mruniThemenstarter172 Beiträge · seit 201001. Okt. 2015 · #1Hallo zusammen,
ich versuche für die nächste Tour ein paar Infos zusammen zu tragen, komme aber nicht so recht voran. Daher hoffe ich hier auf Hilfe von anderen Afrikafans 🙂
Ich habe bereits drei Wochen Namibia Erfahrung mit dem Bushcamper von Africamper, bin also nicht ganz neu auf dem Gebiet. Die nächste Tour soll u.a. durch das Okavango Delta führen, und dazu habe ich ein paar Fragen:
- Scheinbar müssen die Camps zwingend Monate im voraus gebucht werden, da man sonst evtl gar nicht erst "rein" darf
- Ich habe keine Infos zum Thema Dachzelt-Camping gefunden, kann ich davon ausgehen, dass es in jedem Camp Stellplätze für Allradcamper gibt? Auf diversen Seiten sind Listen mit allen Camps / Lodges, da steht meist nur etwas von "Schlafplätzen"
- Kann ich mir das ähnlich wie im Etosha vorstellen? Start ist Maun, dann fährt man von Camp zu Camp (vorgebucht)? Wie ist das mit den Wegen und evtl Verbindungen die unter Wasser stehen? Darf man außerhalb der Camps aus dem Auto aussteigen oder wird man dann sofort gefressen?
- Was kosten die Camps für Dachzelter im Durchschitt? In Namibia lagen die Preise zwischen 10 Eur. (Community-Camp) und 60 Eur (staatl. Camp z.B. Sossusvlei)
- Spielt sich der Tag im Delta eher in den Camps ab (Safaris, Ausflüge etc.) oder auf dem Weg zwischen den Camps (wie z.b. im Etosha, dort waren wir fast nur abends in den Camps und Tagsüber unterwegs)
- Was muss ich noch wissen, welche Fragen habe ich vergessen zu stellen?
Die groben Planungen gehen in die Richtung 4 Wochen Aufenthalt mit Start und Ziel in WDH, Okavangodelta, Vicoria Fälle und anschließend evtl noch eine kleine Runde durch Namibia.
Vielen Dank schonmal an alle,
mfg Timo
Montango1'667 Beiträge · seit 201101. Okt. 2015 · #2Hallo Timo,
erst einmal würde ich Dir einen guten Reiseführer (z.B. Botswana vom Hupe-Verlag ) empfehlen. Da sind alle Campingplätze aufgelistet und es gibt gute Infos zu Befahrbarkeit der Wege, Versorgungsmöglichkeiten etc.
zu Deinen Fragen:
mit Okavango meinst Du ja Moremi und Chobe )( ins eigentliche Delta kommst Du nicht mit dem Auto)
In beiden Bereichen gibt es Campingplätze (klein, einfach und nicht eingezäunt)
Die Campsites solltest Du möglichst langfristig vorher buchen. Du kannst natürlich von camp zu Camp fahren und unterwegs wirst Du auch Tiere sehen. In einigen Gegenden lohnt es sich aber durchaus, 2 N auf einem Platz zu bleiben und dort morgens und abends die Umgebung abzufahren.
Die Kosten innerhalb der Parks sind relativ hoch (ca. 50 € / P / N)
Ausstiegen ausserhalb der Camps ist offiziell verboten, aber natürlich mußt Du manchmal aussteigen (Reifenpanne, eingebuddelt oder einfach fürs kleine oder grosse Geschäft) Du suchst Dir einen Platz mit guter Übersicht und meistens wirst Du nicht sofort gefressen 😉
Es gibt hier eine Menge schöner Reiseberichte über die Gegend, lies Dich einfach mal durch und stell dann Deine Rpute und oder weitere Fragen ein.
LG
Montango
ach ja, mit Etosha kann man das nicht vergleichen. Du brauchst zwingend ein Allradauto, mußt für ca. 800 km Sprit dabei haben und Dich ansonsten die gesamte Zeit selber versorgen können. Es gibt keine Läden, Tankstellen etc. Und es gibt Tierbesuch (und zwar nicht nur Schakale wie in Etosha) auf allen Campsites.
pc_espe112 Beiträge · seit 201201. Okt. 2015 · #3Hallo Timo,
ich kann mich dem nur anschließen: besorg dir den Reiseführer von Hupe (Ilona Hupe und Manfred Vachal kann man übrigens jedes Jahr in der Gegend vorfinden).
Moremi ist mit Etosha überhaupt nicht zu vergleichen! Es ist viel weniger besucht (was u.a. daran liegt, dass man hier weder mit Bussen noch mit normalen Straßen-Fahrzeugen reinkommt), und es ist nichts eingezäunt.
Die Camps sind nicht bewirtschaftet wie im Etosha! Es gibt zwar Toilettenanlagen, aber das war's dann auch schon. Ach ja - Grillplätze gibt's auch noch.
Aber das ist ja genau das Gute daran: du bekommst die Nähe der Tiere ganz anders zu spüren! Wir hatten Nachts Besuch von einem Elefanten (lief auf Xakanaxa direkt neben uns vorbei, während wir bei einem Glas Wein zusammen saßen), einer Hyäne, Buschböckchen, und später in der Nacht von einem Flußpferd (da sollte man dann nicht gerade zur Toilette laufen).
Tagsüber begibt man sich eher auf Pirschfahrt, man bekommt sehr viele Tiere zu sehen, mit Glück auch Raubtiere.
Oder man macht eine Fahrt auf dem Wasser, was unbedingt zu empfehlen ist (das kann man vor Ort buchen).
Die Campsites sind immer schon recht früh ausgebucht, daher empfiehlt es sich, rechtzeitig zu reservieren. Es gab schon Leute, die dachten, sie könnten jeweils von Maun aus Tagestouren in den Moremi machen - vergiss es! Das ist so weit, dass es zu lange dauert!
Im Park selbst benötigst du zwingend einen 4x4, idealerweise mit Differentialsperren, aber unbedingt mit großer Bodenfreiheit (also: einen Geländewagen, keinen SUV!). Wegen Wasser kommt es drauf an, zu welcher Jahreszeit ihr unterwegs sein wollt.
Wenn ihr danach noch weiter wollt in Richtung VicFalls, ist die Route durch den Savuti zu empfehlen. Auch hier wieder: Infos im Reiseführer vom Hupe-Verlag.
Have fun,
Peter
Wohnen, wo andere Urlaub machen,
Urlaub machen, wo keiner wohnt!
kalachee1'059 Beiträge · seit 200601. Okt. 2015 · #4Hallo Timo
Nimm es mir bitte nicht übel, aber lies dich doch zuerst einmal einfach etwas in das Thema ein, bevor du derart allgemeine und eigentlich auch einfach zu beantwortende Fragen stellst. Aber das Internet ist halt schon eine tolle Sache, da braucht man sich um nichts mehr zu kümmern und kann alles erfragen - und das erst noch alles kostenlos. 🙂
Kauf dir wirklich den Hupe, eindeutig der beste Deutschsprachige Reiseführer für Botswana. Da steht dann auch alles drin betreffend Stellplätze, was die kosten und wo du sie reservieren kannst.
- Scheinbar müssen die Camps zwingend Monate im voraus gebucht werden, da man sonst evtl gar nicht erst "rein" darf
Kommt sehr auf die Reisezeit drauf an. Da wird in diesem Forum meiner Meinung nach teilweise etwas übertrieben. Moremi, Chobe Savuti und Chobe Ihaha in der Hochsaison aber sicherlich vorreservieren von zu Hause aus. Und man kann die Campsites auch vor Ort in Maun oder Kasane zum Beispiel buchen. Aber es stimmt, dass man nicht in die Parks rein darf, wenn man keine Buchung vorweisen kann.
Nicht, dass ich falsch verstanden werde; viele hier und auch ich, auch wenn ich nicht so regelmässig schreibe, beantworte gerne Fragen. Dafür ist das Forum ja da. Aber solche Fragen werden derart oft gestellt, dass man sie sich mit etwas Eigeninitiative und etwas Bemühen auch gut selbst beantworten könnte. Das hat nichts mit dir persönlich zu tun, kommt ja immer wieder vor hier, ich habe mir jetzt einfach mal deinen Thread rausgepickt, um es loszuwerden.
Viel Spass bei der weiteren Planung - es lohnt sich auf jeden Fall!
Liebe Grüsse
Sam
Topobär5'479 Beiträge · seit 200901. Okt. 2015 · #5kalachee schrieb: Aber es stimmt, dass man nicht in die Parks rein darf, wenn man keine Buchung vorweisen kann.
Das ist so nicht richtig. Man wird auch als Tagesbesucher in die Parks gelassen. Allerdings geht dann die beste Zeit für Gamedrives für die An- und Abreise drauf. Ist also ganz und gar nicht optimal.
Gerhard2025338 Beiträge · seit 201501. Okt. 2015 · #6Nimm es mir bitte nicht übel, aber lies dich doch zuerst einmal einfach etwas in das Thema ein, bevor du derart allgemeine und eigentlich auch einfach zu beantwortende Fragen stellst. Aber das Internet ist halt schon eine tolle Sache, da braucht man sich um nichts mehr zu kümmern und kann alles erfragen - und das erst noch alles kostenlos. 🙂
Hallo Sam
du sprichst mir aus der Seele
lg Gerhard
kalachee1'059 Beiträge · seit 200601. Okt. 2015 · #7Topobär schrieb:kalachee schrieb: Aber es stimmt, dass man nicht in die Parks rein darf, wenn man keine Buchung vorweisen kann.
Das ist so nicht richtig. Man wird auch als Tagesbesucher in die Parks gelassen. Allerdings geht dann die beste Zeit für Gamedrives für die An- und Abreise drauf. Ist also ganz und gar nicht optimal.
😐
Dann habe ich das falsch im Kopf gehabt. Danke für die Berichtigung. Da siehste mal, hätte ich das vorher besser überprüft, bevor ich zu grossen Reden ansetze. 😄
Fleur-de-Cap1'409 Beiträge · seit 201001. Okt. 2015 · #8Oder guckst Du in der Signatur (Nam/Bots 2011) 😉 .....ähnliche Route haben wir vor einigen Jahren gemacht....es gibt auch noch einige andere Reiseberichte...viel Spaß beim Planen...
LG
Fleur
mruniThemenstarter172 Beiträge · seit 201001. Okt. 2015 · #9Hallo zusammen,
vielen Dank erstmal für die rege beteiligung!
Ich werde mir den vielfach zitierten Reiseführer kaufen, das wäre sowieso einer der nächsten Schritte gewesen. Auch ein Richtwert von den Preisen ist nicht schlecht um einen Überblick über die Kosten zu bekommen.
@Sam und Gerhard:
Bitte nehmt auch ihr es nicht persönlich, aber ihr als alte Hasen könnt euch scheinbar nicht in "Neulinge" hineinversetzen.
Ich habe mehrere Tage immer wieder im Internet geschaut, und lasse mir keine mangelnde Eigeninitiative vorwerfen. Sucht mal nach "Camps Okavango" oder "Dachzelt Camps Okavango" oder "Preise Camps Okavango", da findet ihr irgendwelche Lodges mit Übernachtungspreisen im vierstelligem Bereich, geschweige denn die Info ob man irgendwo unterkommt mit dem Allradcamper. Da kommt man nicht unbedingt weiter.
Am Anfang braucht es manchmal ganz einfache Antworten, um die Richtigen Themen weiter zu rechachieren.
Wie man sieht, entsteht selbst jetzt die Frage wie und ob man in die Parks rein darf...
Ansonsten sind hier ja schon eininge Infos zusammen gekommen, ich werde mich dem erstmal annehmen und dann nochmal auf euer Wissen zurückkommen (auch auf das von Sam und Gerhard 😉 )
gruß Timo
Mogambo566 Beiträge · seit 201301. Okt. 2015 · #10mruni schrieb:. Sucht mal nach "Camps Okavango" oder "Dachzelt Camps Okavango" oder "Preise Camps Okavango", da findet ihr irgendwelche Lodges mit Übernachtungspreisen im vierstelligem Bereich, geschweige denn die Info ob man irgendwo unterkommt mit dem Allradcamper. Da kommt man nicht unbedingt weiter.
Timo
Hallo Timo,
also Dr. Google spuckt auch nur das aus, was Du suchst! Warum suchst Du nach "Camps" wenn Du eine "Campsite" haben möchtest 😗 😈
Gib "Campsites Okavango" ein und schon der erste Vorschlag führt Dich auf eine Seite, auf welcher die einzelnen Anbieter der Campsites zu finden sind 😎 Dann hast Du auch erstmal einen Überblick, welche Campsites es überhaupt gibt und kannst eine erste Grobplanung machen.
LG Mogambo 🙂
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200801. Okt. 2015 · #11Hallo, mruni,
gehe mal hier oben zum Menu-Punkt "Camping" und öffne die PDF vom Thomas Richter Campingführer (ziemlich am Ende ist Botswana) - da findest du Campsites und auch allgemeine Info
dann gehe zum Menu-Punkt "Karten" und nutze die T4A Karten, die hier allen zur Verfügung stehen
wir nutzen diese beiden Möglichkeiten immer zwischendurch zum planen,
und finden diese Möglichkeiten saupraktisch,
auch weil die Kilometer und die Fahrzeiten an den Routen stehen (auch wenn sie manchmal als zu ungenau kritisiert werden, geben sie gute Auskunft über die Beschaffenheit der Strecken: ist die angegebene Zeit überraschend lang - dann weißt du, da ist schweres Gelände...
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Mellie1248 Beiträge · seit 201501. Okt. 2015 · #12Hallo Timo,
Ich würde Dir empfehlen, erst Deine Route zumindest im Groben zusammen zu stellen (leg Dir den Hupe zu,er wird Dir eine große Hilfe sein). Park Eintritt zahlst Du an das Department of Wildlife and National Parks (DWNP- die Abkürzung wird Dir immer wieder unterkommen). In den NPs gibt es Public Campsites (also die,die von Selbstfahrern und auch organisierten Gruppen genutzt werden).Die Preise der Campsites variieren je nach Betreiber (manche werden vom DWNP betrieben, andere sind in privater Hand).Die Suche im Internet wird einfacher, wenn Du nach den Campsites in den jeweiligen Parks guckst (z.B. "Campsites Moremi"). Ausserhalb der Parks gibt es natürlich auch jede Menge Camping Möglichkeiten.Die Suche ist aber einfacher, wenn Du eine ungefähre Vorstellung von der Strecke hast.
LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
Mischa258 Beiträge · seit 201502. Okt. 2015 · #13Hallo Timo,
außer dem Hupe kann ich Dir auch den self drive guide von trackd 4 Afrika und das kostenlose Programm "Base Camp" mit den Karten von Tracks4Afrika empfehlen... und lies Dir erstmal die vielen informativen Reiseberichte hier durch. Mit konkreten Fragen wirst du hier dann immer und gerne auch konkrete Antworten erhalten.
mir ist es auch so ergangen 🙂
Gruß Mischa