Carsten MöhleThemenstarter1'287 Beiträge · seit 200615. Jan. 2021 · #1
Wenn man den Nyiragongo besteigen will, braucht man 4 Snickers. Ich hatte eines.
Mit diesem Reiseberichtsanfang ist schon fast jeder wichtige Tipp gegeben, den man zur Besteigung des Nyiragongo -Vulkans braucht. Da ich meinen Beruf ja gerade zum Hobby gemacht habe, geht es auch ausführlicher.
Ziel ist es, auch auf diesem Weg die Spendenaktion von Friederike und Jean Bosco für die Kanyaruchinya Primary School im Gebiet des Virunga Nationalparks zu unterstützen. https://www.betterplace.me/kanyaruchinya-primary-school
Auf einer Afrikaquerung 1991 habe ich den Nyiragongo in Zaire noch links liegen gelassen, ich wusste einfach nicht, dass es ihn gibt und das Ziel war damals das Ziel. Bei einem humanitären Hilfseinsatz Mitte 1994 in Goma, Zaire nach dem Völkermord in Ruanda – während dem ich mich gerade bei den Berggorillas aufgehalten habe - brauchte man für das französische Militär einen militärisch Bewanderten und Ortskundigen, um als Verbindungsoffizier zum von der Bundesrepublik Deutschland geschicktem Team des Technischen Hilfswerkes zu fungieren. Besteigen des Vulkans war da auch keine Priorität. Aber eine Beziehung zu Höllenlöchern entwickelte sich bereits früh.
Vorgeschichte 2 nur im Bwana Blog, da Abschweifung
Ich habe mir im Vorwege bei Adriana noch ein paar Tipps geholt, wie man auch erschöpft noch hübsch aussehen kann, Streckeninformationen von Matthias und Picco wollte sehen, was aus seinem kleinen Stinker Babyvulkan von 2016 geworden ist. Picco angelt:
Die Anfahrt Nach dem Gorillatrekking befanden wir uns noch auf der Mikeno Lodge. Aber die Gedanken waren schon beim Nyiragongo.
Es gab zum Abendessen, glaube ich, Kohlrabi in geriebenen Karotten paniert, das ganze fettarm angebraten und mit einem Klecks Magerquark serviert. Das hat mir eine vegane Freakadelle erzählt. Ein Beilagenteller, also. Nichts, was tierisch lecker schmeckt. Es sang in meinem Hinterkopf der Chor don Bleau. Ich war sicher, hier bei einer V.E.g.S.i.d.A Versammlung zu sein. V.E.g.S.i.d.A Vegetarische Europäer gegen die Salamisierung des Abendessens. O.K., bescheuerte Wortwitze über Vegetarier kann man sich echt Schinken. Witze über Tofu sind genauso geschmacklos.
Sellarie, sagte die französische Lodge-Managerin. Man-Go konnte ich nur machen. Wieder hungrig ins Bett. Hätte man mit dem Salat nicht wenigstens was Essbares anlocken können? Nur weil man bei den Gorillas war, muss man ja nicht wie ein Gorilla essen. Veganes Essen kann dabei so lecker sein. Man muss nur ein wenig Hackfleisch und Sahne dazugeben und das Ganze dann mit Käse überbacken. Oder eine Kohlroulade wäre ein Kompromiss, aber so fällt man ja vom Fleisch und Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, das ist doch wie ein Auto ohne Reifen, und auch noch ohne Sprit, wenn es nicht mal eine fette Soße gibt. Es hat schon einen Grund, dass es dahinvegetieren heißt und nicht dahinschnitzeln. Aber natürlich war auch Hitler Veget-Arier und versuchte mit seinem Kultbuch „Mein Mampf“ die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das hat damals schon nicht geklappt. Wie soll man da den Hochleistungsaufstieg auf einen Vulkankrater schaffen?
Am nächsten Morgen Frühstück: Was für mich ein Komposthaufen war, nannte die Lodge-Managerin das Kalte Buffet. Immerhin: 100 Gramm Erdnussbutter dürfen 30 Insektenteile beinhalten.
Die Sachen zum Verladen wurden in der Lobby bereitgestellt. Das Surfbrett sticht bereits formal hinaus. Hungriger Start um 08:00 Uhr, damit man um 09:30 Uhr am Startpunkt für die Vulkanwanderung ist.
Mit einem Unimog auf den Straßen Congos ist veganes Reiten; bei einer Vorliebe für Maisdiesel, nennt man einen Motor-Defekt auch Kolbenfresser Am Ebola Checkpoint schnell Temperatur gemessen und weiter auf der Straße Richtung Goma, vorbei an Überresten der Lava vom Ausbruch 2002. Wenn das Leben Dir einen Lavastrom gibt, mach Backsteine draus.
Da, tatsächlich eine Boucherie, Metzgerei und Restaurant.
Zwei Dinge, die zusammengehören. Es war also doch nur der Vegan-Faschismus der kolonialen Lodgemanagerin, die uns hungrig hat aufbrechen lassen. Anhalten war leider aus Sicherheitsgründen nicht zulässig, so dass wir, obwohl es für uns um die Wurst ging, nicht wenigstens eine Salamischeibe bekommen konnten, die man sich wie ein Nikotinpflaster auf den Oberarm hätte bappen können. Die letzten Kilometer auf nagelneuer Teerstraße.
Ungefähr 10 km vor Goma geht es rechts eine kleine Anhöhe hinauf und wir sind am Nationalparkoffice für die Nyiragongo Besteigung.
Die Formalitäten werden erledigt, man vergleicht Quittungen, Voucher und trägt die Daten in große Bücher ein.
Wir sind auf dieser Tour am 27.12.2019 nur zu viert: Ferdo, die türkische Bloggerin, die schon mit uns zusammen bei den Berggorillas war, Erika und Heiko, langjährige Freunde, die mir auch das Surfboard aus Deutschland mitgebracht haben und Ich. Eine 6er Touristen Gruppe wird uns von Oben beim Aufstieg entgegenkommen. Normal wären in dieser Saisonzeit 24er Gruppen.
hallo Carsten, das scheint ja eine abenteuerliche Reise zu werden , da bin ich sehr gerne dabei , gespikt mit amüsanter Schreibweise .... klasse. Eine gute Zeit bleib gesund das wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201615. Jan. 2021 · #3
"Was für mich ein Komposthaufen war......" Ich habe mich gerade quer durch Zimmer gekugelt vor Lachen 😄
Das kommt auf meiner "den Spruch kann man bestimmt mal an den Mann bringen" Liste ganz nach vorne
Beim Nyiragongo reis ich natürlich mit! Mach mal Platz auf dem Surfbrett, ich steig auch auf! 😎
Carsten Möhle schrieb:...und Picco wollte sehen, was aus seinem kleinen Stinker Babyvulkan von 2016 geworden ist.
Genau...aber warum seh ich nichts???
Carsten Möhle schrieb:Picco angelt:
Ja, genau...soooooo langweilig dass ich angle wurde es mir noch nie zuvor...und wenn ich das Bild meiner Coiffeuse zeige kriegt die einen Herzinfarkt und ihre letzten Worte werden 'was hab ich da nur getan' sein... 😈
Carsten Möhle schrieb: Ich habe mir im Vorwege bei Adriana noch ein paar Tipps geholt, wie man auch erschöpft noch hübsch aussehen kann, Streckeninformationen von Matthias und Picco wollte sehen, was aus seinem kleinen Stinker Babyvulkan von 2016 geworden ist.
Hihihi! Der Tipp, hungrig auf den Vulkan zu gehen, könnte auch von mir gewesen sein! Ich konnte an dem Tag beim Frühstück kaum etwas essen, obwohl der Tisch voll mit Leckereien war, wahrscheinlich war ich zu aufgeregt.
Carsten Möhle schrieb: Picco angelt: ...
Das Bild ist der Hammer! :-D @Picco, ist das Bild echt oder hat Carsten mit Photoshop gespielt?
adriana schrieb:@Picco, ist das Bild echt oder hat Carsten mit Photoshop gespielt?
Wer mich auch nur ansatzweise kennt sieht schon an den 'Schuhen' dass ich das niemals sein kann! Sandalen hab ich zwar viel an, aber solches Zeug niemals! 😉 Und auch die Frisur stimmt mit meiner nicht überein....also auch falls mich meine Erinnerung täuschen sollte kann das gar kein Bild von mir sein. 😎
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200617. Jan. 2021 · #11
adriana schrieb:
picco schrieb: Wer mich auch nur ansatzweise kennt sieht schon an den 'Schuhen' dass ich das niemals sein kann!
Das stimmt. Die Schuhe könnten eher von Wolfgang sein! 🤩
Aber dann passt die Frisur nicht. Seit der fünften Klasse kann man meine Ohren ja nicht mehr sehen. Aber vielleicht habe ich ja mal Flip Flops bei Carsten vergessen und sie haben neue Besitzer gefunden.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Carsten MöhleThemenstarter1'287 Beiträge · seit 200617. Jan. 2021 · #12
@picco Ich habe mich immer gefragt, warum Du mit Schnorchelmaske auf den Vulkan gestiegen bist. Du redestest von einem ominösen See, ich erhoffte mir Wasser, Strudel, Wellen. Sirenengleich hast Du mich da mit Surfausrüstung raufgelockt. @BikeAfrica wenn einer die Radrennbahn um den Lavasee einweiht, dann bist Du es. @adriana ich wollte da gar nicht hungrig rauf. Die Vegan-Faschisten von der Lodge haben mich dazu gezwungen. Ich brauche meine 2.500 Kalorien am Tag um zu funktionieren. Sie wollte mich quälen mit Lobpreisungen eines Lebens mit gedämpften Fenchel. Und zur Belohnung gabs auch nur links- und rechtsdrehende Bananenmilch-Yoghurts. Probiotisch, um mich ruhig zu stellen.
Infolgedessen treten noch einige obsolete und unglaubwürdige Ereignisse auf, die den Eindruck, hier handele es sich um eine seriöse Dokumentation tatsächlich stattgefundener Begebenheiten, nicht gerade bestärkt, aber das könnt Ihr bei dieser sich jetzt bietenden Gelegenheit nachlesen, ich muss jetzt meine Walrobben mit Schweinetalg bestreichen. Sie rufen schon die ganze Nacht. "Bepinsle uns, Bwana!" Ich komm ja schon.
Carsten MöhleThemenstarter1'287 Beiträge · seit 200617. Jan. 2021 · #13
Während wir auf die angeforderten Träger warten, erinnerte ich mich daran, wie beschwerlich es für die ersten europäischen Forscher war, diesen Platz des noch nie zuvor geschauten zu erreichen. Speke und Grant wurden die Berge als ersten Europäern 1861 gezeigt, sie schrieben dafür das Wort Mfumbiro-Berge auf; erst der deutsche Zoologe und Afrikaforscher Franz Stuhlmann erkannte 1892 als erster den vulkanischen Charakter. Kompletter Reisebericht (Mit Emin Pascha ins Herz von Afrika (1894))
Ein hervorragender Film, um sich in die Zeit der europäischen Entdecker und die Karawanenökonomie hineinzuversetzen ist der Film „Land der schwarzen Sonne“, der die Suche nach den Nilquellen 1857-59 vom WeltensammlerBurton und Speke überwiegend historisch korrekt in Szene setzt.
Mit der Absicht und dem Auftrag, Zentralafrika zu erforschen, brach Gustav Adolf Graf von Götzen (1866–1910) mit Georg von Prittwitz und Gaffron (1861–1936) und dem Arzt Hermann Kersting (1863–1932) im Dezember 1893 an der Küste des Indischen Ozeans von Pagani auf und erreichte nach 5 ½ Monaten am Donnerstag, 07. Juni 1894 den Fuß des Nyiragongo.
Man beachte und merke sich die Form der Zelte.
„Während wir bisher von den Eingeborenen verschiedene Namen für den Berg gehört hatten, wird er jetzt übereinstimmend Kirunga tscha gongo genannt. Auch über die Bedeutung dieses Wortes wurden uns Angaben gemacht: »Kirunga« soll soviel als »rund« bedeuten, und, da die ganze Kette der Wilkane »virunga« genannt wird, so sind möglicherweise die runden Krater- formen für diesen Namen bestimmend gewesen. » Gongo » scheint einen Ort, an dem Opfer dargebracht werden, zu bedeuten.“
Götzen macht den Namen Virunga (Plural von Kirunga) bekannt, den die Vulkankette seither trägt.
Sein kompletter Reisebericht Durch Afrika von Ost nach West: Resultate und Begebenheiten einer Reise von der Deutsch-Ostafrikanischen Küste bis zur Kongomündung in den Jahren 1893/94
Hier als .pdf Dokument 📎 GoetzenDurchAfrikavonOstnachWest-Vulkan.pdf mit der Nyiragongo Besteigungs- Beschreibung und ein paar Ausschnitte zum Vergleich mit einer heutigen Beschreibung Von Götzen 1894 S. 200: „Die Vorbereitungen für den morgigen Tag erforderten mancherlei Veränderungen in unserem Gepäck. In Folge dessen herrscht im grossen Zelt eine malerische Unordnung: auf dem grossen Tisch liegen in buntem Durcheinander die Tagebücher, ein Prismen-Kompas, Aneroide, Patronen, spiritusgefüllte Gläser für Sammelzwecke, Greens englische Ge- schichte, der »heilige Antonius« von Wilhelm Busch, eine Schachtel Naphtalin u. s. w.
Während ich schreibe, lässt Prittwitz draussen Gewehrgriffe machen und revidirt die Waffen; Kersting aber untersucht den Gesundheits- und Kräftezustand von 20 Leuten, die ich ausgewählt habe, uns morgen zu begleiten, um eines der grössten und interessantesten Räthsel im »dunkel- sten« Afrika zu lösen.“
Der Bwana 2019: Was nehme ich mit?
Wanderstöcke. Man kann für 10 US$ handgeschnitzte Wanderstöcke leihen. Tut es. Man braucht sie, um den Bewegungsapparat und vor allem die Knie zu entlasten. Außerdem ist das schon eine gute Vorübung des Wanderlismus, wenn man später mal an Krücken gehen muss. Ich empfehle individuell einstellbare Teleskopstöcke, um je nach Steilheit und Neigung die Stöcke um 5 bis 10 cm zu kürzen (bergauf) oder zu verlängern (bergab). Die Richtige Länge der Wanderstöcke = Körpergröße x 0,68 Um zu testen ob Du die richtige Länge bei den Wanderstöcken eingestellt hast, stell dich aufrecht hin, nimm die Wanderstöcke an den Griffen in die Hand und stell sie auf den Boden. Jetzt sollten deine Unterarme in einem rechten Winkel (90°) zu euren Oberarmen stehen. Wenn das der Fall ist, hast Du deine Wanderstöcke auf die optimale Länge eingestellt.
Was noch? -Um Photos zu machen mein Samsung Galaxy S7 Mobiltelefon und eine handliche Canon SX280 HS Powershot Reisezoomkamera, die ich seit Jahren wegen ihrer GPS Funktion und FullHD Videoaufnahmen für meine Recherchen nutze.
-ein Surfbrett (siehe Vorgeschichte 2), denn man sollte immer mehr träumen, als Andere es für praktisch halten. Nur Bügelbretter sind Surfbretter, die ihren Traum aufgegeben und sich einen richtigen Job gesucht haben Andere furzen vor dem Computer und nennen es Windsurfen. By the way: Die social Media Dame eines anderen Reiseveranstalters meldet meine Beiträge regelmäßig mit Ihren ca. 10 Konten bei Facebook, so dass es jedes Mal ein wenig Reichweite kostet. Es werden die starken Gefühle recht gern in eine Welt ausgelagert, die sich mit der Fingerspitze kontrollieren, anhalten, wiederholen, verewigen oder löschen lässt. Und ich bin mir sicher, dass es nicht wegen meiner Brustwarzen ist.
- und ein Snickers. Ein Snickers kann einen nicht Marslos enttäuschen, es hat Nüsse, ist männlich. Ich hatte in Ruanda noch 4, aber um das Berggorilla Trekking zu überstehen habe ich bereits 3 eingeschmissen. Die Kakaobohne kommt ja von einem Baum, ist also eine Pflanze, das macht es ja auch zu so einer Art Salat. Wenn es doch nur ein Mett-Snickers geben würde, oder Haribo Goldhack, oder gar Mettella. Wieviel Berge könnte man dann besteigen.
Von Götzen 1894 S. 202: „Prittwitz und ich waren von 18 ausgesuchten Trägern begleitet — je zwei Mann für eine Traglast — , ferner von dem Gefreiten Hamis wadi Ismaili, der einst mit Dr. Stuhlmann den Runssoro bestiegen hatte, sowie von den Soldaten Mambo und Pesa moja. Als Führer dienten uns zwei vom Ortschef uns zugewiesene Batwa, untersetzte kleine Kerle mit Bogen und Pfeilen, aber ohne auffallende Merkmale, die sie von der übrigen Wahutu-Bevölkerung streng unterschieden hätten; bemerkenswerth an ihnen war nur der Umstand, dass sie nicht vom Ackerbau, sondern allein von der Jagd zu leben angaben.“
Der Bwana 2019: Wir sind wandernde Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen. Es wird zu Recht erwartet, dass man mindestens einen Träger für sein persönliches Gepäck beschäftigt. Warum sich nicht ein wenig Luxus, ja Dekadenz gönnen. Einen zweiten Schlafsack, Wechselunterwäsche, irgendeine Steinmännchenkunst-Installation, wie die Made im Speck leben, ein paar Bücher, Webers Grillbibel, Gesellschaftsspiele, wie z.B. Mett-Ärgere-Dich-Nicht, oh, da war schon wieder der Gedanke an Fleisch, der Entzug bisher war zu hart, für jemanden, der in einem Land lebt, in dem ein Lady Steak 300 Gramm hat und man sagt: „Becoming a Vegetarian is a huge missed steak“ Die Spiele, Klamotten, Bücher, lässt man nachher oben in der Rangerhütte oder schenkt sie bereits den Trägern. Das ist keine Herrenmenschen-Attitüde, sondern alles hilft, was einem zweiten Träger die Würde gibt, Geld zu verdienen, um seine Familie zu ernähren. Es ist falscher Stolz, allen zu zeigen, dass man sein Gepäck selbst tragen kann. Man sollte es nicht. Besonders nicht als alter, weißer Mann.
Vorbildlich von Götzen 1894 S. 203: Unser Gepäck bestand aus folgenden Gegenständen: ein Zelt für uns, drei kleinere Zelte für die Mannschaft, Decken, Reservekleider, eine Last Proviant, eine Kiste mit Essgeschirr, Büchern etc.; ferner wurden mitgeführt: ein grosser Photographenapparat, ein Kodak-Momentapparat, der Theodolit, das Hypsometer, ein Aneroidbarometer (das andere blieb im Lager, um von Kersting zu verabredeten Zeiten abgelesen zu werden), zwei Thermo- meter, vier Gewehre, ein Seil, zwei Aexte, ein Fernrohr, zwei Feldstühle, eine Mappe mit Pflanzenpapier zum Sammeln. Jeder Mann führte ferner einen Mundvorrath für drei Tage und etwas Wasser bei sich.
So schafft man Arbeitsplätze! Ein Träger erhält 25 US$, sein Trinkgeld sollte nach Ende des Trips 10 US$ betragen. Maximal zugeteiltes Gewicht ist 15kg. Die bewaffneten Park Ranger sollten jeweils 10-20 US$ Trinkgeld bekommen. Von Götzen hatte Jäger mit und wir auch Bewaffnete, sollte der Speiseplan für heute noch was Essbares hergeben? Erwartungsfroh ging es los. Der Aufstieg sollte 5-6 Stunden dauern. Die Karte im Kibati – Rangerbüro zeigt die verschiedenen Rastplätze für kurze Pausen an. Start auf 1.994 Höhenmetern. Keine 1.500m Höhenunterschied bis zum Kraterrand. Der Abmarsch wurde auf 10 Uhr festgelegt.
„It is not a competition“ Der gerne gehörte Satz, von dem wir wussten, es ist nur eine Floskel. Ein Hoffnungswort. Ein Potemkinsches Dorf, hinter dem sich ein Wettlauf zum Kraterrand verbarg. Dort gibt es Essen. Und ein Großteil der Träger, auch Frauen, die Verpflegungs- und Wasserrationen zu einem permanentes Rangercamp auf ca. 2.700m Höhe brachten, wollten abends wieder zu Hause sein. Die Ablösung für das permanente Rangercamp kam auch noch mit und wollte schnell oben sein, denn dort gibt es Essen. Und man wollte den Kameraden ermöglichen, abends wieder zu Hause zu sein, zum Essen.
Der Untergrund war glitschig. Kein Wunder-Regenzeit und Regenwald. Mich erinnerte es an die wunderbare Konsistenz von Hackfleisch, vermischt mit Ei, Sonnenblumenöl, Semmelbröseln und einigen Teelöffeln extra scharfen Senf. Frikadelle, B(o)ulette, Fleischpflanzerl, Fleischlaberl, Fleischküchle oder Faschiertes Laibchen Frisch Zusammengemischt. Hackfleisch kneten ist ja auch wie Tiere streicheln – nur später. So, jetzt fehlt nur noch ein kleiner Lavastrom und es wird ein Bratklops.
Notiz an Bwana: Es geht noch schneller vorwärts, wenn man Gewicht delegiert. Der Träger wollte sein Geld wert sein. Also bekommt er das Surfboard für unser nächstes board-meeting kurzzeitig überlassen.
Warum er mir so sympathisch war? Nun, er hatte Verpflegung mit dabei. Einen lebenden Hahn. Ich vermutete, dass er dort oben nicht als Wecker gebraucht würde, der Hahn vermutete, dass er wenigstens den ganzen Weg nicht mehr zurück müsste. Für die paranoide Veganerin von der Lodge geht wahrscheinlich nicht einmal Wasser aus einem Hahn zu trinken. Wenn Veganer überhaupt kein Ei essen, wie panieren die dann ihr Schnitzel? Wenn man Veganer wenigstens aus Pflanzenhass statt aus Tierliebe ist. Veganismus ist nämlich auch nicht das Gelbe vom Ei, sie sind grausam. Ich meine, so ein Hühnchen kann ja wegrennen, aber ein Bohnensalat?
Man kann an diesen beiden Photos auch die Geheimnisse guter Kameraeinstellungen erahnen. Während beim Querformat mehr Darsteller nebeneinander ins Bild passen, kriegt man beim Hochformat mehr Leute übereinander drauf. Ein Vorteil, der vor allem Giraffen- und Pornofilmer interessieren dürfte und Freunde, die mich mit einem Surfbrett auf Wanderung durch den Regenwald photographieren mussten.
Je nachdem, nach der Entdeckung des Hühnchens und Abgabe des Surfbretts an den Träger ging es fröhlich und zuversichtlich weiter. Aus dem Tag kann was werden. Ich sehe ein wenig frischer aus als Heiko und Erika, da ich ja in Windhoek fast ständig auf 1.700 Höhenmeter lebe und meine roten Blutkörperchen daher mehr Sauerstoff aufnehmen können. Außerdem kann ich in unmöglichen Lagen und in den unterschiedlichsten Betten gut schlafen.
Ich konzentriere mich darauf, mich an grün satt zu sehen. Einen Farbton, den wir in Namibia ja nicht so häufig zu sehen bekommen. Herrlicher Miombo-Mischwald und ein paar Flechten und Farne.
Nach 1 ½ Stunden floss der Schweiß in Strömen. Ich überlegte mir, aus meinem Hut eine Vorrichtung zu bauen, die meinen Schweiß systematisch aufsaugt und sammelt. Alle halben Stündchen müsste dann ein Süppchen zusammenkommen, das so wertvoll wie ein kleines Steak ist. Heiko ist in seinen Rhythmus reingekommen und zog gut durch. Erika und Ferdo hatten überhaupt keine Probleme Ich gönnte mir Marscherleichterungen am ersten Rastplatz auf 2.254 Höhe. Die ersten 250 Höhenmeter von 1.500 waren geschafft. Ich ebenfalls.
Und hungrig. Man hat die ganze Zeit überdimensionierte Essstäbchen dabei und nicht zu Essen. Unser Koch sagt, dass es am nächsten Rastplatz etwas Marschverpflegung zum Mittagessen geben wird.
Ich bin die Krone der Erschöpfung. Mein Körper besteht zu 30% aus Müdigkeit, der Rest ist Hunger.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200617. Jan. 2021 · #14
Carsten Möhle schrieb:
Und hungrig. Man hat die ganze Zeit überdimensionierte Essstäbchen dabei und nicht zu Essen. Unser Koch sagt, dass es am nächsten Rastplatz etwas Marschverpflegung zum Mittagessen geben wird.
Ich bin die Krone der Erschöpfung. Mein Körper besteht zu 30% aus Müdigkeit, der Rest ist Hunger.
… und zu allem Überfluss hat noch jemand Dein Hemd durchgeschwitzt.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich werde deinen Reise reicht mit Interesse verfolgen. Auf unserer Reise 2005 sind wir nicht auf den Berg gekommen...
Mit freundlichen Grüßen Rolf
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
picco6'369 Beiträge · seit 201118. Jan. 2021 · #16
Hoi zämä
Carsten Möhle schrieb:Ich habe mich immer gefragt, warum Du mit Schnorchelmaske auf den Vulkan gestiegen bist. Du redestest von einem ominösen See, ich erhoffte mir Wasser, Strudel, Wellen. Sirenengleich hast Du mich da mit Surfausrüstung raufgelockt.
Ursprünglich wollten wir im Lavasee ja schnorcheln, als wir dann aber feststellten dass der Lavasee nicht nur so heisst sondern auch ganz schön heiss und aus Lava ist kamen erste leichte Zweifel, die sich verstärkten als der Holländer, der mit uns hochgestiegen ist, beim Schwimmversuch Feuer und Flamme war... ...so konnten wir vom Aufstieg Geschwächten am verstärkten Zweifel nicht mehr zweifeln und darum entschlossen wir uns einen Abstecher an die Sansi-Bar einzulegen um den Einsatz der Schnorchelmasken dort zu besprechen... ...odrr so...
Carsten Möhle schrieb:Die social Media Dame eines anderen Reiseveranstalters meldet meine Beiträge regelmäßig mit Ihren ca. 10 Konten bei Facebook, so dass es jedes Mal ein wenig Reichweite kostet.
Ja, so eine kenn ich auch...aber jener Reiseveranstalter hält sich auch für den Godfather of Africa oder so was obwohl... na ja, lassen wir das... 😉
Carsten MöhleThemenstarter1'287 Beiträge · seit 200618. Jan. 2021 · #17
@BikeAfrica Das ist natürlich Kunstschweiß. Aus Höflichkeit den anderen Gegenüber. Der Schweiß ist besonders beliebt, weil er ohne jeglichen Einsatz von Tierversuchen hergestellt werden kann, was vor allem daran liegt, dass viele Tiere anatomisch gar nicht dazu in der Lage sind zu schwitzen. Daran erkennt man den Tierschützer. Als Fleischesser schätzen wir die Tiere ja sogar noch über ihren Tod hinaus. Jedoch gibt es auch Personen, welche schwitzen, ohne sich zu bewegen und diese Leute heißen "dick". Über Gewicht spricht man nicht, Übergewicht hat man. Der Jahrgang 1964 ist dabei ein besonders feiner Tropfen und sehr zu empfehlen.
@Cheldon Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In den nächsten 4 Jahren sollte man das aber eher kurzfristig angehen, da der Nyiragongo zur Zeit in seiner Eigenschaft als Vulkan gefährlich ist und ausbrechen könnte. Ich sage dazu auch noch was i mweiteren Reisebericht. Bitte dranbleiben.
Durch die Rast gestärkt konnte es weitergehen. Aber "No waves no glory” Nur nichts anmerken lassen, wie Spock: außen Vulkanier, aber innen Klingone.
https://youtu.be/bXxZN3u0h5U Die Bodenkrumme bestand jetzt aus breitgetretenem Basaltgestein. Meine „Ge-Hilfen“ Allwetterganzjahresüberallstiefel steckten das ständige Auftreten auf die Legosteine gut weg.
Notiz an Bwana: Vielleicht sollte man sich für die nächste Tour noch eine weitere Sohle als Einlage mitnehmen. Großhirn an Bwana: Nächste Tour? Zuerst musst du noch diesen Katzenkalender fertigmachen… Achselhaare an Bwana: Vorher noch Achselhaarextensions gegen den Schweiß. Magen an Bwana: BÖKLUNDER! GUTFRIED! REDLEFSEN! MEICA! BIFI! Enddarm an Bwana: Seitenbacher Müsli!
So, aus dem Bild verschwunden. Das Surfbrett kann wieder an den Träger übergeben werden. Alle paar Minuten eine kurze Pause, unter dem Vorwand die Landschaft auch mal zu genießen. Unser Koch- links im schweinchenrosa Tshirt- schaute schon skeptisch in meine Richtung. Ob er das richtige dabeihat, um mich zu ernähren?
Ferdo und Erika hatten mittlerweile die Führung übernommen, aber nicht als Schwächste, sondern als Stärkste in der Gruppe. „Wenn Du hier bist wer kocht dann im Himmel gerade Gulasch?“ Rief ich ihr zu und nutzte ihre Verwirrung darüber, schnell im Turbogang an ihr vorbeizuziehen.
Endlich erreichten wir um 15:10 Uhr den zweiten Rastplatz auf 2.525m.
Für die nur 275 Höhenmeter seit dem letzten Rastplatz haben wir 3 1/2 lange Stunden gebraucht. Mehr als 5 Stunden für die ersten 4 km und drei noch viel Steilere „lagen“ noch vor uns. Wenn wir in diesem Tempo weiterkommen erreichen wir den Krater erst bei Dunkelheit.
Irgendwie müssen wir jetzt den Turbo anwerfen. Ich könnte schwören, dass das Snickers gerade nach mir gerufen hat. Ich habe es dann aber nur noch kurz gesehen. Huch! Snickers in den Mund gefallen. Unser Koch verteilte uns jetzt seine mitgebrachten Schätze: Gurkenstücken, die Salami für Vegetarier, 2 Bananen- Ein Affensnickers! Dazu Eierpfannkuchen- soll ich crepieren? Ich meine, man sollte Glutenunverträgliche Menschen auch nicht in Getreidefeldern aussetzen. Wieso jetzt das? Eine ernährungstechnische Kraterstrophe!
Da ist man nun beim größten Grillfeuer der Welt, und dann gibt’s kein Fleisch!
Das Erfolgsrezept der Menschen ist der erhöhte Fleischkonsum, sonst wären wir vegetarische Affen geblieben. Sie grillten Fleisch, panierten es, steckten es auf Spieße, tunkten es in dicke Soßen und leckten sich die Lippen. So wurden wir zum Menschen. Warum sollte man ohne Not den sicheren Platz am Ende der Nahrungskette aufgeben?
Was würde ich jetzt für eine Yogumette, der längsten Praline der Welt, geben!
Also Tempo-Tempo. Noch schnell von den Trägern und Ablöse-Rangern verabschieden, die zum Außenlager weitergehen und durch die Wolkenzone zum nächsten Rastlager, als Sprungbrett zum Kraterrand.
Um 16:15 Uhr haben wir bereits den letzten Rastplatz auf 2.755m erreicht, sensationelle 45 Minuten für 230 Höhenmeter. Danke, Snickers!
Nein, kein Erschöpfungsschlaf. Hinfallen ist ja wie anlehnen, nur später. Ich versuche nur, meine Augen vor dem einfallenden Abendsonnenlicht zu schützen. Und träume von Mettflix-Serien wie Mett Gyver, Donald Hack und Kermett aus der Sesamstraße oder den Filmen Jurassic Pork, Mettgeflüster mit Rock Hudson und Doris Day sowie Disneys The Loin King. Eine Ham-Let Aufführung in der Shakesbier Arena und dazu eine Tafel Ritter Sport Gulasch oder ein Hacknuta mit einer Dose Sprühjehacktes für Clemettinen. Als Getränk dazu eine Diet Coke mit Schinkengeschmack oder einer Bacon-Soda.
Nicht zu verwechseln ist Nordic Walking mit der ebenfalls weltbekannten Extremsportart Southern Creeping. Daher ging es für den Endspurt wieder aufrecht weiter.
Als wenn man auf einer riesigen Raucherlunge wandert.
Seit Jahrzehnten als „Erikalager“ bekannt wegen des baumhohen Riesen-Heidekrauts auf 2.900m.
Vulkan Karisimbi (4506 m) in der Virungakette. Man kann jetzt auch erahnen, wie steil der Weg nach oben in diesem Teil ist. Aber keine Zeit zum Abhängen.
Blick nach Goma und Lake Kivu. Zu sehen ist aber nur der Shaheru Krater im Nebel
Um 16:35 Uhr sehen wir bereits die Hütten unseres Nachtlagers 10m unterhalb des Kraterrandes.
Ein brutaler Endspurt. Um uns abzulenken und zu motivieren, denken wir uns Vulkanbeschimpfungen aus:
• Blas Dich nicht so auf, Nyiragongo ! • Verschwinde oder ich schlag dir den Gipfel ein ! • Ich kannte Dich schon, als Du noch flüssig warst ! • Du hinterlässt ja sowieso nur verbrannte Erde ! • Hast Du Glatze oder ist das ein Gletscher, wie bei Herrn Kilimanjaro ! • Spuck hier nicht so rum ! • Dir werden wir einheizen ! • Du hast ja einen Schatten, kleiner als der vom Bwana ! • Deine Mutter war doch ein Canyon ! Dein Vater war ein Tal ! • Auf Dir würde Jesus keine Bergpredigt halten ! • Du lässt ja jeden rauf ! • Du bist so vertrocknet, Du bekommst nicht mal ne Lawine hin ! • An dir hat sich doch noch nie ne Wolke abgeregnet ! • Dein Gipfelkreuz steht ja im Loch ! • Der dümmste Berg hat die dicksten Brocken ! • Deine Mutter hatte Hängegipfel ! • Ich hetze dir gleich Goldsucher auf deine Krampfadern !
Und endlich, endlich oben. Handyempfang!
Unverbaute Sicht aufs Klo, aber Stoffwechsel kann warten. Schnell die Sachen in die zugewiesene Schlafhütte gebracht und dann noch 10m rauf zum Kraterrand, um einen Blick auf den Lavasee zu werfen. Noch 5m, noch 3m, jetzt sind wir am Kraterrand und schauen rüber:
Denkt dran, noch bis Ende des Monats kann einfach hier gespendet werden:
Fake new - es kann noch gaaaanz, gaaanz lange gespendet werden! Carsten - großes Kompliment für Deine Leistung! Sollte ich noch einmal nach Windhoek kommen, bringe ich Dir the world best hessische Ahle Worscht mit! Dann Deines Berichts wurde mir auch klar, dass ich seinerzeit von Bulera aus nicht etwa den Nyiriagongo gesehen habe. Es war der Karisimbi.... Schöne Grüße Friederike
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Jan. 2021 · #20
Carsten Möhle schrieb:
Nein, kein Erschöpfungsschlaf. Hinfallen ist ja wie anlehnen, nur später. Ich versuche nur, meine Augen vor dem einfallenden Abendsonnenlicht zu schützen.
So sehe ich auch immer aus, wenn ich meine Augenlider auf innere Verletzungen untersuche. Man könnte uns kaum unterscheiden. Adriana würde es aufgrund des Schuhwerks gelingen … 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...