Reisebericht

Das schönste Ende der Welt - Südafrika März 2017

von Old Women · begonnen 23. Apr. 2017 · 45 Teile

Über diesen Reisebericht

Im März 2017 fahren wir zu zweit für gut drei Wochen mit dem Mietwagen durch Südafrika, von Kapstadt bis in die Weinberge von Franschhoek. Kapstadt eröffnet die Reise mit Stadtbesichtigung, dem Kap der Guten Hoffnung, Boulders Beach, Robben Island und einem Besuch im Township Langa. Über Cape Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas, und die Pinguinkolonie von Betty's Bay geht es weiter an die Garden Route nach Wilderness, wo wir wandern und Vögel beobachten, und in den Tsitsikamma-Nationalpark.

Im Addo Elephant Nationalpark verbringen wir drei Tage unter Elefanten, deren Nähe uns anfangs Angst macht und die wir am Ende entspannt vom Auto aus beobachten können. Der Mountain Zebra Nationalpark und der Camdeboo-Nationalpark bei Graaff-Reinet zeigen sich karg und wunderbar einsam, mit Erdmännchen, Bergzebras und, gut im Schatten versteckt, auch Geparden. Im Karoo-Nationalpark begegnen uns Oryxantilopen und zahlreiche Schildkröten.

Den Abschluss bilden zwei Tage in Franschhoek, wo wir mit der Weintram von Weingut zu Weingut fahren und Wein probieren. Das Wetter bleibt die ganze Reise über trocken und oft sehr heiß, mit bis zu 40 Grad.

Reisezeitraum
2. bis 25. März 2017
Länder
Südafrika
Gruppe
Ehepaar (2 Personen)
Reiseart
Selbstfahrer mit Mietwagen, keine geführten Game Drives
Fahrzeug
Nissan X-Trail 4x4 Automatik (Hertz)
Unterkunftsart
gehobene Gästehäuser/Country Houses sowie SANParks-Restcamps (Chalets)
Route
Kapstadt – Swellendam – Wilderness – Tsitsikamma-Nationalpark – Addo Elephant Nationalpark – Mountain Zebra Nationalpark – Graaff-Reinet – Beaufort West (Karoo-Nationalpark) – Franschhoek
Fahrstrecke
3048 km (laut Kilometerstand bei Fahrzeugrückgabe)
Flug/Anreise
Lufthansa via München, Nonstop-Nachtflug nach Kapstadt (ca. 14 Std.); Rückflug via Frankfurt nach Münster/Osnabrück
Gebiete
Addo Elephant Nationalpark · Mountain Zebra Nationalpark · Camdeboo-Nationalpark · Karoo-Nationalpark · Tsitsikamma-Nationalpark · Robberg Nature Reserve
Orte
Kapstadt · Kap der Guten Hoffnung · Cape Agulhas · Boulders Beach · Betty's Bay · Swellendam · Wilderness · Graaff-Reinet · Beaufort West · Franschhoek · Robben Island · Langa (Township)
Reiseart
Selbstfahrer Mietwagen
Bedingungen
Fahrstrecke 3048 km · Hitzewelle bis 40 Grad · Trockenzeit
Natur
Elefanten · Brillenpinguine · Erdmännchen · Geparden · Bergzebras · Oryxantilopen · Vogelbeobachtung
Teil 123. Apr. 2017
Erst einmal ein herzliches „Hallo“ an alle Interessierten,

erfolgreich konnte ich mich bereits zweimal dem Schreiben eines Reiseberichtes entziehen, nun aber soll es endlich sein, zumal mir schon einige „Shitstorms“ bzw. das Schwingen von „Zaunpföschdle“ (??) angedroht wurden. Da letzteres nicht gerade harmlos klingt, will ich mal lieber zur Tat schreiten, bevor noch Schlimmeres passiert. Für mich ist es wahrlich eine Qual, mir so kurz nach Ende einer Reise die Fotos angucken zu müssen und die einzelnen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. Der Wunsch, sofort wieder zurückzufliegen, ist in jeder Minute präsent. Aber nun, wie heißt es so schön: nach der Reise ist vor der Reise. Schon seit Jahren sprechen Old Woman und Old Man eigentlich gemeinsam die Reiseziele ab. Old Woman setzt sich dann an den Schreibtisch und fängt an zu planen. Zwischendurch schaut ihr Old Man gelegentlich über die Schulter, hat wenig zu kritisieren und ist eigentlich mit (fast) allem zufrieden. Nur dieses Mal wollte er ein wenig mehr Luxus und Bequemlichkeit, mit anderen Worten tolle Quartiere und kein „Self Catering“ oder einfache Küche wie auf Kuba oder im KNP und anschließend auf Mauritius, wo er noch unsere Kinder inklusive Partner „begrillen“ durfte. Im Rückblick finden wir, es ist eine rundum gelungene Reise geworden.
Ich möchte euch nun einladen, mit mir und meinem Mann gemeinsam ca. 3000 km in gut 3 Wochen durch das südliche Afrika zu fahren. Freuen könnt ihr euch auf wunderschöne Quartiere, wahnsinnig gute Restaurants, leckere Weinproben, tolle Landschaften, tierreiche Nationalparks etc. Das Wetter wird auch durchweg gut sein. Bis auf wenige Tage nicht zu heiß, tagsüber bis auf 2 Stunden im Karoo Nationalpark trocken und sonnig. Am Ende der Reise wird sich das Weinlaub bunt färben, und so wird es uns allen sicherlich leichter fallen, die Heimreise anzutreten. Herbst, nein, nein, das widerspräche nun gänzlich unserem Biorythmus: erst einmal noch schön das heimische Frühjahr (wenn es doch nur kommen würde) und dann den Sommer genießen. Auch wichtig wäre noch zu erwähnen, dass keine Reifen gewechselt werden müssen, und auch für einen ausgiebigen Sundowner wird gesorgt sein, einzig einen anständigen Braai machen können wir mangels Möglichkeit immer noch nicht. Zumindest wissen wir jetzt, wie es geht. Hierzu noch einmal ein dickes „Dankeschön“ an die bessere Hälfte von Forumsmitglied „DoNo“, aber dazu später mehr.
Zuletzt noch für alle Vogelexperten unter euch: Vögel finden wir wunderschön und versuchen manchmal stundenlang, sie zu fotografieren. Oft ist dies verbunden mit allerlei Kraftausdrücken, wenn diese mal wieder schneller sind als wir. So langsam gelingen uns gelegentlich ein paar brauchbare Aufnahmen, und die wollen wir euch auch gerne zeigen. Wenn ihr allerdings erwartet, dass wir sie auch noch bestimmen können, dann tut es uns leid. Totale Fehlanzeige, und so haben wir keine Ahnung, ob wir sogenannte „spektakuläre“ Sichtungen hatten. Wahrscheinlich eher nicht, aber das ist auch egal, denn für uns sind alle Tiere „spektakulär“ und immer wieder faszinierend, obwohl ich schon manchmal gerne wüsste, wie der ein oder andere Vogel heißt.

Unsere Reise fand im März 2017 statt, und dies waren unsere Stationen:
- Kapstadt: „Parker Cottage“ (5 Nächte)
- Swellendam: „Schoone Oordt Country House“ (1 Nacht)
- Wilderness: “Wilderness Manor” (4 Nächte)
- Tsitsikamma NP: „Storms River Mouth Restcamp” (2 Nächte)
- Addo Elefant NP: “Woodall Country House” (3 Nächte)
- Mountain Zebra NP: “Restcamp” (2 Nächte)
- Graaf-Reinet: “Somerset Stables“ (1 Nacht)
- Beaufort- West: "Lemoenfontein Game Lodge“ (1 Nacht)
- Franschhoek : „Plumwood Inn“ (3 Nächte)

Da wir im Oktober 2016 im KNP waren, hatten wir die „Wild Card“. Die konnten wir hier natürlich sehr gut gebrauchen. Ob sie sich nun auch nur für diese Reise gelohnt hätte, mag jeder für sich selbst ausrechnen.
Folgende Fotos sollen einen kleinen Vorgeschmack auf das geben, was noch kommen wird.

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Herzliche Grüße
Beate
Teil 225. Apr. 2017
2.3./3.3.2017: Anreise

Gebucht waren wir diesmal bei der Lufthansa und zwar mit Zubringer von unserem Heimatflughafen Münster/Osnabrück via München nonstop nach Kapstadt.
Über die „Erlebnisse“ auf unserem Langstreckenflug, der so überhaupt nicht zu Ende gehen wollte, gehe ich jetzt nicht weiter ein. Er war mit einem Wort beschrieben: sterbenslangweilig. Es war ein Nachtflug, und man konnte absolut nichts von der schönen Landschaft, die wir mit Sicherheit unter uns hatten, sehen. Als der Flighttracker uns irgendwann anzeigte, dass wir gerade über die Namib flogen, verschlechterte sich meine Laune zusehends. In dieser Region hatte ich mich 2014 mit diesem fiesen Virus, an dem die meisten in diesem Forum leiden, infiziert, und zwar genau in dem Moment, als wir in die D707 einbogen. Na, ja, keine Chance, leider war die Sonne noch nicht aufgegangen, und so musste ich mich damit zufrieden geben, relativ schnell ans Ziel gekommen zu sein, und zwar in knapp 14 Stunden. Da gab es nichts zu meckern.

3.3.2017: Kapstadt

Vorab sei gesagt, dass schon noch ein paar Tage ins Land gehen werden, bevor es richtig raus in die Natur geht. „Sightseeing“ ist erst einmal angesagt, jedoch, nur keine Sorge, nicht im klassischen Sinne. Es wird nicht strapaziös. Die nächsten Tage werden wir mit dem Hop-on-Hop-off Bus die nähere Umgebung von Kapstadt erkunden, ein Besuch des Botanischen Gartens von Kirstenbosch steht auf dem Programm sowie eine Fahrt ins Township von Langa, nach Robben Island und natürlich ans Kap der Guten Hoffnung.
So, da waren wir nun endlich am Ziel unserer Träume angekommen. Einreise, Gepäckausgabe gingen zu dieser frühen Stunde auch relativ schnell, und schon bald konnten wir mit dem Taxi, das uns das „Parker Cottage“ geschickt hatte, zu unserer 1. Unterkunft aufbrechen. Ja, ihr habt richtig gehört: „Taxi“. In Kapstadt brauchten wir die ersten Tage noch keinen Mietwagen, den haben wir erst ein paar Tage später übernommen.
Wir wurden sehr herzlich von der neuen Chefin des „Parker Cottage“, der Schweizerin Pamela empfangen. Sie hatte das Gästehaus erst am 1.3.2017 übernommen und war voller Elan und bis in die Fingerspitzen motiviert. Für uns stand schon ein gedeckter Tisch auf der Terrasse in einem verwunschenen Garten bereit. Das Frühstück war sensationell, und zwar nicht nur am 1. Tag, sondern jeden Morgen aufs Neue. Man konnte aus verschiedenen Menüs auswählen, und dazu gab es noch ein „Special of the day“. Einfach nur köstlich. Fazit: Wir haben diese Wahl nicht bereut und können das „Parker Cottage“ ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Für alle Interessierten werde ich im weiteren Verlauf immer die Webseite des jeweilige Gästehauses verlinken. Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen. Schaut selbst, ob es euch gefällt. Ich hoffe, das ist in Ordnung und widerspricht nicht den Regeln dieses Forums. http://www.parkercottage.co.za/
Wir hatten den „Paterson Room“ ausgewählt, sehr geschmackvoll eingerichtet, geräumig mit eigenem kleinen Aussitz und Aircon. Zu den Fotos ist zu sagen, dass diese erst am 2. Tag gemacht wurden und somit das Zimmer nicht mehr „jungfräulich“ (also ohne Tagesdecke und das ganze Gedöns an Kissen etc., was immer so „toll“ aussieht) war. Vom Bad existiert leider nur diese leicht verschwommene Aufnahme, jedoch, wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr zumindest noch ein wenig von Old Woman sehen 😉 . Für ein paar Rand mehr hatten wir im Vorfeld schon ausgemacht, das Zimmer gleich nach unserer Ankunft beziehen zu können, damit wir noch ein paar Stunden schlafen konnten. Wunderbar!

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Teil 325. Apr. 2017
Und weiter geht es hier:

Erfrischt, konnte es dann endlich gegen 14.00 Uhr losgehen. Kapstadt: wir kommen. Nach ca. 15 Gehminuten hatten wir die Long Street erreicht und ließen die hübsch bemalten Häuser auf uns wirken. Ein guter Einstieg. Dieses bunte Gemisch aus alter und neuer Architektur, das hatte schon seinen Reiz.

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Parkwächter am Ende eines langen Arbeitstages. Im Anhang seht ihr, dass die Schlange um die Ecke weiterging.

Am „Greenmarket Square“ war Trödelmarkt. Leider deckten sich die angebotenen Waren nicht ganz mit meinem Geschmack.
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Weiter ging es dann zur „V & A Waterfront.“ Es war Freitag und dementsprechend voll, was uns aber nicht weiter störte. Wir ließen uns treiben, und in der Nähe des „Two Oceans Aquarium“ und des „Food Market“ machten wir einen Abstecher in die Markthalle „Watershed“. Typisch afrikanische Artikel einer Vielzahl lokaler Händler und Designer werden dort angeboten. Eine ganz tolle Mall, wie wir fanden.

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Viel war nach der langen Anreise nicht mehr mit uns los, und so ließen wir den Abend im Restaurant „Den Anker“ ausklingen. Wir waren froh, reserviert zu haben, denn das Lokal war sehr gut gebucht. Ich hatte „Kingklip Den Anker“ und mein Mann Rinderfilet. Die Qualität war ordentlich, nicht mehr und nicht weniger.

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Danach ging es mit dem Taxi zurück und direkt ins Heiabettchen.
Gute Nacht!
Teil 426. Apr. 2017
4.3.2017 Kapstadt: Camps Bay, Bo Kaap, Signal Hill

Ursprünglich hatte ich angedacht, an diesem Samstagvormittag nach Woodstock zum Markt zu fahren. Dort soll eine ganz tolle Atmosphäre herrschen, besondere Fotomotive inbegriffen, ich konnte meinen Mann jedoch nicht dafür begeistern. Und somit entschieden wir uns dann, nach Camps Bay zufahren. Das Wetter war so schön, und was liegt da näher als Meer und Strand.
Pamela hatte uns schon das 2-Tagesticket für den Hop-on Hop-off Bus https://www.citysightseeing.co.za/ besorgt, und so konnte es gleich losgehen. Im Rückblick betrachtet eine wirklich bequeme Art, Kapstadt und Umgebung zu erkunden. Im Ticket inbegriffen ist ein Audioguide in Form von Ohrstöpseln in jeder nur erdenklichen Sprache. Zuerst nahmen wir am „Mount Nelson Hotel“ (leider waren wir nie zum „High Tea“ da, schlicht und ergreifend keine Zeit), das 5 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt lag, die „gelbe Linie“, welche durch die Innenstadt fährt. An zahlreichen Museen kann man aussteigen. Die hatten wir aber nur bei schlechtem Wetter auf unserer Liste, und somit wechselten wir in der Long Street in die „blaue Linie“ und fuhren Richtung Camps Bay. Alles in Ruhe, die komplette Tour mit den 14 Haltestellen schien uns für den ersten richtigen Urlaubstag zu üppig.
Das mondäne Seebad Camps Bay, malerisch unterhalb der Bergkette „Twelve Apostels“ gelegen, wirkte auf uns wie eins dieser tollen Seebäder an der Riviera. Eine lange Palmen gesäumte Strandpromenade mit vielen Cafes, Restaurants und Läden, breiter Sandstrand und auf Grund des dort fast immer kräftigen Windes eine herrliche Brandung. Was will man mehr, und so machten wir erst einmal einen ausgiebigen Strandspaziergang. Wer baden möchte, geht in den Felsenpool, ob der allerdings viel wärmer ist als der eiskalte Atlantik, kann ich nicht zu sagen. Leider war es sehr dunstig, und dementsprechend schlecht sind die Fotos geworden.
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Ein paar von den 12 Aposteln könnt ihr hier sehen.

Danach fuhren wir Richtung Sea Point am WM Stadion vorbei wieder zur „V & A Waterfront“ zurück. Fish & Chips bei „Ocean Basket“ und dann ab zur kleinen Hafenrundfahrt, welche im 2-Tagesticket inbegriffen war. Startpunkt war die Pier hinter dem „Two Oceans Museum“. Eine willkommene Abwechslung.
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Das Näschen braucht auch Sonne!

Viel Zeit war nicht mehr, denn für heute Abend hatten wir uns mit Fomi „DoNo“ und besserer Hälfte verabredet, aber der muslimische Stadtteil Bo Kaap lag noch auf unserem Heimweg, und den wollten wir unbedingt noch besuchen. Am „Noble Square“ begegneten uns aber noch vorher diese Jungs. Na, erkennt ihr sie? Im übrigen ein sehr lebhafter Platz mit viel Kleinkunst.
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Teil 526. Apr. 2017
Und weiter geht es hier:

Bo Kaap entstand als Siedlung von Kapmalaien, einer ethnischen Gruppe Südafrikas, die ihre Herkunft auf muslimische, südostasiatische Sklaven während der niederländischen Kolonialzeit zurückführt. Schade, das Licht war schon nicht mehr gut, viele Häuser lagen im Schatten, aber egal. Zu anderen Tageszeiten soll es dort so voll sein, dass der Spaßfaktor dabei abhanden kommt. Eine ganz andere Atmosphäre als in der quirligen Innenstadt, fast dörflich anmutend und wunderschön auf einem Hügel gelegen. Minarette und pastellfarbene Häuser prägen das Bild dieses Stadtviertels.

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Der Platz war wirklich "1A"!

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Der Muezzin rief zum Gebet, und da wir gerade vor der Moschee standen, gingen wir hinein. Mein Mann in den Hauptraum und ich ins obere Geschoss in den Frauenraum. Als Europäerin kenne ich diese Form der Ausgrenzung nicht und mochte mich dort nicht so lange aufhalten. Da gefiel mir der nächste Programmpunkt schon deutlich besser.
Schnell ab nach Hause, ein gepackter Picknickkorb, das Taxi und Fomi DoNo samt Begleitung warteten schon auf uns. Wir hatten abgemacht, zusammen auf den Signal Hill zum Sonnenuntergang zu fahren. Eine gute Idee, wie wir fanden. Die Chemie stimmte, das Alter auch mehr oder weniger, und so hatten wir uns viel zu erzählen. Leider war an dem Abend der Sonnenuntergang nicht spektakulär, so dass ich kein Foto zeigen kann. Vielleicht habe ich ihn aber auch nicht wahrgenommen, denn es war so kalt, dass ich mich hinhockte, um dem Wind nicht noch mehr Angriffsfläche zu geben. Dafür schmeckte der Wein umso besser. Am Ende des Abends beschlossen wir, uns im Tsitsikamma NP wiederzutreffen.

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Nun aber schnell ab ins Bett. Morgen geht es nach Kirstenbosch, und da haben wir dann auch die ersten wunderschönen Vögel fotografieren können. Wenn ihr mögt, dürft ihr sie dann bestimmen.
Gute Nacht!
Teil 629. Apr. 2017
5.3.2017: Kapstadt: Botanischer Garten Kirstenbosch

Der heutige Sonntag stand ganz im Zeichen des Botanischen Gartens von Kirstenbosch. Ursprünglich hatten wir vorgehabt, mit der Bahn auf den Tafelberg zu fahren, oben war es jedoch noch sehr nebelig. Mit eingeschränkter Sicht macht das keinen Spaß, und somit beschlossen wir, dies auf den Nachmittag zu verschieben. An einem Sonntagnachmittag keine gute Idee, wie sich im Nachhinein herausstellte, und so wurde natürlich nichts daraus. Wir müssen wohl wiederkommen.
Die „blaue Linie“ brachte uns direkt bis vor den Eingang des Gartens. Dieser liegt sehr malerisch am Fuße des Tafelberges und dient ausschließlich der Bewahrung einheimischer Pflanzen. Fremde Pflanzen findet man hier nicht. Obwohl es Sonntag war und das Wetter prima, fanden wir es nicht überfüllt. Hier und da ein paar Familien, die auf den Rasenflächen ein Picknick machten, überall luden Bänke zum Verweilen ein.

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Hier kann man locker einen ganzen Tag verbringen und hat noch lange nicht alles gesehen. Durch die starke Trockenheit der letzten Monate war die Vegetation schon sehr herbstlich, und es blühte wohl nicht mehr so viel wie in anderen Jahren im Spätsommer, aber das störte uns nicht.

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Wenn man Zeit mitbringt, dann gibt es überall etwas zu entdecken, so z. B. diese farbenprächtigen Pflanzen:

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Oder diese wunderhübschen Vögel. Ich denke, es sind alles Nektarvögel.

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Der hat ja fast Tarnfarbe! Er war sehr gefräßig und flog anschließend noch in diese Blumenwiese.
Teil 729. Apr. 2017
Und weiter geht es hier:

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Gegen 15.30 Uhr verließen wir Kirstenbosch. Für den Tafelberg natürlich zu spät, da mit einer langen Schlange zu rechnen war. So ging es anschließend mit der „blauen Linie“ noch einmal zu den Stationen, die wir gestern nicht geschafft hatten. Ausgestiegen sind wir nicht mehr. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die malerischen Dünen von Hout Bay. Wir wollten am Dienstag am Ende unserer Tagestour zum Kap der Guten Hoffnung wiederkommen und ein wenig fotografieren. Es klappte jedoch auch nicht, da es da schon dunkel war. Wir hatten mal wieder ein etwas zu straffes Programm oder zu wenig Disziplin, je nachdem, wie man es sehen möchte. Old Man „übertreibt“ gerne beim Fotografieren, soll heißen, dass er nach gut 3 Wochen mit 5000 Schuss zurückkommt.
Abends gingen wir auf Empfehlung von Fomi „Strelitzie“ ins „La Mouette“ nach Sea Point.http://www.lamouette-restaurant.co.za/ Wer noch nicht zu Mittag gegessen hat, schließt jetzt besser die Augen. Wir wählten das „Tasting Menü“, 7 Gänge mit entsprechendem Wein. Mann, waren wir fertig. Das Essen war jedoch jeden Cent wert. Einrichtung und Tischdekoration waren sehr schlicht gehalten, was uns sehr gefiel. Manchmal ist weniger mehr.
Da uns zu jedem Gang der passende Wein angeboten wurde und dieser zu schade zum Wegkippen war, ging es uns an diesem Abend „extrem gut“. Na, ja, das war schon erlaubt, und die Qualität war exzellent, so dass wir keine Kopfschmerzen hatten. Hier ein paar "Impressionen":

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Der nächste Tag wird dann ganz dem traurigen Kapitel der „Apartheid“, einem nicht unerheblichen Teil der südafrikanischen Geschichte, gewidmet werden. Dass uns dieses dunkle Kapitel an anderer Stelle unserer Reise noch wieder einholen würde, ahnten wir zu dieser Zeit noch nicht.
Gute Nacht!
Teil 802. Mai 2017
6.3.2017: Kapstadt: Township Langa und Robben Island

Abgeholt wurden wir von „Camissa Travel“ http://www.gocamissa.co.za/, die den heutigen Tag für uns organisiert hatten, gegen 8.30 Uhr. Nach dem gestrigen Abend auszuschlafen, war schon herrlich 😎 😄 . Auf dem Weg ins älteste Township von Kapstadt, Langa, was so viel wie „Sonne“ bedeutet, hielten wir noch am Nobelhotel „Cape Grace“, um den Botschafter aus Ghana samt Gattin abzuholen. Beide lebten in London und entpuppten sich als überaus wissbegierig und sehr sympathisch.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man ein Township besuchen sollte, einfach um ein vollständiges Bild des Landes zu bekommen. Auch wir waren anfänglich sehr skeptisch und wussten schon, dass es grenzwertig ist, durch die Gassen eines Townships zu laufen und Bilder zu knipsen. So eine Tour steht und fällt mit dem Tourguide. Wir hatten Glück. Unser Guide stammte selbst aus diesem Township, hatte es aber geschafft, auf die „andere Seite“ zu wechseln. Er hatte Politik und Soziologie in Kapstadt studiert und engagierte sich bei den Economic Freedom Fighters (EEF) auch politisch. Stolz zeigte er uns ein Wahlplakat mit seinem Bild in „seiner“ alten Straße, und ja, natürlich waren seine Ausführungen nicht neutral, aber er wusste sicherlich aus eigener Anschauung, wovon er sprach.

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Wir waren eine relativ überschaubare Gruppe (6 oder 8), und so fielen wir nicht ein wie ein Ameisenhaufen in einer uns völlig fremden Welt.
Zuerst besuchten wir einen Kindergarten. Dort wurde uns von den Erzieherinnen demonstriert, wie frühkindliche Erziehung in einem Township funktioniert und zwar mit relativ bescheidenen Mitteln. Was mich störte, war, dass die Kinder auf uns zu sausten, in den Arm genommen werden wollten, an uns hingen wie Kletten. Ich hätte es meinen Kindern nicht erlaubt, von wildfremden Erwachsenen umarmt zu werden. Etwas Distanz hätte nicht geschadet. Eine Situation, die bei mir einen faden Beigeschmack hinterließ, zumal am Ende die Spendenbox wartete, was auch nicht schlimm war, denn diese Kinder brauchen finanzielle Unterstützung, nur informiere ich mich lieber gründlich über ein Projekt, bevor ich es finanziell unterstütze, und das ging hier einfach zu schnell. Das war dann doch der „Townshiptourismus“, den ich eigentlich nicht wollte, für mich jedoch die einzige Art, zu sehen, wie die überwiegende Mehrheit der schwarzen Bevölkerung auch noch heute lebt.

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Danach nahm uns der Tourguide mit in „sein“ Township. Nur Elektrizität muss man dort als Bewohner zahlen, alles andere ließe sich auch wohl nicht in Rand beziffern.
Es gibt Häuserzeilen, welche zumindest von außen etwas besser aussehen, obwohl, wenn man sie betritt…… Und dann gibt es da diese Bretterbuden, die im Winter entsetzlich kalt sein müssen. Müll, d.h. Kabel, Metallreste, Küchenabfälle, Papier, alles durcheinander, wird einfach vor der Tür verbrannt, ein bestialischer Gestank. Es wird noch viel Zeit ins Land ziehen, bevor sich da etwas ändern wird. Nur die wenigsten bekommen wirklich die Bildung, die sie benötigen, um aus diesen Lebensumständen ausbrechen zu können. Es war unser 1. Besuch in einem Township. In Katutura in Windhoek hatten wir 2014 nur den Markt besucht. Wir dachten, wir müssten das einmal sehen, und ich kann nur jedem raten, sich das auch einmal anzuschauen, denn das gehört auch zu Südafrika. LEIDER! Ich lasse jetzt einfach mal unkommentiert einige Bilder sprechen, was soll man dazu auch sagen.

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Ob das weiterhilft?

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Geschäfte waren teilweise stark gesichert!

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Teil 903. Mai 2017
Und weiter geht es hier:

Kinder finden überall etwas zum Spielen!

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Sogar im Township gibt es Klassenunterschiede.

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Danach wurden wir zum „Nelson Mandela Gate“ an der „V & A Waterfront“ gefahren. Zeit für einen kurzen Imbiss, und dann legte das Schiff, das uns nach Robben Island bringen sollte, auch schon ab. Bis ins 20. Jahrhundert befand sich auf der Insel ein Lager für Leprakranke. Mit dem Aufkommen der Anti-Apartheid-Bewegung wurde Robben Island zum berüchtigsten Gefängnis für politische Häftlinge. Nelson Mandela hat hier fast 20 Jahre in einer 4 qm großen Zelle verbracht. Die Insel kann man nur im Rahmen einer Führung (die Guides sind allesamt ehemalige Häftlinge) besuchen, d.h. es wird eine komplette Fähre auf Busse verteilt, die einen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten fahren. Nichts anderes als eine Massenveranstaltung, da bleibt wenig Zeit für ausgiebiges Betrachten (die Zelle von Nelson Mandela habe ich auch nicht fotografiert, mir war es zu voll).

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Schön war jedoch der Blick auf Kapstadt und den Tafelberg und natürlich unsere ersten Pinguine in freier Natur.

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Fazit: die "Townshiptour" war sehr informativ, und wir hatten auch nicht den Eindruck, dass uns Falsches vermittelt wurde. Der Besuch auf Robben Island war „nett“. Mit knapp bemessener Zeit in Kapstadt kann man sicher Besseres anfangen, aber das ist auch Geschmacksache. „Camissa Travel“ jedenfalls hat ihren Job gut erledigt. Die Online Buchung, die Bezahlung und die Umsetzung, alles klappte hervorragend.
Den Abend ausklingen ließen wir im „Nelson`s Eye“ https://www.nelsons-eye.co.za/ . Preis-Leistung waren hervorragend.
Gute Nacht!
Teil 1003. Mai 2017
Bemerkung zu den Bildern aus dem Township

Ich habe lange überlegt, ob ich die Bilder aus den "privaten" Räumen so einstellen soll. Aber glaubt mir, so privat sind sie nicht. Häufig kommen abends einfach Menschen, nehmen sich die an die Seite gestellten Matratzen und suchen sich das letzte freie Plätzchen auf dem Boden, häufig in der völlig verschimmelten Küche. Um die Würde dieser Menschen nicht anzutasten, habe Ich nur Bilder gewählt, auf denen die Bewohner nicht zu sehen sind, und hoffe mal, das ist in Ordnung.
Teil 1104. Mai 2017
7.3.2017: Muizenberg, Boulders Beach, Kap der Guten Hoffnung, Chapmans Peak Drive

Nach einem wieder einmal sehr leckeren Frühstück im „Parker Cottage“ gingen wir ins Stadtbüro von Hertz, um unseren Wagen abzuholen. Man gab uns einen Nissan X Trail 4x4 Automatik, knapp 6000 km gelaufen. Alles bestens, wir waren zufrieden.
Es war herrliches Wetter, und so ging es zuerst nach Muizenberg, einem der Surferhotspots der Region Die bunten Strandhäuschen vor dieser prächtigen Kulisse, ein herrliches Fotomotiv. Ich hätte noch länger bleiben können, aber…..die Zeit drängte 🙁

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Zwischen Muizenberg und Simons Town gerieten wir in einen Stau 🤨. 200 m. (!!!) der Küstenstraße wurden neu geteert, 1 Stunde Verzug, ärgerlich, aber wenn ein Gebirgsmassiv dazwischenliegt, kann man nicht einfach so ausweichen.
Dann ging es zu den Brillenpinguinen von „Boulders Beach“ bei Simons Town , eigentlich ein Muss, wenn man in der Ecke ist. Man kann sich dort nur auf eigens für Besucher konstruierten Holzstegen bewegen, und das ist auch gut so, denn man stelle sich nur vor, dass sich ganze Busladungen von Touristen dort frei bewegen könnten, wie schrecklich für die possierlichen Tierchen. Die Kulisse präsentierte sich an diesem Tag eher karibisch in den verschiedensten Farben, für mich eigentlich eine eher kuriose Szenerie, hatte ich doch bislang diese Tierchen immer nur vor rauer Kulisse gesehen, verbunden mit Schnee und Eis (in Büchern und im Fernsehen 😎 ). Irgendwo habe ich gelesen, dass die Pinguine von Boulders Beach in den letzten Jahren für die direkten Anwohner zu einer rechten Plage geworden sind. Unter Menschen alles andere als scheu, begeben sie sich wohl in der Nacht auf Wanderschaft in die umliegenden Gärten und Garagen um zu brüten. Und sie sind sehr, sehr laut.

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Mit etwas Phantasie könnte man hinten rechts einen Eisberg ausmachen 😉

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Halt stopp, warte auf mich!

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Was ist da hinten so spannendes?

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Na, laß uns mal ein wenig plaudern!

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Hier ist ja ein kuschliges Plätzchen 😎 !

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Danach ging es dann zum „Kap der Guten Hoffnung“. Die hübsche „Fynbos-Landschaft“, diese enorme Vielfalt an bunten Sträuchern und Gestrüpp, einfach zauberhaft.
Direkt unten am Kap war es mir persönlich zu rummelig. Es wurde höchste Zeit für ein bisschen mehr Einsamkeit. Viele Reisebusse, bis oben hin voll mit Besuchern, fuhren vor. Die Leute stiegen aus, positionierten sich für das typische Erinnerungsfoto, und dann ging es auch schon weiter. Schade, diese Reisegruppen haben kaum Zeit, das atemberaubende Panorama zu genießen. Am Parkplatz wieder das übliche Spektakel, von dem man in den Reiseführern immer liest: Touristen fütterten Baboons und wunderten sich dann, wenn diese aggressiv wurden. Ich habe einen Heidenrespekt vor diesen Tieren und möchte ihnen beim Wandern eigentlich nicht begegnen, da ich nicht einschätzen kann, ob sie scheu sind oder schon von den Touristen völlig korrumpiert und energisch ihr Fressen einfordern 😮 .

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Da haben wir ja richtig Glück gehabt. Normalerweise stapeln sich die Menschen hier. Wie haben wir das wohl geschafft 😈 ?

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Am „Cape Point“ bestiegen wir noch den Leuchtturm und hatten hier einen wundervollen Ausblick. Mein Mann mochte gar nicht aufhören zu fotografieren, und ich fragte ihn: „was ist denn da so Spannendes im Wasser?“ „Ja, siehst du das denn nicht? Ganze Schwärme von Haifischen!“ Oh, mein Gott, da irrte er sich aber. Seine „Haifische“ entpuppten sich bei genauerem Hinsehen als kleine Schaumkronen in der aufgewühlten See. Gut, dass ich mein Fernrohr dabei hatte 😎 . Wäre auch zu schön gewesen.

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Auf der Rückfahrt konnten wir dann auch unsere ersten Straußenvögel in diesem Jahr in freier Natur sehen. Leider nur im Gegenlicht, aber wir sollten im Verlauf der Reise noch mehr sehen, jedoch die ersten sind jedes Jahr immer sooo schön und spannend.

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Danach ging es dann zurück nach Kapstadt über die M65 Richtung Kommetjie. Atemberaubendes Panorama. Jeden möglichen Aussichtspunkt steuerten wir an, und das dauerte natürlich auch entsprechend.

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Teil 1204. Mai 2017
Und weiter geht es hier:

Ganz zuletzt ging es dann noch über den berühmten „Chapmen`s Peak Drive“ (mautpflichtig). Dort sollte am nächsten Wochenende das berühmte Radrennen stattfinden. Schon viele Teilnehmer waren bereits angereist, um zu trainieren, und man musste als Autofahrer auf der kurvenreichen Straße ganz schön aufpassen. Ob man diese Straße unbedingt fahren muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Schon beeindruckend, jedoch kann man nicht aussteigen, was ich sehr schade fand, denn das Panorama war wirklich toll. Daher sind diese Bilder auch aus dem Auto heraus entstanden.

Schwindelfrei sollte man schon sein!

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Diesmal kamen wir im Dunkeln zurück, zu kurz war der Tag für alles gewesen. Den Abend ließen wir ausklingen im „Miller´s Thumb" http://www.millersthumb.co.za/ , einem ganz hervorragenden Fischrestaurant. Die Chefin selbst kümmert sich liebevoll um jeden Gast. Einziger Wermutstropfen waren unsere Tischnachbarn, Briten, die mit uns den „Brexit“ erst diskutieren und dann begießen wollten. Dazu hatten wir an dem Abend gar keine Lust, und als dann „Mrs.“ auch noch anfing, mit uns auf Europa („cheers Europe“) anzustoßen, obwohl sie doch für den „Brexit“ gestimmt hatte, verbunden mit allerlei Gekicher, was auf den heftigen Alkoholgenuss zurückzuführen war, war ich froh, dass unser Essen serviert wurde. So brauchten wir nicht unhöflich werden. Gott sei Dank gingen sie dann auch irgendwann, und Ruhe kehrte ein.
Morgen verlassen wir Kapstadt und fahren über den „Clarence Drive“ und Betty`s Bay nach Cape Agulhas und dann nach Swellendam. Wir werden es sehr bedauern, nicht 1 Übernachtung in Cape Agulhas eingeplant zu haben.
Gute Nacht!
Teil 1307. Mai 2017
8.3.2017: Clarence Drive, Betty`s Bay, Cape Agulhas, Swellendam

Nun hieß es Abschied nehmen von Kapstadt. Das war auch gut so, denn uns reichte das Großstadtleben erst einmal. Heute sollten wir den gestrigen Tag fast noch einmal erleben dürfen: wir fuhren auf einer tollen, imposanten Panoramastraße, besuchten wieder einmal Pinguine und fuhren zuletzt auch noch an ein Kap, welches wirklich der geographisch südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents ist. Uns gefiel dieser Tag wesentlich besser, war es doch ruhiger und beschaulicher als am touristischen Hotspot „Kap der Guten Hoffnung“. Wir verließen Kapstadt in östlicher Richtung und fuhren die N2 runter in Richtung Somerset West nach Gordons Bay und dann die R44 nach Betty`s Bay. Den besonders malerischen Abschnitt zwischen Gordons Bay und Rooi Els nennt man „Clarence Drive“. Besser wäre es gewesen, diese Straße aus anderer Richtung kommend zu befahren, denn dann hätte man einen besseren Ausblick gehabt, aber so ging es auch. Es gab, anders als beim „Chapmans Peak Drive“, zahlreiche Parkbuchten, die wir zu ausgiebigen Fotostopps bei bestem Wetter nutzten. Auch hier sahen wir wieder viele Radrennfahrer, die für das Radrennen am kommenden Sonntag trainierten. Teilweise fuhren sie in halsbrecherischer Weise die Straße hinunter 😮 (Fotos habe ich leider nicht, die waren einfach zu schnell), und man konnte nur hoffen, dass ihren nichts passierte.

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Als wir in das Gebiet um das „Kogelberg Nature Reserve“ kamen, zog sich der Himmel immer mehr zu. Wir hatten ganz schlechte Sicht bis kurz von Betty`s Bay.

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Dann begann es auch noch leicht zu nieseln 🤨 . Unser Ziel war das „Stony Point Nature Reserve“, wo auch eine größere Kolonie von Brillenpinguinen ansässig sein sollte. Es gefiel uns dort wesentlich besser als am völlig überlaufenen „Boulders Beach“, und zum Glück hatte es gleich nach unserer Ankunft aufgehört zu nieseln 🙂 . Dieser Ort hatte seinen ganz besonderen eigenen Charme. Ich glaube, der Eintritt kostete nur 20 ZAR, und wir hatten die Meeresvögel, u.a. auch Kormorane fast für uns alleine. Auch ein paar Dassies konnten wir ausmachen. Ein langer Holzsteg führt die Besucher einmal längs durch die ganze Pinguinkolonie. Dabei ist man den Tieren ganz nahe, scheint sie aber kaum zu stören. Was für ein schöner Ort, der Gestank war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig.

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Na, was da wohl mal ausschlüpft?

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White breasted Cormorant

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Weiter ging es nach Cape Agulhas, welches der wahre südlichste Punkt Afrikas ist. Dort verläuft auch die geografische Grenze zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Indischen Ozean. Da es schon 15.30 Uhr 😎 war, fuhren wir direkt zum Leuchtturm, wo wir uns zumindest ein wenig die Beine vertreten wollten. So schade, wieder kaum Zeit, aber die Pinguine bei Betty`s Bay hatten uns so in den Bann gezogen, dass wir die Zeit vergessen hatten.
Wunderschön - es begann, sich wieder aufzuklaren - lag die herrliche Landschaft vor uns. Bunte Felsen, eine aufgewühlte See, gelbgrüner Fynbos, dazwischen „Atompilzblumen“, und das Ganze nur für uns allein.

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"Atompilzblume" 😎

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Ein paar Fischer hatten einen guten Fang gemacht und wollten uns frischen Fisch (den Namen habe ich leider vergessen) schenken. Das Ganze scheiterte jedoch daran, dass wir keine Tiefkühltruhe hatten, denn frühestens im „Tsitsikamma Nationalpark“ hätten wir dafür Verwendung gehabt. Den Fisch hätte die bessere Hälfte von Fomi DoNo auch mit Sicherheit lecker zubereitet 😘 .

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Diese 2 Vögel konnten wir auch noch sichten und fotografieren: Kapstelze/Cape Wagtail

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Kaprötel/Cape Robin Chat

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Gerne wären wir ein paar Stunden dort gewandert, ganz easy, keine Steigungen, würzige Meeresluft, Einsamkeit, Natur pur, das ging aber nun ja nicht mehr. So mussten wir uns damit begnügen, auf Holzstegen nur die 1.5 km bis zum Fotostopp (Schild: Atlantischer Ozean-Indischer Ozean) und wieder zurück zu gehen, für mehr war leider keine Zeit. Dafür hatten wir fast bis zum Schluss das Areal für uns alleine. Kurz bevor wir gehen wollten kam eine Busladung Leute angerast, fast panisch, nicht ein Foto zu bekommen. Zumindest waren jetzt die vielen Schlangen, die dort leben sollten, bei dem Getrappel endgültig verjagt 😠 .Wir hatten immer noch gehofft, ein schönes Exemplar vor die Linse zu bekommen. Na, ja vielleicht hatten wir ja noch Erfolg auf der Toilette? Da war Old Woman recht „schissig“, und Old Man musste heldenhaft zur Hilfe eilen und das Objekt ihrer Begierde auf „Sauberkeit“ hin inspizieren 😈 . Irgendwann kommen wir wieder, und dann werden wir 1 Nacht bleiben, um wandern zu können. Vielleicht klappt es nächstes Jahr im September auf dem Weg vom „Kaglagadi Tranfontier Park“ nach Kapstadt. So ein Riesenumweg ist das auch nicht 😕 .

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In einer Stunde sollte es bereits dunkel werden, und daher hieß es: schnell auf nach Swellendam. Eigentlich waren wir ja im Urlaub und nicht auf der Flucht, aber unser Zeitmanagement war mal wieder unterirdisch. Wir müssen lernen, „disziplinierter“ zu sein oder uns einfach mehr Urlaubstage zu gönnen 😎 . Unterwegs sahen wir viel Viehwirtschaft: grasgrüne Wiesen (natürlich bewässert) welch ein Luxus für die Rinder, wechselten sich ab mit staubtrockenen Weiden, die wohl für die Schafe waren. Irgendwo auf unserer Reise bekamen wir erklärt, dass der einzigartige Geschmack der Karoo-Schafe daraus resultiert, dass sie auf ihren Weiden kaum noch etwas Brauchbares zum Fressen vorfinden und daher aus lauter Frust dann den wilden Rosmarin und Thymian fressen. Wie schön, da braucht man das Fleisch dann ja wohl nicht mehr einlegen. Abends sollten wir feststellen, dass das regionale Fleisch sensationell schmeckt.

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Ziemlich spät erreichten wir die Unterkunft für diese Nacht, das „Schoone Oordt Country House“ in Swellendam http://www.schooneoordt.co.za/ . Herzlich wurden wir vom Manager persönlich empfangen, und unser Gepäck wurde sofort aufs Zimmer gebracht. Diner hatten wir bereits bei der Buchung vorbestellt, und eigentlich wollten wir in Ruhe noch einen Sundowner an der Bar zu uns nehmen, die Küche wollte jedoch um 21.00 Uhr bereits schließen. Okay, dann eben schnell duschen und ab zum Diner. Die Fotos des Zimmers sind mal wieder entstanden, als wir schon unser Gepäck überall „verstreut“ hatten. Das Zimmer war sehr geräumig, geschmackvoll eingerichtet, verfügte über Aircon, eine eigene Außenterrasse, eine kleine Pantryküche mit Kaffee-, Teezubereiter, Keksen, etc. Das Bad war riesig, mit allem, was man brauchte. Alles wirkte sehr gediegen und chic. Im Restaurant konnte man nur ein komplettes Menü essen, aber dagegen hatten wir gar nichts einzuwenden 😛 . Zum Hauptgang hatte ich „gras feed beef“ (die saftigen Wiesen hatte ich noch vor Augen) und mein Mann natürlich das berühmte „Karoo lamb“, alles sensationell lecker. Da auch die Weinkarte sehr gut sortiert war, ging es uns mal wieder wie „Gott in Frankreich“, und den Sundowner holten wir natürlich auch noch beim Aperitif nach 😈 . Leider existiert nur ein einziges Handyfoto vom Essen.

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Müde, satt und zufrieden sanken wir gegen 22.00 Uhr ins Bett. Eine komplette Bewertung dieser Unterkunft kann ich natürlich erst Morgen nach dem Frühstück abgeben, und natürlich muss dazu auch noch das Gelände noch inspiziert werden.
Gute Nacht!
Teil 1410. Mai 2017
9.3.2017: Wilderness

In der Nacht hatte es zum ersten Mal geregnet. Ein paar Mal wurden wir wach, da der Regen recht heftig auf das Dach prasselte. Jedoch pünktlich zum Frühstück war der ganze Spuk auch schon wieder vorüber. Als wir gegen 9.00 Uhr die Unterkunft verließen, schien bereits wieder die Sonne, und es versprach, ein schöner Tag zu werden.
Das Frühstück war genauso lecker wie das Diner, da gab es nichts zu meckern. Nach dem Frühstück erkundeten wir noch ein wenig die Anlage. In dem herrlichen Garten war sogar ein schöner Pool (leider nur ein Handybild) vorhanden.

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Vorne rechts war unser Zimmer.

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Fazit: wir waren in dieser Unterkunft nur 1 Nacht, und das, was wir in den paar Stunden geboten bekamen, war wirklich gut. Alles in hervorragender Qualität. Personal/Management sehr zuvorkommend, Zimmer prima, Umgebung sehr ruhig. In unmittelbarer Nachbarschaft gab es mehrere Restaurants.
Wir waren jetzt schon 1 Woche unterwegs und hatten viel erlebt, manchmal leider unter großem Zeitdruck. Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Daher sind die meisten Fotos von diesem Tag auch mit dem Handy gemacht, wir waren heute einfach etwas faul 😎 . Auf dem Weg in die Stadt kamen wir an einigen Häusern im kapholländischen Stil vorbei, alles sehr sauber und gediegen.

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Die ganze Stadt strahlte eine gewisse Art von Wohlstand aus. Eigentlich wollten wir nur Geld ziehen und unsere Snack- und Getränkevorräte in der Stadt auffüllen, entschieden uns dann aber doch noch, der architektonisch sehr auffälligen niederländisch-reformierten Kirche östlich des Zentrums einen Besuch abzustatten. Besonders alt ist sie noch nicht, Baujahr 1910.

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Während mein Mann das Innere der Kirche besichtigte blieb ich beim voll bepackten Auto. Dort kam ich mit einem deutschen Paar ins Gespräch. Es waren Silke Schranz und Christian Wüstenberg, die normalerweise in ihrem Wohnmobil monatelang kreuz und quer durch die Welt fahren. Sie sind die Macher der Filme „Südafrika – der Kinofilm“, „Die Nordsee von oben“, „Die Ostsee von oben“ etc. Im letzten Jahr hatten sie Südafrika beruflich bereist, jetzt waren sie privat wiedergekommen und schienen alle Zeit der Welt zu haben. Ein interessantes Gespräch. Schade 🙁 , ich hätte sie noch gerne viel gefragt, aber irgendwann mussten sie und leider auch wir natürlich weiter.
Über Heidelberg 😉 und George ging es auf der N 2 weiter nach Wilderness, wo wir 4 Nächte bleiben wollten.

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In der Gegend um Mossel Bay wurde es schlagartig grün und immer waldreicher. Nun verstand ich, warum man ab hier von der sogenannten „Gardenroute“ spricht. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir Wilderness und fuhren direkt zu unserer Unterkunft, dem „Wilderness Manor“ http://www.manor.co.za/ . Um es gleich vorwegzunehmen: es sollte die beste Unterkunft auf unserer Reise sein, und daher an dieser Stelle auch schon einmal mein
Fazit: Diese Unterkunft, die nur über 4 (!) Gästezimmer verfügt, liegt nicht direkt am Strand, sondern sehr ruhig oberhalb der Lagune. Von dort gelangt man innerhalb weniger Gehminuten zu allen ausgewiesenen bekannten Wanderwegen, die wir in den nächsten Tagen erwandern wollten. Zum Strand ging man ca. 20 Minuten, ebenso zum bekannten Restaurant „The Girls“, alles also kein Problem.
Wir wurden sehr herzlich von beiden Inhabern Gerald und J.D. (John David) begrüßt. Beide Jungs haben sich vor einigen Jahren hier einen Traum erfüllt: Gästebewirtung in einem wunderbaren Anwesen. Alle Wohnräume, lichtdurchflutet durch die großzügige Verglasung, bieten einen fantastischen Ausblick auf die Lagune. Im Wohnzimmer servierte man uns Kaffee und Kaltgetränke, und wir kamen miteinander ins Plaudern. Sie fragten uns nach unseren Plänen für die nächsten Tage und versorgten uns sogleich mit vielen Tipps und den dazu passenden Karten. Ihre Art, mit den Gästen umzugehen, würde ich als unaufdringlich und sehr charmant bezeichnen, wenn man sie brauchte, waren sie jedoch sofort zur Stelle. Kamen wir abends nach Hause, empfingen sie uns an der Haustür. Man fühlte sich sehr umsorgt, ohne dass es aufdringlich wirkte. Unser Zimmer war riesig, allein das nagelneue Badezimmer mit Badewanne, Regendusche und 2 Waschbecken hatte wohl 20 qm, und verfügte über einen sehr großen Balkon mit Blick auf die Lagune und den Strand, einen großen Kühlschrank mit Tee-, Kaffeezubereiter, jedoch keine Aircon, die wir auch nicht brauchten, da es sich nachts immer gut abkühlte (wahrscheinlich gibt es daher keine 5 Sterne, anders können wir es uns nicht erklären). Und dann war da noch das Frühstück 😘 : J. D. kochte, und Gerald servierte, die Qualität war mehr als hervorragend. Preis-Leistung stimmte hier wirklich. Ich kann diese Unterkunft uneingeschränkt weiterempfehlen, die beste, die wir auf dieser Reise hatten.

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Blick von unserem Balkon!

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Am Nachmittag wanderten wir noch gemütlich an der Lagune entlang Richtung Strand. Bequem geht man vom „Wilderness Manor“ ein großes Stück dorthin direkt auf einem Holzsteg. Ein sehr schöner Weg, im Dunkeln nach dem Genuss von Wein sollte man ihn jedoch nicht benutzen 😮 .

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Der Strand präsentierte sich uns von seiner besten Seite. Es war Ebbe, und die Weite war schier endlos. Der Wind war natürlich ideal zum Paragliden oder zum Surfen. Wir bummelten ein ganzes Stück Richtung Westen, der Strand dort war fast menschenleer.

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Abends hatten uns Gerald und J.D. einen Tisch im Restaurant „The Girls“ besorgt http://www.thegirls.co.za/assets/content-page.php?id=home . Ich hatte Fisch, mein Mann Wild, alles sehr lecker. Es existieren leider nur ein paar verschwommene Handyaufnahmen. Wir waren froh, für Sonntag wieder reserviert zu haben. Kurz gesagt: „ehrliche“ Küche in lockerer Atmosphäre.

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Da sich der hauseigene Shuttle an diesem Abend etwas verspätete, war es schon 23.00 Uhr, als wir endlich ins Bett sanken. Morgen wollten wir zum „Robberg Nature Reserve“ und dort wandern.
Gute Nacht!
Teil 1511. Mai 2017
10.3.2017: Robberg Nature Reserve

Das Wetter war mal wieder herrlich. So beschlossen wir, heute im „Robberg Nature Reserve“ zu wandern. Die Fahrt ging über Knysna und Plettenberg, und das erwähne ich daher, da wir zweimal dort geblitzt wurden 😮 . Ich meine, mich zu erinnern, dass in Knysna ein fest installierter Blitzer stand 😠 .
Nun war es so, dass Fomi Sabine „Applegreen“ die gleiche Idee hatte und ebenso dort wanderte 😄 . Da waren verschiedene Emails im Vorfeld hin und her gegangen, wir hatten alle Stationen abgeglichen, inklusive möglichem Treffen im Flugzeug zwecks zumindest gemeinsamen Genusses eines Sundowners 😎 , jedoch ohne Erfolg. Wir kamen zu dem Ergebnis: auf dieser Reise wird ein Treffen nicht klappen 🙁 . Tja, und dann hätten wir uns doch noch treffen können und zwar auf dem gleichen Wanderweg, dem mittleren von 3 Wegen: „Witsand“ (5.5 km).

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So ein „Schiet“ 🙁 , gab es da doch ein paar schöne Stellen, wo man sich entspannt hätte unterhalten können.

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Sabine "Applegreen" hat ihren Bericht gleich nach ihrer Rückkehr eingestellt, da waren wir noch in Afrika. Nach Durchsicht der Fotos sind wir dort von 11.00-15.00 Uhr gewandert, wann Sabine „Applegreen“ gewandert ist, weiß ich nicht, ich kann sie jedoch auf keinem unserer Fotos ausmachen, also muss sie wohl zu einer anderen Zeit gewandert sein, und damit es nicht zu langweilig wird, gibt es daher DIE FOTOS VOM ROBBERG NOCH EINMAL 😄 🙂 😈 , denn sonst wäre dieser Reisebericht nicht vollständig.
Es war eine der schönsten Wanderungen, die ich bisher gemacht hatte. Auch ich werde die Fotos überwiegend ohne Kommentar einstellen, wie soll man so etwas Schönes auch kommentieren. Am Ende gibt es dann noch ein persönliches Fazit von mir.

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Der Wanderweg ist teilweise sehr eng!

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Wo ist hier der Wanderweg 😮 ?

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Nach diesen Tieren ist die Halbinsel benannt!

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Nach dem anstrengenden Aufstieg hatte man tolle Ausblicke. Das ist "Witsand" (weißer Sand = wohl wahr) !

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Unten war es auch wunderschön!

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"Da blühte uns was" !

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Teilweise sehr rustikal 😈 !

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Schutzhütte bei schlechtem Wetter 😎

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Fazit: Wandern im „Robberg“ ist nicht so ganz ohne. Auf „Schlappen“ ist das nicht zu schaffen. Wir wunderten uns sehr, dass einige „Wanderer“ wirklich dachten, die Strecke in Flipp Flopps bewältigen zu können 😮 . Die Landschaft ist grandios, man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Es gibt keinen Schatten, daher sollte man viel Wasser und vor allem eine gute Sonnencreme und einen Hut mitnehmen. Teilweise führt der Wanderweg, nicht immer als solcher eindeutig zu erkennen, direkt an der Steilküste, die nicht immer abgesichert ist, vorbei. Also: nichts für Menschen mit Höhenangst, schwindelfrei sollte man sein. Einige Passagen sind recht abenteuerlich, da sehr eng und auch sehr steil. Ich erinnere mich, dass ich mich an einer Stelle richtig am Felsen hochziehen musste, für mich als Flachlandalpinist ungewohnt, aber ganz gut zu schaffen. Auf den offiziellen Karten der Gegend sind an einigen besonders steilen Stellen Totenkopf-Symbole abgebildet: bei Flut und starkem Wind kann es hier dann schnell gefährlich werden. Man sollte schon über eine gewisse Kondition verfügen, braucht jedoch kein Hochleistungssportler zu sein. Also: wer sonst auch gerne wandert, schafft das allemal locker, wer allerdings lieber einen einfachen Spaziergang möchte, der soll lieber den kurzen Weg „The Gap“ (2.1 km) nehmen, der ist dann wohl einfacher.
Teil 1612. Mai 2017
Und weiter geht es hier:

Nach einer kurzen Rast auf der Aussichtsplattform am Eingang zum „Robberg“ fuhren wir wieder nach Wilderness. Gerald und J.D. hatten uns für heute Abend einen Tisch im „Serendipity“ reserviert http://www.serendipitywilderness.com/ . Wir hatten es nicht weit, nur gut 5 Minuten zu Fuß. Es war ein sehr milder Abend, und wir genossen erst einmal ein Willkommensgetränk (selbstgemachtes Bier) auf der Terrasse. Nachdem alle Gäste eingetroffen waren, ging es dann hinein, und der Chef erklärte das heutige Menü. Das Essen und die Atmosphäre waren erstklassig, vielleicht ein wenig konservativ und nicht so inspiriert wie im „La Mouette“ in Kapstadt, wir fanden es aber durchaus annehmbar und genossen den Abend. Preis-Leistung ist hier sehr gut, die Küche hat schon ein hohes Niveau. Einen Absacker gab es auch: einen Kräuterlikör aus der Karoo „Boegoeblitz“ für mich und einen hervorragenden Trester „Tanagra“ für meinen Mann, alles eine sehr gute Wahl.

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Irgendwann war dieser Abend auch zu Ende, und wir gingen zu Fuß nach Hause. "Kalorien abbauen" 😮 war die Devise. Nun aber schnell ab ins Bett, denn Morgen sollte wieder gewandert werden.
Gute Nacht!
Teil 1714. Mai 2017
11.3.2017: Wilderness: „Giant Kingfisher Trail“

Heute versprach ein heißer Tag zu werden. Bereits um 8.00 Uhr morgens zeigte das Thermometer 25 Grad im Schatten an.
Beim Frühstück hatten wir schon netten Besuch. Dieser hübsche Nektarvogel saß ziemlich lange direkt vor dem Fenster des Frühstücksraumes und labte sich an dem süßen Saft. Ich glaube, so einen hatten wir schon in Kirstenbosch gesehen:

Halsbandnektarvogel/Lesser Double Collared Sunbird

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Und dann flogen auf einmal ganz viele wunderschöne „Knysna Lourie“ vorbei. Da wir zum Frühstück nicht unsere Fotoausrüstung dabei hatten, sind diese Fotos mit dem Handy gemacht worden und dementsprechend sch…... 😠

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Heute wollten wir im „Wilderness Nationalpark“, Teil des „Garden Route Nationalparks“, wandern. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt 🙂 . In unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft begannen diverse Wanderwege, und somit hatten wir die Qual der Wahl. Da es wirklich schon sehr heiß war und die Sonne erbarmungslos brannte, entschieden wir uns für einen Wanderweg, wo man überwiegend im Schatten laufen sollte: den „Giant Kingfisher Trail“. Der ca. 7 km lange einfache Wanderweg führt durch den Küstenwald am Touw River. Ziel ist ein Wasserfall, wo man auch baden kann, wenn man denn möchte. Der Wanderweg beginnt und endet am „Ebb & Flow Restcamp North“ und dauert ca. 3-4 Stunden, ausgiebige Pausen inbegriffen. Bevorzugte Freizeitbeschäftigung in diesem staatlichen Restcamp ist neben dem Wandern das Kajak fahren. Die Boote kann man direkt am Restcamp mieten.
Es war schon sehr schwül an diesem Tag, und der Ranger, bei dem wir uns zu Beginn der Wanderung das Permit mit unserer Wildcard besorgten, riet uns zu Mückenschutz. Das hat mir das Leben gerettet 😮 , denn wenn es auch nur eine einzige Mücke in meiner Umgebung gibt, wird sie mich finden, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, und mein Mann liebt meine Nähe daher umso mehr, hat er doch Ruhe vor diesen Plagegeistern, die mich einfach zum Fressen gern haben. Trotz „Peaceful Sleep“ und langer Hosen hatte ich trotz allem wohl an die 15 Stiche 🤨 , aber egal, die tun in der Gegend nichts, da sie ja Malaria frei ist. Auch auf Schlangen sollten wir acht geben, es wäre das „beste Schlangenwetter“ 😮 . Soviel vorab: wir sahen nicht eine einzige 🙁 .
So ich lass jetzt mal ein paar Bilder sprechen, denn die können am ehesten die Eindrücke wiedergeben, die wir unterwegs gesammelt haben.

Zuerst ging es durch dichtes Unterholz!

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Die Familie zeigte uns erst einmal, wie man die "Fähre" benutzt!

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Zwischendurch schöne Blicke auf den Fluss!

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Dann ging es aufwärts, teils über befestigte Stege!

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Zwischendurch wanderten wir auch in der prallen Sonne 😮 !

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Da blitzte der See schon durch die Bäume hindurch!

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Man könnte fast denken, wie hätten dieses Fleckchen Erde für uns allein gehabt!

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War aber leider nicht so 🙁 !

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Das sah alles sehr erfrischend aus, war aber wohl ziemlich kalt 😈 !

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Dieses Tierchen fanden wir auch noch: Red Sided Skink/Trachylepis homalocephala: danke Konni (Daxiang")

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Dann ging es auch schon wieder zurück!

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Zwischendurch auch mal etwas fürs Auge 🙂 !

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Für heute Abend hatten wir keinen Tisch reserviert und entschieden uns daher für einen späten Lunch im „Salinas“ direkt am Strand von Wilderness. Von der Terrasse des „Salinas“ hat man einen sehr schönen Ausblick auf den Strand. Das ist aber auch schon alles. Das Essen hat uns nicht geschmeckt 🙁 . Ich hatte, so glaube ich zumindest, einen Burger mit Salat und Pommes Frites und mein Mann Kingklip mit Beilage, der derart geschmacksneutral schmeckte, dass es auch genauso gut etwas anderes hätte sein können. Aber egal: es war preiswert und sättigend, und manchmal reicht das dann auch.

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Heute Abend wollten wir einmal gar nichts machen 😛 , einfach in unserem gemütlichen Zimmer oder auf unserem Balkon die Seele baumeln lassen und dort eine Kleinigkeit essen. Im Sparmarkt deckten wir uns dafür mit Brot, Wurst etc. ein, Wein und Bier gab es dann im Bottle Store 😄 . Wir brachten noch schnell die Sachen ins Quartier, und dann ab an den Strand, noch 2 Stunden wandern. Durch die steife Brise konnte man wenigstens die zunehmende Schwüle besser ertragen. Da wir unsere Fotoausrüstung auch zu Hause gelassen hatten existieren von dieser Wanderung keine Fotos 🙁 .Wirklich schade, denn es waren sehr viele Schnecken am Strand, possierliche Tierchen, die relativ flink unterwegs waren. Es war Flut, und die Schnecken, die sich nicht schnell genug einbuddeln konnten, sprangen aufeinander drauf, bildeten also quasi Häufchen, um sich, so denke ich zumindest, dadurch zu schützen?? Vielleicht hat diese Prozedur auch eine ganz andere Erklärung. Ich habe nichts darüber in meiner vorhandenen Literatur gefunden. Es wurde dann auch schon dunkel und daher: schnell ab nach Hause und „nichts tun“ 😈 . Das musste einfach mal sein.
Morgen geht es dann auf Vogelpirsch in den Moorgebieten inmitten der Lagunen, Seen und Flüssen von Wilderness, und das sollte ein ganz besonderer Tag für uns werden 🙂 Keine spektakulären Sichtungen und große Artenvielfalt, aber trotzdem sehr spannend.
Gute Nacht!
Teil 1817. Mai 2017
12.3.2017: Wilderness - 1. Teil: "Pied Kingfisher Trail"

In der Nacht zog ein kräftiges Gewitter über Wilderness hinweg, und wir ahnten schon, dass wir unsere Pläne für den heutigen Tag begraben könnten. Als wir aufwachten, regnete es immer noch heftig, und dementsprechend war die Stimmung 🙁 . Unser Plan für heute war eigentlich, in Knysna an der Lagune zu wandern. Was hatte ich in der Vorplanung für diesen Tag viel Zeit investiert, das Passende herauszusuchen. Na, ja, sollte dann wohl nicht sein. Bei Regenwetter macht das keinen Spaß, man hätte wohl nicht fotografieren können 🙁 .
So überbrückten wir die Zeit bis der Regen natürlich wieder aufhörte (ist doch klar: wenn Engel reisen 😎 ) bei einem köstlichen Frühstück. Das Pilzomelette von J.D. war heute besonders lecker, wahrscheinlich seine Strategie bei Regenwetter, um die Gäste bei Laune zu halten 😄 .
Pünktlich, nachdem wir gefrühstückt hatten, hörte es auch auf zu regnen, und es sollte der letzte Regen bis auf ein paar nächtliche Regentröpfchen im Tsitsikamma für die nächsten 9 Tage werden 🙂 . Es sah jedoch nicht aus, als ob es sich so schnell aufklaren würde, denn es hielt sich nach wie vor zäher Nebel, und daher beschlossen wir, zum Wandern in Wilderness zu bleiben. Es gab noch einen Rundwanderweg, den sollte man im Sommer nicht bei Sonnenschein wandern, da es dort keinerlei Schatten gibt 😮 . Das war dann wohl genau das Richtige für uns beiden Oldies, zumal dieser auch noch den klingenden Namen „Pied Kingfisher Trail“ hatte. Alle, die sowieso Afrika in „grün“ schwer ertragen können, klinken sich jetzt bitte an dieser Stelle aus, denn es wurde noch grüner als es ohnehin schon war 😈 . Der Wanderweg ist ca. 10 km lang und soll sich besonders gut zur Vogelbeobachtung eignen. Er beginnt am „Ebb & Flow Restcamp South“ und führt teils auf Stegen durch sumpfiges Gelände am Fluss entlang. Wer mag, kann noch eine Schleife gehen und ca. 2 Km lang am Strand wandern (wir mochten nicht, da wir durch die vielen Fotostopps für die 8 km schon so lange gebraucht hatten und wir für den Nachmittag noch andere Pläne hatten). Ich hoffe, dass die Fotos einigermaßen diese ruhige Stimmung wiedergeben können. Heute waren wir völlig alleine in dieser zauberhaften Landschaft. Auch das ist Afrika 😐 .
Gleich zu Beginn der Wanderung trafen wir diese Gesellen:

Hagedasch Ibis

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Helmperlhuhn

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Nilgans

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Kapturteltaube

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Wir dachten schon, dass es diesmal sehr leicht sein würde, Vögel zu fotografieren, aber das war falsch gedacht 😠 . Entweder war das Objekt unserer Begierde verdeckt im Baum oder sehr weit weg und vom Licht her schlecht zu fotografieren.

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Also genossen wir erst einmal die Landschaft, die wir mit Südafrika nie in Verbindung gebracht hätten: saftig grün und viel Wasser.

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Leider fanden wir auch hier irgendwelchen Müll in der Natur. Schade 🙁 !

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Und weiter ging es!

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Und dann kamen wir zu dieser Wiese!

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Und da fanden wir dann folgende Vögel:

Vogel Nr. 1 ?

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Vogel Nr. 2 ?

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Kap Bülbül/Cape Bulbul: danke Konni ("Daxiang")

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Drongoschnäpper/Southern Black Flycatcher: danke Konni ("Daxiang")

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Kap Bülbül/Cape Bulbul: und ich dachte, es wäre ein neuer Vogel 😎 : danke Konni ("Daxiang")

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Noch ein paar Pflanzenstudien. Es war überwiegend Fynboslandschaft, sehr bunt!

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Da hatte es wohl gebrannt, aber das Riedgras wuchs bereits nach!

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Dann trafen wir noch diesen Vogel: Oliventaube/African Olive Pigeon: danke Konni ("Daxiang")

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Nach dieser "Plackerei" durften wir dann zu guter Letzt noch da durch 🤩 ! Wir waren "not amused" 😮 .

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Der 2. Teil wird dann von unseren „Erlebnissen“ in den Bird Hides berichten. Nicht Spektakuläres, aber wir hatten viel Spaß, die Vögel in Ruhe betrachten zu können.
Teil 1918. Mai 2017
12.3.2017: Wilderness: Teil 2: „Gallinule Bird Hide” und „Malachite Bird Hide“

Vorbemerkung: Ich bitte um Nachsicht für die vielen Fotos. Was für viele Menschen Elefanten, Katzen etc. sind, waren für uns an diesem Tag diese Vögel. Wunderschön! Wobei…., keine Sorge, Elefanten kommen auch noch 😎 .

Gegen 13.00 waren wir wieder am Ausgangspunkt angelangt und fuhren dann die paar Kilometer zum „Gallinule Bird Hide“. Den Schlüssel dazu holten wir uns am „Fairy Knowe Hotel“, und dann ging es die paar Schritte zu Fuß runter. Ein hübscher Hide, recht großzügig angelegt und direkt am Touw River gelegen. Absolute Ruhe, Natur pur, wie schön. Nach den Fotos zu urteilen haben wir wohl 1 Stunde dort zugebracht. Schade war, das sich der „Malachiteisvogel“ im Schilf versteckte und sich ganz schlecht fotografieren ließ.
Wir sollten Riedschaben/ Reed Cormorants, Weißbrustkormorane/White Breasted Cormorants und Schlangenhalsvögel/ African Darters sehen.

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Unreifes Kammblässhuhn/Red-knobbed Coot immature: danke Konni ("Daxiang")

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Adultes Kammblässhuhn/Red-knobbed Coot: danke Konni ("Daxiang")

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Wir wollten gerade gehen, da sahen wir dies kleine Kerlchen. Es war und blieb auch leider vom Schilf bedeckt.

Malachiteisvogel/Malachite Kingfisher

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Er ist so schön. Leider das Foto ganz und gar nicht 🙁 !

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Da sieht man noch ein wenig vom schönen Gefieder 😎 !

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Danach ging es dann mit dem Auto weiter zum „Mallachite Bird Hide“, der am Nordufer des Sees „Bo-Langvlei“ liegt. Das letzte Stück des Weges war zwar recht bumpy, aber egal. Mit uns war nur noch eine junge Frau mit Hund in diesem Unterstand, die genauso wie wir in Ruhe betrachten wollte. Dann rauschte irgendwann noch ein recht lautes Paar hinein, welches aber sofort wieder ging 🤩 . Natürlich sind die frühen Morgenstunden die besten, aber so sahen wir auch eine Menge, vor allem haben wir es genossen, die Tiere in Ruhe bei ihren Aktivitäten betrachten zu können. Eine ganz tolle Erfahrung, für uns eine Premiere. Wir hielten uns dort wohl auch eine gute Stunde auf, sehr unterhaltsam, besser als jeder Kinothriller 😎 . Irgendwie vergisst man in so einer Umgebung die Zeit 😮 .

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Zwergtaucher/Little Grebe: danke Konni ("Daxiang")

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Über dieses Kerlchen haben wir uns köstlich amüsiert!

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Und noch einmal ein schöner Schlangenhalsvogel, diesmal im Schilf versteckt!

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Danach ging es dann nach Hause, schnell aufbrezeln für den Abendausgang 😛 .
Ein Kuriosum am Rande: Unsere Jungs Gerald und J.D. hatten uns ja die ganze Zeit liebevoll betreut, hatten sogar die schmutzigen Wanderstiefel blitzeblank geputzt 🙂 . Nun waren sie aber zu weit gegangen. Ich hatte am Morgen vergessen, unsere schmutzigen (!) Wandersocken in unseren Wäschesack zu tun und hatte sie auf der Badewanne liegen gelassen. Abends fanden wir sie dann so vor: gewaschen und gebügelt (!) 😮 . Was für ein Service 😘 .

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Für den Abend hatten wir wieder in „The Girls“ reserviert, wie immer eine gute Wahl. Heute aßen wir beide Filetsteak, wirklich lecker und zum Nachtisch „Birne Helene“ mit Eis.

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Diesmal war der hauseigene Shuttle pünktlich, und trotzdem war es schon wieder 23.00 Uhr als es endlich ins Bett ging.
Morgen sollten wir Wilderness verlassen und in den Tsitsikamma Nationalpark fahren. Dort wollten wir 2 Tage bleiben. Auch ein Wiedersehen mit Fomi DoNo nebst Begleitung war geplant. Es sollten 2 schöne Tage werden 🙂 .
Gute Nacht!
Teil 2022. Mai 2017
Die nächsten beiden Reisetage werde ich leider in Etappen einstellen müssen. Nur noch diese Woche gilt es zu überstehen, dann habe ich wieder mehr Zeit 🙂 .

13.3.2017: Tsitsikamma Nationalpark

So schnell kann das gehen: 4 Übernachtungen in Wilderness, wo war die Zeit geblieben? Gerne wären wir noch ein paar Tage bei den Jungs geblieben. So wohl haben wir uns selten im Urlaub irgendwo gefühlt, und es war noch nicht einmal für hiesige Verhältnisse extrem teuer 😘 .
Nun denn, schnell packten wir morgens die Sachen, hatten es aber nicht sehr eilig. Ausgiebig und in Ruhe frühstücken war Pflichtprogramm hier. So lecker war es: selbstgemachtes Bircher Müsli, herzhafte Eiergerichte, ganz viele Sorten Obst, selbstgemachtes Brot etc. Gerald und J.D. machten überhaupt alles selber. Sie putzten, räumten auf, bereiteten das Frühstück 😮 . Lediglich für die Küche hatten sie am Morgen ein Mädchen, welches für 2 Stunden kam.
So, genug der Lobhudelei. Dass wir es hier besonders prima fanden, hat nun wahrscheinlich auch der Letzte verstanden.
Insgesamt war Wilderness ein sehr guter Ausgangspunkt für Tagestouren, und so hatten wir es zum Tsitsikamma Nationalpark, wo wir 2 Nächte bleiben wollten, auch nicht sehr weit (unsere beiden Gastgeber empfehlen diese Tour sogar als Tagestour von Wilderness aus). Nur ca. 140 km auf der gut ausgebauten N2 lagen heute vor uns. Auf dem Weg zum „Storms River Mouth Rest Camp“ (SAN Parcs) hatten wir einen Abstecher ins „Natures Valley“, einem dieser fast unberührten „Traumstrände“ direkt am Indischen Ozean, geplant. Wann aber besucht und fotografiert man Traumstrände 😐 ? Ganz genau: bei Traumwetter, soll heißen, bei Sonnenschein. Das gab es aber heute Morgen noch nicht, und daher entschieden wir uns, vorher „Birds of Eden“ einen Besuch abzustatten. Kein großer Umweg, und da sich Petrus noch nicht so ganz entscheiden konnte zwischen Wolken und Sonne, auch eine sinnvolle Alternative. Ich glaube, dass man den Park sogar bei Regenwetter besuchen kann, vorausgesetzt die Dachplane ist wasserdicht 😮 . Mehr als 3000 einheimische und exotische, früher in Käfigen gehaltene Vögel leben im 2,3 Hektar großen Park. Es ist das Ziel des Projekts "Birds of Eden" gefangen gehaltenen Vögeln eine natürliche und sichere Heimat zu geben, in der sie sich frei bewegen können. Man hofft auch, dass Vogelbesitzer ihre Tiere an das Aviarium weitergeben, wo diese nach einer Phase der Rehabilitation wieder ihr eigenes Leben führen können. Nette 2 Stunden verbrachten wir hier. Für Familien mit kleineren Kindern halte ich es jedoch für ungeeignet, da gibt es bestimmt interessantere Tierparks. Gleich nebenan gibt es das „Monkeyland Primate Sanctuary“, für kleine Kinder vielleicht spannender. Ich will „Birds of Eden“ gar nicht abwerten, es ist jedoch, was es ist: ein Tierpark, und den besuche ich schon in Deutschland nicht sehr gerne. Ein paar Fotos stelle ich aber trotzdem ein, damit Interessierte sich informieren können.

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Immer mehr kam die Sonne durch, vielleicht hatten wir ja Glück. Wir wollten unbedingt noch das „Natures Valley“ sehen, auf den Fotos sah das immer wirklich phantastisch aus. Riesiger Sandstrand, blauer Himmel, Dünenlandschaft dahinter, und das Ganze völlig menschenleer 🤩 .
Menschenleer war es auch wirklich dort, wir waren die einzigen Menschen. Hoch oben in den Dünen hatten wir einen tollen Picknickplatz. Lediglich die Sonne ließ noch auf sich warten, leider kam sie immer nur phasenweise zum Vorschein 😠 . So kann ich auch nur Fotos einstellen, die zumindest erahnen lassen, wie toll die Kulisse bei Bilderbuchwetter hier sein muss 😎 .

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Das Wetter wurde dann immer besser!

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Was für eine schöne Aussicht von unserem Picknickplatz!

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Egal, dachten wir: es war zumindest den ganzen Tag trocken geblieben, und das ist in dieser Ecke nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Die folgenden Fotos zeigen, wie üppig hier die Vegetation ist.

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Den 2. Teil des Tages werde ich versuchen, heute Abend einzustellen 😕 .
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