pcbThemenstarter130 Beiträge · seit 201710. Nov. 2019 · #1
Bei der Einreise von Namibia nach Botswana in Buitepos wurden wir nach dem Gelbfieber Impfpass gefragt, weil die Beamten im Reisepass einen Stempel von Costa Rica/2016 entdeckten. Das ist angeblich ein Gelbfieber Land, was definitiv nicht stimmt. Ich erklärte, wenn ich Gelbfieber bekommen hätte, wäre ich heute Tod. Außerdem hatten wir einen Ausdruck von Der WHO mit. Ich würde aber im Vorfeld schon darauf aufmerksam gemacht, dass das passieren kann. 2. Geschichte beim Grenzübergang Muhembo. Dort mussten wir unseren Kühlschrank öffnen und wir wurden aufgefordert unser Fleisch vor Ort zu kochen oder den Beamten zu übergeben. Nach langem hin und her dürfte ich das marinierte Fleisch behalten, aber die T-bone Steaks landeten im Mistkübel. Das Problem danach war, daß es in Shakawe zwar einen Choppies gibt, der hatte aber kein Fleisch. Weiteres wurden Äpfel beanstandet, weil man Fruchtfliegen ins Land importiert. Ich mußte schallend lachen, was mir aber schnell verging, da plötzlich ein Polizist neben mir stand. Der winkte uns dann aber freundlich durch. In Shakawe sprachen wir mit verschiedenen einheimischen Lodgebesitzern, die uns allesamt bestätigten, dass es derzeit vermehrt zu Schikanen gegenüber Weißen kommt. Das dürfte von Südafrika übernommen worden sein.
SESeyko1'096 Beiträge · seit 200910. Nov. 2019 · #2
Das was du Schikanen nennst, ist nichts anderes als ein Importverbot. Das ist weder neu, noch eine Schikane. Das passiert dir im gesamten südlichen Afrika - selbst innerhalb Namibias - und du kannst dich jederzeit vor einem Grenzübertritt informieren, welche Importverbote an welchen Grenzübergängen aktuell sind. Das ist eine Frage der Region und nicht der Hautfarbe.
Fleisch was gebraten ist, darfst du übrigens mitnehmen. Du hättest deine T-Bones Steaks nicht zwingend wegwerfen müssen. Das es nervig ist steht ausser Frage aber dem von dir unterstellten raqsistichen Ansatz möchte ich da deutlich widersprechen.
Seyko schrieb:Das es nervig ist steht ausser Frage aber dem von dir unterstellten raqsistichen Ansatz möchte ich da deutlich widersprechen. Grüsse
Also so was ist weit verbreitet und kommt auch bei uns vor Ich habe unlängst in Wien wegen Parkens auf einem für Anrainer reservierten Parkplatz Strafe gezahlt. War eh angeschrieben, aber trotzdem eine Frechheit 😈 , der Parkplatz war nämlich frei. Ist mE eine reine Schikane wegen meiner Provinzlernummer aus einem Ort mit bekannter endemischer Leseschwäche. Weiß doch jeder, waren immer schon arrogante Rasxxxx gegenüber Provinzlern 😠
freshy3'883 Beiträge · seit 201110. Nov. 2019 · #4
Seyko schrieb: Fleisch was gebraten ist, darfst du übrigens mitnehmen. Du hättest deine T-Bones Steaks nicht zwingend wegwerfen müssen. Das es nervig ist steht ausser Frage aber dem von dir unterstellten raqsistichen Ansatz möchte ich da deutlich widersprechen.
Grüsse
Da muss ich widersprechen, denn am Grnezpunkt Stockpoort mussten wir im September wegen der Maul- und Klauenseuche(?) alle verarbeiteten Milch- und Fleischprodukte abgeben. Frisches hatten wir rechtzeitig aufgegessen. Geflügel hätten wir behalten dürfen. Wobei ich nicht garantiere, dass alle botswanischen Grenzer wissen, dass Geflügel keine Maul- und Klauenseuche bekommt. 😄
pcbThemenstarter130 Beiträge · seit 201710. Nov. 2019 · #5
Seyko schrieb:Das was du Schikanen nennst, ist nichts anderes als ein Importverbot. Das ist weder neu, noch eine Schikane. Das passiert dir im gesamten südlichen Afrika - selbst innerhalb Namibias - und du kannst dich jederzeit vor einem Grenzübertritt informieren, welche Importverbote an welchen Grenzübergängen aktuell sind. Das ist eine Frage der Region und nicht der Hautfarbe.
Interessant ist nur, dass selbst einheimische Weiße bestätigen, dass derzeit ein gewisser Interessenkonflikt zwischen beiden Hautfarben herrscht. Dass das Thema Fleisch ein heikles ist, ist mir klar, aber warum durfte ich "mariniertes Fleisch" mitnehmen und "nicht mariniertes" landet im Müll. Noch dazu sah ich im Rückspiegel, dass dieses beschriebene Kontrollorgan dann zum Mistkübel ging und das Vakuumverpackte Fleisch heraus nahm.
Hallo pcb, lies hier oder im südafrikanischen Forum*), überall wird darauf hingewiesen, dass sich diese Dinge ständig situationsabhängig ändern, wegen MKS, Vogelgrippe (Geflügel!) ..... bis Fruchtfliege oder Beschränkungen zum Schutz heimischer Produktion. Die Foren sind voll davon; Infos die du vor Abreise einholst, können bis zum Grenzübertritt schon überholt sein. Du musst dich einfach damit abfinden, wie mit dem Wetter o.a., auch wenn es ärgerlich ist oder am besten lokal einkaufen. siehe z. B. *) https://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php/311608-Taking-meat-into-Botswana-and-going-North ….I've been here in Botswana for 18 years. I have never brought any meat from SA across the border, neither have I ever suffered from meat starvation....” Was ist denn letztlich passiert? Jemand hat dein Steak gegessen….denn vielleicht war’s auch nur das “...It is the guy at the gate that decides what will be confiscated. Most likely guided by when his last meal was...” (aus obiger Quelle).
Ärgerlich, aber lässt du dir wirklich davon die Urlaubsstimmung ruinieren...und PS: Muss man deswegen eine Rassismuswarnung herausgeben?
Tierseuchenschutzbestimmungen gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch in Europa. Auch hier sind sie von Land zu Land, teilweise sogar von Bundesland zu Bundesland oder gar Kreis zu Kreis, unterschiedlich. Ja, und auch hier lassen einen die Bestimmungen und Gesetze manches Mal nur den Kopf schütteln.
Ich finde es auch immer doof, wenn der nachbarliche Schweinebetrieb oder Geflügelbauer wieder irgendwas hat - und wir dürfen dann, mitten in der Turniersaison, mit unseren Pferden den Hof nicht verlassen, weil so eine dämliche Schutzzone eingerichtet wurde. Und jedes Mal müssen wir an der Einfahrt einen blöden Desinfektionsteppich ausbringen, über den alle drüber müssen. 🤩
Dabei weiß doch jeder, dass den Wildtieren und den Vögeln das völlig egal ist. Selbst unsere Stallkatzen interessiert das nicht.
Da fühle ich mich auch immer diskriminiert....
LG (auch ironische) Logi
pcbThemenstarter130 Beiträge · seit 201710. Nov. 2019 · #8
loser schrieb:...und PS: Muss man deswegen eine Rassismuswarnung herausgeben?
Ähm, wird`s jetzt politisch? Für diesen Vorwurf gehört, meiner Ansicht nach, dein Account geschlossen!!! Oder gehörst Du zu den derzeitigen Links Aktivisten, die in jeder Feststellung eine Kritik an der Menschheit sehen? LG
WOwojnar170 Beiträge · seit 201810. Nov. 2019 · #9
Mit dem Rassismus Thema hast schon du begonnen, lieber pcb. Und deine Sicht der Dinge gleich Mal zur "Feststellung" gemacht.
Import von Fleisch ist doch immer ein Thema, die Regeln dürften sich immer ändern.....dann nehm ich halt keines mit über die Grenze. Und behördliche Willkür kenn ich überall, nicht nur in Afrika.
Das ist keine Schikane - so sind halt die Vorschriften. Ob es einem gefällt oder nicht. Und die Hautfarbe hat schon mal überhaupt keine Bedeutung in der Hinsicht.
Wir sind Anfang Oktober auch über die Grenze von Namibia nach Botswana gefahren - es war klar, was verboten ist und was nicht. Wir haben uns danach gerichtet. Es war schon ab und an 😉 Thema hier im Forum.
Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
Yoda911873 Beiträge · seit 201610. Nov. 2019 · #11
OFF TOPIC
pcb schrieb:
loser schrieb:...und PS: Muss man deswegen eine Rassismuswarnung herausgeben?
Ähm, wird`s jetzt politisch? Für diesen Vorwurf gehört, meiner Ansicht nach, dein Account geschlossen!!! Oder gehörst Du zu den derzeitigen Links Aktivisten, die in jeder Feststellung eine Kritik an der Menschheit sehen? LG
Sorry, dass ich mich jetzt auch noch einmische, aber es war definitiv NICHT 'Loser', der mit der rassistischen Anspielung angefangen hat, sondern Du selbst. Und was das jetzt auch noch mit 'Links-Aktivisten' zu tun haben soll?! Gründe für Grenzschikanen gibt es jede Menge - Einkommensgefälle, Korruption, schlechte Laune, Machtmissbrauch, Neid, Gesetzespedanten, Überinterpretation des Kontrollierten ...... Wenn man also kritisiert, das Verhalten der Grenzer nicht einfach mit Rassismus zu erklären, ist man also "Links-Aktivist, der in jeder Feststellung eine Kritik an der Menschheit sieht"?
Christoph P.S. Da passt evtl. das Zitat (ich weiß leider nicht mehr von wem das ist) "Je weiter rechts man selbst steht, desto linker kommt einem die Mitte vor." Weiße Südafrikaner und weiße Namibier sind jedenfalls selten Kommunisten.
XYXynxNet145 Beiträge · seit 201710. Nov. 2019 · #12
pcb schrieb: Dass das Thema Fleisch ein heikles ist, ist mir klar, aber warum durfte ich "mariniertes Fleisch" mitnehmen und "nicht mariniertes" landet im Müll. Noch dazu sah ich im Rückspiegel, dass dieses beschriebene Kontrollorgan dann zum Mistkübel ging und das Vakuumverpackte Fleisch heraus nahm.
In wie weit diese Verbote in ihrer genauen Ausgestaltung Sinn machen oder nicht, hat doch nichts mit den Grenzern zu tun, die das umsetzen müssen. Sie schikanieren keinen, sondern machen schlicht ihren Job.
Wenn die Grenzer dann das vakuumierte Fleisch verwerten und braten, dass die Touristen weggeworfen haben, ist das doch gut. So wird es wenigstens noch genutzt. Anders als ein Tourist fährt ein Grenzer sicher nicht hunderte Kilometer durchs Land damit, sondern wird es vermutlich in Grenzpostennähe essen, da er da wohnt. Es droht durch ihn also auch keine MKS-Verschleppung.
🙂 …..und es herrsche Frieden im Forum 😁 ….. die Aufregung steht wegen sowas doch nicht dafür. Grüße loser Werner und pcb, keine Bange, der Klassenkampf findet wo anders statt, daher Freundschaft! Wie wir Linken sagen 😉
.... also loser Werner, immer schön korrekt bleiben, gell! Es heißt nämlich "Freundschaft, Genosse!" 😎 In Ermangelung der erhobenen Faust muß ich leider dieses Mafiazeichen nehmen. Ist das Fehlen des Symbols übrigens nicht auch irgendwie diskriminierend? fragt sich grüßend Friederike
ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. Nov. 2019 · #15
Das Grußwort (der FDJ) "Freundschaft" wurde nie in Zusammenhang mit Genosse benutzt.... Ebensowenig wie die Faust keine Geste zum Gruß Freundschaft war. Lediglich der Gruß "Seid bereit /immer bereit" der Jungpioniere wurde mit der flachen Hand schräg über der Stirn verbunden. Die Faust als Gruß war Eigenschaft der SED, diese Mitglieder waren Genossen, diese haben aber den Gruß Freundschaft als offizielle Begrüßung nicht benutzt. Genossen waren alle SED Mitglieder und alle Soldaten auch ohne jegliche parteiliche Mitgliedschaft. Somit ist die Verbindung Freundschaft, Genosse, Faust nicht diskriminierend sondern falsch. Prost.
Eine Bitte an den Moderator: Beende diesen Quatsch!
yyy777yyy137 Beiträge · seit 200711. Nov. 2019 · #17
um vielleicht wieder ein bischen zum Thema zurückzukommen...
die Thematik mit Fleisch ist ja schon lange bekannt, aber vor ca. 1 Woche hatten wir auch das für uns ganz neue Thema mit der Gelbfieberimpfung:
Der Gesundheitsbeamte hat den Reisepass durchgeschaut und einen Stempel aus Chile aus dem Jahr 2017 entdeckt und sofort nach dem internationalen Gelbfieberzertifikat gefragt, da wir ja in einem "Epidemiegebiet" waren. Argumente waren völlig fehl am Platz den er "sei der von der WHO ausgebildetet Beamte" aber ich habe noch rechtzeitig meine Taktik geändert und konnte ihn überzeugen, dass wir selbstverständlich das Zertifikat haben, weil wir ja in einem Epidemiegebiet waren, nur leider zu Hause vergessen aber wir könnten es jederzeit vorlegen, wenn in Botswana ein Gelbfieberausbruch in den nächsten Tagen erfolgen sollte. Es war allerdings eine halbstündige Diskussion und wir waren zeitweise nahe am zurückgeschickt werden und auch sehr zur Freuder der LKWs die hinter uns warten mussten. Ausser dem Gelbfieberzertifikat war an der Grenze aber gar nichts interessant, keine Koffer, kein Kühlschrank, gar nichts.
lg
Ronny
pcbThemenstarter130 Beiträge · seit 201711. Nov. 2019 · #18
yyy777yyy schrieb:um vielleicht wieder ein bischen zum Thema zurückzukommen...
die Thematik mit Fleisch ist ja schon lange bekannt, aber vor ca. 1 Woche hatten wir auch das für uns ganz neue Thema mit der Gelbfieberimpfung:
Der Gesundheitsbeamte hat den Reisepass durchgeschaut und einen Stempel aus Chile aus dem Jahr 2017 entdeckt und sofort nach dem internationalen Gelbfieberzertifikat gefragt, da wir ja in einem "Epidemiegebiet" waren. Argumente waren völlig fehl am Platz den er "sei der von der WHO ausgebildetet Beamte" aber ich habe noch rechtzeitig meine Taktik geändert und konnte ihn überzeugen, dass wir selbstverständlich das Zertifikat haben, weil wir ja in einem Epidemiegebiet waren, nur leider zu Hause vergessen aber wir könnten es jederzeit vorlegen, wenn in Botswana ein Gelbfieberausbruch in den nächsten Tagen erfolgen sollte. Es war allerdings eine halbstündige Diskussion und wir waren zeitweise nahe am zurückgeschickt werden und auch sehr zur Freuder der LKWs die hinter uns warten mussten. Ausser dem Gelbfieberzertifikat war an der Grenze aber gar nichts interessant, keine Koffer, kein Kühlschrank, gar nichts.
Gott sei Dank sind wir wieder beim Thema 🙂 Ich habe hier einen Auszug der Gelbfieder Länder vom Tropeninstitut:
Gelbfieberländer Eine Bescheinigung, auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung, nachgewiesen wird (Impfpass), ist bei der Einreise aus den folgenden Ländern erforderlich:
Mir blieb auch der Bissen im Hals stecken, als man uns nach dem Impfnachweis fragte! Wir waren auch schon im Tropeninstitut wegen der Impfung, aber man hat uns aufgeklärt das es nicht notwendig sei, zumal es sich um eine "nicht risikolose Lebendimpfung" handelt. Ich hatte sogar die original Bescheinigung als Kopie der WHO, und die vom "NATIONAL Department of Health: REPUBLIC OF SOUTH AFRIKA" vom 30 Oktober 2015 dabei. Unterschrieben von Dr. FG Benson. Interessierte aber niemanden.
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201111. Nov. 2019 · #19
pcb schrieb:Mir blieb auch der Bissen im Hals stecken, als man uns nach dem Impfnachweis fragte!
Der Beamte hatte bestimmt auch gerade Hunger. 🤩 Daher vielleicht so unfreundlich, weil Du gerade vor ihm was ißt. 😗
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Nov. 2019 · #20
pcb schrieb:Dass das Thema Fleisch ein heikles ist, ist mir klar, aber warum durfte ich "mariniertes Fleisch" mitnehmen und "nicht mariniertes" landet im Müll.
Anstatt Dich zu beschweren, solltest Du lieber dankbar sein, dass er Dir Dein mariniertes Fleisch gelassen hat. Korrekt wäre es gewesen, Dir dieses ebenfalls abzunehmen. Auch dass Dir der Ausweg angeboten wurde, die Steaks anzubraten, um sie mit über die Grenze zu nehmen, sehe ich als sehr freundlichen Hinweis an. Wenn Du das nicht annimmst, kannst Du das schlecht den Grenzern vorwerfen. Schließlich wollte man Dir bei Deinem Problem behilflich sein. Ich kann hinsichtlich der Lebensmittel nirgends Schikane erkennen, sondern viel mehr ein großes Entgegenkommen Dir gegenüber. Wenn darauf immer so reagiert wird, ist leider zu befürchten, dass es irgendwann tatsächlich zu Schikanen kommt, denn die Grenzer haben auch keine Lust darauf, sich ungerechtfertigter Weise anmachen zu lassen.