Das schönste Ende der Welt - Südafrika März 2017

Reisebericht 258 Antworten · 49,1k Aufrufe · gestartet 23. Apr. 2017 von Old Women
1'796 Beiträge · seit 201429. Mai 2017 ·
Old Women schrieb:wobei mich eine Sache sehr beschäftigt hat: waren wir, wenn wir auch noch Sabine "Applegreens" Erlebnisse im Tsitsikamma (Baboonangriff) mit einbeziehen, vielleicht doch ein wenig zu leichtsinnig?
Liebe Beate,

"unser" Baboon war äußerst friedfertig 😎 Sofern ich mich da im Bericht falsch ausgedrückt habe, möchte ich das gerne "graderücken" 😉 Er hat uns in keinster Weise angegriffen oder Aggresivität ausgestrahlt - wir sind uns ja quasi zufällig vor die Füße gelaufen. Er hat uns eine Weile interessiert angeschaut und dann einen Schritt auf uns zugemacht. Da wir da oben ganz alleine waren und es uns echt unwohl wurde, haben wir dann sehr deutlich klar gemacht, dass wir noch mehr Nähe nicht zulassen 😗
Old Women schrieb:@ Sabine ("Applegreen"): danke dir für die Blumen. Leider wirst du dich noch ein paar Tage gedulden müssen. Ich würde sehr gerne zügig weiterschreiben, jedoch Renovierung geht nun einmal vor, und das ist auch sehr viel Arbeit 😎
Dafür habe ich vollstes Verständis 🤪 Renovieren ist eine schöne Sache, steht mir auch noch bevor 😛
Old Women schrieb:Gilas Erlebnis hat mich ein wenig nachdenklich gestimmt. Wir haben uns keine Sorgen während der Wanderung gemacht. Wir wandern mit Stöcken und hoffen, dass die Schlangen (die gibt es mit Sicherheit auch am Robberg, in Wilderness, am Cape Agulhas, einfach überall) durch das Geraschel Reißaus nehmen. Ich schaue immer auf den Boden, bislang ist nichts passiert, und meistens geht das ja auch wohl gut mit den Schlangen, da sie sehr scheue Tiere sind 😕 😕 .
Überall im Südlichen Afrika kann man auf Schlangen treffen, nicht nur auf Wanderwegen - wir haben bislang zwar äußerst selten welche gesehen und wenn, dann in Häufigkeit eher direkt auf dem Gelände der Unterkünfte. Wir machen es wie Du, Stöcke (manchmal) dabei und Augen auf wohin man geht, steht und greift. Eine Lodgeangestellte sagte zu uns mal: "Sie sind überall und sie sehen uns - wir sie meistens aber nicht". Uns sind auf den Wanderungen nicht nur einmal Südafrikaner barfuss begegnet 😮

Lt. Berichten unseres Sohnes, der ein Jahr in Windhuk gelebt hat, sind Puffottern gerne auch mal auf dem Bürgersteig oder der Terrasse zu finden, manchmal auch im Haus. Wer da wirklich ernsthafte Bedenken hat, sollte vielleicht Länder in denen "Gift"schlangen heimisch sind sicherheitshalber besser meiden 😕
Old Women schrieb: Aber bei den Baboons bin ich mir gar nicht so sicher, wie ich reagieren soll, wenn sie angreifen. Das kann, so weit ich weiß, auch lebensgefährlich sein, gruselig ist es allemal.


In meinem Bericht hatte ich ja geschrieben, dass wir mit einigen "Einheimischen" über unsere Begegnung mit dem Baboon gesprochen haben. Übereinstimmend wurde uns versichert, dass Übergriffe mit schwerwiegenden Folgen wohl eher die seltene Ausnahme sind. Die meisten Begegnungen verlaufen wohl harmlos - Frauen gegenüber haben die großen männlichen Baboons aber wohl weniger Respekt 😉 Im letztjährigen Bericht habe ich von einem Rucksackraub an einem Strand am Kap der Guten Hoffnung berichtet, den wir zufällig beobachten konnten - auch da zeigten sich die Tiere eher nicht agressiv und ließen sich einfach verjagen.

Trotzdem würden auch mich zum Thema Begegnungen mit Baboons Erfahrungsberichte und Einschätzungen anderer Fomis interessieren. Ich werde im August auf jeden Fall bei unserem Guide auch nochmal explizit nachfragen 🙂

Viele Grüße und viel Spaß beim Renovieren!

Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 29. Mai 2017
2'522 Beiträge · seit 200929. Mai 2017 ·
Hallo Beate,

deine Echse ist ein Girdled Lizard der Gattung Cordylus. Welche Spezies genau, weiss ich nicht, es gibt 28 Arten davon.

Grüsse, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201330. Mai 2017 ·
Ein herzliches "Hallo" an alle Interessierten,

mitten aus dem Renovierungsstress möchte ich noch kurz auf eure Nachrichten antworten.

@ Sabine ("Applegreen"): vielen Dank für dein Feedback. Vorab: Renovieren macht mir keinen Spaß. Man hat irgendwie alles in Kisten in den Keller ausgelagert, überall Dreck, und man findet nichts wieder. Nach diesem Post werde ich mich aber noch etwas hinsetzen und weiterschreiben. Fotos habe ich schon ausgesucht. Das"Problem" mit den Schlangen sehe ich ähnlich wie du: sie sind halt einfach da, sowie auch in Amerika (viele Klapperschlangen) und auch in Australien. Man muss eben aufpassen 😮
Wie sich das mit den Baboons verhält, kann ich auch nicht sagen. Die können schon sehr aggressiv werden, so sagte man uns im Mountain Zebra Restcamp, und fordern wohl offen ihr Fressen ein. Ich hatte Meldung gemacht, da ich gesehen hatte wie eine Horde Baboons vor dem Häuschen eines älteren Paares saß. Sie hatten Brot und allerlei anderes Zeug hinausgeschleppt und reagierten auf die Besitzer dieser Sachen nicht gerade freundlich. Das war schon ein bisschen furchteinflössend. Mich interessiert einfach, wie man reagieren soll, wenn einem eine Horde agressiver Baboons begegnet, und das merkt man dann schon, denn die hoppelten auf das ältere Paar los, heftig gestikulierend. Die wollten sich offensichtlich ihre Beute nicht abnehmen lassen, und dem älteren Paar blieb nichts anderes übrig, als sich im Haus zu verschanzen. Aber du hast schon recht, Begegnungen mit Wildschweinen, vor allem wenn Junge dabei sind, können genauso gefährlich sein. Immerhin kann man, wenn sie angreifen, noch kurz vorher beiseite springen, denn sie können keine "Kurve" laufen, so wurde uns das zumindest als Kinder beigebracht. Mit Affen kenne ich mich nun aber gar nicht aus, und von daher wäre es wirklich nett, wenn du euren Guide mal fragen würdest, dauert ja nicht mehr lange 🙂

@ Matthias ("fotomatte"): na, da traue ich mich einmal, und dann war es falsch 😎 . Egal, ich danke dir recht herzlich und werde das ändern. Ist halt absolutes Neuland für mich, aber ich gebe noch nicht so schnell auf. Ich bin wirklich sehr froh, wenn ich kompetente Hilfe bekomme. Ich habe mal nachgelesen, und ich glaube, der Unterschied zwischen einem Skink und einem Lizard besteht darin, dass der eine glatt und der andere geschuppt ist, oder?
Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
312 Beiträge · seit 201330. Mai 2017 ·
Liebe Beate,
ich bin ja eher ein stiller Leser und "Danke-Knopf-Drücker"....aber nach den Komplimenten im letzten Teil möchte ich Dir auch 2 Komplimente zurück geben:
* Dein Bericht ist wunderbar - und die Bilder auch
* Ihr seid super Gäste, der Abend hat uns auch gut gefallen
Bin gespannt auf die Fortsetzung, ab hier haben sich unsere Wege ja dann vollständig getrennt.
Schöne Woche
DoNo
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201331. Mai 2017 ·
15.3.2017: Addo Elefant Nationalpark

Diesmal war die Nacht sehr ruhig gewesen. Der Wind hatte sich gelegt, und so hatten wir ohne Unterbrechung schlafen können.
Gegen 6.00 Uhr wurden wir wach. Schnell raus aus den Federn. Wir hatten 8 Stunden am Stück geschlafen, das sollte ja wohl reichen 😕 . Das Wetter war bereits jetzt schon mehr als perfekt: strahlend blauer Himmel, keine Wolke zu sehen. Unsere Kommunikation mit Petrus funktionierte wie fast immer hervorragend.
Eigentlich hatte ich mich auf ein gemütliches Frühstück mit meinem Mann gefreut, der hatte aber nichts Besseres zu tun, als ständig nach draußen zu rennen, um, wie er sagte, das „allerletzte“ Foto dieser wunderschönen Landschaft zu schießen 😠 . Na, ja, wer´s glaubt 😮 !

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Selbst die Heide leuchtete bei dem Wetter mehr als bei unserer Ankunft. Was für eine schöne Landschaft! Im Vordergrund sind wohl schon die Ausläufer von Baviaanskloof zu sehen.

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Heute hatten wir eine etwas längere Strecke zurückzulegen. Unser Ziel war der Addo Elefant Nationalpark, und 260 Km, gut 3 Stunden Fahrzeit lagen vor uns.
Als wir die N2 in Port Elizabeth in Richtung Addo Elefant Nationalpark (R335) verließen, kamen wir an einem Township namens „Motherwell“ vorbei. Pure Tristesse. Ich habe hier keine Fotos gemacht, irgendwie war mir nicht danach, aber diesen Ort habe ich als ganz besonders erbärmlich in Erinnerung, wozu mit Sicherheit auch die Steinbrüche, die unglaubliche Staubwolken zu den Bewohnern hinüber wehten, beitrugen. Kinder spielten zwischen den Müllhaufen im Staub mit Autoreifen (einfach fürchterlich das Müllproblem in Südafrika: man entsorgt ihn häufig einfach in der Landschaft, und im Umkreis dieser Townships sieht es durchgängig so aus wie bei unseren Autobahnausfahrten 😠 ), Männer und Frauen saßen vor ihren „Behausungen“, die Türen sperrangelweit auf, damit der Staub auch schön hineinwehen konnte. Ob sie wohl alle Arbeit hatten? Eher nicht, aber wenn, so ging mir irgendwann durch den Kopf, dann sind das die Männer und Frauen, die auf den Plantagen und in den zahlreichen Lodges am Randes des Addo Elefant Nationalparks arbeiten, und dort bekommen sie bestimmt einen Hungerlohn für die schwere Arbeit, die anfällt. Ich werde das jetzt nicht weiter vertiefen, so nach dem Motto: reiche Welt - arme Welt, gerecht - ungerecht, das kennen und wissen wir alles schon, und das wird auch nichts ändern, und noch eine Betroffenheitsbekundung mehr braucht diese Welt schon mal gar nicht, und mit dem Reisen kann man deswegen ja auch nicht aufhören, dann würde ein großer Wirtschaftszweig wegfallen, und es würde sich dadurch ja verschlimmern. Es mag für den einen oder anderen schon leicht zynisch klingen angesichts der Tatsache, dass wir überwiegend in eher hochpreisigen Unterkünften gewohnt haben, aber beim Nachdenken darüber wird man nicht gerade froher, und ich habe es mehr und mehr verstanden, warum viele der Unterkünfte sicherheitstechnisch Festungen glichen. Das haben wir in Namibia so nicht gesehen oder vielleicht übersehen 😕 . Diese Diskrepanz kann schon dazu verleiten, auch mal zuzulangen, wobei das natürlich keine Entschuldigung sein kann. Einzig und allein Bildung – Analphabetismus ist da ein großes Thema - wird ihnen die Chance geben, dieser Trostlosigkeit zu entkommen, eine gute Möglichkeit für unsere jungen Menschen, sich nach dem Schulabschluss für ein FSJ oder ähnlichem dort eine Zeit zu engagieren. Auch kleine Schritte helfen. Wenn ich die Möglichkeit nach dem Schulabschluss damals gehabt hätte, ich hätte es gemacht, aber da war Afrika insgesamt (und es gibt auf diesem Kontinent mit Sicherheit Ecken wo Hilfe nötiger ist als in Südafrika!!!) ein mehr oder weniger „weißer Fleck“ auf der Landkarte. Man ging damals eben in die USA oder nach Australien 😎 , für was auch immer!
Typisches Straßenbild unterwegs: Menschen warten. Auf was, wissen wir nicht!

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So, jetzt die knallharte Überleitung 😈 😐 zu unserem nächsten Quartier, denn dies ist ja ein Reisebericht und keine Reportage über das Elend auf dieser Welt, aber manchmal dürfen ein paar nachdenkliche Worte wohl erlaubt sein 🙂 .
Unser Quartier für die nächsten 3 Nächte war das „Woodall Country House“ https://www.woodall-addo.co.za/, welches mitten in einer großen Zitrusplantage liegt. Sehr herzlich, wenn gleich auch etwas reservierter, geschäftsmäßiger als in Wilderness, wurden wir empfangen. Erst wurden wir herumgeführt und uns die Örtlichkeiten erklärt, und dann versorgte man uns bei einem Begrüßungsgetränk mit allen notwendigen Informationen, die man für ein angenehmes Leben in dieser Lodge benötigte: Essenszeiten, die Möglichkeit der Buchung von verschiedenen Game Drives oder Ganztagesausflügen in Private Game Resorts, Massageangebot etc. Dass man am Abend nicht a la carte speisen konnte, sondern dass es „nur“ ein festes Menü gab, störte uns absolut nicht. Hunger hatten wir immer 😄 😛 😈 . Wir inspizierten die Speisekarte und entschieden uns, jeden Abend hier zu essen. Preis-Leistung schien in Ordnung und um vorzugreifen, war es auch. Zwar hätte die Hauptspeise zweimal etwas besser gebraten sein können, aber schlimm war das jetzt auch nicht, alles absolut noch im grünen Bereich. Die einzelnen Gänge waren immer sehr abwechslungsreich und schön angerichtet, und es hat jeden Abend erneut viel Spaß gemacht, dort zu essen, warum sollen wir da noch großartig etwas anderes suchen. Wir haben aber einige Gäste getroffen, die nicht sehr erfreut waren, dass sie „nur“ Menü essen konnten und die Küche in diesem Punkt nicht sehr flexibel war. Na ja, ich würde mal sagen: meckern auf sehr hohem Niveau.

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Das Gepäck war mittlerweile schon auf unser Zimmer gebracht worden. Sehr groß, mit allem erdenklichen Komfort ausgestattet, inklusive eigenem separatem Außenbereich mit Regendusche. Auch Aircon war vorhanden, und die sollten wir auch die nächsten Tage brauchen, denn es wurde immer heißer 😈 😮 . Hier konnte man es wohl aushalten, und da wir ja gekommen waren, um mein „Elefantentrauma“ 😗 zu therapieren, wollte ich mir gleich die Liste mit den entspannenden Massageangeboten durchlesen und natürlich dann auch Anwendungen buchen 😄 . Das würde meinem vor Angst 😮 total verkrampften Körper bestimmt gut tun 🙂 . Na, haste gedacht. Da hatte mein Göttergatte jedoch andere Vorstellungen. „Was, du willst Massage, och, ne, dass kannst du doch auch zu Hause machen. Da haben wir gar keine Zeit dazu. Wir sind den ganzen Tag von morgens bis abends im Park, das wäre dann blöd, wenn wir so hetzen müssten.“ Das war ja mal wieder typisch Mann, also ich hätte schon Zeit gehabt und hätte das auch nicht als Hetze empfunden, aber Frau gibt dann mal lieber nach 🤨 . Im Nachhinein habe ich mich allerdings gefragt, warum 😕 ?

Vor unserem Zimmer!

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Der eigene private Außenbereich mit Außendusche!

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Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2017
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201331. Mai 2017 ·
Und weiter geht es hier:

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, beschlossen wir, noch ein wenig auf Pirsch zu gehen. 2 Stunden würden noch gehen. Mal sehen, ob der Park seinem Namen Ehre macht. Ja, ja, mein „Elefantentrauma" 😮 , das galt es endlich zu besiegen. Ich gestehe: Ich bin eine richtige „Bangebüx“ was Elefanten anbelangt. Schon in Namibia 2014 hatte ich bemerkt, dass Elefanten in freier Natur mir einen Heidenrespekt einflößen und ich sie eigentlich nur in gebührendem Abstand „ertragen“ kann 😎 . Das funktioniert aber nun mal nicht immer. Als im KNP im Oktober 2016 urplötzlich, ohne dass wir ihn bemerkt hätten, ein Elefant aus dem Gebüsch direkt auf uns zu gerast kam und wir es so gerade noch schafften, uns in Sicherheit zu bringen, hatte ich eigentlich vorgehabt, nie wieder nach Afrika zu reisen 🙁 . Das geht aber nun gar nicht, und von daher beschloss ich, den Elefanten noch einmal eine Chance zu geben. Man soll sich seinen Ängsten ja immer wieder stellen 😕 , und im Addo Elefant Nationalpark sollten die Elefanten sehr entspannt sein, wie wir gehört hatten. Eine Eigenheit der Addo Elefanten ist, dass deren Stoßzähne im Vergleich zu denen ihrer Artgenossen weiter im Norden relativ klein sind. Bei Kühen fehlen sie meist völlig. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die gezielte Jagd in der Vergangenheit auf Bullen mit großen Stoßzähnen. Sie hatten daher nur geringe Chancen, sich fortzupflanzen. Über den langen Zeitraum führte das zu einer künstlichen Selektion. Um ein wenig vorzugreifen: hier sollte ich die Chance bekommen, direkt in die Augen zweier Elefanten zu schauen, einer vorne, einer hinten an unserer Stoßstange 😮 . Wie das ausging, dazu am übernächsten Tag mehr.
Also, auf ging es. Von der Lodge waren es ca. 15 Minuten mit dem Auto bis zum Parkeingang. Schön war es hier. Sanfte Hügel, grüner Buschwald, es sah gar nicht mal so trocken aus.

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Und dann sah ich ihn, den ersten Elefanten dieses Jahres, ein ziemlich kapitaler Bulle 🤨 . Einsam zog er seine Kreise. Mein Mann, der hinterm Steuer saß, achtete darauf, dass er uns nicht zu nahe kam. Heute sollten wir nur einzelne Elefanten sehen. Ich konnte sie in Ruhe beim Fressen, saufen oder baden beobachten. Anders als im KNP im Oktober herrschte hier an allem wohl kein Mangel. Sie schienen völlig entspannt und kümmerten sich nicht weiter um uns, warum sollten sie auch, denn wir hielten uns an ihre Spielregeln: die Einhaltung eines Mindestabstandes. Und so wie die Tiere konnte auch ich mich langsam entspannen.

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Noch ein paar weitere erste Impressionen aus dem Park, der uns schon jetzt gut gefiel. Wie schön, dass wir hier 3 Tage geplant hatten. So hatten wir wenigstens Zeit.

Vogel Nr. 1: Singhabicht/Pale Chanting Goshawk: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 2: Schildrabe/Pied Crow: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 3: Fiskalwürger/Common oder Fiscal Shrike: danke Konni ("Daxiang")

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Erst kurz vor Schließung des Gates verließen wir den Park. Den Abend ließen wir beim vorzüglichen Diner in der Lodge ausklingen. Eine sehr schöne Atmosphäre, live Klaviermusik, stilvoll gedeckter Tisch, alles sehr gediegen und vor allem sehr lecker 🙂 .

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Morgen sollten wir den ganzen Tag im Park verbringen.
Gute Nacht.
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2017
5'057 Beiträge · seit 201431. Mai 2017 ·
Guten Morgen Beate,

schön, dass du bei all dem Stress doch ein bisschen Zeit gefunden hast und am Bericht weiter schreibst! Bin schon ganz gespannt was ihr im Addo Elefant Park so alles gesehen und erlebt habt. Hoffentlich haben sich die Elefanten gut benommen und dir etwas die Angst vor den grauen, sanften Riesen genommen. Ich liebe Elefanten (Daxiang = Elefant auf Chinesisch), habe aber großen Respekt vor ihnen.

Was die Vögel betrifft, liegst du mit deinem Habicht richtig!
Nr. 1 Singhabicht (Pale Chanting Goshawk)
Nr. 2 Schildrabe (Pied Crow)
Nr. 3 Fiscal Würger (Common od. Fiscal Shrike)

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2017
3'386 Beiträge · seit 200931. Mai 2017 ·
Guten Morgen Beate,

toller Auftakt im Addo. Die Unterkunft würde ich auch sofort nehmen! 😄

Und das Essen - puh, das sieht sehr gut aus. Wenn sich da jemand beschwert, dann ist er selber schuld. 😉

Was Deine nachdenklichen Worte in puncto "pure Tristesse" anbelangt, kann ich Dich sehr gut verstehen. Unsereins reist von Lodge zu Lodge, es geht uns wirklich mehr als gut, und auf der anderen Seite sieht man das oft erbärmliche Leben der Bevölkerung. Was soll man dazu sagen .....

Freue mich auf die Fortsetzung,
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201331. Mai 2017 ·
Ein herzliches "Hallo" an alle Interessierten,

Vorab mal wieder ein ganz fettes "Dankeschön" für euer Interesse.
@ DoNo: danke für die Blumen. Wie gesagt, es war wirklich angenehm, euch kennengelernt zu haben. Unsere Wege haben sich dann zwar getrennt, wir hätten uns jedoch noch im Weingebiet treffen können, aber glaube mir, es war besser so, dass wir nichts abgemacht haben, denn die Wanderungen von Weingut zu Weingut, die hatten es ganz schön in sich 😮 . Fahren hätten wir wohl nicht mehr gedurft. Vielleicht gibt dir der weitere Bericht ja noch ein bisschen Inspiration. Gruß an deinen lieben Mann.

@ Konni ("Daxiang"): Treffer Nr.2: danke Konni. Den Fiskalwürger hätte ich jetzt auch getippt, habe mich aber noch nicht so getraut. Beim nächsten Vögel, den ich kenne, mache ich das einfach mal so. Ich werde die Vögel in meinem Reisebericht nachbestimmen.
Der Begriff "Elefantentrauma" ist natürlich nicht so ernst zu nehmen. Ich liebe auch Elefanten, doch weißt du, was passiert ist: 2014 im Etoscha und im Damaraland waren sie weit bzw. durch ein riesiges Wasserloch von uns getrennt. Wir haben an 2 Tagen Elefanten beobachten können, und wir hatten nicht den Eindruck, dass sie sich von uns bedroht fühlten. Ich kann es nicht einschätzen, wie viel Mindestabstand sie zulassen, Fakt ist, durch das Gewöhnen an die Touristen, werden sie scheinbar "toleranter". Bloß wie unterscheide ich einen toleranten Elefanten von einem aufgebrachten Elefanten ? So etwas gelingt dann nur durch langes Beobachten, wobei es dann auch bestimmt noch wieder Ausnahmen gibt. 2016 im Krüger waren die Elefanten wirklich "auf Krawall gebürstet". Sie hatten nicht viel zu fressen und zu saufen. Da wird das Tier dann sicherlich nervös. Wir haben es mehrere Male erlebt, dass sie sich anders verhalten haben als wir es erwartet haben. Was also tun? Mit Sicherheit sich nicht so verhalten, wie es im KNP viele Touristen gemacht haben, einfach drauflosfahren, ohne Rücksicht, ob sich der Elefant bedroht fühlt. Im Addo habe ich dann gelernt, dass die Tiere auch mich im Blick haben. Sie scheinen sehr intelligent zu sein und haben teilweise geduldig gewartet, was wir jetzt wohl machen, denn es waren so viele, die hat mein Mann als Fahrer nicht immer sehen können. Sie kamen von vorne und von hinten, und wenn sie durch das Seitenfenster schauten, konnte man ihre Augen wirklich als "sanft" bezeichnen. Wichtig ist, und das habe ich im Addo gelernt, daß man ihnen ihren Raum lässt und ihnen den Weg nicht abschneidet, schon gar nicht, wenn sie Kälber dabei haben. Das hat man uns natürlich auch schon vorher gesagt, aber ich verlasse mich dann auch gerne noch auf meine eigenen Erfahrungen. Learning by doing, dann geht das meistens auch bei mir 😎 .

@ Claus ("bayern schorsch"): vielen Dank, Claus, für dein Feedback. Ja, die Lodge war schon was Besonderes, da hatte Sabine Applegreen mich zu 100% richtig beraten. Mein Mann, der in den Nationalparks morgens immer der erste ist, hat wegen des tollen Frühstücks sogar den "Early morning drive" 😛 ausfallen lassen. Wir haben uns dort wirklich gut aufgehoben gefühlt. Deinen Bericht konnte ich in den letzten Tagen aus Zeitmangel nur quer lesen, werde das aber nachher nachholen, denn mir sprang ein Wort ins Auge: "Camp Kipwe". Da war 2014 leider nichts mehr zu bekommen. Ich bin schon gespannt, was ihr so erlebt habt nach eurer "Pleite" auf der Grootberg Lodge.
So, trotz vorgerückter Stunde: noch ein wenig Renovierungsmüll zusammentragen 🙁 .

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2017
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201304. Juni 2017 ·
16.3.2017: Addo Elefant Nationalpark

Wir hatten hervorragend geschlafen, obwohl ich mir in diesem riesigen Bett manchmal ein wenig verloren vorkam. Uns erwartete ein tolles Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Leider konnte man erst ab 7.30 Uhr Frühstück bekommen, so dass man entweder auf das Frühstück oder auf den ganz frühen Game Drive verzichten musste. Wir entschieden uns für letzteres. Zumindest ein wenig die Annehmlichkeiten dieser tollen Lodge zu nutzen war eigentlich Pflicht, obwohl es schon leicht ein wenig an mir nagte, denn der ganz frühe Morgen ist eigentlich die beste Zeit für Sichtungen.
Wir hatten beschlossen, keinen Game Drive zu buchen, sondern wie immer allein auf Pirsch zu gehen. Dann konnten wir unseren Rhythmus selbst bestimmen. Vor allem wäre es nicht möglich gewesen, so mein „Elefantentrauma“ zu therapieren, denn in der „geschützten“ Umgebung eines Safarifahrzeuges mit einem erfahrenen Guide hätte ich sowieso keine Angst gehabt. Der macht das jeden Tag und kann das schon einschätzen 😎 . Mein Problem war, dass ich unseren Fähigkeiten, die Signale der Elefanten richtig einzuschätzen, noch immer nicht ganz vertrauen konnte, denn es war erst unsere 3. Reise nach Afrika, zwar immer mit Elefantensichtungen, aber…… 😕 . Ich glaube, wir eignen uns einfach nicht für organisierte Gamedrives, zumindest, wenn noch andere Teilnehmer dabei sind. Wir haben ein ganz eigenartiges „Zeitgefühl“ 😮 (manchmal stehen wir für Webervögel 1 Stunde, auch wenn am Schluß kein brauchbares Foto dabei herauskommt), und ob das mit den Wünschen anderer Teilnehmer konform geht, wage ich zu bezweifeln. Am Ende wären wahrscheinlich alle unzufrieden. Der Manger der Lodge hat wirklich seinen ganzen Charme aufgeboten (und das jeden Abend und jeden Morgen), um uns doch noch für eine organisierte Tour zu gewinnen, ohne Erfolg 😐 . Irgendwann in der Vergangenheit hatten wir uns mal dafür entschieden, immer selber zu fahren, solange es möglich ist. In völlig unwegsamem Gelände allerdings würden wir natürlich auch auf die Dienste eines erfahrenen Guides zurückgreifen.
Heute war es frühmorgens schon so warm, dass wir beschlossen, den Tag mit einer ausgiebigen Siesta in der Lodge zu splitten, also eine Ausfahrt morgens und eine abends. Ja, man merkte bereits am Abend zuvor, dass sich das Wetter ändern würde, denn es kühlte sich nicht so ab, wie sonst 🙁 .
Wir sollten wieder viel sehen, und wie ich jetzt schon verraten kann, viele, ganz viele Elefanten, und wer die nicht mag, soll sich jetzt besser ausklinken, denn es wird viele, ganz viele Elefantenbilder geben.
Wir fuhren wie am Tag zuvor wieder über das „Main Restcamp“ in den Park hinein.
Hier einige Impressionen:
Na, was führst du denn im Schilde? Bei näherer Betrachtung bist du ja gar nicht so häßlich 😎 !

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Nilgans/Egyptian Goose mit bezauberndem Anhang

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Elefanten sahen wir gefühlt hunderte. Die folgenden Bilder sind also nur eine " ganz kleine" 😈 Auswahl!
Nach dem Trinken ist ein kleines Pläuschchen ja wohl erlaubt!

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Oh, ist das langweilig! Lass uns lieber spielen!

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Na, dann fang mich doch! Ich lauf schon mal los!

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Gleich hab ich dich!

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Geschafft!

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So, Kinder, jetzt kommt aber wieder zu uns, wir wollen weiterziehen

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Ist da etwa schon wieder jemand ausgebüxt?

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Vogel Nr. 1: Flötenwürger/Southern Boubou: danke Konni ("Daxiang")

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Vogel Nr. 2 ? (leider ließ er sich schwer fotografieren 🙁 !) Felsenbussard/Jackal Buzzard: danke Konni ("Daxiang")

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Mittags verließen wir den Park auf der Höhe der Ortschaft Addo.

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Und mal wieder der "fotogene" Müll in den Ortschaften 🙁 !

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Zur Lodge fährt man erst durch diese Zitrusplantage!

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Fast ein Hochsicherheitstrakt 😮 !

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Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2017
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201304. Juni 2017 ·
Und weiter geht es hier:

Für einen ausgiebigen Lunch war es viel zu heiß. Stattdessen stärkten wir uns mit vielen essbaren „Kleinigkeiten“, die den Gästen dort gratis angeboten werden. Uns hat das völlig gereicht, denn wir wussten ja, was abends auf uns zukam 🙂 . Diner war schon gebucht 😛 .
Eigentlich wollte ich ein wenig im Pool baden, der war jedoch von Gästen belegt, die nichts anderes zu tun hatten, als sich über ihr „stinkendes" (??) Zimmer, den Menüzwang 😮 etc., etc. zu beklagen. Für mich völlig unverständlich, uns gefiel es sehr, sehr gut, und stinken tat es auch nicht 🙂 😄 . Auf solche Gespräche hatte ich keine Lust. Uns ging es prima hier, und dann die schönen Tiere und Elefanten ohne Ende und ich völlig tiefenentspannt. Was gibt es Schöneres? Gar nichts, und um mir die Laune nicht zu vermiesen, machte ich das, was mein Mann schon lange machte: einen ausgiebigen Mittagsschlaf 😛 .
Nachmittags ging es erneut in den Park. Das Thermometer zeigte inzwischen an die 40 Grad 😮 😈 . Und trotzdem gab es viel zu sehen.
Und wieder ganz viele Elefanten 😈 😈 ! Ich gewöhnte mich langsam an sie 😘 !

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Schabrackenschakal/Black-Backed Jackal: wunderschönes Tier!

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Mit ein wenig Phantasie ein Strauss mit 3 Köpfen!

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Um 18.00 Uhr ging es dann zurück zur Lodge, schnell duschen, aufbrezeln und dann ab ins Schlemmerland. Uns ging es hervorragend, und am Ende des Abends sagte mein Mann zu mir: „das Quartier hast du mal wieder prima ausgesucht“ 🙂 .

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Todmüde fielen wir ins Bett. Morgen wollten wir wieder den ganzen Tag durch den Park fahren und sollten dabei den Elefanten ganz schön auf die Pelle rücken 😄 .
Gute Nacht.
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2017
751 Beiträge · seit 201104. Juni 2017 ·
Hallo Old Women,

zunächstmal außerordentlichsten 😉 Dank für dein Engagement beim Schreiben
... tagsüber renovieren und dann bis nachts um halb zwei uns mit schönen Geschichten und Fotos verwöhnen...
Respekt 🤩
Zumal du mir gerade mit Addo (da sind wir auch in paar Wochen, allerdings im Main Camp) gerade eine besondere Freude der Einstimmung bereitest.
Viele Grüße, Nette
5'057 Beiträge · seit 201404. Juni 2017 ·
Hi Beate,

bei Vogel Nr. 1 tippe ich auf einen Flötenwürger (Southern Boubou) und bei Nr. 2 auf einen Felsenbussard (Jackal Buzzard).

LG und schöne Pfingsten
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
217 Beiträge · seit 201304. Juni 2017 ·
Hallo Beate,
Wenn ich Deine Fotos so anschaue, wir haben auch ganz viele davon. Uns haben die Elefanten so begeistert. Sie sind so sozial, so familiär. Wir hätten stundenlang zuschauen können. Und auch der Schakal, das war ein ganz schöner.
Danke für Deinen Bericht.
Viele Grüße von Gila
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201305. Juni 2017 ·
Ein herzliches "Hallo" an alle Interessierten,

bevor es hier demnächst weitergeht, möchte ich kurz auf eure Nachrichten eingehen:

@ Nette ("speed 66"): danke dir für deine netten Worte. Ganz so schlimm ist es nicht mehr. Die Möbel stehen schon wieder. Zwar ist noch viel zu tun, aber Reisebericht schreiben ist für mich eher Entspannung. Das hätte ich vorher nie für möglich gehalten 😕 ! Du kannst dich richtig auf den Addo freuen. Ich gehe davon aus, dass du die Tiere besser sichten kannst, denn im Winter ist es dort ja nicht so "zugebuscht". Ich hoffe, dass du auch viele Elefanten siehst, denn die gibt es dort wirklich überall. Im Nachhinein betrachtet hätte für uns das Main Restcamp auch gereicht, denn wir hatten auf Grund des tollen Nationalparks eigentlich gar keine Zeit, die Annehmlichkeiten dieser wunderbaren Lodge zu nutzen. Ich werde das noch in meinem Fazit konkretisieren.

@ Konni ("Daxiang"): dir wie immer ein fettes "Dankeschön" für die Bestimmung der beiden Ufos. Ich werde das ändern. Dir noch einen schönen 2. Pfingstabend.

@ Gila: Ja, du hast völlig recht. Im nächsten Teil werde ich auch noch etwas zum Verhalten der Elefanten schreiben. Bloß: warum sind sie hier so entspannt und im KNP so "biestig". War es die Futterknappheit und der Wassermangel oder .......? Vielleicht hat ja irgendeiner aus dem Forum darauf eine Antwort 😕

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2017
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201305. Juni 2017 ·
17.3.2017: Addo Elefant Nationalpark

Der letzte Tag im Addo Elefant Nationalpark brach an, und als wir zum Frühstück gingen war es bereits so heiß, dass wir am liebsten den Tag in der Lodge verbracht hätten und zwar mit Nichtstun 😐 . Der Garten sah so verlockend aus.

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Der Park gefiel uns jedoch so gut, dass wir trotz der Hitze schauen wollten, was es noch so Spannendes dort gab. Wir wussten zwar, dass Elefanten die Hitze nicht so sehr mögen, aber mal schauen, ob wir zum Abschied noch welche zu sehen bekamen. Auch die kleinsten Tiere bereiteten uns viel Vergnügen. Es war schon putzig mit anzusehen, wie die Mistkäfer (Dung Beetles) den Elefantenmist zu Kugeln formten, immer wieder mit der Kugel durch die Gegend rollten und dabei auch schon einmal auf den Rücken fielen 😄 . Diese Tierchen ernähren sich von Elefantenmist und nutzen ihn für ihre Brut. Angeblich, so habe ich irgendwo gelesen, sichtet man sie nur in den Sommermonaten. Wo sie sich während des Winters aufhalten, darüber sind sich die Forscher wohl noch nicht ganz einig.

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Dann mal wieder die üblichen Verdächtigen:

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Und dann unsere 1. Schildkröte 😮 ! Aber die zählt wohl leider nicht 😎 .

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Und diese Sichtung zählt dann wohl auch leider nicht 😈 .

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Vogel Nr. 1: Graukopfrostgans/South African Shelduck: danke Konni ("Daxiang")

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Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2017
Themenstarter1'545 Beiträge · seit 201306. Juni 2017 ·
Und weiter geht es hier:

Und dann waren da natürlich wieder die vielen Elefanten. Man sah die Herden einfach überall: von weitem bereits durch das offene Gelände ziehend oder auf die Wasserlöcher zugehend. Manchmal betraten sie völlig unverhofft die Piste, man konnte es vorher nicht erkennen, denn es war schon sehr zugebuscht. Sie kümmerten sich liebevoll um den Nachwuchs, und ich gebrauchte zum 1. Mal im Zusammenhang mit Elefanten das Wort „gutmütige Riesen“: den lebhaften Nachwuchs zu bändigen war schon manchmal gar nicht so einfach, und es war ein Erlebnis für uns zu sehen, wie die Halbstarken fast liebevoll wieder „zurecht gestutzt“ wurden. Wenn allerdings gleichzeitig mit ihnen Zebras oder Warzenschweine an einem spärlichen Wasserloch trinken wollten, wurden diese von ihnen erst einmal verscheucht, bis die gesamte Herde getrunken hatte. Als auf einmal mitten durch die Herde ein Springbock auf der Flucht vor einem Rudel Schakale hüpfte (leider, leider kein Foto 😠 , denn das ging so schnell, und der Springbock hat es überlebt 😈 ) brachten sie ihren Nachwuchs erst einmal in Sicherheit. Das gefiel ihnen scheinbar nicht.

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Hey, du, ich bin auch mal dran! Rüssel aus dem "Getränk" 😎 .

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Irgendwann hatte ich meine Angst vor diesen Tieren verloren. Sie hatten an uns kein Interesse. Erstaunlich, wie viel Nähe sie zu den Menschen zuließen. Wir hatten immer zugesehen, uns nicht in ihre Laufrichtung zu stellen, aber immer klappte das auch nicht: wir standen an einem großen Wasserloch und betrachteten diesen Bullen, der sich irgendwann in Richtung unseres vorderen Kotflügels bewegen sollte.

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Gleichzeitig kam auf einmal auch von hinten ein Bulle angetrabt 😮 . Schnell konnte ich noch ein Foto machen, bis ich zur Salzsäule erstarrte 😈 😗 .

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Ich dachte schon, mein letztes Stündchen hätte geschlagen, denn an Flucht war nicht mehr zu denken, das wäre wohl das Verkehrteste gewesen. Und was macht dieser Elefant? Er bleibt auf Höhe des hinteren Kotflügels stehen und ich sehe nur noch ein Auge, das genau beobachtet, was wir machen. Ihm scheint zu gefallen, was er sieht: von uns geht keine Gefahr aus. Er zieht weiter, und ich kann mich entspannen 🤨 🙂
Ausgesehen haben muss das Ganze ungefähr so 🤨 😮 :

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Wir verließen den Park wieder einmal kurz vor Toresschluss. Diesmal wurde unser Auto am Gate sehr gründlich untersucht. Im Kofferraum fanden sie jedoch nur Kekse 😎 .
Ein letztes Diner gönnten wir uns noch in dieser wunderbaren Lodge. Leider sind die Fotos etwas unscharf geworden (lag bestimmt an der Hitze, oder doch am Wein 😕 ?).

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Fazit: Schön war es im Addo Elefant Nationalpark gewesen. Nicht zu voll, und man konnte an den Wasserlöchern in Ruhe die Tiere beobachten. Zu einer anderen Jahreszeit hätten wir auch noch Walfische sehen können, denn der südliche Teil des Addo grenzt an den Indischen Ozean. Der Park hat auch einige schöne, eingezäunte Rastplätze und tolle Lookouts mit weitem Blick über die hügelige Landschaft. Löwen und Nashörner sollen auch dort leben, wir haben sie aber leider nicht gesehen 🙁 .
Das „Woodall Country House“ können wir uneingeschränkt weiterempfehlen: eine wirklich wunderbare Oase der Ruhe, mit allen Annehmlichkeiten (Pool, Spa etc.), die man zu Erholung benötigt. Service und Essen sind von sehr guter Qualität, es gab nichts zu beanstanden. Ich kann nur jedem empfehlen, einen kompletten Tag dort auch einmal mit Nichtstun zu verbringen. Das muss bestimmt eine Wohltat sein. Mir war das leider nicht vergönnt während der 3 Tage, die wir dort verbrachten 😠 , und das ist das Einzige, was ich zu kritisieren habe, und dafür bin ich selbst, bzw. mein Göttergatte 😈 verantwortlich.
Heute gingen wir etwas später ins Bett. Emails schreiben, Fotos sichern, kleine Wäsche mal zwischendurch 😎 , all das will auch erledigt werden.
Morgen wollten wir in den Mountain Zebra Nationalpark fahren, und ich freute mich schon sehr auf das „Cheetah Tracking“, für das ich uns schon über San Parks von Deutschland aus angemeldet hatte. Wenn es nur nicht mehr so heiß wäre 🙁 , ich wusste nicht, wie mein Kreislauf darauf reagieren würde. Wir mussten das einfach mal abwarten, und bei der Reservierung war mir auch versichert worden, dass ich das Cheetah Tracking auch noch am Abend vorher stornieren könnte, denn es gab wohl immer genug andere Leute, die nur zu gerne einspringen würden.
Gute Nacht.
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2017
5'057 Beiträge · seit 201406. Juni 2017 ·
Hallo Beate,

also um dieses Foto beneide ich dich:

Leider sind wir immer zur falschen Zeit in Afrika.

Bei deiner Nilgans ? handelt es sich um eine männliche Graukopfrostgans (South African Shelduck).

Gute Nacht
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
217 Beiträge · seit 201306. Juni 2017 ·
.....ich auch...
Viele Grüße von Gila
217 Beiträge · seit 201306. Juni 2017 ·
Hallo Beate,
Das kann ich bestätigen, dass die Elefanten im Addo relaxter sind als im Krüger. Würde mich auch mal interessieren warum.
Auch sehen sie etwas anders aus, im Krüger haben sie ein Grauton, im Addo ein Braunton.
Viele Grüße von Gila