Auf bekannten + unbekannten Pfaden durch Tansania

Reisebericht 522 Antworten · 98,4k Aufrufe · gestartet 25. Mai 2014 von Erika
142 Beiträge · seit 201106. Okt. 2014 · #481
liebe erika & lieber toni,

das könnt ihr doch nicht machen! uns da muttersgottseelenallein am straßenrand absetzen und alleine weiterfahren! das geht gar nicht!

WIR PROTESTIEREN!!!

lass dich umstimmen, erika und beschreibe wenigstens noch ein paar keniatische erlebnisse. wir wissen, dass ihr da noch einiges im ärmel habt. heraus damit!

BITTE! BITTE! BITTE!

wir hoffen und warten.......
hanuta
helli&ulli
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2014
Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200706. Okt. 2014 · #482
Hanuta ihr Lieben

Danke vielmals für eure Rückmeldungen!

@Lionfight
Du fragst, ob in Kenia mehr Abfall rumliegt, als in Tansania. Diese Frage muss ich leider klar mit JA beantworten. Das Müllproblem in Kenia ist schon offensichtlich. In Tansania gibt’s vereinzelt auch schmutzige Ortschaften, aber bei weitem nicht so, wie in Kenia. Leider, leider.

@Bamburi
Danke dir Anja, du warst für uns eine sehr angenehme Reisebegleitung 😁 . Immer zu allen Schandtaten bereit 😎 . Typisch Bamburi.

@ helliulli
Ach ihr Lieben, ihr wisst ja, was hier los ist. Auch wir hoffen und warten….
Wie gerne erinnern wir uns an die erlebnisreichen Tage mit euch.
Es war wunderschön! 🙂

Viele liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'523 Beiträge · seit 201106. Okt. 2014 · #483
Guten Morgen Erika,

.........habe viel Verständnis für Deine Wünsche......aber Du könntest vielleicht ein ausführliches Fazit

über Kenya 2014 aus Eurer Sicht ................würde uns alle, für die Kenya fast zur zweiten Heimat

geworden ist, viele neue Erkenntnisse bringen........und vielen Dank, uns bei Euch teilnehmen zu

lassen......habe Deinen Humor unglaublich genossen...... 🙂 🙂 😄 😄 🙂 🙂

BMW
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2014
1'366 Beiträge · seit 201106. Okt. 2014 · #484
Erika schrieb:
@Lionfight
Du fragst, ob in Kenia mehr Abfall rumliegt, als in Tansania. Diese Frage muss ich leider klar mit JA beantworten. Das Müllproblem in Kenia ist schon offensichtlich. In Tansania gibt’s vereinzelt auch schmutzige Ortschaften, aber bei weitem nicht so, wie in Kenia. Leider, leider.
Diesen Eindruck kann ich leider auch nur bestätigen 🙁

Danke für den kurzweiligen Bericht. Ich würde mich natürlich auch sehr freuen, wenn Du uns ein bisschen über Kenia erzählst, da es nach wie vor mein Lieblingsziel ist.

LG

Thorsten
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200707. Okt. 2014 · #485
Hallo und Hanuta

BMW schrieb:
.........habe viel Verständnis für Deine Wünsche......aber Du könntest vielleicht ein ausführliches Fazit
über Kenya 2014 aus Eurer Sicht ................würde uns alle, für die Kenya fast zur zweiten Heimat
geworden ist, viele neue Erkenntnisse bringen........und vielen Dank, uns bei Euch teilnehmen zu
lassen......habe Deinen Humor unglaublich genossen...... 🙂 🙂 😄 😄 🙂 🙂
Es freut mich, dass dir mein Bericht Freude bereitet hat. 🙂
Im Laufe der Jahre haben wir halt gelernt, dass man‘s etwas gelassen angehen muss, wenn mal nicht alles ganz nach Plan läuft. Und dank Tonis ziemlich lockerem Mundwerk haben sich in der Tat einige Male urkomische Situationen ergeben. 😎

THBiker schrieb:
Danke für den kurzweiligen Bericht. Ich würde mich natürlich auch sehr freuen, wenn Du uns ein bisschen über Kenia erzählst, da es nach wie vor mein Lieblingsziel ist.
Ich kann sehr gut verstehen, dass Kenia dein Lieblingsziel ist. Auch wir waren in jeder Beziehung wirklich fasziniert (ausser von den Eintrittspreisen in die Parks).

@all
Ein ausführliches Fazit kann ich nicht geben (keine Zeit!!!), aber auf die Schnelle kann ich zusammenfassen, dass wir durchwegs begeistert waren. Wir sind die Küste hochgefahren bis Malindi und dann quer rüber nach durch Tsavo Ost, Tsavo West, Nairobi NP inkl. Elefantenwaisenhaus, Masai Mara, Lake Lake Naivasha, Lake Baringo, Nairobi und zurück nach Arusha. Zeit: vom 29. Januar bis 23. März 2014. Gefahrene Km in Kenia ca. 3‘200. Die Versorgung in Kenia ist hervorragend, Polizeikontrollen waren durchwegs nett, die Nationalparks und sonstigen Touristenresorts waren leer. Einige Shopping Centers und zahlreiche grosse Hotels an der Küste sind wegen Umsatzeinbruch geschlossen worden. Ein deprimierendes Bild
.
Euch interessiert bestimmt die Sicherheitslage.
Bei jeder Einfahrt in ein Shopping Center wird die Unterseite der Fahrzeuge mit Spiegeln kontrolliert und vor den Ladeneingängen stehen Leute, die einem mit Detektoren nach Bomben oder Waffen absuchen 😁 . In Diani wurden wir sogar vor einer beliebten Bar mit diesen Geräten kontrolliert. Nützen tut’s vermutlich nicht viel, aber man möchte zeigen, dass man etwas für die Sicherheit tut. Ansonsten ist uns eigentlich nicht aufgefallen, dass da sonst noch was Spezielles für die Sicherheit getan wird.

Mit den Tiersichtungen in den Parks waren wir sehr glücklich (alle big5 🙂 ). Besonders genossen haben wir, dass wir die Tiere und auch die Campingplätze für uns allein hatten. Für uns herrschten in der Beziehung paradiesische Verhältnisse. Die Vogelwelt am Lake Naivasha und ganz speziell am Lake Baringo ist gigantisch.

Einziger Wermutstropfen war (und das war ein ziemlich grosser 🙁 ), dass wir‘s nicht wagen konnten, zum Lake Turkana zu fahren. Die Gegend erschien uns nach den Meldungen über bewaffnete Raubüberfälle doch zu gefährlich.

Falls ihr irgendwelche Fragen über Tansania oder Kenia habt, werde ich die gerne beantworten.

Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2014
4'129 Beiträge · seit 200807. Okt. 2014 · #486
Ooooh, Twiga Lodge!

Da kann man schnell mal ein paar Wochen hängenbleiben... 😁
man muss ja auch nicht los, man wird versorgt mit Fisch und Früchten, - welch ein Leben!
Wir werden ganz sehnsüchtig.
Scheint sich fast nix verändert zu haben, außer dass der Zahn der Zeit nagt...

Allerdings kann ich nicht erinnern, dass es früher zwischen Mombasa und Tiwi Beach viel Müll neben der Straße gab. Eigentlich nirgends! Nicht einmal vor großen Städten.
Ich guck mal nach Bildern, vielleicht fin ich ja was passendes.

Liebe Grüße und weiterhin Glückliches Reisen!

Grüße von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'580 Beiträge · seit 201407. Okt. 2014 · #487
Liebe Erika

endlich konnte ich Deinem Bericht weiter folgen. Vielen Dank fuer die tollen Fotos/Eindruecke von den verschiedenen Gegenden.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200708. Okt. 2014 · #488
Hallo Lilytrotter, du schriebst:
Ooooh, Twiga Lodge!
Da kann man schnell mal ein paar Wochen hängenbleiben... 😁 man muss ja auch nicht los, man wird versorgt mit Fisch und Früchten, - welch ein Leben!
Wir werden ganz sehnsüchtig.
Scheint sich fast nix verändert zu haben, außer dass der Zahn der Zeit nagt...
Ja, Twiga Lodge, welch ein Zauberwort! 😁 Für uns mit Abstand der schönste Campingplatz an Kenias Küste. Natürlich sind die Duschen und Toiletten alt und verbraucht, aber sie werden jeden Tag gründlich geputzt. Habt ihr zufällig mal den Mango Man kennen gelernt? Er kam früher jeden Tag mit seinem Fahrrad vorbei und hat Früchte verkauft. Das Fahrrad und Geschäft hat nun sein Sohn geerbt. Der Senior kam uns aber auch mal besuchen.
Allerdings kann ich nicht erinnern, dass es früher zwischen Mombasa und Tiwi Beach viel Müll neben der Straße gab. Eigentlich nirgends! Nicht einmal vor großen Städten.
Ich guck mal nach Bildern, vielleicht fin ich ja was passendes.
Die Müllberge wachsen denen über die Ohren. Schuld daran ist der Plastik. Er verrottet nicht und er brennt nicht richtig, sondern stinkt und qualmt nur vor sich hin. Wir konnten uns nicht daran erinnern, dass das früher auch so schlimm war.


he30d141.JPG



he61f2d4.JPG


Diese Fotos hab ich im Touristenort Naivasha gemacht, direkt neben der Hauptstrasse. 🙁 😐 😵

Nach den vielen Lobgesängen über Kenia musste ich jetzt auch mal was Negatives schreiben, nicht dass dann plötzlich n Haufen Selbstfahrer da rumkurven und wir eines Tages wie im Chobe und Moremi wegen Überfüllungsgefahr alles vorbuchen müssen. 😎 😉 😛


Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200708. Okt. 2014 · #489
Hoi Elvira

Schön, dass du wieder zurück bist. 🙂
Hab schon mitgekriegt, dass du im Tsavo West warst. Diesen Park fanden wir schon allein wegen der Landschaft aussergewöhnlich schön.

Vielen Dank für‘s Mitreisen und dass du mir in meinem Bericht bei den Tierbestimmungen geholfen hast.

Herzliche Grüsse
Erika
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4'129 Beiträge · seit 200808. Okt. 2014 · #490
Hallo, Erika,

mit der Twiga Lodge scheint es so zu sein, wie mit vielen anderen Plätzen, die wir lieben: Sowas liebt zum Glück nicht jeder. Wir haben auch schon Reisende getroffen, die von dort geflüchtet sind, weil es ihnen zu runtergekommen war...

Hab grad bei der Bildersuche eins vom Fischverkäufer gefunden, eigentlich müssten wir auch eins vom Früchteverkäufer haben - war der Mangomann der mit der Elephantiasis?

Dann gab es noch den Schnitzer, von dem habe ich mir meinen Kokusnussraspelhocker (heißt der Kifumbu?) im traditionellen Stil verzieren lassen. Den benutze ich heute noch ab und zu. Und seine geschnitzte kleine Mama, die er mir geschenkt hat, die steht noch immer bei uns im Garten.

Adresse: Twiga Lodge, zweite Palme links.




Und hier noch ein abfotografiertes DIa von 87, das wahrscheinlich vom gleichen Standpunkt gemacht wurde wie dein letztes Bild, nur'n paar Grad nach rechts gedreht.




Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2014
3'700 Beiträge · seit 200908. Okt. 2014 · #491
Liebe Erika,
Nach den vielen Lobgesängen über Kenia musste ich jetzt auch mal was Negatives schreiben, nicht dass dann plötzlich n Haufen Selbstfahrer da rumkurven und wir eines Tages wie im Chobe und Moremi wegen Überfüllungsgefahr alles vorbuchen müssen.
Die Gefahr besteht sicher nicht, so lange die Kenianer ganz fantastische Ideen zur Ankurbelung des Tourismus ausbrüten. Nach diversen Anschlägen im Land eine Art Tourismussteuer einzuführen und gleichzeitig die Nationalparkgebühren um 12,5 % zu erhöhen ist schon sehr mutig. Außerdem gibt es nach wie vor keine zuverlässigen bezahlbaren Geländewagen zur Miete.

Eigentlich sehr schade, denn mal abgesehen vom Müllproblem hat uns die Vielfalt Kenias sehr beeindruckt. Allerdings reisen wir auch noch nicht sehr lange in Afrika.

Nochmals vielen lieben Dank für die Mühe, die du dir mit deinem Bericht gemacht hast.

Liebe Lilytrotter,

gut, dass ihr eure Erinnerungen aus den 80.iger Jahren habt. Das ursprüngliche Afrika, welches noch verschiedentlich auch in aktueller Literatur beschrieben wird, weicht immer mehr dem Raubbau an der Natur.

Eure Erlebnisse erinnern mich an Brian Jackman, der ungefähr zur gleichen Zeit wie ihr in Ostafrika gewesen ist.
Hier ein Zitat aus aus seinem Buch Roaring at the Dawn: "Als ich den Kontinent zum ersten Mal bereiste, fiel bereits ein Schatten auf Afrika. Die Odysseen der Dhaus, die stets mit den Monsunwinden nach Mombasa und Sansibar gekommen waren, blieben aus. Der Elfenbeinkrieg, der eine dreiviertel Million Elefanten vernichten sollte, begann gerade, und die Tage des Nashorns waren fast schon vorbei. Aber zumindest kam ich gerade rechtzeitig, um noch einen Hauch der besseren Tage mitzuerleben, dort draußen im gelben Grasland, wo man immer noch die Schreie der Löwen in der Dämmerung hören kann."

Auch ihr seid gerade noch rechtzeitig dort gewesen!

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'366 Beiträge · seit 201108. Okt. 2014 · #492
Butterblume schrieb:
gut, dass ihr eure Erinnerungen aus den 80.iger Jahren habt. Das ursprüngliche Afrika, welches noch verschiedentlich auch in aktueller Literatur beschrieben wird, weicht immer mehr dem Raubbau an der Natur.

Eure Erlebnisse erinnern mich an Brian Jackman, der ungefähr zur gleichen Zeit wie ihr in Ostafrika gewesen ist.
Hier ein Zitat aus aus seinem Buch Roaring at the Dawn: "Als ich den Kontinent zum ersten Mal bereiste, fiel bereits ein Schatten auf Afrika. Die Odysseen der Dhaus, die stets mit den Monsunwinden nach Mombasa und Sansibar gekommen waren, blieben aus. Der Elfenbeinkrieg, der eine dreiviertel Million Elefanten vernichten sollte, begann gerade, und die Tage des Nashorns waren fast schon vorbei. Aber zumindest kam ich gerade rechtzeitig, um noch einen Hauch der besseren Tage mitzuerleben, dort draußen im gelben Grasland, wo man immer noch die Schreie der Löwen in der Dämmerung hören kann."
Hallo Marina,

wie Recht du hast. diese Gednaken stimmen mich ziemlich traurig 😊 und auch wütend, wenn ich sehe wie mit den letzten Paradiesen auf dieser Erde umgegangen wird. Wie gerne hätte ich auch das ursprüngliche Afrika noch kennen gelernt, so wie es mein Opa damals in Westafrika tat und mein Onkel, der noch in den 80zigern dort unterwegs war. Wann begreifen wir Menschen denn endlich, dass so etwas einmaliges auf der Erde geschützt werden muss (nicht nur in Afrika). Sicherlich haben wir hier in Europa das Glück, dass wir mit allem gut versorgt sind und es uns größtenteils sehr gut geht. Klar, dass die ärmeren Länder auch etwas von dem großen Kuchen abhaben wollen, aber leider werden sie von den Industrienationen nur benutzt und ausgebeutet. Die arme Bevölkerung profitiert sowieso nicht von dem Raubbau der an der Natur getrieben wird. Ich bin gespannt wie es in Kenia weiter geht, wenn die Touristen ausbleiben. Ich hoffe, dass sie das bald wieder in den Griff bekommen, sonst sehe ich keine rosigen Zeiten für die Naturparks und auch für die Menschen in Kenia.

hoffnungsvolle Grüße

Thorsten
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'580 Beiträge · seit 201408. Okt. 2014 · #493
Liebe Erika

Tierbestimmung ist gern geschehen, auch in Zukunft und Dein Bericht hat wirklich Spass gemacht.

Plastik..... ich weiss nicht, wie vielen Kuehen das grausam das Leben nimmt. Wo ich jetzt wohne, fand ich ein totes Kalb mit 20 Leichtplastiktueten im Gedaerme. Wenn man die Leute, die was verkaufen, darauf anspricht, schauen sie einem nur komisch an. Ich will es direkt in meiner Einkaufstasche, nicht hundertmal mit Plastik umwickelt.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200708. Okt. 2014 · #494
Lilytrotter schrieb:
war der Mangomann der mit der Elephantiasis?
Nein, unserer hatte keine Elephantitis, aber er war bereits 2002 ein älterer Herr und musste mit den paar Früchten, die er an die Touris verkaufte, seine neun Kinder ernähren. 😐 Er erzählte uns damals, dass er sich schon gerne unterbinden lassen würde, wenn er das Geld dazu hätte. Ich hab ihm angeboten, die 50 U$ für den Eingriff zu bezahlen, wenn er mir dann als Beweis das „Schnittchen“ zeige. 😎 Das wollte er aber auf gar keinen Fall. 🤩

Danke für die Bilder! Jaaa, dort kann man‘s schon eine ganze Weile aushalten. Toll, dass ihr das alles auch erleben durftet.

Butterblume schrieb:
Liebe Erika,
Nach den vielen Lobgesängen über Kenia musste ich jetzt auch mal was Negatives schreiben, nicht dass dann plötzlich n Haufen Selbstfahrer da rumkurven und wir eines Tages wie im Chobe und Moremi wegen Überfüllungsgefahr alles vorbuchen müssen.

Die Gefahr besteht sicher nicht, so lange die Kenianer ganz fantastische Ideen zur Ankurbelung des Tourismus ausbrüten. Nach diversen Anschlägen im Land eine Art Tourismussteuer einzuführen und gleichzeitig die Nationalparkgebühren um 12,5 % zu erhöhen ist schon sehr mutig. Außerdem gibt es nach wie vor keine zuverlässigen bezahlbaren Geländewagen zur Miete.
Also manchmal staunen wir auch über die Gedankengänge der Afrikaner. Löcher in der Kasse mit Preiserhöhungen stopfen zu wollen ist mehr als einfältig. Wir wollten zum Beispiel am Ufer des Lake Bogoria entlang fahren und hätten dafür 50 U$ pro Person bezahlen müssen. 😈 Ich hab dann denen am Eingangstor gesagt, dass wir den Preis schon fast pervers finden. Sie waren ziemlich traurig, dass wir verzichteten, hatten aber volles Verständnis.

THBiker schrieb:
Wie gerne hätte ich auch das ursprüngliche Afrika noch kennen gelernt, so wie es mein Opa damals in Westafrika tat und mein Onkel, der noch in den 80zigern dort unterwegs war.
Manchmal ist es auch von Vorteil, wenn man wie ich schon etwas älter ist. Wir sind 1971 mit einem VW-Bus von Kapstadt nach Hause gefahren. Das Afrika von damals war 2002, als wir wieder mal in Ostafrika rumreisten bereits zu einem grossen Teil verschwunden. Das hat mich dermaßen beschäftigt, dass ich nächtelang nicht mehr schlafen konnte. Vor allem in Uganda empfand ich es ganz schlimm. Wo 1971 noch dichter Urwald war, hatte man in der relativ kurzen Zeit ganze Landstriche abgeholzt und Felder bis in alle Hügel hinauf angelegt.

Bushtruckers schrieb:
Plastik..... ich weiss nicht, wie vielen Kuehen das grausam das Leben nimmt. Wo ich jetzt wohne, fand ich ein totes Kalb mit 20 Leichtplastiktueten im Gedaerme.
Bei uns hängen ja neuerdings überall Plakate mit dem Hinweis an den Strassenrändern, dass Müll für Kühe gefährlich sei. Ich hab mich oft gefragt, ob die afrikanischen Kühe robustere Mägen haben, aber scheinbar nicht. Weshalb jagt man denn nicht mindestens die Tiere von den Müllhalden weg, wenn sie dort rumwühlen? Ich meine, wenn man doch schon so arm ist, sollte man doch wenigstens dafür sorgen, dass die Tiere am Leben bleiben. Kühe stellen ja ein gewisses Kapital dar.

Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
2'398 Beiträge · seit 201108. Okt. 2014 · #495
Hallo Erika,

ich hatte mich schon gewundert, wieso Ihr ausgerechnet Lake Bogoria ausgelassen habt, aber das:
Wir wollten zum Beispiel am Ufer des Lake Bogoria entlang fahren und hätten dafür 50 U$ pro Person bezahlen müssen.
erklärt natürlich einiges 😗 ! Für uns war Lake Bogoria mit den heißen Quellen und den Hunderttausenden Flamingos eins der (wenn nicht das!) Highlights unserer Afrikareisen. Und die Ranger waren ausgesprochen nett: Wir standen mit unserem Zelt auf der Picnicsite. Sie haben uns abends Feuerholz verkauft und erst am nächsten Morgen erklärt, dass man dort eigentlich nicht zelten dürfe 😄 . Sie haben uns dann die ebenso tolle Figtree-campsite empfohlen, wo wir natürlich auch ganz allein waren (2003!)! Lake Baringo war auch toll - wir waren für 'nen Appel und 'n Ei in der Lodge auf der Insel (Name habe ich nicht parat, wahrscheinlich Lake Baringo Island Lodge 😎 ), aber Lake Bogoria war schon sehr speziell.

LG aus dem sonnigen und warmen Loutro,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
1'580 Beiträge · seit 201408. Okt. 2014 · #496
Hallo Karsten

Bogoria hat keine sprudelnden Geysire mehr... durch den hohen Wasserstand sieht man Wasser nur noch leicht sich bewegen. Auch die Strasse nach den Quellen am See entlang ist unter Wasser. Sie haben nun eine weiter oben am Hang gebaut.





Die Bilder stammen vom August 2012. Der Wasserspiegel ist seit da noch gestiegen. Dennoch, ich liebe die Landschaft um den See und die Stimmungen.

Viele Gruesse
Elvira
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Themenstarter2'338 Beiträge · seit 200708. Okt. 2014 · #497
Hallo Elvira und Karsten

Dass der Lake Bogoria Hochwasser hat und die Geysire und alle Flamingos verschwunden sind, sagte man uns bereits am Lake Baringo. Wir hätten auch gar nicht am See entlang fahren können, was man auf deinen Bildern Elvira sehr gut erkennen kann.

Auch der Lake Baringo hat seit ca. vier Jahren einen konstant steigenden Wasserspiegel. Der ehemalige Campingplatz des Roberts Camps steht komplett unter Wasser und musste nach hinten verlegt werden.


h5d35c95.JPG


Ehemaliger Laden des Roberts Camps

h2fa651f.JPG


Bungalow Roberts Camp

h6bb39c5.JPG


Blick vom Restaurant auf den ehemaligen Campingplatz. Noch ein paar cm mehr und dann steht auch das Restaurant im See.

h61603e1.JPG


Nebenan der Baringo Club mit Totalschaden. 🙁

Auch der Lake Nakuru ist vom Hochwasser betroffen, weshalb wir ebenfalls auf einen Besuch verzichteten. Viele Safariunternehmen fahren da schon gar nicht mehr hin.

Und wenn wir schon beim Hochwasser sind: Auch der Lake Naivasha ist so hoch wie noch nie. Die ganzen schönen, alten Fieberbäume vorne am See sterben ab und fallen nacheinander um.

Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2014
2'398 Beiträge · seit 201108. Okt. 2014 · #498
Hallo Erika, hallo Elvira,

kennt man den Grund für dieses Hochwasser? Mehrere Jahre gute Regenzeiten? Klimawandel?
Robert's Camp hatten wir uns damals auch angeschaut, aber dann zugunsten der Island Lodge verworfen 🤩 ! Lake Baringo Club war die einzige Lodge, die uns keinen "special price" ageboten hatte, wohl, weil staatlich (damals jedenfalls) 😗 .

LG,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
1'366 Beiträge · seit 201108. Okt. 2014 · #499
Woher kommt es, dass die Wasserstände der Salzseen steigen? Natürliche Zuflüsse gibt es ja meines Wissens so viele nicht und so viel Regen wird es gerade in der Gegend um Lake Baringo/Bogoria nicht geben, oder? Steigt dort der Grundwasserspiegel? Ich hätte eher erwartet, dass die Seen immer mehr austrocknen.
Die Flüsse werden ja auch immer mehr zur Bewässung der Landwirtschaft genutzt, so dass ich davon ausgegangen bin, dass dort die Wasserstände auch sinken und somit weniger Wasser in die Seen fließt.

Gruß

Thorsten
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'580 Beiträge · seit 201408. Okt. 2014 · #500
Hallo Karsten

Der Baringo See wird immer flacher. Ueberweidung traegt dazu bei, dass bei Regen immer mehr Erde reingeschwemmt wird.

Die Seen im Grossen Grabenbruch steigen. Vor ein paar Jahren fuerchtete man, dass sie total austrocknen werden. Gruende.... Abholzung und zeitweise doch erhebliche Niederschlaege, die nicht mehr versickern. Doch es muss noch andere Gruende geben. Es wird auch vermutet, dass die Seen unterirdisch verbunden sind. Natur halt....

Im Nakuru Nationalpark musste der Haupteingang versetzt werden und ein neues Strassennetz angelegt werden. Flamingos sind dort nur noch wenige, da die Algen infolge des nun stark verduennten Sodawassers nicht mehr genuegend gedeihen.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris