Mit ROTEL 9000 km durch das südliche Afrika

Reisebericht 198 Antworten · 89,4k Aufrufe · gestartet 24. Sept. 2013 von Australienfan
Themenstarter265 Beiträge · seit 200801. Okt. 2013 ·
Bin gerade in einer Schulung und hab nur noch 5 Minuten Mittagspause.

Zur Kabinenfrage: es gab ein kleines Fenster (ca. A4 gross). Das liess sich öffnen. War trotzdem nachts 40 Grad...

Damit, dass ich die Landschaft nicht spektakulär empfand wollte ich niemandem auf den Schlipps treten. Ich bewerte die Attraktivität der Landschaft danach wie viele Bilder ich pro Kilometer Autofahrt gemacht habe. Im Kaokoveld in Namibia kam ich auf durchschnittlich alle 200 Meter ein Foto an einem reinen Fahrtag (130 km Fahrt, ca. 600 Bilder, keine Besichtigungen dabei... nur Fahrt).Auf dieser Teilstrecke in Südafrika habe ich nur alle 5 - 10 km ein Foot gemacht. Aber ich hätte die Fahrt trotzdem nicht missen wollen.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2013
3’394 Beiträge · seit 200901. Okt. 2013 ·
Hallo Australienfan,

ich finde Deinen Bericht und dir Art einer solchen Reise höchst interessant. Das ist mal was ganz was anderes, auch wenn es für mich nie und nimmer in Frage käme. Aber das ist Geschmacksache.

Du schreibst:
Ich bewerte die Attraktivität der Landschaft danach wie viele Bilder ich pro Kilometer Autofahrt gemacht habe. Im Kaokoveld in Namibia kam ich auf durchschnittlich alle 200 Meter ein Foto an einem reinen Fahrtag (130 km Fahrt, ca. 600 Bilder, keine Besichtigungen dabei... nur Fahrt).Auf dieser Teilstrecke in Südafrika habe ich nur alle 5 - 10 km ein Foot gemacht.
So was hab ich noch nie gehört und ich muss gestehen - Du hast mich wirklich sehr nachdenklich gemacht. Ich bin da schon sehr erstaunt, um nicht zu sagen, irritiert. 😕

Bin gespannt, wie das bei Dir so weitergeht.

Viele Grüße
der bayern schorsch
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2’060 Beiträge · seit 201301. Okt. 2013 ·
Mich irritiert das ebenso, denn ich persönlich reise nicht, um Fotos mit nach Hause zu bringen, sondern um etwas gesehen und im Kopf bzw. im Herzen zu haben. Deshalb habe ich auch keine teure Fotoausrüstung. Mit meiner einfachen Kamera halte ich einiges fest, das ich daheim zeigen kann, aber ansonsten habe ich meine Reise im Kopf - ich mache sie ja für mich und nicht für andere.

Deshalb durchfahre ich nicht schnellstmöglich viele Hunderte von Kilometern, sondern verweile und schaue.

Eine auch für mich ganz neue Ansicht, interessant!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Themenstarter265 Beiträge · seit 200801. Okt. 2013 ·
Was ich jetzt schreibe könnte den einen oder anderen schockieren, viele können sich das auch nicht vorstellen... das weiss ich aus Gesprächen im Bekanntenkreis.
ansonsten habe ich meine Reise im Kopf - ich mache sie ja für mich und nicht für andere.
... das genau ist mein Problem. Ich habe ein extrem schlechtes visuelles Erinnerungsvermögen. Mit anderen Worten ich kann mich praktisch an keine visuellen Eindrücke von etwas erinnern, was ich gesehen habe - genau deswegen fotografiere ich. Das ist für mich die einzige Art die Erinnerung festzuhalten. Ich kann mir die Ortsnamen merken, ich kann mir Herschernamen und Zahlen gut merken, wenn ich irgendwas in einem Reiseführer lese etc. - aber ich kann mir keine Bilder merken. Das betrifft viele Bereiche. Ich hatte heute z.B. eine Ganztagesschulung (bin Kursleiter) - es gab 6 Teilnehmer. Morgen schule ich die gleiche Gruppe weiter - ich würde es nicht merken, wenn alle 6 Personen bis morgen ausgetauscht wären. Ich würde merken, wenn das Verhältnis Frauen - Männer (5:1) anders wäre oder die Kursteilnehmer morgen viel älter wären (waren alle zwischen 21 und 39 Jahre) - aber wenn Leute vom gleichen Geschlecht in einer ähnlichen Altersklasse morgen auf den Plätzen sitzen, würde ich das nicht bemerken. Wenn ich einen Film schaue kann es passieren, dass ich die Hauptdarstellerin von einer Szene zur nächsten nicht mehr erkenne, weil ich mir nicht ein "Bild" ihres Aussehens merken kann sondern nur sachliche Dinge wie: "rote Haare", "blaues Kleid" etc. - aber eben nicht als Bild sondern als reine Information. Ändert sich der Faktor, an dem ich mir die Person gemerkt habe, erkenne ich sie nicht mehr. Dann frage ich meinen Mann wenn wir zusammen einen Film schauen: "Hat die Frau schon mal mitgemacht" und er antwortet: "Ja, ist die Hauptdarstellerin, aber jetzt trägt sie die Haare offen, vorher zusammengebunden...".

Ich lese auch niemals Romane, weil ich mir keine "Bilder" vorstellen kann - und ohne dass man innerlich Bilder sieht ist Romane lesen irgendwie blöd. Informationen kann ich gut behalten - Bilder nicht. Ich könnte jetzt noch den Ablauf der gesamten 30 Tage Südafrika mit allen Ortsnamen Tag für Tag aufzählen - als definitiv einziger aus unserer Reisegruppe. Ich könnte auch die Ortsnamen und jede einzelne (!) Tagesetappe meiner ersten einmonatigen Namibiatour von vor knapp 5 Jahren aufzählen. Aber ohne Fotos wüsste ich von den Epupafällen nicht mehr, als dass sie ganz im Norden an der Grenze nach Angola liegen und die grössten Wasserfälle des Landes sind - ich hätte kein einziges "Bild" des Wasserfalls im Kopf. Gestern habe ich mir die Bilder von einer Kreuzfahrt, die ich letztes (!) Jahr gemacht habe angesehen und das hat mir wieder deutlich gemacht, dass ich praktisch die gesamte visuelle Information vergessen hätte (und das ist nur 1 Jahr her) - nur dank der Fotos, habe ich visuelle Eindrücke von dem was ich gesehen habe. Früher habe ich kaum fotografiert und dann wusste ich zwar hinterher noch "ich war in Sri Lanka"... aber ausser den Ortsnamen etc. wusste ich nix mehr. Dann habe ich angefangen zu fotografieren und ausschliesslich durch das permanente Wiederbetrachten der Bilder gelingt es mir die visuelle Information zu behalten. Wenn ich dazu komme mache ich Fotobücher von allen Reisen und habe diese auch auf dem Ipad, so dass ich sie jeden Monat wieder betrachten kann.

Also: Ich fotografiere in erster Linie für mich - nicht für andere. Und da meine Erinnerung zu 99% durch das Bildmaterial gebildet wird ist mir eine gute Kamera wichtig, denn Bilder im Kopf habe ich praktisch keine.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2013
2’721 Beiträge · seit 200602. Okt. 2013 ·
Tolle Erklärung.
Das würde dann auch Deine extremen Farben, die mir schon in Deinem grossen Namibia Fotoband vor Jahren - den Du bei einem Forumstreffen gezeigt hast - aufgefallen sind erklären? Du erinnerst Dich nicht an die reellen Farben? Tut mir leid. Das ist sehr schade, denn Afrika hat eine unglaubliche und auch sehr sanfte Farbenvielfalt zu bieten.
LG
Bazi
2’060 Beiträge · seit 201302. Okt. 2013 ·
Nein, schockiert bin ich nicht. Es ist sicher nicht leicht, mit dieser Einschränkung zu leben, zumal sie dich auch im "normalen" Leben behindert.

Ich kann nun sehr gut verstehen, dass du alles in Fotos festhalten musst. Wie gut, dass es die moderne Technik gibt! Ich wünsche dir noch viele schöne Reisen mit tollen Fotos!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Themenstarter265 Beiträge · seit 200802. Okt. 2013 ·
@Bazi
Ja, ich weiss aus der Erinnerung nicht wie die Farben in Wirklichkeit aussahen. Aber hab natürlich Farbinformationen gespeichert. Beispielsweise weiss ich, dass ich in Sossusvlei vor Ort den Eindruck hatte, dass der Sand "rot" aussieht. Aber ich merke mir dann nur "rot" und keinen genauen Farbton. Für das Fotobuch (was ich ja beim Forumstreffen dabei hatte) bearbeite ich dann so, dass mein Eindruck "rot" in den Bildern wiedergegeben wird.

Bin gerade wieder in einer Schulung, aber heute Abend stelle ich weitere Bilder von der nächsten Tagesetappe.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
3’394 Beiträge · seit 200902. Okt. 2013 ·
Hallo Australien-Fan,

ich habe soeben Deine Erklärungen von gestern gelesen.

Ich wusste von Deinem Problem nicht, darum vielen Dank für die Erläuterung. So versteht man, was sich hinter dieser, ich sage mal vorsichtig, "Viel-Fotografiererei", versteckt.

Freue mich, wenn´s heute abend wieder bei Dir wieder weitergeht.

Viele Grüße
der bayern schorsch
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Themenstarter265 Beiträge · seit 200802. Okt. 2013 ·
13. Tag: Von Keetmanshoop nach Schloss Duwisib

Heute ist ein fast reiner Fahrttag. Insgsamt werden wir 370 km heute fahren - ein Grossteil davon auf Naturstrassen. Wir beginnen den Tag mit einer kurzen Besichtigung des Köcherbaumwaldes.


Dieser Köcherbaumwald liegt rund 25 km nördlich von Keetmanshoop.


Der Köcherbaum gehört zu den Aloen und kommt nur in Namibia und einem kleinen Teil Südafrikas (Nordkapregion) vor.


Mich ärgerte ein wenig, dass wir hier so wenig Zeit hatten. Wir konnten von 9.00 - 9.30 Uhr durch den «Wald» spazieren. Wenn man noch fotografieren will ist das verdammt knapp. Fototechnisch ideal wäre es natürlich gewesen hier zu übernachten anstatt im nahen Keetmanshoop - dann hätten wir sowohl den Sonnenuntergang als auch den Sonnenaufgang im Wald erleben können. Aber selbst wenn das nicht möglich ist: Wieso nicht 1/2 Stunde früher am Morgen aufbrechen und dafür eine Stunde hier verbringen? Das sind so Aspekte, die mich an der Reise gestört haben.


Köcherbaumwald im Garas Quiver Park


Der Köcherbaumwald befindet sich auf einem Campingplatz. Als weitere Attraktion sind hier noch verschiedene Kunstwerke aus Schrottteilen gebastelt worden.


Das Rotel im Garas Quiver Park. Wie gesagt - wäre ich individuell unterwegs gewesen hätten wir genau hier übernachtet. Ich war 4 Jahre zuvor schon mal in Namibia - damals habe ich in einem Köcherbaumwald campiert und morgens direkt bei Sonnenaufgang wunderbare Bilder machen können.


Um 9.30 Uhr verliessen wir den Köcherbaumwald. Zuerst ging es noch knapp 130 km auf der asphaltierten B1/B4 Richtung Südwesten.


Anschliessend bogen wir auf die (anfangs noch asphaltierte) C14 nach Norden ab. Nach knapp 2 Stunden hatten wir 160 km zurückgelegt und legten im kleinen Ort Bethanien von 11.30 - 12.00 Uhr eine halbstündige «Trinkelpause» ein.


Weiter geht's Richtung Norden - hin und wieder überqueren wir ausgetrocknete Flussbetten.


Die Strasse verwandelt sich in eine gut gepflegte, breite Schotterstrasse. Es hat sehr wenig Verkehr. Manchmal kommt eine Stunde lang kein Auto entgegen.



In Helmeringhausen (einem Ort mit vielleicht 10 Häusern aber grosser lokaler Bedeutung als Versorgungszentrum) legen wir eine einstündige Mittagspause ein. Hier gibt es ein deutschsprachiges Hotel, in dessen Garten der Grossteil der Gruppe zu Mittag ass.


Weiter geh'ts auf teilweise rötlichen Naturstrassen


Auf dieser Strecke kam uns kein Auto entgegen


Kurz nach 16:00 Uhr erreichten wir nach insgesamt 370 km den Duwisib-Campingplatz. Wir waren die einzigen Gäste hier.


Der Campingplatz gehört dem Besitzer von Schloss Duwisib. Ein paar Leute aus der Gruppe nutzten die Gelegenheit noch kurz das Schloss zu besichtigen (das um 17.00 Uhr die Türen schliesst).


Das Schloss Duwisib gehört – seiner Optik, Lage und Entstehungsgeschichte wegen – zu den skurrilsten reichsdeutschen Kolonialbauwerken in Namibia. Der sächsischen Offizier Hansheinrich Wolf liess es 1908 errichten, um hier Pferde zu züchten. Ein paar Jahre später hörte er vom Ausbruch des 1. Weltkriegs, meldete sich zum Dienst und fiel 1916 in Frankreich.


Später verfiel das Schloss etwas, ging in den 1970er Jahren in Staatsbesitz über und ist heute ein Museum und ein nationales Monument.


Ich frage mich wie sich sowas rechnen kann... ich kann kaum glauben, dass hier mehr als 25 Besucher/Tag herkommen.


Einige Räume des Schlosses sehen noch aus wie zu Hansheinrich Wolffs Zeiten. Da verwundert es auch nicht, wenn ein Kaiser Wilhelm Portrait an der Wand hängt.


Die Schlossbesichtigung ist eine recht fixe Sache - nach 15 Minuten hat man eigentlich alles gesehen.


Dämmerung über Schloss Duwisib


In einer Scheune nehmen wir ein optionales namibianisches Abendessen ein. Unser Gastgeber ist ein Südwester (deutschstämmiger Namibianer), der die Farm Duwisib betreibt. Nach dem Essen (Springbok) können wir Fragen rund um Namibia, das Leben auf der Farm u.s.w. stellen. Ein guter Programmpunkt, den die meisten der Reisegruppe wahrgenommen haben.


So eine Art Nationalgetränk: Savanna Dry. Dabei handelt es sich um einen (relativ süssen) Apfelwein. Unbedingt probieren!


Sonnenuntergang auf der Farm Duwisib


Hier mitten in der Wüste hatten wir den schönsten Sternenhimmel der ganzen Reise - die Milchstrasse war eindeutig zu erkennen.


Das Rotel unter dem Sternenhimmel in Duwisib (sorry für die Verzerrung in der Aufnahme... war nicht so einfach das alles auf's Bild zu bekommen, da musste ich ein paar Kompromisse eingehen).
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zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2013
2’530 Beiträge · seit 201102. Okt. 2013 ·
Wieder super Bilder!
Australienfan schrieb:
Der Campingplatz gehört dem Besitzer von Schloss Duwisib.
Es gibt zwei Camping Plätze, einer gehört zur Farm Duwisib der andere zu NWR, welche auch das Schloß verwalten.

Savanna Dry kommt aus Südafrika! 😉
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2013
Themenstarter265 Beiträge · seit 200804. Okt. 2013 ·
Ich bin bis Montagabend geschäftlich im Ausland unterwegs, daher kann ich wohl erst Montagnacht neue Bilder online stellen.

Ich habe ein paar Fragen zur Reise per PN bekommen. Eventuell interessiert das noch andere, daher antworte ich hier: Es tauchte die Frage auf, was die Reise gekostet hat. Der Gesamtpreis inkl. Flug und Zug zum Flug war 3190 Euro. Darin waren auch 2 Mahlzeiten täglich (Frühstück und Abendessen) enthalten.

Hinzu kamen spezielle fakultative Ausflüge (z.B. Geländewagenfahrt in die Wüste, Bootsfahrt auf dem Sambesi, Eintritt für Tafelberg etc.)

Es ist sicher keine Discountreise - zu zweit wäre sie mir definitiv zu teuer, dann käme man Mietwagen und Hotel besser davon, aber allein fand ich es eine Option.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
785 Beiträge · seit 200804. Okt. 2013 ·
Hi Australienfan,

ich denke mal, wenn ich solo währe und mir einen Überblick über ein Land, oder verschiedenen Ländern machen wöllte, würde ich auch auf so eine organisierte Tour gehen!

Du bekommst alles schöne gezeigt, brauchst dir nicht groß einen Kopf zu machen und man sieht viel, ohne selbst fahren zu müssen.

Wenn dann auch noch die Mitreisenden nett sind, dann ist doch alles perfekt.

Die Bilder die du eingestellt hast sind echt super und ich freue mich schon auf die Fortsetzung deines Beitrages!!


Viele Grüße


Markus
983 Beiträge · seit 201104. Okt. 2013 ·
Hi Australienfan,

lese auch mit Interesse mit. Die grellen Farben der Fotos finde ich gut. Wurde ja hier bereits diskutiert.

Zwar ist Rotel für mich persönlich unvorstellbar 🤪 , aber es liest sich sehr spannend, so wie du es beschreibst.

Bin neugierig, wie es weitergeht ... 🙂
Beste Grüße rhh64
Themenstarter265 Beiträge · seit 200808. Okt. 2013 ·
14. Tag: Schloss Duwisib bis Sossusvlei

Knapp 200 km werden wir bis zu unserem Tagesziel, Sossusvlei fahren - und nach Sonnenuntergang noch einmal 60 km bis zum Campingplatz.


Wir brachen wie üblich um 8:00 Uhr auf. Ich werde weder verstehen wieso wir täglich immer erst so spät aufbrachen noch wieso einzelne Teilnehmer bereits um 5:00 Uhr aufstanden, wenn die Abfahrt erst um 8:00 Uhr ist...


Fahrt auf der D831 Schotterpiste




Das Rotel in Action


Auf Naturstrassen hinterlassen wir eine riesige Staubwolke. Wer sein Fenster im Anhänger nicht richtig schliesst bekommt das am Abend zu spüren


Bei den ersten Springböcken, die wir sehen herrscht grosse Aufregung im Bus. Später wird keiner aus der Gruppe mehr für einen Springbock seinen Fotoapparat zücken.


Typische Aussicht aus dem Bus: Farmland mit Windrädern zur Wasserförderung und im Hintergrund die Tirasberge


Webervogel, der sich etwas von unserem Mittagessen geschnappt hat. Von 11 - 12 Uhr machen wir eine komplette Stunde Mittagspause. Eine halbe Stunde hätte es auch getan, zumal es ohnehin nur Sandwiches gab. Die 30 Minuten eingesparte Zeit hätten wir später gut gebrauchen können.


Um 12:15 Uhr fahren wir in den Sesriem-Sossusvlei Nationalpark


Als erstes steht ein kurzer Spaziergang durch den Sesriem-Canyon auf dem Programm. Hier ist Trittsicherheit gefragt, daher wagen nicht alle Reiseteilnehmer den Abstieg in die Schlucht.


Im Zeitraum von zwei Millionen Jahren hat der Tsauchab-Flussdiesen ca. ein Kilometer langen und bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedimentgestein hineingefressen. Der Name Sesriem ist afrikaans und heißt auf deutsch Sechsriemen, da die ersten Siedler sechs Riemen, die sie aus Fellen von Oryxantilopen schnitten, aneinanderknüpfen mussten, um hier Wasser schöpfen zu können.


Oryxantilope auf dem Weg nach Sossusvlei


Die berühmte Düne 45


Das Rotel kurz vor Sossusvlei - für die letzten fünf Kilometer steigen wir auf Geländefahrzeuge um.


Die 5 km bis Sossusvlei führen zum Teil durch Tiefsand und sind tückisch zu fahren


Auf dem Weg nach Sossusvlei


Ein Teil unserer Reisegruppe auf einem Land Rover


Die grosse Sanddüne in Sossusvlei gehört zu den am meisten besuchten Attraktionen in Namibia. Ein Teil der Gruppe macht sich auf die Düne zu erklettern.


Ich gehe auch ein Stück nach oben, verzichte aber auf den kompletten Aufstieg. Einerseits war ich drei Jahre zuvor schon hier und andererseits will ich meine Kräfte sparen für das was am Nachmittag noch kommt.


Übersicht von der Düne aus


Diese Salz-Ton-Pfanne heisst Sossusvlei. Die umgebenden orangefarbenen Dünen zählen mit bis zu über 380 Meter Höhenunterschied gegenüber der Pfanne zu den höchsten der Welt.


Wir hatten hier zwischen 30 und 45 Minuten Zeit. Da ich die Düne nicht ganz erkletterte hatte ich noch ein wenig Zeit mich umzuschauen. In einem der wenigen Bäume sass - völlig getarnt - eine Eule.


Anschliessend fuhren wir rund 2 km zurück durch die Tiefsandstrecke. Die nächste Besichtigung steht eigentlich nicht im Programm, aber ich bat den Reiseleiter sie in die Reise einfliessen zu lassen, denn die Chance das Dead Vlei zu sehen war für mich einer der Gründe diese Reise zu buchen.


Das Dead Vlei: Um es zu erreichen muss man 1,1 km durch die Wüste (bei in unserem Fall 42°C) marschieren. Dafür braucht man je nach Lauftempo 20-30 Minuten. Ein Drittel aus unserer Gruppe beschloss dorthin zu laufen - die anderen Zweidrittel warteten im Schatten.


Endlich am Ziel: Diese Tonpfanne hatte ich bei meinem letzten Besuch in Namibia nicht gefunden (wir sind damals nicht weit genug in die Wüste gelaufen). Sie ist DAS Top-Fotomotiv von Namibia und allein das war für mich der Grund nochmals nach Namibia zurückzukehren.


Als leidenschaftlicher Fotograf hätte ich hier einen ganzen Tag verbringen können. Leider hatten wir nur eine halbe Stunde Zeit. Ich will mich nicht beschweren, denn eigentlich stand Dead Vlei ja gar nicht im Programm und so war es ein Entgegenkommen von der Reiseleitung die Wanderung hierhin überhaupt anzubieten. Aber eine halbe Stunde mehr Zeit wäre schon gut gewesen (was durchaus drin gelegen hätte).


Charakteristisch für das Dead Vlei sind die vielen abgestorbenen Akazienbäume, die vertrockneten, als der Tsauchab seinen Flusslauf änderte. Manche dieser Bäume sind über 500 Jahre alt.


Dead Vlei ist ein El Dorado für jeden Hobbyfotograf!


Ich verfiel hier in einen wahren Fotorausch und hätte am liebsten jeden Baum fotografiert


Hier ein Experiment mit einem Ultra-Weitwinkel


Zurück zum Rotel ging es nicht mehr mit Land Rovern - wir wurden von einem Traktor gezogen und sassen auf einem grossen Anhänger


Grandioses Panorama


Der letzte Besichtigungspunkt des Tages war Düne 45 - ihren Namen verdankt sie dem Umstand, dass sie 45 Kilometer vom Parkeingang bei Sesriem entfernt liegt. Die Düne 45 ist rund 170 Meter hoch.


Hier direkt am Fuss einer der wohl bekanntesten Dünen der Welt assen wir zu Abend


Blick kurz vor Sonnenuntergang von Düne 45 aus auf das Rotel


Ich entschloss mich nach dem Abendessen noch zu einem Aufstieg auf die Düne. Allerdings hatte ich auch hier nicht den Ehrgeiz bis zur Dünenspitze zu kommen - aber ein wenig die Aussicht geniessen darf schon sein 😉


Beim Besteigen von Düne 45


Eines der Highlights der Reise: Sonnenuntergang auf Düne 45


Anschliessend fuhren wir noch rund 45 km bis zum Campingplatz. Das war einer der besten Reisetage bislang - obwohl ich auch hier noch Verbesserungspotential sehe. Eine etwas kürzere Mittagspause zugunsten von mehr Zeit im Deadvlei wäre grandios gewesen. Aber wie gesagt: normalerweise sehen Rotel-Reisende das Deadvlei überhaupt nicht. Das war ja ein eingeschobener Punkt, um den ich den Reiseleiter gebeten hatte.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
709 Beiträge · seit 201108. Okt. 2013 ·
Hi,

wie immer sehr schöne Bilder! Danke!


Das mit dem tgl. 08:00h Abfahrt würde mit meiner Familie gar nicht gehen. Und noch früher erst recht nicht. Meine Beiden sind bekennende Langschläfer. Deshalb fahren wir nur noch in Familie und tgl. durchschnittlich 3h reine Fahrtzeit. Ausnahmen machen wir nur bei langen Anreisen oder Überführungen. Dafür sehen wir uns vor Ort dann aber mehr an. So erfühlt man ein Land besser, als hinter der Windschutzscheibe...


Interessant ist auch, mit welchem Schuhwerk Manche im Sesriem-Canyon unterwegs sind. Kein Wunder, daß es oft Unfälle bei Touris gibt.


Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2013
962 Beiträge · seit 201308. Okt. 2013 ·
Hallo Australienfan,
sehr sehr schöne Bilder wieder!
Ich wundere mich manchmal, wie du an die schönen Motive kommst.
Hast du für das Bild "Bus mit Staubfahne" den Bus nochmal ein Stück zurückfahren lassen? 😉
Du zeigst auch oft sehr schöne Portraits.

Danke
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
123 Beiträge · seit 201308. Okt. 2013 ·
Super Bericht und wieder traumhafte Fotos; danke dafür und ein Anreiz für meinen nächsten Namibia Urlaub es gleich zu tun 😉

Gruß

Peter

Freue mich schon auf die Fortsetzung
4’132 Beiträge · seit 200808. Okt. 2013 ·
Na, das nenn ich doch mal gutes professionelles Engagement!

Ohne erheblichen Zeitaufwand kann man solche Fahraufnahmen nicht machen.
Wenn’s denn aber der Werbung dient, macht Rotel sicher gern eine Ausnahme und zieht die stramme Zeitschiene etwas in die Länge...

Langsam geht mir dieser ROTEL-WERBETHREAD ein wenig auf’n Zeiger. Schon die Überschrift ist klug gewählt – im www mittlerweile ganz oben zu finden!
Man muss eben nur das Chroma ordentlich hochdrehen.

Wir haben auf unseren vielen Reisen schon oft mit Einheimischen über diese „funny trucks“ gesprochen und sie sind nirgends beliebt: Sie stehen für deutsche Touristen, die unter sich bleiben wollen, die aus Angst keinen echten Kontakt zu den Einheimischen wünschen und sich deshalb sogar ihr eigenes Hotel mitbringen, abgekapselte Deutsche, die sich nur miteinander beschäftigen und nicht mit dem Reiseland.
Das können wir nach unseren Erfahrungen bestätigen. Und das Geld bleibt bei Rotel Tours natürlich auch im Ländle. Schön deutsch, das alles.
Keine Option, auch nicht allein.
Aber der Thread funktioniert. Es laufen schon die Anfragen.


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
655 Beiträge · seit 200608. Okt. 2013 ·
Liebe Lilytrotter,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Er spricht mir zutiefst aus dem Herzen. Ich finde den Bericht weder interessant , geschweige denn informativ. Und wenn ich mir vorstelle, ich müsste mit einer permanent nölenden Mitreisenden unterwegs sein, die sehenden Auges diesen Trip gebucht hat, gute Güte, da ist mir mein Rentnerdasein doch selbst bestimmt lieber. Da muss ich auch nicht in 4 Wochen durch ganz Namibia heizen und hinterher sagen, ich hätte alles gesehen (siehe S...).

Ha, und jetzt könnt Ihr drauf hauen.
Lb Gruß von Helga
0
Themenstarter265 Beiträge · seit 200808. Okt. 2013 ·
@Lilytrotter

Vor 10 Tagen, am 28.09., hast Du geschrieben:
Vielen Dank für deinen interessanten Bericht.
Was hat sich seitdem geändert, dass Dir dieser Thread jetzt "auf den Zeiger" geht?

Und was soll diese Unterstellung mit der "Werbung" weil ich eine Aussenaufnahme vom fahrenden Rotel zeige? Ein Rotel-Werbethread ist es ja definitiv nicht - wenn Du meine Kommentare zu den Bildern liest, wirst Du immer wieder auch kritische Anmerkungen finden.

@Helga
Wenn Du den Thread weder interessant noch informativ findest - warum liest Du ihn dann? Unter den 20 aktuellsten Beiträgen in diesem Forum rangiert dieser Reisebericht im Moment auf Platz 2. was die Antworten und die Aufrufe angeht - also muss er doch für eine gewisse Anzahl von Leuten interessant sein, oder?

Ich denke nicht, dass Beleidigungen hier der richtige Forumsumgangston sind. Es gibt verschiedene Arten zu reisen und man sollte doch genug Toleranz aufbringen, um auch andere Formen des Reisens zu akzeptieren. (Rotel ist ganz sicher nicht meine favorisierte Reiseform ich bin durch und durch Individualist, schau ruhig mal in meinen anderen Namibia-Reisebericht mit dem 4x4). Ich erwarte ja nicht dass jemand hinterher auch so eine Reise macht, möchte aber denjenigen, die sich fragen, wie es sich im Rotel reist, die Möglichkeit bieten in diesem Reisebericht zu erfahren, wie es abläuft. Dafür wende ich sehr viel Zeit auf, um hier einen halbwegs guten Bericht mit Fotos abzuliefern.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2013