17. Tag - Über Swasiland zum Krüger NationalparkNach dem erfolgreichen Abschluss unseres Zwischenstopps zum Tauchen haben wir heute einen langen Transfertag vor uns. Wir fahren über Swasiland zum Südrand des Krügers in den Marloth Park. Leider existieren ich von diesem Tag fast gar keine Fotos. Wir fahren über zum Teil wirklich schlechte Asphaltstraßen und die Strecke von Sodwana Bay aus zieht sich länger als gedacht. Gerade die vielen Schlaglöcher erfordern hohe Konzentration. Entlang des Weges gibt es viel zu sehen und auch die Grenzübergänge nach Swasiland sind unterhaltsam.
Wir kommen aber gegen Abend erfolgreich in der Needles Lodge an und beginnen direkt mit der Erholung. Diese Lodge gefällt uns wirklich gut. Abends wird das Essen mit den anderen Gästen an einem großen Tisch eingenommen und wir tauschen bis spät in den Abend Safari-Geschichten und Urlaubs-Erlebnisse aus. Die Buschbabys des Hauses beobachten uns bei Tageslicht skeptisch, werden dann aber mit Bananen heruntergelockt und sorgen für zusätzliche Unterhaltung.
Die Lodge liegt zwar nicht direkt im Krüger, aber in der Umgebung sind im Laufe des Abends immer wieder Tiere wie z.B. Kudus oder Warzenschweine zu sehen.
Nach einem guten Frühstück am Morgen geht es dann endlich in den Krüger, der für uns den krönenden Urlaubsabschluss bilden soll. Wir fahren über das Gate an der Crocodile Bridge in den Park und kaufen als erstes im Restcamp eine Karte des Parks. Unsere erste Tiersichtung ist dann auch direkt ein Löwenrudel, dass aber leider schnell abmarschiert und von mir nicht mehr auf die Festplatte gebannt werden kann. Wir sind dennoch begeistert von der Tierdichte im Südteil des Krüger.
So eine Sichtungsdichte an Pflanzenfressern hätten wir definitiv nicht erwartet. Auch wenn es recht buschig ist und die Vegetation recht dicht ist, erleben wir immer wieder sehr schöne Sichtungen.
Auch unsere im Hhluluwe lieb gewonnen Nashörner finden wir relativ schnell wieder. Der Schlamm scheint hier aber einen anderen Ursprung zu haben und die Dickhäuter haben einen rötlichen Anstrich.
Gnus und Impalas widmen sich der Körperpflege.
Eine Riesentrappe verschwindet sehr schnell im Unterholz.
Elefanten lassen es da schon gemütlicher angehen.
Welches Schicksal dieses Tier erwischt hat ist für uns nicht mehr zu erkennen.
Auf der langen Fahrt in den Krüger haben meine Frau und ich lange überlegt, was wir im Krüger gerne noch sehen möchten. Unsere bisherigen Safaris haben sich ja schon sehr ergiebig gezeigt. Mein erklärter Wunsch ist es, aus dem Dreierpack Leopard, Afrikanischer Wildhund und Gepard eine Art zu erwischen. Aus diesem Grund haben wir uns vor dem Urlaub entschieden zwei Nächte in der Umkumbe Safari Lodge im Sabi Sands Game Reserve zu verbringen. Laut Reiseberichten soll hier die Chance auf eine Leoparden-Sichtung verhältnismäßig hoch sein. Mit der nächsten Sichtung haben wir daher überhaupt nicht gerechnet. Ein Auto steht neben der Straße und meine Frau entdeckt einen entfernt im Gras sitzenden Geparden.
Nach einigen Minuten macht die Gepardendame (?) sich auf den Weg und verschwindet im Gras.
Der Krüger startet für uns wirklich sensationell. Kurz nach dem Geparden versperrt eine große Büffelherde den Weg. Es dauert bestimmt 15 Minuten bis die Tiere in gemächlichem Tempo die Straße wieder freigeben.
Auch landschaftlich ist der Park reizvoll. Wir entdecken immer wieder Elefanten, gerade in der Nähe der Wasserstellen oder Flüsse.
Am Wasserloch hat ein Reiher eine Mitfahrgelegenheit gefunden.
Mit Erschrecken stellen wir beim Blick auf die Karte fest, dass wir im Schneckentempo vorankommen und Gefahr laufen unseren Nachmittags-Gamedrive zu verpassen. Das soll uns natürlich nicht passieren und so konzentrieren wir uns jetzt ein wenig mehr auf das tatsächliche Fahren. Wir erreichen dann auch tatsächlich pünktlich die Zufahrtsstraße zur Umkumbe Lodge. Für einen Toyota Corolla ist diese an einigen Stellen doch recht tiefsandig.
Die einheimische Bevölkerung behält uns im Auge.
Das Gelände der Lodge ist sehr schön an einem Flussbett gelegen. Hier werden wir es die nächsten zwei Tage sicher aushalten.
Kurz vor dem Nachmittags-Gamedrive kommen dann die Elefanten ins Flussbett und können vom Pool aus beobachtet werden.
Unser Guide sammelt uns jedoch ein und wir freuen uns auf vier geführte Game Drives die uns in den nächsten Tagen erwarten werden.