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THEMA: Hluhluwe – Kurztrip in die Game Reserve
07 Mär 2020 19:41 #582022
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Hallo zusammen,

ich möchte einen kurzen Bericht schreiben und hier einstellen zu meiner ersten (sehr kurzen) Begegnung mit Südafrika, bzw. Sub-Sahara-Afrika generell.

Ich hatte das große Glück, eine Dienstreise nach Durban zu machen und konnte das Wochenende nutzen, um ganz kurz den Hluhluwe-Imfolozi-Park zu besuchen und eine Bootsfahrt in St. Lucia zu machen.

Da dies mein erster Kontakt mit Afrika, Nationalparks und Gamedrives war, war ich froh, das nicht alleine organisieren und fahren zu müssen. Ganz toll beraten und alles organisiert hat Debbie Marshal von Eulophia-Tours (www.eulophia.com, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), die es geschafft hat, sehr kurzfristig eine bezahlbare Lösung zu finden.

Zur Route:

Durban Westville
Hilltop Camp Hluhluwe
St. Lucia/Isimangaliso
Durban Westville

Die Bilder haben nicht die beste Qualität und natürlich ist das schon eine Weile her, aber die Erinnerung macht mir jedenfalls Riesenspaß!

Ich hoffe, Euch auch.

Viele Grüße!
Hippoline/Uschy
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07 Mär 2020 19:52 #582026
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Teil 1 – Ankunft Durban – Transfer Hluhluwe

Ich kam Freitags nachmittags in Durban am King Shaka Flughafen an.

Wegen Ebola wurde am Immigrationsschalter mit einer Wärmebildkamera geprüft, ob man Fieber hat. Nachdem das überstanden war, wollte der nette Beamte von mir wissen, aus welchem Grund ich nach Südafrika einreisen wolle. Ich sagte: „For work.“ Da entgleisten seine Gesichtszüge und er fragte nach, ob ich nicht vielleicht zum Urlaub da sei. Wenn ich arbeiten wolle, bräuchte ich Arbeitserlaubnis/Visum/etc.. Ich sagte, dass mein Arbeitgeber mich schickt und sagt, ich bräuchte keins. Da klarte sein Gesicht auf und er sagte: „ah, you mean: for business, not for work“. Ja, da hatte er Recht und nachdem das geklärt war, ging die Einreise auch ruckzuck.

Nach einer sehr chaotischen Taxifahrt war ich froh, in meinem tollen B&B Huntley House in Durban/Westville zu sein und bin nur noch ins Bett gefallen.

Am Samstag morgen gab es ein tolles Frühstück und nette Gespräche mit der Gastgeberin und anderen Gästen. Der Frühstücksraum ist traumhaft schön. Ein wirklicher toller Ort, an dem man sich das Wochenende schön hätte regenerieren können, um Montag fit für die Arbeit zu sein.

Aber nicht ich... Ich muss unbedingt einen Gamedrive machen. Tiere gucken... :woohoo:

Ich zeige trotzdem mal ein paar Eindrücke von Huntleyhouse. Mir hat es gut gefallen. Es hat jedenfalls interessante Pflanzen im Garten.











Und so holt mich Debbie von Eulophia-Tours um 9.00 Uhr ab und wir gehen auf die Tour durch KwaZulu-Natal auf der gut ausgebauten Autobahn. Mit Debbie kann man toll quatschen und ihr Löcher in den Bauch fragen, sie weiß einfach alles. Egal, ob Geschichte, Recht, Wirtschaft oder natürlich auch alles über die Flora und Fauna. Uns gehen die Themen nicht aus und ich lerne unheimlich viel Neues, z.B. über Nashörner, Zuckerrohr, rote Erde, Löwen und dass Präsident Zuma mehrere Frauen hat und sie auch mit auf Staatsbesuch nimmt, obwohl das Gesetz Monagamie vorschreibt. Über Elefanten, die Zulu, ihre Sprache und Gebräuche, King Shaka, Tankwarte, Malaria, Fieberbäume, woher der Name KwaZulu-Natal kommt und dass Jacob Zuma sich gegen eine Vergewaltigungsanklage verteidigt hat, indem er behauptete, sich mit Duschen vor AIDS zu schützen. :cheer:

Nach dem kurzweiligen Trip halten wir am Memorial Gate der Hluhluwe-Imfolozi-Game-Reserve und während Debbie sich um die Formalitäten kümmert, stöbere ich im gut sortierten Curio-Shop. Ganz tolles Kunsthandwerk kann man bestaunen und erwerben.

Dann geht’s aber los, ab in den Park.

Die erste Erstsichtung ist vielleicht unspektakulär, ich freue mich trotzdem.



Etwas später kommen wir zu einem Lookout-Spot und ich habe noch nicht verstanden, wie es funktioniert, als Debbie mir schon die Elefanten zeigt.











Ein Nashorn sehen wir auch. Aber das ist nicht verwunderlich, schließlich ist Hluhluwe der beste Ort, um Southern White Rhino zu sehen.



Noch keine halbe Stunde im Nationalpark und schon zwei der Big Five gesehen... Wow, das hätte ich nicht erwartet. Es ist ja nur die Anreise, gar kein richtiger Gamedrive, dachte ich. Natürlich war er das doch, das geht ja nu auch ohne offenes Auto und auch ohne Guide. Aber das war ich ja nicht mal. Debbie ist ein hervorragender Guide. Was sie alles sieht...

Eine Impala-Junggesellengruppe übt das Kämpfen für den Ernstfall.



Noch ein Nashorn.



Ein Wiedehopf, kein sehr geläufiger Vogel.



Und ganz weit weg: Büffel (ja, die schwarzen Punkte...) :P



Also die dritten der Big Five, bevor wir überhaupt im Camp ankamen...

Debbie erspähte sogar eine Diadem-Meerkatze/Samango, die eher selten sind. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Vervet Monkeys/Grünmeerkatze, die als Plage betrachtet werden.



So sieht das Hilltop Camp von weitem aus.

Letzte Änderung: 07 Mär 2020 19:59 von Hippoline. Begründung: Bild in Schieflage
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09 Mär 2020 15:33 #582152
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Teil 2 – Hilltop Camp

Im Hauptgebäude befindet sich neben der Rezeption auch das Restaurant, die Bar und ein kleiner, gut sortierter Shop.



Blick von der Terrasse an Restaurant/Bar.







Wunderschönes Panorama



Palewinged Starlings



An meinem Bungalow habe ich Besuch von einem weiblichen Nyala.





Im Bungalow



Von meiner Terrasse sieht man mehr Nyalas und auch Meerkatzen/Vervet Monkeys





Lange Zeit zum Relaxen bleibt nicht, ich habe ja einen Sundowner-Drive gebucht und der startet bald vor dem Rezeptionsgebäude.

Dort sind noch mehr Vervets



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10 Mär 2020 17:01 #582261
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Teil 3 - Sundowner Drive

Mit dem Vehikel geht es los.



Mit unterwegs sind unter anderen ein paar Amerikanerinnen, die sich darauf freuen, Löwen und Tiger zu sehen. Ich kann es mir nicht verkneifen, sie darauf hinzuweisen, dass sie für die Tiger auf dem falschen Kontinent gelandet sind. Das stößt auf starken Unglauben und muss vom Guide bestätigt werden...

Auf geht’s...

Kaum sind wir vom Hilltop-Gelände runter, sehen wir diese zwei Büffel



Hinter der nächsten Ecke findet unser Guide einen Rotducker/Red Duiker.



Während wir weiterfahren überquert eine Gruppe Giraffen die Straße.













Wir sehen noch ein Crested Guinea Fowl.



Und dann, als es schon richtig dämmerig ist, sehen wir Löwen. Es handelt sich um zwei Löwenmännchen, die in der Gegend ansässig sind. Leider ist es schon relativ dunkel und ich bekomme nur einen von beiden ganz schlecht aufs Bild, als er mal aufsteht und in die Büsche muss.



Wir halten am Tor kurz an, falls jemand von uns auch in die Büsche muss. Es gibt ein Getränk und dann geht es im Stockdunkeln mit Lampe weiter. Wir sehen ein Nashorn, dem das Horn weggeschossen wurde. Dafür hatte der Guide auch keine Erklärung.
Elefanten direkt an der Straße, die sich aber vom Scheinwerfer gestört fühlen. Wir erfahren, dass sehr viele Ranger unterwegs sind, um die Nashörner vor den Poachern zu schützen, besonders nachts.

Wir kommen relativ verfroren im Camp wieder an. Es ist Zeit für's Abendessen, das als Büffet im Restaurant eingenommen wird. Es gibt eine reichliche Auswahl und alles ist gut essbar, wenn auch vielleicht kein kulinarisches Highlight.

Die ganze Küchenbelegschaft singt, pfeift und tanzt nach dem essen für uns.

Ich gehe früh schlafen, da es ja morgens vor Sonnenaufgang schon wieder losgeht.
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10 Mär 2020 17:31 #582265
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Hippoline schrieb:
Mit unterwegs sind unter anderen ein paar Amerikanerinnen, die sich darauf freuen, Löwen und Tiger zu sehen. Ich kann es mir nicht verkneifen, sie darauf hinzuweisen, dass sie für die Tiger auf dem falschen Kontinent gelandet sind. Das stößt auf starken Unglauben und muss vom Guide bestätigt werden...

Ich staune immer wieder, wie viele Menschen denken, dass in Afrika Tiger leben (ok, im Reservat Tiger Canyon in Südafrika tun sie es ja auch). Mich haben schon etliche Leute gefragt, ob ich denn keine Angst vor Tigern hätte, wenn ich mit dem Rad durch Afrika fahren … ;-)

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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10 Mär 2020 18:13 #582273
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  • Hippoline am 07 Mär 2020 19:41
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Hallo Wolfgang,

echt, das gibt es öfter? :ohmy:
Und hast Du Angst vor Tigern beim Radeln in Afrika? :silly:

Viele Grüße!
Uschy
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