dank und liebe Grüße, Christian
Hallo Christian, wer fühlt sich denn für's Betreute Wohnen schon alt genug? 😎 😄 Schön, dass du uns trotzdem dabei begleitest - ist gar nicht so schlimm, oder? 😐 😉 !
TinuHH schrieb:Moin Bele, ganz herzlichen Dank für den großartigen Bericht und die vielen tollen Bilder! Hach, da werden Erinnerungen wach, und wir würden gerne gleich wieder los. Bis demnäxt wieder LG Martin
Hallo Martin, vielen Dank fürs Lob 😘 und ja, bis demnäxt. Allerdings hab ich gerade blöde Sachen auf dem Schreibtisch, bzw. im Laptop liegen, da fehlt mir dann die Lust, noch Fotos auszusuchen und Texte zu tippen, wenn ich schon stundenlang vor der Kiste gesessen bin 😵 .
tigris schrieb:Sodele, immer wenn es um Unterkunfts- oder Innenaufnahmen geht, bin ich sozusagen der Bilderjoker…. 🤩 Bele hat mich gebeten, die Chobe River Cottages kurz zu beschreiben, garniert mit einigen Fotos.
Guten Abend meine Liebe, viele Dank für deine Unterstützung 😘 . Ich weiß nicht, warum ich in Unterkünften immer diese Ladehemmung an der Kamera habe 😕 .... Aber ich hab ja dich 😉 🙂 !
Liebe Bele und die lustige Truppe, 🤩 es hat viel Spaß gemacht, euch auf eurer witzigen Tour zu begleiten. Die Erlebnisse sind wirklich genauso super wie die Fotos gewesen. Zwischendurch war ich allerdings zwei Wochen live auf euren Wegen unterwegs und bin gerade letzten Sonntag wieder glücklich in Deutschland eingeflogen. Im Chobe gab es ein kleines Forumstreffen mit den Eulenmuckels und fast ebenso viele Löwen, wie bei euch. Ein großes Rudel von 23 Tieren hatten wir allerdings in der Mogotho Area. Da ich nun sehr löwengesättigt bin, erfreue ich mich an deinen Bildern von den Roans. Die sind wirklich klasse, mit ihren Fledermausohren! 🤪 😘 Übrigens haben wir uns mit einem Freund im Boteti River Camp getroffen (er ist Reiseleiter bei Taruk und war mit einer Gruppe unterwegs) und somit Kontakt zu Bushways bekommen. Im Vorwege habe ich eine Campsite gebucht und sollte 58 US$ zahlen, zum Glück mussten wir vor Ort nur 330 PU entrichten. ??? 😈 Diese Campsite kennen wir von früheren Besuchen bei Tiaan und hatten wohl etwas zu viel erwartet. Leider wurden die Plätze ein bisschen vernachlässigt. Ich hoffe, dass sich das wieder ändert, wenn mehr Gäste eintreffen.
Übrigens fanden wir die gesamte Strecke vom Goha Gate bis kurz vor Savuti abgebrannt vor und die weiteren 45 Km bis zum Mababe Gate waren ebenfalls abgebrannt. Noch ein Tag vor unserer Ankunft in Savuti hieß es, dass man nur die Sandridge befahren kann, weil es noch brennt. Das Feuer erlosch dann doch, sodass wir die Marshroute fahren konnten. Es ist aber traurig, die verbrannte Landschaft zu sehen. 🙁 Zum Glück erholt sich die Natur schnell!
Liebe Bele, habe vielen Dank, dass du so ausführlich eure Erlebnisse darstellst! 😘
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201004. Nov. 2021 ·
tiggi schrieb:Liebe Bele und die lustige Truppe, 🤩 es hat viel Spaß gemacht, euch auf eurer witzigen Tour zu begleiten.
Liebe Biggi, noch ist die Reise nicht zu Ende, ab jetzt sind wir "unbetreut" und machen Kasane noch ein bisschen unsicher 😎 .
Im Chobe gab es ein kleines Forumstreffen mit den Eulenmuckels und fast ebenso viele Löwen, wie bei euch. Ein großes Rudel von 23 Tieren hatten wir allerdings in der Mogotho Area.
Das klingt toll - ich freu' mich für dich! 🙂
Übrigens haben wir uns mit einem Freund im Boteti River Camp getroffen (er ist Reiseleiter bei Taruk und war mit einer Gruppe unterwegs) und somit Kontakt zu Bushways bekommen. Im Vorwege habe ich eine Campsite gebucht und sollte 58 US$ zahlen, zum Glück mussten wir vor Ort nur 330 PU entrichten. ??? 😈 Diese Campsite kennen wir von früheren Besuchen bei Tiaan und hatten wohl etwas zu viel erwartet. Leider wurden die Plätze ein bisschen vernachlässigt. Ich hoffe, dass sich das wieder ändert, wenn mehr Gäste eintreffen.
Das klingt weniger toll 🙁 . Zu der Preispolitik kann ich wenig sagen, wir hatten diese Unterkunft + Campsite am zweiten Tag ja im Paket enthalten. Allerdings war unsere Campsite sehr gut in Schuss, auch die hübschen Ablutions. Zu den anderen Plätzen kann ich nichts sagen.
Übrigens fanden wir die gesamte Strecke vom Goha Gate bis kurz vor Savuti abgebrannt vor und die weiteren 45 Km bis zum Mababe Gate waren ebenfalls abgebrannt. Noch ein Tag vor unserer Ankunft in Savuti hieß es, dass man nur die Sandridge befahren kann, weil es noch brennt. Das Feuer erlosch dann doch, sodass wir die Marshroute fahren konnten. Es ist aber traurig, die verbrannte Landschaft zu sehen.
Oweia - ja, ich hatte an anderer Stelle davon gelesen und, wenn ich mich recht erinnere, auch irgendwo davon geschrieben. Da hatten wir ja wirklich Glück mit dem vielen, hohen goldgelben Gras.... (das aber sicher gutes Futter für das Feuer war 🙄 ).
Liebe Bele, habe vielen Dank, dass du so ausführlich eure Erlebnisse darstellst! 😘
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201004. Nov. 2021 ·
3. September 2021: Kasane (Chobe River Cottages, PCR-Test, Bootstour und Abendessen) - Teil 1
Kurz nach 11 Uhr sind wir in den Chobe River Cottages eingetroffen, wo wir zwei Übernachtungen vor unserem Heimflug haben. In der allerersten Planung und Reservierung hatten wir nur eine Nacht in der Chobe Safari Lodge über Bushways gebucht. Als wir uns dann alle etwas ausführlicher mit dieser Tour auseinander gesetzt hatten, wurde klar, dass einige doch gerne einen Tagesausflug an die Vic Falls, andere gerne zwei Bootstouren machen würden. Da aber in der Chobe Safari Lodge keine zweite Nacht frei war, haben wir diese Lodge komplett aus dem Programm gestrichen und mit Bushways abgesprochen, dass wir uns selber eine Unterkunft suchen.
Mehrfach hatte ich schon im Forum positive Bericht über die Chobe River Cottages gelesen und dort dann nach einem sehr freundlichen und schnellen Kontakt für uns neun (ohne Elke damals) 4 Cottages gebucht. Elke, die ja später aufgesprungen ist, hat sich später selber noch ein Cottage dazugebucht. Wir bekamen von den Damen am Empfang auch Vorschläge mit Preisinformationen für Bootstouren und sonstige Ausflüge. All dies organisieren sie für ihre Gäste,
Als klar war, dass wir wegen Corona die Reise 2020 nicht antreten können, habe ich mit Boitumelo, einer der beiden Damen, mit denen ich Kontakt hatte (die andere ist Oratile) vereinbart, dass wir unsere Anzahlung stehen lassen, auch Elke hat es so gehandhabt. Für unsere Planung 2021 haben wir dann wieder Cottages angemietet. Als es so aussah, als ob nur 4 anreisen können, habe ich dann wieder teilweise storniert und Elke hat ihre Anzahlung uns gutschreiben lassen für Bezahlung der Bootstouren oder ähnlichem , um Bankgebühren zu vermeiden (wir hatten abgesprochen, dass wir das dann untereinander verrechnen). Auch dafür habe ich einen Beleg bekommen. Einige Wochen darauf durfte ich dann durch die neuesten Entwicklungen (wir reisen doch zu acht und nicht zu viert) wieder Cottages dazubuchen. Dies geschah alles völlig unkompliziert, natürlich u.a. auf Grund der Tatsache, dass Kasane zu diesem Zeitpunkt touristisch quasi tot war. Ich habe immer sofort eine Bestätigung mit einer neuen Rechnung bekommen.
Nun sind wir also angekommen und fühlen uns sofort wohl! Simone hat ja zum Glück fotografiert (danke nochmal 😘 ) und so muss ich keine Fotos von der Website klauen. Die könnt Ihr euch aber trotzdem gerne anschauen, die Fotos dort entsprechen auf jeden Fall der Wahrheit. Man darf sich die Anlage zwar nicht weitläufig vorstellen, zwischen den beiden Reihen der tropisch eingewachsenen Häuschen verläuft der Zugangsweg, am Ende ist der Pool, viel mehr gibt es nicht. Die Rezeption ist in Richtung Straße vorgelagert, dort ist auch der Parkplatz, alles nur ein paar Schritte voneinander enternt und das Ganze ist mit einem Rolltor und ringsum Zäunen und teilweise Vorhängeschlösser (merkt euch das mal schon!) gesichert. Aber mehr braucht man auch nicht, lieber klein und fein als groß und ungepflegt und/oder ungemütlich. Übrigens wurde ich von Boitumelo auch zum Thema PCR-Test super beraten, sie hat mir bestätigt, dass Diagnofirm nicht nur die Station in Kazungula betreibt, sondern auch eine in der Stadtmitte, mehr oder weniger direkt neben den Cottages. Perfekt für uns, weil wir ja ab sofort kein Fahrzeug mehr haben. Sie hat mir auch einen Whatsapp-Konakt zur Betreiberin hergestellt und diese erklärte mir, dass wir unser Ergebnis ganz sicher am Folgetag bekommen, wenn wir heute noch vor 14 Uhr zum Test erscheinen. Termine reservieren sei aber nicht möglich.
In der Hoffnung, dass dies alles so klappt (man fühlt ja dann schon eine gewisse Verantwortung und daher Anspannung, wenn man das alles arrangiert hat 🙄 ) marschieren wir also noch vor 12 Uhr zu der kleinen Klinik ein paar Häuser weiter, schließlich haben wir heute - wie man an der Überschrift sieht - einen vollen Terminplan 😮 . Ganz alleine 😕 , nicht mehr betreut 😉 was aber natürlich auch Spaß macht, wir sind ja keine acht hilflosen Wesen 😄 sitzen wir dann im Wartezimmer !
Unsere Begeisterung ist förmlich zu spüren 😄 (und ja, Matte hat die Einwilligung für dieses Foto gegeben 🤪 ), als wir hier in der Wärme doch eine gute Weile warten müssen. Der Test und die Datenerfassung erfolgen dann aber, wie Simone schon schrieb, sehr schnell und professionell (auch wenn es mit den Kreditkarten teilweise Probleme gab).
Zurück in den Cottages bekommen wir Besuch von Kempho. Ich hatte Oratile bzw. Boitumela schon im Vorfeld gebeten, uns zwei Bootstouren zu organisieren, wenn möglich mit einem Guide, der sich auch mit Birding auskennt und nicht nur von Hippo zu Hippo und von Krokodil zu Krokodil fährt.
Kempho, eine ausgeprochene Frohnatur, ist nun diejenige, die die Bootstouren organisiert. Sie klärt uns über die Preise auf, schreibt das alles zackzack auf ein Schmierpapier, fragt, von wann bis wann wir fahren wollen, welche Softdrinks wir wünschen und dass sie uns zur vereinbarten Zeit hier abholt. Uns schwirrt ein bisschen der Kopf bei den vielen Infos und Entscheidungen, die zu treffen sind 🤩 . Schnell buchen wir für heute Nachmittag und für morgen früh eine Tour für alle (was sich als etwas voreilig herausstellen sollte 😣 , aber es kann ja nicht immer alles perfekt sein und sowas passiert es eben, wenn wir nicht mehr betreut und betüttelt werden 😄 ).
Nachdem wir uns ein bisschen einleben und restaurieren konnten, werden wir zur vereinbarten Zeit von der stets fröhlichen Kempho abgeholt und das kurze Stück zum Anleger beim Spar gefahren. Dort erwartet uns Mujo, unser Guide, der uns und die Coolerbox auf das sehr komfortable Boot (inkl. Dixi-Toilette) bringt.
Er erklärt uns, dass wir zunächst Richtung Stromschnellen im Osten fahren und danach erst in den Bereich, der zum Nationalpark gehört. Prima, dann hat sich eine Sache schon erübrigt: genau um diese Streckenführung wollten wir ihn nämlich bitten 😁 .
Auf unserer Fahrt auf dem hier sehr breiten Chobe (zum einen wird er geologisch bedingt hier von beiden Seite begrenzt und kann nicht mehr mäandrieren und zum anderen drückt das Wasser aus dem Sambesi von Osten her in den Chobe herein) sind wir nahezu alleine.
Am Ufer sehen wir sehr viele Menschen, die dort fischen, außerdem eine Unmenge an Booten, teilweise die großen Doppeldecker, die gut vertäut an ihren Landungsstegen untätig und teilweise mit Planen abgehängt im Wasser dümpeln. Das sieht ziemlich gespenstisch aus und macht auch traurig. Kasane im völligen touristischen Stillstand, das kenne ich gar nicht. Keine Ahnung übrigens, warum ich von den Booten kein Foto gemacht habe, es würde hier jetzt passen, aber vermutlich war ich vor Ort einfach zu traurig und fand den Anblick deprimierend. Vielleicht hat ja jemand eines und kann es nachreichen?
Unterwegs ruht sich ein Nilkrokodil auf einem Holzkrokodil aus!
Ein Giant Kingfisher-Mädel sitzt auf einem rostigen Rohr, das hatte ich mir etwas idyllischer vorgestellt, aber man nimmt, was man bekommt, diese Kingfisherart konnte ich auf der diesjährigen Reise noch nicht fotografieren.
Im Bereich der Stromschnellen wird es dann doch idyllisch, ich war vor vielen Jahren einmal hier, kann mich aber nicht erinnern, dass es landschaftlich so toll ist!
Die Hoffnung von Matthias ist es, die Rock Pratincole (wieder, ich glaube, er hatte sie hier schon mal) zu sehen. Na bitte, schon bei der Anfahrt sehen wir einen davon, diese Stelle werden wir uns auf dem Rückweg nochmal genauer anschauen.
Wir genießen die tollen Anblicke, die Vögel, endlich Papyrus und machen gefühlt von jeder Steininsel mit Besatzung ein Foto!
Zwischendrin wird es mal spannend, der Motor setzt aus, was Mujo dazu veranlasst, sich telefonisch Rat einzuholen. Laut Hans war das Problem, von dem einen auf den anderen Tank umzuschalten. Als wir schon dachten, unser Leben zwischen den Stromschnellen des Okavangos in den Fängen dieses Krokodils auszuhauchen 😎 , springt der Motor wieder an.
Langsam begeben wir uns in Richtung Nationalpark, machen aber natürlich bei den Rock Pratincoles nochmal halt. An dieser Stelle zeigt Mujo sein Können, er dreht das Boot so, dass wir das beste Licht haben und hält es so ruhig wie möglich. Dadurch gelingen ein paar schöne Aufnahmen der kleinen hübschen Vögelchen.
Gleich geht's im nächsten Kapitel mit dem Rest des Tages weiter!
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201004. Nov. 2021 ·
3. September 2021: Kasane (Chobe River Cottages, PCR-Test, Bootstour und Abendessen) - Teil 2
Ein Weißbrustkromoran (da ist er endlich, ich hatte ja neulich einen African Darter aus Versehen so bezeichnet 😊 ) verabschiedet uns mit einem Lied aus diesem schönen Gebiet.
Während wir am Ufer entlang Richtung Parkeingang schippern, entdecken wir einen Holub’s Golden Weaver . Als diesen habe ich ihn jetzt bestimmt (ich meine mich zu erinnern, dass es auf dem Boot noch Diskussionen gab). Wer anderer Meinung ist, darf dies gerne kundtun 😉 .
Ganz in der Nähe sitzt ein Greif im Baum, der uns zu einer längeren Foto-, Abglas- und Diskutiersession veranlasst 😮 . Für die Nicht-Birder eine etwas zähe Angelegenheit, auch mir wird es bei dem schlechten Licht und den vielen Ästen irgendwann zu anstrengend, mehr als dieses Foto ist nicht vorzeigbar.
Und dieses auch nur, weil Matthias ihn im Nachhinein identifiziert hat (und mein Raptor Guide sagt auch nichts anderes): ein Western Banded Snake Eagle. Für mich eine Neusichtung 🙂 , ich glaube, Matthias sagte auch so etwas.
Auf demselben Baum turnt auch noch ein Shalow’s Turcao herum – na da schau her! Den habe ich zuletzt 2017 auf unserer OST-Tour mit Ruth, Uwe und Matthias gesehen. Damals aber eher geplant, weil sie in der entsprechenden Lodge teilweise von Hand aufgezogen werden. Von daher zählt diese heutige Begegnung fast mehr als die erste, auch wenn das Foto wesentlich schlechter ist 😣 .
Weiter geht's mit den eher üblichen Verdächtigen auf so einer Chobe-Cruise.
Hagedasch-Ibis
White-crowned Lapwing
Ein Water-Monitor
African Fisheagle beim Lunch
Long-toed Lapwing
Squacco Heron
Pied Kingfisher
Weit entfernt am Ufer zwei Elefanten - mir ging es bei dem Foto aber um die Landschaft und die Lichtstimmung, die Dickhäuter habe ich erst hinterher entdeckt.
Wie eigentlich fast immer sind bei Sedudu-Island Waterbucks unterwegs.
Wie man sieht, gehört diese Insel zu Botswana. Dies war aber lange umstritten, bis das Ganze vor den internationalen Gerichtshof ging. Durch Wassertiefenmessungen wurde 1999 festgestellt, dass der Hauptkanal des Chobe nördlich der Insel verläuft und diese somit zu Botswana gehört.
Wer die ewig lange Geschichte der Insel, die in Namibia Kasikili heißt, nachlesen will - bitte schön 😎
Wenden wir uns lieber dem niedlichen Böckchen zu 😘
Unsere letzte Station, bevor es Zeit für den Sonnenuntergang wird, ist Skimmer-Island, wie Mujo diese Sandbank nennt. Tatsächlich sitzen hier einige Scherenschnäbel herum. Zunächst sehen wir Jungvögel
Dann die Altvögel
Sie zeigen noch ein paar Flugeinlagen, die vor allem dem Ärger über unsere Anwesenheit geschuldet sind.
Nun wird es aber wirklich Zeit zu gehen, damit wir den Sonnenuntergang nicht verpassen. Bei schönstem Licht dank der Wölkchen geht es vorbei am Hippo-Parkwächter Richtung Ausgang
Mujo hat einen bestimmten Platz im Sinn für den Sonnenuntergang, denn dort stehen - weit entfernt - zwei Elefanten. Ja, zwei, deshalb sieht das auf manchen Bildern auch ein bisschen komisch aus.
Ihr dürft jetzt mit mir zusammen den Sunset erleben - was nichts anderes heißt als dass ich mich mal wieder nicht für nur ein oder zwei Bilder entscheiden konnte 😊 und Ihr euch daher den kompletten Vorgang aus verschiedenen Blickwinkeln anschauen müsst 😄 (vielleicht schaffe ich es ja, nachher, wenn ich alle hintereinander sehe, ein paar wieder rauszuschmeißen). Es war aber auch wirklich eine tolle Stimmung, wie wir da ganz alleine standen und staunten.
Als wir dann schnell Richtung Bootsanleger fahren, erkennt man links am Horizont, dass es sich tatsächlich um zwei Elefanten gehandelt hat.
Wieder an Land nach dieser wunderschönen Tour werden wir von Kempho empfangen und direkt zum Old House chauffiert. Wir sind schon spät dran, eigentlich hatten wir den Tisch auf 18 Uhr reserviert. Egal, wie sind eh fast die einzigen Gäste, es liegt eine gespenstische Stille über Kasane und dem Old House. Schnell bestellen wir unser Abendessen, denn die Zeit drängt - an 20 Uhr ist Ausgangssperre.
Das schaffen wir gerade noch so, meine Pizza ist so riesig, dass ich sie eh nicht schaffe, Zeit hin oder her, und nehme sie mit.
Inzwischen haben wir auch für morgen den Plan ein bisschen geändert. Einige wollen (nach der doch sehr vogellastigen Bootstour) sich das nicht noch einmal antun, sondern ausschlafen und endlich mal shoppen gehen. Für's Bootfahren entscheiden sich so nur noch Matthias, Simone und ich. Wir versuchen noch, über die Rezeption Kempho zu erreichen (noch habe ich den Whatsappkontakt zu ihr nicht), aber die Rezeption ist nicht mehr besetzt, nur der Wächter sitzt auf seinem Stühlchen.
Wir beschließen, dass wir das schon irgendwie morgen klären können und es auch finanziell untereinander regeln können. Das soll unsere tolle Laune nicht trüben!
Jetzt heißt es - nach einem Absacker auf einer der Terrassen - mal wieder in einem richigen Bett schlafen!!! Inzwischen sind auch unsere Testergebnisse per Mail eingetrudelt - das ging ja flott 🤩 , alle negativ 🙂 . Oratile wird sie uns morgen ausdrucken, nachdem wir sie an ihre Mailadresse weitergeleitet haben. Also können wir beruhigt die Äuglein schließen!
Grandios - auf diesen Teil des Berichts habe ich, wie du ja schon weisst, gespannt gewartet und was ich schon vorher stark vermutet hatte, wird jetzt zur Gewissheit: eine Bootstour mit Kempho / Mujo lassen wir uns ganz sicher nicht entgehen. 🙂