Hallo Elsa, mensch, so viele Löwen auf einmal - die wollten wohl ihre Namensvetterin mal kennenlernen 🤩 . Auch wenn wir noch über ein Jahr lang warten müssen: Die Vorfreue steigt 😎 . Bin mal gespannt, was ihr über die Mabua-Ecke schreibt. Liebe Grüsse Nina
Hallo BJmaniac, wir werden im Mai/Juni für vier Wochen mit dem Bushcamper unterwegs sein: KTP, CKGR, Moremi, Kubu Island/Gweta? Khama Rhino Camp. Start/Ziel Johannesburg. Die Detailplanung mit einigen Fragen ans Forum folgt demnächst.
... ich weiss 🤪 . Im September/Oktober ist es uns aber vieeeeel zu heiss in Namibia/Botswana 🤩 . Viel Spass beim weiteren Planen- bin mal gespannt, wie eure Tour dann aussehen wird.
Hallo Elsa, ich hab mich hier mal eingeklinkt, da wir für April eine Reise nach Botswana planen (von Malawi aus). Ich sehe, Du bist noch mitten im Schreiben, und werde Deinen Bericht weiter verfolgen. Insbesondere interessieren mich die camps, die ich inzwischen auch auf unserer Route habe - Tiaan's, south gate und Dizhana, bzw. da ich noch sortieren muss, was für uns Sinn macht. Freue mich auf Deine Forsetzung! Grüße, Antje aus Malawi
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201424. Jan. 2018 ·
21.09.17 – Nossob – Bosobogolo/Mabuasehube
Heute konnten wir gut schlafen. Es ist nachts immer schoen frisch, sodass wir die Decken brauchen und die Fenster schliessen. Und das, obwohl wir tagsueber ca. 33 - 36 Grad haben. Heute stehen wir wieder frueh auf, fruehstuecken aber noch in aller Ruhe und machen uns dann abfahrbereit. Getankt hatten wir gestern schon und auch den Reifendruck noch etwas reduziert. Der bevorstehenden Tagesetappe gehen wir mit noetigen Respekt entgegen, aber eigentlich haben wir keine Bedenken und und hoffen nur, dass uns nicht zu viele Autos entgegen kommen. Voweg sei schon mal gesagt, dass wir in den insgesammt 6,5 Std, die wir unterwegs, kein einziges Auto sehen und somit uns auch keines entgegen kommt!
Heute morgen sind am Wasserloch und auch am Gate keine Loewen zu sehen. 5 km hinter Nossob kommt die Abzweigung zum Nossob- Mabua Trail. Dort kommt uns eine grosse Gnuherde entgegen. Diese lassen wir erst alle passieren, bevor wir das Nossob Trockenflussbett kreuzen und die ersten sanften Duenen erreichen.
Die ersten 30 km des Trails sollen die schweirigsten sein, wobei nach 20 km die hoechste Duene zu queren ist. Auf den ersten Duenen koennen wir schon etwas ueben, vor allem den Schwung, um ohne ein Abwuergen des Motors bis auf dem Duenenkamm zu kommen.
1 x sind wir zu langsam und bleiben auf halber Strecke stehen. Wir fahren einige Meter zurueck um dann einen neuen Anlauf zu starten. Dabei muss man dann allerdings auch aufpassen, nicht zuviel Schwung zu bekommen. Bei einigen Duenen geht es direkt hinter dem Kamm gleich in eine Kurve. An einer Stelle haette es uns gleich nach der Kuppe fast aus der Spur in die Buesche geworfen, wir waren zu schnell. Danach haben wir oben immer kurz angehalten und geschaut, wie es weitergeht und nach entgegen kommenden Fahrzeugen Ausschau gehalten. Meistens kann man dabei die naechsten 1-1,5 km gut ueberblicken. Nur 1 x muessen wir kurz den Low4 einlegen, ansonsten laesst es sich gut fahren. Kurz vor und hinter den Duenen ist der Trail manchmal ziemlich zerfahren, vermutlich von sich kreuzenden oder auch festgefahrenen Fahrzeugen. Es gibt ja Mutige und Leichtsinnige, die sich auch in eher "ungeeigneten" (diplom. ausgedrueckt) Fahrzeugen hierher wagen.
Die Landschaft gefaellt uns, obwohl wir kaum Tiere sehen. Ein paar Oryx , Gnus, Springboecke und Mangusten. Ansonsten ist der Blick und die Konzetration auf den Track gerichtet, deswegen machen wir unterwegs auch nur wenig Fotos. Zwischendurch fasziniert uns immer mal diese tolle Graslandschaft. Ich liebe diese Farben.
Nach 3,5 Std. erreichen wir die Matopi Campsites. Zuerst kommt man an Matopi 1 vorbei, dort halten wir kurz an. 11 km weiter liegt Matopi 2, wo wir eine Mittagspause einlegen. Wir sind froh, nicht hier uebernachtet zu haben. Ein Nichts im absoluten Nichts. Heiss, 1 Schattenbaum, ein dreckiger Longdrop, Feuerstelle, kein Wasser, keine Sicht.
Wir setzen uns mit unseren Stuehlen in den Schatten des Autos, essen eine Kleinigkeit und fahren nach einer halben Stunde weiter. Wir sehen keine Notwendigkeit, die Strecke Nossob -Mabua hier fuer eine Uebernachtung zu unterbrechen. Obwohl wir nur bis Bosobogolo fahren, kann man es auch bis Mabuasehube gut in einem Tag schaffen. Matopi waere fuer uns nur ein Notplatz.
Nach weiteren 2,5 Std. erreichen wir die Bosobogolo Pan. Die Strecke ab Matopi war wesentlich einfacher zu fahren, auch wenn stellenweise noch etwas tiefsandig und ziemlich bumpy. Das Steuer habe ich heute ausnahmsweise die ganze Strecke DH ueberlassen.
Nach genau 6 Std. Fahrt kommen wir auf unserer Campsite Bosobogolo 1an, die wunderschoen auf einer leichten Anhoehe liegt.
Wir haben eine tolle Sicht auf die Pan, wo wir viele Tiere ausmachen koennen. Strausse, Oryxe, Gnus und sehr viele Trappen. Es gibt ein A-Frame, ein Longdrop und eine Vorrichtung fuer eine Eimerdusche sowie ein Spuelbasin. Der Platz macht ein gepflegten Eindruck, obwohl der Muell schon ein paar Tage lang nicht entsorgt wurde. Wasser gibt es nicht. Aber viele lichte Baueme, unter denen man am Nachmittag noch etwas Schatten findet und sehr viele bunte Voegel. Und alle moeglichen Spuren im Sand gibt es auch. Es gefaellt uns auf Anhieb gut hier und wir goennen uns zum Ankommen und Relaxen einen kuehlen Gin-Tonic.
Am spaeten Nachmittag fahren wir noch einmal los und umfahren die Boso-Pan. Viele Tiere sind nicht zu sehen, nur die ueblichen Verdaechtigen. Waehrendessen stuermen Guinea Fowls unsere Campsite. Wir hoeren sie schon von Weitem als wir zurueck kommen.
Bevor es dunkel wird haben wir dann auch schon gegrillt. Nach dem doch etwas anstrengenden Fahrtag machen wir uns dann ziemlich frueh im oberen Deck lang.
Nachts werden wir durch ein lauteres Geraeusch direkt neben dem Auto geweckt. Im Schein der Taschnlampe sehen wir eine grosse Eule (Uhu?) auf dem A-Frame sitzen. Immer wieder fliegt sie weg und kommt dann wieder. Auch mehrere Schakale laufen ueber die Campsite. Sonst ist es sehr ruhig.
LG, Elsa, die euch die fotographische Ausbeute der gefiederten Fraktion erspart. Es waren eh nur noch Schwanzfedern drauf...
Hallo Elsa Ich verfolge mit Spannung deinen Bericht,da wir ja im September eine ähnliche Tour machen,Respekt haben wir genau vor diesem Teil der Strecke (Noosob -Mabuasehube) Durch deine Bericht bin ich nun ein wenig entspannter. Bin schon riesig gespannt wie es weiter geht ,und was ihr noch schönes erlebt habt. Eure Hoffnung auf Katzen hat sich ja schon erfüllt. Übrigens trotz fehlender Kammera schöne Fotos und auserdem bleiben die schönen Erinnerungen ja ein Lebenlang im Gedächtnis die einen Keiner nehmen kann ,nun mit oder ohne Fotos. LG Petra
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201425. Jan. 2018 ·
Hi
@Nina: ein Glueck hatten wir im KTP die Loewen, denn danach sind wir leider ziemlich leer ausgegangen 🙁 😵 Zu Mabua sage ich nur: wir tun es nochmal! Momentaner Stand der der Dinge 😗
@Antje: mit Tiaans Camp und Dizhana hast du schon mal zwei sehr schoene Camps rausgesucht. Wuerden wir sofort wieder ansteuern. Aber das kommt ja noch im Bericht. Auch das South Gate im Moremi macht Sinn, wenn man die Ecke um Black Pools "intensiv" erleben moechte. Das Camp selber ist nichts besonderes.
@Koala-Petra: wie schoen, dass ihr auch schon wieder plant! Respekt sollte man vor dieser Strecke schon haben, wir hatten sie uns allerdings schlimmer vorgestellt als es letztendlich war. Aber es schlaucht schon ca. 6 Stunden so konzentriert zu fahren. Das ist richtig, der eingebaute Chip ist besser als jede Kamera!
Nachher geht es weiter... muss erst das Land-Unter-Gewitter abwarten...
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201426. Jan. 2018 ·
22.09.17 – Bosobogolo Pan – Mabuasehube Pan
Bewusst haben wir als naechtliche Besucher nur die Eule wahrgenommen, aber offensichtlich waren auch Vierbeiner unterwegs.
Der Longdrop und die Trockendusche liegen sehr idyllisch, allerdings auch schoen nah am unuebersichtlichen hohen Gras. Die Klobrille jedenfalls ist der Beweis, dass das Oertchen nicht nur von Zweibeinern aufgesucht wird. Sie ist ringsum total zerbissen.
Waehrend des Fruehstuecks unterhalten uns die verschiedenen Voegel, vor allem von den „Violet eared Waxbills“ (ihr seht, ich uebe ein wenig) sind wir begeistert, diese Farben sind einfach irre. Das einzige Foto von ihnen habe ich in einem „alle-Vogelbilder-sind-Mist-Frust-Moment“ wohl geloescht. Dafuer schaffe ich es aber, eine ganze Gackeltrappe aufs Foto zu bekommen. Na ja, zumindest fast ganz.
Hier gefaellt es uns besonders gut. Auch wenn die Tierwelt hier nicht gerade ueppig verteten ist, so ist es die Landschaft die einen in den Bann zieht. Und diese Ruhe. Wir haben seit gestern morgen nur ein einziges Auto gsehen, das waren unsere Nachbarn auf Boso 2, ein paar km weiter.
Wir packen zusammen und machen uns auf den Weg zur Mabuasehube Pan. Wir nehmen den Umweg ueber Monamodi und Lesholoago. Auf dem Weg sehen wir die Reste eines Kills im Baum und am Boden viele Nara-Melonen.
In Afrika haengen die Weihnachtskugeln das ganze Jahr im Baum...
Beide Pans haben ein kuenstliches Wasserloch, welches jetzt auch Wasser hat. Aber es hat kaum Tiere, ein paar Strausse, 2 riesige Warzenschweine, hier und da ein Schakal. Es ist sehr heiß. Bei Monamodi beobachten wir einen grossen stattlichen Kudubock. Er wirkt sehr scheu und traut sich nicht ans Wasserloch. Erst als wir uns etwas entfernen wagt er sich vor.
Ziemlich weit draussen am Rande der Pan entdecken wir 3 Vierbeiner, die ziemlich buckelig wirken. Erst durch das Fernglas erkennen wir, dass es Loeffelhunde sind. Unsere ersten! Leider sind sie fuer ein Foto viel zu weit weg und naeher rankommen koennen wir auch nicht. Sie sehen schon sehr lustig aus mit ihrem Buckel und grossen Ohren. Wir fahren auch an den beiden Campsites vorbei, die etwas oberhalb der Pan liegen. Eine Sicht auf die Pan haben sie nicht und man muesste mit dem Auto die wenigen 100 Meter bis zur Pan fahren.
Auf dem Weg nach Lesholoago sehen wir einige Springboeckchen.
Auch hier ist am Wasserloch ist nichts los. Ein Camper hat auf einem Stativ seine Wildcam aufgebaut. Ausser Tauben und einem Schakal wird er wohl in den heissen Mittagsstunden auch nicht mehr drauf haben.
An den beiden Campsites kommt man von Osten her kommend direkt dran vorbei. Sie liegen sehr schoen, obwohl sie wenig Schatten haben. Dafuer haben sie aber eine schoene Sicht ueber die Pan, vor allem bei Sonnenuntergang.
Anschliessend fahren wir zur Mabuasehube Pan, wo wir fuer die naechsten beiden Naechte Campsite 3 beziehen.
Zumindest hatten wir das vor, denn auf unserer site steht bereits ein Auto. Auf meine Anfrage hin, ob sie hier nur Mittagspause machen stellt sich dann heraus, nein, sie stehen schon seit 2 Tagen hier und bleiben auch noch eine weitere Nacht. Wir checken gegenseitig die Buchungen und Voucher und muessen leider feststellen, dass wir beide gueltige Buchungen haben. Unsere Buchung ist allerdings aelter. Es ist eine schweizer Familie auf monatelanger Reise durchs suedliche Afrika und sie haben in Botswana bereits 3 Doppelbelegungen von Campsites gehabt. Vater und Tochter sitzen gerade beim taeglichen Unterricht. Disziplin und Lernen muss sein, auch bei 35 Grad im Schatten in Mabuasehube. Sie erwaehnen, dass site 2 schon seit 2 Tagen nicht belegt ist. Also einigen wir uns, dass wir auf die 2 gehen und morgen dann umziehen. Sollte heute doch noch jemand kommen, ruecken wir halt auf 3 zusammen. Im Nachhinein war es ein schlechter Deal, denn site 2 ist in einem katastrophalen Zustand, zumindest der A-Frame. Der Betonblock auf dem es steht broeckelt und hat riesige Loecher, in denen die vielen Zwergmangusten und Erdhoernchen hausen. Der ganze Boden ist von den Guinea Fowls und sonstigen Getier vollgeschissen. Die Muelltonne ist bis oben hin voll und wohl seit Tagen nicht geleert. Der Longdrop und die Dusche, die sich beide sites teilen, sind in Ordnung. In der Dusche glaenzt auch ein neuer Duschkopf. Das scheint wohl die einzige Investition oder Verbesserung gewesen zu sein, die Inter-Tourism vorgenommen hat. Sie haben dieses Camp im Juli privatisiert und erst einmal die Preise angehoben.
Zunaechst suchen wir uns ein Schattenplatz unter dem Baum und goennen uns einen kuehlen Drink. Die Viecher suchen sich den Schatten unter dem Auto.
Anschliessend bereiten wir das Essen vor . Es ist sehr windig und so bleibt uns nichts anderes uebrig, als die Kartoffeln in der Kabine zu kochen und das Fleisch in einer kleinen Nische am Baum zu braten. Zum Sonnenuntergang zieht eine ganze Horde Guinea Fowls ueber den Platz und machen maechtig Spektakel. Langsam kuehlt es etwas ab und die Farben werden schoener.
Nachdem wir alles verrauemt und abgewaschen haben, machen wir es uns im Oberdeck gemuetlich, klappen die Fenster runter und gucken in die tolle Landschaft der Pan. Kaum liegen wir oben, zieht die erste grosse Hyaene durch das Camp.
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201426. Jan. 2018 ·
23.09.17 – Mabuasehube
Ja wo sind sie denn, die Loewen von Mabuasehube? In unserem Camp waren sie heute nacht zumindest nicht, nur 2 Hyaenen statteten uns einen Besuch ab. Natuerlich gerade in dem Moment, wo frau "mal eben raus" musste.
Gestern abend spaet kamen noch unsere Nachbarn von Campsite 1 mit 2 Autos zur Dusche gefahren. 2 Personen leuchteten die Umgebung ab, waehrend die anderen duschten. Im ersten Moment dachten wir, dass wir doch noch die Campsite raeumen muessten.
Ohne Fruehstueck fahren wir heute morgen auf Gamedrive. Wir sehen einige Springboeckchen, Trappen, Springboecke, ein Straussenpaar und eine grosse Schlange. Ansonsten ist es sehr ruhig und tierarm. Ob es an der Hitze liegt? Auch Voegel sehen wir kaum, die Guiena Fowls zaehlen wir jetzt mal nicht dazu. Auch bei Monamodi und Lesholoago ist tote Hose. Die Pisten rund um Mabua sind ziemlich bumpy und mein DH hat keine Lust eine groessere Runde zu drehen. Es ist sehr heiß. So beschliessen wir, heute ein „off“-Tag einzulegen. Einfach mal nichts tun, in der Haengematte liegen und das Lagerleben geniessen. Es ist ja nicht so, dass man dabei garnichts tut. Morgen haben wir dafuer wieder eine laengere Strecke vor uns.
Als wir vom Gamedrive zurueckkommen, sind die Schweizer schon weg und wir wechseln auf site 3. Hier ist es richtig schoen und wir geniessen die tolle Sicht auf die Pan, wo vereinzelt ein paar Tiere vorbeiziehen. Hier ist auch nichts vollgeschissen. Dann holen wir das Fruehstueck nach. Wir lesen, sichern Fotos, bereiten Essen vor und beobachten die Kleintierwelt. 2 Mangusten kleben uns wieder an den Fersen und lassen sich nur schwer vertreiben.
Es ist wieder sehr windig, ein Glueck bei der Hitze, aber das erschwert wieder etwas das Kochen. Der eine Brenner zickt immer noch rum. Beim naechsten Mal muessen wir mal an einen Windschutz denken.
Nachmittags, nach der Kuechenarbeit, gehen wir duschen. 1 x5ltr Kanister Wasser reicht fuer 2 Personen, mit Haarewaschen und Spuelung! Hach, wir werden immer besser!
Dann folgt der obligatorische Sundowner. Punktlich dazu kommt die Guinea Fowls Parade.
Wir hatten ueberlegt, ob wir noch eine 4. Nacht hier in der Mabuasehube-Section bleiben sollten. Aber wir denken, es ist gut so. Wir tun uns etwas schwer mit der Einschaetzung. Nicht dass wir enttaeuscht sind, aber vielleicht hatten wir einfach die Erwartungen hier zu hoch angesetzt. Vielleich lag es auch ein wenig an der Hitze, dass wir weniger Tiere gesehen haben. Waeren wir 10 Minuten spaeter oder frueher irgendwo gewesen, wer weiss, was uns da alles vor die Fuesse gelaufen waere. So ist das mit den Tieren und dem Sichtungsglueck. Landschaftlich hat es uns gut gefallen, es ist rauher, wilder und urspruenglicher, nicht mit dem restlichen KTP zu vergleichen. Und es ist abgeschiedener. Es ist keine Gegend wo man mal eben hin faehrt.
Puenktlich zur Dunkelheit kommt die Hyaene und schleicht ueber die campsites. Site 2 bleibt auch diese Nacht wieder frei.
da werden Erinnerungen wach 🙂 . Die Mabua-Sektion des KTP fand ich landschaftlich auch so wunderschön! Allerdings haben wir uns schon mehrfach über dreiste Campsite Besetzer (keine Doppelbuchung 😠 ) ärgern müssen. Das hat dem "Paradies" leider einen gewaltigen Dämpfer bereitet. Darauf habe ich keine Lust mehr. Um so besser, dass es für Euch gut geklappt hat!
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201427. Jan. 2018 ·
Hi Claudia,
als "newbie" in Mabua haben wir wohl die Schoenheit der Gegend noch mit ganz anders aufgenommen als ihr "alte Hasen". Mit jeder neuen Reise, und ihr habt ja schon so manche hinter euch, sieht man wie sich die Dinge veraendern , wohl meist nicht zum Positiven. Wir haben waehrend der Reise von anderen Campern ebenfalls von den highjackern gehoert, ein Glueck sind uns bisher so Unerwuenschte nicht vor die Fuesse gekommen. Die Buchungssituation in den Parks ist eh ein Kapitel fuer sich. Ich freue mich sehr , dass wir nun die Gelegenheit haben einen Bericht von euch zu lesen! Von den Fotos ganz zu schweigen. LG, Elsa, die schon fuer das schoene Testbild dankt!
hach, du machst es einem aber auch schwer 🤩 . Irgendwie hat die Mabua-Ecke schon was. Ob wir die doch mit einplanen sollen? Bei soooo schönen Bilder machst Du es einem nicht leichter 🤪 Liebe Grüsse Nina
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200827. Jan. 2018 ·
Hallo, Elsa,
es ist zu schön, deinen Buscherlebnissen zu lauschen, so lebendig und persönlich erzählt, als säße man neben dir am Feuerchen!! Herzlichen Dank dafür! AUCH für das total unscharfe Bild mit dem Mähnenlöwen bei Rooiputs! Das Bild ist soo cool und ergänzt die Situation der Beobachtung perfekt.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201427. Jan. 2018 ·
24.09.17 – Mabuasehube – Kang - Kalahari Rest Camp
Auch diese Nacht blieb es ruhig, nur die Voegel holen uns morgens aus dem Schlaf. Der Tag verspricht unspektakulaer zu werden. Zumindest dachten wir das. Wir haben eine laengere Strecke vor uns und das Thermometer klettert bereist. Also wollen wir zeitig aufbrechen, denn wir wissen noch gar nicht, wo wir heute landen werden. Entweder in Kang oder in Ghanzi. Das heisst aber nicht, dass wir das Fruehstueck ausfallen lassen und tischen auf, was unser "Kuehl-Engel" noch hergibt. Wir geniessen noch einmal diese herrliche Morgenstimmung an diesem wundervollen Ort . Die Buschzeitung gibt heute morgen nicht viel her, auch nicht an der Wasserpfuetze neben der Dusche. Keine Katzen.
Dann machen wir uns auf den Weg, ueber die „lecker“ Ruckelpiste bis Monamodi. Das tut nicht so richtig gut nach dem Fruehstueck mit Ei & Co . Egal ob langsam oder schnell, es ruckelt in einer Tour. Zum ersten mal muss ich fast den „huuagooo...“ rufen.
Bevor es zum Ostausgang geht, fahren wir nochmal einen kleinen Schlenker zur Monamodi Pan. Alles beim alten, nix los, ausser Voegel, jede Menge Guinea Fowls und 2 Warzenschweine.
Am Gate die uebliche Prozedur, Buecher und Listen fuellen. Wir erkundigen uns nach dem Zustand der Piste bis Hukuntsi. „Very deep sand“ sagt einer der Officer, „very easy“ sagt der andere. Also gut, nehmen wir die Mitte. T.i.A.
Als wir auf die Gravelroad nach Norden kommen, erhoehen wir den Reifendruck etwas. Die Piste ist breit und gut zu fahren, immer an der Cutline entlang. Ab und zu kreuzen ein paar Springboecke. Dann kommt die Abzweigung. Geradeaus geht es Richtung Kaa-Gate und nach rechts, Richtung Nordwest, geht es nach Lokgwabe und Hukuntsi. Jetzt wird die Piste schmaler und tiefsandiger und ziemlich monoton.
Doch dann... Von Weitem sehen wir schon, dass irgendwas im Schatten am Rande der Piste liegt. Erst als wir naeher kommen sehen wir, dass es zwei Gruppen von jeweils ca. 10-15 Wildhunden sind, die in ca. 30 Meter Entfernung voneinander im Sand liegen. Wie ge... ist das denn! Wir koennen es kaum fassen.
Wir halten direkt neben ihnen, schalten den Motor ab und beobachten sie sehr lange. Einige schlafen, die Jungtiere spielen und andere wiederum beobachten uns sehr aufmerksam. 2 juengere Tiere rangeln um eine Wurzel und es ist sehr lustig ihnen dabei zuzugucken. Auch das Gefiepe ist zu niedlich. Irgendwo hier in der Naehe haben sie bestimmt ihr Bau. Man koennte ihnen endlos zusehen, aber so langsam braten wir im Auto.
Schweren Herzens fahren wir weiter. Aber nach ca. 50 m haelt DH an, er muss ganz dringend dem Busch guten Tag sagen. Als er aussteigt sage ich sage noch zu ihm, geh nicht so weit weg vom Auto. Im Rueckspiegel sehe ich dann, wie sich ein paar Wildhunde erheben, ziemlich neugierig in unsere Richtung kommen und sich hinter das Auto stellen. Ein Glueck ist DH schnell wieder zurueck. Als dann nichts mehr passiert, ziehen die Wildhunde zu ihrem Schattenplatz zurueck. Hier konnte man sehr genau sehen, dass wir Menschen bei ihnen kein Interesse wecken, solange man im Auto sitzt. Bewegen wir uns aber draussen, wird man zur potentiellen Beute.
Wir haben vor 2 Jahren schon einmal Windhuende beim Kazikiini Camp gesehen, aber das hier uebertrifft alles und ist DIE Sichtung des Urlaubs. Dafuer verzichten wir doch glatt auf Loewen!
Aber das brauchen wir garnicht! Denn diese liegen keinen km weiter! Hey, wir koennen unser Glueck kaum fassen! Im Augenwinkel sah ich eine Bewegung unter einem Busch und rufe laut Haaaallllt! DH tritt vor Schreck in die Bremsen, natuerlich total falsch hier im Tiefsand. Wir rollen ein paar Meter zurueck und da liegen sie.
Die Loewin beobachtet uns sehr genau. Er nicht, er bleibt cool. Dafuer hat er Witterung aufgenommen, vielleicht die Wildhunde. Da wir ihnen sehr nahe stehen, lassen wir die Fenster lieber geschlossen.
Und wir dachten, wir wuerden heute einen ziemlich oeden Tag haben! So kann es kommen. Ein Glueck sind wir heute von Mabua losgefahren und nicht erst morgen. Irgendwann muessen wir uns dann leider auch von diesen beiden losreissen. Ein gebuehrender Abschied von Mabuasehube.
Was dann folgt ist eine ziemlich lange und teils tiefsandige Strecke bis Lokgwabe.Wir schwimmen nur so dahin. Irgendwann nehmen wir sogar eine Puffotter zwischen die Raeder (ein Glueck nur zwischen und nicht unter) . Im ersten Moment dachten wir es waere nur ein Ast gewesen. Es ist stuermisch geworden und der orangerote Sand weht ueber die Piste. Uns kommen in den ca. 2 Std. bis Hukuntsi nur 3-4 Autos entgegen. Ab Lokgwabe veraendert sich die Landschaft, wir kommen in Farmgebiet und sehen einige Rinder.
Dann haben wir auf einmal wieder Teer unter den Raedern, was fuer ein komiches Gefuehl. Bis Kang ist es recht unspektakulaer, diesmal wirklich. Das uebliche Szenario am Strassenrand. Wir sehen auch viel abgebrannte Flaeche.
In Kang suchen wir zunaechst den Kang Ultra Stopp auf. Die Puma Tankestelle kurz davor ist allerdings etwas billiger, also kehren wir nochmal um. Unsere Gasflasche koennen wir hier leider nirgends fuellen lassen, erst in Maun .
Auch wenn es noch frueher Nachmittag ist, beschliessen wir heute in Kang zu bleiben. So koennen wir morgen bis Maun durchfaren und dort unseren Einkauf taetigen. Da uns die Campsite im Kang Ultra Stopp viel zu nahe an der Zivilisation und der Strasse liegt, fahren wir die paar km weiter bis zum Kalahari Rest Camp. Wir bekommen die Campsite Jackal zugewiesen, direkt neben den Ablutions. Wir sind die einzigen Camper.
Wir richten uns ein. Es ist bruellend heiß und der Baum auf unserer site spendet nicht wirklich viel Schatten. Jetzt erst einmal eine kalte Cola, das tut auch mal gut. Die Kueche bleibt heute kalt. Wir machen uns nur ein paar Kaesewurfel und wollen zum Abendessen zur Lodge. Ausserdem muessen wir dringend ins internet. Mails checken, nach dem Geschaeft gucken und ein Lebenszeichen nach hause schicken.
Um die heissen Mittagsstunden etwas zu ueberbrucken gehen wir duschen und etwas Waesche waschen. Der Ablutionblock hat bestimmt schon bessere Tage erlebt, aber es ist schoen kuehl darin.
Es hat kein Strom, auch auf unserer Campsite nicht. Wir melden das zwar, aber passieren tut trotzdem nichts. Benoetigen tun wir ihn ja nicht unbedingt, aber unser Engel koennte mal wieder eine richtige Kuehlung ueber Nacht gebrauchen.
Spaeter , in der Lodge essen wir sehr lecker auf der Terrasse. Es sind einige Gaeste da. Wir fragen uns, warum man den ganzen Boden schwarz-grau gestrichen hat. Wir fuehlen uns wie in einer Bratpfanne.
Das wifi ist sehr maessig, aber wir schaffen es trotzdem noch einmal mit Petra & Siggi zu skypen. Ihr wisst ja, die Kamera! Sie fliegen in 2 Tagen nach Windhoek und wir verabreden uns fuer den 30.09. in Maun.
Auf dem Ruckweg zur Campsite begegnen wir dem Haus-Gnu!
LG, Elsa, die immer noch ganz begeistert von den Wildhunden ist
Hallo Elsa, nun bin ich unterdessen auch noch dazu gestossen da wir von unserer Reise zum Ende der Welt nun glücklich wieder zurück sind. Wow, was habt ihr für einen schlimmen Anfang der Reise gehabt. Ihr habt mir schon leid getan. Aber der KTP war sicher so wie du es dir gewünscht hast und sogar einen Leo bei Uri! Und nun Wildhunde wo man sie überhaupt nicht erwartet hätte, und noch Löwen dazu. Die Fotos der Jungen Hunde sind sehr schön geworden. Grosses Glück und hurrah so schlägt das Pendulum mal auf die andere Seite. Ganz toll wir du erzählst und ich freue mich auf die Fortsetzung! LG Katrin
Boh 🤩 🤩 , so viele Wildhunde und ganz unerwartet. Da hattet ihr aber echt Glück. Und dann auch noch ein Löwenpärchen - was für ein schöner Tag 😎 Liebe Grüsse Nina