BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200607. Okt. 2015 · #1Hallo zusammen,
in dem neuerlichen Thread über das unschöne Erlebnis von Reinhard kamen oft Ratschläge, Wertsachen, Pass usw. immer "am Mann" zu haben.
Ich habe das früher auch immer versucht, aber als Radfahrer funktioniert das meines Erachtens gar nicht konsequent. Außerdem habe ich für mich festgestellt, dass ich ständig das Gefühl hatte, auf alles aufpassen zu müssen und ich war natürlich immer und überall sofort als Tourist zu erkennen.
Jetzt lasse ich meine Wertsachen und Pass auch einfach mal in einer Unterkunft und habe selbst Kamera und einen Teil des Bargeldes schon im Zelt zurückgelassen, um mich einfach unbeschwert unter die Dorfbevölkerung zu mischen oder in Städten die Lokale aufzusuchen, in die normalerweise nur Schwarze gehen. Natürlich sieht jeder, dass ich nicht dort geboren bin, aber sehr häufig geht man davon aus, dass ich längere Zeit in der Stadt bin und dort irgendwo arbeite und fragt auch danach.
Außer etwas Geld (manchmal lose in der Hosentasche) und einer Taschenlampe in der Größe meines kleinen Fingers und ggf. dem Schlüssel der Unterkunft habe ich nichts dabei und fühle mich dabei viel unbeschwerter, auch wenn ich dann im Dunkeln zur Unterkunft laufe.
Mein Fahrrad schließe ich in Afrika nur selten ab (in Deutschland würde ich da nicht einmal für 10 min in den Supermarkt gehen).
Einige werden sagen, dass das sehr leichtsinnig ist, aber 100% Sicherheit gibt es nicht. Entweder lasse ich meinen Krempel irgendwo zurück und evtl. bricht jemand in dem Moment in das Zimmer der Unterkunft ein oder ich schleppe alles mit und werde dummerweise mit Waffengewalt ausgeraubt. Ich für mich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass ich deutlich entspannter bin, wenn ich nicht dauernd alles mit mir rumschleppe.
Freue mich auf eure Ansichten ... 😉
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201308. Okt. 2015 · #2Hallo Wolfgang,
ich denke, es kommt doch auch sehr auf die Art des Reisens an: Fahrrad/Auto, Zelt/Lodge, ...
Wir sind ohne Zelt unterwegs, d. h. man schläft alle 2-3 Tage in einer anderen Unterkunft. Zwar hätte man da meist einen Safe, doch habe ich Angst, meine Wertsachen dort bei der Abreise liegen zu lassen oder woanders, wo ich sie "versteckt" hätte. Ständiges Umpacken ist mir zu umständlich und eben mit dem Risiko behaftet, etwas zu vergessen.
Einmal hatten wir ein "Schlüsselerlebnis", wir hatten in Windhoek Souvenirs eingekauft und waren danach in einer Eisdiele - die Tüte blieb dort unter einem Stuhl zurück, weil jeder meinte, der/die andere hätte sie mitgenommen. 😮 Mit enormem Glück bekamen wir sie zwar wieder, und es waren ja auch keine Wertsachen - dennoch ist mir das eine Lehre: Während des Urlaubs ist nur einer für die Tasche mit Dokumenten, Kamera etc. verantwortlich, so kann es keine Missverständnisse geben.
Rucksäcke finde ich persönlich nicht so günstig, weil ich hinten keine Augen habe. 😉 Ich benutze eine Umhängetasche, die ich vor dem Bauch trage, darauf liegt immer mein Arm, so würde ich sofort merken, wenn sich jemand daran zu schaffen macht. Gegen Gewalt allerdings könnte ich so auch nichts ausrichten. Aber wie du selbst geschrieben hast: Was in der Unterkunft zurückgelassen wurde, kann dort in meiner Abwesenheit auch geklaut werden - notfalls auch aus dem Safe oder mitsamt dem Safe. Oft liegen die ja fast lose in einem Schrankfach.
Als Frau eine Tasche zu tragen ist wohl auch bei Einheimischen relativ normal, so denke ich, dass man damit vielleicht weniger auffällt als mit Rucksack oder Safariweste - letzteres ist wohl unter Einheimischen eher unüblich.
Ich denke, man kann es halten, wie man will, es ist zu einem guten Teil auch Glückssache. Leichtsinnig sollte man allerdings nicht sein; aber wie man immer wieder hört und liest, gibt es doch Momente der Unachtsamkeit, die einem zum Verhängnis werden können. Diese Vorkommnisse sollten einen immer wieder zur Vorsicht ermahnen, aber man sollte sich davon nicht den Urlaub verderben lassen und nun andauernd nur noch über die Sicherheit von Wertsachen nachdenken. Für welche Maßnahmen man sich entscheidet, man sollte sich damit wohlfühlen können.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200808. Okt. 2015 · #3Wir machen es mal so mal so.
Wie Berg-Eule schon schreibt, es kommt ja auch immer drauf an wo und wie man unterwegs ist und wie man die momentane Situation grad so einschätzt.
Und wenn's Dumm kommt, war die Entscheidung genau die falsche, entsprechend haben wir im Laufe der vielen Reisen beides schon erlebt: Sachen im Fahrzeug gelassen - und beklaut worden
sowie
alles (aber auch wirklich alles) im Rucksack dabeigehabt und im Souvenirladen stehen gelassen - und nach einer halben Stunde von der netten Verkäuferin zurückgekriegt.
Und wir machen immer wieder Fehler und haben Glück
und schrabseln grad mal so an "merkwürdigen" Situationen vorbei obwohl wir "erfahren" sind... -
sehen wir als Lebensrisiko an
wir reisen ja freiwillig wissend um das Risiko
grundsätzlich besprechen wir nach Vorkommnissen die Situation, damit man sich bewusster ist
Besonders link ist es, wenn man die Personen quasi schon "kennt", wie in Reinhard's Fall, das setzt das persönliche Warnsystem außer Kraft - 'ne ganz geschickte Nummer haben die da abgezogen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
kalachee1'059 Beiträge · seit 200608. Okt. 2015 · #4Hallo Wolfgang
Habe mir nach Lektüre des Threads von Reinhard auch ein paar Gedanken gemacht und bin für mich vorerst zum Schluss gekommen, es weiterhin so zu handhaben wie bisher. Das heisst: auch bei mir sind Wertsachen und Dokumente nicht ständig dabei. Ich bin mir der Gefahren, die damit verbunden sind, durchaus bewusst, aber Entschuldigung, man kann es auch übertreiben.
Zuallererst vertraue ich grundsätzlich mal den Leuten in der Unterkunft und lasse meine Sachen auch mal im Zimmer zurück, wenn ich zum Essen oder an die Bar gehe. Habe ich ein schlechtes Gefühl, nehme ich die Sachen halt mit, aber das ist eigentlich nur sehr selten der Fall. Es ist mir klar, dass es hin und wieder vorkommt, dass Sachen auch aus Zimmern wegkommen und dass es dann meistens die Angestellten waren, ist ja irgendwie auch naheliegend. Aber ich gehe dieses kleine Risiko eigentlich gerne ein.
Meistens aber bin ich sowieso am kampieren, da verhält sich das ganze ja sowieso etwas anders. Da verbleiben das Geld und die Reisedokumente meistens im Auto oder dann im Fotorucksack, der Nachts mit ins Zelt kommt.
Bewege ich mich in grösseren Orten/ Städte, treffe ich selbstverständlich die üblichen Vorsichtsmassnahmen. Aber sorry, auch dort kann ich nicht immer meinen grossen Fotorucksack mitschleppen, wenn wir zum Beispiel im Supermarkt einkaufen gehen. Der verbleibt dann halt im Bakkie zwischen Vordersitzen und Rückbank unter alten Kleidern und Frottetüchern versteckt. Das mag etwas naiv sein, aber naja. Ich glaube zuerst an das Gute im Menschen und dass das mit den Parkplatzbewachern auch funktioniert, durfte ich beispielsweise in Sambia schon erleben. Als sich anscheinend ein Bursche an unserem Auto zu schaffen machen wollte, wurde er von unserem Parkplatzwächter kurzerhand verprügelt.
Fazit: ich habe echt keine Lust, ständig um meine Sachen besorgt durch die Gegend zu latschen. Ich bin auf Reise/ im Urlaub und will den auch geniessen...
Liebe Grüsse
Sam
picco6'369 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #5Hoi zämä
Ich hab mein Zeug meist dabei, aber nicht immer.
Geld ist an verschiedenen Orten dabei, in der Hose hab ich den Pass, das iPhone, Kopien der Flugtickets, mein Portemonaie mit etwas Geld und beinahe leerer Prepaid-Karte, meist ein zweites Portemonaie oder etwas Geld in einer anderen Hosentasche und die grossen Scheine in einer dritten Hosen- oder Jackentasche, die sehr unauffällig ist.
Vieleicht nützt's was...
Die Kameras sind meist dabei in einer Kameratasche, die ich auf dem Rücken trage und nach vorne schwenken kann, was ich auch tue sobald Leute in meiner Nähe sind.
Laptop usw bleiben schon mal im Zimmer oder Zelt, hab ihn auch schon in einer Stofftüte unters Zelt geschoben...ihn aber auch schon auf Gamedrive mitgenommen.
Safe benutze ich kaum, weil man nie weiss wer den öffnen kann und wer nicht....eine Möglichkeit den Code zu resetten muss es ja geben ohne den Safe zu öffnen... 😉
Die kennt vieleicht nicht nur der Manager... 😈 .
Wenn der Laptop weg ist sind sFr.500.- für einen vergleichbaren Neuen fällig, ist zu verkraften, die Daten hab ich zuhause alle gesichert oder auch noch auf den SD-Karten, die ich im Fotorucksack habe, die Programme muss ich dann halt neu installieren...
Die Anmeldeseite des Laptops hab ich auch personalisiert, rot mit Bild und dem Hinweis dass der Laptop mit gehört, mit Adresse und eMail...da muss sich der Dieb schon etwas mit Computer auskennen um den zu entpersonalisieren.
Die Tickets, den Pass usw hab ich in PDF-Format im Netz zugänglich, sollte ich mehr Geld benötigen als auf der Prepaid-Karte ist muss ich halt ins eBanking und Geld drauf überweisen...aber so kann mir zumindest nicht viel gestohlen werden, nur die wenigen hundert Franken die da drauf sind.
Der grösste Verlust wären die drei Kameras, wobei ich auch nachts im Zelt den Kamerarucksack leer habe und die Kameras an einem anderen Ort unter etwas, z.B. Kleidung, versteckt...wenn einer das Zelt aufmacht während ich drin bin schnappt der eher den Kamerarucksack als dass er suchen geht...Verlust um die 70.- statt rund 3000.-
HUhurryupGast08. Okt. 2015 · #6Hallo Wolfgang,
ich finde es gut, dass du diesen Threat eröffnet hast, hoffe aber auch, dass ALLE Meinungen gefragt sind, auch die, die nicht jedermanns Vorstellungen entsprechen.
Deshalb hier noch einmal mein Beitrag aus dem anderen Threat:
Ich halte nichts davon, wenn man alles an einem Platz hat, wie z.B. in einem Rucksack oder in einer Weste mit vielen Taschen. Da kann man sicher sein, dass es den Dieben auffällt und der Focus genau darauf geht. Das merken die Diebe am ehesten. Wenn du viel zu verlieren hast und schützen willst, verhälst du dich auch so, aber das ist dann eben auch auffällig. Besser ist es, zu versuchen, sich nicht unsicher zu bewegen oder so als man etwas schützen wollte. Besser ist es, sich gut zu informieren (z.B. hier im Forum) und entsprechend selbstbewußt zu verhalten.
Wenn du z. B. durch die Independent gehst, dann achte darauf, ob dir jemand folgt oder länger an deiner Seite oder hinter dir geht. Falls ja, bleib stehen und guck ihn an. Ggf. frag, ob er was von dir will. Da wird er sich schnell verziehen, denn er merkt, dass du aufmerksam bist. Wenn du aber tagträumerisch durch die Gegend läufst, würdest du auch als Namibianer beklaut!
Das Urlauber in ihrem Hilux als solche erkannt werden, ist eh klar, aber es werden meistens nur die beklaut, die unsicher sind oder erscheinen. Wenn du sicher und selbstbewußt auftrittst, hast du selten ein Problem.
Ich würde auch lieber einen Rucksack mit wertlosen Dingen, wie z.B. Ziegelsteine, Altpapier usw. auf den Rücksitz legen und eine zweite Geldbörse mit etwas Geld und ungültigen Kreditkarten bei mir tragen.
Hurryup
marimari2'240 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #7Hallo zusammen,
wir handhaben das situativ - mal so mal anders...denn jede Situation vor Ort ist anders. Grundsätzlich machen wir uns aber generell keinen Stress. Was für uns stimmt, mag für andere nicht stimmen…und das ist auch völlig o.k. Ich bin kein grosser Fan von anderen Lebenstipps erteilen 😉 und deshalb soll mein Beitrag auch nicht als solcher verstanden werden.
Die Grundsatzfrage ist doch immer, wieviel Wert haben die Wertsachen für sich selbst/Dieb denn wirklich? Für mich haben meine Wertsachen nicht einen allzu grossen Wert, denn alles ist ersetzbar oder in irgendeiner Form monetär versichert:
Kreditkarte: Vor jeder Reise stimmen wir uns mit dem Kreditkarteninstitut ab; sagen wo wir hinfliegen, bestimmen Kartenlimiten/Sperrlimiten/Kaufverhalten. Ab einem Betrag X, kann eine Transaktion auch mit Pin nur noch via vorherige telefonische Freigabe u. gleichzeitiger Beantwortung von Schlüsselfragen/Angabe des Abzugsbetrags laufen - von daher hat eine CC für mich/Dieb nicht einen allzu grossen Wert. Wir reisen immer mit mind. 2 Kreditkarten. In der Vergangenheit haben wir schon einige Male erlebt, dass die Kreditkarte während unserer Reisen kopiert wurde und darauffolgend Abzüge getätigt werden wollten. Was ist passiert? Wir bekamen einen Anruf vom Kreditkarten - Institut mit der Frage, ob wir wirklich im Land A sind und Produkt B kaufen wollen - unser Kreditkarteninstitut gibt keine blanko Abzüge frei, die nicht zum Kaufverhalten des Kunden gehören. Bei kleineren Beträgen könnte man als Dieb/Kopierer erfolgreich sein - jedoch eben nur bis zu einer bestimmten Barlimite oder bis der Kunde es auf der Abrechnung merkt - bei Meldung werden solche Aktionen vom Karteninstitut zurückerstattet.
Der Reisepass/Fahrausweis/E-Ticket etc.: Wir haben eine Kopie aller "wertvollen" Dokumente online und haben jederzeit Access dazu. Kommt z.B. der Pass weg, dann gibt's halt eine Polizeianzeige vor Ort und einen Anruf bei der Botschaft und es wird nach einer Lösung gesucht – Heim in die Schweiz kommt man als Schweizer immer....Fazit: keine Fahrlässigkeit – aber wenn der Pass wegkommt, dann ist es halt so…
Bargeld: Zu Hause wie im Urlaub organisieren wir uns nie mit grossen Bargeldsummen - alles was man vorauszahlen kann wird vorausbezahlt oder dann vor Ort mit CC/Maestro gezahlt. Bankomaten gibt's irgendwo immer - auch da, wir hatten noch nie Stress.
Für alle anderen Wertsachen und vorallem unsere persönliche Gesundheit (für mich das Wichtigste überhaupt) sind wir versichert. Kommt was weg, zahlt die Versicherung...eine emotionale Bindung zu meinen Wertsachen habe ich keine…
Fazit: kommt was weg, dann ist es halt so—Wertsachen werden erstattet, mein Leben aber nicht. Darum kümmere ich mich lieber um unser persönliches Wohlergehen, als um irgendeine Fotokamera oder 200 Euro. Mit dieser Einstellung können wir unseren Urlaub immer geniessen…
Lieber Gruss M.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. Okt. 2015 · #8Moin zusammen,
ich spreche jetzt als Individualreisender außerhalb von Namibia:
- habe immer Kreditkarten, Füherschein etc (d.h. Portemonnaie) bei mir
- der Rest ist im Hotelzimmer (Safe), es sei denn, dass z.B. man zum Mittragen des Reisepasses verpflichtet ist (z.B. Mongolei, Usbekistan)
- Bargeld habe ich grundsätzlich nur zu geringstem Maße dabei - Geldautomaten gibt es heute ja praktisch in jedem Land
Ansonsten treffe ich nirgends auf der Welt irgendwelche besonderen Vorkehrungen.
Meine bisherige Erfahrung (80+ Staaten, von "sicher" bis "unsicher"): nie bedroht, nie beklaut worden.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Topobär5'479 Beiträge · seit 200908. Okt. 2015 · #9Meine Meinung und Erfahrung schreibe ich aus Sicht eines Campers.
Was ich für völlig ungeeignet zum aufbewahren von Wertsachen halte ist ein Rucksack. Wie man in vielen Berichten von Diebstählen ließt, sind die Diebe gerade auf Rucksäcke gepolt. Bei Blitz- oder Trick-Diebstählen wird fast immer der Rucksack gegriffen. Schön blöd, wenn da alles wichtige drin ist. Abgesehen davon vergisst man den Rucksack auch mal ganz gerne und lässt ihn liegen. Ist mir zumindest schon mit meiner Fototasche so gegangen.
Ich habe immer zwei Geldbörsen dabei. Eine kleine leichte aus Stoff für die großen Scheine und eine Kreditkarte sowie ein ganz normales größeres Portemonaie für den Alltag. Die beiden Geldbörsen, Handy, Reisepass und Autoschlüssel trage ich in der Zivilisation in meinen Hosentaschen. Darüber hinaus gibt es in den tiefen des Wagens immer noch ein kleines Geld-Depot.
In der Wildnis verteilen Sich die Wertsachen dann an verschiedenen Plätzen im Auto, da ich dort das Risiko des Verlierens aus der Hosentasche höher einschätze als das Diebstahlrisiko. Wer das übliche Chaos in einem Camper kennt, weiss, dass ein potentieller Dieb kaum eine Chance hat, dort in kurzer Zeit zielsicher Wertsachen zu finden.
Nachts kommen die wichtigsten Dinge in der Hosentasche mit ins Zelt. Dort die wichtigen Dinge nicht an der Zeltwand lagern sondern ans Dachgestänge hängen.
Die drei Taschen, die eine normale Hose üblicherweise hat, reichen mir vollkommen aus.
Wichtige Dokumente haben wir zusammen mit anderen Reiseunterlagen in einem kleinen Aktenordner, der ganz offen im Fahrgastraum rumliegt. Niemand klaut einen Aktenordner.
holgiduke291 Beiträge · seit 201408. Okt. 2015 · #10Hallo,
ich habe weiter oben gerade etwas über das Kreditkartenkopieren gelesen. Da wir unsere KK neu haben und noch keine Erfahrungen in dem Bereich vorhanden sind (bisher nur ec-Karte), wäre meine Frage an euch: wie handhabt ihr das Bezahlen mit der KK? Nie aus den Augen lassen habe ich hier schon herausgelesen. Im Shop sicher kein Problem, aber wie läuft das z.B. im Restaurant? Sorry, für die meisten von euch wahrscheinlich eine absolute Anfängerfrage, aber mich beunruhigt das schon die ganze Zeit und es wäre nett, hier noch ein paar Tipps zu bekommen.
Danke & VG
Holger
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. Okt. 2015 · #11Hi Holger,
kein Problem, aber wie läuft das z.B. im Restaurant?
die meisten haben mobile Geräte und kommen damit dann an Deinen Tisch. Ansonsten einfach mitgehen.
Ich habe aber in den letzten 2-3 Jahren eigentlich nie mehr von KK-Kopierungen in großem Stile hier gehört.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Namibia-Neuling663 Beiträge · seit 201508. Okt. 2015 · #12Das wichtigste für mich ist erst einmal: Keine Aufmerskamkeit erregen, nur das an Wertsachen mit in den Urlaub nehmen was wirklich notwendig ist. Ich habe z. B. als Uhr im Urlaub eine billige Plastikuhr dabei, relativ billige Sonnenbrille, ... . Falls das Zeug wirklich jemand haben wollte und mich bedroht: Bitte, da ist mein Trennungsschmerz sehr niedrig.
Thema ist da natürlich immer die Kamera. Auf Fotos von Städten und Häusern bin ich zum Glück eh nicht aus, bei Stadttouren habe ich daher auch nur eine kleine und relativ wertlose Kamera dabei. MIr persönlich würde nie einfallen durch Windhoek mit einer DSLR um den Hals zu laufen. Wenn ich da manchmal Leute mit 2000 Euro oder mehr am Hals durch abgelegene Straßen laufen sehe, das hat schon was von Bruce Willis mit seinem "I Hate Niggers" Schild am Anfang von Strib Langsam 3...
Wenn wir irgendwo unterwegs sind um etwas anzuschauen: Möglichst wenig dabei haben. Geldbeutel mit nur dem benötigten Bargeld in der Hosentasche. Zusätzliches Geld oder Kreditkarte im flachen Bauchgurt. Ausweisdokumente nur als Kopie dabei, zur Not fahre ich eben mit der Polizei zur Unterkunft wenn die mich mal kontrollieren und das Original haben wollen.
Reisepass irgendwo separat hinlegen damit er nicht von einem Gauner als "Beifang" im Rucksack oder ähnlichem mit geklaut wird. Speziell auf den Pass abgesehen hat es kaum ein Dieb.
Safe im Zimmer - nun ja, eh nicht wirklich sicher, aber eben besser als nichts. Wenn man Angst hat Sachen darin zu vergessen: Autoschlüssel mit einschließen 😉
Wir hatten bislang auch noch nirgends auf der Welt einen Verlust zu beklagen. Wichtig ist denke ich halt immer die Augen offen zu halten.
wüstenfee749 Beiträge · seit 200608. Okt. 2015 · #13hi @all
wie macht man es richtig ?? ich glaube man kann das nicht verallgemeinern ..................
aufpassen sollte man immer und überall !!
ich fahre seit über 25 Jahren nach NAM und es ist noch nie etwas passiert.
letztes Jahr war ich in Venedig .......... und was soll ich Euch sagen ...........
mir wurde der Geldbeutel aus der geschlossenen (Reisverschluss) Handtasche geklaut !!!
zum Glück waren nur 90,00 Euro drin, aber um den schönen Geldbeutel aus NAM tut es mir leid.
es gibt eben keine 100 %ige Garantie und manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort.
lg wüstenfee
FRFritzmann439 Beiträge · seit 200908. Okt. 2015 · #14Kreditkarten und Bargeld immer in der Hosentasche, Pässe, im Kamera-Rucksack, weil der ohnehin immer dabei ist wegen des Fotografierens. Ausnahme: Bei Wanderungen bleiben die großen weißen Linsen wegen des Gewichts in der verschlossenen und mit dem Auto fest verbundenen stabilen Kiste im Auto. Ist ein Risiko, aber das ist nun mal so.
Im Hotelzimmer lasse ich nichts von Wert. Aus dem verschlossenen Zimmer wurde mir in der Etosha-Safari-Lodge vor Jahren eine Kamera gestohlen. In der Cape-Cross-Lodge wurde ein Teil der US-Dollar_Notfallreserve gestohlen. Der Safe war funktionsunfähig. Ist natürlich eigene Dummheit gewesen, das Geld dort liegen zu lassen. In beiden Fällen waren die Lodge-Manager auf das Problem nicht ansprechbar, wiegelten ab, obwohl ich keinerlei Ansprüche geltend machte, sondern lediglich auf den Vorfall hinwies.
Montango1'667 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #15travelNAMIBIA schrieb:Hi Holger,kein Problem, aber wie läuft das z.B. im Restaurant?
die meisten haben mobile Geräte und kommen damit dann an Deinen Tisch. Ansonsten einfach mitgehen.
Ich habe aber in den letzten 2-3 Jahren eigentlich nie mehr von KK-Kopierungen in großem Stile hier gehört.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Unsere Karte wurde vor 2 jahren in einem Restaurant in Kapstadt kopiert 🙂 In dem einzigen Restaurant, wo sie nicht mit dem mobilen Gerät an den Tisch kamen. Abgebucht wurde mit der Karte nichts, da es am letzten Urlaubstag geschah und wir die Karte immer sofort danach für Afrika sperren. Ansonsten wäre es aber auch versichert gewesen.
LG
Montango
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #16Hallo Montango,
Abgebucht wurde mit der Karte nichts,
Woher weißt Du dann, dass sie kopiert wurde?
Noch eine Anmerkung zum Thema: Wenn ich solche Sicherheitsbedenken hätte wie viele hier, würde ich nicht nach Afrika fahren. Ich könnte die Reise gar nicht genießen.
LG aus dem grauen HH,
Karsten
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200708. Okt. 2015 · #17KarstenB schrieb:Hallo Montango,Abgebucht wurde mit der Karte nichts,
Woher weißt Du dann, dass sie kopiert wurde?
Ich rate mal: Es gab den Versuch einer Abbuchung, die aber scheiterte, da sie (schon) wieder für Afrika gesperrt war.
lg
Wolfgang
Namibia-Neuling663 Beiträge · seit 201508. Okt. 2015 · #18KarstenB schrieb:Noch eine Anmerkung zum Thema: Wenn ich solche Sicherheitsbedenken hätte wie viele hier, würde ich nicht nach Afrika fahren. Ich könnte die Reise gar nicht genießen.
Nur weil man Vorsichtig ist heißt das ja nicht, dass man pauschale Sicherheitsbedenken hat.
picco6'369 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #19Hoi Karsten
KarstenB schrieb:Noch eine Anmerkung zum Thema: Wenn ich solche Sicherheitsbedenken hätte wie viele hier, würde ich nicht nach Afrika fahren. Ich könnte die Reise gar nicht genießen.
😄 Wer nicht locker sein kann weil er Verlustängste hat sollte sich kein Eigentum zulegen... 😉
Ich versuch zu vermeiden dass was weg kommt, aber wenns weg kommt wirds unter 'sonstige Reiseausgaben' abgebucht! 🙂
So geschehen auf der Botsuana-Tour mit dem GPS-Tracker, der verloren ging...
Montango1'667 Beiträge · seit 201108. Okt. 2015 · #20KarstenB schrieb:Hallo Montango,Abgebucht wurde mit der Karte nichts,
Woher weißt Du dann, dass sie kopiert wurde?
Noch eine Anmerkung zum Thema: Wenn ich solche Sicherheitsbedenken hätte wie viele hier, würde ich nicht nach Afrika fahren. Ich könnte die Reise gar nicht genießen.
LG aus dem grauen HH,
Karsten
Hallo Karsten,
es gab mindestens 20 ! Versuche in verschiedenen Läden rund um Kapstadt mit der Karte zu bezahlen. Du darfst mir schon glauben, dass ich so etwas nicht einfach so schreibe 😉
Sicherheitsbedenken bzw. Angst habe ich in Afrika (und auch woanders) keine, aber d.h. doch nicht, dass ich nicht auf mein Zeug aufpasse.
Ist man nur dann ach so cool, wenn man alle Wertsachen irgendwo rumliegen läßt, weil schon nichts passieren wird ?
Im Übrigen versichern wir nicht einmal unser Gepäck 🙂 und den Mietwagen auch nur mit dem Minimum. Aber genussvoll und ohne Angst Urlaub zu machen, heißt doch nicht, es Dieben möglichst einfach zu machen. So eine komische Weste trägt bei uns übrigens auch niemand 😄
Wie schon gesagt , einem Kollegen meines Mannes wurde am Abflugtag die Reisetasche aus dem Auto gestohlen. Auto stand in Windhoek auf einem unbewachten Parkplatz. Die wollten nur noch schnell das letzte Geld ausgeben.
Häufig lese ich hier auch, dass in Pensionen in Windhoek Geld aus dem Zimmer gestohlen wurde.
Wir lassen da einfach kein Bargeld rumliegen. In bestimmten Gegenden laufe ich dann im Dunkeln nicht herum, gibt ja schliesslich auch Taxen. Wenn wir am Ankunftstag 1-2 h im Supermarkt sind, dann nehme ich Geld, Papiere und meine Kameraausrüstung einfach mit in den Laden. Und wie schon gesagt, das Auto ist in bewohnten Gebieten immer verriegelt .
LG
Montango