Mein Freund, der Baum....

24 Antworten · 5'778 Aufrufe · gestartet 16. Dez. 2020 von fotomatte
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Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200916. Dez. 2020 · #1
Hallo,

wie der heutigen Ausgabe der AZ zu entnehmen ist, ist der legendäre Baobab, bekannt als der "Grosse Baobab", im Mahango Game Reserve südlich von Divundu gefallen. Mein Freund, der Baum ist tot.

Alle Besucher des Parks haben wohl an diesem Baum eine Rast eingelegt, leider haben sich auch viele mit dem Messer in seiner Rinde "verewigt". Aber deshalb ist er sicher nicht eingegangen.

Ich kenne den Baum seit 2009, damals standen sie noch als Pat und Patterchon an ihrem Platz, der dicke, Mächtige und trotzdem etwas niedrigere sowie sein Kumpel, der dünnere, aber nochmals Höhere.

P1060561.jpg

Im Januar 2015 war der höhere Kumpel gefallen, aber der "Dicke" steht unverrückbar an seinem Platz.

P1060577.jpg

Was für ein Baum, hier in vollem Ornat.

P1180790.jpg

Im August 2017 zeigt er sich ebenso imposant, aber im blattlosen Zustand.

Ich war noch ein paar Mal bei ihm, habe aber keine weiteren Fotos mehr gemacht. Warum auch, ich habe schon so viele davon, und der Baum steht ja noch ewig, der überlebt mich locker....

Er wird mir fehlen, wenn ich wieder mal dort hin komme. Laut AZ war er wohl über tausend Jahre alt und einer der grössten Baobabs Namibias.


Viele Grüße,
Matthias
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184 Beiträge · seit 201016. Dez. 2020 · #3
Liebe Fomis,

wir konnten ihn leider nur noch liegend erleben, nachdem er zwei oder drei Tage vor unserem Besuch am 21. Nov. von Blitzen zerteilt wurde (nach Aussage der Rangerin). So heftig, wie die Gewitter in diesen Nächten waren, glauben wir das sofort.

Wir wünschen allen eine schöne Vorweihnachtszeit!
Liebe Grüße, Dietmar
1'165 Beiträge · seit 201716. Dez. 2020 · #4
Wirklich schade... das war die eine Stelle im Mahango die uns gut gefallen hat. 😐

2018


Schnitzereien ( 😣 )




Gruß,
Robin
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1'927 Beiträge · seit 200817. Dez. 2020 · #5
Auch einer unserer Lieblingsbäume hat sich / wurde gelegt 🙁
(Nambwa Platz 2)

P1030462.JPG



Einer der anwesenden Hauptverdächtigen...

P1030458.JPG


Gruß
Peter
33,1k Beiträge · seit 200617. Dez. 2020 · #6
wie der heutigen Ausgabe der AZ zu entnehmen ist, ist der legendäre Baobab, bekannt als der "Grosse Baobab", im Mahango Game Reserve südlich von Divundu gefallen. Mein Freund, der Baum ist tot.
ja, vor etwa 2 1 Monaten aber bereits umgefallen.
Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2020
33,1k Beiträge · seit 200617. Dez. 2020 · #8
Stimmt, vor einem Monat. Hatte irgendwie Mitte Okober auf dem Schirm. Aber für die AZ reicht das noch als News 😉

Viele Grüße
Christian
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1'489 Beiträge · seit 200617. Dez. 2020 · #9
Ich kann hier auch noch ein Foto von dem Alten Baobab beisteuern. Das war frühmorgens im September 2011

baobab.JPG



Schade, dass es ihn so getroffen hat. Aber er wird hoffentlich noch vielen Tieren, Käfern usw. als Lebensgrundlage zur Verfügung stehen.
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2020
4'140 Beiträge · seit 200917. Dez. 2020 · #10
Einfach unvorstellbar, dass ein solcher Baum umfallen kann. Aber da sieht man mal wieder: Alles ist endlich! Eine schmerzhafte Erfahrung, die leider in diese Zeit passt.
Dann will ich mich auch noch mit einem Bild von dem Freund Baum verabschieden:

IMG_1011.JPG

Tschüß! 🙁
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8'672 Beiträge · seit 201017. Dez. 2020 · #12
Keine Ahnung, warum Rennade da hochkant fotografiert hat 🤩 , aber das ist tatsächlich das letzte Foto vom Baobab im Jahr 2015, das ich habe. Als ich mit dir, Matthias, im Mahango unterwegs war in 2017, hab ich komischerweise kein Bild gemacht 🙁 .


aaha9a28b7.JPG



LG Bele
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2020
1'737 Beiträge · seit 201017. Dez. 2020 · #13
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Namibia2009VomEtoshaNPüberGrashoekindenCaprivi0051.jpg
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'712 Beiträge · seit 201617. Dez. 2020 · #14
Hallo Matthias,

da isser:

baum.jpg


Im November 2019. Wie schade 🙁 Ich mochte ihn wirklich sehr, er war schon sehr imposant und schön.

Liebe Grüße,
Betti
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2020
Gast17. Dez. 2020 · #15
Auf den Bildern sieht man eine deutliche Schieflage/Schlagseite, der Baobab ist also aus seiner Balance, in einem Kräfteungleichgewicht. Das ist für einen (PS: alten) Baobab, der ein Flachwurzler ist und nicht aus belastbaren „Holz“ besteht, schon eine gravierende Schwächung.
Ich habe leider meine Dias weggeworfen und kann mich nicht mehr erinnern ob er früher auch schon so schiefgestanden ist. Egal, alles was alt ist, hat irgendwann ein Ende. Man kann es aber hinauszögern, indem man um besonders alte und daher schützenswerte Bäume nicht herum trampelt. Dadurch wird die Grasnarbe zerstört und die Wind- und Wassererosion verstärkt und die Wurzeln offen gelegt. Das schwächt jeden Baum und Baobabs besonders. Wenn ich mir hier die Bilder mit Bodenerosion um große Bäume anschaue, wird mir schlecht. Da fehlt mindestens ein halber Meter Erde. Die Parkverwaltungen sollten diese Bäume einzäunen.
MM, und gleich dazu gesagt, ich bin kein Förster, habe nur Hausverstand.
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
150 Beiträge · seit 201518. Dez. 2020 · #16
Hier ein Bild vom Dezember 2018.
Mache mir langsam Gedanken. 2016 waren wir in Südafrika beim Sunland Baobab, ein Jahr später schlug dort ser Blitz ein.
Nun ist der nächste Baobab nicht mehr da. 🙁 🙁 🙁
Baobab.jpg
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200922. Dez. 2020 · #17
Hallo Fomis,

ich bedanke mich für eure Fotos von diesem eindrucksvollen Baum. Er hat offensichtlich viele von uns berührt.
Ob es nun übermäßiger Wind oder doch ein Blitz war, ist angeblich nicht geklärt.

Jedenfalls hat es nichts damit zu tun, dass der Baum nicht mehr im "Kräftegleichgewicht" gewesen wäre. Wie viele alte Bäume war auch dieser Baobab so besonders eindrucksvoll, weil er eben gezeichnet vom Leben war, mit etwas Schlagseite, mit abgebrochenen Ästen, mit Ausfaulungen, wie andere eben auch. Gerade die Baobabs sind sehr oft beschädigt (von Elefanten) und stehen oft schräg, da sie gerne auf sehr armen Substraten wachsen (man denke an die Baobabs bei den Epupa Falls, die wachsen aus dem blanken Fels).

Etwas verwunderlich ist dann schon der Ruf nach einem Zaun um den Baum, um ihn vor Beschädigungen des Wurzelwerks zu schützen.
Der Baum stand im NP, also im eingezäunten Gebiet. Soll man jetzt einen Zaun im Zaun bauen? Das entsprechende Umweltministerium wäre sicher froh und dankbar über diese Anregung gewesen.
Wie man auf Helens Foto schön sehen kann, waren Elefanten frisch am Werk und haben zum wiederholten Mal die Rinde abgeäst. Fast alle Baobabs sind so gezeichnet, und trotzdem fliegen sie nicht alle über Kopp.

Witzig ist der Hinweis auf die Grasnarbe. Wie man auf den verschiedenen Fotos gut sehen kann gibt es Gras im Sommer, wenn es geregnet hat, oder eben keines in der Trockenzeit. Vielleicht hätte ein Schild geholfen, das die Grasfresser darauf hinweist, dass hier bitte aus Rücksicht auf den Baum besser nicht geäst werden sollte?

Viele Grüße von einem anderen Nicht-Förster, (allerdings verdiene ich meine Brötchen trotzdem mit Bäumen)
Matthias
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Gast22. Dez. 2020 · #18
Danke fotomatte für die Belehrung und Zerstreuung meiner Befürchtungen.
Ich dachte nämlich bisher, dass man dem(r) Baumstoffwechsel und –stabilität nichts Gutes tut, wenn man das Porenvolumen des umgebenden Bodens (und damit die Luft- und Wasserdurchlässigkeit) reduziert oder verschließt oder überhaupt gleich Boden abträgt (was man an den Bildern mE durchaus sehen kann). Schutzmaßnahmen um besonders alte und schützenswerte Bäume, wie Zäune oder boardwalks, wie vielerorts zu sehen, sind somit überflüssig. Ebenso wie Betretungsverbote oder boardwalks auf Dünen, in fynbos oder macchia. Ich dachte auch immer, dass die Welwetschias oder der Big Tree schon längst hinüber wären, wenn man sie nicht geschützt hätte. Schön, dass das überflüssige Fleißaufgaben sind und dass es ein Fehler ist, dabei in sehr langen Zeiträumen zu denken und nicht bloß in ein paar Jahren. Das macht Vieles viel einfacher.
Einer meiner Platzrunden ist ein recht beliebter Weg durch den Wald und daher überall von Erosion und Eintiefung, Freilegung von Wurzelstöcken tangierter Bäume begleitet, von denen auch irgendwann einige fallen. Ob das jetzt ein großer Verlust ist, ist eine andere Sache, aber es geht ja hier um den Vorgang an sich: Wo oft hingetreten wird, entsteht ein „Flurschaden“, dachte ich zumindest bis jetzt. Aber GsD ist das nicht so, denn die Bäume fallen ja nicht dadurch sondern durch Regen und/oder Wind.
Ich dachte auch immer, dass „Holz“ und vor allem Wurzeln eines Baobobs nicht sehr belastbar sind, bzw. die Wurzeln nicht so viel zur Baumstabilität beitragen können, wie Bäume aus härterem Holz. Wenn ich andere gefallene Bäume sehe, sehe ich meistens entwurzelte Bäume, bei einem Baobab sehe ich meistens direkt am Stamm abgerissene Wurzeln*). Starke Zugkräfte konnten sie wohl nicht aufnehmen, dachte ich.

P1060561.jpg


Aber so lernt man eben immer dazu, das ist ja das Schöne an so einem Forum 🙂 😗
*PS 18:35 und gefallene Boababs sieht man sowieso nicht lange, denn in Nullkommanix sind sie biologisch recycelt, so belastbar ist Baobabholz.... trotzdem ist Ausbalancieren kein Thema 😄
zuletzt bearbeitet 22. Dez. 2020
Themenstarter2'512 Beiträge · seit 200922. Dez. 2020 · #19
Hallo Werner,

Du hast geschrieben: "Starke Zugkräfte konnten sie wohl nicht aufnehmen, dachte ich." Ja, und? Was willst Du damit sagen? Trotzdem gibt es alte Baobabs, der hier war angeblich über tausend Jahre alt, und der Älteste in Südafrika hat sogar über 1800 Jahre auf´m Buckel, trotz diesem Wurzelwerk. Und nu?

Und Deine Argumentation bezüglich Verdichtung des Bodens mag sich ja nett anhören, aber glaubst Du ernsthaft, dass der Druck pro cm2 bei einem wohlgenährten Wohlstandseuropäer höher wäre als bei einem Elefant, die da permanent drüber latschen?

Und wo Du Bodenabtrag sehen kannst, finde ich spannend, ich seh nämlich nix. Oder doch: gerade dieser Baobab war umgeben von einem Strauchgürtel (auf allen Fotos gut zu sehen), der 1. verhindert, dass Touris ihr Fahrzeug direkt über die Wurzeln des Baums lenken (genau dies soll die Umzäunung, aber auch die gelegten Steinkreise bei den Welwitschias verhindern) und 2. haben die Sträucher den Boden vor Erosion mit ihren Wurzeln geschützt. Den ominösen Bodenverlust von einem halben Meter habe ich damals nicht erkennen können.

Zum Rest Deines Ergusses will ich nicht weiter eingehen, den schiebe ich auf Deine Langeweile und wohl sowas wie Verzweiflung wegen eines kleinen Virus´, das Dich dann dazu bringt, in Posts zu schreiben, die sich gar nicht mit dem Teil befassen, wo Du dich doch soviel besser auskennst.

Schade, die Posts, die Du früher zu Zeiten deiner ersten Identität hier im Forum verfasst hast, fand ich unvergleichlich gehaltvoller und informativer.

Trotzdem grüße ich nach Österreich und lupf den Hut,
Matthias
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275 Beiträge · seit 201322. Dez. 2020 · #20
Hallo allerseits, wir haben heute den Baum angesehen. Er weist keinerlei Spuren von Blitzschlag auf und war innen hohl. Grüße aus Divundu, chrisanna